Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Mehrfachbeauftragung: Neubau Gemeindehaus gegenüber der Kirche Michelfeld Evangelische Kirchengemeinde Angelbachtal Auslober: Evangelische Landeskirche.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Mehrfachbeauftragung: Neubau Gemeindehaus gegenüber der Kirche Michelfeld Evangelische Kirchengemeinde Angelbachtal Auslober: Evangelische Landeskirche."—  Präsentation transkript:

1 Mehrfachbeauftragung: Neubau Gemeindehaus gegenüber der Kirche Michelfeld Evangelische Kirchengemeinde Angelbachtal Auslober: Evangelische Landeskirche in Baden Evangelischer Oberkirchenrat - Kirchenbauamt Blumenstrasse Karlsruhe

2 Preisrichter: Herr Pfarrer Michael Dahlinger, Angelbachtal Frau Benecke, Mitglied des Kirchengemeinderats Angelbachtal Frau Stößlein, Mitglied des Kirchengemeinderats Angelbachtal Bürgermeister Fritz Brandt, Angelbachtal Dipl.-Ing. Jürgen Keller, Leiter der Bauabteilung Kirchengemeinde Mannheim Dipl.-Ing. Anne Sick, Leiterin Evangelisches Kirchenbauamt, Karlsruhe Dipl.-Ing. Jürgen Schlechtendahl, Evangelisches Kirchenbauamt, Karlsruhe

3 Weitere Teilnehmer: Als Vorprüfer: Dipl.-Ing. A. Rogge Kirchenbauamt Dipl.-Ing. H. Dunke Kirchenbauamt Als Beobachter: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schramm Baurechtsbehörde der Stadt Sinsheim, Architekt Herr Kallweit, Frau Ulrich, Frau Rudisile, Frau Schroth-Scheck, Herr Bender (zeitweise) alle Kirchengemeinderat Angelbachtal

4 Wettbewerbsaufgabe: Die evangelische Kirchengemeinde Angelbachtal - kurz: evKiAn - plant den Neubau eines Gemeindehauses. Die evKiAn besitzt zwei Kirchen: eine im Ortsteil Eichtersheim, eine im Ortsteil Michelfeld. Geplant ist der Neubau eines Gemeindehauses im Ortsteil Michelfeld direkt vor der ev. Kirche, welche ein Kulturdenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes ist. Das Grundstück liegt direkt neben der viel befahrenen Ortsdurchgangsstraße (Friedrichstraße). Das geplante Raumprogramm ist sehr kompakt gehalten und auf das Wesentliche und nur auf das absolut Notwendige beschränkt: Ein Gemeindesaal für ca. 80 Personen Ein Gemeinschaftsraum Ein Jugendcafe, das separat vom Gemeindehaus erschlossen werden soll Dazugehörige Funktionsräume wie Küche, Lager, Toiletten etc. Grundvoraussetzung ist die Barrierefreiheit des Gemeindehauses nach § 39 LBO und DIN Schaffung eines Platzes für Freiveranstaltungen der Kirchengemeinde

5 Beurteilungskriterien: Für die Beurteilung der Arbeiten werden vom Preisgericht folgende Kriterien aufgestellt: a) Städtebauliche Einbindung b) Funktion c) Wirtschaftlichkeit d) Qualität der Innen- und Außenräume e) Entwicklungsfähigkeit des Konzepts

6 Vorstellung der Entwürfe der Wettbewerbsteilnehmer Auf den nachfolgenden Seiten werden die Entwürfe 1001 bis 1004 der Wettbewerbsteilnehmer vorgestellt. Modell-Fotos, Skizzen, Perspektiven, Simulationen wurden nicht verlangt, wurden aber - sofern vorhanden - zugelassen. Die Bearbeitungstiefe sollte der eines 1 : 200 Maßstabes entsprechen, jedoch im Maßstab 1:100 dargestellt werden. Darüber hinaus war ein Lageplan 1:500 gefordert.

7 Teilnehmer Nr Seite 1 /4 Idee Für eine Stadt ist ein öffentlicher Raum ein wichtiges soziales Element. Wir sehen in der Aufgabe die Chance, einen öffentlichen adäquaten Platzraum für Michelfeld zu schaffen. Die Kirche steht hier an der richtigen Stelle als primäres raumbildendes Element, so dass es sehr schade wäre, dieses für eine Stadt einmalige Element nicht für einen öffentlichen Platz mit einer individuellen Identifikation zu nutzen. Städtebau Schaffung eines Platzraumes mit raumbildenden Elementen Das sowieso geplante Wohn- und Geschäftshaus wird in die Planung bereits integriert, so dass dies für einen Investor zusätzlich interessant werden wird. Einstellen eines solitären Pavillons in den Platz (Kristall) Sekundäre Elemente zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität wie Baumgruppen, Bänke, Beleuchtung, Brunnen, Treppen, usw.

8 Teilnehmer Nr Seite 2 /4 Haus Gruppen- und Nebenräume im platzraumbildenden Riegel Jugendcafe und Mutter-Kind-Raum zeigen zum Platz und beleben diesen. Großer Saal als Identifikation des Platzes und des Ortes als starke Geste gegenüber der Kirche, was die Kirche sehr aufwerten wird. Material und Detail Saal mit Glasflächen ringsum, farbige Vorhänge strahlen nach außen und innen Langhaus als weißer schlichter Kubus mit Lochfassade Mögliches Eingangstor vor dem Kircheneingang als weicher Übergang vom Platz in die Kirche wird mit warmen Licht beleuchtet und dient als Wetterschutz

9 Teilnehmer Nr Seite 3 /4 Einzelbewertung 1001: Die suggerierte städtebauliche Platzsituation ist im Moment nicht vorhanden und wird wohl kaum verwirklicht werden können. Als Folge davon wird sich der freigestellte Pavillon nicht als Kristallisationspunkt herausbilden. Die bestehende Situation entspricht nicht der Idee eines verkehrsberuhigenden Platzes. Die stark befahrene, dominante Straße führt zu nah am Pavillon vorbei. Die Topographie ist nicht berücksichtigt. Die gewünschte Transparenz des Gemeindelebens und die Gebäudekubatur ist architektonisch überzeugend umgesetzt. Die unterschiedliche Ausbildung der Dächer ist ansprechend. Die großzügige Kirchplatzgestaltung und der damit erzielte freie Blick auf die Kirche gefällt, wird aber durch den großen Flächenverbrauch kritisch gesehen. Die Trennung von Gemeindesaal und Funktionszäunen ist positiv gelöst. Nicht optimal ist die Lage des Jugendraumes. Die Vorgaben sind wirtschaftlich und architektonisch sehr attraktiv umgesetzt. Der große Flächenverbrauch und die nicht realisierbare städtebauliche Situation lässt aber keine Weiterentwicklung des Entwurfs zu.

10 Teilnehmer 1002 Seite 1 /4 Städtebau Das geplante Gemeindehaus steht axial gegenüber der Kirche, wodurch ein sehr starker Bezug zur bestehenden historischen Kirche hergestellt wird. Durch die östliche Hauptverglasung des Gemeindesaales blickt man direkt auf die schöne historische Eingangsfassade der Kirche. Zwischen der Kirche und dem geplanten Gemeindehaus entsteht dadurch eine gemeinsame Freifläche, die für viele Aktivitäten (Flohmarkt, Weihnachtsmarkt) Platz bietet. Der südöstlich gelegene Haupteingang des Gemeindehauses führt ebenfalls auf diesen Platz und ist gleichzeitig der Ortsmitte und dem Schloss zugewandt. Auf diese Weise bildet das Foyer des Gemeindehauses eine neue Raumkante nach Süden und schließt die Baulücke zwischen Oberer Kirchgasse und L551 (Ortsdurchfahrt).

11 Teilnehmer 1002 Seite 2 /4 Erschließung Das Gemeindehaus wird von der Oberen Kirchgasse bzw. Fabrikweg und der L551 (Friedrichstraß) erschlossen. 5 PKW Stellplätze befinden sich im Nordosten des Zur Verringerung des Flächenverbrauches des Gebäudes wurde der Jugendbereich und der Gruppenraum im DG des Gemeindehauses untergebracht. Dadurch ist ein späterer Ausbau der Räume sehr leicht durchführbar, ohne den Betrieb des Gemeindesaales zu stören. Des weiteren ist das DG in Leichtbauweise geplant, wodurch die vorgesehenen Eigenleistungen vereinfacht werden. Durch die südwestliche Lage dieser Räume ist eine Beeinträchtigung der angrenzenden Wohnbebauung minimal. Die geplanten Dachgärten mit Freisitz sind eine zusätzliche Bereicherung für das Gemeindehaus und für die Jugendarbeit von großem Vorteil. Technik Zur Beheizung des Gemeindehauses ist eine Gasbrennwertheizung geplant, die auf Grund der günstigen Ausrichtung des Baukörpers durch Solarzellen unterstützt werden könnte. Dadurch sind Kosteneinsparungen im Bereich Heizung und Brauchwassererwärmung möglich.

12 Teilnehmer 1002 Seite 3 /4 Im Bereich der Stromversorgung sind Kosteneinsparungen durch Photovoltaiktechnik geplant. Baukörper Der dominante Rechtecksaal des Gemeindehauses bestimmt die Gesamtform des Gebäudes. Die axiale Ausrichtung des Gesamtgebäudes wird noch unterstützt durch das lang gezogene Satteldach des Gemeindehauses. Das Gebäude wird dadurch seiner Funktion als Haus für die Kirchengemeinde gerecht. Alle untergeordneten Funktionen sind an den Gemeindesaal angelagert. Kurze Wege bestimmen die Lage von Küche, Stuhllager, Materiallager und Technik. Wobei Technik und Küche von außen separat für Anlieferungszwecke zugänglich sind. Der Eingangsbereich mit Foyer befindet sich im Südwesten des Saales und ist über einen Glasabschluss mit dem WC-Bereich verbunden. Hier befindet sich auch der Nebeneingang zum Jugendbereich, der, Wie auch der Gruppenraum, über eine Treppe im DG erschlossen wird. In der Halle des Jugendeinganges ist eine Garderobe für den Gemeindesaal vorgesehen. Der Jugendbereich im DG des Gemeindehauses wird über einen getrennten Zugang von Südwesten her erschlossen. Ein geplanter Weg verbindet beide Eingänge. Auf der Nordwestseite befindet sich ein Fahrradabstellplatz für den Jugendbereich.

13 Teilnehmer 1002 Seite 4 /4 Einzelbewertung 1002: Die Verfasser schlagen an der früheren Eingangssituation in den historischen Ortskern von Michelfeld eine städtebauliche Dominante vor. Diese wirkt aufgrund ihres Volumens weit in die Friedrichstraße hinein. Dadurch wird das Gemeindehaus im Ortsbild deutlich präsentiert. Problematisch wird der Versuch gesehen, der Kirche ein analoges Volumen zur Seite zu stellen. Die Außenräume sind wenig ausgearbeitet, der Übergang zur Kirche ist räumlich nicht gefasst. Eine ausformulierte Hinführung zum Haupteingang wird vermisst. Es wird bedauert, dass keine Aussage über das an der Ecke liegende Flurstück Nr. 17 getroffen wurde. Die mögliche getrennte Nutzung der Gemeinderäume im Obergeschoss mittels eigener Erschließung wird positiv bewertet. Aufgrund öffentlich-rechtlicher Bestimmungen wird jedoch für die oberen Räume der Kostenintensive Einbau eines Aufzugs erforderlich sein. Die oben angeordneten Dachterrassen gewährleisten eine intimere Freiraumnutzung. Die Form des Foyers ist schlecht nutzbar, die Saalecke engt hier zu stark ein. Die städtebaulich entwickelte klare Großform wird in der Umsetzung durch zahlreiche Einschnitte und Ausbauten aufgerissen. Die Fassaden erhalten dadurch eine gewisse Beliebigkeit. Der insbesondere in der Ostansicht angedeutete basilikale Charakter dürfte aufgrund unterschiedlicher Gebäudekonturen der Ausbauten in der Realität wenig spürbar sein. Die Überlegungen zur Realisierung mit Eigenleistung sowie die ökologisch ausgerichtete Gebäudekonzeption werden ausdrücklich begrüßt. Der Entwurf weist insgesamt eine geringe Wirtschaftlichkeit auf. Der Baukörper beansprucht das komplette Baugrundstück, Kubatur und Flächen liegen im oberen Bereich aller Teilnehmer. Eine Realisierung des Entwurfs mit den vorhandenen Ressourcen wird nicht möglich sein, eine Weiterbearbeitung kann nicht empfohlen werden.

14 Teilnehmer 1003 Seite 1 /4 Städtebau/ Lage auf den Grundstücken Das neue Haus der evangelischen Gemeinde wird direkt gegenüber dem Hauptportal der Kirche angeordnet. Entlang des Oberen Kirchweges wird die Gebäudeflucht der kleinteiligen Bebauung aufgenommen. Das Haus orientiert sich gleichermaßen zur Kirche und zum Dorf. Mit dem Gebäude entsteht ein neuer attraktiver Mittelpunkt für Michelfeld. Die Form des Gebäudes lässt erkennen, dass es kein gewöhnliches Haus ist. Alle Funktionsbereiche sind von außen gut ablesbar unter einem Dach vereint. Der Gemeindesaal hebt sich als wichtigster Raum hervor. Funktionen Eine vielfältige Nutzung der einzelnen Bereiche innerhalb des Gebäudes, Störungsfreiheit und ein hohes Maß an Flexibilität prägen die Anordnung der Räume unter einem Dach.

15 Teilnehmer 1003 Seite 2 /4 Der Eingangsbereich liegt sowohl zur Kirche als auch zum Ort gerichtet an der südlichen Ecke. Hier ist die gestaltete Freifläche auf Flurstück 17 in einen geschützten Vorplatz integriert. Über diesen Vorpiatz betritt man das Foyer, das aufgrund seiner zentralen Lage auf unnötige Verkehrsflächen verzichten lässt. Hier befinden sich das Jugendcafe und der Mehrzweckraum. Beide sind sowohl zum Foyer als auch untereinander zu öffnen. Das Jugendcafe besitzt einen separaten Zugang von außen. Der Saal liegt Jugendcafe und Mehrzweckraum gegenüber. Er ist höher als die anderen Räume. Der Zuschnitt erlaubt vielfältige Nutzungen. Eine Bühne kann aufgestellt werden, der Raum kann zu 1/3 und 2/3 Größe geteilt werden. Die Kirche wird wichtiger Bestandteil des Entwurfes. Der Saal ist zur Kirche hin komplett verglast. Die Glasfassade ist mit großen Schiebeelementen zu öffnen. Eine kleine, überdachte Freifläche erweitert den Saal ins Freie. Bei Öffnung aller Elemente besteht das Haus nur aus einem großen, schützenden Dach, Außen - und Innenraum verzahnen sich intensiv miteinander. Die Nebenräume schließen das Haus nach Norden zur Wohnbebauung ab. Bei Festen Im Freien können die Toiletten von außen über einen separaten Zugang genutzt werden.

16 Teilnehmer 1003 Seite 3 /4 Die Nebenräume schließen das Haus nach Norden zur Wohnbebauung ab. Bei Festen Im Freien können die Toiletten von außen über einen separaten Zugang genutzt werden. Wirtschaftlichkeit eingeschossige Bauweise mit sehr guten Werten Keine herkömmlichen Flure geringes Volumen alle Funktionen zentral erschlossen = multifunktionales Foyer für höchste Flexibilität Wirtschaftliche Unterhaltungskosten durch Materialwahl: Begrünung der flachgeneigten Dächer schützt die Haut verwitterungsfreie Holz-Aluminium Fassaden Parkplätze direkt an der Straße ersparen Zufahrten (Reduktion Flächenverbrauch)

