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High-Tech zwischen Tradition und Moderne Exportforum Exportkontrollen & Sanktionen – Gefahr für Ihren Geschäftserfolg Moderation: Gerhard Stöger, WKOÖ.

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Präsentation zum Thema: "High-Tech zwischen Tradition und Moderne Exportforum Exportkontrollen & Sanktionen – Gefahr für Ihren Geschäftserfolg Moderation: Gerhard Stöger, WKOÖ."—  Präsentation transkript:

1 High-Tech zwischen Tradition und Moderne Exportforum Exportkontrollen & Sanktionen – Gefahr für Ihren Geschäftserfolg Moderation: Gerhard Stöger, WKOÖ OÖ Exporttag 2015 I 21. September Die Welt: Mein Markt!

2  Begrüßung KommR Andreas Neuhauser Gremialobmann des Außenhandels I WKO Oberösterreich  Exportkontrolle – nur penible Vorbereitung bewahrt vor Ärger Erwin Martl Leiter Zollabteilung I Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen GmbH  Praktische Tipps zum Außenwirtschaftsrecht Dr. Gerta Mlejnek Referentin Abteilung für Finanz- und Handelspolitik I WKÖ  Aufgabe der Bank in der Transaktionskontrolle ADir. Stv. Dr. Claudia Raml Corporate & International Finance I Oberbank AG  Diskussion & Erfahrungsaustausch Exportforum Exportkontrollen & Sanktionen – Gefahr für Ihren Geschäftserfolg

3 Begrüßung OÖ Exporttag 2015 Die Welt: Mein Markt! KommR Andreas Neuhauser Gremialobmann des Außenhandels Wirtschaftskammer Oberösterreich

4 Erwin Martl Leiter Zollabteilung Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen GmbH OÖ Exporttag 2015 Die Welt: Mein Markt! Exportkontrolle – nur penible Vorbereitung bewahrt vor Ärger

5 Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H. A-1010 Wien, Johannesgasse 3 Tel.: +43 (0) Fax: +43 (0)

6 Plasser & Theurer ist ein österreichisches Privatunternehmen, dessen Schwerpunkt seit über 60 Jahren die Entwicklung, der Bau und der Export von Bahnbaumaschinen ist. Wir sind Teil des Systems Bahn und tragen wesentlich zu dessen Sicherheit, Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit bei. Plasser & Theurer ist weltweit der einzige Komplettanbieter für den Bau und die Instandhaltung des Eisenbahn-Fahrwegs. Die Konzentration liegt ausschließlich auf Maschinen für den Gleisbau, die Gleisinstandhaltung und die Messarbeiten. An dieser Kernkompetenz hält man auch in Zukunft fest. Näheres auf

7 DUAL USE VERORDNUNGEN 1996 wurden wir erstmals damit konfrontiert ! Aufgrund fortschreitender technischer Entwicklung musste auch der Warenkatalog ständig angepasst bzw. erweitert werden 1996 – WASSENAAR-ABKOMMEN VO 1334/ VO 1504/ VO 428/ VO 1382/2014

8 MIT INKRAFTTRETEN DER EINZELNEN VERORDNUNGEN UND ABKOMMEN WAREN 2 AUFGABEN IN BEZUG AUF EXPORTKONTROLLE UND EMBARGOMASSNAHMEN ZU LÖSEN: a) PRÜFUNG UND ZUORDNUNG DER GÜTER DIE ZUM EXPORT VORGESEHEN SIND UND b) WELCHE INTERNE MASSNAHMEN SIND NOTWENDIG UM DIESE BESTIMMUNGEN EINZUHALTEN

9 DUAL USE GÜTER WERDEN MIT EINER EINDEUTIGEN ZAHL-BUCHSTABEN-ZAHL KOMBINATION GELISTET z.B. 1A006a ERSATZTEILE P&T führt aktuell ca. 1,5 Mill. Ersatzteile im Materialsystem EXPORT 2014 GESAMT ca Einzelsendungen mit ca ton DAVON IN DEN EU-RAUM ca Einzelsendung ca. 670 ton IN DRITTSTAATEN ca Einzelsendungen ca ton HERAUSFORDERUNG

