Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

01.10.2008Investition und Finanzierung/ Georg Boll 1 Steuerfachgehilfen Investition und Finanzierung.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "01.10.2008Investition und Finanzierung/ Georg Boll 1 Steuerfachgehilfen Investition und Finanzierung."—  Präsentation transkript:

1 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 1 Steuerfachgehilfen Investition und Finanzierung

2 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 2 Geschäftsidee Marktanalyse Beratung in Anspruch nehmen ja nein Ende Absatz- möglichkeiten vorhanden

3 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 3 Beratung in Anspruch nehmen ja nein Ende Erstellung Businessplan Investitionsplan Finanzierungsplan Ertrags- und Liquiditätsvorschau Konzept tragfähig ?

4 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 4 Finanzierungsgespräche mit der Hausbank ja nein Ende Kreditwürdigkeitsprüfung Konzept tragfähig ? Kapitaldienst vorraussichtlich gewährleistet ?

5 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 5 Beantragung der Fördermittel nein Restfinanzierung durch die Hausbank Förderungs- voraussetzungen der DtA erfüllt ? Finanzierung durch die Hausbank Tilgungsphase: regelmäßige Prüfung der Geschäftsentwicklung durch die Hausbank

6 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 6 Kriterien zur Beurteilung von Existenzgründungsvorhaben Unternehmenskonzept: Branche, Marktumfeld, Marketing, Finanzierungsstruktur: Eigenmittel, Qualität der Investitions- und Finanzierungsrechnung, Ertragsaussichten und Kapitaldienstfähigkeit: Ergebnis der Ertrags- und Liquiditätsplanung, Persönliche und fachliche Eignung des Gründungsteams.

7 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 7 Notwendige Informationen zur Beurteilung des Unternehmenskonzeptes Business-Plan für die Gesellschaft Gesellschaftsvertrag Pachtvertrag (ggf. Entwurf) über Büroräume Investitions- und Finanzierungsplan sowie die Plan-Bilanz Liquiditäts- und Ertragsvorschau und Plan-GuV Lebensläufe und Selbstauskünfte einschließlich Vermögensübersichten der drei Gesellschafter

8 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 8 Die Beurteilung des Unternehmenskonzeptes Businessplan (1) welche Produkte wird das Unternehmen anbieten ? worin liegen die Besonderheiten gegenüber der potenziellen Konkurrenz ? Ergebnisse der zugrunde liegenden Marktanalyse : Branche Standort Marktpotenzial Wettbewerbssituation

9 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 9 Businessplan (2) welches Marketingkonzept ist geplant ? Marktauftritt Werbemaßnahmen Preisgestaltung Wachstumsstrategie

10 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 10 Businessplan (3) welche Unternehmensstrategie verfolgen die jungen Unternehmer bei ihrem Markteintritt ? Ziele Rechtsform Standort welche Aufgabenverteilung ist für die Mitglieder des Gründungsteams geplant ?

11 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 11 Businessplan (4) welcher Zeitplan wird von den Gründern verfolgt ? Gesellschaftsvertrag Mietvertrag Investitionen Start von Marketing-Aktivitäten Beginn des operativen Geschäftes

12 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 12 Die Ausübung der Geschäftsführungstätigkeit ist Voraussetzung für die Gewährung öffentlicher Förderdarlehen an die Gesellschafter Gesellschaftsvertrag Geschäftsführungsbefugnisse im Innenverhältnis ? Vertretung der Gesellschaft nach außen ? ggf. aktueller Handelsregister-Auszug Bieten die Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse einen hinreichenden Handlungsspielraum für die gesetzten Ziele ?

13 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 13 Pachtvertrag (1) wenn möglich, Vorvertrag Vorvertrag abschließen oder Option zum Abschluss schriftliche Option zum Abschluss eines Pachtvertrages geben lassen Bei sofortigem Abschluss eines Pachtvertrages : (Escape-Klausel") aufschiebende Bedingung (Escape-Klausel") für den Fall eines Scheiterns des Gründungsvorhabens vereinbaren

14 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 14 Pachtvertrag (2) Der Erfolg eines jungen Unternehmens ist meistens vom gewählten Standort abhängig. Bietet die Vertragsgestaltung die Möglichkeit sich über die Laufzeit am Standort zu etablieren ? (ggf.über Verlängerungsoptionen) Kann bei einem Scheitern frühzeitig wieder gekündigt werden ? Ist der meistens relativ hohe Pachtanteil an den Fixkosten dem Vorhaben angemessen ? Wurde die Pachthöhe in der Ertragsvorschau richtig kalkuliert ?

15 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 15 Investitions- und Finanzierungsplan Der Investitionsplan ist eine Aufstellung über das benötigte Anlage- und Umlaufvermögen. Der Finanzierungsplan gibt Auskunft darüber, wie die gesamte Investitionssumme finanziert werden soll

16 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 16 sind ständig genug liquide Zahlungsmittel vorhanden und ist damit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu jedem Zeitpunkt gesichert ? Zahlungsunfähigkeit ist ein häufiger Insolvenzgrund auch bei Unternehmen, die in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung einen Gewinn ausweisen konnten und augenscheinlich rentabel arbeiteten. Liquiditäts- und Ertragsvorschau (1) Sie wird in der Regel für die ersten drei Geschäftsjahre des Unternehmens gefordert.

17 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 17 Wurden Investitionen und Folgeinvestitionen in ausreichendem Maße berücksichtigt? Ist die geplante Betriebsmittellinie (Materialeinkauf, etc.) angemessen dimensioniert? Wurden potenzielle Risiken aus Zahlungsverzögerungen der Kunden berücksichtigt? Liquiditäts- und Ertragsvorschau (2)

18 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 18 Plan-GuV Alternativ oder in Ergänzung zur Ertragsvorschau sollte auch eine Plan-GuV eingereicht werden in welcher Höhe und aus welchen Produkten werden Umsätze erzielt ? aus welchen Positionen setzen sich die Kosten des Unternehmens zusammen ? ob und in welcher Höhe wird mit dem Unternehmen ein Gewinn erzielt ? Ertragsvorschau :

19 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 19 Beurteilung der persönlichen und fachlichen Eignung (1) Die Lebensläufe der Gesellschafter und die Zeugnisunterlagen geben Auskunft über die Ausbildung und den bisherigen beruflichen Werdegang des Gründungsteams.

20 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 20 Die Selbstauskünfte geben einen Überblick über die persönliche Vermögens- und Schuldensituation, Grundvermögen und dessen Belastung sowie die Lebenshaltungskosten der jeweiligen Privathaushalte. Beurteilung der persönlichen und fachlichen Eignung (2) Damit lassen sich erste Informationen über eine mögliche Besicherung der Kredite erzielen, sofern diese nicht bereits im Finanzierungsplan mit aufgeführt sind.

21 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 21 Begriffe : Investition und Finanzierung B i l a n z PassivaAktiva Umlaufvermögen : Anlagevermögen :....langfristig zur Verfügung gestellt Fremdkapital : Eigenkapital :....langfristig dem Geschäftsbetrieb dienend....mittelfristig dem Geschäftsbetrieb dienend....kurzfristig dem Geschäftsbetrieb dienend....dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend....mittelfristig zur Verfügung gestellt....kurzfristig zur Verfügung gestellt

22 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 22 Begriffe : Investition und Finanzierung Kapital...als zu verwendendes, zu beschaffendes oder zu verwaltendes.... Kapital ist die abstrakte Wertsumme in der Bilanz Kapital ist Geld für Investitionszwecke Kapital ist gleich Geld Olfert, Klaus: Investition, 6. Aufl. Ludwigshafen 1995, S.19 ff.

23 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 23 1) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München 1999 S.147 2) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München 1999 S. 458ff. Produktionszyklus - Vermögensumschichtung 1) Kasse Forderungen Vorräte Investition/ Desinvestition 2)

24 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 24 Begriffe : Investition und Finanzierung Problem der Anschlussinvestition Problem der Anschlussfinanzierung B i l a n z Vermögen Mittelverwendung Investition Flexibilität Kapital Mittelherkunft Finanzierung Dispositionsfreiheit AktivaPassiva

25 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 25 Investitionsanlässe SachinvestitionenFinanzinvestitionen sonstige Investitionen Anlagevermögen Rohstoffe Halbfabrikate Fertigerzeugnisse Beteiligungen an anderen Unternehmen Forderungen an Kunden Forschung und Entwicklung Marketing/ Werbung Ausbildung Sozialinvestitionen

26 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 26 Investitionsbegriff : Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.28 f. Aspekte des Investitionsbegriffs Zielgerichteter Einsatz finanzieller Mittel zur Beschaffung von Gütern des Strukturvermögens Perridon / Steiner :

27 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 27 Ziele im Investitionsbereich Sicherheit Liquidität Rentabilität Beachte : Zielharmonie./. Zielkonflikt

28 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 28 Finanzierungsanlässe Erst- oder Gründungsfinanzierung Folgefinanzierung Ersatzinvestitionen Erweiterungsinvestitionen Beteiligungen Umfinanzierungen

29 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 29 Merkmale von Finanzierungsarten Eigenfinanzierung Eigenfinanzierung Fremdfinanzierung Fremdfinanzierung Kapitalgeber sind am Gewinn beteiligt Kapitalgeber haben i.d.R. Einfluss auf die Geschäftsführung Kapital steht der Unternehmung i.d.R. auf Dauer zur Verfügung Kapitalgeber haben Anspruch auf Verzinsung und Rückzahlung des Kapitals Kapitalgeber haben keinen Einfluss auf die Geschäftsführung Kapitalgeber haften nicht für die Verluste Kapital steht dem Unternehmen nur begrenzte Zeit zur Verfügung

30 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 30 F i n a n z i e r u n g (Kriterium der Kapitalhaftung) EigenfinanzierungFremdfinanzierung Beteiligungs- finanzierung (Einlagen- finanzierung) Selbst- finanzierung =Finanzierung aus Gewinnen Finanzierung aus Kapital- freisetzung Finanzierung aus Kapital- freisetzung Finanzierung aus Rück- stellungen Kredit- finan- zierung Innenfinanzierung Aussenfinanzierung

