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Geschichte der Soziologie Karl Mannheim Max Scheler Wissenssoziologie.

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Präsentation zum Thema: "Geschichte der Soziologie Karl Mannheim Max Scheler Wissenssoziologie."—  Präsentation transkript:

1 Geschichte der Soziologie Karl Mannheim Max Scheler Wissenssoziologie

2 Geschichte der Soziologie 2 Max Scheler und Karl Mannheim Max Scheler (1874 in München in Frankfurt) Karl Mannheim (1893 in Budapest in London) Eine Soziologie des Wissens untersucht die fundamentale Tatsache der sozialen Natur alles Wissens (Wissensformen und die Gesellschaft, 1926) Die Wissenssoziologie ist... eine Lehre von der so genannten Seinsverbundenheit des Wissens (Wissenssoziologie, 1931)

3 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 3 Entwicklung der wissenssoziologischen Fragestellung in Deutschland Theoretische Prämissen: Entwicklung von Gesellschaften hängt von der Entwicklung von Wissenssystemen ab (Comte) Gebundenheit von Denkstilen an soziale Lagen und Klassen/Gruppen (Marx) Entzauberung der Welt Zerfall generalisierter Wertsysteme in der Moderne (M. Weber) Beobachtung der Pluralisierung der Denkstile (Simmel)

4 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 4 Erfahrungsweisen der Modernisierung Die soziale Gebundenheit des Wissens wird anschaulich durch: soziale Mobilität Ausdifferenzierung der Lebensstile, Individualisierung ideologische Polarisierung der Weimarer Republik Einsicht in die Relativität von Weltanschauungen

5 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 5 Entwicklung der wissenssoziologischen Fragestellung in Deutschland Resultat: Reflexivierung gesellschaftlicher Selbstbeschreibung durch die Frage nach sozialer Bedingtheit von Wissenssystemen; Bedarf einer neuen wissenschaftlichen Disziplin: Soziologie des Wissens

6 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 6 Entwicklung der wissenssoziologischen Fragestellung in Deutschland Zwei Richtungen wissenssoziologischer Fragestellung: Welches sind die anthropologischen Bedingungen und die gesellschaftlichen Auswirkungen der sozialen Genese des Wissens? (Max Scheler) Wie lässt sich die soziale Gebundenheit von Wissenssystemen (die Seinsgebundenheit des Wissens) untersuchen und welche Konsequenzen resultieren daraus für die Wissenschaft sowie für das Verständnis moderner Gesellschaften? (Karl Mannheim)

7 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 7 Philosophische Anthropologie und Wissenssoziologie Max Schelers Max Scheler: Vita und ausgewählte Werke: Studium der Philosophie, Psychologie, Soziologie und Medizin in München, Berlin und Jena u.a. bei Dilthey, Simmel und Eucken Promotion in Philosophie Habilitation für Philosophie in Jena Umhabilitierung nach München 1910-Aberkennung der Habilitation wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses 1913-Zur Phänomenologie und Theorie der Sympathiegefühle und von Liebe und Haß -Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik 1915-Der Genius des Krieges und der deutsche Krieg Bekehrung zum Katholizismus 1918/1919 -Berufung auf den Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie in Köln Austritt aus der Kirche Probleme einer Soziologie des Wissens 1926-Wissensformen und die Gesellschaft Die Stellung des Menschen im Kosmos - Ruf nach Frankfurt/Main

8 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 8 Philosophische Anthropologie und Wissenssoziologie Max Schelers Philosophisch-anthropologische Grundlagen Ausgangspunkt: Phänomenologie Husserls (wie Schütz); prägt als erster den Begriff Wissenssoziologie (1924) Philosophisch-anthropologischer Ansatz: Frage nach der Wissensgenese in der relativ natürlichen, d.h. vorwissenschaftlichen, Einstellung des Menschen unter Einbeziehung der Psychologie und der Naturwissenschaft Entstehung des Wissens um die Welt aus dem pragmatischen und sozialen Umgang mit ihr Mensch als vitales und geistiges Wesen verankert in der Sozialität

9 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 9 Schelers anthropologisches Modell Mensch vitalgeistig Drang, Trieb Organismus, Funktionen Umwelt, MilieuWelt, Offenheit Person als Einheit ihrer Akte Freiheit, Erkenntnis, Liebe, Werten Leib, Bewusstsein, Fühlen, Trieb Intime Person, soziale Person Sozialität Milieubildung als Funktion des Organismus Offenheit der Akte Formung der Welt durch Handeln und Erleben der Anderen dadurch Wertnahme, Zeigefunktion der Dinge, sinnhafte Welt, Vorgang des Wir vor dem Ich

10 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 10 Philosophische Anthropologie und Wissenssoziologie Max Schelers Wissenssoziologische Grundsätze: Alles Wissen (alltägliches sowie wissenschaftliches) ist sozial bedingt Kollektives Wissen ist dem individuellen Wissen vorgeordnet Wissensformen bestimmen das So-sein von Gesellschaften

11 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 11 Philosophische Anthropologie und Wissenssoziologie Max Schelers Real- und Idealfaktoren Entwicklung von Gesellschaften ist durch die Interaktion von Real- und Idealfaktoren (d.h. von dem Zusammenspiel von Sozialstruktur und Wissensstruktur) bedingt. Realfaktoren (selektieren und realisieren Wissen): – Verwandtschaft, Herrschaft, Wirtschaft Idealfaktoren (kreative Kräfte der Wissensentwicklung): –Beispiel des Zusammenwirkens: Die Ideen von Leonardo da Vinci konnten nur soweit verwirklicht werden, soweit die technischen Mittel seiner Zeit reichten.

12 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 12 Philosophische Anthropologie und Wissenssoziologie Max Schelers Die drei Wissensarten: Es lassen sich drei Wissensarten unterscheiden, die den Grundbedürfnissen des Menschen entsprechen und in der Geschichte unterschiedliche Konfigurationen und Ausprägung erfahren: –Heilswissen (Religion) –Lebenswissen (Philosophie) –Herrschaftswissen (instrumentelle Vernunft)

13 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 13 Karl Mannheim: Wissenssoziologie als Mittel der Zeitdiagnose Karl Mannheim: Vita und ausgewählte Werke Studium der Philosophie, Soziologie und Geschichte in Berlin, Paris und Budapest, u.a. bei Cassirer, Bergson, Troeltsch u. Simmel Promotion in Philosophie -Teilnahme am Sonntagskreis um Georg Lukacs, der ihm als Kultusminister der revolutionären Regierung von Béla Kun einen Posten an der Universität in Budapest verschafft nach der Niederschlagung der Revolution durch das Horty-Regime Flucht nach Wien Übersiedlung nach Deutschland mit Endstation in Heidelberg Das Problem einer Soziologie des Wissens Habilitation in Heidelberg durch Alfred Weber über Das konservative Denken in Deutschland Vortrag am 6. Deutschen Soziologentag in Zürich über Konkurrenz im Gebiete des Geistigen verschafft Mannheim den Ruf eines Jungstars der deutschen Soziologie. -Das Problem der Generationen Berufung nach Frankfurt/Main -Ideologie und Utopie Entlassung aus dem Staatsdienst durch die Nationalsozialisten; Emigration über Holland nach London Lecturer an der London School of Economics Mensch und Gesellschaft im Zeitalter des Umbaus 1942-Lecturer am Institute for Education der Londoner Universität 1943-Diagnosis of Our Time: Wartime Essays of a Sociologist 1945-ordentlicher Professor dortselbst

14 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 14 Karl Mannheim: Wissenssoziologie als Mittel der Zeitdiagnose Drei Perioden in Mannheims Werk: Kulturphilosophie und Kultursoziologie: historische und soziale Bedingtheit des Verhältnisses MenschKultur (Einflüsse: Simmel, Marx, Lukacs, Troeltsch, A. Weber) Entwicklung der Wissenssoziologie als soziologischer Spezialdisziplin Analyse der Ursprünge des Nationalsozialismus und Totalitarismus, Zeitdiagnose der Moderne

15 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 15 Wissenssoziologie als Mittel der Rationalisierung politischer Diskurse Ausgangspunkte: Evidenz der sozialen Bedingtheit von Denkstilen im Alltag der Moderne: Individuen durchlaufen im modernen Leben viele soziale Positionen, die mit unterschiedlichem Wissen verbunden sind. Marx-Kritik: Denkstile sind nicht nur an Klassen gebunden, die soziale Gebundenheit des Wissens gilt allgemein für alle soz. Gruppierungen (Generationen, soziale Gruppen, Parteien, Wissenschaft, etc.) dies wird auch in der politischen Debatte erkannt: Generalisierung des Ideologieverdachts Ideologiebegriff partikulartotal Nur ein Teil der Ideen/Vorstellungen des Gegners werden inhaltlich in Frage gestellt Die gesamte Bewusstseinsstruktur des Gegners einschließlich der kategorialen Apparatur (d.h. das Formale des Denkens) wird in Frage gestellt.

16 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 16 Wissenssoziologie als Mittel der Rationalisierung politischer Diskurse Wissenssoziologische Thesen: Aus der unausweichlichen sozialen Bedingtheit von Weltsichten folgt relative Gleichberechtigung aller Denkstandpunkte Typen gegenwärtiger Wissenssysteme: Konservatismus, Liberalismus, Sozialismus, Faschismus Unterscheidung zwischen Ideologie und Utopie, Moderne und Gegenmoderne (Faschismus, dogmatischer Marxismus) Freischwebende Intelligenz als potentieller Vermittler zwischen den Diskursen Ideologien und Utopien zeichnen sich aus durch SEINSTRANSZENDENZ = Ideen/Vorstellungen fallen mit bestehender Lebensordnung nicht zusammen Ideologie Utopie = Ideen/Vorstellungen, die nicht/nicht mehr verwirklichbar sind = Ideen/Vorstellungen, die mit dem Potential der Gegenwart übereinstimmen werden ins Handeln von Menschengruppen aufgenommen, transformieren die historische Seinswirklichkeit, sprengen die bestehende Lebensordnung

17 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 17 Methode der Wissenssoziologie und ihre Probleme Aspektenstruktur von Wissenssystemen als Mittel empirischer Analyse Aspektenstruktur: Stufen der Analyse von Wissenssystemen: Begriffe Kategorialapparatur Denkmodell Stufe der Abstraktion der Theorie Nach Analyse der Aspektstrukturen verschiedener politischer Strömungen Feststellung der Trägergruppen Problem des Relativismus und des Relationismus

18 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 18 Karl Mannheim: Wissenssoziologie als Mittel der Zeitdiagnose Zeitdiagnose: Genese des Nationalsozialismus aus der liberalistischen Atomisierung der Gesellschaft in den Massendemokratien Autoritäre Regime entwickeln Sozialtechniken, die durch Sozialleistungen die Menschen an sie binden. Notwendigkeit, diese Techniken auch im demokratischen Kontext zu entwickeln, um Bürger an die Demokratie zu binden. Mittel dafür: Sozialstaat, Planen für die Demokratie

19 Wissenssoziologie Geschichte der Soziologie 19 Wissenssoziologie: Karl Mannheim und Max Scheler Phänomenologischer Kreis in Göttingen (1912). Von links: Jean Hering, Schroder, Adolf Reinach, Hans Lipps, Theodor Conrad, Max Scheler, Alexander Koyré, Siegfried Hamburger, Hedwig Martius, Rudolf Clemens, Gustav Hubener, Alfred von Sybel. Julia und Karl Mannheim

20 Geschichte der Soziologie Karl Mannheim Max Scheler


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