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Analyse des Spartentrennungsprinzips von Versicherungsunternehmen: Historische Entwicklung und internationaler Vergleich Referenten: Monika Weiß Sebastian.

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Präsentation zum Thema: "Analyse des Spartentrennungsprinzips von Versicherungsunternehmen: Historische Entwicklung und internationaler Vergleich Referenten: Monika Weiß Sebastian."—  Präsentation transkript:

1 Analyse des Spartentrennungsprinzips von Versicherungsunternehmen: Historische Entwicklung und internationaler Vergleich Referenten: Monika Weiß Sebastian Kaiser Zum Proseminar für Versicherungsbetriebslehre am Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft

2 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 2 Gliederung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 1. Definition 2. Historische Entwicklung 3. Internationaler Vergleich 4. Fazit

3 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 3 1. Definition Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Spartentrennung der Versicherungen: d.h. ein VU betreibt nur einen Versicherungszweig Auf dem Versicherungsmarkt gibt es Spezial-VU und Mehrbranchen-VU

4 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 4 1. Definition Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft In Deutschland: Spartentrennung festgelegt durch das VAG für die: Lebensversicherung Krankenversicherung

5 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 5 1. Definition Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Vorteil: der für die Versicherten bestehende und besonders hoch zu bewertende Gläubigerschutz wird gewahrt !

6 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 6 1. Definition Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Nachteile: Höhere Kosten für Versicherungs- unternehmen (Komposit-VU wirtschaftlich effektiver) Versicherungen nicht aus einer Hand Ertragsausgleich

7 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 7 Gliederung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 1. Definition 2. Historische Entwicklung 3. Internationaler Vergleich 4. Fazit

8 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 8 2. Historische Entwicklung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 1.1 Entstehung und Entwicklung 1.2 Harmonisierung im gemeinsamen Markt 1.3 Spartentrennung heute 1.4 Zukunft nach Solvency II

9 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 9 2.1 Entstehung und Entwicklung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Deutsches VAG vom 12. Mai 1901 ohne Spartentrennung Trennung von Lebens- und Sachversicherung durch das Kaiserliche Aufsichtsamt 1903 als direkte Folge Schon 1918 erste grundsätzliche Kritik Alternativvorschlag: Getrennte Verwaltung Nach VAG vom 6. Juni 1931 Beibehaltung der Spartentrennung vor allem in der Lebensversicherung aufgrund besonderer sozialer Bedeutung

10 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 10 2.1 Entstehung und Entwicklung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Kranken-, Kredit- und Rechtsschutzversicherung Einführung der Spartentrennung in der Krankenversicherung 1927 (ähnliche Begründung wie bei der Lebensversicherung) Kreditversicherung ab 1934 (ausschlaggebend war das hohe Risiko in dieser Sparte vor allem in der Wirtschaftskrise) 1937 Spartentrennung in der Rechtsschutz- versicherung zur Vermeidung von Interessenskonflikten

11 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 11 2.1 Entstehung und Entwicklung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Aktiengesetz 1965 Versicherungsunternehmen haben auf die Spartentrennung mit der Bildung von Konzernen reagiert. Im Aktiengesetz von 1965 wurden die Rahmenbedingungen für solche Konzerne (Regelungen für Beherrschungsverträge) festgelegt und somit das Fortbestehen der Spartentrennung gesichert.

12 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 12 1.2 Harmonisierung im gemeinsamen Markt Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Koordinierungsarbeiten zum gemeinsamen Markt in Europa Ab 1961 erste Gespräche; Einhaltung des Zeitplans (1965 für Nicht-Lebensversicherung und 1967 für Lebensversicherung) für erste Richtlinienentwürfe aber nicht möglich. Spartentrennung wegen sehr unterschiedlicher Handhabung in den einzelnen Mitgliedsländern ein zentrales Thema

13 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 13 1.2 Harmonisierung im gemeinsamen Markt Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Hauptsächlich wurden 4 Möglichkeiten diskutiert: 1.Spartentrennung in allen Ländern 2.Aufhebung der Spartentrennung 3.Spartentrennung für neue Unternehmen und getrennte Verwaltung für bereits bestehende 4.Beibehaltung des Status Quo mit einer Rahmengesetzgebung zur Regelung der Niederlassungsfreiheit Die verschiedenen Vorschläge wurden in Direktiven- entwürfen vorgelegt aber immer wieder verworfen

14 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 14 1.2 Harmonisierung im gemeinsamen Markt Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Gegen Ende der siebziger Jahre wurde vor allem im Richtlinienentwurf für die Lebensversicherung die Spartentrennung als Lösung für alle EWG Länder vorgeschlagen. Zwar wurden weitreichende Ausnahmen anerkannt, für Neugründungen wurde die Spartentrennung jedoch als obligatorisch gesehen. In den Sparten der Nicht-Lebensversicherung zeichnet sich aber auch hier schon ein Abweichen vom Prinzip der Spartentrennung an.

15 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 15 1.3 Spartentrennung Heute Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 1985 Kehrtwende der EWG Im Weißbuch wurde das Prinzip der Mindestnormen festgehalten, welches jedem Land ein Wahlrecht zur Beibehaltung seiner bisherigen Regelung gab. Festlegung von Rahmenbedingungen, um Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit zu gewährleisten Regelmäßige Überprüfung der Regelung und Umsetzung der Veränderungen in den Versicherungsrichtlinien der Durchführungsgesetze

16 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 16 1.3 Spartentrennung Heute Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Wahl zur Erhaltung der Spartentrennung in der Lebensversicherung und der Krankenversicherung Aufhebung der Spartentrennung in der Kreditversicherung und der Rechtsschutzversicherung (Spartentrennung wurde durch andere Sicherheitsmechanismen z.B. Garantiefond ersetzt) Beobachtung der Umsetzung der Durchführungsgesetze und Nachbesserungen im Zuge der Einführung des europäischen Binnenmarktes

17 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 17 1.3 Spartentrennung Heute Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Allgemeine Akzeptanz der Spartentrennung Abschaffung der Spartentrennung würde eine Unsicherheit am Versicherungsmarkt nach sich ziehen, die es zu vermeiden gilt. Nachteile durch Konzernbildung weitgehend ausgeglichen: Allbranchenangebot möglich Gemeinsame Verwaltung und Vermarktung der Produkte der Unternehmen eines Konzerns

18 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 18 1.4 Zukunft nach Solvency II Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Modernisierung der Solvenzaufsicht Solvency II wie Basel II nur für Versicherungen (3-Säulen-System) Neue Anforderungen an Solvabilitätsreserve und neue aufsichtsrechtliche Eingriffsmöglichkeiten Konkursabsicherung (Hauptaufgabe der Spartentrennung) als großes Plus

19 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 19 1.4 Zukunft nach Solvency II Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Konsequenzen Neue Diskussion um Spartentrennung Prof. Helten sehr aktiv Mögliche Abschaffung der Spartentrennung zur vollständigen Harmonisierung

20 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 20 Gliederung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 1. Definition 2. Historische Entwicklung 3. Internationaler Vergleich 4. Fazit

21 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 21 3. Internationaler Vergleich Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 3.1 Schweiz 3.2 Frankreich 3.3 Großbritannien 3.4 USA 3.5 Übersicht 3.6 Überlegungen der EU

22 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 22 3.1 Schweiz Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Spartentrennung für VU Art. 13 des schweizerischen VAG Vorgaben zur Trennung: 1. Trennung zwischen Lebens- und Nicht- Lebensversicherung Mögliche Verluste sollen sich nicht auf die LV auswirken LV-Verträge sollen dauernd erfüllbar sein

23 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 23 3.1 Schweiz Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Vorgaben zur Trennung: 2. Trennung der Rechtsschutzversicherung gegenüber den anderen Sparten Vermeiden eines Interessenskonflikt Vorgabe für ausländische Versicherer: Entweder Zulassung für Nicht-LV oder Gründung einer Tochtergesellschaft

24 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 24 3.2 Frankreich Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Spartentrennung für VUs Artikel R 321-4 des Code des Assurances Vorgabe zur Trennung: LV-Unternehmen dürfen nur die LV als Hauptbranche betreiben Aber: LV-Unternehmen dürfen zusätzlich das Individualitätsrisiko mitversichern (durch ministeriellen Beschluss)

25 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 25 3.2 Frankreich Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Trends hin zur Lockerung erkennbar: Seit kurzem betreiben LV-Unternehmen zusätzlich die Unfall- und Krankenversicherung Außerdem: VU dürfen in Frankreich (nach entsprechender Zulassung) auch für andere zugelassene VU als Vermittler auftreten und VV anderer Branchen abschließen

26 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 26 3.3 Großbritannien Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Versicherungsgeschäfte werden unterschieden in: Long-term business (Unterteilung aller langfristigen VV in 7 Klassen, u.a. LV, Rentenversicherung) General business (Unterteilung aller anderen Versicherungssparten in 17 Klassen, u.a. Unfall-, Kasko-, Transportversicherung) Gemäß Insurance Companies Act 1982 gibt es keine Zulassungen mehr für long-term und general business für ein und dasselbe VU

