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Strategien im Umgang mit Armut und Möglichkeiten der Selbstorganisation Armutsbekämpfung – Armutslinderung – Einbezug von Betroffenen. Möglichkeiten und.

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Präsentation zum Thema: "Strategien im Umgang mit Armut und Möglichkeiten der Selbstorganisation Armutsbekämpfung – Armutslinderung – Einbezug von Betroffenen. Möglichkeiten und."—  Präsentation transkript:

1 Strategien im Umgang mit Armut und Möglichkeiten der Selbstorganisation Armutsbekämpfung – Armutslinderung – Einbezug von Betroffenen. Möglichkeiten und Grenzen der verbandlichen Arbeit

2 Caritas im Erzbistum KölnNr Einführung 2. Armutsbekämpfung - Armutslinderung 3. Einbezug von Betroffenen 4. Möglichkeiten der verbandlichen Arbeit 5. Grenzen der verbandlichen Arbeit Armutsbekämpfung – Armutslinderung – Einbezug von Betroffenen. Möglichkeiten und Grenzen der verbandlichen Arbeit

3 Einführung Die Freie Wohlfahrtspflege ist eine unverzichtbare Säule des Sozialstaates der Bundesrepublik Deutschland ( aus Fachlexikon der sozialen Arbeit 6.Auflage 2007 S. 344) Ziel aller Aktivitäten der Wohlfahrtsverbände ist die Verbesserung von Lebenslagen. Sie bringen die Interessen von Benachteiligten in den gesellschaftlichen Dialog ein. Mit engagiertem sozialpolitischem Handeln tragen die Verbände dazu bei, dass unser Sozialstaat zukunftsfähig bleibt. "Freie Wohlfahrtspflege" ist die Gesamtheit aller sozialen Hilfen, die auf freigemeinnütziger Grundlage und in organisierter Form in der Bundesrepublik Deutschland geleistet werden. Freie Wohlfahrtspflege unterscheidet sich einerseits von gewerblichen - auf Gewinnerzielung ausgerichteten - Angeboten und andererseits von denen öffentlicher Träger. Caritas im Erzbistum KölnNr. 3

4 Einführung In den Einrichtungen und Diensten der Wohlfahrtsverbände sind rund 1,4 Millionen Menschen hauptamtlich beschäftigt; schätzungsweise 2,5 bis 3 Millionen leisten ehrenamtlich engagierte Hilfe in Initiativen, Hilfswerken und Selbsthilfegruppen Die Wohlfahrtsverbände sind föderalistisch strukturiert, d. h. die Gliederungen und Mitgliedsorganisationen sind überwiegend rechtlich selbstständig. Sie haben sich in sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sind geprägt durch unterschiedliche weltanschauliche oder religiöse Motive und Zielvorstellungen. Gemeinsam ist allen, dass sie unmittelbar an die Hilfsbereitschaft und an die Solidarität der Bevölkerung anknüpfen. Caritas im Erzbistum KölnNr. 4

5 Einführung Selbstverständnis der Freien Wohlfahrtspflege: 1. Die Pluralität der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege 2. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege als Gemeinwohl-Agenturen 3. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege als Anwalt der Betroffenen 4. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege als soziale Dienstleistungsanbieter Die Freie Wohlfahrtspflege - Von Menschen für Menschen Caritas im Erzbistum KölnNr. 5

6 Einführung Die Nationale Armutskonferenz gründete sich im Herbst 1991 als deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Armut zu überwinden bzw. die Selbsthilfeansätze der von Armut betroffenen oder bedrohten Menschen zu unterstützen. Sie sieht ihren Auftrag unter anderem darin, einen Beitrag zu einer veränderten Politik zu leisten, damit die Lebenslage armer Menschen verbessert und strukturelle Überwindung von Armutsbedrohung erreicht wird. Das Gespräch mit von Armut betroffenen Menschen ist erstes Anliegen der Nationalen Armutskonferenz. Die Nationale Armutskonferenz besteht aus folgenden Mitgliedern: Arbeiterwohlfahrt Bundesverband - Armut und Gesundheit in Deutschland - BAG Prekäre Lebenslagen - BAG Schuldnerberatung - BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit - BAG Wohnungslosenhilfe - Bundesverband Die Tafeln - Der Paritätische Gesamtverband - Deutscher Bundesjugendring - Deutscher Caritasverband - Deutscher Gewerkschaftsbund - Deutsches Rotes Kreuz - Diakonisches Werk der Ev. Kirche in Deutschland - Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Caritas im Erzbistum KölnNr. 6

