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Verwahrlosung Modul 1a Geschichte Sozialer Arbeit: „Beatles, Dutschke und Soziale Arbeit – Sozialpolitische Reformjahre 1960 – 1980“ Prof. Dr. phil. Frank.

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Präsentation zum Thema: "Verwahrlosung Modul 1a Geschichte Sozialer Arbeit: „Beatles, Dutschke und Soziale Arbeit – Sozialpolitische Reformjahre 1960 – 1980“ Prof. Dr. phil. Frank."—  Präsentation transkript:

1 Verwahrlosung Modul 1a Geschichte Sozialer Arbeit: „Beatles, Dutschke und Soziale Arbeit – Sozialpolitische Reformjahre 1960 – 1980“ Prof. Dr. phil. Frank Nieslony Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

2 Inhaltsangabe Einstieg / Allgemeines Ursachen der Verwahrlosung
Wortgeschichte und Definition Womit verbinden wir den Begriff „Verwahrlosung“ Synonyme Bezeichnungen von Verwahrlosung Unterschiedliche fachliche Sichtweisen Ursachen der Verwahrlosung Fallbeispiel Merkmalsbereiche der Verwahrlosung Naturgemäßer Bereich Gesellschaftlich-kultureller Bereich Personaler Bereich Interventionsmöglichkeiten Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

3 Wortgeschichte & Definition
Altdeutsch: „wara“ – „Achtung“ „Waralos“ – „Achtlos“ Verb: verwahrlosen - etwas „unachtsam behandeln“ / „vernachlässigen“ Verwahrlosung als Folge unzureichender „Beachtung“, „Obhut“ Es gibt keine einheitliche Definition = Sammelbezeichnung Syndrom von Verhaltensauffälligkeiten Verwahrlosung veraltet  Dissozialität Wortgeschichte: Das Wort Verwahrlosung stammt ursprünglich aus dem Altdeutschen „wara“ das Achtung bedeutet und auch den Worten Wahrnehmung und Gewahrsam zugrunde liegt. „Waralos“ heißt soviel wie Achtlos Das Verb verwahrlosen wurde gebraucht als etwas „unachtsam behandeln“ „vernachlässigen“ Verwahrlosung ist also eine Folge unzureichender „Beachtung“ „Obhut“ Verwahrlosung ist vielmehr ein Sammelbegriff für Störungen im Bereich des Sozial und Leistungsverhaltens immer wieder vereinzelt auf, wird aber in inhaltlicher Sicht nicht oder zu wenig spezifisch erfasst und dargestellt. Es handelt sich bei der Verwahrlosung um eine schwer präzisierende Bezeichnung für ein Syndrom von Verhaltensauffälligkeit, das seelische soziale moralische und körperliche Faktoren berücksichtigt.

4 Womit verbinden wir den Begriff „Verwahrlosung“?

5 Womit verbinden wir den Begriff „Verwahrlosung“?
Vernachlässigung Messietum Drogenmissbrauch Alkoholismus Unordentlich Arbeitslos „Allein-sein“ heruntergekommen

6 Synonyme Bezeichnungen von Verwahrlosung
Durchforscht man die Erziehungsgeschichte so treten anstelle des Begriffs Verwahrlosung des Öfteren synonyme Bezeichnungen auf, die jeweils einen besonderen Aspekt der Verwahrlosungsproblematik zum Tragen bringen. Delinquenz: Neigung vor allem rechtliche Grenzen zu überschreiten, straffällig zu werden. Dissozialität: Menschen die nicht die Fähigkeiten besitzen, sich in bestehende Gesellschaften einzuordnen Asozialität: Von gesellschaftlichen Normen abweichen und die Gesellschaft schädigen. Streunen: Wenn sie wissen nichts zu tun und streunen durch die Straßen Vandalentum: Zerstörungswut / Zerstörungslust

7 Unterschiedliche fachliche Sichtweisen
Es ergeben sich aus den verschiedenen fachlichen Sichtweisen unterschiedliche zentrale inhaltliche Aspekte. Jeder der aufgeführten zentralen inhaltlichen Aspekte ist aus der Sicht der jeweiligen Disziplin legitim und begründet. Aufgrund der Komplexität des Phänomens Verwahrlosung besteht jedoch die Gefahr dass die jeweiligen Disziplinen die dies bezügliche Problematik zu einseitig betrachten. Es bedarf eine ganzeinheitliche Betrachtung alle Sichtweisen mit einbezieht verbinden und erweiter. Dabei geht es darum möglichst zahlreiche Gesichtspunkte oder Aspekte zu untersuchen um das Phänomen der Verwahrlosung im jeweiligen vorliegenden Falle besser zu verstehen. Damit wird erreicht, dass die Eindimensionalität und die damit nicht selten zu übersehende einseitige Betrachtungsweise zurücktritt. Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

8 Ursachen der Verwahrlosung
Einteilung in zwei Kategorien: mündige Personen eingeschränkte Personen gesundheitliche Gründe persönliche Resignation Ablehnung der Gesellschaft Persönlichkeitsstörungen kritische Ereignisse fehlende Zuwendung Überforderung der Eltern beengte Wohnverhältnisse Gewaltanwendung unvollständige Familie finanzielle Gesichtspunkte Krankheiten Um überhaupt die Gründe für die Verwahrlosung angeben zu können, müssen die betroffenen Personengruppen zunächst einmal in zwei Kategorien aufgeteilt werden. So gibt es einerseits jene Kategorie, bei welcher die Verwahrlosung bei einer Person eintritt, welche mündig ist und für sich selbst sorgen könnte. In der zweiten Kategorie befinden sich hingegen Menschen, welche aufgrund ihres Alters oder etwaiger körperlicher oder geistiger Einschränkungen nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen. Bei der ersten Gruppe, also jenen, die eigentlich für sich selbst sorgen können, kann die Verwahrlosung einerseits gesundheitliche Gründe haben. In diesem Zusammenhang spielen vor allem psychische Erkrankungen eine Schlüsselrolle. So kann beispielsweise eine Depression dazu führen, dass dem Betroffenen schlicht die Motivation fehlt, sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Darüber hinaus kann auch eine Drogenabhängigkeit zur Verwahrlosung führen. In einem solchen Fall versetzt sich der Betroffene mehr oder weniger wissentlich in einen Zustand, in welchem er nicht mehr Herr über die eigenen Entscheidungen ist und von der Sucht gesteuert wird. Darüber hinaus kann dieser Zustand auch schlicht ein Zeichen persönlicher Resignation und einer Ablehnung der Gesellschaft sein. Die Verwahrlosung ist somit ein Zeichen des Protestes und ein Ausdruck des Gefühls, dass man sich der Gesellschaft nicht mehr zugehörig fühlt. Diese Art der Verwahrlosung geht zudem häufig mit den ökonomischen Verhältnissen einer Lebensgemeinschaft oder Person einher. Aufgrund des geringen Besitzes und niedrigen Einkommens sieht man sich dann schlicht nicht mehr in der Lage, dem Erwartungsdruck der Gesellschaft gerecht zu werden und schlägt stattdessen in das andere Extrem um. Bei abhängigen Personen sind die Ursachen für die Verwahrlosung schon weitaus einfacher einzugrenzen. In einem solchen Fall kommt es dann schlicht nicht zu jener Zuwendung durch das soziale Umfeld, welcher der Betroffene eigentlich bedürfte. Warum eine volle Zuwendung allerdings verwehrt wird, kann wiederum unzählige Gründe haben. So kann es sein, dass hierfür nicht die notwendigen finanziellen oder zeitlichen Ressourcen zur Verfügung stehen oder dass es zu einer bewussten Missachtung der Pflegegrundsätze kommt.

9 Fallbeispiel: „Ich war viel alleine. Meine Mutter arbeitete in einem Restaurant und meine Schwester auch. Michi war selten zu Hause, Markus in einem Heim und der älteste Bruder war schon ausgezogen. Ich fühlte mich so alleine, so verlassen. Es war keine Mutter zu Hause, mit der ich reden konnte, keine Geschwister, mit denen ich spielen konnte, niemand, der mich fragte: Wie geht es dir? Freunde hatte ich auch keine, denn ich war zu unsauber. Ich stinke, sagte man mir, und meine Brüder seien kriminell. Was sollte ich denn tun, so alleine, gerade erst sieben geworden. Es war auch schrecklich, dass ich immer alleine war, dass niemand zu Hause war, wenn ich von der Schule kam, dass ich mir immer alleine das Essen machen musste, dass es niemanden gab, dem ich erzählen konnte, wie mich die anderen Kinder wieder geschlagen und mich gehänselt hatten. Ich war wirklich immer alleine. Ich konnte mit niemanden reden. Meine Mutter hörte ich immer wieder sagen, dass sie genug Probleme habe und sie musste ja auch arbeiten, mein Vater war nur zwei-, dreimal in der Woche zu Hause und das auch nur für ein paar Stunden. Heute würde ich verzweifeln, wenn ich so leben müsste.“ Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

