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Tuberkulosebekämpfung Weltweit eine wichtige Aufgabe Welttuberkulosetag 24. März 2010 Amt für Gesundheit I Breite Gasse 28 I 60313 Frankfurt am Main Telefon.

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Präsentation zum Thema: "Tuberkulosebekämpfung Weltweit eine wichtige Aufgabe Welttuberkulosetag 24. März 2010 Amt für Gesundheit I Breite Gasse 28 I 60313 Frankfurt am Main Telefon."—  Präsentation transkript:

1 Tuberkulosebekämpfung Weltweit eine wichtige Aufgabe Welttuberkulosetag 24. März 2010 Amt für Gesundheit I Breite Gasse 28 I Frankfurt am Main Telefon I Die Tuberkulose (TB), früher auch Schwindsucht genannt, ist keine Krankheit der Neuzeit, sondern trat schon zu Zeiten der Ägypter auf. Um 460 v. Chr. war die Tuberkulose weit verbreitet und verlief meist tödlich. Im Mittelalter wirkten einige Verhaltensnormen und Anschauungen der Verbreitung der TB entgegen. So war z.B. der Verzehr tuberkulösen Fleisches verboten. Im 18. und 19. Jahrhundert gewann die Tuberkulose durch die Industrialisierung wieder an Bedeutung. Besonders ungünstig wirkten sich in diesem Zusammenhang die schlechten Wohn- und Hygieneverhältnisse der rasch wachsenden Großstädte aus. Am 24. März 1882 veröffentlichte Robert Koch die Entdeckung des Tuberkulosebakteriums. Dafür erhielt er 1905 den Nobelpreis für Medizin. Auch heute noch stellt die Tuberkulose weltweit eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten dar und fordert viele Todesopfer. Robert Koch (Quelle: RKI.de) Geschichte Was ist die Tuberkulose? Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch so genannte Mykobakterien hervorgerufen wird. Wie kann ich mich anstecken? Die Infektion erfolgt fast immer durch feinste Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen vom Erkrankten mit offener Lungentuberkulose freigesetzt werden. Alle anderen Formen der Tuberkulose wie die geschlossene Lungentuberkulose, die Lymphknoten- Nieren- oder Knochentuberkulose sind bei gewöhnlichen Kontakten nicht ansteckend. Wie verläuft die Erkrankung? Bei der TB ist die Unterscheidung zwischen Infektion und Erkrankung besonders wichtig. Die Infektion verläuft unbemerkt. Eine TB-Erkrankung entwickelt sich bei nur etwa 5-10% der Infizierten. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit können Wochen bis mehrere Jahre vergehen. Erste Krankheitszeichen sind Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, nächtliches Schwitzen und Appetitlosigkeit. Auf eine Lungentuberkulose deuten ferner Husten mit teils blutigem Auswurf, Brustschmerzen und Atemnot hin. Gelangen die Erreger in die Blutbahn, können andere Organe befallen werden. Wie wird die Tuberkulose erkannt? Der Nachweis einer TB-Infektion erfolgt durch einen Hauttest, der nach 2-3 Tagen abgelesen wird. Ergänzend dazu steht eine Blutuntersuchung zur Verfügung. Die TB-Erkrankung der Lunge wird durch eine Röntgenaufnahme und verschiedene mikrobiologische Untersuchungen festgestellt. Der Befall anderer Organe durch Gewebsproben gesichert. Wie wird die Tuberkulose behandelt? Die Behandlung der TB erfolgt ausschließlich mit einer Kombination verschiedener Medikamente, wobei sich die Standardtherapie über 6 Monate erstreckt. Werden die Einnahmevorschriften befolgt, lässt sich in über 90% der Fälle eine Heilung erzielen. Tuberkulose in Kürze