31 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 31 Olfert, Klaus: Investition, 6. Aufl. Ludwigshafen 1995, S.34 ff. Finanzierung mit Eigenkapital (Kapitalarten 1) Beteiligungs- finanzierung Zuführung von EK in ein Unternehmen von außen in Form von Geldeinlagen, Sacheinlagen, Rechten Selbst- finanzierung erzielte Gewinne des Unternehmens in Form von Bilanzgewinnen und/oder stillen Reserven, werden nicht an die EK-Geber ausgeschüttet

32 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 32Olfert, Klaus: Investition, 6. Aufl. Ludwigshafen 1995, S.34 ff. Finanzierung mit Fremdkapital (Kapitalarten 2) Fremd- finanzierung Zuführung von FK in ein Unternehmen von außen in Form von Geldeinlagen und Sacheinlagen Finanzierung aus Rückstellungs- gegenwerten Im Unternehmen gebildete Rückstellungen werden zur Finanzierung verwendet, soweit sie über den Verkauf der Absatzgüter als Einnahmen zugeflossen sind

33 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 33 Olfert, Klaus: Investition, 6. Aufl. Ludwigshafen 1995, S.34 ff. Finanzierung mit (Eigen- / Fremdkapital ?) Finanzierung aus Abschreibungs- gegenwerten die über den Verkauf von Absatzgütern zurückfließenden Anteile von Abschreibungen werden unmittelbar wieder für Investitionszwecke verwendet Finanzierung aus sonstigen Kapitalfrei- setzungen erfolgt als Folge der Maßnahmen zur Rationalisierung oder den Verkauf von Vermögensteilen, die keine Absatzgüter sind

34 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 34 Begriffe : Investition und Finanzierung B i l a n z PassivaAktiva MittelherkunftMittelverwendung Probleme der Investition : Kapitaleinsatz : - Rentabilität - Liquidität - Sicherheit der Kapitalanlage - Sicherheit der Produktion - Flexibilität der Beschaffung - Flexibilität der Produktion - Flexibilität des Absatzes Probleme der Finanzierung : Fremdkapital : - Kapitalstruktur - Finanzierungsarten und deren Kombination - Kapitalvolumen - Kapitalbedarf - Kapitalkosten - kostenoptimale Finanzierung

35 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 35 Liquidität : Begriffe (1) als positiver Zahlungsmittelbestand als Deckungsverhältnis von Vermögensobjekten zur Rückverwandlung in Geld ( Liquidierbarkeit ) als Deckungsverhältnis von Vermögensobjekten zu Verbindlichkeiten (Liquiditätsgrade) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.6 f. als Eigenschaft von Wirtschaftssubjekten, ihren Zahlungsverpflichtungen bei Aufforderung in jedem Zeitpunkt nachkommen zu können.

36 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 36 Liquidität : Begriffe (2) Liquidität Fähigkeit der Unternehmung, die zwingend fälligen Verbindlichkeiten jederzeit uneingechränkt erfüllen zu können. Liquiditäts- engpass kurzzeitige (nicht dauerhafte!) Liquiditätsprobleme, die im Falle der Wiederholung durchaus zu einer Beeinträchtigung der Bonität führen können. Zahlungs- unfähigkeit (Illiquidität)... auf dem Mangel an Zahlungsmitteln beruhende dauerhafte Unvermögen des Unternehmens, seine sofort zu erfüllenden Geldschulden noch im wesentlichen begleichen zu können Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.6 f.

37 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 37 Liquidität : Begriffe (3) Olfert, Klaus: Investition, 6. Aufl. Ludwigshafen 1995, S.45 ff. aktuelle Liquidität absolute Liquidität relative Liquidität...gegenwärtige und in absehbarer Zukunft liegende Liquidität......Eigenschaften von Vermögensteilen, als Zahlungsmittel verwendet oder in Zahlungsmittel umgewandelt werden zu können... - Liquidierbarkeit - Liquidierungsdauer - Liquidierungsbetrag...betrachtet die Größen der Aktivseite und der Passivseite der Bilanz... - statisch - dynamisch

38 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 38 Liquiditätserhaltung Liquiditätserhaltung situative Liquiditätssicherung...tägliche Abstimmung der Zahlungsströme und Bestimmung, Bildung und Auflösung der Liquiditätsreserve... kurzfristige Finanzierung...Ausrichtung an betrieblichen Leistungsprozessen......Disponierung des Innenfinanzierungsvolumens betrieblichen Leistungsprozessen......Disponierung des Innenfinanzierungsvolumens strukturelle Liquiditätssicherung...fristen- und konditionenkongruente Finanzierung von Investitionsvorhaben......Problem Anschlussfinanzierung./. Rentabilität Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.6 f....Daueraufgabe, absolute Nebenbedingung für die Sicherung der Existenz......Kernaufgabe des Finanzmanagements...

39 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 39 Finanzielles Gleichgewicht dispositive Liquidität strukturelle Liquidität Rentabilität Sicherung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit Sicherung einer gleichgewichtigen Kapitalstruktur Sicherung der hinreichenden Ertragskraft zu jedem Zeitpunkt gelte : ZM-Anfangsbestand + ZM-Einzahlungen - ZM-Auszahlungen = 0 ! anerkannte Finanzierungsregeln werden eingehalten ( Fristenstruktur, Verschuldungsgrad ) die leistungswirtschaft- lichen Ergebnisse reichen aus, die (risikoab- hängigen) Kosten von Fremd- und Eigenkapital mindestens zu decken Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.521

40 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 40 Kreditgeschäfte(grundsätzliches)

41 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 41 Sachdarlehen, § 607 Gelddarlehen, §§ Allgemeine Vorschriften §§ Spezielle Vorschriften für Verbraucherverträge §§ (früher: Verbraucherkreditgesetz) D a r l e h e n

42 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 42 Das verzinsliche Darlehen Regeltypus Verbesserung der Kündigungsbefugnisse - Kündigungsrecht wegen Vermögensverschlechterung, § 490 Abs. 1 BGB -Sonderkündigungsrecht bei grundpfandgesicherten Darlehen, § 490 Abs. 2 BGB Darlehensvertrag (ab Ende 2002)

43 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 43 § 488 BGB Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag (1) Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuerstatten. Darlehen

44 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 44 Die Arten von Kredit - Linien BankenKapitalmarktImmobilien Synthetische Linien H e r k u n f t

45 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 45 Banken Kapitalmarkt Gesamt - Linie Gesamt - Linie Kontokorrent Kontokorrent Wechsel Wechsel Darlehen / Kredite Darlehen / Kredite Avale (Bankbürgschaften) Avale (Bankbürgschaften) Leasing Leasing Factoring Factoring Anleihen Anleihen Commercial - Paper - Programme Commercial - Paper - Programme Medium Term Notes Medium Term Notes Kredit - Fazilitäten Kredit - Fazilitäten

46 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 46 Immobilien Synthetische Linien Hypotheken/ Hypotheken/ Grundschulden Grundschulden Einzel-Rahmen Einzel-Rahmen Gleichrangrahmen Gleichrangrahmen Auflösung von Arbitrage - Geschäften Auflösung von Arbitrage - Geschäften Verkauf von Wertpapieren im Bestand Verkauf von Wertpapieren im Bestand Wertpapier- Pensionsgeschäfte Wertpapier- Pensionsgeschäfte

47 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 47 Vorverhandlung Kreditantrag Kreditprüfung Kreditbereitstellung Kreditüberwachung Bearbeitungsstufen eines Kreditvertrages Kreditzusage Annahme der Kreditzusage Kredit- vertrag

48 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 48 Systematik für Kennzahlen der Finanzanalyse bestandsorientiertstromgrößenorientiert orientieren sich nur an den Größen der Bilanz orientieren sich an den Größen der Gewinn- und Verlustrechnung Vermögensstruktur Vermögensstruktur Kapitalstruktur Kapitalstruktur horizontale Bilanzstruktur horizontale Bilanzstruktur Finanzierungsregeln Finanzierungsregeln Liquiditätsregeln Liquiditätsregelnund Liquiditätskennzahlen Liquiditätskennzahlen Erfolgskennzahlen Erfolgskennzahlen absolute absolute relative relative Aktivitätskennzahlen Aktivitätskennzahlen Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.524

49 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 49 Systematik für Kennzahlen der Finanzanalyse stromgrößenorientiert stromgrößenorientiert da sie keine Beziehung zum Mitteleinsatz herstellen, sind sie zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit nur bedingt geeignet absolute Erfolgskennzahlen absolute Erfolgskennzahlen Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.524 Bilanzgewinn Bilanzgewinn Jahresüberschuss Jahresüberschuss geschätzter Steuerbilanzgewinn geschätzter Steuerbilanzgewinn Cash - Flow Cash - Flow

50 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 50 Systematik für Kennzahlen der Finanzanalyse stromgrößenorientiert stromgrößenorientiert sie stellen eine Beziehung zum Mitteleinsatz her, daher sind sie zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit geeignet relative Erfolgskennzahlen relative Erfolgskennzahlen Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.547 f. Die Messung der Wirtschaftlichkeit des Kapitaleinsatzes erfolgt durch Rentabilitätskennzahlen

51 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 51 Systematik für Kennzahlen der Finanzanalyse stromgrößenorientiert stromgrößenorientiert dienen der Charakterisierung und Kontrolle der Finanzpolitik Aktivitätskennzahlen Aktivitätskennzahlen Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.552 f. Umschlagshäufigkeiten Umschlagshäufigkeiten Personalwirtschaftliche Kennzahlen Personalwirtschaftliche Kennzahlen Zahlungsziele Zahlungsziele Investitions- und Abschreibungstätigkeiten Investitions- und Abschreibungstätigkeiten

52 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 52 Bestimmung des Eigenkapitals ( § 268 Abs.1 HGB) gezeichnetes Kapital gezeichnetes Kapital./. ausstehende Einlagen + Kapital- und Gewinnrücklagen + Bilanzgewinn (./. Bilanzverlust) + Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklagenanteil (hilfsweise 50%)./. aktiviertes Disagio = bilanzielles oder rechnerisches Eigenkapital Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.528

53 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 53 Bestimmung des Fremdkapitals langfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren langfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren mittelfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren mittelfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Fristigkeit des Kapitals als wichtiges Kriterium für die Kapitalstruktur Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.528

54 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 54 Bestimmung des langfristigen Fremdkapitals langfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren langfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren + Stiftungen und Darlehen von betriebszugehörigen Pensions- und Unterstützungskassen + langfristige Rückstellungen (insbesondere Pensionsrückstellungen) = langfristiges Fremdkapital Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.528

55 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 55 Bestimmung des kurz- und mittelfristigen Fremdkapitals./. langfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu fünf Jahren + kurzfristige Rückstellungen (sonstige Rückstellungen + Steuerrückstellungen) + passive Rechnungsabgrenzung = kurz- und mittelfristiges Fremdkapital Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.528 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten + Fremdkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklagenanteil (hilfsweise 50%)

56 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 56 Bestimmung des kurzfristigen Fremdkapitals Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr + passive Rechnungsabgrenzung = kurzfristiges Fremdkapital Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S kurzfristige Rückstellungen

57 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 57 Analysekennziffern Kennziffern zur Vermögensstruktur Anlagen- quote Anlagevermögen * 100 Bilanzsumme Aussagen über die Anlagenintensität und über den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Aussagen über die Fixkostenintensität des Unternehmens =

58 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 58 Kennziffern zur Kapitalstruktur Eigen- finanzierungs- grad Eigenkapital * 100 Bilanzsumme Aussagen über die Unabhängigkeit der Unternehmensleitung von Fremdkapitalgebern (=Gläubigern) Fremd- finanzierungs- grad Fremdkapital * 100 Bilanzsumme = = Analysekennziffern

59 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 59 Kennziffern zur Kapitalstruktur/ Wertpapieranalyse Bilanz- kurs Eigenkapital * 100 gezeichnetes (Grund-) Kapital stille Reserven incl. good-will gezeichnetes Kapital * (Börsenkurs in %./. Bilanzkurs in %) 100 % = = Analysekennziffern

60 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 60 Kennziffern zur Anlagendeckung Anlagendeckung ( Lit.:auch: Deckungsgrade A,B,C ) Anlagen- deckung I Eigenkapital * 100 Anlagevermögen Anlagen- deckung II ( Eigenkapital + lfr. Fremdkapital) * 100 Anlagevermögen = = Anlagen- deckung III ( Eigenkapital + lfr. Fremdkapital) * 100 = Anlageverm. + lfr.geb.Umlaufvermögen Olfert, Klaus: Finanzierung, 11. Aufl.,Ludwigshafen 2001 S.410 f. Analysekennziffern

61 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 61 goldene Finanzierungsregel goldene Finanzierungsregel = Grundsatz der Fristenkongruenz langfristiges Vermögen langfristiges Kapital kurzfristiges Vermögen kurzfristiges Kapital = = <= 1 Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.530 Analysekennziffern

62 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 62 goldene Bilanzregel goldene Bilanzregel Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital Anlagevermögen Anlagevermögen + langfristig gebundene Teile des Umlaufvermögens = = >= 1 Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.531 Analysekennziffern

63 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 63 Kennziffern zur Liquidität (Zahlungsfähigkeit) Barliquidität Liquidität 1. Grades sofort verfügbare Mittel * 100 kurzfristige Verbindlichkeiten Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch sofort verfügbare Mittel : Kasse + Bankguthaben + Schecks + notenbank- fähige Wechsel = Analysekennziffern

64 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 64 Kennziffern zur Liquidität (Zahlungsfähigkeit) Einzugsbedingte Liquidität Liquidität 2. Grades (Liquidität 1.Grades + Debitoren) * 100 kurzfristige Verbindlichkeiten Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch sofort verfügbare Mittel : Kasse + Bankguthaben + Schecks + notenbank- fähige Wechsel + durch Debitoreneinzug beschaffbare Mittel = Analysekennziffern

65 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 65 Kennziffern zur Liquidität (Zahlungsfähigkeit) Umsatzbedingte Liquidität Liquidität 3. Grades (Liquidität 2.Grades + Vorräte) * 100 kurzfristige Verbindlichkeiten Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch sofort verfügbare Mittel : Kasse + Bankguthaben + Schecks + notenbank-fähige Wechsel + durch Debitoreneinzug beschaffbare Mittel + veräußerbare Vorräte (R+H+B; UE+FE) = Analysekennziffern

66 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 66 Gesamte Verbindlichkeiten ( lang-, mittel-, kurzfristig)./. monetäres Umlaufvermögen ( soweit es innerhalb eines Jahres liquidierbar ist) = Effektivverschuldung Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.535 Effektivverschuldung Analysekennziffern

67 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 67 Bilanzgewinn / Jahresüberschuss Jahresüberschuss (bzw. Jahresfehlbetrag) Jahresüberschuss (bzw. Jahresfehlbetrag) + Gewinnvortrag (./. Verlustvortrag a.d. Vorjahr ) + Entnahmen aus Kapital- und Gewinnrücklagen./. Einstellungen aus dem Jahresüberschuss in Gewinnrücklagen, gesetzliche Rücklagen, Rücklagen für eigene Anteile, satzungsmäßige Rücklage, andere Gewinnrücklagen) = Bilanzgewinn (bzw. Bilanzverlust) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.537

68 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 68 Bestimmung des Cash - Flow Bilanzgewinn ( bzw. Bilanzverlust ) Bilanzgewinn ( bzw. Bilanzverlust ) + Zuführung zu den Rücklagen (./. Auflösung von Rücklagen)./. Gewinnvortrag aus der Vorperiode ( + Verlustvortrag aus der Vorperiode ) = Jahresüberschuss + Abschreibungen (./. Zuschreibungen ) + Erhöhung der langfristigen Rückstellungen (./. Verminderung der langfristigen Rückstellungen = Cash Flow ( aus externer Sicht) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.542 ff.

69 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 69 Bestimmung des Cash - Flow im weiteren Sinne Jahresgewinn ( bzw. Jahresverlust ) Jahresgewinn ( bzw. Jahresverlust ) + Erhöhung der Rücklagen zu Lasten des Ergebnisses + Erhöhung der Rücklagen zu Lasten des Ergebnisses./. Gewinnvortrag./. Gewinnvortrag + Erhöhung der langfristigen Rückstellungen + Erhöhung der langfristigen Rückstellungen./. Auflösung langfristiger Rückstellungen zug. d. Ergebnisses./. Auflösung langfristiger Rückstellungen zug. d. Ergebnisses + Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen und Beteiligungen + Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen und Beteiligungen + außerordentliche, betriebs- u. periodenfremde Aufwendungen + außerordentliche, betriebs- u. periodenfremde Aufwendungen + Verlustvortrag + Verlustvortrag./. Auflösung der Rücklagen zugunsten des Ergebnisses./. Auflösung der Rücklagen zugunsten des Ergebnisses./. außerordentliche, betriebs- u. periodenfremde Erträge./. außerordentliche, betriebs- u. periodenfremde Erträge = Cash Flow im weiteren Sinne = Cash Flow im weiteren Sinne Olfert, Klaus: Finanzierung, 11. Aufl.,Ludwigshafen 2001 S.413

70 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 70 Kennziffern zur Rentabilität Kapitalrentabilität Eigenkapital- rentabilität Jahresüberschuss * 100 Eigenkapital Verzinsung des eingesetzten Kapitals Gesamtkapital- rentabilität (Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen ) * 100 Gesamtkapital = = Analysekennziffern

71 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 71 Kennziffern zur Rentabilität Kapitalrentabilität auf der Basis des Cash - Flow Eigenkapital- rentabilität Cash - Flow * 100 Eigenkapital Verzinsung des eingesetzten Kapitals Gesamtkapital- rentabilität (Cash - Flow + Fremdkapitalzinsen ) * 100 Gesamtkapital = = Analysekennziffern

72 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 72 Kennziffern zur Rentabilität Umsatzrentabilität Umsatz- rentabilität Betriebsergebnis * 100 Jahresumsatz (Gesamtergebnis) Verhältnis Betriebsgewinn zu Umsatz - Gesamtunternehmen / Filialen / Abteilungen = Analysekennziffern

73 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 73 D a r l e h e n s a r t e n (aus Sicht der Bank) Überlassung von Liquidität 1) Überlassung von Bonität 2) kurzfristige Darlehen Kontokorrentkredit Diskontkredit mittel- bis langfristige Darlehen Realkredite Kommunaldarlehen Schuldscheindarlehen Sonderformen der Finanzierung Factoring Leasing Akzeptkredit Avalkredit 1) oft falsch als Geldleihe bezeichnet 2) oft falsch als Kreditleihe bezeichnet

74 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 74 (1) Steht jemand mit einem Kaufmanne derart in Geschäfts- verbindung, dass die aus der Verbindung entspringenden beiderseitigen Ansprüche und Leistungen nebst Zinsen in Rechnung gestellt und in regelmäßigen Zeitabschnitten durch Verrechnung und Feststellung des für den einen oder anderen Teil sich ergebenden Überschusses ausgeglichen werden (laufende Rechnung, Kontokorrent), so kann derjenige, welchem bei dem Rechnungsabschluß ein Überschuß gebührt, von dem Tage des Abschlusses an Zinsen von dem Überschusse verlangen, auch soweit in der Rechnung Zinsen enthalten sind. (2) Der Rechnungsabschluß geschieht jährlich einmal, sofern nicht ein anderes bestimmt ist. (3) Die laufende Rechnung kann im Zweifel auch während der Dauer einer Rechnungsperiode jederzeit mit der Wirkung gekündigt werden, dass derjenige, welchem nach der Rechnung ein Überschuß gebührt, dessen Zahlung beanspruchen kann. § 355 HGB (Kontokorrent)

75 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 75 Kontokorrentvertrag KreditinstitutKunde Einstellen der beiderseitigen Forderungen in das Kontokorrent Stundung der Einzel- ansprüche Saldofeststellung am Ende der Verrechnungs- periode Saldoforderung SollHaben Kunden - KK Stundung der Einzel- ansprüche Forderung a.d. Kunden Forderung a.d. Bank

76 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 76 Guthaben Haben (Euro) Soll (Euro) Guthaben Beanspruchung des eingeräumten Kredits geduldete Überziehung Kreditlinie 0 13 % 4% + 13 % = 17% Das Kontokorrentkonto

77 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 77 Summe der Zahlungsausgänge Summe der Zahlungseingänge Der Kontokorrentkredit (1) Der Kontokorrentkredit ist die geeignete Kreditart für den sich täglich verändernden Bedarf von Unternehmen an Fremdkapital Unternehmen Unternehmen zeitliche Überbrückung Kontokorrentkredit Kreditinstitut

78 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 78 Betriebsmittelkredit zur Finanzierung von Betriebsmitteln Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen Halbfabrikaten und Fertigerzeugnissen Zwischenkredit zur Vor- und Zwischenfinanzierung von erwarteten langfristigen Darlehen Saisonkredit Betriebsmittelkredit zur Abdeckung saisonabhängiger Finanzbedarfe Der Kontokorrentkredit (2)

79 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 79 Vorteile für das Unternehmen : Dispositionsfreiheit im Rahmen des vertraglichen Limits Zinsaufwand nur für den beanspruchten Kreditbetrag Liquiditätsreserve bis zur noch nicht ausgenutzten Kreditlinie Keine Zweckbindung der aufgenommenen Mittel Sofortige Tilgung durch Zahlungseingänge Kredit steht durch Prolongation meist mehrere Jahre zur Verfügung Der Kontokorrentkredit (3)

80 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 80 Vorteile für die Bank : Anlagemöglichkeit für liquide Mittel, insbesondere auch für kurzfristige Einlagen Erwirtschaftung von Erträgen durch variable Verzinsung und Einnahme von weiteren Entgelten Einblick in die Geschäftstätigkeit und Wirtschaftslage des Kunden Der Kontokorrentkredit (4)

81 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 81 Mittel- bis langfristige Kredite Realkredite Realkredite sind durch Grundpfandrechte, zweck- und objektgebundene Kredite an Personen und Personen und Unternehmen Unternehmen 1 a - Darlehen : abgesichert durch eine erstrangige Grundschuld 1 a - Darlehen : abgesichert durch eine erstrangige Grundschuld 1 b - Darlehen : abgesichert durch eine zweitrangige Grundschuld oder sonstige Sicherheiten Kreditgeber : Banken und Sparkassen, Bausparkassen Lebensversicherungen

82 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 82 Schuldscheindarlehen mittel- und langfristige Großdarlehen, die Unternehmen und der öffentlichen Hand gewährt werden. Zum Beweis der Darlehensschuld kann ein Schuldschein ausgestellt werden. Kreditgeber : Kreditinstitute refinanzieren sich im Schuldscheingeschäft, indem sie Teilbeträge der dem Schuldscheindarlehen zugrundeliegenden Forderungen an Großanleger abtreten oder in Pension geben (Pensionsgeschäft)

83 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 83 Leasing/ Factoring Factoring ist der …vertraglich festgelegte, laufende Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (meist vor Fälligkeit) durch einen Factor (spezielles Finanzierungsinstitut oder Kreditinstitut) unter Übernahme bestimmter Service- Funktionen und häufig auch des Ausfallrisikos. 1) 1) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.432ff. 2) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.436ff. Leasing ist die Vermietung und Verpachtung beweglicher und unbeweglicher Wirtschaftsgüter durch die Produzenten dieser Güter oder durch eigens dafür geschaffene Leasinggesellschaften. …werden Vertragsgestaltungen subsummiert, die vom normalen Mietvertrag bis zum verdeckten Raten-Kaufvertrag reichen. 2)

84 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 84 Leasing direktes Leasing indirektes Leasing Das Wirtschaftsgut wird durch den Hersteller selbst oder einer Leasinggesellschaft vermietet oder verpachtet Eine herstellerunabhängige Leasinggesellschaft z.B. Tochtergesellschaft einer Bank ( GEFA-Leasing als Tochter der Deutschen Bank) vermietet oder verpachtet Die Leasinggesellschaft trägt das Kreditrisiko wie eine herkömmliche Bank. Das Leasing hat somit einen kreditähnlichen Charakter Das Leasing hat somit einen kreditähnlichen Charakter

85 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 85 Leasing : Leasinggegenstand Kfz, DV-Anlagen, Werkzeugmaschinen, Ladeneinrichtungen, Baumaschinen…. Verwaltungsgebäude, Geschäftshäuser, Einkaufszentren…. Der Leasingnehmer verkauft ein ihm gehörendes Wirtschaftsgut an die Leasinggesellschaft, die es anschließend an den Leasingnehmer verleast. Mobilienleasing Immobilienleasing Sale-lease-back

86 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 86 Leasing : Serviceleistungen Der Leasinggeber übernimmt (teilweise) Leistungen wie Wartung, Reparaturen, Versicherungen des Leasinggegenstandes (Dienstleistungsleasing) Der Leasingnehmer trägt alle Leistungen selbst Full-Service-Leasing Teil-Service-Leasing Net-Leasing

87 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 87 Operate/ Financial Leasing Operate - Leasing Financial - Leasing Merkmale i.d.R. nicht mehr als ein Jahr Mittel- bis langfristig beträgt zwischen 40% und 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungs- dauer des Leasinggegenstandes Laufzeit i.d.R. jederzeit kündbar, oft jedoch Kündigungsfrist Während der Laufzeit (Grundmietzeit) keine Kündigung möglich Kündigung des Leasing- vertrages Rückgabe; Leasinggegenstand wird oft an weitere Leasingnehmer verleast - Rückgabe - Anschluss-Leasingvertrag mit neuen Bedingungen - Kauf zum vereinbarten Restwert oder zum Marktpreis Verfahren am Laufzeitende

88 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 88 Operate/ Financial Leasing Operate - Leasing Financial - Leasing Merkmale Standardprodukt (z.B. Kfz) Kauf durch die Leasinggesellschaft nach individuellen Vorstellungen des Leasingnehmers (z.B. Maschinen) Leasing- objekt Leasinggeber, Leasingraten reichen nicht zur Amortisation des Leasingobjektes Leasingnehmer, Vollamortisationsvertrag: Anschaffungswert des geleasten Gegenstandes wird voll zurückgezahlt Teilamortisationsvertrag: Anschaffungswert des geleasten Gegenstandes wird teilweise zurückgezahlt Investitions- risiko

89 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 89 Leasing: Bedeutung für das Firmenkundengeschäft Vorteile Nachteile Kein Einsatz von Eigen- oder Fremdkapital Verwendung der eingesparten Mittel für andere/ weitere Investitionen Ggf. Absetzbarkeit der Leasingrate als Aufwand (Grundmietzeit/ Werteverzehr) Vermeidung der Überalterung der Anlagen durch Rückgabe des Leasinggegenstandes Bilanzkennzahlen – Window-Dressing Kein Eigentumserwerb Fehlendes Anlagevermögen : Minderung evtl. später notwendiger Kreditsicherheiten Vollamortisation : Verlagerung des Investitionsrisikos auf den Leasingnehmer Kein Kündigungsrecht während der Grundmietzeit Verlagerung der Gefahrtragung auf den Leasingnehmer (Untergang, Zerstörung, mangelnde Funktionsfähigkeit).

90 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 90 Leasing : Steuerrechtliche Behandlung ohne Kaufoption Mit Miet- verlängerungsoption Zuordnung zum Wenn GMZ 40% - 90% der ND + Anschlussmiete ist größer als der Wertverzehr des WG Leasingeber:Wenn GMZ 40% - 90% der ND WennGMZ: Weniger als 40% oder mehr als 90% der ND oder : wenn bei einer GMZ von mind.40% und höchstens 90% die Anschlussmiete kleiner als der Wertverzehr des WG ist Leasingnehmer:WennGMZ: Weniger als 40% oder mehr als 90% der ND mit Kaufoption oder : wenn bei einer GMZ von mind.40% und höchstens 90% der Optionspreis kleiner als der Restbuchwert ist GMD = Grundmietzeit WG = Wirtschaftsgut ND = Nutzungsdauer + Optionskaufpreis ist größer als der Restbuchwert des WG

91 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 91 Factoring (1) Factoring ist der …vertraglich festgelegte, laufende Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (meist vor Fälligkeit) durch einen Factor (spezielles Finanzierungsinstitut oder Kreditinstitut) unter Übernahme bestimmter Service-Funktionen und häufig auch des Ausfallrisikos. 1) 1) Perridon, Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 10. überarb.Aufl.,München1999 S.432ff. Factor Kunde = Käufer Forderung Forderung 1 4 Verkauf der Forderung Verkauf der Forderung 2 Bereitstellung des Kaufpreises Bereitstellung des Kaufpreises3 Klient = Verkäufer

92 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 92 Factoring (2) Factoring-Institute sind häufig Tochtergesellschaften von Kreditinstituten oder Gesellschaften, die weitere Finanzgeschäfte betreiben. Sie verpflichten sich, für den Klienten verschiedene Funktionen zu übernehmen: Dienstleistungsfunktion Delkrederefunktion Finanzierungsfunktion - Debitorenbuchhaltung - Mahnwesen - Inkassowesen - Beratungswesen Mit ihr wird das Risiko einer möglichen Zahlungsunfähigkeit übernommen Hier erfolgt die Bevorschussung der angekauften Forderungen + = Unechtes Factoring + = echtes Factoring

93 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 93 Factoring (3) offenesFactoringstillesFactoringhalboffenesFactoring Hinweis in der Rechnung an den Kunden des Klienten, dass die Forderung abgetreten und nur noch an den Factor zu zahlen ist. Kein Hinweis in der Rechnung an den Kunden des Klienten, dass die Forderung abgetreten ist. Der Kunde zahlt ausschließlich an den Klienten, der die Zahlung weiterleiten muss. Hinweis in der Rechnung an den Kunden des Klienten, dass mit einem Factor zusammen- gearbeitet wird, ohne zu sagen, dass die Forderung abgetreten ist. Der Kunden kann dann an beide Partner leisten.

94 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 94 Festdarlehen jährliche oder halbjährliche Zinszahlung Tilgung des Darlehens am Ende der Laufzeit in einer Summe (z.B. durch fällige Kapitallebensversicherung oder ein Bauspardarlehen) Darlehensarten nach ihrer Zins- und Tilgungsvereinbarung (1)

95 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 95 Festdarlehen 1 Leistung des ersten Jahres Leistung des letzten ( 7.) Jahres Tilgung Laufzeit (Jahre) Euro 0 Z i n s e n Gesamt- leistung des 7. Jahres 7

96 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 96 Abzahlungsdarlehen fallende Jahresleistung bestehend aus Zins- und Tilgungsanteil Tilgungsbeträge bleiben gleich, die Jahresleistung sinkt um die eingesparten Zinsen Darlehensarten nach ihrer Zins- und Tilgungsvereinbarung (2)

97 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 97 Abzahlungsdarlehen Leistung des ersten Jahres Leistung des letzten (7.) Jahres Tilgungsanteil Laufzeit (Jahre) Euro 0 1 Z i n s e n 7

98 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 98 Tilgungsdarlehen (Annuitätendarlehen) gleichbleibende Annuität (jährliche Belastung aus Zins- und Tilgungsleistung) Tilgungsbeträge steigen im Umfang der eingesparten Zinsen; die verstärkte Tilgung führt zu einer Laufzeitverkürzung Darlehensarten nach ihrer Zins- und Tilgungsvereinbarung (3)

99 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 99 Annuitätendarlehen Leistung der ersten Periode Leistung der letzten ( 7.) Periode Perioden Euro Z i n s e n T i l g u n g s a n t e i l 1 7

100 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 100 Die Kreditsicherung (aus der Sicht der Bank) Kreditrisiko Gefahr des Ausfalls von Kreditforderungen (Zinszahlungen, Tilgungen), falls der Kreditnehmer seine Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag nicht, nicht termingerecht oder nicht im vollen Umfang erfüllt. Kreditsicherung Alle Maßnahmen der Vorsorge gegen die Gefahr einer vorübergehenden oder dauerhaften Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit eines Kreditnehmers. Kreditsicherheit Schuldrechtlicher oder dinglicher Anspruch des Kreditgebers (Sicherungsrecht) für den Fall, dass der Kreditnehmer seine Verpflich-tungen aus dem Kreditvertrag nicht erfüllt.

101 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 101 Sicherungsmittel Vermögenswerte eines Kreditnehmers, durch die der Kreditgeber seine Ansprüche aus dem Kreditvertrag in dem Fall abdecken kann, in dem der Kreditnehmer seine Verpflichtungen aus dem Vertrag nicht vertragsgemäß erfüllt Kredit- sicherungs- vertrag Die Besicherung eines Kredits kann im Darlehensvertrag selbst oder in einem selbständigen Sicherungsvertrag vereinbart werden. Der Sicherungsvertrag regelt Rechte und Pflichten des Kreditgebers ( = Sicherungsnehmer ) und des Kreditnehmers ( = Sicherungsgeber ) hinsichtlich der im Vertrag bestellten Sicherheiten Die Kreditsicherung (aus der Sicht der Bank)

102 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 102 Zweck- bestimungs- klausel Bei jeder Kreditbesicherung ist eine Vereinbarung über den Sicherungszweck erforderlich. Sie stellt die Verbindung zwischen der Sicherheit und der zu besichernden Forderung dar. Rating nach Basel II Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls des Unternehmens in der Zukunft Die Kreditsicherung (aus der Sicht der Bank)

103 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 103 Maßnahmen der Kreditsicherung : Kreditprüfung (aus der Sicht der Bank) Kreditfähigkeit Kreditfähigkeit Kreditwürdigkeit Kreditwürdigkeit angebotenen Sicherheiten angebotenen Sicherheiten Prüfung des antragstellenden Kreditnehmers :

104 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 104 Prüfung der Kreditfähigkeit (aus der Sicht der Bank) bei PrivatkundenFirmenkunden ledige, natürliche Personen ledige, natürliche Personen Ehepartner Ehepartner Einzelunternehmungen Einzelunternehmungen juristische Personen juristische Personen Personenhandels- gesellschaften Personenhandels- gesellschaften (nicht) rechtsfähige Personenvereinigungen (nicht) rechtsfähige Personenvereinigungen

105 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 105 Kreditwürdigkeit (aus der Sicht der Bank) persönliche Kreditwürdigkeit - Zuverlässigkeit - berufliche Qualifikation - unternehmerische Fähigkeiten - Erfahrung, Fleiß, Tüchtigkeit materielle Kreditwürdigkeit (wirtschaftliche Kreditwürdigkeit) PrivatkundenFirmenkunden - Einkommens- verhältnisse - Vermögens- verhältnisse - Ertragslage - Vermögenslage - Kapitalstruktur - Liquiditätslage - Auftragslage

106 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 106 Unterlagen für die Kreditwürdigkeitsprüfung (3) Firmenkunden (aus der Sicht der Bank) Jahresabschlüsse im Zeit- und Branchenvergleich Jahresabschlüsse im Zeit- und Branchenvergleich - Finanzierung ? - Investierung ? - Liquidität ? - Vermögensaufbau ? - Kapitalstruktur ? Geschäftsbücher / Lageberichte Geschäftsbücher / Lageberichte - Rentabilität ? - Auftragsbestand ? - Beschäftigungssituation ? - Debitoren- / Kreditorenziele ? - stille Reserven ? - Umsatzentwicklung ?

107 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 107 Unterlagen für die Kreditwürdigkeitsprüfung (3) Firmenkunden (aus der Sicht der Bank) Auskunft der Kontoführung Auskunft der Kontoführung Externe Auskünfte Externe Auskünfte Registerauszüge Registerauszüge Gesellschaftsverträge Gesellschaftsverträge Grundbuchauszüge Grundbuchauszüge Betriebsbesichtigungen Betriebsbesichtigungen Aktennotizen/ Besprechungsprotokolle Aktennotizen/ Besprechungsprotokolle

108 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 108 Ratingbausteine (1) (aus der Sicht der Bank) Ratingsystem gem.Basel II R a t i n g (aus der Sicht der Bank) Managementqualität Branchenentwicklung Marktposition des Unternehmens spezielle Risiken Finanzkennzahlen

109 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 109 Ratingbausteine (2) (aus der Sicht der Bank) Branchenentwicklung Marktposition des Unternehmens Managementqualität Umsatzentwicklung durchschnittliche Ertragsstärke Insolvenzquote... Entwicklung im Vergleich zur Branche Besonderheiten des Leistungsangebotes Gefährdungspotentiale durch Wettbewerber... Erfahrung und Kompetenz Mitarbeiterführung Organisationsstruktur strategisches Konzept Controlling...

110 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 110 Spezielle Risiken Finanzkennzahlen Personenrisiken Kundenrisiken Kundenabhängigkeit technische Risiken... Ratingbausteine (3) (aus der Sicht der Bank) Veränderung der Eigenkapitalquote Deckungsgrad des Anlagevermögens Cash-Flow in Relationen... Analyse, Bewertung und Gewichtung durch das Rating-System für zum Rating, einer Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls des Unternehmens in der Zukunft

111 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 111 Kreditgewährung Blanko Blanko Personalsicherheit Personalsicherheit Realsicherheit Realsicherheit ohne Bestellung von Sicherheiten gegen Verpflichtung einer zusätzlichen Person gegen Bestellung dinglicher Rechte für den Kreditgeber Rechte des Kreditgebers bei Zahlungsverzug des Kreditnehmers Zugriff auf das Vermögen des Kreditnehmers, jedoch ohne ein Vorrecht gegenüber anderen Gläubigern - Zahlungsanspruch gegen die dritte Person - evtl. Zugriff auf das Vermögen des Kredit- nehmers oder des Dritten, jedoch ohne Vorrecht gegenüber anderen Gläubigern - Bevorrechtigter Zugriff auf bestellte Sicherheit - evtl. Zugriff auf weiteres Vermögen des Kredit- nehmers, jedoch ohne Vorrecht gegenüber anderen Gläubigern

112 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 112 (1) Umfang Der Kunde räumt hiermit der Sparkasse ein Pfandrecht ein an Werten jeder Art, die im bankmäßigen Geschäftsverkehr durch den Kunden oder durch Dritte für seine Rechnung in ihren Besitz oder ihre sonstige Verfügungsmacht gelangen. Zu den erfassten Werten zählen sämtliche Sachen und Rechte jeder Art (Beispiele: Waren, Devisen, Wertpapiere einschließlich der Zins-, Renten- und Gewinnanteilscheine, Sammeldepotanteile, Bezugsrechte, Schecks, Wechsel, Konnossemente, Lager- und Ladescheine). Erfasst werden auch Ansprüche des Kunden gegen die Sparkasse (z.B. aus Guthaben). Forderungen des Kunden gegen Dritte sind an die Sparkasse abgetreten, wenn über die Forderungen ausgestellte Urkunden im bankmäßigen Geschäftsverkehr in die Verfügungsmacht der Sparkasse gelangen. Forderungen des Kunden gegen Dritte sind an die Sparkasse abgetreten, wenn über die Forderungen ausgestellte Urkunden im bankmäßigen Geschäftsverkehr in die Verfügungsmacht der Sparkasse gelangen. AGB-Pfandrecht, Nachsicherung, Sicherheitenfreigabe Nr. 21 – Pfandrecht, Sicherungsabtretung

113 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 113 Nr. 22 – Nachsicherung und Freigabe (1) Nachsicherungsrecht Die Sparkasse kann vom Kunden die Bestellung oder Verstärkung von Sicherheiten für seine Verbindlichkeiten verlangen, wenn sich aufgrund nachträglich eingetretener oder bekannt gewordener Umstände, z.B. aufgrund einer Verschlechterung oder drohenden Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden, eines Mithaftenden oder Bürgen oder des Werts bestehender Sicherheiten, eine Veränderung der Risikolage ergibt. (2) Freigabe-Verpflichtung Die Sparkasse ist auf Verlangen zur Freigabe von Sicherheiten nach ihrer Wahl verpflichtet, soweit der realisierbare Wert aller Sicherheiten den Gesamtbetrag aller Forderungen der Sparkasse nicht nur vorübergehend um mehr als 10 v. H. übersteigt. Diese Deckungsgrenze erhöht sich um den jeweils aktuellen Umsatzsteuersatz, soweit die Sparkasse im Verwertungsfall mit der Abführung der Umsatzsteuer aus Verwertungserlösen belastet ist. Die Sparkasse wird bei der Auswahl der freizugebenden Sicherheiten auf die berechtigten Belange des Kunden Rücksicht nehmen.

114 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 114 Kreditsicherheiten Personal- sicherheiten Realsicherheiten Rechte an Sachen Rechte an Rechten bewegliche Sachen (Mobilien) unbewegliche Sachen (Immobilien) - Bürgschaft - Garantie - Schuldbeitritt - Pfandrecht - Sicherungs- übereignung - Hypothek - Grundschuld - Rentenschuld - Abtretung (Zession) - Pfandrecht an Forderungen - Pfandrecht an sonstigen Rechten, z.B. Lizenzen

115 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 115 Sicherungsübereignung Sicherungsübereignung Sicherungsabtretung Sicherungsabtretung Sicherungsgrundschuld Sicherungsgrundschuld Akzessorische Sicherheiten Bürgschaft Bürgschaft Pfandrecht an beweglichen Sachen und Forderungen Pfandrecht an beweglichen Sachen und Forderungen Hypothek Hypothek Abstrakte Sicherheiten Rechtlicher Zusammenhang zwischen Sicherheit und Forderung

116 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 116 Akzessorische Sicherheiten Es besteht ein unmittelbarer rechtlicher Zusammenhang zwischen dem Sicherungsumfang und dem Umfang der zu sichernden Forderung. Die Sicherheit ist vom Umfang der gesicherten Forderung abhängig. Besteht die zu sichernde Forderung noch nicht oder nicht mehr, so entfällt auch die Sicherheit. Merkmale:

117 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 117 Es besteht kein unmittelbarer rechtlicher Zusammenhang zwischen dem Sicherungsumfang und dem Umfang der zu sichernden Forderung. Die Sicherheit ist vom Umfang der gesicherten Forderung unabhängig. Abstrakte Sicherheiten Merkmale: = Fiduziarische ( treuhänderische) Sicherheiten

118 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 118 Bürgschaften

119 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 119 (1) Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einzustehen. (2) Die Bürgschaft kann auch für eine künftige oder eine bedingte Verbindlichkeit übernommen werden. § 765 BGB. ( Wesen der Bürgschaft )

120 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 120 Zur Gültigkeit des Bürgschaftsvertrags ist schriftliche Erteilung der Bürgschaftserklärung erforderlich. Soweit der Bürge die Hauptverbindlichkeit erfüllt, wird der Mangel der Form geheilt. Formvorschriften bei Bürgschaften § 766 BGB. ( Schriftform der Bürgschaftserklärung )

121 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 121 Auf eine Bürgschaft, ein Schuldversprechen oder ein Schuldanerkenntnis finden, sofern die Bürgschaft auf der Seite des Bürgen, das Versprechen oder das Anerkenntnis auf der Seite des Schuldners ein Handelsgeschäft ist, die Formvorschriften des § 766 Satz 1, des § 780 und des § 781 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs keine Anwendung. Formvorschriften bei Bürgschaften § 350. HGB ( Formfreiheit )

122 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 122 Die Akzessorietät der Bürgschaft Die Bürgschaft ist abhängig von dem jeweiligen Bestand der zu sichernden Hauptschuld Schicksalsgemeinschaft § 767 BGB Haupt- schuld Bürgschafts- schuld Erhöhung nur durch die Kosten der Rechtsverfolgung möglich

123 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 123 Abhängigkeit der Bürgschaft : in der Entstehung Die Verpflichtung des Bürgen entsteht erst mit dem Bestehen der Hauptschuld im Umfang verringert sich die Hauptschuld, verringert sich die die Bürgschaftsschuld erhöht sich die Hauptschuld durch Zinsen und andere Nebenkosten, erhöht sich die Bürgschaftsschuld im Erlöschen erlischt die Hauptschuld, erlischt die Bürgschaftsschuld in den Einreden der Bürge kann alle dem Hauptschuldner zustehenden Einreden (z.B. Stundung, Verjährung, Aufrechnung) geltend machen, selbst wenn der Hauptschuldner darauf verzichtet hat

124 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 124 D i e B ü r g s c h a f t Dritter Dritter (Hauptschuldner) Bürge Kreditvertrag + Kreditauszahlung = Hauptforderung Nebenforderung Bürgschaftsvertrag Gläubiger (Kreditinstitut ) +

125 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 125 Arten der Bürgschaft gewöhnlicheBürgschaft selbstschuldnerischeBürgschaft Ausfallbürgschaft modifizierte Ausfallbürgschaft

126 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 126 Die Bürgschaft Gewöhnliche Bürgschaft Dritter Dritter (Hauptschuldner) Bürge Zwangsvollstreckung Inanspruchnahme Gläubiger (Kreditinstitut ) Inanspruchnahme erfolglos Einrede der Vorausklage 1 2 3

127 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 127 Die Bürgschaft Selbstschuldnerische Bürgschaft Dritter Dritter (Hauptschuldner) Bürge Fälligkeit 1) Inanspruchnahme Gläubiger (Kreditinstitut ) 2 1 1) 1) Bürgschaftsvertrag :... wird fällig, wenn der Hauptschuldner mit insgesamt zwei Raten im Verzug ist.....

128 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 128 Die Bürgschaft Ausfallbürgschaft Dritter Dritter (Hauptschuldner) Bürge Zwangsvollstreckung Inanspruchnahme Gläubiger (Kreditinstitut ) 2 1 erfolglos (=Ausfall)

129 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 129 Die Bürgschaft Modifizierte Ausfallbürgschaft Dritter Dritter (Hauptschuldner) Bürge 3. Mahnung 1) Inanspruchnahme Gläubiger (Kreditinstitut ) 2 1 1) 1) Bürgschaftsvertrag :... bei der dritten erfolglosen Mahnung gilt der Ausfall als erwiesen....

130 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 130 Kreditsicherheiten (Wh) Personal- sicherheiten Realsicherheiten Rechte an Sachen Rechte an Rechten bewegliche Sachen (Mobilien) unbewegliche Sachen (Immobilien) - Bürgschaft - Garantie - Schuldbeitritt - Pfandrecht - Sicherungs- übereignung - Hypothek - Grundschuld - Rentenschuld - Abtretung (Zession) - Pfandrecht an Forderungen - Pfandrecht an sonstigen Rechten, z.B. Lizenzen

131 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 131 Das Pfandrecht ist ein zur Sicherung einer Forderung bestelltes, dingliches Recht, das dem Pfandgläubiger die Befugnis einräumt, unter bestimmten Voraussetzungen Befriedigung aus dem verpfändeten Gegenstand zu suchen (§§ 1204ff. BGB). Die verschiedenen Pfandrechte gewähren dem jeweiligen Pfandgläubiger die gleichen Rechte. (§§ 804 ZPO, 1257 BGB) Pfandrechte

132 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 132 Vertragliches Pfandrecht Gesetzliches Pfandrecht Pfändungs- pfandrecht Pfandrechte

133 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 133 Arten (1) Entstehung Vertragliches Pfandrecht Das Pfandrecht entsteht durch Vertrag zwischen dem Verpfänder und dem Pfandgläubiger. Beispiele: - AGB-Pfandrecht Banken - Pfandvertrag zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber Gesetzliches Pfandrecht Das Pfandrecht besteht kraft Gesetzes, ohne dass die beteiligten Parteien vertraglich eine Verpfändung vereinbart haben. Beispiele: - Pfandrecht des Kommissionärs (§ 397 HGB) - Vermieterpfandrecht (§ 562 BGB) - Verpächterpfandrecht (§ 592 BGB)

134 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 134 Pfändungs- pfandrecht Das Pfandrecht entsteht im Wege der Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen eines säumigen Schuldners (§§ 803, 804 ZPO). Die Pfändung der im Eigentum des Schuldners befindlichen beweglichen Sachen erfolgt dadurch, dass der Gerichtsvollzieher diese Sachen in Besitz nimmt oder durch Anbringung des Pfandsiegels die Pfändung des Gegenstandes deutlich macht (§ 808 ZPO). Die Pfändung von Forderungen erfolgt durch Zustellung eines gerichtlichen Pfändungsbeschlusses (§ 829 ZPO). Im Überweisungsbeschluss wird der Drittschuldner zur Zahlung an den Gläubiger aufgefordert. Arten (2) Entstehung

135 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 135 Eine bewegliche Sache kann zur Sicherung einer Forderung in der Weise belastet werden, dass der Gläubiger berechtigt ist, Befriedigung aus der Sache zu suchen.Faustpfandprinzip": Die Bestellung erfolgt durch Einigung über die Entstehung des Pfandrechtes und Übergabe der Sache (§ 1205 BGB). Bedingtes Verwertungsrecht: Der Pfandgläubiger kann das Pfand nur bei Nichterfüllung des Kreditvertrages verwerten (§ 1228 BGB). Pfandrecht an beweglichen Sachen (Mobiliarpfandrecht)

136 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 136 Bedingtes Verwertungsrecht: Der Pfandgläubiger kann das Pfand bei Nichterfüllung des Kreditvertrages verwerten (§ 1228 BGB).Akzessorietät: Das Pfand haftet für die Forderung in ihrem jeweiligem Bestand (§ 1210 BGB). Rückgabepflicht des Pfandes bei Beendigung des Kreditverhältnisses (§ 1223 BGB). Rückgabepflicht Rückgabepflicht Pflicht zur Rückgabe des Pfandes bei Beendigung des Kreditverhältnisses (§ 1223 BGB). Pfandrecht an beweglichen Sachen (Mobiliarpfandrecht)

137 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 137 Voraussetzungen 1.Pfandreife Die pfandgesicherte Forderung muss fällig sein (§ 1228 BGB). 2. Androhung der Pfandverwertung (§ 1234 BGB) 3. Verwertung nach Ablauf einer Wartefrist: - bei Privatleuten: ein Monat nach Androhung der Pfandverwertung (§ 1234 BGB) - bei Kaufleuten: eine Woche nach Androhung der Pfandverwertung (§ 368 HGB) Ein erzielter Verwertungsüberschuss steht dem Kreditnehmer zu. Ein Fehlbetrag bleibt als Forderung zu Gunsten des Gläubigers bestehen. Verwertung des Pfandes

138 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 138 Verwertung des Pfandrechtes Pfandobjekt Formen der Verwertung bewegliche Sachen und Wertpapiere Grundsatz: öffentliche Versteigerung Zeit und Ort der Versteigerung sind dem Verpfänder mitzuteilen sowie öffentlich bekannt zu machen. Pfandgläubiger und Verpfänder können bei der Versteigerung mitbieten. Ausnahme: freihändiger Verkauf - Voraussetzung: das Pfand hat einen Börsen- oder Marktpreis - Verkauf durch öffentlich ermächtigten Handelsmakler (z.B. Verkauf von Effekten an der Börse) Rechtsgrundlage § 1221 BGB § 1235 BGB § 1237 BGB § 1239 BGB § 1293 BGB § 1295 BGB

139 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 139 Forderungen Einziehung der Forderung durch den Pfandgläubiger Nach der Pfandreife kann der Drittschuldner mit schuldbefreiender Wirkung nur noch an den Pfandgläubiger zahlen. § 1282 BGB Verwertung des Pfandrechtes Pfandobjekt Formen der Verwertung Rechtsgrundlage

140 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 140 Der Pfandgegenstand wurde rechtmäßig verwertet (§ 1242 BGB) Die Forderung, für die das Pfandrecht bestellt wurde, besteht nicht mehr (§ 1252 BGB) Der Pfandgläubiger gibt das Pfand dem Verpfänder zurück (§ 1253 BGB). Der Pfandgläubiger verzichtet auf das Pfandrecht (§ 1255 BGB). Erlöschen des Pfandrechts

141 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 141 Verpfändung von beweglichen Sachen Grundsatz : Das Pfandrecht setzt stets den Besitz des Pfandgläubigers voraus. Pfand- gegenstand Besitz d. Pfand- gegenstandes vor der Verpfändung Durchführung Edelmetalle Schmuck Inhaberschuld- verschrei- bungen/ Inhaberaktien/ Investment- zertifikate beim Verpfänder § 1205 (1)S.1, § 1293 Verpfänder = Kreditnehmer Pfandgläubiger = Kreditgeber Bestellung : 1. Einigung über die Entstehung des Pfandrechts 2. + Übergabe der Sache an den Pfandgläubiger Einigung Übergabe Faustpfandprinzip

142 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 142 Verpfändung von beweglichen Sachen Grundsatz : Das Pfandrecht setzt stets den Besitz des Pfandgläubigers voraus. Pfand- gegenstand Besitz d. Pfand- gegenstandes vor der Verpfän- dung Durchführung Inhaber- wertpapiere bei der Bank beim Pfandgläubiger § 1205 (1)S.2 Verpfänder = Kreditnehmer Pfandgläubiger = Kreditgeber Bestellung : 1. Einigung über die Entstehung des Pfandrechts Einigung

143 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 143 Sicherungs- übereignungen

144 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 144 E i g e n t u m s e r w e r b Eigentümer wird der Hersteller Bisherige Eigentümer werden Miteigentümer Das Eigentum am Grundstück erstreckt sich auch auf bewegliche Sachen, die mit ihm verbunden und wesentlicher Bestandteil werden. Herstellung einer neuen, wertvolleren Sache Der Eigentümer der Hauptsache erwirbt Allein- eigentum Die Sache bleibt im unmittelbaren Besitz des Veräußerers Die Sache ist bei einem Dritten Die Sache ist beim Erwerber § 946 BGB§§ 873 / 925 BGB § 950 BGB§§ 947/948 BGB § 930 BGB§ 931 BGB§ 929 BGB VerbindungAuflassung (Einigung) und Eintragung im Grundbuch VerarbeitungVermischung Vermengung Verbindung Einigung und Besitzkonstitut Einigung und Abtretung des Herausgabe- anspruchs EinigungEinigung und Übergabe Bei Grundstücken (unbeweglichen Sachen) Bei beweglichen Sachen

145 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 145 E i g e n t u m s v o r b e h a l t e Hersteller der Bauteile Computermontage § 455 [Eigentumsvorbehalt] Hat sich der Verkäufer einer beweglichen Sache das Eigentum bis zur Zahlung des Kaufpreises vorbehalten, so ist im Zweifel anzunehmen, daß die Übertragung des Eigentums unter der aufschiebenden Bedingung vollständiger Zahlung des Kaufpreises erfolgt und daß der Verkäufer zum Rücktritte von dem Vertrage berechtigt ist, wenn der Käufer mit der Zahlung in Verzug kommt. Verarbeitungs- vorbehalt Anschlußzession Forderung aus Kaufvertrag Multimedia GmbH Computech GmbHFischer Gmbh & Co. KG Computergroßhandel § 950. [Verarbeitung] (1) Wer durch Verarbeitung oder Umbildung eines oder mehrerer Stoffe eine neue bewegliche Sache herstellt, erwirbt das Eigentum an der neuen Sache, sofern nicht der Wert der Verarbeitung oder der Umbildung erheblich geringer ist als der Wert des Stoffes (2) Mit dem Erwerbe des Eigentums an der neuen Sache erlöschen die an dem Stoffe bestehenden Rechte. Eigentumsvorbehalt Eigentumsvorbehalt verlängert um Verarbeitungs- vorbehalt mit § 398. [Abtretung] Eine Forderung kann von dem Gläubiger durch Vertrag mit einem anderen auf diesen übertragen werden (Abtretung). Mit dem Abschlusse des Vertrags tritt der neue Gläubiger an die Stelle des bisherigen Gläubigers. Forderung aus Kaufvertrag

146 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 146 Sicherungsübereignung (1) Gesetzlich ist die Sicherungsübereignung nicht geregelt. Sie wurde als eine Art besitzloses Pfandrecht geschaffen und ist in der Rechtsprechung anerkannt. Die Sicherungsübereignung ist eine Eigentumsübertragung auf die Bank mit der Vereinbarung, dem Kreditnehmer die Nutzung (Besitz) zu überlassen und die zur Sicherung übereignete Sache nur bei Nichterfüllung der gesicherten Forderung zu verwerten. Die Sicherungsübereignung bietet sich insbesondere dann an, wenn der Kreditnehmer die angebotene Sicherheit zur Ausübung seines Berufes oder für Zwecke seines Unternehmens benötigt (Kfz, Maschinen, DV-Anlagen Lagerbestände)

147 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 147 Sicherungsübereignung (2) Die Sicherungsübereignung erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften über die Eigentumsübertragung durch Einigung und Besitzkonstitut (§930 BGB Kredit- nehmer Darlehensvertrag Besitzkonstitut Gläubiger (Kreditinstitut ) Einigung

148 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 148 Sicherungsübereignung (3) KreditnehmerSicherungsgeberKreditinstitutSicherungsnehmer bleibt unmittelbarer Besitzer des Sicherungsgutes aufgrund eines Besitzmittlungs- verhältnisses darf das Sicherungsgut weiter nutzen Wird im Außenverhältnis uneingeschränkter Eigentümer des Sicherungsgutes wird im Innenverhältnis treuhänderischer Eigentümer des Sicherungsgutes Darlehensvertrag (z.B. Betriebsmittelkredit) Einigung über den Eigentums- wechsel am Sicherungsgut + Vereinbarung eines Besitzmittlungsverhältnisses Sicherungsabrede zur genauen Spezifizierung des Sicherungsgutes (Bestimmtheitsgebot) Rückübertragung des Eigen- tumsrechts am Sicherungsgut nach Kreditrückzahlung

149 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 149 Sicherungsübereignung (4) Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen Raumsicherungsübereignung (Übereignung sämtlicher Gegenstände, die sich in einem abgegrenzten Raum befinden) Kraftfahrzeuge Maschinen Praxiseinrichtungen Warenlager mit festem Bestand Warenlager mit wechselndem Bestand

150 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 150 Risiken der Sicherungsübereignung (1) Risiken Erforderliche Maßnahmen zur Verminderung des Risikos - Kreditnehmer ist nicht Eigentümer. - Sache steht unter Eigentumsvorbehalt, - Sache ist gemietet, geliehen oder - Sache ist gemietet, geliehen oder - Sache ist bereits an Dritte übereignet (Doppelübereignung) - Sache ist bereits an Dritte übereignet (Doppelübereignung) - Kontrolle der Bezahlung der Lieferantenrechnungen - Erklärung des Kreditnehmers über die Eigentumsverhältnisse - Prüfung auf Kennzeichnung durch Dritte - Unerlaubte Veräußerung Den gutgläubigen Erwerb durch Dritte verhindern durch : - Markierung der Güter mit Eigentumsvermerk - Einbehaltung des KFZ-Briefes

151 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 151 Risiken der Sicherungsübereignung (2) Risiken Erforderliche Maßnahmen zur Verminderung des Risikos - Wertverlust der Sache - Regelmäßige Besichtigung und Bewertung - Schwundmarge einrechnen - Überdeckung - Versicherungen abschließen und abtreten lassen - Gesetzliches Pfandrecht (Vermieter, Verpächter, Spediteur) - Mieten, Pachten per Dauerauftrag ausführen und überwachen lassen - Vertragliche Vereinbarungen mit berechtigten Personen

152 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 152 Zessionen

153 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 153 Die Sicherungsabtretung (Sicherungszession) ist ein Vertrag, - durch den der bisherige Gläubiger (Zedent, Sicherungsgeber) - seine Forderung gegenüber einem Dritten (Drittschuldner) - auf einen anderen (Zessionar, Sicherungsnehmer) - überträgt (§§ 398 ff. BGB). Sicherungsabtretung (Zession)

154 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 154 Sicherungsgeber (Kreditnehmer) Zedent Kreditinstitut (Kreditgeber) Zessionar Abtretungsvertrag = Vereinbarung über den Forderungsübergang Darlehensvertrag Dritt- schuldner Forderung Sicherungsabtretung : Entstehung +

155 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 155 Arten der Abtretung stille Zession offene Zession der Drittschuldner wird von der Zession benachrichtigt der Drittschuldner zahlt mit schuldbefreiender Wirkung an den Zessionar der Drittschuldner wird von der Zession nicht benachrichtigt Der Drittschuldner zahlt mit schuldbefreiender Wirkung an den Zedenten (§407 BGB) Eine stille Zession kann jederzeit durch die Zessionsanzeige an den Drittschuldner zu einer offenen Zession umgewandelt werden. Das Kreditinstitut lässt sich für den Fall einer späteren Offenlegung der Zession vom Kreditnehmer blanko unterzeichnete Benachrichtigungsschreiben aushändigen.

156 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 156 Sicherungsabtretungen von Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen Globalzession Abtretung aller gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen gemäß Debitorenliste Mantelzession Abtretung existierender Forderungen gemäß Debitorenlisten Rahmenabtretungen laufende Abtretung von Forderungen bis zu einer festgesetzten Höhe Einzel- abtretungen

157 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 157 Vergleich Mantelzession und Globalzession MantelzessionGlobalzession GrundlageRahmenvertrag Zweck laufende Abtretung von Forderungen Übergang der Forderungen Einreichung der Debitorenlisten bzw. der Rechnungsduplikate mit Entstehen der Forderungen Einzureichende Unterlagen - Debitorenaufstellungen - Rechnungsduplikate, - Blankobenachrichtigungs- schreiben - monatliche Bestandsmeldungen, - Blankobenachrichtigungs- schreiben Wirkung der Einreichung konstitutivdeklaratorisch Bestimm- barmachung der Forderungen - Debitorenaufstellungen - Rechnungsduplikate durch genaue Kennzeichnung der Forderungsgruppen

158 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 158 Einzelabtretungen (Abtretung von Forderungen gegenüber einem Drittschuldner) Rahmenabtretungen (Globalzession) (Abtretung von Forderungen gegenüber mehreren Drittschuldnern) stille Zession Lebensversicherungs- ansprüche Ansprüche aus sonstigen Versicherungen (z.B. Feuerversicherung, Kaskoversicherung) Ansprüche aus Bausparverträgen Kontoguthaben bei anderen Kreditinstituten Lohn- und Gehaltsabtretung Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen offene Zession Vergleich Mantelzession und Globalzession MantelzessionGlobalzession

159 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 159

160 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 160 § 93. Wesentliche Bestandteile Bestandteile einer Sache, die voneinander nicht getrennt werden können, ohne dass der eine oder der andere zerstört oder in seinem Wesen verändert wird (wesentliche Bestandteile), können nicht Gegenstand besonderer Rechte sein. § 94. Wesentliche Bestandteile eines Grundstücks (1) Zu den wesentlichen Bestandteilen eines Grundstücks gehören die mit dem Grund und Boden fest verbundenen Sachen, insbesondere Gebäude, sowie die Erzeugnisse des Grundstücks, solange sie mit dem Boden zusammenhängen. Samen wird mit dem Aussäen, eine Pflanze wird mit dem Einpflanzen wesentlicher Bestandteil des Grundstücks. Das Grundstück ist ein im Grundbuch eingetragener, abgegrenzter Teil der Erdoberfläche Das Grundstückseigentum

161 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 161 § 95. Scheinbestandteile (1) Zu den Bestandteilen eines Grundstücks gehören solche Sachen nicht, die nur zu einem vorübergehenden Zwecke mit dem Grund und Boden verbunden sind. Das gleiche gilt von einem Gebäude oder anderen Werke, das in Ausübung eines Rechtes an einem fremden Grundstücke von dem Berechtigten mit dem Grundstücke verbunden worden ist. (2) Sachen, die nur zu einem vorübergehenden Zwecke in ein Gebäude eingefügt sind, gehören nicht zu den Bestandteilen des Gebäudes. § 96. Rechte als Bestandteile eines Grundstücks Rechte, die mit dem Eigentum an einem Grundstücke verbunden sind, gelten als Bestandteile des Grundstücks. Das Grundstückseigentum

162 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 162 § 97. Zubehör (1) Zubehör sind bewegliche Sachen, die, ohne Bestandteile der Hauptsache zu sein, dem wirtschaftlichen Zwecke der Hauptsache zu dienen bestimmt sind und zu ihr in einem dieser Bestimmung entsprechenden räumlichen Verhältnisse stehen. Eine Sache ist nicht Zubehör, wenn sie im Verkehre nicht als Zubehör angesehen wird. (2) Die vorübergehende Benutzung einer Sache für den wirtschaftlichen Zweck einer anderen begründet nicht die Zubehöreigenschaft. Die vorübergehende Trennung eines Zubehörstücks von der Hauptsache hebt die Zubehöreigenschaft nicht auf. Das Grundstückseigentum

163 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 163

164 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 164 Abteilung III: Grundpfandrechte Abteilung II : Lasten und Beschränkungen Abteilung I : Eigentümer Gliederung des Grundbuchs Bestandsverzeichnis Verzeichnis der Grundstücke Amtsgerichtsbezirk Tübingen Grundbuchamt Mössingen Band/ Blatt bzw. Heft Nr. 2094

165 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 165 Grundbucheintragungen m mAntrag eines Beteiligten (§13 GBO) und m mEintragungsbewilligung desjenigen, dessen Recht durch die Eintragung betroffen wird (§ 19 GBO) m mDer Antrag ist formfrei m mBewilligungen müssen notariell beurkundet werden Grundbucheintragungen erfolgen auf :

166 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 166 § 13. GBO: Antragsgrundsatz (1) Eine Eintragung soll, soweit nicht das Gesetz ein anderes vorschreibt, nur auf Antrag erfolgen. Der Zeitpunkt in welchem ein Antrag bei dem Grundbuchamt eingeht soll auf dem Antrage genau vermerkt werden. Der Antrag ist bei dem Grundbuchamt eingegangen, wenn er einem zur Entgegennahme zuständigen Beamten vorgelegt ist. Wird er zur Niederschrift eines solchen Beamten gestellt, so ist er mit Abschluß der Niederschrift eingegangen. (2) Antragsberechtigt ist jeder dessen Recht von der Eintragung betroffen wird oder zu dessen Gunsten die Eintragung erfolgen soll. § 19. GBO: Bewilligungsgrundsatz Eine Eintragung erfolgt, wenn derjenige sie bewilligt, dessen Recht von ihr betroffen wird. Grundbucheintragungen

167 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 167 Rangordnungen : m mFür Rechte in derselben Abteilung ist die räumliche Reihenfolge der Eintragungen maßgeblich m mFür Rechte in verschiedenen Abteilungen gilt die zeitliche Reihenfolge der Eintragungen Grundbucheintragungen

168 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 168 Abweichende Rangverhältnisse : Sollen mehrere Rechte eingetragen werden, können die Beteiligten bestimmen, dass diese Rechte bei der Eintragung einen abweichenden Rang erhalten Rangänderung : - Rangtausch - Einräumung eines Gleichrangs -Einräumung eines Vorrangs Rangvorbehalt : - Der Eigentümer behält sich einen bestimmten Rangplatz vor Grundbucheintragungen

169 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 169 Die Löschung von Eintragungen erfolgt durch Unterstreichen (rot) der Eintragung, Vermerk der Löschung in besonderer Rubrik. Sie erfordert die Löschungsbewilligung desjenigen, der aus der Eintragung berechtigt war. Löschung von Eintragungen Grundbucheintragungen

170 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 170 Die dinglichen Rechte in Abteilung II des Grundbuches Lasten Verfügungs- beschränkungen Vormerkungen und Widersprüche

171 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 171 Die beschränkt dinglichen Rechte in Abteilung 2 des Grundbuches Grunddienstbarkeit Beschränkte persönliche Dienstbarkeiten, z. B. Wohnrecht Nießbrauch Vorkaufsrecht Erbbaurecht... L a s t e n

172 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 172 Die beschränkt dinglichen Rechte in Abteilung 2 des Grundbuches Zwangsversteigerungs - und Zwangsverwaltungsvermerk Insolvenz-/ Konkursvermerk Testamentsvollstreckervermerk Umlegungs -, Sanierungs- und Entwicklungsvermerk.... Verfügungsbeschränkungen

173 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 173 Die beschränkt dinglichen Rechte in Abteilung 2 des Grundbuches Auflassungsvormerkungen Widerspruch wegen Abweichens der Eintragung von der Rechtslage Vormerkungen und Widersprüche

174 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 174 Beschränkt persönliche Dienstbarkeit § (Begriff) (1) Ein Grundstück kann in der Weise belastet werden, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, das Grundstück in einzelnen Beziehungen zu benutzen, oder dass ihm eine sonstige Befugnis zusteht, die den Inhalt einer Grunddienstbarkeit bilden kann (beschränkte persönliche Dienstbarkeit). Nießbrauch § (Begriff) (1) Eine Sache kann in der Weise belastet werden, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, die Nutzungen der Sache zu ziehen (Nießbrauch). (2) Der Nießbrauch kann durch den Ausschluß einzelner Nutzungen beschränkt werden. Der Berechtigte erhält ein Nutzungsrecht am Grundstück, der Eigentümer des belasteten Grundstücks hat das zu dulden Grunddienstbarkeit § (Begriff) Ein Grundstück kann zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks in der Weise belastet werden, dass dieser das Grundstück in einzelnen Beziehungen benutzen darf oder dass auf dem Grundstücke gewisse Handlungen nicht vorgenommen werden dürfen oder dass die Ausübung eines Rechtes ausgeschlossen ist, das sich aus dem Eigentum an dem belasteten Grundstücke dem anderen Grundstücke gegenüber ergibt (Grunddienstbarkeit). D i e n s t b a r k e i t e n Der Berechtigte erhält ein Nutzungsrecht an der Sache, der Eigentümer der Sache hat das zu dulden

175 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 175 Gegenstände des Pfandrechts Unbewegliche Sachen G r u n d p f a n d r e c h t Bewegliche Sachen Mobiliarpfandrecht Pfandrechte an mGrundstücken mGrundstücken und mgrundstücksgleichen mgrundstücksgleichen Rechten (Wohnungseigentum, Erbbaurecht H y p o t h e k G r u n d s c h u l d P f a n d r e c h t e Sachen Rechte

176 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 176 m mDas Grundstück m mdie wesentlichen Bestandteile m mdie getrennten Erzeugnisse und sonstigen Bestandteile m mZubehör, soweit im Eigentum des Grundstückseigentümers m mMiet- und Pachtzinsforderungen m mAnsprüche aus wiederkehrenden Leistungen zugunsten des Grundstückseigentümers m mdie Versicherungsforderungen Umfang des dinglichen Anspruchs Im Rahmen des Grundpfandrechtes haften :

177 Investition und Finanzierung/ Georg Boll 177 Grundpfandrechte : Überblick / Arten GrundschuldHypothek § [Begriff] (1) Ein Grundstück kann in der Weise belastet werden, dass an denjenigen, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, eine bestimmte Geldsumme aus dem Grundstücke zu zahlen ist (Grundschuld). (2) Die Belastung kann auch in der Weise erfolgen, dass Zinsen von der Geldsumme sowie andere Nebenleistungen aus dem Grundstücke zu entrichten sind. § [Zulässige Umwandlungen] Eine Hypothek kann in eine Grundschuld, eine Grundschuld kann in eine Hypothek umgewandelt werden. Die Zustimmung der im Range gleich- oder nachstehenden Berechtigten ist nicht erforderlich. § [Begriff] (1) Ein Grundstück kann in der Weise belastet werden, dass an denjenigen, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, eine bestimmte Geldsumme zur Befriedigung wegen einer ihm zustehenden Forderung aus dem Grundstücke zu zahlen ist (Hypothek). (2) Die Hypothek kann auch für eine künftige oder eine bedingte Forderung bestellt werden.


Herunterladen ppt "01.10.2008Investition und Finanzierung/ Georg Boll 1 Steuerfachgehilfen Investition und Finanzierung."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen