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Assoziationskreis Titel Schinken Comic-Sprache: Kaugummi Chick Zicke, Tussi Hühner Hühnchen Chicken Tschechien Chick Würfelspiel Mischung zw. Kücken.

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Präsentation zum Thema: "Assoziationskreis Titel Schinken Comic-Sprache: Kaugummi Chick Zicke, Tussi Hühner Hühnchen Chicken Tschechien Chick Würfelspiel Mischung zw. Kücken."—  Präsentation transkript:

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3 Assoziationskreis

4 Titel Schinken Comic-Sprache: Kaugummi Chick Zicke, Tussi Hühner Hühnchen Chicken Tschechien Chick Würfelspiel Mischung zw. Kücken und chic Tschaikowsky

5 Mögliche Bedeutung(en)

6 Zitieren Wolfgang Herrndorf, Tschick, Berlin Wolfgang Herrndorf, Tschick, 13. Auflage, Berlin Wolfgang Herrndorf, Tschick, 13. Auflage, Berlin 2011, S. 5.

7 Was fällt auf an diesem 1. Satz? Was sagt er über die Geschichte? Was sagt er über den Stil? Warum ist er so und nicht anders? Wer spricht?

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11 Auftrag Tschick Bis Do. nach den Ferien: Tschick gelesen Für jedes 5. Kapitel: 1.Ort der Handlung 2.Handlungszusammenfassung (max. 3 Sätze) 3.Auffälligkeiten

12 Beispiel: Kapitel 1 1.Ort der Handlung –Revier der Autobahnpolizei, irgendwo 2.Zusammenfassung –Der Protagonist wird verhört. Als er seine Verletzung bemerkt, wird er ohnmächtig. 3.Auffälligkeiten –Der Leser erfährt nicht wirklich, wer "ich" ist. –Fast ausschliesslich innerer Monolog

13 Organisation Di: Tschick (& DaG3) –Probe vor den Frühlingsferien, vmtl Mi: Debattieren Fr: Vorbereitung I.O.-Diplom (Raum U8) –I.O.-Diplom findet statt am um 16:45 Abteilungsstunde diesen Mittwoch findet statt

14 5 Stufen der Annäherung 1.Erste Leseerfahrung 2.Verstehenshorizont –sprachlich –kulturell –historisch 3.Beschreibung –Form –Inhalt 4.Deutung 5.Wertung Ich Text/ Autor hermeneutischer Zirkel

15 Tschick Statement erster Eindruck –Bei der Lektüre... (5 Sätze) Textsicherung Tschick –Ort (Karte) –Figuren (Standbilder) –Stil (Textstelle) Hausaufgabe –Lesen: DaG3, S ; S (Wdh.) 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

16 Statement: mein ersten Eindruck von Tschick Bei der Lektüre... ~ 3 Argumente grob nach: Geißner, Helmut (1968): Der Fünfsatz, in: Wirkendes Wort, 4(1968), S.271ff. 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

17 Im Roman Tschick geht es um...

18 Der Ort (DaG3, S. 26 f.) Auftrag: –Erstellen Sie eine graphische Inhaltsangabe, indem Sie die Kapitel (+ Kurzhandlung) auf einer Karte situieren.

19 KAP 1: Maik wird bei der Autobahnpolizei ohnmächtig KAP 2: KAP 3:

20 Fokussierung 48

21 Figuren (DaG3 S. 38 f.) Standbilder –Maik & sein Vater –Maik & seine Mutter –Maik & Tanja –Maik & Isa –Maik & Tschick

22 Konzeption von Figuren Statisch vs. dynamisch Handelt es sich um eine Figur, die sich gleich bleibt, oder um eine Figur, die sich im Verlauf der Handlung deutlich verändert? Typisiert vs. komplex Handelt es sich um eine Figur mit wenigen Merkmalen oder um eine Figur mit vielen individuellen Eigenschaften ? Geschlossen vs. offen Handelt es sich um eine Figur mit klar verständlichen Wesenszügen oder um eine für den Leser mehrdeutige Figur mit unerklärlichem Verhalten?