2 Tuberkulosebekämpfung Weltweit eine wichtige Aufgabe Welttuberkulosetag 24. März 2010 Amt für Gesundheit I Breite Gasse 28 I Frankfurt am Main Telefon I Ein 26-Jähriger musste an einer Wehrübung in der Türkei teilnehmen. 5 Monate nach seiner Rückkehr erkrankte er in Frankfurt an einer offenen Lungentuberkulose. Das Amt für Gesundheit ermittelte 49 Kontaktpersonen aus drei Großfamilien. Die Ehefrau, die beiden Kinder und 8 weitere Personen erkrankten in den nächsten 2 Jahre ebenfalls an Tuberkulose. Bei den betroffenen Säuglingen und Kleinkindern entwickelte sich die Tuberkulose innerhalb weniger Monate, bei den Jugendlichen und Erwachsenen jedoch erst nach 1-2 Jahren. Bei 84 weiteren Kontaktpersonen aus dem sozialen Umfeld in Deutschland wurden innerhalb von 2 Jahren keine Folgeerkrankungen beobachtet. Fallbeispiel Röntgenbild der Lunge. Bildung einer Kaverne durch Lungentuberkulose Husten über mehr als 3 Wochen, manchmal mit blutigem Auswurf Gewichtsabnahme Appetitlosigkeit Müdigkeit Fieber Nachtschweiß Schmerzen in der Brust Symptome Untersuchung des Auswurfs (Sputums) auf TB-Bakterien Hauttest (Tuberkulinhauttest) Blutuntersuchung (interferon gamma release assay) Röntgenaufnahme der Lunge Lungenspiegelung (Bronchoskopie) Probeentnahme bei Erkrankung anderer Organe Diagnose Die Tuberkulose ist heute eine gut behandelbare Erkrankung. In der Regel beginnt die Behandlung mit vier verschiedenen Antibiotika. Nach zwei Monaten erfolgt eine Reduktion auf zwei Antibiotika, die über weitere 4 Monate eingenommen werden müssen. Bei unvollständiger Behandlung, insbesondere bei einem Therapieabbruch besteht die Gefahr, dass die Tuberkulose nicht ausheilt. Daraus ergibt sich nicht nur ein Ansteckungsrisiko für Kontaktpersonen wie Haushaltsmitglieder. Es wird auch die Entstehung resistenter Tuberkulosestämme begünstigt, gegen die Standardmedikamente nicht mehr vollständig wirksam sind. Therapie

3 Tuberkulosebekämpfung Weltweit eine wichtige Aufgabe Welttuberkulosetag 24. März 2010 Amt für Gesundheit I Breite Gasse 28 I Frankfurt am Main Telefon I Argentinien Armenien Aserbaidschan Australien Bangladesch Belgien Botsuana Brasilien Burkina Faso China Deutschland Ecuador Estland Frankreich Georgien Indien Iran Irland Israel Italien Japan Kanada Katar Kenia Kolumbien Lesotho Lettland Litauen Mexiko Mosambik Myanmar Namibia Nepal Niederlande Norwegen Oman Peru Philippinen Polen Portugal Republik Korea Republik Moldau Rumänien Russische Föderation Schweden Slowenien Spanien Südafrika Swasiland Thailand Tschechische Republik Ukraine USA Usbekistan Vereinigte Arabische Emirate Vereinigtes Königreich (UK) Vietnam Quelle: WHO.org Länder in denen TB-Stämme mit ausgedehnter Resistenz auftraten 2009 Neben Armut und Mangelernährungen spielt mittlerweile auch eine begleitende HIV-Infektion eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Tuberkulose. So waren 2008 von den 9,4 Millionen Erkrankten 1,4 Millionen HIV-positiv. Besonders im südlichen Afrika sind viele Menschen mit HIV infiziert. Ein weiteres Problem stellt die Entwicklung von multiresistenten TB- Stämmen (MDR-TB) dar. Dabei handelt es sich um Tuberkulosebakterien, die gegen die beiden wirksamsten Standardmedikamente resistent sind ging die WHO von Fällen aus, die hauptsächlich in China, Indien und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion auftraten. Eine noch aus- gedehntere Resistenz von TB-Stämmen gegen weitere Medikamente, auch als XDR (extensively drug resistance) bezeichnet, ist bis 2009 bei Patienten in 57 Ländern festgestellt worden. Herausforderung In Deutschland sinkt die Anzahl der Tuberkuloseneuerkrankungen kontinuierlich, wie die Graphik zeigt. Auch die Zahl der tuberkulosebedingten Todesfälle geht zurück. Den Angaben des Robert Koch- Institutes zufolge fiel sie von 215 im Jahr 2006 auf 139 im Jahr Global betrachtet gehört die Tuberkulose mit der Malaria und HIV/AIDS zu den größten Killern unter den Infektionskrankheiten. Die WHO geht bezogen auf das Jahr 2008 von 9,4 Millionen Neuerkrankungen aus. 86% aller gemeldeten Fälle beschränken sich jedoch auf 3 Regionen: Afrika, Südostasien und die Westpazifische Region. Aufgrund der hohen Bevölkerungszahl tragen allein Indien mit 2 Millionen und China mit 1,3 Millionen Neuerkrankungen maßgeblich zur Gesamtzahl bei. Bund & Welt Im vergangen Jahr wurden in Frankfurt 91 Fälle von Neuerkrankungen an Tuberkulose gemeldet, was einem Rückgang von ca. 18% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dennoch erkranken pro Einwohner in Frankfurt doppelt so viele Menschen wie im Landes- und zweieinhalb mal so viele wie im Bundesdurchschnitt daran. In 75% war die Lunge als Hauptorgan von der Tuberkulose betroffen. Es erkrankten vor allem Männer (62%), überwiegend zwischen 40 und 59 Jahren. Bei den Frauen lag der Erkrankungsgipfel zwischen 20 und 29 Jahren. Frankfurt

4 Tuberkulosebekämpfung Weltweit eine wichtige Aufgabe Welttuberkulosetag 24. März 2010 Amt für Gesundheit I Breite Gasse 28 I Frankfurt am Main Telefon I THE GLOBAL PLAN TO STOP TB wurde 2006 von der WHO mit folgenden Zielen veröffentlicht: Bis 2015 Reduktion der Tuber- kulosefälle um 50% verglichen mit dem Niveau von 1990 Vollständige Beseitigung der Tuberkulose bis 2050 Hierfür ist weltweites Handeln erforderlich! Quelle: STOPTB.org 1. TB ist ansteckend und breitet sich durch die Luft aus. Ohne Behandlung infiziert jede Person mit aktiver TB durchschnittlich 10 bis 15 Personen pro Jahr. 2. Über 2 Milliarden Menschen, dies entspricht 1/3 der Weltbevölkerung, sind mit TB infiziert. Einer von 10 TB-Infizierten wird in seinem Leben an einer aktiven TB erkranken. 3. TB ist eine Erkrankung der Armut und betrifft hauptsächlich junge Erwachsene in ihren produktivsten Jahren. Tödliche Verläufe treten überwiegend in den Entwicklungsländern auf. Mehr als 50% der Todesfälle betreffen Menschen in Asien traten weltweit 9,4 Millionen Neuerkrankungen an Tuberkulose auf (3,6 Millionen Frauen). Unter den TB-Patienten waren 1,4 Millionen zusätzlich mit HIV infiziert. Für HIV-Infizierte besteht gegenüber nicht HIV-Infizierten ein mal höheres Risiko eine aktive TB zu entwickeln. 5. 1,8 Millionen Menschen starben 2008 an der TB, wovon mit HIV infiziert waren – dies entspricht Toten pro Tag. TB ist die führende Todesursache bei HIV-Patienten. 6. Die geschätzte globale Rate an Neuerkrankungen fiel 2008 auf 139 Fälle pro Einwohner nach dem Höchststand aus dem Jahr 2004 mit 143 Fällen pro Einwohner. Dennoch steigt die absolute Anzahl an Erkrankungen und Toten stetig, bedingt durch das Bevölkerungswachstum Millionen Menschen wurden zwischen mit dem DOTS-Programm (die Abkürzung steht für: directly observed treatment, short-course etwa: direkt überwachte Therapie) geheilt. Hierdurch konnten ca. 8 Millionen Todesfälle verhindert werden. 8. Weltweit konnten 87% der Behandelten geheilt werden. Damit wurde erstmalig das 1991 definierte 85%-Ziel übertroffen, 53 Länder erreichten dieses Ziel. 9. 5% aller TB-Fälle werden durch multiresistente TB-Stämme verursacht, bei denen die beiden wirksamsten Medikamente versagen. Bei TB-Stämmen mit ausgedehnter Reisstenz ist die Behandlung schwierig. Sie dauert länger, ist nebenwirkungsreicher, sehr teuer und seltener erfolgreich als die Standardtherapie wurde die Bekämpfung von resistenten TB-Stämmen zu einem wichtigen Ziel erklärt. 10 Fakten über die Tuberkulose Tuberkulose Neuerkrankungsraten 2008 weltweit Quelle: WHO.org


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