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Welche Steuersteine drohen der Wirtschaft? Bundestagswahl 2013.

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Präsentation zum Thema: "Welche Steuersteine drohen der Wirtschaft? Bundestagswahl 2013."—  Präsentation transkript:

1 Welche Steuersteine drohen der Wirtschaft? Bundestagswahl 2013

2 Folie 2 | © 2013 Dr. Jörg Lehr florierende Wirtschaft = Steuereinnahmen auf Rekordniveau steigende Ausgaben/leere Staatskassen Kluft zwischen Arm und Reich wird größer Gerechtigkeitsdebatte/Umverteilungsbestrebungen Aktuelle Situation im Wahlkampf

3 Folie 3 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 1.Änderungen der Einkommensteuer 2.Änderungen der Abgeltungsteuer 3.Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei privaten Immobiliengeschäften 4.Änderungen der Erbschaftsteuer 5.Einführung einer Vermögensteuer 6.Sonstige Steuersteine Welche Steuersteine drohen nach der Bundestagswahl 2013?

4 Folie 4 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 1.1. Änderungen Einkommensteuer aktuelle Rechtslage: ESt-Tarif Grundfreibetrag Eingangssteuersatz Spitzensteuersatz 42% Reichensteuer 45% % Beseitigung der kalten Progression ab

5 Folie 5 | © 2013 Dr. Jörg Lehr ab 100 T/200 T Ledige/Ehegatten ab 80 T/160 T Ledige/Ehegatten Spitzensteuersatz 42% Spitzensteuersatz 49% ab / aber Anpassung Tarifverlauf (Beseitigung kalte Progression) Reichensteuer 45% ab 250 T/500 T 1.2. Änderungen Einkommensteuer Welche Steuersteine drohen ab 2014? 400 T 100 T zvE 500 T ESt = ESt = Steuermehrbelastung

6 Folie 6 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 1.3.Änderungen Einkommensteuertarif vorausschauende Gestaltung Einkünfteerzielung in 2013 vorziehen Erträge in 2013 realisieren Gewinnrealisierung aus laufenden Geschäften z.B. Fertigstellung bzw. Abnahme noch in 2013; kein IAB bilden Aufwendungen in Zukunft schieben z.B. Instandhaltung, Werbemaßnahmen, Zahlung Gratifikationen etc. Sonderabschreibungen nicht 2013 beanspruchen IAB auflösen?

7 Folie 7 | © 2013 Dr. Jörg Lehr Abgeltungsteuer 25% mit Veranlagungsoption 2.1. Änderungen der Abgeltungsteuer Welche Steuersteine drohen ab 2014? Erhöhung der Abgeltungsteuer von 25% auf 32% Veranlagungs- option bleibt be- stehen Rückkehr zum individuellen ESt- Satz (Teileinkünfte- verfahren)

8 Folie 8 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 2.2. Änderungen der Abgeltungsteuer aktuelle Rechtslage/Ausblick Ertrag- steuern % 100,00 70,17 17,54 14,00 0,83 15,00 14% Einkommen der KapG vor GewSt/KSt Gewerbesteuer (Hebes. 400%) Körperschaftsteuer Solidaritätszuschlag Ertragsteuern KapGes Brutto-Dividende Gesellschafter Einkommensteuer/Abgeltungsteuer Solidaritätszuschlag Ertragsteuern Gesellschafter Ertragsteuern gesamt 15% 5,5% 25% 5,5% 29,83 0,96 18,50 48, ,00 15,00 0,83 29,83 25% 32% Besteuerung der Kapitalgesellschaften 22,45 1,24 23,69 53,52

9 Folie 9 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 2.3. Änderungen der Abgeltungsteuer vorausschauende Gestaltung bei KapG möglicherweise Gewinnvorträge vor Erhöhung der Abgeltungsteuer an Gesellschafter ausschütten Vorabausschüttungen auf Gewinne 2013 bei Aktien Veräußerungsgewinne aus Aktien vor Erhöhung der Abgeltungsteuer realisieren

10 Folie 10 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 3.1. Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus privaten Immobiliengeschäften Welche Steuersteine drohen ab 2014? 2002 war Abschaffung der 10 Jahres-Spekulationsfrist geplant Europa (Spanien, Griechenland, Frankreich, Österreich) besteuert Veräußerungsgewinne aus Grundstücken Daniela Wagner, Sprecherin BT Fraktion, Die Spekulationsfrist soll zumindest bei vermieteten Immobilien abgeschafft und der Veräußerungsgewinn gänzlich der Steuer unterworfen werden, weil so ein bedeutendes und ungerechtfertigtes Steuerschlupfloch geschlossen wird. Besteuerung von Spekulationsgewinnen aus Grundstücken wird kommen, die Frage ist nur wann! !

11 Folie 11 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 3.2. Veräußerungsgewinne aus privaten Immobiliengeschäften Welche Steuersteine drohen ab 2014? Wegfall der Spekulationsfrist für Immobilien = Besteuerung aller Immobilienveräußerungen (ausn. Eigenheim) Pauschalsteuer 3,5% auf Veräußerungspreis Abgeltungsteuer 25% auf Veräußerungsgewinn Problem Übergangsregelung Einbeziehung von Immobilien, die länger als 10 Jahre im Eigentum

12 Folie 12 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 3.3. Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei privaten Immobiliengeschäften vorausschauende Gestaltung steuerfreie Hebung der stillen Reserven in privaten Immobilien durch Veräußerung in der Familie vor Wegfall der Spekulationsfrist Immobilie weniger als 10 Jahre im Eigentum = Versteuerung der stillen Reserven gewinnrealisierende Veräußerung in 2013 idR nicht zu empfehlen Immobilie mehr als 10 Jahre im Eigentum, Veräußerung sinnvoll, soweit AfA Volumen aufgebraucht bzw. Wertsteigerung erheblich durch Verkauf noch in 2013 können stille Reserven steuerfrei realisiert werden. Erwerber hat neues höheres AfA Volumen

13 Folie 13 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 3.4.Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei privaten Immobiliengeschäften vorausschauende Gestaltung Anschaffung 1963, MEinnahmen p.a. 100 T GruBo VW 500 T, Gebäude, VW 2 Mio, Kaufpreis 2,5 Mio. VermietungVater Einnahmen AfA 2%0 Zinsen 3%0 Saldo0 ESt, Soli 44,31% MFH Sohn steuerfreier Verkauf innerhalb der Familie vor VermietungVater Einnahmen AfA 2%0 Zinsen 3%0 Saldo ESt, Soli 44,31% ESt Saldo jetzt Steuervorteil V S ESt V bisher

14 Folie 14 | © 2013 Dr. Jörg Lehr Übertragung von Betrieben, Teilbetrieben, MUAnteilen an gewerblichem, land- u. forstwirtschaftlichem oder freiberuflichem Betriebsvermögen und von Anteilen an Kapitalgesellschaften, größer als 25% werden verschont von ErbSt: Steuerbefreiung Verwaltungsvermögen Behaltensfrist Mindest-Lohnsumme ab 21 AN Regelverschonung 85% max. 50% 5 Jahre 400% Optionsverschonung 100% max. 10% 7 Jahre 700% Übertragung von Betriebsvermögen auf Kinder ist unter Ausnutzung persönlicher Freibeträge und der Regelverschonung bis zu erbschaftsteuerfrei! 4.1.Änderungen der Erbschaftsteuer aktuelle Rechtslage: Verschonungsregeln für die Übertragung von Betriebsvermögen !

15 Folie 15 | © 2013 Dr. Jörg Lehr V errichtet eine C-GmbH mit erheblichem Geldvermögen. Die C-GmbH legt das Geld auf Festgeldkonten an. Kann der Sohn die Verschonungs- regeln für Betriebsvermögen in Anspruch nehmen? 4.2.Änderungen der Erbschaftsteuer aktuelle Rechtslage Verschonung von Cash-GmbHs Bargründung mit 2 Mio. Schenkung GmbH-Anteile an Sohn Antrag auf Vollverschonung keine ErbSt Auflösung der GmbH und Rückzahlung der Einlagen Schritt 1: Schritt 2:Schritt 3: Cash-GmbH 7 Jahre BMF: Wertpapiere = VVermögen; Geld, Sparanlagen, Festgeld VVermögen

16 Folie 16 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 4.3. Änderungen Erbschaftsteuer BFH Vorlagebeschluss Beschluss des BFH vom = ErbStG ist verfassungswidrig wegen Überprivilegierung des Betriebsvermögens Vorlage an das BVerfG zur Entscheidung Jahressteuergesetz 2013 = Geld, Guthaben und andere Forderungen sind Verwaltungs- vermögen, soweit sie 10% des Unternehmenwertes übersteigen Gesetzesänderung bei Regierungswechsel nach der BT Wahl Schließung Steuerschlupfloch Cash-GmbH! Beseitigung, Einschränkung oder Absenkung der Verschonungsregeln? Verlängerung der Behaltensfristen? Ablehnung JStG 2013

17 Folie 17 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 4.4. Änderungen Erbschaftsteuer vorausschauende Gestaltung Wie können Sie auf drohende Änderungen der Verschonungsregeln für Betriebsvermögen reagieren? Cash-GmbH kann noch genutzt werden Übertragungen von Unternehmen, die ohnehin in den nächsten 3-5 Jahren angedacht sind, sollten vorgezogen werden Wann tritt die Gesetzesänderung in Kraft? mit Rückwirkung? vorausschauende Gestaltung: Rückforderungsklausel für den Fall, dass SchSt entsteht bzw. Verschonungsregeln keine Anwendung finden.

18 Folie 18 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 5.1.Welche Steuersteine drohen ab 2014? Vermögensteuer Vermögensabgabe Vermögensteuer = jährl. Erhebung zu Beginn des Kalenderjahres Nettovermögen im In- u. Ausland Grds. Bewertung Verkehrswerte Ausn. KapG Halbvermögensverfahren bei KapG u. Gester Vermögensabgabe= einmalige Festsetzung zum Stichtag Verteilung der Zahlung auf 10 J. Nettovermögen im In- und Ausland Deckelung der Steuerlast p.a. max. 30% des Gewinns Deckelung Steuerlast p.a. max. 35% des Gewinns kein betrieblicher Freibetrag betr. Freibetrag 5 Mio Steuersatz 1%Steuersatz 15% 2 Mio /4 Mio Ledige/Ehegatten Abschmelzung bis auf 500 T/1.000 T 1 Mio p. Person 250 T p. Kind nat. Personen, KapG nat. Personen BReg prüft, ob über die Progression in der ESt hinaus privater Reichtum für die nachhaltige Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden kann.

19 Folie 19 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 1 Mio 4 Mio 2 Mio 100 T 900 T 5.2. Einführung einer Vermögensteuer Welche Steuersteine drohen ab 2014? Rohvermögen8 Mio - Schulden-1 Mio =Gesamtvermögen7 Mio -Freibeträge-1 Mio stpfl. Vermögen6 Mio Aufwand Kosten? 1% VermSt = 60 T Vermögen- steuer Rendite =400 T 40% ESt =160 T 160 T 64 T 60 T 77,5% Verkehrswerte jährlicher Bewertungsstichtag Steuerbelastung = 55%

20 Folie 20 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 5.3. Kritik an Vermögensteuer/ Vermögensabgabe zeitnahe jährliche Bewertung erfordert hohen administrativen Aufwand hohe Erhebungs- und Verwaltungskosten hohe Beratungskosten für Unternehmen Trennung/Zuordnung Privatvermögen/Betriebsvermögen schwierig BDI: 90% der VSt entfällt auf Betriebsvermögen VSt nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig VSt ist ertragsunabhängig; ertragsschwache Unternehmen besonders belastet Wettbewerbsnachteil deutscher Unternehmen

21 Folie 21 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 6.1. Steuerabkommen Deutschland Schweiz aktuelle Rechtslage Personen mit Wohnsitz/gew. Aufenthalt in Deutschland sind mit ihrem Welteinkommen in Deutschland steuerpflichtig bei Entdeckung der unterlassenen Erklärung der Kapitalerträge Nachversteuerung der Kapitalerträge des nicht versteuerten Kapitalstammes (ESt, GewSt, KSt, USt, ErbSt) Nacherhebung Sozialversicherungsabgaben Verzinsung der hinterzogenen Steuern und Abgaben Strafbarkeit §§ 370, 371 AO Steuerhinterziehung strafbefreiende Selbstanzeige

22 Folie 22 | © 2013 Dr. Jörg Lehr Abgeltungsteuer 25% Zinsen, Dividende, Veräußerungsgewinne etc. anonyme Abgeltung durch Schweiz oder freiwillige Meldung und Abgeltung durch dt. FVerwaltung Zukunft 6.2. Steuerabkommen Deutschland – Schweiz geplante Regelung Vergangenheit Selbstanzeige der KErträge der letzten 10 J. Nachversteuerung mit ind. StSatz Verzinsung der StSchuld 6% p.a. Straffreiheit pauschale Einmalzahlung StAbk. DCH Nachversteuerung 2013 zwischen 19% und 41% des Kapitals Stand anonyme Abführung durch Schweiz oder freiwillige Meldung und Einmalzahlung an dt. FVerwaltung Abgeltung der ESt, USt, VSt, GewSt, ErbSt Straffreiheit Ablehnung im Bundesrat

23 Folie 23 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 6.3.Steuerabkommen Deutschland – Schweiz Wie geht es weiter? alte Rechtslage gilt weiter! kein Informationsaustausch mit Schweiz Zufallsfunde durch illegal erworbene CDs neue Verhandlungen nach einer gewissen Schamfrist nach der BT Wahl Einführung Schweizer Steuerabkommen frühestens uU mit etwas höherer Steuerbelastung

24 Folie 24 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 6.4. Steuerabkommen Deutschland – Schweiz vorausschauende Gestaltung Besteuerungsver- meidung durch Umschichtung Offenlegung durch Selbstanzeige Warten auf Schw. Steuer- abkommen geschützte Anlageformen in Unter- nehmen andere Länder Singapore, Dubai ! Umschichtung risikobehaftet

25 Folie 25 | © 2013 Dr. Jörg Lehr 7.0. sonstige Steuersteine deutsch-schweizerisches Steuerabkommen Finanztransaktionssteuer Mövenpick-Steuer

26 Folie 26 | © 2013 Dr. Jörg Lehr Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Perikles, v. Chr.

27 Folie 27 | © 2013 Dr. Jörg Lehr Steuerkanzlei Dr. Jörg Lehr Steuerberater/Rechtsanwalt Bei den angesprochenen Themen handelt es sich um allgemeine Gestaltungsempfehlungen, die keine Einzelberatung durch einen Steuerberater ersetzen können. Die Präsentation wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Dennoch kann keine Haftung für die Richtigkeit übernommen werden. Rechtsstand


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