23 Stil (DaG3, S. 49/50) Welche sprachlichen Auffälligkeiten gibt es in Tschick? Analysieren Sie einen beliebigen Absatz, z.B. –Wortwahl –Satzbau, Grammatik –Ausdruck, Stilebene –ggf. Erzähler vs. Figurenrede

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25 Wortwahl 49

26 Parataxe und Hypotaxe 50

27 Tempuswechsel 50

28 Sprechende Namen 49

29 Tschick Statement erster Eindruck –Bei der Lektüre... (5 Sätze) Textsicherung Tschick –Ort (Karte) –Figuren (Standbilder) –Stil (Textstelle) Hausaufgabe –Lesen: DaG3, S ; S (Wdh.) 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

30 Tschick Prosa analysieren (DaG3, S. 61) 1.Zeit 2.Ort 3.Personen 4.Ereignis/Folge 5.Sprache & Stil (& Erzählhaltung) Beschreibung: Wie ist es gemacht? Warum ist es so gemacht? (Lesersteuerung) 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

31 Themen & Motive (DaG3, S. 14) Thema –Worum geht es? Was ist die Aussage? (Leit-)Motiv –Welche Elemente der Handlung sind wesentlich und/oder wiederkehrend?

32 Tschick Thema: Freundschaft Motiv: Gegensätze ziehen sich an (?) These??? Textstelle(n)??? Deutung (Interpretationsverfahren?)??? Wertung???

33 Kapitel 17 Analysieren Sie das Gespräch (S. 89/90) Wie wird die Freundschaft zwischen Maik und Tschick in diesem Kapitel dargestellt? These?

34 Tschick Thema: Freundschaft Motiv: Gegensätze ziehen sich an These: Maiks Selbstbewusstsein wird durch seine Beziehung zu Tschick positiv beeinflusst. Textstellen: S. 89ff. Fahrradklau,... Deutung (Textimmanent): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: (z.B.) Würden ich mir wünschen, dass meine Freunde sich wie Tschick verhalten?

35 Leitmotiv gezielte Wiederholung von Textelementen –wiederkehrende Handlungselemente –wiederholt verwendete sprachliche Bilder –sich wiederholende Redewendungen, Gesten usw. z.B. Dingsymbole Beispiele aus Filmen, Texten

36 Beispiele für Motive Sprachliche Ohnmacht und so, Dings Filme Ausländerhass Alkohol Ödipus (Beziehung zu Mutter & Vater) Freundschaft Jugend / erwachsen werden

37 Leitmotiv Sie beobachten in Zweiergruppen ein Motiv des Romans. Streichen Sie sich in Einzelarbeit relevanten Stellen an, die für das Motiv eine Rolle spielen (könnten). Ihre Beobachtungen werden Sie in der Gruppe austauschen und der Klasse in einer Thesenpräsentation vorstellen. Tragen Sie Ihr Thema und Ihre Beobachtungen ein.

38 Auftrag Blog lesen: besonders vier Schriftlicher Kommentar: –Fassen Sie ihren Eindruck von Herrndorfs Blog zusammen (ca. 1 Seite, mögl. elektronisch, ausdrucken) –beziehen Sie sich auf den Text (mind. 3 Textstellen, korrekt zitieren, DaG2 S. 42f. & 121)

39 Tschick Blog besprechen –Quellenangaben Internet, bsp: Herrndorf, Wolfgang: Arbeit & Struktur (Eintrag vom ), ( ) –Ihr Eindruck (ggf. mit Textstelle) –Neue Motive, neue Sichtweisen? –Interpretationsverfahren (DaG3 S. 159) –Thesen?

40 These Eine These ist eigentlich einfach eine Aussage, eine Behauptung, die in der Hauptsache einer Anforderung genügen muss: Sie muss be- oder widerlegbar sein

41 Sprachliche Zuspitzung

42 Artusromane (Doppelwegstruktur)

43 Erec (Hartmann von Aue) Vers: 1 bî ir und bî ir wîben. Vers: 2 diz was Êrec fil de roi lac, Vers: 3 der vrümekeit und sælden phlac, Vers: 4 durch den diu rede erhaben ist. Vers: 5 nû riten si unlange vrist Vers: 6 neben einander beide, Vers: 7 ê daz si über die heide Vers: 8 verre in allen gâhen Vers: 9 zuo rîten sâhen Vers: 10 einen ritter selbedritten, Vers: 11 vor ein getwerc, dâ enmitten Vers: 12 eine juncvorouwen gemeit, Vers: 13 schœne unde wol gekleit.