7 Caritas im Erzbistum KölnNr. 7 Armutsbekämpfung? – Armutslinderung? …….

8 Armutsbekämpfung - Armutslinderung Caritas im Erzbistum KölnNr. 8 Was wird unter den Begriffen verstanden? Wer nimmt die Abgrenzung vor? Welche Instrumente zur Bekämpfung werden von wem festgelegt? Führt der Ausbau von Armutslinderung zu einer Verfestigung von Armut? Kann Armutslinderung ein Bestandteil von Armutsbekämpfung sein? Sind 1-Euro-Jobs armutslindernd, armutsbekämpfend, armutsverfestigend? Und wo kommen bei dem Ganzen die Betroffenen vor? Soll der Sozialstaat aktivieren oder nur unverschuldet in Not geratenen Unterstützung geben oder allen? Soll der Einzelne sich selber helfen oder braucht er dazu Rahmenbedingungen? Usw., usw., usw. ……….. Für mich ist gelungene Armutsbekämpfung, die Abwesenheit von Armut. Das bedeutet, so leben zu können:

9 Armutsbekämpfung - Armutslinderung Sie haben noch nie ernsthafte finanzielle Probleme gehabt. Sie haben eine Wohnung mit Telefon, Internet und Kabelfernsehen. Sie haben das Gefühl, dass Ihre Sprache, Religion und Kultur respektiert werden. Sie haben das Gefühl, dass Ihre Meinung zu politischen oder sozialen Fragen zählen und Ihnen zugehört wird, wenn Sie Ihre Meinung sagen. Sie werden von anderen Menschen in verschiedenen Angelegenheiten um Rat gefragt. Sie haben keine Angst von der Polizei angehalten zu werden. Sie wissen, wo Sie sich hinwenden können, wenn Sie Rat und Hilfe brauchen. Sie sind gut abgesichert für den Fall, dass Sie krank werden oder einen Unfall haben. Sie sorgen privat für Ihr Alter vor. Sie können jederzeit Freunde zu sich nach Hause einladen. Wenn Sie an die Zukunft denken, sind Sie optimistisch Caritas im Erzbistum KölnNr. 9

10 Caritas im Erzbistum KölnNr. 10 Freie Wohlfahrtspflege und Armutsbekämpfung und Einbezug von Betroffenen – Sozialarbeit – face-to-face

11 Caritas im Erzbistum KölnNr. 11 Freie Wohlfahrtspflege und Armutsbekämpfung und Einbezug von Betroffenen – Sozialarbeit – face-to face

12 Caritas im Erzbistum KölnNr. 12 Freie Wohlfahrtspflege und Armutsbekämpfung und Einbezug von Betroffenen - politische Arbeit – zu Wort kommen Armen eine Stimme geben

13 Freie Wohlfahrtspflege und Armutsbekämpfung und Einbezug von Betroffenen in politische Arbeit - politische Arbeit durch Mitarbeit Schattenbericht der Nationalen Armuts- konferenz zum 4. Armuts- und Reichtums- Bericht der Bundesregierung Treffen von Menschen mit Armutserfahrung Mitgestaltung beim Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung Unterstützung von Selbsthilfeorganisationen und Vereinen z.B.: Berberinfo, Armutsnetzwerk, Mail-Art-Projekt etc. Caritas im Erzbistum KölnNr. 13

14 Einbezug von Betroffenen Gang und gäbe: in der normalen Sozialarbeit face to face. Selbsthilfegruppen z.B. in der Sucht Anhörungsverfahren bei Stadtplanungen Heimbeiräten oder Ähnliches im Rahmen der Schule, der Mitverwaltung usw. Treffen von Menschen mit Armutserfahrung auf Bundes-und europäischer Ebene Posdiumsdiskussionen Caritas im Erzbistum KölnNr. 14