10 1. ZUORDNUNG UNSERER TEILE GEMÄSS DU-LISTE MASCHINEN UND TEILE AUS EIGENPRODUKTION bis ca. 85% WERTSCHÖPFUNG ERSATZTEILE DIE ZUGEKAUFT WERDEN DA DIE WARENBESCHREIBUNG MIT DER EINREIHUNG IN DEN ZOLLTARIF VERKNÜPFT IST OBLIEGT DAS DER ZOLLABTEILUNG! Z.B. BAHNBAUMASCHINEN ZT-NR = DU-KATEGORIE 1A006A UNSER MATERIALSYSTEM WIRD STÄNDIG, IM HINBLICK AUF DIE ZOLLTARIFNUMMERN, GEWARTET! DAS GILT NICHT NUR FÜR DIE EIGENPRODUKTION SONDERN AUCH FÜR DIE ZULIEFERTEILE

11 2. INTERNE MASSNAHMEN a) EIGENTEILE INTERNER AUDIT MIT TECHNIKERN. ERGEBNISS – UNSERE PRODUKTE WERDEN NICHT IN DER WARENBESCHREIBUNG DER DU-VO ANGESPROCHEN BZW. UNTERLIEGEN NICHT DEN EXPORTBESCHRÄNKUNGEN. 3 SCHRITTE

12 b) ZULIEFERTEILE UNSERE EINKAUFSABTEILUNG FORDERT UNSERE LIEFERANTEN AUF DAS BEI LIEFERUNGEN, DIE DU-GÜTER ENTHÄLT, WIR SCHRIFTLICH DARAUF AUFMERKSAM GEMACHT WERDEN MÜSSEN. c) WARTUNG DES MATERIALSYSTEMS BESPRECHUNG MIT DER IT-ABTEILUNG IM MATERIALSYSTEM WURDE BEIM TEIL EIN FELD EINGERICHTET UM DEN TEIL ALS DU- BZW. ALS NICHT DU- WARE ZU KENNZEICHNEN. WIRD EINE EXPORTFAKTURA ERSTELLT, WIRD DER HINWEIS, DASS ES SICH UM DU-WARE HANDELT, ANGEDRUCKT, ÜBRIGENS AUCH AUF DER PACKLISTE !

13 SANKTIONEN BZW. EMBARGOMASSNAHMEN 2006 IRAN-EMBARGO 2014 RUSSLAND-EMBARGO ES WERDEN BEREITS IM ZUGE DER ANGEBOTSLEGUNG DIE WAREN, DIE ZUM VERKAUF STEHEN, GEPRÜFT OB SIE DEN EMBARGOMASSNAHEN UNTERLIEGEN ODER NICHT. WIR SIND NATÜRLICH GEFORDERT UNSERE PRÜFSYSTEME STÄNDIG ZU EVALUIEREN, DA SOWOHL DIE DU-LISTE ALS AUCH DIE EMBARGOLISTEN VERÄNDERUNGEN UNTERWORFEN SIND. AUCH GILT ES DIE EMBARGOMASSNAHMEN HINSICHTLICH FINANZTRANSAKTIONEN ZU BEACHTEN. DIES WIRD DURCH DIE FINANZABTEILUNG UND RECHTSABTEILUNG ÜBERWACHT.

14 2011 ÜBERPRÜFUNG DURCH DIE BETRIEBSPRÜFUNG ZOLL ! ES WURDEN INSGESAMT 45 SENDUNGEN AUS DEM JAHRE 2010, HINSICHTLICH DU-VO UND EMBARGOMASSNAHMEN GEPRÜFT. PRO SENDUNG ZWISCHEN 5 UND 85 EINZELPOSITIONEN. ZU DEN „SENSIBLEN“ EXPORTGÜTERN MUSSTEN ENTSPRECHENDE NACHWEISE BEIGEBRACHT WERDEN. AUFGRUND DER MASSNAHMEN DIE WIR SCHON IM VORHINEIN GESETZT HABEN, WURDE DIESE PRÜFUNG OHNE BEANSTANDUNG ABGESCHLOSSEN

15 DIE FIRMA PLASSER & THEURER IST BEMÜHT, NICHT NUR IM BEREICH DER TECHNIK GRÖSSTMÖGLICHE PRÄZISION UND LEISTUNG ZU ERBRINGEN, SONDERN AUCH IHRER VERANTWORTUNG ALS WELTWEITER EXPORTEUR NACHZUKOMMEN UND DIE GESETZLICHEN BESTIMMUNGEN DES INTERNATIONALEN HANDELS EINZUHALTEN. PLASSER & THEURER Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H. Pummererstraße Linz, Postfach 598 AUSTRIA Telefon: Mobil:

16 Praktische Tipps zum Außenwirtschaftsrecht OÖ Exporttag 2015 Die Welt: Mein Markt! Dr. Gerta Mlejnek Referentin Abteilung für Finanz- und Handelspolitik Wirtschaftskammer Österreich

17 Exportkontrolle - Praktische Tipps zum Außenwirtschaftsrecht OÖ Exporttag, 21.September 2015 Dr. Gerta Mlejnek WKÖ/FHP

18 Unternehmensziele 18 Spannungsfeld Exportkontrolle Exportkontrolle im Unternehmen Presse öffentliche Meinung/ Reputation strafrechtliche Konsequenzen Politik Behörden Rechtliche Anforderungen

19 Warum ist Exportkontrolle wichtig ?  Verantwortung des Ausführers  richtig und rechtzeitig gelebte Exportkontrolle sichert langfristig Märkte, schützt vor Fehlentscheidungen und Strafe  Exportkontrolle ist nicht auf Militärgüter- oder High Tech- Unternehmen beschränkt !  Exportkontrolle muss vom Management getragen werden und…  Exportkontrolle ist Team-Work ! 19

20 20 Systematik der Beschränkungen warenbezogen - WAS?  Prüfung der Güterlisten personenbezogen - WEM?  Prüfung von Personenlisten verwendungsbezogen - WOFÜR?  Prüfung von Endverwendung und Endverwender BMWFW kann auf jedes Einzelgeschäft eine individuelle Genehmigungspflicht (Verbot) verhängen !

21 Übersicht über die wichtigsten Beschränkungen 1. Dual Use Güter - Listung von Gütern 2. Militärgüter (AußWG/KMG) - Listung in Militärgüterliste, Feuerwaffenliste bzw. KMG-Liste) 3. Sensible Endverwendungen nicht gelisteter Güter („catch all“- Klauseln) 4. Länderembargos/ Güterlisten und/oder Personenlisten „Terroristenliste“ (5. US-Reexportbeschränkungen) 21

22 Die wichtigsten Beschränkungen… 1.Dual Use-Güter Güter, die infolge ihrer hohen technischen Leistungsfähigkeit sowohl für zivile wie für militärische Zwecke (= ABC-Waffen und Trägerraketen) verwendet werden können EU-Dual Use-Güterliste: Anhang I der VO 1382/2014  Genehmigungspflicht bei der Ausfuhr in Drittstaaten  Hinweispflicht an EU-Kunden auf Geschäftspapieren Anhang IV: Genehmigungspflicht auch innergemeinschaftlich Listung  immer Genehmigungspflicht Kriterium der zivilen Verwendung entscheidet über Genehmigungsfähigkeit 22

23 Dual Use-Liste Listenerfassung: nach objektiven technischen Kriterien!  technische Beurteilung ist gefordert! Was ist zu prüfen? die zu exportierende Ware jeden gelisteten Hauptbestandteil, der leicht entfernbar ist („Achtung bei Ersatzteilen !!! ) Technologie, Software Werkzeugmaschinen, Produktionsanlagen,… (auch gebraucht!) Bereitstellung auf Server mit Zugang außer-EU (zB Intranet) Entwicklung von kontrollierter Technologie mit außer-EU-Partnern Mitnahme von kontrollierter Technologie am Laptop … 23

24 Dual Use-/Ausfuhr-Liste Wie ist zu prüfen? primär anhand der Dual Use-Liste selbst (pdf-Suchfunktion!) unverbindliche Hilfsmittel: Codes (Fußnoten) im elektr. Zolltarif (TARIC) Umschlüsselungsverzeichnis Stichwortverzeichnis Exportbeauftragter UND Techniker im Unternehmen zB Kennzeichnung in SAP/Materialliste/Anlagenverzeichnis …? Verantwortlich für richtige Zuordnung: außenwirtschaftsrechtlicher Ausführer BMWFW: Auskunft zur Güterliste 24

25 25 AußWG – Allgemeine Bestimmungen „Güter“ in der Exportkontrolle: - körperliche Waren - Datenverarbeitungsprogramme (Software) - Technologie Technologie: spezifisches technisches Wissen, das für Entwicklung, Fertigung, Anwendung, Betrieb, Inbetriebnahme, Installation, Instandhaltung eines Produktes unverzichtbar ist - technische Unterlagen zB Konstruktionspläne, Diagramme, Formeln, Tabellen, Beschreibungen, Rezepturen, Blaupausen, Fertigungsunterlagen,, …… NICHT: allgemein zugängliche Technologie, Minimum-Technologie, wissenschaftliche Grundlagenforschung

26 26 AußWG – Allgemeine Bestimmungen „Ausfuhr“ in der Exportkontrolle: Lieferung von Gütern in einen Drittstaat - Export körperlicher Güter - Übertragung von Software/Technologie körperlich oder mittels elektronischer Medien (Fax, Telefon, Mail) - Bereitstellen von Technologie/Software auf Server mit Zugang außerhalb der EU

27 27 AußWG – Allgemeine Bestimmungen Wer ist „Ausführer“ ? - Vertragspartner des Empfängers im Drittstaat - mangels Vertrag: wer über Verwendung bestimmt - wenn Verfügungsrecht außerhalb der EU: der EU-Beteiligte - Überträger von Software/Technologie - Bereitsteller von Software

28 Die wichtigsten Beschränkungen… 2. Militärgüter gelistet in Gemeinsamer Militärgüterliste der EU (aktuell: Anhang zur Richtlinie 2014/108) „besonders konstruiert oder verändert für militärische Zwecke“ Kriegsmaterial: gelistet in der KriegsmaterialVO BGBl 624/1977 Genehmigungspflichten: Ausfuhr in Drittstaaten (ebenso Durchfuhr/Vermittlung) auch die innergemeinschaftliche Verbringung ! auch technische Unterstützung „Güterbegriff“ beachten! Länder unter Waffenembargo: Verbot 28

29 Die wichtigsten Beschränkungen … 3. Endverwendungskontrollen 1. „catch all“ – Klausel  NICHT gelistete Güter  Ausführer/Vermittler hat KENNTNIS oder begründeten VERDACHT (oder wurde von Behörde informiert), dass  Ware bestimmt ist oder sein kann zu einer Verwendung im Zusammenhang mit  ABC-Waffen oder Trägerraketen dafür „ganz oder teilweise bestimmt oder in Verbindung stehen mit der Entwicklung, Herstellung, Handhabung, Wartung, Lagerung, Ortung, Identifizierung, Verbreitung dem Betrieb oder Umschlag“  Meldepflicht an BMWFW  Genehmigungspflicht 29

30 Die wichtigsten Beschränkungen … 2. „catch all“ – Klausel NICHT gelistete Güter Ausführer/Vermittler hat KENNTNIS (oder wurde von Behörde informiert), über militärische Endverwendung der Güter, wenn Käufer-/Bestimmungsland = Waffenembargo Militärische Endverwendung: Einbau in MIL-Güter Ausrüstung für Entwicklung, Herstellung, Wartung von MIL- Gütern unfertige Erzeugnisse zur Herstellung von MIL-Gütern  Meldepflicht an BMWFW  Genehmigungspflicht 30

31 „catch all“ – Klauseln Sensibilisierung im Unternehmen besonders wichtig und schwierig Heranziehen aller verfügbaren Info-Quellen: Fach-/Branchenwissen, Homepage des Kunden/Firmenprofil, Unterstützung durch die ACs (Kenntnisse vor Ort), EIC… zur Abklärung und bei Unsicherheit  Voranfrage alle Prüfschritte immer schriftlich dokumentieren relevant ist nur schuldhaftes Fehlverhalten ! 31

32 Die wichtigsten Beschränkungen… 4. Länderembargos zielorientierte wirtschaftliche Maßnahmen gegen bestimmtes Land/bestimmte Personen, um angestrebtes politisches Ziel zu erreichen (Werkzeug der Außenpolitik) immer individuell gestaltet EU-Recht Struktur: - Güterlisten - Personenlisten - Sonstiges: Zahlungsverkehr, Transport, Investitionen, Finanzierungen, Bankdienstleistungen,… 32

33 Embargos / Güterlisten betroffen: Export, Lieferung, Verkauf (!), Weitergabe, manchmal Import, innergemeinschaftliche Lieferung (!) zur Verwendung im sanktionierten Land/durch eine sanktionierte Person technische und finanzielle Unterstützung  sektorbezogen  meist Verbot, manchmal Genehmigungspflicht Altvertragsausnahmen denkbar! 33

34 Embargos / Personenlisten Länderembargos/Personenlisten „ Terrorismuslisten“ (EU-VO 881/2002 idgF) (Info zB:  Kontensperre in der EU und Einreiseverbot  Bezahlungsverbot  Belieferungs- und Bereitstellungsverbot (Güter!!!!)  sofort wirksam (keine Altvertragsausnahmen !) gilt unmittelbar und mittelbar:  Lieferung an einen Nicht-Gelisteten zum dortigen Verbleib, der in einem „Naheverhältnis“ zu einem Gelisteten steht! 34

35 Sanktionen – Übersicht Aktuelle EU-Embargos AfghanistanLibanon ÄgyptenLiberia AnjouanLibyen Belarus Nord-Korea Birma/Myanmar Russland und Ukraine Côte d‘IvoireSimbabwe EritreaSomalia Guinea (Republik)Sudan und Südsudan Guinea-BissauSyrien Irak Tunesien Iran Zentralafrikanische Rep. Jemen Kongo (Dem. Rep.) 35 Info wo? wko.at/sanktionen

36 EU – Sanktionen: Geltungsbereich Geltungsbereich im gesamten Gebiet der EU für Unionsbürger weltweit für die nach dem Recht eines EU Mitgliedstaats gegründeten oder eingetragenen juristischen Personen, Organisationen und Einrichtungen für alle juristischen Personen, Organisationen und Einrichtungen in Bezug auf Geschäfte, die ganz oder teilweise in der Union getätigt werd en 36

37 Sanktionen Iran: Aktuelle Entwicklungen Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) am in Wien abgeschlossen  schrittweisen Sanktionsaufhebung durch EU/US/UN nach genauem vorgegebenen Plan und entsprechend den IAEA-Bestätigungen über die Umsetzung der Verpflichtungen des Irans  betroffen nur „nuklearbezogene Sanktionen“, nicht solche in Bezug auf Menschenrechte und Terrorismus (VO 359/2011) Bisherige Sanktionen sind derzeit (bis Inkrafttreten der Phase 1) unverändert anzuwenden! 37

38 Sanktionen Iran: Aktuelle Entwicklungen Zeitplan der Sanktionsaufhebung (vorbehaltlich der Erfüllung aller Voraussetzungen) – EU-Sanktionen :  Phase 1 („Implementation Day“): ca. Jahresanfang 2016 Suspendierung von Verboten:  Import von Öl-/Gas u. petrochemische Erzeugnisse  Export von Schlüsselausrüstung für diese Sektoren, Dienstleistungen, Investitionen  Genehmigung/Meldung von Zahlungsströmen nach/aus Iran  Aufhebung eines gr. Teils der Personenlistungen („Attachment 1“)  Großteil der Sanktionen iZm Finanzdienstleistungen/Versicherung. Exportfinanzierung, -garantien  Handel mit Gold, Edelmetallen, Banknoten, Münzen  Schiffsausrüstung  Export Metalle: Genehmigungspflicht  Listungen in Anhang I, II der Iran-VO: teilweise Genehmigungspflicht (?) 38

39 Sanktionen Iran: Aktuelle Entwicklungen  Phase 2 („Transition Day“): ca 8 Jahre Aufhebung der vorgenannten Sanktionen und Suspendierung des „Rests“ (ua auch Waffenembargo)  Phase 3 („Terminiation Day“): ca 10 Jahre alle Suspendierungen werden aufgehoben UN-Sicherheitsrat : Res. 2231(2015) vom Dual Use-Güter: für 10 Jahre Beschaffungskanal unter Federführung des UNSR, aber Durchführung durch eine Gemeinsame Kommission „Snap Back-Mechanismus“ 39

40 Compliance – Gedanken zur Organisation der Exportkontrolle Vorbehaltsklausel in Angebote aufnehmen („vorbehaltlich der Erteilung aller behördlichen Genehmigungen“) je größer das Unternehmen, je sensibler die Produkte und Märkte  desto höher die organisatorischen Anforderungen Organisation der Exportkontrolle: Verantwortlicher Beauftragte ; Routineaufgaben delegierbar an Exportkontrollstelle (Vetorecht !); maßgeschneiderte u. angemessene interne Prüfmechanismen; Arbeits- und Organisationsanweisungen Exportkontrolle früh ansetzen (bei Planung, Projektaufnahme), nicht erst bei Auslieferung; spart Zeit und Geld geringe Änderungen der techn. Parameter können Wegfall der Genehmigungspflicht bewirken: genügt weniger leistungsfähiges (nicht gelistetes) Produkt? Haftungs-, Schadensübernahmeklauseln sind üblich, sollten aber geprüft und beachtet werden. 40

41 Compliance – Gedanken zur Organisation der Exportkontrolle Exportkontrolle ist Team-Work: Produktion/Technik: Klassifizierung der Produkte korrekte Klassifizierung ist Voraussetzung jeder Compliance ! 1mal jährlich Technologie nicht vergessen bei Zukauf: Angaben des Vorlieferanten sind nur Hilfe; Verantwortung für Richtigkeit trägt Ausführer  Quercheck der Lieferantenangaben vor Übernahme in das System Vertrieb: Info über Kunden einholen (Tätigkeitsfeld, Endverwendung, Eigentum; Screening neuer Kunden) Mitteilung über ungewöhnliche Kenntnisse an Exportkontroller 41

42 Compliance – Gedanken zur Organisation der Exportkontrolle Entwicklung/Einkauf: Stammdatenpflege für zugekaufte od. entwickelte Teile (Genehmigungspflicht bei späterem Export?); Bedachtnahme auf US-Ursprung (  US-Re-Exportbeschränkungen!); Prüfung von Fertigungszeichnungen auf Genehmigungspflicht vor Weitergabe; Screening von Lieferanten und Partnern Auftragsbearbeitung und Logistik Prüfung Dienstleister, Partner, Transportwege plausibel? Buchhaltung: Prüfung von Zahlungen/Erteilung von Gutschriften und Banken gegen Sanktionslisten regelmäßig erneuern 42

43 wichtig …. alle Prüfschritte immer schriftlich dokumentieren, allenfalls vom Mitarbeiter abzeichnen lassen (Screen shots?) „eine nicht dokumentierte Exportkontrolle hat nie stattgefunden!“ relevant ist nur schuldhaftes Fehlverhalten ! 43

44 Informationen … wko.at/exportkontrolle AußWG, Dual Use, Militärgüter… wko.at/sanktionen Embargos  Außenwirtschaft  exportkontrolle online Embargos Finanzsanktionen online-Suche: Dt. Justiz 44

45 45 Vielen Dank Vielen Dank für Ihre für Ihre Aufmerksamkeit! Aufmerksamkeit! Dr. Gerta Mlejnek tel /4330

46 Aufgabe der Bank in der Transaktionskontrolle OÖ Exporttag 2015 Die Welt: Mein Markt! ADir. Stv. Dr. Claudia Raml Corporate & International Finance Oberbank AG

47 47 Oberbank Exportkontrolle und Sanktionen – Gefahr für Ihren Geschäftserfolg Aufgabe der Bank in der Transaktionskontrolle Dr. Claudia Raml Oberbank AG

48 48 Oberbank Nicht nur Sanktionen! Nationale und internationale Vorschriften gegen Geldwäsche, Finanzbetrug (Fraud), Terrorismusfinanzierung, Korruption gelten auch für die "Guten" Ziel ist eine erhöhte Transparenz im Zahlungsverkehr Diese Vorschriften verpflichten Banken zu erhöhten Sorgfaltspflichten Know your customer's customer Internationale Gesetze z.B. US-Recht können auch Sie betreffen z.B. Bei Fakturierung in USD Auf internationale Geldwäsche Empfehlungen der FATF achten! Informieren Sie sich über schwarze, dunkelgraue und graue Listen z.B. Bei Zahlungen aus Myanmar, Algerien

49 49 Oberbank Häufige Irrtümer Zulässigkeit der Warenlieferung bedeutet nicht automatisch Zulässigkeit der Zahlung! Absicherung gegen politisches und wirtschaftliches Risiko bedeutet nicht automatisch Gutschrift auf Ihrem Konto! Melde- und Bewilligungspflichten für Zahlungen sind nicht ausschließlich Sache der Bank Zahlungseingänge aus "unverfänglichen" Ländern, z.B. Türkei sind automatisch ohne jeden Verdacht

50 50 Oberbank Gemeinsam zu Ihrem Geschäftserfolg Informieren Sie sich bei Ihrer Bank VOR Festlegung der Zahlungsmodalitäten, ob eine reibungslose und rasche Gutschrift möglich ist Informieren Sie sich, ob vor Gutschrift etwaige Nachweise zur Mittelherkunft nötig werden könnten und verpflichten Sie Ihren Abnehmer zur Herausgabe solcher Nachweise Informieren Sie sich, ob die vereinbarte Währung problemlos gutgeschrieben werden kann, vor allem bei USD In letzter Zeit häufen sich Nachfragen von USD Clearern Zahlungen mussten bereits zurückgegeben und neu beauftragt werden

51 51 Oberbank Know your Customer! Kenne deinen Kunden, seine Eigentümer und sein Geschäftsmodell!

52 Diskussion & Erfahrungsaustausch OÖ Exporttag 2015 Die Welt: Mein Markt!

53 Nutzen Sie den OÖ Exporttag 2015!


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