10 Merkmalsbereiche der Verwahrlosung
Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

11 Naturgemäßer Bereich Entwicklungsrückstände und –schäden
Äußerliches Erscheinungsbild Ungepflegtheit unsaubere Kleidung ungewaschene Haare kariöse Zähne abgekaute Fingernägel unangenehmer Körpergeruch Körperliche Verwundungen mangelnde körperliche Entwicklung Entwicklungsbeeinträchtigung im Bereich der Psychomotorik der Sinnesorgane der Sprache der Emotionalität der Intellektualität Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

12 Gesellschaftlich-kultureller Bereich
Gestörtes Leistungs- und Arbeitsverhalten Dissoziales Verhalten mangelhafte soziale Bindungen Familiäre, schulische und gesellschaftliche Normen werden missachtet Aggressivität fehlende Konfliktfähigkeit Beteiligung an Randgruppen kriminelle Handlungen Faulheit, Arbeitsunlust Unpünktlichkeit Desinteresse fehlendes Durchhaltevermögen fehlende Leistungsfähigkeit Belastungen wird ausgewichen Wechseln des Arbeitsplatzes Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

13 Wohlstandsverwahrlosung
Personaler Bereich Wohlstandsverwahrlosung Innere Verwahrlosung unersättlicher Erlebnisdrang Bildungsschwäche mangelndes Durchhaltevermögen Realitätsfern Wunschfantasien Langeweile Wertlosigkeit schwach, ungefestigt Selbststeuerungsfähigkeit gering unausgefüllt, unzufrieden Frustationstoleranz gering hohe Empfindlichkeit Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

14 Interventionsmöglichkeiten
Präventionsmaßnahmen bei Verwahrlosungserscheinungen Institutionelle Hilfen Was können wir als Sozialarbeiter tun? Wofür sind wir verantwortlich? Alle Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit können benötigt werden von Erziehungsberatung bis hier zur Straffälligenberatung Ursachen der Verwahrlosung rausbekommen Soziale / Sozial-pädagogische Maßnahmen: Kooperation verschiedener Dienste (Arzt, Kindereinrichtung, Schulen, Polizei, Gericht, Beratungsstellen…) Prävention: Länger dauernde intensive Begleitung von Problemfamilien Aufklärung Intervention in direkten Lebensräumen des Kindes Elternarbeit Erziehungshilfe Therapie Kindesschutzmaßnahmen Selbsthilfegruppen Schulsozialarbeit Jugendamt Unterstützung bieten Aufmerksam werden Institutionelle Hilfe bei Verwahrlosung - Erziehungsberatungsstellen - Beratung durch die Schule - Familienberatung - Eheberatung - Suchtberatungsstellen - Scheidungsberatung - Familienmediation bei Trennung und Scheidung - Jugendamt - Hilfen zur Erziehung - Allgemeiner Sozialdienst Wir haben kein Recht und keinen Auftrag die Bürger zu erziehen oder zu besser. Es steht jedem Menschen frei sein Leben so zu gestallten wie er will und nach seiner eigenen Lebenaufassung zu leben. Dazu zählen auch etwaige soziale Auffälligkeiten. Dies ist zu respektieren. Nur bei erheblichen Eigengefährdungen und bei Fremdgefährdungen besteht das Recht und möglicherweise auch die Pflicht einzugreifen und notfalls auch Zwangsmaßnahmen herbeizuführen. Grundgesetz    I. Die Grundrechte (Art )    Artikel 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric

15 Quellenverzeichnis Verwahrlosung interdisziplinär begreifen – Rene Hofer Sichtweisen – Erscheinungsformen – Interventionsmöglichkeiten Jana Baumgärtner, Julia Weber, Sabrina Wilhelm, Maja Kolobaric


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