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Die Ontologie der Fotografie

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Präsentation zum Thema: "Die Ontologie der Fotografie"—  Präsentation transkript:

1 Die Ontologie der Fotografie
Tanja Bilanzola, Eike Christoph Tiesel Fakultät für Kulturwissenschaften Von der analogen zur digitalen Fotografie SS 2007, Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

2 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Inhalt Minor White Homer Page, Was ist Fotografie? Was ist moderne Fotografie? Dorothea Lange, Das vertraute Fotografieren Henri Cartier-Bresson, Der entscheidende Augenblick Die Erfindung nach der Natur Bibliografie Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

3 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Minor White (1908–1976) bekannter US-amerikanischer Fotograf großer Einfluss auf die Fotografengeneration Begann während seines Studiums der Botanik mit Schwarz/Weiß-Fotografien von Pflanzen Herausgeber der Zeitschrift Aperture Einflussreiche Fotozeitschrift, Erstpublikation 1952 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

4 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Was ist Fotografie? (1950) Die Fotografie ist das wandlungsfähigste aller Medien Betrachtung lediglich aus künstlerischer Sicht Ausschluss von zweckgebundener Fotografie Differenzierung zwischen der Plattenkamera und Kleinbildkamera Abgrenzung von anderen Kunstformen durch visuelle, intellektuelle und emotionale Merkmale „Die Fotografie ist das, was ein Künstler aus ihr macht.“ Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

5 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Künstlerformen Objektiver Künstler Analytischer Künstler SubjektiverKünstler Poetischer Künstler MystischerKünstler Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

6 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Werke Minor White Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

7 Homer Page - Was ist Fotografie? (1950)
Kritik an dokumentarischer Fotografie und der sozialen Situation in den USA (Verwirrung, Nation vs. Einzelner) Keine dokumentierte Geschichte der USA Fordert eine Erneuerung des dokumentarischen Geistes Differenzierung zwischen Arbeitsgebiet und Gestalt der Dokumentationen Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

8 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Arbeitsgebiet Erweiterung des Arbeitsgebiets (z.B. andere Themen als Krieg) Analyse der Ursachen und Wirkungen dieser Verwirrung Hervorhebung allgemeintypischer Städtemerkmale eher soziale Anlaufstellen für die Dokumentationen in der Stadt (Wandel der familiären Beziehungen, Freizeit, Medien) Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

9 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Gestalt Sorgfältige Planung der entgültigen Gestalt der dokumentarischen Arbeit Erschaffung von visuellen Formen/Formvorstellungen (Endergebnis zählt, nicht einzelne Bilder) Lösung von Formproblemen Beziehung Bild-Wort (Pragmatik) Beziehung der Fotografien untereinander (Syntax) Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

10 Was ist moderne Fotografie?
Eduard Steichen ( ) „Fotografie ist ein bedeutender und mächtiger Faktor, indem sie unsere Kenntnisse und unser Verständnis von der Gegenwart formt und bereichert.“ Margaret Bourke-White ( ) Möchte ein Fotograf die Wahrheit zeigen, muss er dafür die Wahrheit kennen. Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

11 Was ist moderne Fotografie?
Ben Shahn ( ) „Moderne Fotografie [...] ist Fotografie, die heute entsteht[...]. Fotografie hat mit menschlicher Kommunikation zu tun.“ Irving Penn (1917) Moderne Fotografie ist das Werk eines guten, zeitgenössischen Fotografen, keine Stilrichtung Eine Fotografie muss viele Menschen erreichen (nicht das Motiv zählt, sondern der Zweck des Fotos) Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

12 Was ist moderne Fotografie?
Aaron Siskind ( ) Moderne Fotografie ist Entkontextualisierung und Neukontextualisierung Lisette Model ( ) unterscheidet zwei Richtungen der Fotografie: Künstlerische, glänzende Phantasiegebilde Realismus, Aufrichtigkeit, Wahrheit Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

13 Was ist moderne Fotografie?
Wright Morris ( ) differenziert nicht zwischen klassischer und moderner Fotografie beschränkt auf einfache Bildsprache, also solche, die eine deutliche Aussage hat Homer Page ( ) Von der objektiven Reportage zur subjektiven und persönlichen Fotografie Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

14 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Dorothea Lange ( ) US-Amerikanische Dokumentarfotografin Kritische Betrachtung der Massenverelendung durch die Wirtschaft (Weltwirtschaftskrise) Gab Tragödien durch ihre Bilder Gesichter Ihre Fotos prägten die kollektive Vorstellung von der Depressionszeit bis heute Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

15 Das vertraute Fotografieren (1952)
Beschreibt einen Wendepunkt der Fotografie Bündnis zwischen Fotografen und seinem mechanischen Element Fotografie soll dem Guten und nicht dem Bösen dienen (Fotograf als Richtungsweiser) Da die technische Herausforderung ausgereizt ist, muss der Fotograf selbst durch persönlichen Ausdruck innovativ wirken (vom Forscher zum Interpreten) Der Mensch muss der Maschine seine „Seele einhauchen“ Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

16 Das vertraute Fotografieren (1952)
Gefahr des Fotografen, die eigentliche Welt zu entfremden, nur des Erfindens wegen Natürliche, menschliche Perspektive muss gefunden werden Fotografie beantwortet zwei Fragen: „Ist das meine Welt?“ – wenn nicht, „Was hat diese Welt mit meiner gemeinsam?“ Möglichkeit, im Vertrauten neue Merkwürdigkeiten und Sichtweisen zu finden Fotografie soll Realität „einfangen“ Fotografie ist Zeit, Ort und Werk des Menschen Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

17 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Werke D. Lange Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

18 Henri Cartier-Bresson (1908-2004)
berühmter französischer Fotograf, Regisseur, Schauspieler, Zeichner, Maler Reisefotografie Kriegsreportagen Mitbegründer Fotoagentur Magnum Photos (1947) Legte Wert auf perfekte Bildkomposition Ausstellung im Louvre als erster Fotograf (1955) größte Einflüsse durch Malerei (Kubismus) und Literatur (Surrealismus) Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

19 Werke H. Cartier-Bresson
Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

20 Der entscheidende Augenblick (1952)
Reportage: ein multisensuales Unternehmen und ein Mosaik an thematischen Elementen, welche sich ergänzen Abhängig von der Ausdrucksstärke der Fotos (bestenfalls das einzelne, formvollendete Foto) Fotografieren immer mit Bedacht und stetiger Bereitschaft Aufmerksamkeit und Fixierung aufs Wesentliche Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

21 Der entscheidende Augenblick (1952)
Fotografie fängt einen Augenblick ein Vergleich mit Schriftstellerei Fotograf als Eindringling in die Szenerie Ein Vergessen der Kamera und unsichtbar machen des Fotografen Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

22 Der entscheidende Augenblick (1952)
Bildkomposition: Ästhetik des Auges entscheidet über die Tätigkeit der Kamera Inhalt und Form untrennbar Fotografie ist Medium der Bewegung (Vorahnung des Lebens) Gutes Foto entsteht instinktiv Fotografie: Innere Bedeutung und strenger Aufbau des Objekts Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

23 Die Erfindung nach der Natur (1976)
abgesehen von der Technik, die für ihn belanglos ist, hat sich die Fotografie nicht geändert die Fotografie ist sehr vielfältig Einzige Gemeinsamkeit der Fotografen: das Instrument Kamera selbst die Ergebnisse, also Fotos, sind oftmals aus ökonomischen Interessen entstanden arrangierte Fotografie uninteressant psychologisch und soziologisch beurteilbare Fotografie Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

24 Die Erfindung nach der Natur (1976)
Fotografie als eine Art Skizzenbuch Respekt vor sich selbst und vorm Objekt „Fotografieren heißt, in einem Augenblick, im Bruchteil einer Sekunde das Faktum und die strenge Form, die es ausdrückt und bedeutsam macht, zu registrieren.“ Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

25 Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
Tanja Bilanzola, Eike Tiesel

26 Tanja Bilanzola, Eike Tiesel
Bibliografie Minor White. Was ist Fotografie (1950), S Homer Page. Was ist Fotografie (1950), S Was ist Fotografie? Ein Symposium (1950), S Dorothea Lange/Daniel Dixon. Das vertraute Fotografieren. Eine Stellungnahme. (1952), S Henri Cartier-Bresson. Der entscheidende Augenblick (1952), S Henri Cartier-Bresson. Die Erfindung nach der Natur (1976), S Tanja Bilanzola, Eike Tiesel


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