44 Erec (Zusammenfassung) Ider & Maliclisier Koralus & Enite Sperberkampf Räuber Guivrez Riesen Oringels Mabonagrin lokus amoenus lokus okkultus

45 Doppelwegstruktur im Artusroman Der strukturelle Sinn der Romanhandlungen erfüllt sich im Gedanken des doppelten Weges. Der Held, ausgezogen, um sich einen Namen zu machen, erobert sich mit der Gewinnung der Frau und in ritterlicher Tat êre und den Glanz der Welt. Artus nimmt ihn unter die Seinen auf; er erfüllt den Anspruch, den die Institution stellt. Blitzartig brechen Schuld, Schulderkenntnis oder Beschuldigung über den Erhobenen herab, und auf einem zweiten Wege –des longues tudes-, sinnerfüllter aventiure und tiefgreifenden Selbstverständnisses muss das Verlorene – Frau Herrschaft und Heil – noch einmal erworben werden, nun zu immerwährendem Besitz. (Fromm, Hans: 1989, S.122) (nach Kurt Ruh und Hugo Kuhn)

46 Tschick Interpretieren (DaG3, S. 150 – 164)

47 Interpretieren Interpretieren (DaG3, S. 150 – 164) Interpretationsverfahren (S. 158 – 162) –Unterschiede? –Stärken? –Kritik?

48 Literatur interpretieren (vgl. S. 164) 1.Erste Leseerfahrung 2.Verstehenshorizont –sprachlich –kulturell –historisch 3.Beschreibung –Form –Inhalt 4.Deutung 5.Wertung Ich Text/ Autor hermeneutischer Zirkel

49 Verstehenshorizont Sprachlich Geschichtlich Kulturell 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung Leser/inText

50 Text Beschreibung 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

51 Beschreibung 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung 1 Beschreibungssverfahren

52 Deutung 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

53 Deutung Inhalt UND Form des Textes analysieren (ggf. weitere Informationen) und zeigen, was für eine BeDeutung sich daraus ergibt 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung Interpretationsverfahren 1 Interpretationsverfahren 2 Interpretationsverfahren 3 Interpretationsverfahren 4 Interpretationsverfahren 5 Interpretationsverfahren 6 Interpretationsverfahren 7 Interpretationsverfahren 8 Interpretationsverfahren 9

54 Übersicht 1.Werkimmanentes Verfahren 2.Intertextuelles Verfahren 3.Biografisches Verfahren 4.Textgenetisches Verfahren 5.Rezeptionsästhetisches Verfahren 6.Rezeptionsgeschichtliches Verfahren 7.Literatursoziologisches Verfahren 8.Gender Verfahren (Feministisches Verfahren) 9.Psychoanalytisches Verfahren 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

55 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung Wertung 1: positiv Wertung 2: positiv Wertung 3: positiv Wertung 4: unentschieden Wertung 5: unentschieden Wertung 6: negativ Wertung 7: negativ Wertung 8: negativ Stellung nehmen zur Deutung, z.B. auf sich selbst beziehen, ein qualitatives Urteil abgeben,...

