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PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie 1 14.02.08 P atent I nformations Z entrum 14. Februar 2008 9:00 – 12:00 Uhr Patentinformation für Einsteiger.

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1 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum 14. Februar :00 – 12:00 Uhr Patentinformation für Einsteiger

2 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Was erwartet Sie? Übersicht Gewerbliche Schutzrechte Patente, Verfahren und Dokumentaufbau Hochschulerfindungen Gute Gründe für die Patentrecherche Neuheitsschädigung, Innovationsgewinn, Schutz vor Patentverletzung Pause Einführung in die Patentrecherche Recherchetypen und Recherchestrategien Patentdatenbanken Pause Übungen

3 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Übersicht Schutzrechte

4 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Patent Recht zur alleinigen * Herstellung * Anwendung * Vermarktung * Lizenzvergabe Unterlassungsansprüche, Schadensersatzansprüche Importverbot, Beschlagnahmung/Vernichtung Schutzvoraussetzungen Neuheit Erfindung Gewerbliche Anwendbarkeit Laufzeit max. 20 Jahre!

5 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Patente/Gebrauchsmuster: Unterscheidung ein Patent schützt technische Gegenstände und Verfahren ein Gebrauchsmuster wird auch als kleines Patent bezeichnet kein Schutz von Verfahren geringerer Anspruch an die Erfindungshöhe keine inhaltliche Prüfung schlechtere gerichtliche Durchsetzbarkeit Laufzeit: max. 10 Jahre

6 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Patente – Verfahren beim DPMA I Offenlegungsschrift Patentschrift Nach: Schramm, Reinhard: D 14 Patentinformation In: Kuhlen, Rainer (Hrsg.):Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation

7 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Zahlung von Jahresgebühren zur Aufrechterhaltung PatentGebrauchsmuster Anmeldung60 / / 30 Recherche250 Antrag auf Prüfung 350 Kosten Patente – Verfahren beim DPMA II

8 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Wo Wer Was Wann Schriftart, Schriftcode, Hauptklasse, Entgegenhaltungen Aufbau eines Patentdokuments Was

9 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum A18/9 A1...8/9Offenlegungsschrift B3 B3Patentschrift als 1. Publikation; überrollt B4...8/9 B4...8/9 Patentschrift als 2. Publikation C5 C5...8/9 Geänderte Patentschrift T1 T1...8/9 Übersetzung Europäischer Patentanmeldungen U1 U1.. 8/9 Gebrauchsmuster Codierung der Patentschriftenarten ab 2004* * gemäß WIPO-Standard

10 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum

11 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Schutzwirkung Nationale Patentanmeldungen - Wirkung auf das jeweilige Staatsgebiet Europäische Patentanmeldung (EP-Verfahren) - Einreichung beim EPA oder einem Patentamt, das Vertragsmitglied ist - Formalprüfung, Offenlegung nach 18 Monaten (A1 Schrift) - Sachprüfung, Erteilung - Validisierung in den benannten Ländern (Zerfall in nationale Phasen) Internationale Patentanmeldung (PCT-Verfahren) -Anmeldung bei der WIPO über das DPMA oder EPA -Formalprüfung, Offenlegung nach 18 Monaten (A1 Schrift) - Sachprüfung, vorläufiger Internationaler Prüfungsbescheid - Einleitung der nationalen (regionalen) Phasen (z.B. DE, EP...)

12 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Ämter / Organisationen DPMA: Deutsches Patent- und Markenamt EPO: Europäisches Patentamt (European Patent Office) WIPO: World Intellectual Property Organization

13 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Wo Wann Wer Was

14 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum

15 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum A1 A1 Europäische Patentanmeldung mit Recherchebericht A2 A2 Europäische Patentanmeldung ohne Recherchebericht A3 A3 Recherchebericht (gesonderte Veröffentlichung) A4 A4...8/9 Ergänzender Recherchebericht B1 B1 Europäische Patentschrift B2...8/9 B2...8/9 Geänderte europäische Patentschrift (nach Einspruchverfahren) Schriftartencodes des EPA

16 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Wo Wer Was Wann

17 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Internationaler Anmeldungen nach dem PCT-Vertrag A1 A1 Internationale Patentanmeldung mit Recherchebericht A2 A2 Internationale Patentanmeldung ohne Recherchebericht A3 A3 Recherchebericht (gesonderte Veröffentlichung)

18 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Hochschulerfindung - Wer darf anmelden? Änderung des Arbeitnehmererfindungsgesetzes §42, : - Alle Hochschulangehörigen sind verpflichtet, Arbeitsergebnisse, die eine Neuheit vermuten lassen, in Form einer Erfindungsmeldung der Hochschule zu melden -sobald der/die Erfinder/in in einem Arbeitsverhältnis steht (Arbeitsvertrag), gehört die Erfindung der Hochschule -gilt also nicht für Diplomanden, Stipendiaten etc.

19 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum PROvendis Bewertung bzgl. Patentfähigkeit/ Verwertung Empfehlung Hochschule Verwaltung Entscheidung Inanspruchnahme Bezahlung (SR) Erfinder Erfindungsmeldung Freigabe Patentanmeldung Verwertung Erlöse Organisation Durchführung Verhandlung Überwachung Information Hochschulerfindung

20 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Erklärung der Inanspruchnahme an Erfinder Verwertungsauftrag an PROvendis Schutzrechtsanmeldung (i.d.R. über einen Patentanwalt) Verhandlungen mit potentiellen Verwertern (Lizenz- oder Kaufverträge) Abschluss eines Verwertungsvertrages durch PROvendis in Vertretung für RWTH Vertragsadministration durch PROvendis Verfahren bei Inanspruchnahme

21 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Rechtsfolge der Inanspruchnahme: Übergang aller vermögenswerten Rechte an der Erfindung auf die RWTH Rechtsfolge der Freigabe: Freie Verfügbarkeit der Erfinder über die gemeldete Erfindung aber: neue Ergebnisse in dem erfindungsgemäßen Gebiet, die einen neuen Ansatz zeigen, sind wegen möglicher Patentfähigkeit und Vermarktungsrelevanz, der RWTH Aachen zu melden. Inanspruchnahme / Freigabe

22 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum gesamt Inanspruch- nahme RWTH Inanspruch- nahme Dritte Freigaben Evaluierung durch PROvendis Erfindungen gesamt Kennzahlen Hochschule

23 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Dezernat 4: Technologietransfer und Forschungsförderung Abteilung 4.1:Technologie- und Innovationstransfer Erfindungen und Patente Ansprechpartner Bram Wijlands Templergraben 55 (Hauptgebäude, Raum 021) Tel.: 0241/ Fax: 0241/

24 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Was ist Patentinformation? Das Patentwesen hat zwei Funktionen: Schutzrechtsfunktion Informationsfunktion Der Datenbestand ist riesig: in 2005 ca. 1,6 MIO Patentanmeldungen weltweit insgesamt liegen ca. 60 MIO Patentveröffentlichungen vor etwa 5,4 MIO Patente sind in Kraft Quelle: WIPO Patent Report: (2007 Edition), Die Nadel im Heuhaufen finden!

25 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum DPMA Kennzahlen 2006 Anmeldungen von Schutzrechten Patente Gebrauchsmuster Marken Geschmacksmuster Abgeschlossene Prüfungsverfahren Patente mit Patenterteilung Quelle: DPMA-Jahresbericht 2006, S. 9 (http://www.dpma.de/veroeffentlichungen/jahresberichte.html) 56 % !!

26 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Ein großer Teil der Patentanmeldungen am DPMA wird wegen fehlender Neuheit zurückgewiesen Verlust von Anmelde- Recherche- und Prüfgebühr U.U. hohe (vermeidbare) Entwicklungskosten Gute Gründe für die Patentrecherche Frühzeitige Neuheitsrecherchen = Informationen zum Stand der Technik vermeiden Doppelentwicklungen und damit unnötige Kosten! Eine Patentrecherche sollte immer am Beginn einer Entwicklung stehen! 1. Einsparungen von Doppelentwicklungen

27 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Gute Gründe für die Patentrecherche 2. Patentliteratur ist ein umfassendes technisches Informationsmedium Patentschriften sind ein wichtiger Teil der Fachliteratur! gute Zugriffsmöglichkeit durch Ordnung nach der Patentklassifikation vollständiger Überblick, topaktuell großer Reichtum an technischen Details Patentliteratur ist preiswert, leicht beschaffbar und urheberrechtsfrei viele exklusive Informationen, die nirgendwo anders veröffentlicht werden

28 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Gute Gründe für die Patentrecherche 3. Patentliteratur ist ein Ideenfundus für technische Probleme 94 % der Patente gehören zum Freien Stand der Technik

29 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Gute Gründe für die Patentrecherche 4. Schutz vor Patentverletzungen Sie möchten ein Patent anmelden Verletzungsrecherchen ermitteln Schutzhindernisse Sie haben bereits ein Patent angemeldet Überwachungsrecherchen kontrollieren, ob gegen Ihr Schutzrecht verstoßen wird

30 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Neuheitsrecherche / Stand der Technik Fragestellung Verletzungsrecherche Welche Schutzrechtsanmeldungen / technischen Lösungen existieren bereits auf einem bestimmten Technologiegebiet? Verletzt die Nutzung der technischen Lösung die Rechte Dritter? Art Überblick Recherchetypen I Überwachungs- recherche Verfolgung von Patentanmeldungen zu einem Thema / eines Mitbewerbers Umfang Alles Vollständigkeit unbedingt notwendig 20 –25 Jahre Vollständigkeit unbedingt notwendig Stand der Technik der letzten Wochen in einem bestimmten Gebiet

31 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Überblick Recherchetypen II Namensrecherche FamilienrechercheFragestellung Rechtsstandrecherche Welche Firma/Person hat erfunden/angemeldet? Wo wurde angemeldet? (Möglicherweise in mehreren Ländern) Wie ist der Verfahrensstand zu einer bestimmten Anmeldung eines Schutzrechtes? Art Umfang Identifikation aller Dokumente, die den Namen in beliebiger Form in einem der Felder mit Namensangaben enthalten Identifikation aller Anmeldungen zu einer Erfindung inkl. Ländercodes, Klassifizierung und Sprachen Identifikation des Rechts- Standes zu einer bestimmten Anmeldung

32 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Pause

33 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Nummernsuche 1 Ausgangspunkt: Zitierung einer Patentschrift als Literaturhinweis Büchs J et al.: Fermentationsverfahren und Anordnung zu dessen Durchführung. DE A1. Eingabe der angebenen Patentnummer in das in der jeweiligen Datenbank vorgesehene Feld (z.B. DepatisNet: Feld Veröffentlichungsnummer) Ergebnis: genau dieses eine Dokument wird gefunden Ist die Suchanfrage unspezifischer gestaltet: z.B.: DE Ergebnis: hiermit können alle vorhandenen Schriftenarten (also falls vorhanden: A1-A8 bzw. B1-B8) gefunden werden

34 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Nummernsuche 1 Ausgangspunkt: Zitierung einer Patentschrift als Literaturhinweis Büchs J et al.: Fermentationsverfahren und Anordnung zu dessen Durchführung. DE A1. Eingabe der angebenen Patentnummer in das in der jeweiligen Datenbank vorgesehene Feld (z.B. DepatisNet: Feld Veröffentlichungsnummer) Ergebnis: genau dieses eine Dokument wird gefunden Ist die Suchanfrage unspezifischer gestaltet: z.B.: DE Ergebnis: hiermit können alle vorhandenen Schriftenarten (also falls vorhanden: A1-A8 bzw. B1-B8) gefunden werden

35 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Namenssuche 1 Ausgangspunkt: Suche nach Patenten des Erfinders und Nobelpreisträgers Grünberg Eingabe bei Erfinder (DepatisNet): Grünberg Ergebnis: Patentschriften aller Erfinder mit Namen Grünberg (auch in den Schreibweisen: Grunberg, Gruenberg), Treffermenge: 1195 Fazit: Die eindeutige und deutlich einschränkende Recherche nach genau den Patenten des Nobelpreisträgers Peter Grünberg verlangt die vollständige Eingabe von Vor- und Familiennamen des Erfinders, Treffermenge: 23

36 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Namenssuche 2 Ausgangspunkt: Suche nach Patenten der RWTH Aachen Info: üblicherweise treten Firmen/Forschungseinrichtungen nur als Anmelder auf Frage: Welche Namensform gebe ich ein: RWTH, RWTH Aachen, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (mit oder ohne Aachen)? 1. Eingabe bei Anmelder (DepatisNet): RWTH Ergebnis: Patentschriften der RWTH (und verschiedener Institute, Klinikum); 96 Treffer 2. Eingabe bei Anmelder (DepatisNet): RWTH Aachen Ergebnis: Patentschriften der RWTH; 94 Treffer 3. Eingabe bei Anmelder (DepatisNet): Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Ergebnis: Patentschriften der RWTH; 15 Treffer

37 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Namenssuche 3 Ausgangspunkt: Suche nach Patenten der RWTH Aachen Frage: Welche Namensform verwende ich bei der Recherche: RWTH, RWTH Aachen, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (mit oder ohne Aachen)? Fazit: Bei der Recherche nach Namen insbesondere von Firmen (und Forschungs- einrichtungen) sind unterschiedliche Namen(sformen) zu beachten. Firmen verändern relativ häufig ihre Namen bzw. verzweigen sich in Mutter- und Tochterunternehmen, die ggf. alle als Patentanmelder auftreten können. Deshalb unbedingt auch Abhängigkeiten von Firmen und Firmenteilen bei der Recherche berücksichtigen. Bei der Recherche unbedingt auch in den Datenbanken angebotene Instrumente wie Hilfetexte, Indexlisten, Corporate Trees (Delphion) nutzen.

38 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Patentfamilie 1 Info: Patentfamilie sind alle zu einem Patent nachfolgend angemeldeten weiteren inhaltsgleichen Patente (mit Schutzrechtswirkung in anderen Ländern). Beispiel: eine Firma meldet ihr Patent zuerst in Deutschland an, innerhalb eines Jahres entscheidet sie sich, dieses Schutzrecht auch in Frankreich und in Spanien anzumelden. Frage: Welche Bedeutung haben Patentfamilien? zeigen die Abhängigkeit/Verbindung von Patenten untereinander auf können Hinweise auf strategisches Handeln in Unternehmen liefern (neue Märkte) liefern Volltexte und (fast) inhaltsgleiche Übersetzungen (besonders von Bedeutung bei exotischen Sprachen, z.B. bei japanischen oder russischen Patenten)

39 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Patentfamilie 2 Info: Patentfamilie sind alle zu einem Patent nachfolgend angemeldeten weiteren inhaltsgleichen Patente (mit Schutzrechtswirkung in anderen Ländern). Beispiel: Die Firma Miele aus Gütersloh hat im Mai 2004 ein Schutzrecht für eine Geschirrspülmaschine angemeldet. Gibt es dazu weitere Anmel- dungen (weitere Familienmitglieder) und in welchen Ländern sind sie angemeldet? Frage: Gibt es zur Offenlegungsschrift DE A1 weitere Anmeldungen? Eingabe: im Feld Veröffentlichungsnummer, dann Button Familienrecherche anklicken Ergebnis:es gibt 4 weitere Familienmitglieder: DE B4 EP A1 US 2007/ A1 WO 2005/ A1

40 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Formalrecherchen: Rechtsstand Info: Die Patentämter führen für die einzelnen Schutzrechtsarten öffentlich zugängliche Register, in denen die Rechts- und Verfahrensstände verzeichnet sind. Die Register für deutsche Schutzrechte sind (bisher) nicht mit den Datenbanken verlinkt. Eine Rechtsstandsrecherche muß also in einer eigenständigen Datenbank (DPINFO) durchgeführt werden. Frage: Ist ein bestimmtes Patent eines Konkurrenten noch rechtsbeständig? Recherche in DPINFO: Einstieg über Patente, danach Eingabe des Aktenzeichens Beispiel: Wie ist der Rechtsstand der Offenlegungsschrift DE A1? Recherche-Ergebnis: (Aktenzeichen DE: ) UG01 - Kurzer Überblick: Anmeldetag Die Anmeldung ist nicht anhängig / das Schutzrecht ist erloschen. Letzter Stand des Verfahrens: Die Anmeldung wurde zurückgenommen / auf das Patent wurde verzichtet (Erfassungsdatum: )

41 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Einführung IPC IPC Internationale Patentklassifikation, 8. Aufl bislang: Einheiten (Untergruppen), verteilt auf 8 Sektionen - alle 5 Jahre Revision ECLA Europäische (Fein-) Klassifikation - Erweiterung der IPC; Unterklassen DEKLA Deutsche (Fein-) Klassifikation - s.o., Unterklassen US Patentklassifikation Klassen

42 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Vergabe der Klassifikationssymbole Durch Patentprüfer nach Eingang der Anmeldung Prüfer bestimmt den technischen Schwerpunkt der Erfindung dadurch Festlegung der Hauptklasse & ggfs. weiterer Nebenklassen

43 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Die sogenannte Prüfstoff-Klassifikation Internationale Patentdokumente eines Sachgebiets = Prüfstoff Prüfer klassifiziert Dokumente seines Prüfstoffs nach internen Kriterien Zusätzliche Klassifizierung zur Originalklassifikation, wird so in die Datenbanken der Patentämter übernommen! So sind DEKLA des DPMA und ECLA des EPA entstandenDEKLAECLA

44 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Sektion > Klasse > Unterklasse > Hauptgruppe oder Untergruppe (ggf. zusätzliche DEKLA Gruppe) Beispiel: A23C 3/00 oder A23C 3/02 oder A23C 3/02 A1 A23C 3/00 Hauptgruppe oder 3/02Untergruppe oder 3/02 A1DEKLA Gruppe Sektion Klasse Unterklasse Hierarchischer Aufbau der IPC

45 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum IPC-Reform: Bedeutung für die Recherche Nur eine (die aktuelle) Ausgabe Alte IPC-Symbole bleiben verfügbar Reklassifizierung der gesamten Patentdokumentbestände nach jeder Revision!!! - Aufbau der Master Classification Database (MCD) - 90 % aller Dokumente in der MCD sind reklassifiziert ! * * Quelle: EPO 10/2006

46 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Reform IPC

47 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Mehrfachklassifikation von Patentdokumenten Originalklassifikation Recherche mit Klassifikationssymbolen: - alle vorhandenen Klassifikationsdaten nutzen! größerer Recall, mehr Ballast Empfehlung Prüfstoffklassifikation DEKLA/EKLA Reklassifikation mit IPC 8 Felder für die Klassenrecherche in DepatisNet: ICB = Originalklassifikation ICP = DEKLA MCD= Reklassifikation IC = ICB + ICP + MCD

48 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Beschreibung des technischen Sachverhalts, zu dem Informationen gesucht werden Zerlegung des technischen Sachverhalts in Aspekte, die jeweils als eigenständige Suchanfrage zu formulieren sind Beispielthema: Parkassistenz mit einer die Umgebungsdaten aufnehmenden Kamera, die dem Fahrzeugführer anschließend bildlich dargestellt werden* Aspekt 1Aspekt 2Aspekt 3 Einparkhilfe (ein)parkhilf*/(ein)parkab stand*/parkwarn* parkassist* etc. Kamera Kamera*/camera*/ bildaufnehm*/ picture*/ pattern Anzeige (optisch/akustisch) Anzeig*/display*/visual*/ sicht*/akusti*/audio*/blink*/ lamp*/ton*/ Suchbegriffe finden – Detaillierung der Fragestellung * Entnommen aus: PATON SEARCH - Ausgewählte Rechercheberichte

49 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Quellen für Suchworte: Ausgangsdokument (Proberecherche) Technischer Thesaurus Fachlexika Akronymlexika Fremdsprache: Patentfamiliendokumente Suchbegriffe finden

50 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Ermittlung der relevanten Haupt- und Nebenklassen Ausgangsdokument - welche Klassen? - eignen sich diese zur Deskription des Recherchegegenstands? Suche nach Begriffen in der Suchmaske des DPMA Beachten der Querverweise

51 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum IPC-Notationen zur Fragestellung IPC1 Elektrische Schaltkreise, besonders für Fahrzeuge ausgebildet B60R 16/02 IPC2 Anordnung von optischen Signal- oder Beleuchtungsvorrichtungen B60Q 1 IPC3 weitere Anordnung von Signalvorrichtungen B60Q 9 IPC4 Anzeige freier Plätze im Parkbereich G08G 1/14 IPC5 Anti-kollisions-Systeme für Straßenfahrzeuge G08G 1/16 IPC6 Anordnung bei Fahrzeugen zum Schutz vor Verletzungen B60R 21/00 IPC7 Automatisches Rangieren zum Parken B60W 30/06

52 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Recherchestrategie Erstellung eines Rechercheprofils - Ermittlung aller relevanten Suchbegriffe, die die Erfindung genau charakterisieren - Ermittlung der relevanten Hauptgruppe/Nebengruppen in der IPC - Kombination von 1. und 2. Wahl der geeigneten Datenbank(en) Formalrecherchen Sachrecherchen Kenntnis der Dokumentennummer bei Namensrecherchen Schreibweise beachten Indexlisten nutzen! Wahl der geeigneten Datenbank(en) -muss z.B. Familienverknüpfung oder Rechtsstandinformationen beinhalten

53 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Operator AND bildet eine Schnittmenge EinparkhilfeParkassistenz Operator OR bildet eine Vereinigungsmenge Operator NOT schließt aus Boolsche Operatoren EinparkhilfeAnzeige EinparkhilfeLKW

54 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Verknüpfung Suchbegriffe und Klassifikation Aspekt 1 UND Aspekt 2 UND Aspekt 3 UND (IPC1 ODER IPC..ODER IPC6) Einparkhilfe ODER (ein)parkhilf* ODER (ein)parkabstand* ODER parkwarn* ODER parkassist* etc. UND Kamera* ODER camera* ODER bildaufnehm* ODER picture* ODER pattern etc. UND Anzeig* ODER display* ODER visual* ODER sicht* ODER akusti* ODER audio* ODER blink* ODER lamp* ODER ton* etc. UND (IPC1 ODER IPC... ODER IPC6)

55 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Hilfsmittel

56 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Wahl der Datenbanken Datenbanken müssen je nach Ziel auf Abdeckung untersucht werden Retrospektivzeitraum Datenbestand (DE– A,B,C,U,T1; EP– A,B; WO, US...?) Durchsuchbare Felder wichtig (= recherchierbare Datenbasis) sachliche Suche in allen Feldern Verknüpfung von Suchbegriffen Zur Verfügung stehende Hilfsmittel

57 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum Datenbanken im PIZ Listen der frei zugänglichen Datenbanken zu allen gewerblichen Schutzrechten finden Sie auf unserer Homepage unter LINKS: Frei im Internet Überblick Datenbanken

58 PIZ Aachen Dr. Susanne Ruffert, Elmar Bickar Folie P atent I nformations Z entrum DepatisNet https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/premium?loginAction=timedout PFS DELPHION https://www.delphion.com/ Zu den Datenbanken:


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