17 Teilnehmer 1003 Seite 4 /4 Einzelbewertung 1003: Städtebaulich fügt sich das neu geplante Gebäude in die vorhandene dörfliche Umgebung gut ein. Durch die Anordnung des Gemeindesaals gegenüber dem Hauptportal der Kirche entsteht nicht nur räumlich, sondern auch funktional eine Nähe, die vom Auslober positiv bewertet wird. Es wäre wünschenswert, wenn der Kirchplatz klarer ausformuliert würde und die Einmündung in die Obere Kirchgasse mit in die Platzgestaltung einbezogen würde. Die Idee, das Dach zum Teil zu verglasen und dadurch das Blickfeld auf die Fassade der Kirche zu vergrößern und den Lichteinfall in den Gemeinderaum zu erhöhen, überzeugt. In einer weiteren Bearbeitung sollten Betrieb und Wartung der verglasten Dachfläche besonders berücksichtigt werden. Die kompakte Grundrissform, die kurzen Wege, das vielfach nutzbare Foyer und die unterschiedliche Schaltbarkeit der Räume untereinander entsprechen den Nutzungsanforderungen der Kirchengemeinde voll und ganz vom Auslober. Das Grundstück ist aufgrund des sehr sparsamen Flächenverbrauchs im Verhältnis zu den anderen Lösungen bezüglich auf den Erwerb am günstigsten. Die vom Auslober vorgegebenen Hauptnutzflächen wurden eingehalten, die BGF liegt im mittleren Bereich. Der Wert des Bruttorauminhaltes ist aufgrund der Saalhöhe relativ hoch. Insgesamt ein gelungener Beitrag, der Entwicklungsmöglichkeit zulässt und die wesentlichen Anforderungen der Auslober hervorragend umsetzt.

18 Teilnehmer 1004 Seite 1 /5 Gemeindehaus Wie der Name schon sagt, soll das Gemeindehaus ein Stück Haus, ein Stück Gebäude sein; kein Arrangement von Gebäudeteilen. Das Gemeindehaus ist zur Kirche leicht verdreht angeordnet, dadurch öffnet sich zum einen die Platzfläche zwischen Kirche und Gemeindehaus, der Blick auf die Kirche wird freigelegt Zum Anderen leitet die Straßenfassade den von Süden kommenden Verkehr sanft nach Norden ab. Grundstück Bei dem Entwurf bleibt ein Grundstücksanteil von ca. 400 qm, mit einem noch nutzbarem Parzellenzuschnitt von 17,00 x 23,50 m unbebaut. Eingang / Foyer Der Eingang des Gemeindehauses liegt dem der Kirche direkt gegenüber. Man schreitet durch einen großzügigen Windfang und betritt darauffolgend das Foyer. Dieses ist Dreh- und Angelpunkt des Gemeindehauses. Hier legt man ab und verteilt sich in die einzelnen Bereiche. Schon beim Betreten des Gebäudes eröffnet sich der Durchblick auf den Innenhof des Jugendcafes wieder hinaus ins Freie.

19 Teilnehmer 1004 Seite 2 /5 Im Foyer finden sich zwei Möbelkisten unterschiedlicher Größe. In der kleinen ist die Garderobe und notwendiger Stauraum untergebracht. Das Möbelstück ist nur 2,00 m hoch, die Decke läuft durch, Oberlichtverglasungen bilden den notwendige Raumabschluß. Im großen Möbelstück findet sich die Küche mit Abstellraum, der Durchgang zum Gemeindesaal und ein weiterer Lagerraum. Gemeindesaal Als der repräsentativste Raum des Gemeindehauses liegt der Gemeindesaal direkt an der Hauptstraße, ausgerichtet ist er allerdings durch die geschosshohe Verglasung eindeutig zur Kirche. Über große Schiebeelemente in der Fassade lässt sich der Raum komplett öffnen. Außen - und Innenraum fließen beinahe nahtlos ineinander über. Der besonderen Bedeutung des Raumes wird durch Höhe und Konstruktion Rechnung getragen. Das umlaufende Oberlicht wird mit feststehenden Holzlamellen verschattet. Das Sonnenlicht wird gebrochen und dringt dadurch in warmem Ton in den Raum. Nachts wird sich dieser Effekt von außen gesehen umdrehen und warme Lichtlinien werden in festlichen Charakter die Dachfläche schweben lassen.

20 Teilnehmer 1004 Seite 3 /5 Als Maßstab für die Höhenentwicklung des Gemeindesaals dient in etwa die Traufkante gegenüberliegenden Hotels. Gruppenraum Der Gruppenraum, ein introvertierter Raum für intensive Gespräche, liegt an zentraler Stelle mit Einsicht auf den Haupteingang und Blick auf die Kirche. Jugendcafe Das Jugendcafe erhält einen arkadenartigen, separaten Zugang von der Hauptstraße aus, der in einem Innenhof mündet. Dieser dient gleichzeitig als Raucherecke. Sowohl der Zugang als auch das Cafe selbst wenden sich von der Wohnbebauung ab, eine Lärmbelästigung wird dadurch ausgeschlossen. Die Toiletten können direkt erreicht werden, so dass das Jugendcafe auch bei geschlossenem Gemeindehaus genutzt werden kann. Entwurfskonzept - städtebaulicher Kontext Die zwei selbstbewußten Solitärbauten Kirche und Gemeindehaus bilden auf einer durchgängigen Platzfläche eine institutionelle und bauliche Einheit. Beide stehen gegenüber dem Straßenniveau jeweils auf einem Plateau etwas erhaben. Beide biedern sich nicht an die vorhandene dörfliche Bebauung an, sondern geben sich für die Gemeinde als besondere Bauten deutlich zu erkennen. Dennoch ist es ein ungleiches Paar, die Kirche vertikal dominierend mit historischer Erscheinung zwischen bestehender dörflicher Bebauung, das Gemeindehaus mit horizontaler Ausdehnung und zeitgemäßer Gestalt in exponierter Lage, welches in permanentem, durchaus kontroversen Dialog zur Kirche steht. Dennoch entsteht keine Konkurrenz untereinander, die Hierarchie innerhalb der Kirchengemeinde ist eindeutig. Für Michelfeld jedoch bildet sich durch die zwei Bauten ein neuer, zentraler Ort.

21 Teilnehmer 1004 Seite 4 /5 Material Es sollen weitestgehend natürliche, ökologisch vertretbare Materialien zum Einsatz kommen. Auf homogene und durchgängige Ausführung mit zurückhaltendem, nur akzentuierende Farbeinsatz, wird Wert gelegt.Äußere Gestaltung: Die äußere Erscheinung ist massiv mit großflächigen Verglasungen. Die Holzfenster aus Eiche werden nur farblos lasiert. Als Baustoff für die Wände ist glattgeschalter Sichtbeton in Verbindung mit Holzlamellen aus Eiche vorgesehen, da diese Baustoffe in ihrer Ursprünglichkeit ohne weitere Beschichtungen und Verkleidungen bleiben können. Diese Eigenschaften decken sich mit dem Leitgedanken des Entwurfs, sich in der Vielfalt zu beschränken, damit das Wesentliche stärker zum Ausdruck kommt. Innere Gestaltung: Bodenbeläge aus massivem, geöltem Eiche Stabparkett bzw. Schiefer. Mit diesem Material kann der Belag vom Innen - in den Außenbereich weitergeführt: werden. Die "Möbelkisten" sowie die weiteren Einbaumöbel und Türen werden mit Spessart - Eichefurnier ausgeführt. Wände und Decken werden teilweise mit einfachen mineralischen Farben beschichtet. Konstruktion Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert. Einzige Ausnahme stellt die Dachkonstruktion des Gemeindesaals dar, die als teilsichtbare Stahlkonstruktion vorgesehen ist. Dach Die Dachflächen sollen aus ökologischen Gründen extensiv begrünt werden. Teilweise werden diese von oben einsehbar sein. Die 5. Fassade" soll entsprechend der darunterliegenden Nutzung in verschiedenen Blütenfarbfelder gegliedert werden.

22 Teilnehmer 1004 Seite 5 /5 Einzelbewertung 1004: Der Entwurfsverfasser stellt dem Solitär Kirche den Solitär Gemeindehaus gegenüber, der aus der Mittelachse der Kirche herausgedreht ist. Ein weiterer städtebaulicher Bezug zur Umgebungsbebauung ist nicht erkennbar Darüber hinaus wirkt das Gebäude in seiner typologischen Ausformulierung ortsfremd. Die vorhandene Topografie wurde sehr gut berücksichtigt. Das Gebäude ist sehr schlicht gestaltet. Es lebt von innen heraus. Es wirkt introvertiert und öffnet sich nur zur Kirche als wichtigsten Bezugspunkt. Durch die geringen Gebäudehöhen entsteht der Eindruck, dass der neue Baukörper sich zu sehr gegenüber der Kirche und einer möglichen Bebauung an der Westseite der Parzelle zurücknimmt. Trotz der Introvertiertheit wird es sehr positiv bewertet, dass der Außenraum nicht ausgeschlossen, sondern gezielt über den offenen arkadenartigen Zugang zum Jugendcafe und der Öffnung des Saales zum Platz hin miteinbezogen wird. Die Funktionalität der Räume ist in hohem Umfang gegeben und entspricht voll den Vorgaben des Raumprogramms. Die Fassaden- und Grundrissgestaltung, weiche sehr schöne Details enthält, ist fest definiert und komplett ausformuliert. Das Gebäude ist in Kubatur und Flächenverbrauch sparsam. Der Entwurfsverfasser schafft es trotzt der geringen Gebäudehöhe dennoch, durch rundumlaufende Lichtbänder eine attraktive Belichtung des Saales zu ermöglichen. Leider wird die Intimität der Arbeit durch die räumliche Nähe des Saales zu der stark befahrenen Straße gestört.

23 Entscheidung des Preisgerichts In einem ersten Arbeitsgang wird in einer ausführlichen Diskussion eine kritische Beurteilung und Bewertung der Arbeiten vorgenommen. Für die weitere Bewertung werden Kleingruppen gebildet, die die Arbeiten eingehend untersuchen und beurteilen. Die in der Auslobung enthaltene Aufgabenstellung wird ebenso wie die oben genannten Kriterien zur Grundlage der Bewertung gemacht. Die schriftlichen Beurteilungen (Einzelbewertungen) werden vorgelesen, diskutiert und genehmigt. Das Preisgericht beschließt nach eingehender Diskussion einstimmig, die Arbeit 1003 auf den ersten Rang zu setzen. Das Preisgericht empfiehlt den Auslobern, die Arbeit mit dem ersten Rang zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu wählen. Nach der Öffnung der Umschläge durch den Vorprüfer werden die Namen der Verfasser festgestellt: 1001:Architekturbüro Grube Jakel Löffler, Karlsruhe 1002:Architekturbüro Kaiser, Bad Rappenau 1003:Architekturbüro Link-Schmitt, Heidelberg 1004:Architekturbüro Lenzstrasse 13, Karlsruhe

24 Ausstellung der Entwürfe Die Ausstellung der Arbeiten erfolgt ab in den evangelischen Kirchen der Gemeinde Angelbachtal (Eichtersheim: Hauptstraße 6, Michelfeld:Obere Kirchgasse). Ein Stadtplan ist unter der Homepage der Gemeinde Angelbachtal unter Lage - Infos abgebildet: Eine Präsentation des Entwurfes mit dem ersten Platz durch die Architekten und die Stellungnahme des Preisgerichts erfolgt auf der Gemeindeversammlung, am Dienstag, 10. Dezember, 20°° Uhr im Gemeindehaus, Wilhelmstraße. Die Entwürfe können auch auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Angelbachtal betrachtet werden.Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Angelbachtal


Herunterladen ppt "Mehrfachbeauftragung: Neubau Gemeindehaus gegenüber der Kirche Michelfeld Evangelische Kirchengemeinde Angelbachtal Auslober: Evangelische Landeskirche."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen