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Recht und Steuern für Vereine Mag. Heike Stark. Folie 2 Gründungsvorgang - schriftliche Anzeige - BH oder Bundespolizeidirektion - Errichtungsanzeige.

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Präsentation zum Thema: "Recht und Steuern für Vereine Mag. Heike Stark. Folie 2 Gründungsvorgang - schriftliche Anzeige - BH oder Bundespolizeidirektion - Errichtungsanzeige."—  Präsentation transkript:

1 Recht und Steuern für Vereine Mag. Heike Stark

2 Folie 2 Gründungsvorgang - schriftliche Anzeige - BH oder Bundespolizeidirektion - Errichtungsanzeige - Errichtungsphase – Gründer - 4 – Wochen Frist - Entstehung Statuten - privatrechtlicher Vertrag Vereinsregister - Verpflichtung Behörde - Daten öffentlich - Innenmini. Zentrales Vereinsregister

3 Folie 3 Vereinsstatuten I: Vereinsnamen - Schluß auf Vereinszweck Vereinssitz - Statutenänderung notwendig Vereinszweck - nicht auf Gewinn gerichtet - klar und umfassend - ideell oder sogar gemeinnützig ideelle und materielle Mittel Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft - materiell (= inhaltlich) - formell (= verfahrensrechtlich) - Berufung an zuständiges Organ (MV)

4 Folie 4 Vereinsstatuten II: Rechte und Pflichten der Vereinsmitglieder - unterschiedliche Kategorien (ordentl., außerord., Ehrenm.) - Information über finanzielle Gebarung - Minderheitenschutz 10 % - Recht Ausfolgung Statuten Organe und Aufgaben - Leitungsorgan, Mitgliederversammlung, Rechnungsprüfer - freies Gestaltungsrecht Art der Bestellung der Organe und die Dauer der Funktionsperiode -Mitgliederversammlung 4 Jahre - Organe – Gestaltungsfreiheit - aktiv – passiv wahlberechtigt

5 Folie 5 Vereinsstatuten III: Erfordernisse gültige Beschlussfassungen von Vereinsorganen - freie Regelung möglich - Anwesenheits- und Beschlussfassungsquoren - Frist Bekanntgabe Tagesordnung - einfache Mehrheiten oder qualifizierte - Vertretung abwesende Mitglieder - Umlaufbeschlüsse möglich oder nicht Schlichtungseinrichtung - innerhalb 6 Monate ordentliche Gerichte - beiderseitiges Gehör - reine oder rechtliche Vereinsstreitigkeiten

6 Folie 6 Vereinsstatuten IV: Vereinsauflösung - Voraussetzungen - Abwickler der Verwertung des Vereinsvermögens - verbleibende Vermögen – Zufuhr zu in Statuten bestimmten Zweck oder verwandten Zweck - gemeinnützige Zwecke - Meldung an die Vereinsbehörde

7 Folie 7 Leitungsorgan Mindestens 2 Personen freie Gestaltungsmöglichkeit (egal ob Obmann, Kassier, Schriftführer) Präsidium präzise Geschäftsverteilung wichtig Aufgaben - Geschäftsführung und Vertretung - Einberufung Mitgliederversammlung - Bekanntgabe Statutenänderungen, etc bei Vereinsbehörde - Kontrolle Finanzlage - Erstellung E-A Rechnung - Information Mitglieder

8 Folie 8 Mitgliederversammlung Mindestens alle 4 Jahre Oberste Organ Alle Mitglieder können an Sitzungen teilnehmen Stimmberechtigt (außer andere Regelung) nur ordentliche Minderheitenrechte (10 % Einberufung Generalversammlung) Aufgaben - Entgegennahme Bericht Leitungsorgan über Finanzlage oder Vereinstätigkeit - Bestellung Aufsichtsorgan - Auswahl Rechnungsprüfer - Bestellung Sonderprüfer

9 Folie 9 Zivilrechtliche Haftung: Verein (juristische Person) haftet mit eigenem Vermögen für Verbindlichkeiten des Vereines haftet dieser selbst und nicht die Vereinsorgane oder Vereinsmitglieder Verein haftet auch für Schäden, die Mitglied einem anderen zugefügt hat Bsp: Der Verein veranstaltet ein Rodelrennen. In einer unübersichtlichen Kurve stehen die Zuschauer teilweise auf der Strecke. Es kommt zu einem Unfall und ein Zuschauer erleidet schwere Verletzungen. Da der Verein es unterlassen hat, die Strecke entsprechend abzugrenzen, haftet der Verein für das Schmerzensgeld vom Zuschauer.

10 Folie 10 Verwaltungsrechtliche Haftung: Bei Nichteinhaltung von Verwaltungsvorschriften werden die entsprechenden Vertretungsorgane herangezogen und nicht der Verein Aufgabenverteilung entscheidet, welches Organ herangezogen wird Bsp: Wenn laut Statuten der Obmann verpflichtet ist, die vom Verein organisierten Veranstaltungen entsprechend bei den vorgesehenen Behörden anzuzeigen. In diesem Fall wird der Obmann mittels Bescheid persönlich verurteilt eine bestimmte Strafe zu zahlen. für Verbindlichkeiten des Vereines haftet dieser selbst und nicht die Vereinsorgane oder Vereins-mitglieder

11 Folie 11 Können Vereinsmitglieder gegenüber Verein haften: Ja, wenn Vereinsorgan unter Missachtung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Organwalters seine gesetzlichen und statutarischen Pflichten verletzt. haftet mit seinem Privatvermögen Unterschied zwischen ehrenamtlichen und bezahlten Organen Bsp: Der Verein hat ein Vereinsbüro angemietet, wobei der Mietvertrag jederzeit unter Einhaltung einer einmonatigen Frist gekündigt werden kann. Der Vereinsvorstand beschließt, den Mietvertrag gleich aufzulösen. Der für die Durchführung des Beschlusses zuständige Obmann vergisst den Mietvertrag zu lösen und haftet daraufhin dem Verein für die zwischenzeitigen angelaufenen Mietzahlungen.

12 Folie 12 Unterliegt der Verein grundsätzlich der Steuerpflicht? Antwort: Grundsätzlich ja, der Körperschaftsteuer, der Umsatz- steuer, Landes- und Gemeindeabgaben. Steuerpflicht im Verein

13 Folie 13 Der Verein muss sowohl nach der n Satzung als auch n der tatsächlichen Geschäftsführung = gelebtes Vereins- leben n ausschließlich n unmittelbar n der Förderung n gemeinnütziger, n mildtätiger oder n kirchlicher Zwecke dienen. Voraussetzungen für steuerliche Begünstigungen:

14 Folie 14 Förderung der Allgemeinheit: Ja n Zahl, Kreis d. Förderer beschränkt n Vorstand kann Aufnahme ohne Begründung ablehnen (gem. Statuten) n geförderter Personenkreis durch den Förderungsgegenstand klein oder n Förderung nur von Mitgliedern (Mitgliedschaft allen möglich) Nein n Auf Unterhaltung, Geselligkeit ausgelegt n geschlossene Mitgliederanzahl, nur Mitglieder gefördert n geförderter Personenkreis durch Statuten eingeschränkt n Beachtlicher Teil der Bevölkerung Bedenken gegenüber Förderungsziel

15 Folie 15 n ausschließlich begünstigte Hauptzwecke (außer untergeordnete Bedeutung von maximal 10 % der Gesamttätigkeit) n kein Gewinnstreben n keine Erfolgs- und Vermögensbeteiligung der Mitglieder n Zuwendungen an Mitglieder (fremdenüblich) n sparsame Verwaltung n bei Auflösung des Vereins oder Wegfall des begünstigten Zwecks muss das Restvermögen begünstigten Zwecken zugeführt werden. Ausschließlichkeit:

16 Folie 16 n Verein verwirklicht begünstigten Zweck selbst n Ausnahme: Dachverbände, deren Zweck die Leitung der Untervereine ist - sämtliche Untervereine müssen gemeinnützig sein - Verliert der Unterverein Begünstigungen * unverzüglich Maßnahmen setzen! * zB. Ausschluss des Untervereins Unmittelbarkeit:

17 Folie 17 Einkünfte eines Vereins: Einkünfte eines Vereins echte Spenden, echte Subventionen, echte Mitgliedsbeiträge Einkünfte von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben Einkünfte aus der Vermögens- verwaltung begünstigungs- schädlicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht begünstigungs- schädlicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb entbehrlicher Hilfsbetrieb unentbehrlicher Hilfsbetrieb

18 Folie 18 n Verpachtung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben n Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Vermögens n verzinsliche Anlage von Kapitalvermögen (aber nicht spekulativer Handel mit Aktien; gelegentliche Darlehen an Mitglieder möglich) n sonstige Einkünfte n beeinträchtigen die abgabenrechtlichen Begünstigungen nicht, n unterliegen nicht der Körperschaftssteuer, n Umsatzsteuer – Liebhabereivermutung gilt nicht Vermögensverwaltung:

19 Folie 19 n Erfüllung begünstigter Zwecke (gemein., mildt., kirchl.) n in den Statuten vorgesehen n nicht wegdenkbar n Zwecke nur durch wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erreichbar – Eintrittspreise aber möglich n keine vermeidbare Konkurrenz zu abgabepflichtigen Betrieben - Bsp: Inserateneinnahme bei einer Vereinszeitung unter 25 % - Einnahmen aus einer Konzert- oder Theaterveranstaltung bei einem Konzert oder Theaterverein Folgen: n keine Umsatzsteuer- und Körperschaftssteuerpflicht Unentbehrlicher Hilfsbetrieb:

20 Folie 20 n Geschäftsbetrieb für Erfüllung des Vereins nicht unentbehrlich aber Zusammenhang ist gegeben Folgen: n keine Umsatzsteuerpflicht – Liebhabereivermutung n Körperschaftssteuerpflicht – aber Freibetrag von 7.300,-- (seit 2006 Durchrechnungszeitraum von 10 Jahren) Beispiele: n Verkauf von Vereinsartikeln ohne Gewinnaufschlag n kleine Vereinsfeste n kleine Flohmärkte, Punschbuden Entbehrlicher Hilfsbetrieb:

21 Folie 21 n wenn nicht entbehrlich oder unentbehrlich n Beschaffung materieller Mittel unabhängig vom Vereinszweck n unterliegen der Umsatzsteuer und der Körper- schaftssteuer Beispiele: - große Vereinsfeste - Kantine - Autofahrerklub betreibt Reisebüro - Vertrieb von Druckwerken, wenn Inseratenanteil mehr als 50 % der Gesamtseitenanzahl umfasst Begünstigungsschädlicher Betrieb:

22 Folie 22 Wann führen Vereinsfeste zur Steuerpflicht des Vereines? n Wenn es sich um nachhaltige, entgeltliche, gesellige Veranstaltungen handelt. n Wenn die dem Fest vorausgehende Organisation ein bestimmtes Ausmass überschreitet. n Wenn Besucher mehr als das Doppelte der Vereins- mitglieder plus Familienangehörige betragen. n Wenn Profikünstler auftreten. n Wenn Getränke/Essen durch Catering erfolgt. n Wenn Dauer länger als 24 Stunden. (bei Feuerwehr 3 Tage) n handelt es sich um kleine Feste, unterliegen diese nur der Körperschaftsteuer, wobei es beim Gewinn einen Freibetrag von 7.300,00 gibt Vereinsfeste:

23 Folie 23 Wann führen Unterhaltungsdarbietungen zur Steuerpflicht des Vereines? n Wenn es sich nicht um die Begleitung eines Hochzeitszuges, Trauermusik eines Begräbnisses, kirchliche Feste handelt. n Bei Auftritte, die dem Zweck der Unterhaltung dienen (z.B. im Rahmen von eigenen oder fremden geselligen und gesellschaftlichen Veranstaltungen wie abendliche Tanzmusik bei einer Hochzeit, Auftritte bei Fremden- verkehrsveranstaltungen). Unterhaltungsdarbiet. von Musik-, Brauchtums- u. Gesangsvereinen:

24 Folie 24 n kein Dienstverhältnis – steuerbefreit bleibt in der Folge - pauschaler Werbekostenabzug von 75,--/Monat und Verein (nur bei sonstigen Einkünften – unter 349,01 Geringfügigkeitsgrenze) n Auslagenersätze nach dem Kontrollausschuss der Bundessportförderungsmittel (Taggelder) - Tätigkeit über 4 h - 26,40 - Tätigkeit unter 4 h - 13,20 Einkünfte der Vereinsmitglieder – Gewählte Funktionäre:

25 Folie 25 n Fahrtkosten: 75 % des amtlichen Kilometergeldes 0,282 oder Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels n Reisekostenausgleich von 3,00 über 4h, 1,50 unter 4 h n Reise – jede Fortbewegung ohne Mindestgrenzen n Dauer der Reise – Zeit für An- und Heimreise dabei n Aufzeichnungen – Fahrtenbuch o. Vereinsaufzeichn. Einkünfte der Vereinsmitglieder – Gewählte Funktionäre II:

26 Folie 26 Anforderung an die Rechungslegung von Vereinen:

27 Folie 27 Pflichten des Leitungsorganes: n dass die Finanzlage eines Vereins rechtzeitig sowie hinreichend erkennbar ist, n das Rechnungswesen, den Anforderungen des Vereins entspricht, n die Einnahmen-Ausgaben Aufzeichnung durchgeführt wird, n am Ende des Rechnungsjahrs innerhalb von fünf Monaten eine Einnahmen-Ausgaben Rechnung samt einer Vermögensübersicht erstellt wird. Anforderung an die Rechnungslegung von Vereinen:

28 Folie 28 Pflichten: n Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit innerhalb von 4 Monaten n statutengemäße Verwendung der Mittel n Stichproben n Überprüfung überhöhte Ausgaben n Prüfbericht verfassen - Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung - statutengemäße Verwendung der Mittel - Gefahren für den Bestand des Vereins - Ungewöhnliche Einnahmen und Ausgaben - Insichgeschäfte Rechnungsprüfer I:

29 Folie 29 Rechte: n Vorlage der Unterlagen und Auskunftserteilung (auch während des Jahres in einem angemessenen Rahmen) n Leitungsorgan muss Rechnungsprüfer auf ungewöhnliche Einnahmen oder Ausgaben hinweisen n Leitungsorgan muss den Rechnungsprüfer Auskunft erteilen n Einberufung Mitgliederversammlung Haftungsproblematik n haften wie Sachverständige n kann sich nicht darauf berufen, dass ihm die notwendigen Kenntnisse fehlen - daher Buchhaltungskenntnisse erforderlich n bei Verletzung der Kontrollpflichten haften sie bei leichter Fahrlässigkeit bis zu 2 Mill Euro, bei grober Fahrlässigkeit bis max 10 Mill Euro Rechnungsprüfer II:

30 Folie 30 n Achtung!!! n Bei Nichteinhaltung von Verwaltungsvorschriften werden die entsprechenden Vertretungsorgane herangezogen und nicht der Verein n Aufgabenverteilung entscheidet, welches Organ herangezogen wird n Bsp: Wenn laut Statuten der Obmann verpflichtet ist, die vom Verein organisierten Veranstaltungen entsprechend bei den vorgesehenen Behörden anzuzeigen. In diesem Fall wird der Obmann mittels Bescheid persönlich verurteilt eine bestimmte Strafe zu zahlen. Verwaltungsstrafrechtliche Haftung:

31 Folie 31 n vertretungsbefugte Vereinsorgane (nicht sonstige Mitglieder) n haften infolge schuldhafter Verletzung n erfährt dies durch Haftungsbescheid n auch für Abgaben vor Amtsperiode, wenn Fälligkeit in jetzige Amtsperiode fällt n nicht genügend Mittel zur Schuldentilgung – wichtig anteilige Auszahlung Bsp: Sechsköpfiger Vorstand – Kassier (Geschäftsführung) und hat die Pflicht monatliche Umsatzsteuermeldung zu erstatten. Vereinsobmann und sein Vertreter müssen diese UVAs laut Statuten zeichnen, somit wissen sie davon. Wenn diese beiden ebenfalls nichts unternehmen, haften sie gemeinsam mit dem Kassier für uneinbringlich gewordene Abgaben. Abgabenrechtliche Haftung:

32 Folie 32 Danke für die Aufmerksamkeit und viel Erfolg für Ihren Verein!


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