15 Caritas im Erzbistum KölnNr. 15 Einbezug von Betroffenen – so nicht! Aussage eines Betroffenen: Entscheidungsträger bleiben nie bei den Konferenzen zu denen sie eingeladen werden. Sie halten ihre Reden und gehen. Es reicht nicht zu den Menschen zu sprechen, man muss mit ihnen sprechen. Lediglich als Geschichtenerzähler oder im Rahmen von Falldarstellungen, die berühren. Hilfen für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Vom Hilfebedürftigen zum Kunden – Umetikettierung Das System weiß, was gut ist – sozialer Arbeitsmarkt, 1- Jobs, Zuweisung an …. Alibi in politischen Gremien.

16 Caritas im Erzbistum KölnNr. 16 Selbst das Notwendigste ist für Viele unerreichbar. Für eine Mindestsicherung, die zum Leben reicht!!!! Einbezug von Betroffenen – Existenzminimum am Bedarf errechnet

17 Möglichkeiten der verbandlichen Arbeit Vielfalt und Größe der Arbeitsfelder und der verschiedenen Ebenen und Gremien, Gemeinnützigkeit sowie das Selbstverständnis lassen Spielraum für den Einbezug von Betroffenen, Durchführung von Projekten und Projektentwicklung. Nah an der Armut heißt auch Wissen um Armut. Dieses kann eingesetzt werden zur Sensibilisierung für Armutssehen und zur Armutsbekämpfung. Arbeitsplätze können geschaffen und Betroffene anders eingesetzt werden. Am Bedarf der Betroffenen kann angesetzt werden. Caritas im Erzbistum KölnNr. 17

18 Möglichkeiten der verbandlichen Arbeit Politische Arbeit mit Betroffenen Räume schaffen – Selbsthilfe aktivieren Fahrtkosten zu Schulungen, politischen Veranstaltungen übernehmen Aufklärung über Armut Not sehen – Denken – Konzept entwickeln und Betroffene einbeziehen – Handeln/Umsetzen – Reflektieren/Umsteuern Caritas im Erzbistum KölnNr. 18

19 Grenzen der verbandlichen Arbeit Refinanzierung – Überleben des Vereins, des Angebotes im Blick Konkurrenz mit anderen freien oder privaten Trägern Einbezug und Umsteuerung benötigt mehr Zeit/Personal/Fortbildung usw. Unterschiedlichkeit der Einschätzungen und Perspektiven und finanzielle Unterstützung je nach Ort und Angeboten Kultur und Motivation der ehrenamtlichen Vorstände Blick auf Armut – Einstellung zum Betroffenen Verflechtung von Gremien und Personen Caritas im Erzbistum KölnNr. 19

20 Caritas im Erzbistum KölnNr. 20 Resümee Armutsbekämpfung ohne Freie Wohlfahrtspflege nicht vorstellbar, nicht durchführbar Ohne Freie Wohlfahrtspflege keine Reichtumsberichterstattung Ohne die Freie Wohlfahrtspflege kein Partner/Gegner auf Augenhöhe vorhanden Wer würde einen kritischen Blick auf Gesetze, das Europäische Jahr auf Gesellschaft richten? Wer würde sich für die Belange von Menschen in Not einsetzen? Der Mensch und die Sicherung seiner Grundbedürfnisse (Nahrung, Wohnen, Kleidung, Luft) stehen und müssen im Mittelpunkt der Ausrichtung der politischen Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege stehen. Hinzukommt im zweiten Schritt, schlicht die Sicherung der Umsetzung des Grundgesetzes. verschärfte Ausrichtung auf ökonomische und wirtschaftliche Interessen und die Einführung von Wirtschaftsinstrumenten in die soziale Arbeit. Hierdurch ist der Schwerpunkt auch der Freien Wohlfahrtspflege etwas verrutscht. Viel Energie und Zeit wird für die Sicherung der Arbeitsplätze und das Einwerben von Projektmittel und Abrechnungsverfahren gebraucht. Der vermeintlich gute Wettbewerb ( weniger Kosten und mehr Qualität), lässt Konkurrenzen entstehen, die Solidarität, Vielfalt und den Menschen vergessen lassen.


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