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Manierismus Manierismus (ital. maniera: Stil, Manier) bezeichnet eine Spätform der Renaissance in Malerei, Baukunst, Plastik, Musik und Literatur. Der.

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Präsentation zum Thema: "Manierismus Manierismus (ital. maniera: Stil, Manier) bezeichnet eine Spätform der Renaissance in Malerei, Baukunst, Plastik, Musik und Literatur. Der."—  Präsentation transkript:

1 Manierismus Manierismus (ital. maniera: Stil, Manier) bezeichnet eine Spätform der Renaissance in Malerei, Baukunst, Plastik, Musik und Literatur. Der Manierismus umfasst in Italien etwa die Zeit von , in Frankreich etwa , in Deutschland etwa In der Literatur dauert der Manierismus bis etwa 1630 an.ital.RenaissanceMalereiBaukunstPlastikMusikLiteraturItalien Frankreich Der Begriff Manierissmus wurde von Giorgio Vasari eingeführt,. um den Stil des späten Michelangelo zu charakterisieren, und wurde auf dessen Nachfolger verallgemeinert.Giorgio VasariMichelangelo

2 Inhaltsverzeichnis 1 Stilmerkmale und Geistesgeschichte 2 Baukunst und Plastik –2.1 Italien2.1 Italien –2.2 Frankreich2.2 Frankreich –2.3 Spanien2.3 Spanien –2.4 Deutschland und Österreich2.4 Deutschland und Österreich 3 Malerei und Graphik 4 Literatur 5 Bedeutende Vertreter –5.1 Baukunst und Plastik5.1 Baukunst und Plastik –5.2 Malerei und Graphik5.2 Malerei und Graphik –5.3 Literatur5.3 Literatur 6 Literaturangaben

3 Stilmerkmale und Geistesgeschichte Allgemein ist der Manierissmus gekennzeichnet durch eine Abkehr von den harmonischen und ausgewogenen Kompositionen der Hochrenaissance, die zu einer gesuchten, gezierten, kapriziösen und spannungsgeladenen Manier führte, deren allegorische und enigmatische Darstellungen nur von eingeweihten Kennern (besonders des aufstrebenden Bürgertums) verstanden werden sollten. In der Bildhauerei ist die Figura Serpentinata (s. Giambolognas "Raub der Sabinerin" in Florenz) charakteristisch für den Manierismus.HochrenaissanceallegorischeenigmatischeFigura Serpentinata Giambolognas"Raub der Sabinerin" Im Gartenbau drückt sich die Vorliebe des Manierismus für das Groteske und Überraschende durch Grotten und Wasserspiele aus. Deren Tricktechnik inspirierte schließlich René Descartes zu seiner Theorie des menschlichen Automaten.Grotten WasserspieleRené Descartes Automaten Obgleich der Manierismus sich parallel zur Spätrenaissance Michelangelos, da Vincis, Raffaels und Tizians entwickelt hatte, fällt seine Entstehungszeit mit politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen in Italien und Europa zusammen: Neu entstandene, ehedem bürgerliche Adelsfamilien (Medici) kamen in den alten Stadtrepubliken (Florenz) an die Macht; der für Italien wichtige Mittelmeerhandel verlor nach der "Entdeckung" Amerikas deutlich an Bedeutung, das habsburgische Spanien stieg zur Weltmacht auf, und ausgehend von Deutschland gestalteten Reformation und Gegenreformation ganz Europa um eskalierte die Situation als spanische, italienische und deutsche Söldner in habsburgischen Diensten Rom überfielen, plünderten und den Medici-Papst Klemens VII. gefangen setzten (Sacco di Roma). Unter dem Eindruck dieser Ereignisse kamen die manieristischen Künstler zu dem Schluss, dass das Programm der Renaissance, die Schönheit der Natur durch die Kunst zu verherrlichen, verfehlt und dass stattdessen die Natur durch die Kunst zu überwinden und zu erlösen sei. Dabei haben auch neuplatonische, gnostische und alchemistische Gedanken eine Rolle gespielt.Michelangelosda VincisRaffaelsTiziansMediciFlorenzAmerikasSpanien ReformationGegenreformationEuropa1527Papst Klemens VII.Sacco di Roma neuplatonischegnostischealchemistische Während die Renaissance noch eine hauptsächlich italienische Kulturleistung gewesen ist (die indes ins übrige Europa exportiert wurde), war der Manierismus die vielleicht erste europäische Kunstbewegung überhaupt. Vor allem Flamen (Giambologna, Stradanus) zogen nach Italien, um dort zu lernen und zu wirken, wobei sie ihre Kunstauffassungen mitbrachten und die Spätrenaissance bereicherten. Eine wichtige Rolle spielte der von Gutenberg erfundene Buchdruck, der es ermöglichte, Kupferstiche oder Holzschnitte in ganz Europa zirkulieren zu lassen. Insbesondere die Werke Dürers wurden so in Italien bekannt gemacht und aufgegriffen.GiambolognaStradanusItalien GutenbergKupfersticheHolzschnitteDürers

4 Baukunst und Plastik Italien In Italien ist neben Rom Oberitalien mit den Städten Florenz, Mantua, Vicenza und Venedig das Zentrum des Manierismus. Eines der ersten manieristischen Bauwerke sind Vasaris Uffizien in Florenz. Der Palazzo del Te in Mantua, die von Vignola gebaute Villa Farnese in Caprarola und der von Ammanati umgebaute Palazzo Pitti in Florenz sind representative Herrschaftssitze im Stil des Manierismus. Frankreich In Frankreich sticht vor allem Fontainebleau hervor. Spanien Philipp II. ließ sich außerhalb von Madrid das Escorial als Burg, Kloster und Prunkschloss errichten. Deutschland und Österreich Bedeutendstes Zentrum des Manierismus in Deutschland ist München. Der Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses ist ein wichtiges Bauwerk des deutschen Manierismus. In Österreich gilt Salzburg mit dem Schloss Hellbrunn und seinen Gartenanlagen und Wasserspielen als Beispiel des späten Manierismus auf der Schwelle zum Frühbarock. Als eine Hochburg des europäischen Manierismus gilt Prag zur Zeit Kaisers Rudolf II.

5 Malerei und Graphik Nach Vasari sind Architektur und Malerei Kinder der Zeichenkunst. Das macht sich in der Malerei durch die Bevorzugung der Linie vor der Fläche bemerkbar. Proportitionen werden stark verzerrt (lange Körper, Beine, Hälse: s. Abb. 1) und Körper posieren in den unmöglichsten, dynamischen Verrenkungen [1]; die Perspektive wird gezielt mißachtet (Abb. 2). Weitere Stilelemente sind grelle und krasse Farbunterschiede [2], die z.T. schon expressionistisch anmuten, und Vexierbilder [3] sowie Anamorphosen. Abb. 1: Parmigianino: Madonna mit dem langen Hals (nächste seite) Abb. 2: Parmigianino: Selbstbildnis Die innovativen Stilelemente des Manierismus wurden vom Barock aufgegriffen, was Frühbarock und Manierismus leicht verwechselbar macht. Dennoch gibt es einen großen programmatischen Unterschied: Der Manierismus wendet sich an den Verstand und liebt intellektuelle Spielereien und Anspielungen; der Barock, als Kunstform der Gegenreformation, wendet sich an das (religiöse) Gefühl und versucht zu überreden, nicht zu überzeugen. Manieristische Stilexperimente sind Vorbilder für den Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus und Kubismus.

6 Abb. 1: Parmigianino: Madonna mit dem langen Hals. Abb. 2: Parmigianino: Selbstbildnis.

7 Literatur Nach G. R. Hocke sind Anagramm und Akronym, Epigramm und Oxymoron die typischen Stilmittel manieristischer Sprach-Alchemie in der Literatur.G. R. HockeAnagrammAkronym EpigrammOxymoron

8 Bedeutende Vertreter Baukunst und Plastik Michelangelo, Giorgio Vasari, Giambologna, Benvenuto Cellini, Alessandro Vittoria, Adriaen de Vries, Bartolomeo Ammanati, Giacomo della Porta, Ludwig MünstermannMichelangeloGiorgio VasariGiambolognaBenvenuto CelliniAlessandro VittoriaAdriaen de VriesBartolomeo AmmanatiGiacomo della Porta Ludwig Münstermann Malerei und Graphik Michelangelo, Tintoretto, Giorgio Vasari, Pontormo, Parmigianino, Arcimboldo, El Greco, Rosso Fiorentino, Federigo Zuccari, Hendrik Goltzius, Albrecht Dürer, Cornelis Cornelisz van Haarlem, Martin van Heemskerck, Giovanni Stradanus, Denijs Calvaert, Joachim Wtewael, Bartolomäus Spranger, Caravaggio, Bronzino, Antonine Caron de Beavais, Orazio Grevenbroeck, Domenico Beccafumi, Lelio Orsi, Albrecht Altdorfer, Hans Bock d. Ä., Gianbattista Bracelli, Luca Cambiaso, Lorenz Stoer, Ehard Schön, Jacob Swanenburgh, Giuseppe ArcimboldiMichelangeloTintorettoGiorgio VasariPontormoParmigianino ArcimboldoEl GrecoRosso FiorentinoFederigo ZuccariHendrik GoltziusAlbrecht DürerCornelis Cornelisz van HaarlemMartin van HeemskerckGiovanni StradanusDenijs CalvaertJoachim Wtewael Bartolomäus SprangerCaravaggioBronzinoAntonine Caron de Beavais Orazio GrevenbroeckDomenico BeccafumiLelio OrsiAlbrecht Altdorfer Hans Bock d. Ä.Gianbattista BracelliLuca CambiasoLorenz StoerEhard SchönJacob SwanenburghGiuseppe Arcimboldi Literatur Michelangelo, Gianbattista Marino, Cervantes, Hofmannswaldau, Francois Rabelais, Ludovico Ariost, Luís de Góngora, Baltasar Gracián, William Shakespeare, Georg Philipp Harsdörffer, Emanuele Tesauro, Giovanni Battista Guarini, Torquato Tasso, Edmund Spenser, SperoniMichelangeloGianbattista MarinoCervantesHofmannswaldauFrancois RabelaisLudovico AriostLuís de GóngoraBaltasar GraciánWilliam ShakespeareGeorg Philipp HarsdörfferEmanuele TesauroGiovanni Battista GuariniTorquato TassoEdmund SpenserSperoni

9 Literaturangaben Burck, Erich: Vom römischen Manierismus, Darmstadt 1971Burck, Erich Gustav René Hocke: Die Welt als Labyrinth. Manier und Manie in der europäischen Kunst. Rowohlt, Hamburg, Gustav René Hocke: Manierismus in der Literatur. Sprach-Alchemie und esoterische Kombinationskunst. Rowohlt, Hamburg, Tibor Klaniczay: Renaissance und Manierismus. Zum Verhältnis von Gesellschaftsstruktur, Poetik und Stil. Akademie-Verlag, Berlin John Shearman: Manierismus. Das Künstliche in der Kunst. Athenäum, Frankfurt a.M Jacques Bousquet: Malerei des Manierismus. Die Kunst Europas von 1520 bis Bruckmann, München 1985 (3. Aufl.). Franzsepp Würtenberger: Der Manierismus. Der europäische Stil des sechzehnten Jahrhunderts. Verlag Anton Schroll, Wien Werner Hofmann: "Zauber der Medusa. Europäische Manierismen" Wien 1987, Löcker Verlag

10 Impressum Chefredakteur: Prof. Dr. Serdal Boran Stellv. Chefredakteure: Prof. Dr. Serdal Boran CvD: Prof. Dr. Serdal Boran Politik: Prof. Dr. Serdal Boran Wirtschaft: Prof. Dr. Serdal Boran Netzwelt: Prof. Dr. Serdal Boran Panorama: Prof. Dr. Serdal Boran Kultur:Prof. Dr. Serdal Boran Zwiebelfisch: Prof. Dr. Serdal Boran Wissenschaft: Prof. Dr. Serdal Boran Sport: Prof. Dr. Serdal Boran Auto/Reise: Prof. Dr. Serdal Boran Forum:Prof. Dr. Serdal Boran Volontär: Prof. Dr. Serdal Boran Berlin: Prof. Dr. Serdal Boran International: Prof. Dr. Serdal Boran Art Director: Prof. Dr. Serdal Boran Bildredaktion: Prof. Dr. Serdal Boran Produktion: Prof. Dr. Serdal Boran Technische Grafik: Prof. Dr. Serdal Boran Webmaster: Prof. Dr. Serdal Boran Autoren: Prof. Dr. Serdal Boran ©2005 S.B Productions GmbH


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