Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Mediziner und Medizinische

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Mediziner und Medizinische"—  Präsentation transkript:

1 Mediziner und Medizinische
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen Hochschuldozent Klaus Schaper WS 2007/2008 Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 1

2 ROS Sauerstoff kann durch seinen radikalischen Charakter verschiedene organische Moleküle in Lebensmitteln und im Gewebe angreifen (Autoxidation). Die dabei entstehenden reaktiven Radikale werden allgemein als „Reactive Oxygen Species“ ROS oder auch als reaktive Sauerstoffspezies bezeichnet. Die ROS sind z. B. dafür verantwortlich, dass Fett ranzig wird und spielen auch in der Entstehung von Krebs eine große Rolle und führen zu Mutationen. Daher kann man Lebensmitteln Antioxidantien zusetzen. Dies schützt die Lebensmittel und die Lebewesen. Antioxidantien sind z. B. Vitamin E, aber auch Vitamin A, Provitamin A und verwandte. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 2

3 Max-Planck-Institute
ROS Antioxidantien sind z. B. Vitamin E, aber auch Vitamin A, Provitamin A und verwandte. SFB 663 Max-Planck-Institute Mülheim Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 3

4 Fragen 12.3/Zeeck Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 4

5 Inhalt: Organische Chemie
11 Kohlenwasserstoffe 11.1 Alkane 11.2 Cycloalkane 11.3 Reaktionen der Alkane 11.4 Alkene 11.5 Alkine 11.6 Aromaten 11.7 Thermodynamik und Kinetik Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 5

6 Alkene/Nomenklatur Alkene sind Kohlenwasserstoffe mit mindestens einer Doppelbindung. Es gilt die allgemeine Summenformel: CnH2n Man ersetzt im Namen des Alkans die Endsilbe –an durch –en. Wenn nötig gibt man die Position der Doppelbindung an. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 6

7 Alkene/Nomenklatur Alkene sind Kohlenwasserstoffe mit mindestens einer Doppelbindung. Man ersetzt im Namen des Alkans die Endsilbe –an durch –en. Veraltet gibt es auch die Bezeichnungen Ethylen für Ethen und Propylen für Propen (siehe Polyethylen und Polypropylen) Wenn nötig gibt man die Position der Doppelbindung an. Die Position der Doppelbindung erhält eine möglicht niedrige Zahl. Diese Regel ist „wichtiger“ als die entsprechende Regel für Reste. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 7

8 Alkene Alkene werden auch als ungesättigte Kohlenwasserstoffe, bzw. als Olefine bezeichnet. Wenn Ethen mit Chlor reagiert, bildet sich eine ölige Flüssigkeit. Das Wort Olefin bedeutet Ölbildner. Ethen ist ein Pflanzenhormon. Es beeinflusst Samenkeimung, Blütenentwicklung und die Reifung von Früchten. Daher soll man Bananen nicht mit anderem Obst gemeinsam lagern. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 8

9 Nomenklatur 2-Buten kann in zwei geometrisch verschiedenen Formen (zwei Konfigurationsisomeren) auftreten. Diese werden als cis- und trans-Form bezeichnet. Wie bei den Cycloalkanen redet man von dem cis-Isomer, wenn die gleichen Reste auf der gleichen Seite des Ringes stehen. Die cis-, trans-Nomenklatur setzt voraus, dass man zumindest ein paar gleicher Substituenten hat. Daher benutzt man heute bevorzugt die E-, Z-Nomenklatur (E wie entgegen, Z wie zusammen). Hier werden die Reste mit höchster Priorität verglichen. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 9

10 Prioritäten Daher benutzt man heute bevorzugt die E-, Z-Nomenklatur (E wie entgegen, Z wie zusammen). Hier werden die Reste mit höchster Priorität verglichen. Die Priorität wächst mit der Ordnungszahl. Bei gleichen Atomen in der Nachbarschaft entscheidet die Ordnungszahl der Atome, die als nächstes kommen. Dabei zählen doppelt gebundene Atome doppelt, dreifach gebundene Atome dreifach. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 10

11 Additionsreaktionen Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 11

12 Hydrierung Die Bindungsenergie einer C-C-Einfachbindung beträgt 348 kJ/mol. Die Bindungsenergie einer C-C-Doppelbindung beträgt 594 kJ/mol. Die Bindungsenergie einer C-H-Einfachbindung beträgt 413 kJ/mol. Die Bindungsenergie einer H-H-Einfachbindung beträgt 436 kJ/mol. 436 kJ/mol + (594 kJ/mol – 348 kJ/mol) – 2 * 413 kJ/mol = -144 kJ/mol Die Differenz ist die p-Bindung Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 12

13 Hydrierung Der beobachtete Wert stimmt gut mit dem berechneten überein. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 13

14 Additionsreaktionen Pd ist ein Katalysator, es senkt die Aktivierungsethalpie DG#, aber die Reaktionsenthalpie DG ändert sich nicht. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 14

15 Hydrierung Die beiden Wasserstoffatome addieren von der gleichen Seite an die Doppelbindung. Dies sieht man besonders deutlich im 1,2-Dimethylcyclohexen. Eine solche Addition nennt man cis. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 15

16 Addition von Chlorwasserstoff Synthese von Halogenalkanen
Das Proton ist ein Elektrophil. Umgekehrt ist das Alken ein Nucleophil. Bei dem elektrophilen Angriff des Protons auf das Alken entsteht ein Carbenium-Ion. Das Carbenium-Ion ist ein Elektrophil und greift das Chlorid-Anion an. Das Chlorid-Anion ist ein Nucleophil. Der Angriff des Elektronenpaares vom Chlorid-Anion wird durch einen Pfeil gekennzeichnet. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 16

17 Hydratisierung Die Hydratisierung von Alkenen läuft in Wasser nicht spontan ab. Schon der erste Schritt, die Protonierung des Alkens ist zu langsam. Daher muss man den pH senken (die Säurekonzentration erhöhen). Dann verläuft die Protonierung schnell und im Folgeschritt wird Wasser addiert. Anschließend wird ein Proton abgespalten. In Summe nimmt das Proton also nicht an der Reaktion teil! Ohne Protonen findet die Reaktion aber nicht statt. Das Proton ist ein Katalysator! Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 17

18 Regel von Markovnikov Марковников
Bei der Addition von Halogenalkanen und Wasser erfolgt die Addition so, dass das Wasserstoffatom bevorzugt dort addiert, wo schon mehr Wasserstoffatome stehen. Bevorzugtes Produkt! Stabileres Ion! Siehe Stabilität von Radikalen! Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 18

19 Bromaddtition Brom reagiert mit Alkenen zu 1,2-Dibromalkanen.
Auch dieser Prozess ist zweistufig. Es bildet sich ein p-Komplex. In diesem p-Komplex sind die beiden Bromatome nicht mehr identisch: Ein Atom ist formal positiv polarisiert, das andere negativ. Das positiv polarisierte Atom erhält Elektronendichte von der p-Bindung. Im nächsten Schritt wird die Bindung zwischen den beiden Bromatomen heterolytisch gespalten. Es entsteht ein Bromonium-Ion und ein Bromid-Ion. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 19

20 Bromaddtition Es entsteht ein Bromonium-Ion und ein Bromid-Ion.
Im Bromonium-Ion hat das Bromatom die formale Ladung +I. Das Bromid-Ion greift eines der beiden Kohlenstoffatome an, die dem Bromatom benachbart sind. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 20

21 Bromaddition Die beiden Bromatome stehen damit auf verschiedenen Seiten. Wenn das erste Bromatom von unten angreift, kommt das zweite Bromatom von oben. Dies wird insbesondere beim Cyclohexen deutlich. oben oben unten unten Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 21

22 Bildung von Alkenen Eliminierung
Im Prinzip ist jede Addition umkehrbar. Die Umkehrung der Addition ist die Eliminierung. Es handelt sich also immer um Gleichgewichtsreaktionen. Die Lage des Gleichgewichtes hängt von den äußeren Bedingungen ab. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 22

23 Dehydrierung und Dehydratisierung
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 23

24 Diene Verbindungen ohne Doppelbindung heißen Alkan.
Verbindungen mit einer Doppelbindung heißen Alken. Verbindungen mit zwei Doppelbindung heißen Alkadien, oder nur Dien. Die Lage der Doppelbindungen wird durch Zahlen angegeben. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 24

25 Konjugierte und isolierte Doppelbindungen
Wechseln sich einfach und Doppelbindung ab, so spricht man von konjugierten Doppelbindungen, Liegen sie weiter auseinander, so spricht man von isolierten Doppelbindungen. Im konjugierten Doppelbindungen gibt es kein sp3-Kohlenstoff zwischen den sp2-Kohlenstoffatomen. Dadurch entsteht eine schwache zusätzliche Bindung zwischen den Atomen in der Mitte, die man aber nicht zeichnet. Dadurch wird das System ein wenig stabiler (Mesomerie). Bei der Bromaddition findet neben der 1,2-Addition auch eine 1,4-Addition statt. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 25

26 Konjugierte und isolierte Doppelbindungen
Dadurch wird das System ein wenig stabiler (Mesomerie). Es gibt drei mesomere Grenzstrukturen. Zwei dieser Grenzstrukturen sind Zwitterionen, diese Grenzstrukturen sind wenig stabil und leisten einen geringen Beitrag. Es findet eine (geringe) Mesomeriestabilisierung statt. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 26

27 Isopren Isopren ist ein wichtiger Baustein für Naturstoffe.
Naturstoffe sind in der Natur (in Lebewesen) produzierte Substanzen. Aus Isopren entsteht in einer 1,4-Addition Natur-Kautschuk. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 27

28 PE/PVC/Teflon Künstliche Polymere (Kunststoffe – nicht Plastik) entstehen ebenfalls aus Alkenen. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 28

29 Nomenklatur b-Carotin, der orange-rote Farbstoff der Möhre.
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 29

30 Tetraterpene/Carotinoide
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 30

31 Tetraterpene/Carotinoide
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 31

32 Tetraterpene/Carotinoide
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 32

33 Fragen 12.4/Zeeck Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 33

34 Nomenklatur Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 34

35 Darstellung von Molekülen
sechsgliedrige Ringe Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 35

36 labile Stereozentren Thalidomid S, (-) (Contergan) Schlafmittel HIV
Lepra Krebs Missbildungen S, (-) R, (+) Spiegel- ebene Die Moleküle sind zwei Konfigurationsisomere! Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 36

37 Inhalt: Organische Chemie
11 Kohlenwasserstoffe 11.1 Alkane 11.2 Cycloalkane 11.3 Reaktionen der Alkane 11.4 Alkene 11.5 Alkine 11.6 Aromaten 11.7 Thermodynamik und Kinetik Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 37

38 Nomenklatur Alkine sind Kohlenwasserstoffe mit mindestens einer Dreifachbindung. Es gilt die allgemeine Summenformel: CnH2n-2 Man ersetzt im Namen des Alkans die Endsilbe –an durch –in. Wenn nötig gibt man die Position der Doppelbindung an. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 38

39 Inhalt: Organische Chemie
11 Kohlenwasserstoffe 11.1 Alkane 11.2 Cycloalkane 11.3 Reaktionen der Alkane 11.4 Alkene 11.5 Alkine 11.6 Aromaten 11.7 Thermodynamik und Kinetik Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 39

40 Benzol Alkane, Alkene, und Alkine sind Aliphaten.
Benzol ist kein Cyclohexatrien. Es verhält sich anders als ein typisches Alken. Es addiert kein Brom. Es handelt sich um einen Aromaten. Aromaten sind wie Aliphaten nicht mit Wasser mischbar! Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 40

41 Benzol Diese Verbindung sollten verschieden sein.
Man findet aber keine zwei verschiedenen 1,2-Dimethylbenzol-Verbindungen. In Realität existiert aber keine der beiden Verbindungen. Beide Strukturen sind nur mesomere Grenzsrukturen. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 41

42 Benzol Diese Verbindung sollten verschieden sein.
Man findet aber keine zwei verschiedenen 1,2-Dimethylbenzol-Verbindungen. In Realität existiert aber keine der beiden Verbindungen. Beide Strukturen sind nur mesomere Grenzsrukturen. Bei mesomeren Grenzstrukturen liegt die Wahrheit in der Mitte. Verbindungen mit mesomeren Grenzstrukturen sind besonders stabil! Die Elektronen sind delokalisiert. Mesomeriepfeil Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 42

43 Benzol Die Bindungslängen sind alle gleich und zwischen der Bindungslänge einer Einfach- und einer Doppelbindung. Aus 6 p-Orbitalen wird ein System von p-Orbitalen, in denen die 6 enthaltenen Elektronen delokalisiert sind. Aromaten haben 4n+2 cyclisch konjugierte p-Elektronen (Hückel-Regel). 4n+2 für n = 0, 1, 2, 3, 4, …: (2), 6, 10, 14, … Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 43

44 Benzol In der Natur gibt es aromatische Systeme, aber kein Benzol!
Benzol ist hydrophob. Es ist toxisch und cancerogen. Die toxische Wirkung tritt nicht nur beim verschlucken auf, sondern auch beim Einatmen der Dämpfe und bei Hautkontakt. Estradiol, ein Östrogen Adrenalin Morphin Dopamin Vitamin E Chinin Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 44

45 Benzol Sulfonamide (Antibiotika) Viagra Benzpyren (cancerogen)
Im Rauch (Zigarette, Holzkohle) Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 45

46 Benzol Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 46

47 Reaktionen des Benzol Elektrophile aromatische Substitution
Ein Elektrophil greift das aromatische System an. Es kommt zur Substitution von einem Proton durch das Elektrophil. Dies ist ein zweistufiger Prozess. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 47

48 Elektrophile aromatische Substitution Beispiele
In rot ist das tatsächliche Elektrophil gezeigt! Der eigentliche Katalysator ist FeBr3 Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 48

49 Sulphonierung/Nomenklatur
Es gibt 10 cyclisch konjugierte p-Elektronen Es gibt zwei Konstitutionsisomere! Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 49

50 Benzol Führt man die elektrophile Substitution an einem einfach substituierten Aromaten durch, können Produkte entstehen, die 1,2-, 1,3- oder 1,4-Substituiert sind. Diese bezeichnet man auch als ortho, meta, und para. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 50

51 Nomenklatur 2,4,6-Trinitrotoluol TNT
Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 51

52 Reaktionen des Benzol „ “ „ “ Bildung des Katalysators
Aktivierung des Broms (Ein freies Bromkation liegt nicht vor!) „ “ „ “ 1. Schritt Der s-Komplex ist wegen der mesomeren Grenzformen besonders stabil! Energiereich! Reaktions- koordinate! 2. Schritt Rückbildung des Katalysators Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 52

53 Reaktionen des Benzol Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 53

54 Fragen 12.6/Zeeck Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 54

55 Benzol Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 55

56 Inhalt: Organische Chemie
11 Kohlenwasserstoffe 11.1 Alkane 11.2 Cycloalkane 11.3 Reaktionen der Alkane 11.4 Alkene 11.5 Alkine 11.6 Aromaten 11.7 Thermodynamik und Kinetik Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 56

57 Thermodynamik Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 57

58 Thermodynamik DH0 beschreibt die Wärmetönung der Reaktion.
Sie hängt ab von der Änderung der Bindungsstärken. DS0 beschreibt die Änderung des Ordnungszustandes des Systems. DG0 beschreibt die Lage des Gleichgewichtes. Das Gleichgewicht kann fast vollständig auf einer Seite liegen (dann liegt quasi kein Gleichgewicht vor.) Die Thermodynamik beschreibt die Änderung der Energiezustände der Moleküle während der Reaktion. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 58

59 Kinetik Die Kinetik beschreibt die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen. Die Geschwindigkeit hängt von DG# ab. (Gibbs freie Aktivierungsenergie.) Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 59

60 Kinetik Die Geschwindigkeit der Reaktion von A nach B kann wie folgt beschrieben werden. Die Reaktion von A nach B ist unimolekular. Eine solche Reaktion nennt man Reaktion erster Ordnung. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 60

61 Kinetik Eine solche Reaktion nennt man erste Ordnung.
Reaktionen erster Ordnung können durch eine e-Funktion beschrieben werden. Reaktionen erster Ordnung haben eine konstante Halbwertszeit. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 61

62 Kinetik und Thermodynamik
Ausgehend von A können die Produkte B und C entstehen. Produkt B ist stabiler als C. Produkt B wird schneller gebildet als C. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 62

63 Kinetik und Thermodynamik
Ausgehend von A können die Produkte B und C entstehen. Produkt B ist stabiler als C (thermodynamische Kontrolle: B entsteht). Produkt C wird schneller gebildet als C (kinetische Kontrolle: C entsteht). Um thermodynamische Kontrolle zu erreichen, muss die Bildung von C reversibel sein (hohe Temperatur, lange Reaktionsdauer) Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 63

64 Reaktion zweiter Ordnung
Die Reaktion ist bimolekular. Eine bimolekulare Reaktion ist eine Reaktion zweiter Ordnung. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 64

65 Reaktion zweiter Ordnung
Die Umwandlung von A nach C und D ist langsam. Der langsamste Schritt einer Reaktion bestimmt die Gesamtgeschwindigkeit. Dieser Schritt wird als geschwindigkeitsbestimmender Schritt bezeichnet. Die Ordnung einer Reaktion ergibt sich aus der Ordnung des geschwindigkeitsbestimmenden Schritt. Die Umwandlung von A nach C und D ist unimolekular. Die oben beschriebene Reaktion ist 1. Ordnung. Ein Beispiel für eine solche Reaktion ist eine SN1-Reaktion (siehe später). Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 65

66 Reaktion pseudo 1. Ordnung
Wenn B verglichen mit A in einem sehr großen Überschuss vorliegt, ändert sich die Konzentration von B fast nicht. Bsp.: Die Konzentartion an A ist mol/l, Die Konzentration von B ist 1 mol/l A wird vollständig verbraucht. Die Konzentration von B sinkt auf mol/l  mol/l. Die Reaktion ist pseudo 1. Ordnung. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 66

67 Geschwindigkeitskonstante
Die Geschwindigkeitskonstante ist keine Konstante, sondern eine Funktion der Temperatur. Je höher die Temperatur, desto mehr Moleküle haben genug Energie, um die Energiebarriere zu überwinden. Es gilt, dass eine Reaktion durch Temperaturerhöhung um 10 °C um den Faktor zwei bis vier schneller wird. Weil die Geschwindigkeitskonstante von der Temperatur abhängt, hängt auch die Gleichgewichtskonstante von der Temperatur ab. DH und DS sind temperaturabhängig (DG = DH – T*DS) Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 67

68 Katalyse Bei Reaktionen organischer Moleküle müssen Bindungen gebrochen werden. Daher existiert häufig ein energiereicher Übergangszustand. Daher laufen solche Reaktionen häufig langsam ab. Die notwendige Aktivierungsenergie kann durch Erhitzen zugeführt werden. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 68

69 Katalyse Die notwendige Aktivierungsenergie kann durch Erhitzen zugeführt werden. Ein Katalysator senkt die Aktivierungsenergie (Die Reaktion wird schneller). Die Lage des Gleichgewichtes ändert sich nicht. Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 69

70 Enzyme Der Begriff Katalyse wurde 1835 von J. J. Berzelius geprägt.
Der Begriff Enzym wurde 1877 von W. F. Kühne für Katalysatoren in Lebenden Wesen eingeführt. James Batcheller Sumner entdeckte 1926, dass Enzyme Proteine sind (Nobelpreis 1946). Tom Cech hat 1982 entdeckt, das es auch andere katalytische Spezies (RNA) in Lebewesen gibt (Ribozyme, Nobelpreis 1989). Berzelius Kühne Sumner Cech Chemie für Mediziner und Medizinische Biologen an der Universität Duisburg-Essen Organische Chemie Seite 70


Herunterladen ppt "Mediziner und Medizinische"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen