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Technische Universität Dresden Fakultät Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Uhr Electronic Business Kurs am ZEDES - Germanicum Zentrum.

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Präsentation zum Thema: "Technische Universität Dresden Fakultät Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Uhr Electronic Business Kurs am ZEDES - Germanicum Zentrum."—  Präsentation transkript:

1 Technische Universität Dresden Fakultät Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Uhr Electronic Business Kurs am ZEDES - Germanicum Zentrum für Deutschland- und Europastudien St. Kliment-Ohridski-Universität Sofia/Bulgarien Februar 2008 Skript Teil 8/1 Die Präsentation enthält interaktive Elemente. Für eine optimale Darstellung werden folgende Anwendungen benötigt/empfohlen: IE5.5, QuickTime 5, RealPlayer 8, WinMedia Player 8, Flash- und Shockwave-Plugin.

2 Seite 2 8. E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

3 Seite 3 Der Erfolg und die Akzeptanz des Internet als Informations- und Transaktionsplattform beruht insbes. auf den offenen Standards und Spezifikationen. Das Bestreben, die Wahrung wirtschaftlicher Interessen durch die Entwicklung proprietärer Standards zu wahren, könnte die weitere Entwicklung des Internet behindern Einführung 1969Beginn des Aufbaus des ARPANET an der UCLA 1973Beginn der Entwicklung der TCP/IP-Protokollfamilie durch Bob Kahn und Vincent Cerf 1980Umstellung der ARPANET-Knoten auf TCP/IP, ca. 200 Host bekannt 1990Am CERN wird der erste zeichenorientierte WWW-Browser vorgestellt, Tim Berners Lee veröffentlicht eine erste Spezifikation der HyperText Markup Language (HTML) und des HyperText Transfer Protocol (HTTP) 1994Netscape veröffentlicht Version 1.0 des Netscape Navigators 1995SUN stellt mit HotJava den ersten Java-fähigen WWW-Browser vor 1996W3C veröffentlicht Version 1.0 der eXtensible Markup Language (XML) 07/2007ca. 490 Mill. Hosts bekannt Eine kurze Entwicklungsgeschichte des Internets und des World Wide Web

4 Seite 4 Die ökonomische Nutzung des Internet lässt sich auf einen technologischen Druck, einen gesellschaftlichen Druck (veränderte ethische Normen sowie legislative Vorgaben) und einen ökonomischen Druck (als Ausdruck der Globalisierung und einer weiteren Zunahme der Nachfragermacht) zurückführen. Einflussfaktoren Die Verwendung allgemeingültiger, nicht proprietärer, leicht zu implementierender Übertragungs- und Inhaltsaustauschstandards (TCP, UDP, IP, etc. vs. X.21, X.25, X.75 sowie HTML, XML, etc. vs. EDIFACT, ANSI X.12), die daraus resultierende Möglichkeit zum raschen Aufbau offener, netzwerkartiger Informations- und Kommunikationsplattformen, die besonderen (kostenspezifischen) Charakteristika von Informationsprodukten (bspw. die verlust- freie Duplizierbarkeit oder Nutzungsbeständigkeit) und dem daraus resultierenden Merkmal sinkender bzw. vernachlässigbarer Grenzkosten, die durch die Datennetze bereitgestellte und kontinuierlich steigende Übertragungsrate, die sinkenden Kosten für die Übertragung von Sprache und Daten 8.1. Einführung

5 Auch wenn einzelne volkswirtschaftliche Annahmen der New Economy sich im Rückblick als unzutreffend erwiesen haben, so sind die Auswirkungen der Internet-Expansion doch von grundlegender Bedeutung. Auswirkungen der Internet-Diffusion die Option zu einer präziseren bedarfs- und bedürfnisoptimierten Kundenansprache verbesserte Möglichkeiten für eine kundenindividuelle Produktgestaltung neue Formen der Preisdiskriminierung neue Ausprägungsformen von Preisfindungsmechanismen und neue Instrumente zur Preisfindung (Auktion, Agentensysteme, etc.) veränderte Wettbewerbsstrategie neue Geschäftsmodelle eine durch die Charakteristika des Gutes Information bestimmte Veränderung traditioneller Leistungs- prozesse: Mittler werden verdrängt (Disintermediation), neue Mittler entstehen (Reintermediation) Seite Einführung

6 Seite 6 Die Einführung dynamischer Gestaltungselemente (DHTML und Java) führte ab 1994 zu einer deutlichen Erhöhung der Anzahl der über das Internet erreichbarer Hosts. Ein Host ist hier ein mit dem Internet verbundener, mit einer IP-Adresse (URL) eindeutig ansprechbarer Computer, auf dem ein Webserver betrieben wird Einführung Internet/Electronic Commerce Quelle: Internet Software Consortium

7 Seite 7 Die neuen Möglichkeiten spiegeln sich im Wandel des Internet, von einer Informations- hin zu einer Transaktions- und Integrationsplattform, wider. Nutzungsformen des Internet im Wandel der Zeit 8.1. Einführung Information (statische HTML-Seiten) Interaktion (dynamische HTML-Seiten) Transaktion (Shopping-Systeme) Integration (elektronische Marktplätze)

8 Unternehmen müssen nicht alle Stufen durchlaufen, sondern können sofort auch auf einer höheren Ebene einsteigen. Evolutionsstufen der elektronischen Geschäftsabwicklung 8.1. Einführung Quelle: Roland Berger und Partner Seite 8 Website Information Unternehmens- selbstdar- stellung E-KommunikationE-CommerceE-BusinessNet Economy Produkt- informationen Integration Transaktion Interaktion Innovation Information- on-demand Online- Anfragen/ Bestands- abfragen Online- Verkauf/ Kauf Logistik- Management Integration von Einkauf Logistik und Produktion Partnerschaften von Kunden und Zulieferern Neue Geschäftsmodelle (elektronische Marktplätze) Generierung neuer Umsatz- quellen (Cross- selling-Möglich- keiten) Zeit, Erfahrung Kundennutzen

9 Seite 9 8. E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

10 E-Enterprise: Integration von unternehmensweit integrierten betriebswirtschaftlichen DV-Systeme auf Basis Standardsoftware und Zugriff über Intranet auf betriebswirtschaftliche Anwendungen und Informationen; Trend zu Portallösungen (Single sign on) 8.2. Definition Seite 10

11 Seite 11 Nachfolgend soll ein prozessorientierter Definitionsansatz gewählt werden. Schwerpunkt der Themen- bearbeitung bilden mögliche Geschäfts- und Teilnehmermodelle. Definition Electronic Commerce ist ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikations- technologien, insbesondere des Internet, zur elektronischen Integration und Verzahnung von Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse. Ziele des EC Erhöhung der Wertschöpfung Kosteneinsparungen Verkürzung der Durchlauf- und Abwicklungszeiten Differenzierung vom Wettbewerb höhere Kundenbindung Betrachtungsdimensionen Produkte und Dienstleistungen Teilnehmer Geschäftsmodelle Geschäftsprozesse 8.2. Definition

12 Seite E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

13 Seite 13 Produkte bestehen aus einer physischen und einer informationellen Komponente. Die Handelbarkeit von Gütern über das Internet steigt mit dem informationelle Anteil bzw. mit der Möglichkeit, die physische Komponente durch Informationen zu substituieren. Handelbarkeit von Produkten in Abhängigkeit von deren Charakteristika Produkte Informationen Standardsoftware Bankprodukte Dienstleistungen Konsumgüter Investitionsgüter Merkmale heterogen, spezifisch, z.T. komplex, zeitab- hängig, elektron. speicher- und übermittelbar heterogen, teilweise spezifisch, komplex, gut beschreibbar, elektron. speicher- und übermittelbar heterogen, präzise beschreibbar, zum Teil zeitkritisch heterogen, hohe Spezifität, z.T. gut beschreibbar heterogen, z.T. schwer beschreibbar, teilweise komplex und mit hoher Spezifität heterogen, schwer beschreibbar, komplex und mit hoher Spezifität Handelbarkeit über das Internet Beschreibbarkeit der Produkte 8.3. Produkte

14 Unternehmen konnten im Vorfeld des Internet-Revolution über die verfügbaren Kommunikationskanäle entweder eine hohe Anzahl von Adressanten mit Informationen reduzierter Aussagekraft, oder eine geringe Anzahl von Empfängern mit einem qualitativ hochwertigen Informationsangebot versorgen. Das Internet bietet die Möglichkeit, die Kompromissbeziehung aufzubrechen Produkte Seite 14 Auflösung der Kompromissbeziehungen ReichweiteProdukt- komplexität BandbreiteBeschreibbarkeit trade-off vor eInfrastructure trade-off vor eInfrastructure hoch niedrig hoch niedrig hochniedrighoch nach eInfrastructure + Informationsqualität + Interaktivität + Anpassungsfähigkeit + Produktbeschreibbarkeit + Senkung der Info.asymmetrie + Erhöhen der Vertrauensbasis auf Käuferseite

15 Seite 15 Die Produktcharakteristika bestimmen in Folge dessen auch das (digitale) Wertschöpfungspotential. Wertschöpfungspotential am Beispiel Verlage/Medien Verlags- rechte Dienste Waren Produktion Druck Logistik Versand Handel Traditioneller Vertrieb herkömmlicher Waren Kunde Digitaler Vertrieb digitalisierbarer Produkte Kunde Wertschöpfung des digitalen Vertriebs Verlags- rechte Dienste Waren Digitaler Vertrieb nicht digitalisierbarer Produkte Kunde Wert- schöpfung des digita- len Vertriebs Verlags- rechte Dienste Waren Produktion Druck Logistik Versand Quelle: [Glan96, 8f.] 8.3. Produkte

16 Seite E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

17 Seite 17 Durch die Nutzung des Internet wurde in dessen Anfangphase versucht, einerseits, den Kommunikations- austausch zwischen den einzelnen Unternehmen zu verbessern. Diese stellte jedoch lediglich die Übertragung bestehender Kommunikations- und Transaktionsstrukturen auf das Internet dar. Unterstützung von Punkt zu Punkt-Verbindungen durch das Internet Gewerblicher Endkunde HändlerProduzentLieferant 8.4. Marktteilnehmer

18 Seite 18 Andererseits wurde insbes. im privaten Endkundengeschäfts versucht, bestehende Händler/Mittler aus dem Vertriebskanal auszuschließen (Disintermediation). Wertschöpfungspotential durch Ausschluss von Mittlern 8.4. Marktteilnehmer Preisaufschlag KundeEinzelhandelGroßhandelProduzent $40 120% $88$44 KundeEinzelhandelGroßhandelProduzent $40 $80 100% KundeEinzelhandelGroßhandelProduzent $44 10% Quelle: [Moug98, 30f.]

19 Seite 19 Dezember 04, 2007 || Allzeithoch bei Downloads: 168 Millionen Euro Umsatz erwartet Ob Musik, Hörbücher, Videos, Spiele oder Software – noch nie wurde in Deutschland so viel aus dem Netz herunter geladen wie Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin mit. Grundlage ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den BITKOM Marktteilnehmer Der Umsatz mit legalen Downloads auf PCs kletterte in den ersten drei Quartalen auf 118 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wird ein Allzeithoch von 168 Millionen Euro erwartet. Damit wächst der Markt 2007 voraussichtlich um ein Drittel (28 Prozent) im Vergleich zu Damals betrug der Umsatz erst 131 Millionen Euro. Von den 168 Millionen Euro Gesamtumsatz im Jahr 2007 entfallen etwa 60 Millionen Euro auf Musik. Doch nicht nur die Umsätze, auch die abgesetzten Einheiten wachsen. In den ersten drei Quartalen 2007 wurden bereits 28,9 Millionen Musikdateien, Hörbücher, Videos, Spiele und Software-Produkte legal auf PCs in Deutschland herunter geladen. Für das Gesamtjahr rechnet der BITKOM mit 41 Millionen Downloads – ein Plus von 32 Prozent gegenüber 2006 (31 Millionen Stück).

20 Seite 20 Während Mitte der 90er Jahre das Internet allein als eine Bedrohung für den stationären Buchhandel betrachtet wurde, so zeigt sich zwischenzeitlich, dass sich durch diesen elektronischen Austauschkanal, gänzlich neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen allen Marktteilnehmern etablieren lassen. Fallbeispiel Dis- und Reintermediation im Buchhandel 8.4. Marktteilnehmer Verlag A Verlag B Autor Leser Großhändler (KNO) Buchhandel Autor Großhändler (Libri) Großhändler (Libri) amazon.de AutorVerlagciando

21 Neben der papierbasierten BOD-Bereitstellung können Publikationen auch als eBOD veröffentlicht werden. eBoD umfasst die Konvertierung von Texten in alle vier marktbeherrschenden eBook-Formate: Microsoft Reader, Adobe Acrobat eBook Reader, Rocket eBook und GEB Durch die eingesetzte Verschlüsselungstechnologie soll der Schutz der Urheberrechte gewährleistet sein. Leser Autor Großhändler (Libri) Seite Marktteilnehmer Quelle: Fallbeispiel Dis- und Reintermediation im Buchhandel

22 ciando bietet die Möglichkeit, sowohl einzelne Kapiteln eines Buches als auch gesamte Publikationen in elektronischer Form (per Download als pdf- oder eBook-Datei) zu erwerben. Einzelne Kapiteln kosten ab 0,30 EURO. Seite Marktteilnehmer Quelle: LeserAutorVerlag Buchhandel (ciando) Fallbeispiel Dis- und Reintermediation im Buchhandel

23 Verlag B Leser Autor Großhändler (Libri) amazon.de Aufgrund der geringen Margen/der Verluste im Buchgeschäft hat amazon seine Produktpalette kontinuierlich ausgebaut. Forciert wird in den USA z.Zt. der Geschäftsbereich des modernen Antiquariats, im Rahmen dessen amazon von den privaten Kunden 1,12 EURO Vermittlungsgebühr sowie 15 % des Verkaufspreises kassiert. Da für amazon keine Lagerhaltungs- und keine Vertriebskosten anfallen, ist dieser Geschäftsbereich höchst profitabel. Seite Marktteilnehmer Quelle: Fallbeispiel Dis- und Reintermediation im Buchhandel

24 Seite 24 Zwar wird der traditionelle Buchhandel in Deutschland noch durch die Buchpreisbindung gestützt, dennoch sind auch auch hier deutliche Anpassungsmaßnahmen zu erkennen (Vertiefung und Verbreiterung des Sortiments, Erweiterung des Kulturangebots, besondere Dienste für Geschäftskunden, etc.) Marktteilnehmer Fallbeispiel Dis- und Reintermediation im Buchhandel Verlag A Leser Großhändler (KNO) BuchhandelAutor

25 Seite 25 Der traditionelle Handel ist durch ein Abhängigkeitsverhältnis der Künstler von den Musikverlagen und durch hohe Margen für die Labels und die Händler gekennzeichnet Marktteilnehmer Quelle: [Stäh01, 272] Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Hörer Traditionelle Labels Musiker/Künstler Traditionelle Händler

26 Seite 26 Das Internet hat die vorherrschenden Beziehungsstrukturen aufgebrochen und konfrontiert die Marktteilnehmer mit neuen Chancen aber auch Risiken. Nach Aussage der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) verlieren die US-Labels jährlich 4 Mrd. $ durch das Kopieren und Tauschen von Liedern und CDs Marktteilnehmer Quelle: [Stäh01, 272] Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Künstler Sites Hörer Traditionelle Labels Musiker/Künstler Syndikatoren/ P2PSites Genre Sites Internet-Labels Download Sites Portale Online Händler Traditionelle Händler

27 Seite 27 Traditionelle Wettbewerber sind unter Druck geraten. Anfang Januar 2008 verkündete das Londoner Unternehmen EMI, das 2007 erhebliche Verluste einfuhr, die bevorstehende Entlassung von bis zu 2000 seiner weltweit ca Mitarbeiter. Stars wie Paul McCartney oder Robbie Williams, verlassen das schlingernde Schiff Marktteilnehmer Quelle: in Anlehnung an [Stäh01, 272] Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Traditionelle Wettbewerber Majors: BMG, EMI, SONY, Universal, Warner Independent: Baby Face, Edel Music, Jack White, Jive, Naxos Fach- und Einzelhandel: MediaMarkt, Karstadt, WOM Neue Wettbewerber Künstler Sites: David Bowie, Madonna, Prince, Radiohead Online Händler: amazon, GetMusic Download Sites: MP3.com, eMusic, iTunes, Napster Genre Sites: GetMusic (Klassik), RapStation (Hip Hop) Portale: AOL, T-Online, YAHOO Syndikatoren, P2P-Sites: LimeWire, Kazaa, Internet Labels: Atomic Pop, iCrunch

28 Seite 28 München, den 9. April Apple hat heute bekannt gegeben, dass der 100millionste iPod verkauft worden ist – das macht den iPod zum am schnellsten verkauften MP3-Spieler der Geschichte. Der erste iPod ging vor fünfeinhalb Jahren, im November 2001, über den Ladentisch, seitdem hat Apple über 10 neue iPod-Modelle eingeführt. Zusammen mit iTunes und dem iTunes Online Music Store hat der iPod die Art und Weise von mehreren zehn Millionen von Musikfans verändert, Musik zu kaufen, zu verwalten und zu hören Marktteilnehmer Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Neue Wettbewerber Künstler Sites: Künstler können sich mit ihrer Musik über eigene Websites direkt an den Konsumenten wenden und so die traditionellen Labels umgehen. Künstler können so mit ihren Fans interagieren und Musik zum Kauf anbieten. Diese Möglichkeit steht insbesondere Künstlern zur Verfügung, die eine eigene Gemein- schaft von Fans um ihre Musik herum aufbauen konnten. Online Händler: Diese verkaufen heute schon Musik auf physischen Tonträgern. Sie haben einen Marken- namen aufgebaut, Kunden gewonnen, Vertrauen in ihr Geschäftsmodell bei den Kunden aufgebaut und verfügen über Informationen über das Kaufverhalten ihrer Kunden. Sie kennen im Gegensatz zu den Majors ihre Kunden. Diese Position können sie auch auf den Verkauf von Online-Musik ausweiten. Download Sites: sind spezialisierte Webseiten, die das Herunterladen von Musik ermöglichen. Sie sehen sich als neue Intermediäre auf dem Internet zwischen Künstler und dem Konsumenten. Beispiele sind MP3.com, iTunes oder eMusic: und in Bulgarien Music-Flatrate: Links zu legalen Online-Musiklanbieternweltweit: Genre Sites: bilden sich um die Gemeinschaft von Fans mit einem gleichen oder ähnlichen Musikgeschmack herum. Nicht der Künstler ist das Interesse, das die Gemeinschaft definiert, sondern die Musikrichtung. Die Site fördert und unterstützt die Gemeinschaft von Fans. Ein Verkauf von Musik über diese Site ist möglich.

29 Seite 29 Zwar wurde durch richterlichen Beschluss die Musiktauschbörse Napster geschlossen (seit 08/2004 Online- Musicshop), ähnliche Angebote wie LimeWire oder KaZaA erfreuen sich nach wie vor jedoch großer Akzeptanz Marktteilnehmer Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Quelle: in Anlehnung an [Stäh01, 272] Neue Wettbewerber Portale: oder auch andere Traffic Champions haben heute eine hohe Anzahl von Kundenkontakten, die auch für den Vertrieb von digitaler Musik verwendet werden kann. P2P-Sites: verfügen nicht selbst über die Musikdateien, sondern aggregieren die Informationen über die Angebote anderer Sites oder anderer Kunden in ihre Dienste. Diese Dienste basieren auf einer Peer-to-Peer Architektur, bei der die Dateien nicht von großen Servern zentral gehalten werden, sondern jeder Konsument MP3s herunterladen kann, aber gleichzeitig auch als Quelle für das Herunterladen anderer Kunden fungiert Internet Labels: übernehmen die Funktion traditioneller Labels (Suche und Aufbau von Inhalten (A&R), Produktion der Musikdateien und Marketing & Promotion), ohne aber eine physische Vertriebsinfrastruktur aufzubauen. Künstler können sich der Internet Labels bedienen, um die Musik professionell für ihre eigenen Künstler Sites zu produzieren, aber auch entsprechend vermarkten zu lassen.

30 Seite 30 Januar 25, 2008 || CD-Absatz weiter rückläufig Vertrieb digitaler Musik steigt 2007 gegenüber 2006 um 40 Prozent 8.4. Marktteilnehmer Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Die Einnahmen der Plattenfirmen aus dem Vertrieb von digitaler Musik sind im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar (zwei Milliarden Euro) gestiegen. Die zusätzlichen Einnahmen hätten die Verluste aus dem schwindenden CD-Absatz aber nicht wettmachen können, teilte der Weltphonographieverband (IFPI) in London mit. Die digitalen Downloads stellen für die Musikindustrie inzwischen einen Umsatzanteil von 15 Prozent dar. Der Verband klagt weiter über Einbußen durch Raubkopien. Die Zahl der illegalen Downloads sei etwa 20 Mal so groß wie die der bezahlten Downloads.

31 Seite 31 Meldung vom 05. Oktober 2007: Wegen illegaler Downloads von Musiktiteln ist eine amerikanische Internetnutzerin zu Dollar ( Euro) Strafe verurteilt worden Marktteilnehmer Fallbeispiel Dis- und Reintermediation in der Musikindustrie Quelle: AP Die Geschworenen eines Gerichts in Duluth im US-Staat Minnesota sprachen den sechs klagenden Plattenfirmen für jedes der nach ihren Angaben von Jamie Thomas auf einer Tauschbörse zur Verfügung gestellten 24 Lieder Dollar (6.556 Euro) zu. Insgesamt soll die 30-jährige über die Tauschbörse Kazaa Lieder geteilt und dabei das Urheberrecht verletzt haben. Thomas' Anwalt sagte nach der Urteilsverkündung am Donnerstag, seine Mandantin sei niedergeschmettert und in Tränen aufgelöst. Das ist ein Mädchen, das von Lohnscheck zu Lohnscheck lebt, sagte Brian Toder. Und plötzlich wird ihr für den Rest ihres Lebens ein Viertel ihres Lohns genommen. Da bei derartigen Klagen die Anwaltskosten automatisch der unterlegenen Partei zugeschlagen werden, muss Thomas vermutlich sogar rund eine halbe Million Dollar ( Dollar) abbezahlen. Es war das erste Urteil in einer der insgesamt vom Verband der US-Musikindustrie (RIAA) eingereichten Klagen. RIAA-Anwalt Richard Gabriel sagte, das Urteil von Duluth vermittle die erwünschte Botschaft an die Tauschbörsen-Benutzer und Download-Gemeinde, die Musiktitel statt im Geschäft zu kaufen im Internet kostenlos teilen: Ich hoffe, dieses Urteil ist eine klare Botschaft an alle, dass das Herunterladen und Verteilen unserer Aufnahmen nicht in Ordnung ist.

32 Apple hat bekannt gegeben, dass mehr als drei Milliarden Songs im iTunes Store gekauft und heruntergeladen wurden. iTunes ist der weltweit beliebteste Online Store für Musik, TV und Filme mit einem Angebot von über fünf Millionen Songs, 550 TV-Serien und 500 Spielfilmen (nur USA). iTunes hat kürzlich Amazon und Target überholt und ist somit der drittgrößte Musikverkäufer in den USA. [31. Juli 2007] Seite Marktteilnehmer Leistungsmerkmale: Bezahlen Sie Ihre Einkäufe über Ihren Firstgate Click&Buy Account. Laden und bildschirmfüllendes Abspielen von Musikvideos "Artist Alert" benachrichtigt Sie, wenn Musik Ihres Lieblingsinterpreten zum iTunes Music Store hinzugefügt wird Durchsuchen von iMix Listen nach Titel Mehr als Titel Ansehen von Film-Trailern Verwenden Ihres AOL Accounts Ansehen von Musikvideos Gemeinsame Nutzung mit bis zu 5 Macintosh und PCs Publizieren von iMix Wiedergabelisten im Store Informieren Ihrer Freunde über ein Album per mit Coverbild Mehr als Hörbücher Sichern von Hörproben in Wiedergabelisten für einen späteren Einkauf Taschengeldkonten Geschenkgutscheine

33 Seite 33 Die zweidimensionalen Teilnehmermodelle des Electronic Commerce spiegeln nur die direkten Beziehungen zwischen Anbieter und Nachfrager als Marktteilnehmer wider. Teilnehmermodell des EC 8.4. Marktteilnehmer Anbieter Nachfrager Administration (A) Business (B) Consumer (C) C BA Consumer-to- Consumer z.B. Internet- Kleinanzeigenmarkt Consumer-to- Business z.B. Jobbörsen mit Anzeigen von Suchenden Consumer-to- Administration z.B. Abwicklung der Steuererklärung Business-to- Consumer z.B. Buch-Bestellung in eine Online-Shop Business-to- Business z.B. Ersatzteilebestellung über ein Extranet Business-to- Administration z.B. Steuerabwicklung von Unternehmen Administration-to- Consumer z.B. Beantragung eines Parkausweises Administration-to- Business z.B. Ausschreibungen öffentlicher Institutionen Administration-to- Administration z.B. Transaktionen zwischen öff. Institutionen

34 Seite 34 Zunehmend bieten Kommunen auch interaktive Formulare an. Administration-to-Consumer 8.4. Marktteilnehmer Formularservice-Kraftfahrzeug Vollmacht für die Zulassung eines Fahrzeuges Verlust des Kraftfahrzeugscheines Veräußerungsanzeige und Empfangsbestätigung Erklärung zur Fahrzeugidentifizierungs-Nr. Mitteilung für Umsatzsteuerzwecke über den innergemeinschaftlichen Erwerb eines neuen Kraftfahrzeugs Antrag auf Anhängerzuschlag gemäß § 10 KraftStG Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für Bewohner Quelle:

35 Seite 35 November 15, 2007 || E-Government: Jeder Zweite erledigt Behördengänge online Administration-to-Consumer 8.4. Marktteilnehmer Behördengänge per Internet gewinnen an Bedeutung. Jeder Zweite (54 Prozent) hat schon einmal die Homepage der eigenen Stadt- oder Gemeindeverwaltung genutzt. Häufigster Grund war die Suche nach speziellen Informationen. Von dieser Möglichkeit machten bereits 44 Prozent der Deutschen Gebrauch. Der Download von Dokumenten (15 Prozent) und das Ausfüllen von Online-Formularen (neun Prozent) vervollständigen die Top 3 der gefragtesten Dienste. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. Grundlage ist eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1000 Deutschen. Behördengänge per Internet verbessern nicht nur den Service für die Bürger, sie verringern auch die Kosten für die Ämter. Vieles lässt sich inzwischen mit wenigen Mausklicks online erledigen", sagte August-Willhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Über die Homepage ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung gelangen Besucher beispielsweise auch zu den Internetseiten der lokalen Finanzämter. Dort werden sie auf die Option hingewiesen, Steuererklärungen online abzugeben. Genau das haben allein in diesem Jahr bereits 4,55 Millionen Bundesbürger getan waren es insgesamt 4,61 Millionen – ein Wert, der in 2007 nun voraussichtlich deutlich übertroffen wird. Quelle: BITKOM

36 Seite 36 Im September 2000 hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder mit "BundOnline 2005" die eGovernment- Initiative des Bundesregierung gestartet. Eines der Projekte ist der öffentliche Einkauf über Internet. Administration-to-Business 8.4. Marktteilnehmer Als zweitgrößter Einkäufer des Bundes mit einem Einkaufsvolumen von 350 Mio. Euro jährlich präsentiert das Beschaffungsamt mit seinem Projekt "Öffentlicher Online einen innovativen und umfassenden Lösungsansatz für die öffentliche Beschaffung. Wir als Einkäufer wissen, dass "im Einkauf der Gewinn liegt", wie eine alte Handelsweisheit besagt. Unser Ziel ist es, durch die Umstellung auf Internettechnologien ein schnelleres, kostengünstigeres und transparen- teres Vergabeverfahren zu ermöglichen.... "Öffentlicher Online" ist als Leitprojekt der Initiative "BundOnline 2005" der Schlüssel zur Modernisierung des öffentlichen Einkaufs. Von dem Erfolg profitieren Verwaltung, Industrie und steuerzahlender Bürger. Quelle:

37 Seite 37 Covisint ist der eine Plattform in der Automobilindustrie, um Geschäftsprozesse mit Lieferanten gemeinsam abzuwickeln. Elektronische Anbindung von mehr als Lieferanten in über Unternehmen weltweit. Business-to-Business 8.4. Marktteilnehmer Quelle: Covisint wurde von DaimlerChrysler, Ford, General Motors und Renault-Nissan gegründet. Inzwischen ist auch PSA Peugeot Citroën Teil der Einkaufsplattform. Dienste: Covisint Connect: Ein Daten-Messaging-Dienst, der den Datenaustausch mit den Computern von Partnerunternehmen auf Bais XML ermöglicht. Covisint Communicate: Portaldienst mit Lösungen für Lieferantenportale. Das Portal Covisint Communicate gewährt den Mitarbeitern von Lieferanten Zugriff auf die Daten, die für die Zusammenarbeit benötigt werden, und ermöglicht Lieferanteneinbindung in die Geschäftsprozesse. Covisint Collaborate: bietet eine Umgebung für die Automobilindustrie, in der Internetdienste implementiert werden können, die für die Interoperabilität der Anwendungen sorgen. Covisint bietet sämtliche Komponenten für die sichere Verbindung mit den Lieferanten.

38 Seite 38 VW Group Supply.com ist eine Lieferantenplattform des VW-Konzerns. Sie wurde im Frühsommer 2000 in Betrieb genommen. Das jährliche Beschaffungsvolumen beträgt mehr als 50 Mrd. Euro. Business-to-Business 8.4. Marktteilnehmer Quelle:

39 Seite 39 Die Online-Nachfrage stieg im Geschäftsjahr 2006/2007 im Business-to-Consumer-Bereich um 33 Prozent auf die Marke von 4 Milliarden Euro. Damit konnte die Otto Group ihre Position als weltweit zweitgrößter Online-Händler im Geschäft mit dem Endverbraucher erneut ausbauen. 2,8 Milliarden Euro entfielen dabei auf die Online-Nachfrage in Deutschland, womit die Otto Group zum größten Online-Händler im B2C- Geschäft in Deutschland aufgestiegen ist. Die Otto-Gruppe prognostiziert für die Neuen Medien bis 2010 einen Umsatzanteil von 20 Prozent am gesamten Distanzhandelsgeschäft. Business-to-Consumer 8.4. Marktteilnehmer Quelle: Elektronische Medien bei OTTO 1978: Telefix, erste Direktverbindung vom Kundentelefon zum Otto-Zentralrechner 1980: Einstieg in Btx (später T-Online) : Teleshoppingtests 1994: Erste Katalog-CD-ROM 1995: Internet-Auftritt unter 1996: Videotext 1997: Shopping24, das virtuelle Einkaufszentrum, wird "eröffnet 1998: otto.de mit vollem Angebotsspektrum 2000: WAP-Technologie ermöglicht Bestellung per Mobiltelefon 2000: OTTO startet einen bundesweiten Lebensmittel-Service 2003: OTTO stellt als letzter großer Anbieter den Lebensmittel-Vertrieb über das Internet ein 6. April 2005: 15millionste Bestellung im Online- Shop

40 Seite 40 Dezember 20, 2007 || Vertriebswege: Online-Handel blüht auf. Immer mehr Einzelhändler in Deutschland vertreiben Waren über das Internet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, nutzten im Jahr 2006 etwa 18 Prozent aller Einzelhandelsunternehmen diesen ortsunabhängigen Vertriebsweg. Business-to-Consumer 8.4. Marktteilnehmer Gegenüber 2004 ist der Anteil damit um sieben Prozentpunkte gestiegen. Die Unternehmen des Einzelhandels, die 2006 über das Internet Produkte absetzten, erzielten auf diesem Wege zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes. Damit haben die Online-Verkäufe einen Anteil von vier Prozent am gesamten Umsatz des Einzelhandels. Über den Einzelhandel hinaus verkauften im Jahr 2006 insgesamt rund 14 Prozent aller deutschen Unternehmen ihre Waren oder Dienstleistungen über das Internet, das waren vier Prozentpunkte mehr als im Jahr Ähnlich wie beim Einzelhandel bewegen sich jedoch die über das Internet realisierten Umsätze insgesamt auf niedrigem Niveau: Lediglich drei Prozent des Gesamtumsatzes aller deutschen Unternehmen entfielen auf Online-Verkäufe. Die Nutzung des Internets für den Vertrieb variiert dabei deutlich in Abhängigkeit von der Größe der Unternehmen. Während zwölf Prozent aller Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten im Jahr 2006 Verkäufe über das Internet tätigten, waren es bei Unternehmen mit 20 bis 249 Beschäftigten bereits 27 Prozent und bei den Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten sogar 31 Prozent. Quelle: Statistisches Bundesamt

41 Seite 41 Januar 24, 2008 || Platz vier: 41 Prozent der Deutschen shoppen online Online-Einkaufen wird immer beliebter haben 41 Prozent der Deutschen im Internet Waren oder Dienstleistungen bestellt. Zum Vergleich: 2006 lag die Quote bei 38 Prozent, ein Jahr zuvor bei 32 Prozent. Business-to-Consumer 8.4. Marktteilnehmer Innerhalb der 27 EU-Staaten belegt Deutschland damit Rang vier. An der Spitze steht Großbritannien mit einer Quote von 44 Prozent, gefolgt von Dänemark und den Niederlanden mit je 43 Prozent. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. In Süd- und Osteuropa geht man demgegenüber im Internet nur selten auf Einkaufstour. So lag die Quote der Online-Shopper in Spanien und Portugal lediglich bei 13 respektive sechs Prozent, in Polen und Estland bei elf und sechs Prozent, in Rumänien und Bulgarien sogar nur bei zwei Prozent. Quelle: BITKOM

42 Seite 42 Die Prebyte Media GmbH stellt Nutzern eine Single-Plattform (flirt-fever.de) zur Verfügung, auf der diese nach anderen Singles (Kontaktsuchende) suchen und mit diesen über ein internes, anonymes Mailbox basierendes Nachrichtensystem Kontakt aufnehmen können, um sich kennen zu lernen. Consumer-to-Consumer 8.4. Marktteilnehmer Quelle: Die Anmeldung zum Service "flirt- fever" ist als solche kostenlos. Um jedoch mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten zu können, steht ein interner Nachrichten-Service zur Verfügung. Möchte der Nutzer diesen Nachrichten-Service nutzen, muss er einen zweiwöchigen Test des Nachrichten-Service buchen. Der Preis (Servicegebühr) für die zweiwöchige Testphase des Nachrichten-Service beträgt 0,99, zahlbar bei Abschluss des Vertrages. Der Preis für das anschließende normale Abonnement beträgt 12,-- monatlich, zahlbar jeweils für 6 Monate im voraus. Der Nachrichten- Service ist für weibliche Nutzer, die ausschließlich mit männlichen Nutzern Kontakt aufnehmen möchten, kostenlos.

43 Seite 43 Monster: Das nach eigenen Angaben weltweit größte Karriere-Netzwerk. Jobangebote können nach verschiedenen Kriterien durchsucht und Lebensläufe online erstellt werden. Neue und dem eigenen Profil entsprechende Anzeigen werden per zugeschickt. Consumer-to-Business 8.4. Marktteilnehmer Quelle: Bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bietet das Internet eine große Chance: Unternehmen gehen in Jobbörsen online auf Mitarbeitersuche, Arbeitssuchende machen mit Stellengesuchen Personalchefs auf sich aufmerksam. Die Stellenmärkte im World Wide Web unterscheiden sich jedoch hinsichtlich des Angebotsumfangs, der Aktualität, der Benutzer- freundlichkeit sowie des Informationsangebots aus der Unternehmens- und Berufswelt. Manche Jobbörsen durchforsten auf Wunsch Datenbanken nach persönlichen Suchkriterien und informieren per über neue Stellenangebote. Andere Anbieter haben sich auf bestimmte Branchen oder die Karriereplanung spezialisiert Übersicht: jobboersen/index.jhtml jobboersen/index.jhtml Bewertung:

44 Seite 44 Bislang sind in Deutschland Einkommensteuererklärungen, Umsatzsteuer- Voranmeldungen sowie Lohnsteuer-Anmeldungen und Lohnsteuerbescheinigungen elektronisch abgegeben worden. Consumer-to-Administration 8.4. Marktteilnehmer Quelle: https://www.elster.de/index.php ELSTER kann für die Einkommensteuer, die Umsatzsteuervoranmeldung, die Lohnsteu- eranmeldung und die Gewerbesteuererklärung bundesweit eingesetzt werden. Nutzen: Für die Einkommensteuererklärung entfällt der aufwändige Formulardruck und die Klebeheftung des Mantelbogens, es ist jedoch derzeit noch der Ausdruck der sogenannten komprimierten Steuererklärung notwendig.

45 Seite 45 Eine differenziertere Betrachtung lässt erkennen, dass insbes. in Folge der Konzentration der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und des durch die Käufermärkte herrschenden Preisdrucks, die Mittler auch in der Internet-Ökonomie eine differenzierte Stellung einnehmen werden. Die Transaktionskostentheorie und ihre Auswirkung auf Markt-Mittler NachfragerAnbieter Mittler T1 T2T3 T1´< T2´ + T3´ Verdrängung der Mittler T1´> T2´ + T3´ ?? T1< T2 + T3 T1> T2 + T Marktteilnehmer Quelle: [SaBu95]

46 Seite 46 Transaktionskosten sind Kosten des Produktionsfaktors Organisation..., die bei der Herstellung der Austauschbeziehung und deren Umsetzung anfallen (MICHAELIS). Sie bestehen nach PICOT aus Anbahnungs-, Vereinbarungs-, Abwicklungs-, Kontroll- und Anpassungskosten. In Abhängigkeit von der Höhe der Transaktionskosten, wird es sowohl zum einem Ausscheiden von Intermediären aus dem Markt kommen als zur Wahrnehmung neuer Aufgaben durch neue Mittler. Die Transaktionskostentheorie und ihre Auswirkung auf Markt-Mittler T1´< T2´ + T3´ Mit Internet T1´> T2´ + T3´ Durch Internet unterstützter Direkt-Markt Bedrohte Mittler Internet-Mittler Durch Internet unterstützte Mittler Ohne Internet T1 T2 + T Marktteilnehmer Quelle: in Anlehnung an [SaBu95]

47 Seite 47 Electronic Commerce bewirkt eine Umverteilung der Mittlertätigkeit von integrierten Anbietern auf ein Netzwerk von Spezialisten. Typen von Mittler 8.4. Marktteilnehmer Anbieter Kontext- anbieter Zugang zu elektronischem Kanal Kontext- informationen Verkaufs- agenten Marktwissen- und -zugang Einfluss auf Kundenverhalten Kundendienst Market Makers Integration von Hersteller und Kundenbedürfnissen Markt- management Einkaufs- agenten Suche und Auswertung Bewertung und Erfüllung der Bedürfnisse Kontext- anbieter Zugang zu elek- tronischem Kanal Kontext- information Kunde Zahlungs- abwickler Zahlungs- abwicklung Risiko- management Sicherheit Ausführungs- spezialisten Vertrieb Logistik Quelle: [NuPa98, 55]

48 Seite 48 Durch die Anpassung des vorhandenen Teilnehmermodells soll den Mittlern und ihrer Funktion innerhalb des EC Rechnung getragen werden. Die detailliertere Betrachtung ist insbes. bei der Entwicklung und Um- setzung von Geschäftsmodellen von Bedeutung Marktteilnehmer B2B2A B2BB2A Mittler B2B NachfragerAnbieter Berücksichtigung der Mittler im Rahmen der Modelldefinition Beispiel: NetBid (www.netbid.de)www.netbid.de

49 Seite 49 Auf Grund technologischer oder wirtschaftlicher Restriktionen ist es z.Zt. ökonomisch nicht möglich/sinnvoll, in jedem der Teilnehmermodell-Segmente EC-Projekte zu realisieren. Erweitertes Teilnehmermodell des EC 8.4. Marktteilnehmer Anbieter Administration (A) Business (B) Consumer (C) Nachfrager CBA Intermediäre C B A Mögliche Teilnehmerbeziehungen B2B2A Business-to-Business-to-Administration (B-to-B n -to-A)

50 Seite 50 Das Internet ist gekennzeichnet durch eine Verlagerung des Schwerpunktes der ökonomischen Nutzung. Während für die elektronische Geschäftsabwicklung zwischen Endkunden sowie Endkunden und Unternehmen bereits zahlreiche Geschäftsmodelle implementiert wurden, befinden sich die Teilnehmer- modelle in welchen öffentliche Institutionen eine Rolle spielen, erst am Anfang ihrer Entwicklungsphase. Entwicklungstendenz der ökonomischen Nutzung des Internet Anbieter Administration (A) Business (B) Consumer (C) Nachfrager CBA Intermediäre C B A 8.4. Marktteilnehmer B2A2B C2B2C C2B2B B2B2CB2B2B B2B2A A2B2C

51 Seite E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

52 Seite 52 Die Definition eines detaillierten, zukunftsorientierten Geschäftsmodells ist eine wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines EC-Engagements. I get the feelling that a lot of companies are on the Internet because they were told they ought to be, and not because they have any idea why, to use the Internet effectivily. (Snyder 1998) Begriffsabgrenzung Ein Geschäftsmodell charakterisiert: die Sachgüter, Dienstleistungen oder Informationsprodukte sowie die Teilnehmer der Geschäftsbeziehung und deren Rollen, beschreibt den Vorteil den die einzelnen Teilnehmer aus der Teilnahme an den Transaktionen gewinnen, zeigt die zugrundeliegenden Erlösquellen auf und legt die Regeln des Handelns fest. Zielgruppen Endverbraucher Geschäftskunden... Geschäftsfelder Beschaffung Forschung/Entwicklung Marketing Support/Service/Kontaktpflege Vertrieb... Erlösquellen Mitgliedsbeiträge Transaktionsgebühren Werbung Geschäftsmodelle [SCLI97:Timm98]

53 Seite Geschäftsmodelle Aus der Definition leiten sich konstituierenden Eigenschaften ab. Ein Geschäftsmodell: charakterisiert die Sachgüter, Dienst- leistungen oder Informationsprodukte sowie die Teilnehmer der Geschäfts- beziehung und deren Rollen, beschreibt den Vorteil den die einzelnen Teilnehmer aus der Teil- nahme an den Transaktionen gewinnen, zeigt die zugrundeliegenden Erlös- quellen auf und legt die Regeln des Handelns fest. Marktteilnehmer und deren Rollen Produkte und Dienstleistungen Nutzen und Erlösquellen der Marktteilnehmer Regeln [SCLI97:Timm98]

54 Seite 54 Nach Wirtz lassen sich vier Internet-Basisgeschäftsmodelltypen unterscheiden Geschäftsmodelle Content Info Brokerage Online Datenbanken E-Learning Content Syndication Commerce E-Marketing E-Shop, E-Mall E-Auction E-Market E-Procurement Context Suchmaschinen E-Kataloge Agentensysteme Value Chain Provider Connection Virtuelle Gemeinschaften Service Provider Trust Services [Wirtz 01]

55 Seite 55 Um eine Bewertung des Erfolgspotentials möglicher Geschäftsmodelle vornehmen zu können, ist eine Klassifikation des Modelle anhand ihrer funktionale Integrationsbreite sowie ihres innovativen Grades hilfreich. In Abhängigkeit von der konkreten funktionalen Ausgestaltung, wird eine scharfe Trennung zwischen einzelnen Geschäftsmodellen zunehmend schwierig Geschäftsmodelle in Anlehnung an: [Timm98, 4ff.] Funktionale Integration mehrer Funktionen einzelne Funktion Innovationsgrad niedrighoch E-Shop E-Procurement E-Mall E-Auction Trust Services Info Brokerage Value Chain Provider Virtual Community Third Party Marketplace E-Market E-Marketing

56 16. Oktober 2007: Die Internet-Suche wird zum Rohstoff der Informationsgesellschaft: Jede Minute gibt es weltweit etwa 1,4 Millionen Suchanfragen im Internet, wie aus einer neuen Studie des Marktforschungs- instituts comScore hervorgeht. Suchmaschinen Marktführer ist Google mit etwa 60 Prozent: Die Datenbanken des kalifornischen Unternehmens hatten im August mehr als 37 Milliarden Anfragen zu bewältigen. Danach folgten Yahoo (8,5 Milliarden), der chinesische Anbieter Baidu (3,3 Milliarden), Microsoft (2,2 Milliarden) und das koreanische Unternehmen NHN (2,0 Milliarden). Grundlage der Erhebung war das Nutzungsverhalten von zwei Millionen Internet-Nutzern in 170 Ländern. Die Teilnehmer installierten eine Tracking-Software, die ihr Verhalten protokolliert. comScore schätzt, dass im August weltweit etwa 750 Millionen Menschen die Dienste von Internet-Suchmaschinen in Anspruch genommen haben und dass jeder Internet-Nutzer im Monat etwa 80 Suchanfragen gestartet hat. Quelle: AP Seite Geschäftsmodelle

57 Das Online Marketing zeichnet sich gegenüber traditionellen Werbeformen (Presse, Funk, Fernsehen) durch eine Anzahl besonderer Merkmale aus. E-Marketing Direkte Reaktion ohne Medienbruch Interaktivität Gezielte Useransprache Messgenauigkeit Kostengünstig Kostenkontrolle Aktualität der Werbung Crossmedia Wirkung Quelle: dmmv Seite Geschäftsmodelle

58 E-Marketing Direkte Reaktion ohne Medienbruch: Das Internet ist das einzige Massenmedium, in dem der Konsument sofort auf Bild- und Ton-Werbung reagieren kann. Interaktivität: Der User entscheidet selbst, was er sehen möchte und worauf er klickt. Die Werbung kommt nicht zum Konsumenten, sondern der Konsument kommt zur Werbung. Hilft ihm die Werbung bei der Infosuche weiter, signalisiert er das mit einem Klick. Was ihn nicht interessiert, ignoriert er wie in den klassischen Medien. Gezielte Useransprache: Ziel ist es, die richtige Werbung zur richtigen Zeit auf den Bildschirm des Users zu platzieren. Werbung soll den User interessieren, seinen Bedürfnissen entsprechen. Für diese gezielte Ansprache analysieren die Websites das anonyme Profil ihrer User. Sie kanalisieren dieses Wissen in Targeting-Kriterien zur gezielten Ansprache der User. Targeting wiederum reduziert Streuverluste. Beispiele: Gesundheitsportale, z.B.: Googlehttp://www.gesund-vital-online.de/ Messgenauigkeit: Da jede Werbung im Online-Marketing individuell geliefert werden kann, ist der Werbemittelkontakt und -erfolg genau in Zahlen fassbar. Viewtime, Transaction Rate, Klickrate dokumentieren die Wahrnehmung der Werbung und die Response-Rate. Erhebungen für Werbungen in den klassischen Medien sind immer nur stichprobenartig, überschlägig und auf subjektiv geprägte Aussagen der Befragten angewiesen. Die Online-Messgrößen erfassen dagegen die realen Abläufe im Netz. Quelle: dmmv Seite Geschäftsmodelle

59 E-Marketing Kostengünstig: Banner und Buttons sind relativ einfach und kostengünstig zu erstellen. Auch die Mindestbuchungsvolumen sind gering. Online-Werbung wird damit auch für den Mittelstand interessant – besonders in Verbindung mit zielgenauem Targeting. Kostenkontrolle: Bei Verkaufsmodellen wie Cost per Click oder Cost per Oder wird nur noch nach Userreaktion, d.h. bei Erfolg bezahlt. Investitionen in Online-Werbung können exakt bewertet und das Userverhalten eindeutig gemessen werden. Der Werbetreibende weiß genau, was ihn eine Neukunde im Web kostet. Aktualität der Werbung: Das Internet ist aufgrund seiner Schnelligkeit und seines großen Angebotes ideal geeignet, sofort auf den Werbeerfolg zu reagieren. Schon nach wenig ausgelieferten Bannern kann man Kampagnen optimieren, Motive austauschen und Platzierungen ändern. Online-Werbung ist in der Lage, kurzfristig auf Ereignisse oder Marktveränderungen (Restplatzvermarktung) zu reagieren. Realtime-Banner nutzen diese Aktualität des Mediums zu Werbezwecken. Crossmedia: Es handelt sich hier um integrierte Kommunikation, in der Marketingmaßnahmen über mehrere Instrumente in klassischen Medien und Online durchgeführt werden und damit Synergieeffekte entstehen. Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften werden durch Bannerwerbung & Co nachweislich extrem verstärkt. Die Wirkung multipliziert sich und schafft so einen Mehrwert. Quelle: dmmv Seite Geschäftsmodelle

60 Januar 07, 2008 || Ausgaben verdoppeln sich: Rekordjahr für Online-Werbung: Noch nie wurde so viel auf Internetseiten geworben wie Ob Banner am Bildschirmrand, Pop-Ups, gesponserte Webseiten oder kurze Filme die Umsätze mit grafischer Online- Werbung kletterten in Deutschland im vergangenen Jahr auf 976 Millionen Euro. E-Marketing Im Vergleich zu 2006 entspricht das einem Zuwachs von 103 Prozent. Grundlage ist eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control. Vor allem die Telekommunikationsanbieter und Internetplattformen haben den Markt im vergangenen Jahr getrieben. Sie gaben rund 223 Millionen Euro für grafische Online-Werbung aus. Auf dem zweiten Platz folgten Handels- und Versandhäuser, die 189 Millionen Euro investierten. Medien und Entertainment-Anbieter (119 Millionen Euro), Banken und Finanzdienstleister (116 Millionen Euro) sowie Kfz- Firmen (89 Millionen Euro) vervollständigen die Top 5. Bemerkenswert ist, dass die Ausgaben für grafische Online-Werbung von Quartal zu Quartal ohne Unterbrechung zugenommen haben. Besonders stark waren die letzten drei Monate des vergangenen Jahres. Hier betrugen die Gesamtumsätze bereits 348 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2007 waren es erst 174 Millionen Euro, im zweiten 207 Millionen Euro und im dritten Quartal 246 Millionen Euro. Seite Geschäftsmodelle Quelle: AP

61 Dezember 04, 2007 || Radiowerbung abgehängt: Internetwerbung auf der Überholspur Internetwerbung wird Radiowerbung im nächsten Jahr weltweit erstmals überholen. Das ist die Prognose der internationalen Mediaagentur ZenithOptimedia. E-Marketing Steve King, Vorstandschef des britischen Unternehmens, sagte auf einer Investorenkonferenz in New York, der Internetanteil am gesamten Werbeaufkommen werde 2008 von 8,1 auf 9,4 Prozent steigen. Beim Radio sei hingegen ein Rückgang von 8,2 auf 7,9 Prozent zu erwarten. Nach einer früheren Prognose der Firma bleibt das Fernsehen Spitzenreiter mit einer erwarteten Zunahme auf 38,2 Prozent. Für die Zeitungswerbung sagt ZenithOptimedia einen Rückgang auf 26,9 Prozent voraus. Als treibende Kräfte für eine weiterhin lebhafte Werbekonjunktur im kommenden Jahr nannte King die Olympischen Spiele in Peking sowie die Fußballeuropameisterschaft in der Schweiz und Österreich. Das gesamte Werbeaufkommen werde im nächsten Jahr um 6,7 Prozent steigen, nach einem Zuwachs von 5,3 Prozent in diesem Jahr. Quelle: BITKOM Seite Geschäftsmodelle

62 Crossmedia Wirkung Durch die Präsentation einer Werbenachricht über mehrere Medien hinweg erhält der Anbieter die Möglichkeit, den Kunden in unterschiedlichen Umgebungen zu begleiten und seine Botschaft in dessen Gedächtnis zu verankern. Kundenkommunikation Demo Interaktive Cross MediaDemo Cross Media Seite Geschäftsmodelle

63 Kundenkommunikation Advergaming: Einer Studie des Bochumer Instituts für Kommunikationsforschung (BIFAK) zur Folge, konnten sich 81,1% der Befragten an den Branding-Partner erinnern. Die Akzeptanz liegt somit deutlich über der von Werbe-Banner.. -Werbung: In Deutschland werden -Newsletter und Mailing-Listen derzeit verstärkt von der Werbeindustrie wahrgenommen. Die Akzeptanz als Werbeträger ist aber noch wenig ausgeprägt, denn die Werbung in -Diensten erfordert ein Umdenken – vom Massenmarketing zum Nischenmarketing. Eine besondere Herausforderung stellt die Nähe zu Spam dar. Mobile Marketing: Die rasante Entwicklung des Mobilfunknetzes und insbesondere die hohe Popularität von SMS eröffnen neue Möglichkeiten für Werbetreibende, ihre Zielgruppe zu jeder Zeit, an jedem Ort zu erreichen. Voraussetzung für die Zustellung von werbefinanzierten mobilen Services oder reinen mobilen Werbeinformationen ist zunächst die Zustimmung des Empfängers.. Quelle: dmmv Seite Geschäftsmodelle

64 Das Internet bietet neue Möglichkeiten in der Marktforschung und der Kundenkommunikation. Neue Optionen der Marktforschung sind in der Online-Befragung, Online Beobachtung, in Online-Experimenten und Online-Panels gegeben. E-Marketing Quelle: [Sonn02,111] Online- Experiment Online- Beobachtung Primärforschung Online- Befragung Online- Panel Sekundärforschung Online- Datenbanken Aufbau einer Internet Marketing Intelligence Seite Geschäftsmodelle

65 Das Datenvolumen des Internet macht neue Techniken der Datenselektion und Informationsgenerierung sowie die Weiterentwicklung bestehender Marketing-Informationssysteme erforderlich. Marktforschung Datensammlung: Bildung von Datenpools für ein Data Warehouse Transformation der Daten in entscheidungsrelevante Informationen Entscheidungs- unterstützung Online-Erhebungen: Primär- und Sekundärforschung im Internet Data Mining: Entdeckung relevanter Strukturen in großen Datensätzen aus dem Internet Planung und Kontrolle der Konzeption des Internet- Marketing Quelle: [Sonn02,112] Seite Geschäftsmodelle

66 Seite 66 Durch die Aggregation, Bewertung und Verarbeitung von Informationen, versuchen Informations-Broker einen für den Nachfrager wahrnehmbaren informationellen Mehrwert zu generieren. Info Brokerage Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen B2C, B2B A2B2B, A2B2C B2B2A, B2B2B, B2B2C Vorteile Anbieter breite Distributionsbasis Cross-Selling-Effekte... Vorteile Nachfrager kompetente Leistungserbringer breites Informationsangebot... Beispiele dooyoo (www.dooyoo.de)www.dooyoo.de Yahoo (www.yahoo.com)www.yahoo.com GfK (www.gfk.de)www.gfk.de Gesundheitsportale, z.B Geschäftsmodelle

67 Seite 67 November 19, 2007 || Relaunch des T-Online-Portals: Deutschlands stärkstes Internetportal mit neuem Auftritt Das mit 13,95 Millionen Unique Usern pro Monat reichweitenstärkste General Interest Portal Deutschlands, präsentiert sich ab sofort mit neuer Struktur und neuem Design. Info Brokerage Der Relaunch verbessert laut T-Online die Bedienbarkeit, den Nutzwert und die optische Anmutung des Portals. Bereits zur IFA 2007 integrierte die Seite Web 2.0- Angebote wie Wikipedia, Lycos IQ und Mister Wong. Dieser Ansatz werde mit dem Redesign weiter verfolgt: Das Portal T-Online.de bündelt die Trends im Netz und liefert den Usern neben Impulsen zur persönlichen und sozialen Vernetzung nutzwertorientierte Anwendungen, schnell und direkt. Damit ist Web 2.0 in der breiten Masse angekommen, sagt Christopher Schläffer, Group Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom AG. Die Zugriffszahlen des T-Online Portals sind in den vergangenen sieben Jahren fast um das Siebenfache gestiegen. Erfolgsgarant für diese starke Entwicklung sei die Kombination aus Aktualität, Themenvielfalt, Nutzwert und Exklusivität, auf die die Redaktion auch weiterhin setze. Quelle: Deutsche Telekom AG 8.5. Geschäftsmodelle

68 Seite 68 November 20, 2007 || Jeder fünfte Deutsche liest Nachrichten im Internet: Rekordjahr für Nachrichtenportale im Internet Nachrichtenportale gehören 2007 zu den großen Gewinnern im deutschsprachigen Internet. Sie konnten die Anzahl ihrer Besuche im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhen. Das zeigt eine Langzeiterhebung, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin vorgestellt hat. Info Brokerage Demnach werden die 20 meistgenutzten News-Portale in Deutschland dieses Jahr voraussichtlich vier Milliarden Mal besucht – ein Plus von 25 Prozent lag der Wert bei 3,2 Milliarden, 2005 bei 2,7 Milliarden. Damit wird deutlich, dass sich das Internet endgültig neben Zeitung, TV und Radio als vierte Quelle für aktuelle Informationen etabliert hat", sagte Prof. August-Willhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Eines haben alle Portale gemeinsam: Sie sind frei zugänglich, ein Abo ist nicht erforderlich. Stattdessen finanzieren sich die Seiten in erster Linie über Werbung. Bei der Nutzung von News-Portalen liegen die Deutschen europaweit im Mittelfeld. Während 2006 hier zu Lande 19 Prozent der 16 bis 74-Jährigen Nachrichten im Internet lasen, waren es im EU-Durchschnitt 18 Prozent. Zu den Spitzenreitern zählen Finnland (46 Prozent) und Schweden (41 Prozent), zu den Schlusslichtern Irland (acht Prozent) und Rumänien (sieben Prozent). Quelle: BITKOM 8.5. Geschäftsmodelle

69 Seite 69 Dezember 05, 2007 || Routenplaner und Wetter: Wonach die Deutschen im Internet suchen: Im Internet suchen die Deutschen am häufigsten buchstäblich nach Orientierung: Routenplaner ist in diesem Jahr das bei Yahoo am häufigsten eingegebene Suchwort. Auf Platz zwei steht der frühere Spitzenreiter Wetter. Info Brokerage Die Top Ten von Platz drei bis zehn sind Immobilien, Erotik, Youtube, Telefonbuch, Knuddels, Wikipedia, Chat und Dessous, wie der Suchmaschinenanbieter am Dienstag mitteilte. Bei der Suche nach Prominenten ist Paris Hilton am begehrtesten und als meistgesuchtes Rezept steht der Nudelsalat an der Spitze. Die Ex-CSU-Rebellin Gabriele Pauli führt die Hitliste der meistgesuchten Politikernamen vor Vorjahressiegerin Angela Merkel an. Edmund Stoiber samt Versprechern als MP3-Hördatei, Bundespräsident Horst Köhler und der Verbraucherminister mit Vaterfreuden Horst Seehofer lagen vor den Staatschefs George Bush und Wladimir Putin Geschäftsmodelle

70 Seite 70 Dezember 05, 2007 || Online-Lexika: Wikipedia besser als Brockhaus Das von den Lesern selbst verfasste Online-Lexikon Wikipedia hat bei einem Qualitätstest besser abgeschnitten als die Internet-Ausgabe des Brockhaus. Info Brokerage Bei der Untersuchung des Wissenschaftlichen Informationsdienstes Köln im Auftrag des Magazins Stern erreichte die Wikipedia bei Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit die Durchschnittsnote 1,7. Die kostenpflichtige Brockhaus- Ausgabe kam auf 2,7. Für den Test wurden 50 Einträge aus zehn Themengebieten überprüft Geschäftsmodelle

71 Seite 71 Der geschätzte maximale Marktanteil der Versandapotheken liegt in Deutschland bei acht Prozent des Arzneimittelumsatzes (Stand 10/2007). Zum Vergleich: In der Schweiz und den USA beträgt der Marktanteil aktuell vier beziehungsweise 15 Prozent. Quelle: E-Shops Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen B2B, B2C, C2C, A2C A2B2A, A2B2B, A2B2C B2B2A, B2B2B, B2B2C Vorteile Anbieter höhere Nachfrage rel. kostengünstige Verkaufsplattform 24x7x52 Stunden weltweit erreichbar... Vorteile Nachfrager höheres Angebot niedrigere Preise bequeme Auswahl... Beispiele amazon.de (www.amazon.de)www.amazon.de DocMorris (https://www.docmorris.com/)https://www.docmorris.com/ 8.5. Geschäftsmodelle

72 Seite 72 E-Auction Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen A2B2B B2B2B, B2B2C Vorteile Anbieter/Nachfrager niedrigere Marketingkosten niedrigere Transaktionskosten effiziente Preisermittlung... Beispiele ebay (www.ebay.de)www.ebay.de Zoll-Auktion (www.zoll-auktion.de)www.zoll-auktion.de 8.5. Geschäftsmodelle Im Gegensatz zu traditionellen Auktionen, die als eine Marktveranstaltung, welche im Wege des öffentlichen Aufrufs durch den Auktionator an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten stattfindet, beschrieben werden können, sind elektronische Auktionen ortsunabhängig und nur durch den Endzeitpunkt der Auktion beschränkt.

73 Seite 73 Auktionsmodell Verhandlungsunterstützungssysteme die eine face-to-face-Kommunikation ermöglichen sind erst im entstehen. Einen hohen Entwicklungsstand weisen jedoch Anwendungen auf, die allein den Preis als Bewertungskriterium zur Auslösung einer Transaktion zu Grunde legen (Auktionssysteme). Auktion Güter/LeistungenRegeln Transaktionen Anbieter Nachfrager Auktionator Konkurrierende Auktionen und Handelsformen in Anhehnung an: [Klei97, 3ff.] 8.5. Geschäftsmodelle

74 Seite 74 Auktionen Auktionstyp English Auction First Price Sealed Bid Auction Dutch Auction Reverse Auction Continous Double Auction Sealed Double Auction Vickrey Auction Kontinuierliches, Preis-steigendes Verfahren; Bieter können die Gebote anderer sehen und entsprechend reagieren; es gewinnt das höchste Gebot. Bieter können nur ein Gebot abgeben; alle Angebote werden zum gleichen Zeitpunkt geöffnet; es gewinnt das höchste Gebot. Kontinuierliches, Preis-abnehmendes Verfahren, Bieter können die Gebote des Anbieters sehen und entsprechend reagieren; es gewinnt die erste Zusage. Kontinuierliches Preis-abnehmendes Verfahren, Anbieter können die Angebote der Konkurrenten einsehen und ent- sprechend reagieren; es gewinnt das niedrigste Angebot. Anbieter und Nachfrager beobachten kontinuierlich Angebot und Nachfrage und geben ihre Preisvorstellungen kund. Zuschlag bei Markträumung. Anbieter und Nachfrager können versiegelte Gebote abgeben. Auktionator ermittelt einen Markträumungspreis. Ähnlich First Price Seales Bid-Auktion. Gewinner ist der Bieter mit dem höchsten Gebot, muss jedoch nur das zweithöchste Gebot bezahlen. Beispiele Onsale The Chicago Wine Company Bookbid AuctionForce Auction Depot Fastparts Antebellum Cover Beschreibung In Anhehnung an: [BiBe98, 27ff.] Während sich bei privaten Endverbrauchern die english auction etabliert hat, so geht man davon aus, dass sich bei gewerblichen Endkunden die dutch auction und reverse auction durchsetzen werden Geschäftsmodelle

75 Seite 75 Auktionen Ausprägungsformen Auktionen als Koordinationsmechanismus (Auktionen werden eingesetzt, um einen Gleichgewichtspreis zu ermitteln) Auktionen als Allokationsmechanismus (Auktionen werden eingesetzt um Güter, die beson- dere Merkmale aufweisen (geringe Haltbarkeit, Überangebot etc.), über das Internet zu vertreiben) Auktionen als Distributionsmechanismus (Auktionen werden als weiterer Vertriebskanal eingesetzt) Vorteile Niedrige Eintrittsschranken Geringe Transaktionskosten Geringe Abhängigkeit von Raum und Zeit Größerer Nachfragermarkt Ausgeprägte Such- und Agentensysteme Beispiel A-Bereich Zoll-Auktion (www.zoll-auktion.de)www.zoll-auktion.de Beispiele B-Bereich NetBid (www.netbid.de)www.netbid.de Beispiele C-Bereich atrada (www.atrada.de)www.atrada.de ebay (www.ebay.de)www.ebay.de Nachteile Subjektive Bewertungsmöglichkeiten Sicherheitsbedenken 8.5. Geschäftsmodelle

76 Seite 76 Dass Mall-Konzept konnte sich bisher nicht überzeugend durchsetzen. So bspw. schloss IBM seine World Avenue 1998 in Folge eines hohen dreistellingen Millionen $ Verlustes nach nur knapp einem Jahr. E-Mall Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen B2B2B, B2B2C Vorteile Anbieter Branding Möglichkeit des Cross-Selling höhere Besucherzahlen... Vorteile Nachfrager höheres Angebot höheres Vertrauen Vergleichbarkeit... Beispiele shopping24 (www.shopping24.de)www.shopping24.de gehört zur Otto Group 8.5. Geschäftsmodelle

77 Seite 77 Eine Voraussetzung für den Erfolg eines entsprechende Angebots ist die Möglichkeit zur Integration der Produktangebote verschiedener Anbieter in einen Produktkatalog. E-Procurement Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen B2B2A, B2B2B Vorteile Anbieter niedrigere Marketingkosten niedrigere Transaktionskosten... Vorteile Nachfrager höheres Angebot niedrigere Transaktionskosten Vergleichbarkeit... Produkte Commerce One BuySite SAP B2B-Procurement 8.5. Geschäftsmodelle

78 Seite 78 In Abhängigkeit vom Ort, an dem die Transaktionen ausgeführt werden, lassen sich 3 Konzepte des E- Procurement unterscheiden. E-Procurement Sell-Side Modell Buy-Side Modell Market-Side Modell 8.5. Geschäftsmodelle

79 Seite 79 Beim Sell-Side-Modell wird der Kaufprozess auf dem elektronischen Produktkatalog des verkaufenden Unternehmens ausgelöst. Das einkaufende Unternehmen muss bei diesem Ansatz vor dem Einkauf die Produktkataloge mehrere Anbieter aufsuchen. Die Pflege der Produktkataloge wird durch das verkaufende Unternehmen durchgeführt. Sell-Side Modell Verkaufendes Unternehmen Internet Einkaufendes Unternehmen Produkt- katalog Web Client Produkt- katalog 8.5. Geschäftsmodelle

80 Seite 80 Beim Buy-Side-Modell kann der Nachfrager den Bestellprozess von einem Multilieferantenkatalog aus auslösen. Die Pflege der eigenen Daten innerhalb diese Multilieferantenkatalogs kann vom Anbieter selbst oder von einem Dienstleister vorgenommen werden. Buy-Side Modell Verkaufendes Unternehmen Internet Einkaufendes Unternehmen Produkt- katalog Web Client Multilieferan- tenkatalog Produkt- katalog 8.5. Geschäftsmodelle

81 Seite 81 Beim Market-Side-Modell erfolgt die Kontaktanbahnung auf einem elektronischen Marktplatz, der vom einem Dienstleister oder den Nachfragern betrieben wird. Die z. Zt. verfügbaren Funktionen reichen von der elektronischen Zuordnung von Angebot und Nachfrage bis hin zur umfassenden elektronischen Trans- aktionsabwicklung. Market-Side Modell Verkaufendes Unternehmen Einkaufendes Unternehmen Internet EM Web Client Produkt- katalog ERP- System 8.5. Geschäftsmodelle

82 Seite 82 Die Entscheidung für den Aufbau einer Buy-Side-Lösung oder der Beteiligung an einem elektronischen Marktplatz hängt ab vom eigenen Wissensstand, vom Kostensenkungspotential und dem Beschaffungs- risiko. Entscheidungsgrößen hoch mittel niedrig z.Zt. niedrig, niedrig auch in der Zukunft (bspw. C-Güter) z.Zt. hoch,niedrig in der Zukunft (bspw. Fertigteile) Beteiligung an einem elektronischen Marktplatz z.Zt. niedrig, hoch in der Zukunft (bspw. Güter die Allein- stellungsmerk- male aufweisen) z.Zt. hoch, hoch auch in der Zukunft (bspw. hochpreisige Grundstoffe) Aufbau einer Buy-Side- Lösung Bildung von Buy-Side- Einkaufskooperationen Relevanz des Produktes im Sinne eines Wettbewerbsvorteils (Kostensenkungspotential + Beschaffungsrisiko) Eigener Kenntnisstand (technologisch und betriebswirtschaftlich) in Anlehnung an: [ Ledo00] 8.5. Geschäftsmodelle

83 Seite 83 Unter elektronische Marktplätze im weiteren Sinne sind informationstechnische Systeme zur Unterstützung aller oder einzelner Phasen und Funktionen marktmäßig organisierter Leistungskoordination zu verstehen. E-Market Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen A2B2B, A2B2A B2B2B, B2B2A Vorteile Anbieter/Nachfrager niedrigere Marketingkosten niedrigere Transaktionskosten (durchgehende) elektronische Transaktionsabwicklung... Beispiele NetBid (www.netbid.de)www.netbid.de QUADREM (www.quadrem.com)www.quadrem.com Global Healthcare Exchange (http://www.ghxeurope.com/index1.ht ml)http://www.ghxeurope.com/index1.ht ml 8.5. Geschäftsmodelle

84 Seite 84 Durch die Ubiquität des Internets spielen die ehemaligen Determinanten historischer Märkte - Zeit und Ort - nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Gegenüberstellung historischer Marktplatz - elektronischer Marktplatz historischer Marktplatz elektronischer Marktplatz Zusammenführen von Angebot und Nachfrage Kommunikation Markttransparenz Transaktionskosten Steuerungsinstrumente Örtliche Präsenz der Teilnehmer Zeitliche Beschränkung Gehandelte Produkte Teilnehmer über Vertriebsorganisationen der Unternehmen, Marktveranstaltungen, Print- und elektronische Medien Face-to-Face, Telefon, Fax, elektronisch in der Regel nicht gegeben hoch Preis, Werbung, persönliche Präferenzen in der Regel notwendig ja alle Anbieter, Nachfrager, Mittler nur über elektronische Medien elektronisch vorhanden geringer Preis nicht notwendig theoretisch keine eindeutig beschreibbare Produkte Anbieter, Nachfrager, Mittler, Dienstleister 8.5. Geschäftsmodelle

85 Seite 85 Die am weitesten verbreiteten Klassifikationen elektronischer Marktplätze berücksichtigen die gehandelten Produkte, den Branchenfokus und die Zugangsmöglichkeiten. Klassifizierungsmerkmale für elektronische Marktplätze 8.5. Geschäftsmodelle Horizontale Marktplätze Horizontale Marktplätze richten sich mit ihrem Produkt und Dienstleistungsangebot an eine Vielzahl von Branchen. Zu den Produkten zählen insbes. C- bzw. MRO-Artikel, des weiteren zählen Finanz-, Versicherungs-, Risikomanagement-, Logistik- und Transportdienstleistungen zum Kernangebot. Vertikale Marktplätze Vertikale Marktplätze richten sich mit ihrem Angebot an eine ganz bestimmte Branche. Durch die IT- Infrastruktur soll eine möglichst hohe Anzahl an Prozessschritten elektronisch unterstützt und effizienter abgewickelt werden. Entsprechende Angebote sind in Branchen anzutreffen, in denen eine starke Anbieter- Nachfragersegmentierung zu beobachten ist oder eine sehr enge Beziehung zwischen den Geschäftspartner beobachtet werden kann (bspw. Automobilindustrie). Offene Marktplätze Offene Marktplätze stehen allen interessierten Marktteilnehmern offen. Geschlossene Marktplätze Geschlossene (private) Marktplätze bieten nur einer distinkten Auswahl von Unternehmen einen Zugang zum Transaktionssystem. Mögliche Gründe sind die Wahrung etablierter Geschäftsbeziehungen oder die geschäftliche Stellung des Marktplatzbetreibers.

86 Seite 86 Die zunehmende Integration der Handelsplattformen wird langfristig zu einem Ausscheiden der kleinen, unabhängigen Betreiber führen Geschäftsmodelle Integrationsmöglichkeiten verschiedener Marktplatzvarianten Quelle: [AbUh01] Branche BBranche A Vernetzung zwischen Marktplätzen Horizontale Marktplätze (öffentliche oder privat) Vertikale Marktplätze (öffentlich oder privat)

87 Seite 87 Das Handeln charakterisiert den Preisfindungsvorgang zwischen jeweils einem Anbieter und einem Nachfrager, die Auktion/Ausschreibung beschreibt Preisvereinbarungen, im Rahmen der Anbieter und Nachfrager in einer 1 zu M- bzw. N zu 1-Beziehung zueinander stehen und Börsen umfassen die Maßnahmen im Rahmen welcher die Preisübereinkunft durch eine beidseitige Preisanpassung erreicht wird. Klassifizierungsoptionen elektronischer Marktplätze 8.5. Geschäftsmodelle Anzahl der Anbieter Anzahl der Nachfrager 1 N Handel Auktion Börse M 1 Auktion, Ausschreibung 1

88 Seite 88 November 15, 2007 || Fachkräftemangel: Online-Börse vermittelt IT-Spezialisten aus Osteuropa Börsen zur Vermittlung von Spezialisten Eine neue Online-Börse bringt Freiberufler und Unternehmen auf der Suche nach IT-Spezialisten zusammen, um den Fachkräftemangel in der westeuropäischen Wirtschaft zu reduzieren. Die Critex-Börse nimmt ausschließlich osteuropäische IT- Experten auf. Zielgruppe sind vor allem mittelständische Firmen, die ihren Personalbedarf im Inland nicht decken können oder aus Kostengründen den Weg nach Osteuropa suchen. Hierzu hat der Börsenbetreiber CRITEX GmbH ein Modell entwickelt, das die Beschäftigung der osteuropäischen IT-Spezialisten mit minimalem Aufwand ermöglicht und damit auch für kleinere und mittelgroße Firmen erschwinglich macht. An den Start gegangen ist die neue Online- Börse mit mehr als 1000 verfügbaren Freiberuflern.www.critex.de 8.5. Geschäftsmodelle

89 Seite 89 November 20, 2007 || Plattform vermittelte 427 Firmen einen neuen Chef: nexxt-change auch im dritten Quartal erfolgreich Der Generationenübergang per Mausklick bleibt beliebt: Im dritten Quartal dieses Jahres fanden 427 Unternehmen über die Online-Börse nexxt-change einen Nachfolger, das waren rund zwei Prozent mehr als im Vorquartal. nexxt-change ist Deutschlands größte Plattform für Unternehmensübertragungen. Senior-Unternehmer und potenzielle Nachfolger konnten im Berichtszeitraum unter der Adresse change.org auf Inserate zugreifen. Dabei handelte es sich um Firmenangebote und um Gesuche. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) stellten 47,1 Prozent aller Inserate ein, also insgesamt Anzeigen. Nachfolgesuchende Firmen und interessierte Existenzgründer können über diese Plattform über die IHKs und weitere Regionalpartner ihr Profil veröffentlichen lassen.www.nexxt- change.org 8.5. Geschäftsmodelle

90 Seite 90 Durch das Erbringen von Sicherheitsdienstleistungen sind diese Leistungserbringer bestrebt, dem Internet- Nutzer ein höheres Maß an Sicherheit bei der Abwicklung seiner Transaktion zu bieten. Trust Services Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen B2C, B2B A2B2A, A2B2B, A2B2C B2B2A, B2B2B, B2B2C Vorteile Anbieter Konzentration auf Kernkompetenzen geringe Fixkosten... Vorteile Nachfrager kompetente Leistungserbringer Vertrauens- und Sicherheitsgewinn... Beispiele Deutsche Telekom (http://www.telesec.de/ )http://www.telesec.de/ TRUSTED SHOPS (www.trustedshops.de)www.trustedshops.de 8.5. Geschäftsmodelle

91 Seite 91 Durch das Erbringen von Sicherheitsdienstleistungen sind diese Leistungserbringer bestrebt, dem Internet- Nutzer ein höheres Maß an Sicherheit bei der Abwicklung seiner Transaktion zu bieten. Trust Services Seit Anfang 2003 ist das von der bulgarischen Association of Commercial Banks eingesetzte Unternehmen Bankservice der zentrale Service Provider für den Bankensektor in Bulgarien. Bankservice fungiert als Trustcenter der Banken und stellt ihnen Sicherheitsdienste für eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung, wie z. B. dem Zahlungssystem BISERA, dem Inter- und Intrabanking-System für den Express-Geldtransfer EXPRES-M und für SEBRA, einem elektronischen System für Budget-Zahlungen des Finanzministeriums. Die PKI-Infrastruktur (Public Key Infrastructure) des Trustcenters beruht auf der PKI-Technologie von Utimaco Safeware. Dies ist das zweite große PKI-Projekt für Utimaco Safeware in Bulgarien, nachdem das Unternehmen 2001 den Zuschlag für die Etablierung einer nationalen PKI in Bulgarien erhalten hat. Die von Bankservice angebotenen Zertifikate werden von den bulgarischen Banken auch für interne Anwendungen, wie z. B. genutzt. Unterschiedliche Arten von Zertifikaten werden angeboten, um sowohl fortgeschrittene elektronische Signaturen nach dem bulgarischen Signaturgesetz zu ermöglichen als auch in der nächsten Ausbaustufe qualifizierte elektronische Signaturen gemäß der EU-Direktive zur elektronischen Signatur Geschäftsmodelle

92 Seite 92 Der Wert einer virtuellen Gemeinschaft liegt in den Beiträgen ihrer Mitglieder begründet. Zentrales Ziel eines Betreibers sollte es daher sein, möglichst schnell eine kritische Masse von Mitgliedern zu gewinnen und diese zu animieren, Inhalte zu erstellen. Virtual Communities Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen B2B, B2C, C2C C2B2C Vorteile Betreiber geringe Redaktionskosten Gewinn von Kundenprofilen... Vorteile Nachfrager Informationsaustausch mit Gleichgesinnten kostenlose Informations- und Kommunikationsplattform... Beispiele metropolis (www.metropolis.de)www.metropolis.de amiro (http://www.ciao.de)http://www.ciao.de Krebsgemeinschaft (www.krebsgemeinschaft.de/)www.krebsgemeinschaft.de/ 8.5. Geschäftsmodelle

93 Seite 93 Funktionsmodell virtueller Gemeinschaften Das Geschäftsmodell der virtuellen Gemeinschaften basiert darauf, immer neue Mitglieder zu gewinnen und an die Gemeinschaft zu binden sowie diese zu animieren, Inhalte zu erstellen und zu pflegen. Die gewonnen Teilnehmerprofile werde im Rahmen eigener Shopping-Angebote oder durch deren Weiterverkauf ver- marktet Geschäftsmodelle Zunehmende Erträge in der virtuellen Gemeinschaft Kaufangebote Mitgliederloyalität Attraktivität des Inhalts Mitgliederprofile Anbieter in die Gemeinschaft locken Mitglieder werben und Ausgaben fördern Mehr Mitglieder in die Gemeinschaft locken Mitglieder erzeugen eigene Inhalte Interaktion zwischen Mitgliedern fördern Aufbau der Loyalität von Mitgliedern zur Gemeinschaft Informationen über Mitglieder sammeln Gezielte Wer- bung und Kaufangebote Quelle: [HaAr97]

94 Erhöhung der Attraktivität des Inhalts Durch kostenlose Angebote gilt es in der Aufbauphase der Gemeinschaft eine kritische Masse an Teilnehmern zu gewinnen. Mitgliederloyalität In Abhängigkeit von den sich entwickelnden Beziehungen und Gesprächsthemen sowie unter Berücksichtigung des Inputs neuer Teilnehmer gilt es neue Interaktionsformen und -foren zu kreieren. Dadurch soll die Verweildauer und die Loyalität der Mitglieder gegenüber der Gemeinschaft erhöht werden. Verfeinerung der Mitgliederprofile Um den Service zu verbessern gilt es, die Qualität der Teilnehmerprofile kontinuierlich zu verfeinern. Dazu kann mit assoziierten Unternehmen ein Datenaustausch vorgenommen werden. Erweiterung der Kaufangebote Die aus den Teilnehmerprofilen extrahierbaren Information können sowohl selbst, als auch durch Partnerunternehmen vermarktet werden. Die daraus zu erzielenden Einnahmen gilt es zur Erweiterung der Gemeinschaft einzusetzen. Seite Geschäftsmodelle

95 Seite 95 Costumer Relationship Management (CRM)-Systeme werden zur Intensivierung der Kundenbindung und -integration sowie zur Erweiterung der Wertschöpfungskette eingesetzt. Eine mögliche Komponente sind virtuelle Gemeinschaften. Die besondere Bedeutung dieser virtuellen Gemeinschaften liegt in der Möglichkeit, Netzwerkeffekte wahrzunehmen. In Abhängigkeit von den Zielen des Betreibers und vom gewählten Geschäftsmodell gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Verwertung der verfügbaren Informationen. Die ökonomische Relevanz virtueller Gemeinschaften zeigt sich bspw. in der Übernahme der Online-Kommunikationsplattform Geocities durch Yahoo im Februar 1999 für einen Kaufpreis von 4,9 Milliarden Dollar. Betreibermodelle und Möglichkeiten der kommerziellen Nutzung Ohne Einschränkungen Das Unternehmen, welches die Plattform betreibt, akzeptiert keine Einschränkungen in der kommerziellen Nutzung der ihr zur Verfügung stehenden Informationen (z.B. Spam, Verkauf persönlicher Angaben, Verkauf von -Adressen). OptOut Der Teilnehmer kann die Zusendung nicht angeforderten Informationen unterbinden (Weitergabe persönlicher Informationen für Werbezwecke jedoch möglich). OptIn Der Teilnehmer muss der Weitervergabe und der Nutzung seiner persönlich Angaben ausdrücklich zustimmen. Keine kommerzielle Nutzung Die verfügbaren Daten und Informationen werden weder innerhalb des Netzes kommerziell genutzt, noch werden sie an Dritte weitergegeben Geschäftsmodelle

96 Seite 96 Bei diesem Geschäftsmodell übernehmen Mittler innerhalb der Wertschöpfungskette eine ihrer Kernkom- petenz entsprechenden Funktion. Als Einnahmenquelle dient i.d.R. eine (prozentuale) Transaktionsgebühr. Value Chain Service Provider Anbieter A B C Nachfrager CBA Mittler C B A Mögliche Teilnehmergruppen A2B2A, A2B2B, A2B2C B2B2A, B2B2B, B2B2C Vorteile Anbieter Konzentration auf Kernkompetenzen geringe Fixkosten... Vorteile Nachfrager kompetente Leistungserbringer... Beispiele FedEx (http://www.fedex.com/de/)http://www.fedex.com/de/ UPS (http://www.ups.com/content/de/de/ind ex.jsx)http://www.ups.com/content/de/de/ind ex.jsx 8.5. Geschäftsmodelle

97 Seite 97 Das Modell einer computerintegrierten Logistik (CIL) dient der Integration von Marktplatzdiensten für die Waren- und Finanzlogistik in der Abwicklungsphase. Einordnung der Logistikdienstleistungen in der Wertschöpfungsprozess... Vereinbarungsphase Abwicklungsphase... Primärer Wertschöpfungsprozess Speditions- markt Versicherungs markt Finanzierungs markt Sekundärer Wertschöpfungsprozess in Anlehnung an: [ScLi97, 5] 8.5. Geschäftsmodelle

98 Seite 98 Elektronische Abrechnungsfunktionen (EDI) Elektronischer Austausch von Frachtdokumenten (EDI) Elektronischer Abladenachweis über Zeitpunkt, Vollständigkeit und Unversehrtheit der Güter Elektronischer Check-In der Fracht und sofortige Weitergabe der Information Erreichbarkeit des Systems des Logistikdienstleisters über eine allgemeine Schnittstelle Online Auskunfts- und Dispositionsmöglichkeit Tracking: Kontinuierliche Standortbestimmung der Sendungen über die gesamte Transportstrecke Tracing: Nachträgliche Verfolgbarkeit des Sendungsverlaufes Systemanbieter übernehmen zunehmend die Abwicklung fast aller Prozessschritte zwischen Anbieter und Nachfrager einer Leistung (Value Chain Intergrators). Kernanforderungen an Systeme der Transportwirtschaft 8.5. Geschäftsmodelle

99 Elektronische Logistikmärkte: Logistische Dienstleistungen können selbst ein handelbares Gut auf elektronischen Märkten darstellen. Sind sie ausschließlicher Handelsinhalt eines elektronischen Marktes, werden die Begriffe des elektronischen Transportmarktes oder der elektronischen Frachtbörse verwendet. Beispiel: 1 Über Angebote täglich Nutzer europaweit 200 Millionen Tonnen vermittelte Ladung im Jahr In über 25 Ländern vertreten Demo: index.htm index.htm Seite Geschäftsmodelle

100 Elektronische Logistikmärkte: Logistische Dienstleistungen können selbst ein handelbares Gut auf elektronischen Märkten darstellen. Sind sie ausschließlicher Handelsinhalt eines elektronischen Marktes, werden die Begriffe des elektronischen Transportmarktes oder der elektronischen Frachtbörse verwendet. Weitere Beispiele für elektronische Frachtbörsen: dex.cfm walter.com/de/Transportunternehm er.aspx Seite Geschäftsmodelle

101 Seite E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

102 Seite 102 Abwicklung über Papier Bestel- lung Über- prüfung Bestel- lung Über- prüfung Lager Versand Verkauf Rech- nung KundeAnbieter Abwicklung über EDI EDI Über- setzung EDI Über- setzung Kunden- Datenbank Anbieter- Datenbank Bestellung, Lager-Überprüfung, Rechnungserstellung Abwicklung über Internet Kunden- Web-Site Anbieter- Web-Site Bestellung, Lager-Überprüfung, Rechnungserstellung Durch die Nutzung des Internet besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Prozessschritte deutlich zu reduzieren. Durch den Wegfall der bei EDI noch notwendigen Übersetzungssoftware, kann durch Nutzung von XML, auch bei unterschiedlichen Systemen, ein durchgehender Informationsaustausch über das Internet realisiert werden Geschäftsprozesse Quelle: [Glan96, 8f.]

103 Seite 103 Durch die Nutzung von EC-Lösungen ergeben sich insbes. im Bereich der Beschaffung deutliche Einsparungspotenziale. 7 Tage2 Tage5 Tage Bestellliste Formular Bedarfs- vorbereitung After-Order Service Bedarfs- erhebung Bestell- abwicklung Katalog / Telefon Bestell- liste FAX / Hauspost SAP SAP FAX- Server SAPTelefon Durchlaufzeit Medium Quelle: [Jaek00, 90] 8.6. Geschäftsprozesse Fallbeispiel 1: E-Procurement im Krankenhaus

104 Seite 104 Durch die Nutzung von E-Procurement-Lösung besteht die Möglichkeit, eine funktions-, organisations- und infrastrukturbezogene Vereinfachung sowie Harmonisierung der Prozesse zu erzielen. Bedarfs- vorbereitung After-Order Service Bedarfs- erhebung 1 Tag 2 Tage 5 Tage Bestell- abwicklung Durchlaufzeit SAP SAP FAX- Server Electronic Procurement System Medium 8.6. Geschäftsprozesse Quelle: [Jaek00, 91] Fallbeispiel 1: E-Procurement im Krankenhaus

105 Seite 105 Durch den Einsatz des EC-Systems soll die Anzahl der Prozessschritte um 42%, die Anzahl der Medienbrüche um 75%, die Bearbeitungszeit um 49% und die Durchlaufzeit zur Abwicklung einer Bestellung um 43% reduziert werden können Geschäftsprozesse % Anzahl Prozessschritte IST- Prozess Anzahl Prozessschritte SOLL- Prozess Reduzierung um % Anzahl Medienbrüche IST- Prozess Anzahl Medienbrüche SOLL- Prozess Reduzierung um 41,5 Min. 21 Min. 49% Bearbeitungs- zeit IST- Prozess Bearbeitungs- zeit SOLL- Prozess Reduzierung um 14 Tage 8 Tage 43% Durchlaufzeit IST- Prozess Durchlaufzeit SOLL- Prozess Reduzierung um Quelle: [Jaek00, 96ff.] Fallbeispiel 1: E-Procurement im Krankenhaus

106 Seite 106 emaro, ein Geschäftsbereich der SAP Hosting AG & Co. KG, bietet Lösungen zur elektronischen Beschaffung von katalogbasierten Gütern und Dienstleistungen. Dabei übernimmt emaro den Betrieb der Beschaffungsplattform, die Sicherstellung des Dokumentenaustausches sowie die technische Integration der Systeme (Beschaffungs- wie ERP-Systeme). Dienstleistungen im Katalogmanagement und Sourcing- Bereich runden das Leistungsportfolio ab Geschäftsprozesse Fallbeispiel 2: E-Procurement über elektronischen Marktplatz Käufer 2 Katalog (Sicht auf) 3 Bestellung (aus Katalog) 6 Auftragsbestätigung 9 Rechnung 1 Produktdaten 4 Bestellung 5 Auftragsbestätigung 8 Rechnung Verkäufer Kaufvertrag 7 Lieferung 10 Zahlung osting.de/index. epx

107 Seite 107 Die potentiell einzusparenden Prozesskosten betragen 84,53 EURO pro Geschäftsvorfall Geschäftsprozesse Fallbeispiel 2: E-Procurement über elektronischen Marktplatz Bestellung an Lieferanten faxen Mit eProcurementHerkömmlicher Prozess 0,5 min 9,5 min 8 min 15 min 3 min 18 min 6 min 15 min 0,5 min 8 min 15 min 3 min 10 min Bedarfsanford. ausfüllen Bedarfsanford. geneh- migen, weiterleiten Daten im Einkauf prüfen Bestellung in EDV anlegen Manuelle Auftrags- verfolgung Wareneingang Ware verteilen und prüfen Rechnungsverarbeitung Zahlungsfreigabe Summe: 105 min Kosten: 129,57 EUR Summe: 36,5 min Kosten: 45,04 EUR Quelle: [AllTh01, 43]

108 Seite 108 Entsprechend einer Aussage der Betreiber können über emaro bei einem Bestellvolumen von 15 Mill. EURO, 1 Mill. EURO eingespart werden Geschäftsprozesse Fallbeispiel 2: E-Procurement über elektronischen Marktplatz Quelle: [AllTh01, 45] Summe: 1,1 Mio. EUR Mit Marktplatz Bestellung an Lieferanten faxen Mit Electric Procurement Herkömmlicher Prozess Bedarfsanford. ausfüllen Bedarfsanford. geneh- migen, weiterleiten Daten im Einkauf prüfen Bestellung in EDV anlegen Manuelle Auftrags- verfolgung Wareneingang Ware verteilen und prüfen Rechnungsverarbeitung Zahlungsfreigabe Summe: 2,1 Mio. EUR Gesamt- Prozesskosten: 2,3 Mio. EUR EUR Ersparnis ohne Marktplatz Laufende Kosten für Katalogmanage- ment und Lieferan- tenanbindung 1,3 Mio. EUR p.a. Gesamt- Prozesskosten: 0,8 Mio. EUR Gesamt- Prozesskosten: 0,8 Mio. EUR EUR Ersparnis ohne Marktplatz 1 Mio. EUR p.a. Ersparnis durch Marktplatz Katalog+Lief.anb. Durch Marktplatz EUR p.a.

109 Seite 109 Informationsphase Elektronische Produktkataloge Suchmaschinen Agentensysteme Vereinbarungsphase Systeme für: Preisfindung Vertragsaus- handlung Abwicklungsphase Zahlungssysteme Logistikdienste Versicherungs- dienste Um die Ausgestaltung eines Geschäftsprozesses genauer spezifizieren zu können ist es sinnvoll, diesen in Teilprozesse/einzelne Transaktionen zu unterteilen. Eine Transaktion kann dabei als ein elementarer Vorgang des Leistungsaustausches zwischen zwei oder mehreren Marktteilnehmer definiert werden. Mögliche Transaktionsphasen eins Geschäftsprozesses 8.6. Geschäftsprozesse Quelle: [ScLi97, 4f.]

110 Seite 110 AnbieterNachfrager Gebote Informationsphase Vertragsabschluss Vereinbarungsphase Vertragserfüllung Abwicklungsphase Phasenmodell eines EC-Geschäftsprozesses 8.6. Geschäftsprozesse Quelle: [ScLi97, 7]

111 Seite E-Commerce 8.1.Einführung 8.2. Definition 8.3. Produkte 8.4. Marktteilnehmer 8.5. Geschäftsmodelle 8.6. Geschäftsprozesse 8.7. Referenzmodell 8.8. Mobile Commerce

112 Seite 112 Das Referenzmodell Elektronischer Märkte (RM-EM) nach Schmid bietet die Möglichkeit, entsprechend einem bestimmten Geschäftsmodell, die dafür erforderlichen Prozesse zu modellieren, Dienste zu spezifizieren sowie die entsprechende Infrastruktur auszuwählen Referenzmodell

113 Seite 113 Ein Modell stellt eine vereinfachte Abbildung eines Ausschnittes der Umwelt dar. Ausgehend von den eigenen Zielen gilt es, das RM-EM zu verändern/anzupassen Referenzmodell Markttransaktion Informations- phase Vereinbarungs- phase Abwicklungs- phase Produkt- kataloge Verhandlungs- unterstützungs- systeme Zahlungs- systeme Logistik- systeme Service- phase Infrastrukturdienste CRM- Systeme Identifikations- phase Geschäftsmodell Geschäftsprozesse Newsgroups Online-DB

114 Seite 114 Die Business View wird durch das Geschäftsverhalten der Marktplatzteilnehmer und Teilsysteme, deren Aktivitäten und Verfahrensweisen sowie die einzuhaltenden Regeln während des Betriebs eines Elektronischen Marktes beschrieben. Sie enthält das Geschäftsmodell. Geschäftsregeln betreffen Sachverhalte der strategischen Planung oder operative Rahmenbedingungen. Organisationsregeln machen Aussagen über Verantwortlichkeiten, Struktur und Anforderungen an das Geschäftsverhalten. Übertragungsregeln drücken aus, wie Eigentumsverhältnisse oder Verpflichtungen geändert werden. Sicherheitsregeln können als Hinweise für das Erkennen einer Gefährdung und für den Schutz der Systemsicherheit sowie zur Schadensbegrenzung betrachtet werden. Business View Die Business View behandelt in Form einer Systemspezifikation aus ökonomischer Sicht, den Zweck und die verfolgten Strategien eines elektronischen Marktes durch Festlegen von Absichten, Umfang und Geschäfts- politiken der involvierten Organisationen und Institutionen Referenzmodell Quelle: [ScLi97, 11]

115 Seite 115 Transaction View Die durchgängige Geschäftsabwicklung auf der Transaction View wird durch ein Angleichen der Geschäfts- prozeduren der Handelspartner und eine Abstimmung auf externe Randbedingungen erreicht. In einem ersten Schritt werden hierzu aus dem Business Model der Business View die relevanten Geschäfts- szenarios identifiziert. Anschließend wird das Prozessmodell entwickelt. (formale Spezifikation eines Transaktionstyps). Geschäftsszenario Rolle (Beschreibung des Verhaltens einer Organisation oder Institution innerhalb eines Szenarios). Informationsobjekt (formale Beschreibung des semantischen Inhalts der Geschäftsinformation). Prozessmodell (Zuordnung von Informationsobjekten zu Rollen und Abbildungen von Geschäftsszenarien auf Transaktionsprozeduren): 8.7. Referenzmodell Quelle: [ScLi97, 12]

116 Seite 116 Market Services View Jede Phase der Marktplatztransaktion wird von darauf spezialisierten Marktplatzdiensten unterstützt. Die Durchgängigkeit der Geschäftsabwicklung ist aber nur dann gewährleistet, wenn die Dienste jeweils auch miteinander interagieren können. Infrastructure View Umfasst alle Soft- und Hardwarekomponenten zur Realisierung der Kommunikation und Datenübertragung zwischen den Elementen der Market Services View. Zur Abwicklung der spezifizierten Prozesse gilt es, auf den darunter liegenden Ebenen, die entsprechenden Dienste, Softwareanwendung und technische Systeme auszuwählen Referenzmodell Quelle: [ScLi97, 14f.]

117 Seite 117 Identifikation: Vermittlung der Unternehmensidentität, Bedarfsweckung, Produktidentifikation 8.7. Referenzmodell - Identifikationsphase Instrumente: Online-Datenbanken, Newsgroups Elektronische Unternehmenspräsentation Elektronische Gelbe Seiten Intelligente Agenten zur Partner- und Produktsuche Kompetenzdatenbanken ….

118 Seite 118 Präsentation Semantik Relation/ERM EM-Dienste Benutzer Agenten/Abfrage Betriebliches IKS Elektronische Produktkataloge (EPK) können als multimediale interaktive Hypertexte verstanden werden, die Produkte präsentieren und beschreiben und als Schnittstelle zwischen Anbieter und potentiellem Kunden dienen. Elektronische Produktkataloge Quelle: [ScLi97, 18] 8.7. Referenzmodell - Informationsphase

119 Seite 119 Elektronische Produktkataloge Informationsbedarfsdeckung durch Aufbau möglichst umfassender Angebotskataloge und Schaffung produkt-/branchenspezifischer elektronischer Marktplätze. Anforderung: dezentraler Aufbau Elektronischer Produktkataloge generische EPK-Architektur (Als generisch wird ein Objekt mit Bezug auf eine große Klasse oder Gruppe von Objekten bezeichnet. Generische Objekte entstehen durch Abstraktion gemeinsamer Merkmale und Eigenschaften von vielen unterschiedlichen Objekten durch Fokussierung auf deren Gemeinsamkeiten.) 8.7. Referenzmodell - Informationsphase AS: Abfragesystem Mittler AnbieterNachfrager Anbieter Nachfrager EPK-AS EPK Iin Anlehnung an: [ScLi97, 19]

120 Seite 120 Elektronische Produktkataloge Ein bedeutendes Problemfeld bei der Integration unterschiedlicher Produktkataloge bildet die unterschied- liche Semantik der Auszeichnungselemente. Eine mögliche Lösung zur Überwindung dieser Hürde bildet XML Referenzmodell - Informationsphase Funktion A EPK EPK 1 Parameter EPK 2EPK 3 Aufbau neuer EPKs auf Basis schon bestehender EPKs Projektion Bündelung Problemfelder unterschiedliche Vokabulare unterschiedliche Technologien Iin Anlehnung an: [ScLi97, 19ff.]

121 Seite 121 Eine Erweiterung elektronischer Produktkataloge bieten Konfiguratoren Referenzmodell - Informationsphase

122 Seite 122 Sicherheitsdienstleistungen Für eine Stelle, die sicherheitsrelevante Dienste anbietet, werden die Begriffe Trust Center und Zertifizierungsstelle verwendet. Zertifizierungsstelle wurde im Signaturgesetz gewählt und soll ausdrücken, dass solche Stellen Zertifikate ausstellen. Mit Trust Center werden in der Regel Stellen bezeichnet, welche die genannten Dienste für die Verschlüsselung von Daten anbieten. Zertifizierungsstellen sind eine natürliche oder juristische Person, die die Zuordnung von öffentlichen Signaturschlüsseln zu natür- lichen Personen bescheinigt und dafür eine Genehmigung besitzt. Aufgaben Schlüsselmanagement Beglaubigungsleistungen Treuhänderfunktion Übergabe zu treuhänderischen Händen von geheimen Schlüsseln Treuhänderfunktion im Bereich der elektronischen Zahlungsabwicklung Anbieter TeleSec (http://www.telesec.de/)http://www.telesec.de/ Deutsche Post Signtrust (www.signtrust.deutschepost.de)www.signtrust.deutschepost.de 8.7. Referenzmodell - Vereinbarungsphase

123 Seite 123 in Anlehnung an: [HiRu96] Aufgrund der immer noch bestehenden Sicherheitslücken der Shopping-Systeme, konnte sich elektronische Zahlungssysteme am Markt bisher noch nicht durchsetzen. Elektronische Zahlungssysteme Anforderungen an elektronische Zahlungssysteme Technische Anforderungen Betriebswirtschaftliche Anforderungen Funktionale Anforderungen Spezielle Anforderungen Typen elektronischer Zahlungssysteme Digitales Geld (Münzen) Digitale Kreditkarten Digitale Schecks Smartcards mobile Systeme (Handy) 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase

124 Seite 124 Technische Anforderungen VerfügbarkeitAnbieter-Zahlungssysteme Mittler-Zahlungssysteme Internet Zugang ZuverlässigkeitTransaktionen müssen atomar durchgeführt werden Skalierbarkeit Vertraulichkeit IntegritätTransaktionsmanipulation Authentisierung Non-RepudiationNon-Repudiation of Origin Non-Repudiation of Delivery Non-Repudiation of Submission Integration in anwenderspezifische Programme Durchgängigkeit der IT-Mittel Option zur anwenderindividuellen Auswahl des Zahlungssystems Portabilität Elektronische Zahlungssysteme 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase in Anlehnung an: [HiRu96]

125 Seite 125 Betriebswirtschaftliche Anforderungen Hohes Entwicklungspotential Ortsunabhängige Anwendbarkeit Sicherstellung unterschiedlich-zeitabhängiger Zahlungssysteme/-möglichkeiten Zahlung vor der Lieferung Zahlung nach der Lieferung Zahlung während der Lieferung Zahlung im voraus Zahlung pro Zeiteinheit Systemoffenheit Sicherheit vor Geldverlust durch Systemfehler durch Benutzerfehler Niedrige Transaktionskosten Elektronische Zahlungssysteme 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase in Anlehnung an: [HiRu96]

126 Seite 126 Funktionale Anforderungen Einzahlung Auszahlung Überweisung Übertragbarkeit Transaktionsbestätigung Rückerstattung Teilbarkeit Mikrozahlungen (micropayments) Konvertibilität mehrere Währungen Zahlung von Warenkörben Elektronische Zahlungssysteme Quelle: [HiRu96] 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase

127 Seite 127 Elektronische Zahlungssysteme 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase Spezielle Anforderungen Anwender Anonymität Anbieter, Mittler sicherheitstechnische Risikominimierung wirtschaftliche Risikominimierung Geschäftsprozessintegration Zeitersparnis Kostenersparnis Fehlerminderung Quelle: [HiRu96]

128 Seite 128 Von den etablierten elektronischen Zahlungsverfahren konnte bisher noch keines mehr als drei Prozent Marktanteil an dem abzuwickelnden Zahlungsverkehr erlangen. Akzeptierte Elektronische Zahlungssysteme (1) 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase Verfahren Geeignet für Beträge... Anbieter (Bsp.) Onlinehändler in Deutschland Zahl der Nutzer Kundenpotential Benutzerfreundlichkeit -Anmeldung Benutzerfreundlichkeit - Funktionsweise Sicherheit Anonymität Außerhalb d. Internets nutzbar? Kosten Einzel-Inkasso … ab 10 Euro Iclear (www.iclear.de)www.iclear.de Rund Rund Alle Internetuser mit Girokonto Einfach. Name, Adresse, , Kontonummer. Kunde erhält Be- nutzernamen u. PIN per . Bezahlung per Benutzername u. PIN. Kunde erhält Ware, 14 Tage später bucht Iclear den Betrag ab. Hoch. Kontodaten werden verschlüsselt übermittelt. Hoch. Kontodaten des Kunden bleiben bei Iclear. Nein - Kreditkarte … ab 10 Euro VISA, MasterCard, American Expr. Weit verbreitet Rund SET-Nutzer Alle Internetuser mit Kreditkarte Einfach. Abschluss eines Kreditkartenvertrages Verschlüsselte Angabe der Kredit- kartennr. o. Bankverbindung. Geld wird Händler gutgeschrieben. Relativ sicher. SSL-Verschlüsse- ung ist gut, SET aber besser. Nicht vorhanden. Ja Bei SET je nach Bank

129 Seite 129 Akzeptierte Elektronische Zahlungssysteme (2) 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase Verfahren Geeignet für Beträge... Anbieter (Bsp.) Onlinehändler in Deutschland Zahl der Nutzer Kundenpotential Benutzerfreundlichkeit -Anmeldung Benutzerfreundlichkeit - Funktionsweise Sicherheit Anonymität Außerhalb d. Internets nutzbar? Kosten Sammel-Inkasso...bis 10 Euro FIRSTGATE (www.firstgate.de)www.firstgate.de Rund Rund Alle Internatuser mit Girokonto Kompliziert. Name, Adresse, Kontonummer. PIN wird durch Probeüberweisung mitgeteilt. Eingabe von Nutzernamen und PIN auf der Site des Anbieters. Firstgate rechnet 1x im Monat ab. Sehr hoch. Kontodaten werden nur 1x unverschlüsselt übermittelt. Sehr hoch. Kunden bleibt dem Anbieter gegenüber anonym. Nein - Guthabenkarte...bis 100 Euro Paysafecard (www.paysafecard.de)www.paysafecard.de Rund Keine Angabe Alle Internetuser Einfach. Karte kaufen, PIN Freirubbeln, Passwort optional einrichten. Surfer klickt Paysafecard-Logo an, gibt dann seine Kartennummer ein und bestätigt den Vorgang. Sehr hoch. Geheimzahl und ein optionales Passwort. Sehr hoch. Der Surfer bleibt bei allen Beteiligten anonym. Nein 2 pro Monat nach 2 Jahren

130 Internet click & buy FIRSTGATE hat in diesem Marktsegment eine führende Rolle übernommen. Neben der Übermittlung von Web-Inhalten können auch SMS- und WAP-Angebote abgerechnet werden. Funktionsweise 1. Kunde wählt im Internet den für ihn relevanten Content-Link aus 2. Der Kunde wird durch einen veränderten Link an FIRSTGATE weitergeleitet. 3. Nach der Registrierung des Contents wird der Kunde an den Anbieter zurück verwiesen. 4. Kunde kann Inhalt herunterladen. 5. Angefallene Beträge werden monatlich vom Kundenkonto abgebucht. 6. Kumulierte Umsätze werden am Monatsende dem Händler gutgeschrieben. Anwendungstyp Internet click & buy KundeHändler Kunden- Bank FIRSTGATE 1,4 2,3 5 Händler- Bank 6 Quelle: Referenzmodell - Abwicklungsphase

131 Seite 131 Kennzeichen funktioniert in allen Mobilfunknetzen in Österreich nach Bestätigung der Freischaltung können ohne weitere Hard- oder Software sofort Zahlungen ausgelöst werden der Zahlungsauftrag kann ortsunabhängig ausgelöst werden die Zahlungen werden per Lastschrifteinzug vom Giro- konto abgebucht paybox von paybox.net Mit dem paybox-Verfahren ist es möglich, Zahlungstransaktionen über ein Handy auszulösen. Der Sicherheitsunterschied zu einer Kreditkarte besteht insbes. in der Nutzung von 2 PINs zur Autorisierung des Vorganges. Er/Sie muss im Besitz der SIM-Karte sein, unter deren Nummer die paybox eingerichtet wird. Er/Sie muss dieses Handy mit der Handy-PIN aktivieren können, und schließlich muss er/sie die paybox-PIN kennen. In Deutschland eingestellt. Zur Zeit nur in Österreich angeboten. Anwendungstypen Internet to paybox paybox to paybox mobile to paybox 8.7. Referenzmodell - Abwicklungsphase

132 Seite 132 paybox von paybox.net Für die Nutzung von paybox classic fällt ein Jahresentgelt in Höhe von 15,- (ausgenommen Aktionen) an, für Jugendliche bis inklusive 18 Jahre fällt lediglich die Hälfte des Jahresentgelts an. Funktionsweise 1. An der Kasse des Online-Shops muss der Kunde die Zahlungsoption "paybox" auswählen und die Mobiltelefon-Nummer eingeben. 2. Der Händler schickt die Transaktion über eine sichere Datenverbindung an paybox. paybox ruft den Kunden sofort unter der angegebenen Nummer zurück und nennt den Zahlungsempfänger und zu zahlenden Betrag. 3. Der Kunde gibt die Transaktion durch Eingabe seiner paybox-PIN frei. 4. Die paybox.net AG zieht den Betrag per Lastschrift vom Kunden-Konto ein und leitet ihn an den Internet-Händler weiter. Anwendungstyp Internet to paybox KundeHändler Kunden- Bank paybox.net 1 2 2,3 4 Händler- Bank 4 Quelle: Referenzmodell - Abwicklungsphase

133 MicroMoney MicroMoney – das Prepaid-Guthaben der Deutschen Telekom: Auch bei dieser Zahlungsmethode werden zu keinem Zeitpunkt sicherheitsrelevante Daten über das Internet oder das Telefonnetz übertragen. Durch die alleinige Angabe der MicroMoney Nummer im Shop kann sowohl die Transaktion ausgelöst, als auch die Anonymität gewahrt werden. Funktionsweise MicroMoney als Bezahlvariante auswählen. Das linke Feld auf der Karte freirubbeln. Die 16-stellige MicroMoney Nummer in der erscheinenden Maske eingeben. Eingaben können nochmals überprüft werden. Die Transaktion wird bestätigen und ausgeführt. Nach Bestätigung der Transaktion durch den Anbieter erhält auch den Kunde eine Rückmeldung Referenzmodell - Abwicklungsphase Seite 133 Quelle:

134 Seite 134 Die Geldkarte - Funktionsweise Die multibankfähige Geldkarte eignet sich sowohl für Zahlungen im stationären Handel als auch im Internet und kann mit einem Betrag bis zu 200 EUR aufgeladen werden. In Deutschland ca. 64 Mill. Karten im Umlauf; Akzeptanzstellen. Quelle: Referenzmodell - Abwicklungsphase


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