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Texte zur Musik Singtexte im 19. und 20. Jahrhundert.

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Präsentation zum Thema: "Texte zur Musik Singtexte im 19. und 20. Jahrhundert."—  Präsentation transkript:

1 Texte zur Musik Singtexte im 19. und 20. Jahrhundert

2 Theodor Körner: Aufruf Aus: Leyer und Schwert Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen, Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht. Du sollst den Stahl in Feindes Herzen tauchen; Frisch auf, mein Volk! - Die Flammenzeichen rauchen, Die Saat ist reif - ihr Schnitter, zaudert nicht! Das höchste Heil, das letzte, liegt im Schwerte! Drück' dir den Speer ins treue Herz hinein! - Der Freiheit eine Gasse! - Wasch' die Erde, Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein! Etc.

3 Theodor Körner: Lützows wilde Jagd Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein? Hör's näher und näher brausen. Es zieht sich herunter in düsteren Reih'n, Und gellende Hörner schallen darein Und erfüllen die Seele mit Grausen. Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt: Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd. Was zieht dort rasch durch den finstern Wald Und streift von Bergen zu Bergen? Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt - Das Hurra jauchzt und die Büchse knallt, Es fallen die fränkischen Schergen. Und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt: Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd. Wo die Reben dort glühen, dort braust der Rhein, Der Wüt'rich geborgen sich meinte, Da naht es schnell mit Gewitterschein Und wirft sich mit rüst'gen Armen hinein Und springt ans Ufer der Feinde. Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt: Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd. Was braust dort im Thale die laute Schlacht, Was schlagen die Schwerter zusammen? Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht, Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht Und lodert in blutigen Flammen. Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt: Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

4 Wer scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht, Unter winselnde Feinde gebettet? Es zuckt der Tod auf dem Angesicht; Doch die wackern Herzen erzittern nicht, Das Vaterland ist ja gerettet! Und wenn ihr die schwarzen Gefall'nen fragt: Das war Lützows wilde, verwegene Jagd. Die wilde Jagd und die deutsche Jagd Auf Henkersblut und Tyrannen! Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt! Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt, Wenn wir's auch nur sterbend gewannen! Und von Enkeln zu Enkeln sei's nachgesagt: Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.

5 Joseph von Eichendorff: Der Jäger Abschied Wer hat dich, du schöner Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben, Solang noch mein' Stimm' erschallt. Lebe wohl, Lebe wohl, du schöner Wald! Tief die Welt verworren schallt, Oben einsam Rehe grasen, Und wir ziehen fort und blasen, Daß es tausendfach verhallt: Lebe wohl, Lebe wohl, du schöner Wald! [Banner, der so kühle wallt! Unter deinen grünen Wogen Hast du treu uns auferzogen Frommer Sagen Aufenthalt! Lebe wohl, Lebe wohl, du schöner Wald!] Was wir still gelobt im Wald, Wollen's draußen ehrlich halten, Ewig bleiben treu die Alten: Deutsch Panier, das rauschend wallt, M: Bis das letzte Lied verhallt. Lebe wohl! Schirm dich Gott, du schöner Wald!

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7 Wilhelm von Kügelgen: Musik im Freien

8 Grillparzer Schwind Moritz von Schwind: Ein Schubert-Abend bei Josef von Spaun, 1868 Schubert am Klavier, neben ihm der Bariton Johann Michael Vogl

9 Heinrich Heine: Wenn ich in deine Augen seh. Aus: Lyrisches Intermezzo (1823) Wenn ich in deine Augen seh, So schwindet all mein Leid und Weh; Doch wenn ich küsse deinen Mund, So werd ich ganz und gar gesund. Wenn ich mich lehn an deine Brust, Kommt's über mich wie Himmelslust; Doch wenn du sprichst: »Ich liebe dich!«, So muß ich weinen bitterlich.