56 Wertung 1. Leseerfahrung Verstehenshorizont Beschreibung Deutung Wertung

57 Ihre Thesen (autororientiert) 1.Es gibt Zusammenhänge zwischen dem Buch und dem Leben des Autors 2.Seine Laune beim Zeitpunkt des Schreibens spiegelt sich im Buch wider 3.Man merkt es dem Buch nicht an wie schlecht es dem Autor geht 4.Man merkt im Buch nichts vom schlechten Gesundheitlichen Zustand des Autors, obwohl man erwarten könnte, dass er nicht mehr so Lebensfroh war. 5.In dem Road Trip, mit dem Maik und Tschick ihrem Alltag entfliehen, sieht der Autor seine eigene Flucht vor seiner Krankheit Die Deutungshypothese ist eigenständig, relevant und bietet eine neue, überraschende Sicht auf den Roman (weder evident noch spekulativ). Vage, selbst-evident In wiefern? Was ist die (Be-)Deutung? Vage. ggf. umdrehen: Tschick vermittelt ein positives, lebensbejahendes Weltbild – was sich entweder als Wunschvorstellung oder als paradoxe Erkenntnis des im Sterben begriffenen Autors lesen lässt Bei der Deutung sollte es eher um den Text gehen als um den Autor, aber das ist ein auch Problem des Verfahrens

58 Ihre Thesen (Autor-orientiert) 6.Der Autor will auf Grund des seiner gesundheitlichen Situation mithilfe des Buches den Jugendlichen vermitteln, dass sie ihr Leben geniessen sollen und das ganze Leben noch vor sich haben. 1.Autor stirbt langsam 2.Im Buch geht es um Freiheit Freundschaft und Liebe, das Wichtigste im Leben 7.Freundschaft spielt im Buch eine grosse Rolle, wie auch in den letzten Wochen vom Blog des Autors 8.Der Autor will mit seinem Buch seinem Freunden symbolisieren dass sie ihm sehr wichtig sind. 1.Die Widmung 2.Freundschaft zwischen Tschick 9.Es ist anzunehmen, dass Maik und Tschick Charakteristiken vom Autor besitzen, da der Autor sich mit dem Buch seinen letzten Wunsch erfüllte. 1.Der Autor ist liegt schon fast im Sterben während dem er das Buch schreibt. Die Deutungshypothese ist eigenständig, relevant und bietet eine neue, überraschende Sicht auf den Roman (weder evident noch spekulativ).

59 Ihre Thesen (Autor-orientiert) 10.Die Liebe ist dumm. 11.Ist es immer so, dass Frauen nur auf gutaussehende Männer stehen 12.Der Autor macht sich Gedanken, was von ihm auf der Welt übrig bleibt wenn er tot ist. 13.Wenn man eine Krankheit hat, hat man oft das Bedürfnisse seine Gedanken und Gefühle auf Papier zu bringen Die Deutungshypothese ist eigenständig, relevant und bietet eine neue, überraschende Sicht auf den Roman (weder evident noch spekulativ).

60 Tschick Thema: Vergänglichkeit Leitmotiv: Carpe diem (Nutze den Tag) These: Zum erwachsen werden gehört auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit – bei Maik führt dies zu einer positiveren Einstellung gegenüber dem Augenblick. Hierin spiegelt sich auch die Haltung des sehr akut mit seiner Vergänglichkeit konfrontierten Autors. Textstellen: Horst Fricke, Anselm Weil, Poolszene am Ende (Luft anhalten), ggf. Bezug zum Blog des Autors Deutung (Textimmanent, Biografisch): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Halte ich das für nachvollziehbar? Wie ist meine Einstellung – nutze ich den Tag? Ist Maiks Erkenntnis glaubhaft dargestellt? Nehme ich Herrndorf diese Erkenntnis ab, oder halte ich es eher für eine Wunschvorstellung?

61 Nachträge Doppelwegmotiv – Jure Huckleberry Finn – Modest Catcher in the Rye – Marieke & Steffi

62 Tschick Thema: Abenteuer und was man daraus lernt Leitmotiv: Doppelwegstruktur These: Der Roman Tschick hat viele Parallelen zu einer klassischen Aventuire, man könnte also sagen, dass sich Maik zu einem modernen Ritter entwickelt Textstellen: vgl. Doppelwegstruktur, magische Orte, was Maik über Liebe lernt, was Maiks über Ehre (= Verantwortung?) lernt Deutung (Komparatistik): These belegen, vgl. mit Artusepik (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Hat Maiks Entwicklung wirklich Vorbildfunktion? Ist Maik glaubhaft als moderner Ritter? Geht das auch ohne Abenteuer?

63 Nach Campbell und Wikipedia laufen Geschichten um mythische (Kultur-)Helden nach folgendem Muster ab:Wikipedia 1.Ruf: Erfahrung eines Mangels oder plötzliches Erscheinen einer Aufgabe. 2.Weigerung: Der Held zögert, dem Ruf zu folgen, beispielsweise, weil es gilt, Sicherheiten aufzugeben. 3.Aufbruch: Er überwindet sein Zögern und macht sich auf die Reise. 4.Auftreten von Problemen, die als Prüfungen interpretiert werden können. 5.Übernatürliche Hilfe: Der Held trifft unerwartet auf einen oder mehrere Mentoren. 6.Die erste Schwelle: Schwere Prüfungen, Kampf mit dem Drachen etc., der sich als Kampf gegen die eigenen inneren Widerstände und Illusionen erweisen kann. 7.Fortschreitende Probleme und Prüfungen, übernatürliche Hilfe. 8.Initiation und Transformation des Helden: Empfang oder Raub eines Elixiers oder Schatzes, der die Welt des Alltags, aus der der Held aufgebrochen ist, retten könnte. Dieser Schatz kann in einer inneren Erfahrung bestehen, die durch einen äußerlichen Gegenstand symbolisiert wird. 9.Verweigerung der Rückkehr: Der Held zögert in die Welt des Alltags zurückzukehren. 10.Verlassen der Unterwelt: Der Held wird durch innere Beweggründe oder äußeren Zwang zur Rückkehr bewegt, die sich in einem magischen Flug oder durch Flucht vor negativen Kräften vollzieht. 11.Rückkehr: Der Held überschreitet die Schwelle zur Alltagswelt, aus der er ursprünglich aufgebrochen war. Er trifft auf Unglauben oder Unverständnis, und muss das auf der Heldenreise Gefundene oder Errungene in das Alltagsleben integrieren. 12.Herr der zwei Welten: Der Heros vereint Alltagsleben mit seinem neugefundenen Wissen, und lässt somit die Gesellschaft an seiner Entdeckung teilhaben.

64 Christopher VoglerChristopher Vogler entwarf diesen Weg des Helden als Anleitung für Drehbuchautoren: 1.Ausgangspunkt ist die gewohnte Welt des Helden. 2.Der Held wird zum Abenteuer gerufen. 3.Diesem Ruf verweigert er sich daraufhin zumeist. 4.Ein Mentor überredet ihn daraufhin die Reise anzutreten, und das Abenteuer beginnt. 5.Der Held überschreitet die erste Schwelle, nach der es kein Zurück mehr gibt. 6.Daraufhin wird er vor erste Bewährungsproben gestellt und trifft dabei auf Verbündete und Feinde. 7.Nun dringt er bis zur tiefsten Höhle vor und trifft dabei auf den Gegner. 8.Hier findet die entscheidende Prüfung statt: Konfrontation und Überwindung des Gegners. 9.Der Held wird belohnt, indem er z.B. den Schatz oder das Elixier raubt. 10.Nun tritt er den Rückweg an, während dessen es zur Auferstehung des Helden kommt. 11.Diese Auferstehung ist nötig, da er durch das Abenteuer zu einer neuen Persönlichkeit gereift ist. 12.Anschließend tritt der Held mit dem Elixier den Heimweg an.

65 Tschick Thema: Abenteuer und was man daraus lernt Leitmotiv: Heldenreise These: Der Roman Tschick hält sich über weite Strecken an die Drehbuchvorgaben einer Heldenreise – also ist Maik ein Held!? Textstellen: vgl. Drehbuchvorgaben, Elixir?, Welche Monster werden überwunden?, Was hat Maik errungen, das er wie in sein Alltagsleben integrieren kann? Deutung (Komparatistik): These belegen, vgl. mit Filmen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Inwiefern ist Maik ein Held? Und ich?

66 Nachträge Huckleberry Finn – Modest Catcher in the Rye – Marieke & Steffi –Grobe Handlung –Wichtige Themen/Motive –Interpretationen? (Rezeption?)

67 Tschick Thema: Erwachsen werden Leitmotiv: vergebliche Flucht vor Alltag und Verantwortung These: Der Roman Tschick wird gerne mit Salingers Catcher in the Rye verglichen – dabei haben sie bezüglich der Entwicklung des Protagonisten wenig gemeinsam Textstellen: vgl. Catcher in the Rye, unterschiedliche Motivationen und Einstellungen der Protagonisten, vgl. Kornfeld-Symbol Deutung (Komparatistik): These belegen, vgl. Salinger-Text (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Wie ist meine Haltung zum erwachsen werden? Bin ich eher ein Maik oder ein Holden?

68 Tschick Thema: Rassismus, Diskriminierung Leitmotiv: Freundschaft mit einem sozial Randständigen These: Wie auch in Huckleberry Finn zeigt der Roman Tschick am Beispiel zweier Jugendlicher, wie soziale Unterschiede und Vorurteile durch Freundschaft und gemeinsame Erlebnisse überwunden werden. Textstellen: Tschick zu Beginn, vgl. Maik (Oberschicht) Deutung (Komparatistik/Soziologie): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Welche Vorurteile habe ich? Halte ich die Darstellung der sozialen Unterschiede für realistisch?

69 Die beste Szene

70 Deutungsansatz zu Tschick Thema: Leitmotiv: auffällig / wiederholt These: prägnant, interessant, belegbar Textstellen & Argumente (>5): –Zitate/Paraphrasen/Beschreibungen (+Seitenzahlen!) –Stichwortartige Argumente Deutung (Interpretationsverfahren): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Was beurteilen?

71 Weitere Themen Freundschaft Sprachlosigkeit Welt-/Selbstbild Erwachsen werden Filme Ausländerhass Alkohol Ödipus (Beziehung zu Mutter & Vater) (erste) Liebe Sexualität Selbstbewusstsein Moral/Recht Schule/Lernen Verantwortung Individualität

72 Tschick Thema: Freundschaft Leitmotiv: Tschick überredet Maik These: Maiks Selbstbewusstsein wird durch seine Beziehung zu Tschick positiv beeinflusst. Textstellen: S. 89ff. Fahrradklau,... Deutung (Textimmanent): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Halte ich das für nachvollziehbar? Würde ich mir so einen Freund wünschen? Ist Maiks Entwicklung glaubhaft dargestellt?

73 Tschick Thema: Sprachlosigkeit Leitmotiv: Unvollständige Sätze und Gedankengänge These: Maiks innerliche Reifung zeigt sich auch daran, dass er sich zunehmend intensiver mit für ihn wichtigen Thematiken auseinandersetzt. Textstellen: und so..., was soll ich sagen,... Deutung (Textimmanent): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Halte ich das für nachvollziehbar? Ist Maiks Reifeprozess sprachlich glaubhaft umgesetzt?

74 Tschick Thema: Die Welt ist gut/schlecht Leitmotiv: Begegnungen mit Fremden These: Durch den Ausbruch aus seiner alltäglichen Umgebung erkennt Maik, dass die Welt/die Leute/er selbst gar nicht so negativ zu beurteilen sind, wie er immer dachte. Textstellen: Verhalten verschiedener Zufallsbekanntschaften, Maiks explizite Erkenntnis (=Schlüsselstelle),... Deutung (Textimmanent): These belegen (beschreiben, argumentieren, zitieren) Wertung: Halte ich die Reaktionen der Fremden für realistisch? Was ist meine Haltung bzgl. gut/böse in der Welt?

75 Deutungsansätze (Leit-)Motiv finden und evaluieren –Ist es genügend ergiebig? Interpretationsverfahren wählen –Welche(s) IV könnten wir anwenden? Thesen bilden: –Ist das eine interessante Deutung? –Ist sie prägnant formuliert? –Gibt es Möglichkeiten, sie zu belegen? Textstellen finden, Argumente notieren

76 Deutungsansätze vorstellen (Leit-)Motiv –Ist es genügend ergiebig? Interpretationsverfahren wählen –Passende(s) Verfahren gewählt? Thesen bilden: –Ist das eine interessante Deutung? –Ist sie prägnant formuliert? –Gibt es Möglichkeiten, sie zu belegen? Textstellen finden, Argumente notieren –Textstellen gut gewählt? –Argumente überzeugend?


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