27 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 27 3.3 Großbritannien Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Ausnahmen: Das long-term business bezieht sich rein auf das Rückversicherungsgeschäft VU kann beide Zulassungen beantragen VU hat bereits früher die Zulassung für beide Bereiche erhalten. Bereits existierende Komposit- VU haben einen besonderen Bestandsschutz und fallen nicht unter die Spartentrennung VU kann beide Zulassungen behalten Alle anderen VU müssen jeweils selbständige Gesellschaften gründen, wenn sie in beiden Bereichen gleichzeitig tätig sein wollen

28 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 28 3.3 Großbritannien Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Die Literatur zeigt, dass die Spartentrennung in der Vergangenheit oft zur Diskussion stand: Am Anfang war Spartentrennung in der Praxis üblich Diesen Grundsatz gab man jedoch wieder auf, es reichte, wenn ein Allbranchen-VU für bestimmte Sparten (LV, Spar- und Arbeitgeberhaftpflicht- versicherung) getrennte Fonds bildete Der Entwurf des Insurance Companies Act 1973 sah Spartentrennung zwar vor, die Idee wurde aber wieder fallengelassen

29 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 29 3.4 USA Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Die meisten Staaten befolgen heute den Grundsatz der Spartentrennung Vorgaben zur Trennung: 1. Trennung zwischen LV und Nicht-LV 2. Trennung der Kautionsversicherung 3. Trennung der Hypothekenausfall- versicherung

30 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 30 3.4 USA Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Aber: strengere Spartentrennung in der Vergangenheit: Trennung von fire and marine (Feuer- und Transportversicherung) von casuality insurance (alle anderen Sach-, Haftpflicht- und sonstige Schadensversicherungen) Grund: neuere Versicherungsarten wurden aufgrund des höheren Risikos von den traditionellen Sparten getrennt Im Laufe der Zeit und mit größerer Erfahrung wurde diese Spartentrennung überflüssig verschiedene Formen der Komposit-VUs entstanden

31 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 31 3.4 USA Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Auch die scharfe Trennung zwischen LV und Nicht-LV wurde in den einzelnen Bundesstaaten gelockert, z.T. sogar aufgegeben Gründe: Interesse der LV-Unternehmen an Diversifikation, Sorge um Angebotslücken auf dem Markt, Kapitalmittel der LV-Unternehmen bringen Wettbewerb in Schwung Trotzdem: Sicherung der Ansprüche aus LV- Verträge muss gewahrt bleiben!

32 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 32 3.5 Übersicht Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Schweiz: Großbritannien: Spartentrennung für die LV Spartentrennung für long-term und Rechtsschutzversicherungund general business Frankreich:USA: Spartentrennung für die LVSpartentrennung für die LV, Kautions- und Hypotheken- ausfallversicherung

33 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 33 3.6 Überlegungen der EU Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Durch die unterschiedlichsten Ausprägungen der Spartentrennung entstehen: Probleme für die EU bei ihrem Streben nach Harmonisierung der EU-weiten aufsichts- rechtlichen Grundsätze Probleme für den gemeinsamen Markt, da sie zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnten

34 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 34 3.6 Überlegungen der EU Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Verschiedenste Ansätze führten zu folgender Lösung: Länder können das strikte Spartentrennungsgebot beibehalten oder sogar einführen (siehe Deutschland) Bereits bestehende Mehrbranchen-VU dürfen in strikt spartengetrennte Mitgliedsstaaten eintreten, Erteilung der Zulassung obliegt dem jeweiligen Staat

35 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 35 3.6 Überlegungen der EU Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Diese Mehrbranchen-VU dürfen nur die LV-, Kranken- und Unfallversicherungszweige betreiben Voraussetzung für derartige Mehrbranchen-VU: Mitgliedsstaat macht von dieser Option der Zulassung Gebrauch und für jede Sparte wird eine getrennte Verwaltung eingerichtet

36 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 36 3.6 Überlegungen der EU Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Ergebnis: Am Grundsatz der Spartentrennung (was die Verwaltung betrifft) wird festgehalten Aber: es kann passieren, dass bestimmte Sparten, wie z.B. die Lebensversicherung, innerhalb eines Mehrbranchen-VUs im Falle einer Insolvenz für mögliche Verluste aus anderen Sparten haftet

37 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 37 Gliederung Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft 1. Definition 2. Historische Entwicklung 3. Internationaler Vergleich 4. Fazit

38 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 38 4. Fazit Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Unterschiedlichste Ausprägungen der Spartentrennung auf den verschiedenen Versicherungsmärkten mit unterschiedlichen Begründungen Noch konnte Deutschland an seinem Grundsatz der Spartentrennung festhalten, doch es bleibt abzuwarten, ob er zukünftig noch Bestand haben wird

39 30.11.2004Proseminar zur Versicherungsbetriebslehre 39 Danke Analyse des Spartentrennungsprinzips bei Versicherungsunternehmen Referenten: Sebastian Kaiser, Monika Weiß Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Danke für Ihre Aufmerksamkeit


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