10 Robert Schumann. Aus dem Zyklus Dichterliebe (veröff. 1844, komponiert 1840)

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13 Hugo Wolf

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16 Titelblatt des ersten Bandes Heidelberg 1806

17 Rheinischer Bundesring/ Rheinlegendchen Bald gras ich am Neckar, Bald gras ich an Rhein, Bald hab ich ein Schätzel, Bald bin ich allein. Was hilft mir das Grasen, Wann die [d] Sichel nicht schneidt, Was hilft mir ein Schätzel, Wanns bei mir nicht bleibt. So soll ich dann grasen Am Neckar, am Rhein, So werf ich mein goldiges Ringlein hinein. Es fließet im Neckar Und fließet im Rhein, Soll schwimmen hinunter Ins tiefe Meer nein. Und schwimmt es, das Ringlein, So frißt es ein Fisch. Das Fischlein soll kommen Auf König sein Tisch. Der König tät fragen, Wems Ringlein soll sein? Da tät mein Schatz sagen, Das Ringlein ist mein. Mein Schätzlein tät springen Bergauf und bergein, Tat mir wiedrum bringen Das Goldringlein fein. Kannst grasen am Neckar, Kannst grasen am Rhein, Wirf du mir [nur] immer Dein Ringlein hinein.

18 Spät-/nachromantische Klavierlieder Dichter Detlev Freiherr von Liliencron Georg Friedrich Daumer Karl Henckell Otto Julius Bierbaum Richard Dehmel Conrad Ferdinand Meyer Stefan George Komponisten Richard Strauss Hans Pfitzner Othmar Schoeck Alban Berg Arnold Schönberg

19 Otto Julius Bierbaum: Gigerlette Fräulein Gigerlette Lud mich ein zum Thee. Ihre Toilette War gestimmt auf Schnee; Ganz wie Pierrette War sie angethan. Selbst ein Mönch, ich wette, Sähe Gigerlette Wohlgefällig an. War ein rotes Zimmer, Drin sie mich empfing, Gelber Kerzenschimmer In dem Raume hing. Und sie war wie immer Leben und Esprit. Nie vergeß ichs, nimmer: Weinrot war das Zimmer, Blütenweiß war sie. Und im Trab mit Vieren Fuhren wir zu zweit In das Land spazieren, Das heißt Heiterkeit. Daß wir nicht verlieren Zügel, Ziel und Lauf, Saß bei dem Kutschieren Mit den heißen Vieren Amor hinten auf.

20 Otto Julius Bierbaum ( ) Ernst von Wolzogen ( ) Karikatur der Brettl- Sänger

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22 Frank Wedekind: Der Tantenmörder Ich hab meine Tante geschlachtet, Meine Tante war alt und schwach; Ich hatte bei ihr übernachtet Und grub in den Kisten-Kasten nach. Da fand ich goldene Haufen, Fand auch an Papieren gar viel Und hörte die alte Tante schnaufen Ohn Mitleid und Zartgefühl. Was nutzt es, daß sie sich noch härme - Nacht war es rings um mich her - Ich stieß ihr den Dolch in die Därme, Die Tante schnaufte nicht mehr. Das Geld war schwer zu tragen, Viel schwerer die Tante noch. Ich faßte sie bebend am Kragen Und stieß sie ins tiefe Kellerloch. - Ich hab meine Tante geschlachtet, Meine Tante war alt und schwach; Ihr aber, o Richter, ihr trachtet Meiner blühenden Jugend-Jugend nach.

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24 Kurt Tucholsky Such, such, suche immer nach dem Geld. Dann kommt es an. Such, such, such es auf der ganzen Welt! Denk immer dran. Krieche ihm nach. Leck auf seine Spur! Sei nicht schwach, denk immer nur: Verdienen! Verdienen! Verdienen! Ernst ist die Spekulation! Aber lieben – aber lieben – aber lieben mußt du es schon.

25 Bertolt Brecht: Gegen Verführung (zuerst u.d.T: Luzifers Abendlied Laßt euch nicht verführen! Es gibt keine Wiederkehr. Der Tag steht in den Türen; Ihr könnt schon Nachtwind spüren: Es kommt kein Morgen mehr. Laßt euch nicht betrügen! Das Leben wenig ist. Schlürft es in schnellen Zügen! Es wird euch nicht genügen Wenn ihr es lassen müßt! Laßt euch nicht vertrösten! Ihr habt nicht zu viel Zeit! Laßt Moder den Erlösten! Das Leben ist am größten: Es steht nicht mehr bereit. Laßt euch nicht verführen Zu Fron und Ausgezehr! Was kann euch Angst noch rühren? Ihr sterbt mit allen Tieren Und es kommt nichts nachher.

26 Nützliches zum Volkslied Görres: Altdeutsche Volks- und Meisterlieder Friedrich Karl Freih. v. Erlach. Die Volkslieder der Deutschen Rochus von Liliencron: Die historischen Volkslieder der Deutschen Bde. Erk/Böhme: Deutscher Liederhort. 1893f. 3 Bde. Wolfgang Steinitz: Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters. 2 Bde Berlin Dasselbe verschlankt: 1 Bd. Berlin Lutz Röhrich u. Rolf Wilhelm Brednich: Deutsche Volkslieder 2 Bde Deutsche Volkslieder mit ihren Melodien. Balladen. Begründet von John Meier Bde.

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29 Johannes R. Becher/ Hanns Eisler: Nationalhymne (1949) 1. Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, laß uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland. Alte Not gilt es zu zwingen, und wir zwingen sie vereint, denn es muß uns doch gelingen, daß die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint. 2. Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unsrem Vaterland. Alle Welt sehnt sich nach Frieden, reicht den Völkern eure Hand. Wenn wir brüderlich uns einen, schlagen wir des Volkes Feind! Laßt das Licht des Friedens scheinen, daß nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint. 3. Laßt uns pflügen, laßt uns bauen, lernt und schafft wie nie zuvor, und der eignen Kraft vertrauend, steigt ein frei Geschlecht empor. Deutsche Jugend, bestes Streben Unsres Volks in dir vereint, wirst du Deutschlands neues Leben, und die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint.

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31 Klabund: Deutsches Volkslied. Aus: Die Harfenjule (1927) Es braust ein Ruf wie Donnerhall, Daß ich so traurig bin. Und Friede, Friede überall, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Kaiser Rotbart im Kyffhäuser saß An der Wand entlang, an der Wand. Wer nie sein Brot mit Tränen aß, Bist du, mein Bayernland! Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Ich rate dir gut, mein Sohn! Urahne, Großmutter, Mutter und Kind Vom Roßbachbataillon. O selig, o selig, ein Kind noch zu sein, Von der Wiege bis zur Bahr'! Mariechen saß auf einem Stein, Sie kämmte ihr goldenes Haar. Sie kämmt's mit goldnem Kamme, Wie Zieten aus dem Busch. Sonne, du klagende Flamme: Husch!

32 Wolf Biermann: Mein Vaterland. Aus: Deutschland – ein Wintermärchen Mein Vaterland, mein Vaterland Hat eine Hand aus Feuer Hat eine Hand aus Schnee Und wenn wir uns umarmen Dann tut das Herz mir weh. Ich hab gesehn, zwei Menschen stehn Die hielten sich umfangen Am Brandenburger Tor Es waren zwei Königskinder – das Lied geht durch mein Ohr.

33 Wolf Biermann: Ermutigung Du, laß dich nicht verhärten In dieser harten Zeit Die all zu hart sind, brechen Die all zu spitz sind, stechen Und brechen ab sogleich Du, laß dich nicht verbittern In dieser bittern Zeit Die Herrschenden erzittern – sitzt du erst hinter Gittern – Doch nicht vor deinem Leid Du, laß dich nicht erschrecken In dieser Schreckenszeit Das wolln sie doch bezwecken Daß wir die Waffen strecken Schon vor dem großen Streit Du, laß dich nicht verbrauchen Gebrauche deine Zeit Du kannst nicht untertauchen Du brauchst uns, und wir brauchen Grad deine Heiterkeit Wir wolln es nicht verschweigen In dieser Schweigezeit Das Grün bricht aus den Zweigen Wir wolln das allen zeigen Dann wissen sie Bescheid

34 Bin ich zu westlich für Leipzig, für Stuttgart zu geizig, zu ehrlich für Frankfurt, für Kiel zu absurd, zu billig für Bremen, für Bonn zu extrem, zu kühl und zu trocken für Köln. Bin ich zu hässlich für München, zu dumm für Berlin, zu trendy für Bautzen, zu prollig für Wien, zu pleite für Hamburg, zu reich für Schwerin, manchmal hab ich das Gefühl, dass ich zu durchschnittlich bin ich glaub, ich zieh nach Hannover, denn da gehöre ich hin. Frank Ramond


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