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1 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke.

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1 1 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Organisatorisches Vorverlegung der Sprechstunde auf Di. 12 – 14 h Argentinier können die Erasmusklausur bereits am schreiben. Auch andere Härtefälle (nur Erasmus!) können berücksichtigt werden. Bitte im Sekretariat melden!

2 2 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Aufgabe (heute Teil II) Stellen Sie eine Pigoubesteuerung anhand eines beliebigen Gutes x dar. Sind Situationen denkbar in denen diese auch allokativ nicht zu einem optimalen Ergebnis führen? Ist eine Pigoubesteuerung des Verursachers immer das beste Mittel zur Internalisierung externer Effekte? Gehen Sie bei ihrer Antwort auch auf denkbare Alternativen ein.

3 3 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Die Zweiseitigkeit externer Effekte Die Pigou-Steuer orientiert sich zunächst einleuchtenderweise am Verursacherprinzip. Wer aber nun Verursacher und wer Schädiger ist, kann nicht immer klar (und gerecht) ermittelt werden. Bsp: Schweinemästerfall.

4 4 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Allokiv optimale Scheinemast GWS = Gewinn aus der Schweine mast GWS Kosten der Anwohner (KDA) KDA Schweinezahl

5 5 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Das Coase-Theorem Zweiseitigkeit externer Effekte Versucher und Betroffener können Maßnahmen zur Internalisierung negativer Externalitäten treffen Bedeutung von Transaktionskosten Im Idealfall (keine Transaktions-kosten) können Verhandlungen das Externalitätsproblem lösen. Effizienzthese Irrelevanzthese Ronald H. Coase, *1910 University of Chicago Law School

6 6 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Das Coase-Theorem (Eigentumsrechte liegen allein beim Schweinemäster) x* K ext K ges K int p Produktion x des Anbieters I pKpK x1x1 max. Zahlung von extern Betroffenen min. Zahlung an den Produzenten= entgangene Gewinne bei x 1 -> x* Wohlfahrtsgewinn bei x 1 -> x* durch Einsparung ext. Kosten

7 7 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Das Coase Theorem animiert x* K ext K ges K int p Produktion x des Anbieters I pKpK x1x1 x2x2 Ext. Kosten= Zahlung an extern Betroffene Wohlfahrtsgewinn bei x 2 -> x* max. Zahlung von extern Betroffenen min. Zahlung an den Produzenten= entgangene Gewinne bei x 1 -> x* Wohlfahrtsgewinn bei x 1 -> x* durch Einsparung ext. Kosten

8 8 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Auswertung In der Graphik sind beide Ausgangssituationen, dargestellt: In x 2 gehört die Luft den Anwohnern, in x 1 den Schweinemästern. In beiden Fällen lassen sich Wohlfahrtsgewinne realisieren, wenn man sich an x* annähert. Von welcher Seite man kommt ist also für das Ergebnis irrelevant. Die Ausgangsverteilung bestimmt lediglich insofern das Ergebnis, als sie determiniert, wer die Zahlung zu leisten hat bzw. empfängt.

9 9 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Implikationen und Grenzen des Coase- Theorems -Statt faire Marktergebnisse durch Steuern zu simulieren ist es besser, billiger und treffgenauer, eine echte Marktlösung zu erlangen, indem man durch die Vergabe handelbarer Eigentumsrechte einen Markt stimuliert. -Hohe Transaktionskosten in Form von Verhandlungskosten und Trittbrettfahrerverhalten (z.B. Olson) können aber dazu führen, dass doch kein optimales Ergebnis erreicht wird.

10 10 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Vorgehensweise bei Fragen nach distributiver Würdigung Identifikation der tatsächlichen Belastungswirkungen Rentenänderungen (genauer im Hauptstudium) Interpersonelle Verteilungswirkungen (Welchen Bevölkerungsgruppen nutzt die Maßnahme am meisten, welche Gruppen werden dadurch wie belastet) Falls sinnvoll Operationalisierung des Gerechtigkeitsbegriffs Bewertung anhand verschiedener Gerechtigkeitsideen

11 11 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Rentenänderungen p* x* K W KR PR x K W p K+t xtxt p brutto p netto

12 12 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Interpersonelle Verteilungswirkungen Wer zahlt wie viel bzw. wer profitiert in welchem Umfang Aufschlüsselung nach Einkommenskraft (oder anderen Indikatoren) einzelner Bevölkerungsschichten. Ggf. Aussagen über die Tarifverläufe (degressiv, proportional, oder progressiv.

13 13 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Operationalisierung des Gerechtigkeitsbegriffs Horizontale Gerechtigkeit Vertikale Gerechtigkeit => Was aber ist gleich und was ungleich?

14 14 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Bsp. Zur Operationalisierung horizontaler und vertikaler Gerechtigkeit: Die jährliche Veranlagung zur Einkommenssteuer bei verschiedenen Tarifarten Y t T Zwei Individuen (Lebensdauer = 10 Jahre) haben ein identisches Lebenseinkommen von 100. Individuum I verdient (und versteuert) 1x100, Individuum II hingegen 5x20.

15 15 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Proportionaler Tarif ohne Freibeträge Bei einem proportionalem Tarif ohne Freibeträge ist das Gebot horizontaler Gerechtigkeit auch bei jährlicher Besteuerung verwirklicht. Individuum 1 und Individuum 2 haben bei gleichem Einkommen auch die gleiche Steuerlast zu tragen.

16 16 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke t Y t T Progressiver Tarif mit Freibeträgen Der Progressionseffekt und die Freibetragsregelungen führen dazu, dass c.p. ein Einmalverdiener deutlich schlechter gestellt wird als jemand, der ein regelmäßiges Einkommen bezieht. Durch die jährliche Steuerveranlagung wird mithin das Gebot horizontaler Gerechtigkeit verletzt.

17 17 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Grundlegendes zu den Gerechtigkeitsideen Gerechtigkeit Leistungsgerechtigkeit Äquivalenzprinzip Anstrengungs- gerechtigkeit Bedarfsgerechtigkeit Egalitarismus Völliger Egalitarismus Gutsspezifischer Egalitarismus Rawls Relative Ungleichheitsaversion) (Utílitarismus)

18 18 Dipl. Volkswirt, Dipl. Jurist Felix Probst, Universität Passau, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft Prof. Dr. Lüdeke Gerechtigkeitsideen und Redistributionskosten N = Nirvana-Nutzenmöglichkeitskurve N U Allinger U Probst Redistributionskosten N N = erreichbare Nutzenmöglichkeitskurve W W = Laissez-faire Lösung E E= Ergebnis bei Egalitarismus R R = Rawls-Lösung


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