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Akademie für Sexuelle Gesundheit (AfSG) 1 0043-699-18 14 02 93 www.afsg.at Normal ist mehr als wir uns eingestehen GYN-ALLROUND Fuerteventura 15. Februar.

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1 Akademie für Sexuelle Gesundheit (AfSG) Normal ist mehr als wir uns eingestehen GYN-ALLROUND Fuerteventura 15. Februar 2015 Elia Bragagna

2 Was ist NORMAL? mehrere soziale Strukturen mit eigenen Normwerten. Familie Schule Freundeskreis Beruf Unmittelbare Medienwelt Internationale Medienwelt… Stadt/Land Nachbarschaft Um uns bestehen zeitgleich

3 Aufgabe von sozialen Normen Strukturieren die Erwartungen der Interaktionspartner so, dass Handlungen und Reaktionen grob vorhersehbar sind. engen aber eventuell auch die Verhaltensmöglichkeiten ein regeln das komplexe soziale Miteinander geben Sicherheit

4 Was ist NORMAL? Je enger ein System ist, desto sicherer können sich die einzelnen Personen dieses Systems sein, was normal und erlaubt ist und was nicht. Gegenüber ist von ähnlichen Normvorstellungen geprägt, hat ähnliche (sexuelle) Erwartungen an sein Gegenüber.

5 ( unterliegen einem Wandel (Sexuelle) Normen

6 sexuelle Normen im Wandel Der eheliche Akt: Entartung, Krankheit, Verderben der Unversehrtheit, Grund für Widerwillen und Abscheu „zwei Zwecke der Ehe“: Thomas von Aquin 1274 Kinderzeugung Vermeidung von Unzucht Ranke Heinemann U, Eunuchen für ein Himmelreich 1988, Verlag Heyne

7 Erzbischof Langton von Canterbury (1228) „Die eheliche Copula muss selbst unter Lebensgefahr geleistet werden.“ Ranke Heinemann U, Eunuchen für ein Himmelreich 1988, Verlag Heyne „Eher muss die Frau zugeben, dass sie getötet wird, als dass ihr Mann sündigt“. sexuelle Normen im Wandel

8 1975 Papst Paul VI,„zu einigen Fragen der Sexualethik“, „Masturbierende gehen der Liebe Gottes verlustig“ Uta Ranke Heinemann, 1988 Eunuchen für ein Himmelreich, Verlag Heyne sexuelle Normen im Wandel

9 Gustav Braun, 1863, Compendium der Frauenkrankheiten Therapievorschläge bei anhaltendem Masturbationsdrang Klitorisektomie Isaac Baker Brown, 1858 Präsident der Medical Society in London …weil diese zu Hysterie, Epilepsie und Krampfadern führt sexuelle Normen im Wandel

10 der Frau war nur die „Position unten“ gestattet „Schlimmer als Inzest, Vergewaltigung und Ehebruch sind… …Selbstbefriedigung, Verkehr mit Tieren, Homosexualität, Anal- und Oralverkehr Coitus interruptus.“ Thomas von Aquin 1274 Ranke Heinemann U, Eunuchen für ein Himmelreich, Verlag Heyne 1988 sexuelle Normen im Wandel

11 „Es ist besser, wenn eine Frau mit ihrem eigenen Vater auf natürliche Weise Verkehr hat, als mit ihrem eigenen Mann wider die Natur“ Bernhard von Siena (1444) Ranke Heinemann U, Eunuchen für ein Himmelreich, Verlag Heyne 1988 sexuelle Normen im Wandel

12 Sex angelsächsischen Bußbuch (aus den Jahren 690 – 710)10 Anal- oder Oralverkehr galten oft schwerer als Abtreibung, ja sogar schwerer als Mord. Kirchenbuße Oralverkehr: 7–15 Jahre oder lebenslängliche Vorsätzlicher Mord: 7 Jahre Kirchenbuße Ranke Heinemann U, Eunuchen für ein Himmelreich, Verlag Heyne 1988 sexuelle Normen im Wandel

13 NS-Zeit und Homosexualität 1936 schuf der Reichsführer-SS Heinrich Himmler die Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung. Ranke Heinemann U, Eunuchen für ein Himmelreich 1988, Verlag Heyne sexuelle Normen im Wandel

14 16. August 1971 wurde in Österreich das Totalverbot für homosexuelle Handlungen aufgehoben sexuelle Normen im Wandel

15

16 Normen unterliegen einem schnellen Wandel Normen der Großeltern

17 Sexualität als Liebesbezeugung und Reproduktionsakt Die Dimension der Lust wurde zwar gelebt, aber im Geheimen. Normen der Großeltern

18 Klare Rollenverteilung Mann Mann ist schwer Herr seines Triebes („er kann nicht anders“) Frau hat keine eigenen sexuellen Wünsche gibt sich dem Mann hin Normen der Großeltern

19 Mann gesamte „Startenergie“ für eine (sexuelle) Annäherung Frau Lässt sich darauf (als Ehefrau) ein Klare Rollenverteilung Normen der Großeltern

20 20 „richtige Mann“ „richtige Frau“ & sexuelle Identität Klare Rollenverteilung Normen der Großeltern

21 21 Sexuelle Mythen Normen der Großeltern

22 22 Sexuelle Mythen der Männer I Beim Sex zeigt ein wirklicher Mann was er kann Ein Mann muss seine Frau ein Erdbeben erleben lassen Zilbergeld B, Die neue Sexualität der Männer, dgvt-Verlag, 1994 Echte Männer haben keine sexuellen Probleme Männer können/wollen jederzeit und solange sie wollen Beim Sex geht es um den steifen Penis

23 23 Sexuelle Mythen der Männer II Zilbergeld B, Die neue Sexualität der Männer, dgvt-Verlag, 1994 Wir sind aufgeklärte Leute und fühlen uns wohl beim Sex Sex ist gleich Geschlechtsverkehr Ein guter Liebhaber bringt eine Frau zum Orgasmus Jede Berührung ist sexuell oder sollte zu Sex führen Guter Sex ist spontan. Da gibt es nichts zu planen/bereden

24 Beim Sex zählt nur Leistung (=erreichter Orgasmus) Beim Sex übernimmt die Frau Führung und Verantwortung Sexualität sollte natürlich und spontan sein Eine Frau ist immer bereit und will immer Jeder Körperkontakt muss zu Sex führen Susanne Philippsohn et. al., Sexuelle Befriedigung und Sexualmythen bei Frauen, 2002 Sexuelle Mythen der Frauen I

25 Die Frau ist beim Sex passiv/der Mann bestimmt Die Frau ist zur Befriedigung des Mannes da Sexualität ist etwas Unreines, Schmutziges Den Orgasmus müssen beide gleichzeitig erreichen Sexualität ist gleich Geschlechtsverkehr Susanne Philippsohn et. al., Sexuelle Befriedigung und Sexualmythen bei Frauen, 2002 Sexuelle Mythen der Frauen II

26 26 Klare Rollenverteilung „richtige Mann“ „richtige Frau“ & sexuelle Identität Normen der Großeltern Schaffte Sicherheit im Umgang mit unberechenbarem Thema entspannte

27 27 Sexualwissenschaft hinterfragt geltende Sexualnormen sexuelle Normen im Wandel

28 28 Begleitphantasie bei der Selbstbefriedigung [1] Heimliches Beobachten von Intimsituationen 26.0% 24.1% Prävalenz paraphilie-assoziierter Erregungsmuster auf verschiedenen Erlebniswelten bei Männern [2] Nicht menschliche Objekte (z.Bsp. Stoffe, Schuhe…) 19,6% [3] Quälen anderer Personen 13,4% [4] Gedemütigt werden 7,0% [5] Berühren fremder Personen in der Öffentlichkeit 5,9% [6]Kindliche Körper N 373 Ahlers et al., How unusual are the contents of paraphilias.prevalence of paraphilia associated sexual arousal patterns, J SexMed 2009

29 Das Sexwissen über Frauen Sexualverhalten Ahlers et al., How unusual are the contents of paraphilias.prevalence of paraphilia associated sexual arousal patterns, J SexMed 2009 [1]Heimliches Beobachten von Intimsituationen 24.1% 17.7% [2]Nicht menschliche Objekte (z.Bsp. Stoffe, Schuhe…) 15,3% [3] Quälen anderer Personen 12,1% [4] Gedemütigt werden 6,4% [5] Berühren fremder Personen in der Öffentlichkeit 3,8% [6] Kindliche Körper N 373 Prävalenz paraphilie-assoziierter Erregungsmuster auf verschiedenen Erlebniswelten bei Männern

30 „weiblich, sinnlich, lustvoll“ Das Sexwissen über Frauen Gefahr „wissenschaftlich belegter“ NORMEN sexuelle Normen im Wandel

31 Sexualität im Alter Frauen > 1 X Sex/Woche Nicolosi A. et al.; Sexual behavior and sexual dysfunctions after age 40, Urology > 88% > 21% Männer > 93% > 53%

32 Sexualmedizin: erektile Dysfunktion im Fokus, 22. – 23. Oktober 2010 Sexuelles Verlangen (%) Alter Männer Frauen N: 1498 Bucher T et al. ;;Sexualität in der zweiten Lebenshälfte. Verlag Psychosozial, Gießen 2001

33 Sexualmedizin: erektile Dysfunktion im Fokus, 22. – 23. Oktober 2010 Wunsch nach Geschlechtsvekehr Alter Männer Frauen N: 1498 Bucher T et al. ;;Sexualität in der zweiten Lebenshälfte. Verlag Psychosozial, Gießen 2001

34 „vaginal orgastische“ Frauen sind S. Brody, et al, A Woman's History of Vaginal Orgasm is Discernible from Her Walk. 2008, J Sex Medi Mythos „reifer Orgasmus“ sexuell selbstbewusster mental gesünder Frauen mit „vaginalem Orgasmus“, erreicht durch penile Stimulation haben eine bessere Beziehung

35 Nur 4%erleben rein vaginal einen Orgasmus! A. Lehmann et al, 2003, Sexuologie 10 klitoral & vaginal52% klitoral 30% Mythos „reifer Orgasmus“ überholte Definition N: 575

36 36 9 von 10 Frauen spielen ihrem Mann einen Orgasmus vor Anja Lehmann et al, 2004 davon 10% ein Leben lang Mythos „reifer Orgasmus“

37 >5 mal pro Woche masturbieren (20 -30a) senkt das Risiko an Prostatakarzinom zu erkranken um ein Drittel. GG Giles et al, Sexual factors and prostate cancer, BJUI 2003 Masturbation schützt vor Prostatakarzinom

38 „Je härter der Penis, desto größer die sexuelle Zufriedenheit und das emotionale Wohlbefinden“ F. Montorsi et al, Erectile function and assessments of erection hardness correlate positively with measures of emotional well-being, sexual satisfaction, … Urology, 2006 Härtegrad des Penis

39 Statistiken zu Vorspiel und Orgasmus-Häufigkeit Vorspieldauer bei Frauen, die IMMER zum Orgasmus kommen 19 Minuten Sexual Wellbeing Global Survey 07/08

40 Statistiken zu Vorspiel und Orgasmus-Häufigkeit Sexual Wellbeing Global Survey 07/08 GV-Dauer bei Frauen, die IMMER zum Orgasmus kommen 22 Minuten

41 Statistiken zu Vorspiel und Orgasmus-Häufigkeit Durchschnittliche GV-Dauer beim Mann 5, 4 Minuten MD Waldinger et al., A multinational population survey of intravaginal ejaculation latency time, J Sex Med 2005

42 Neue mediale Normen Erweiterung der sexuellen Normen?

43 Neue mediale Normen Neue Studie: Guter Sex macht glücklich Toller Sex bringt 71% der Österreicher gute Laune.

44 Neue mediale Normen Bis zu 20 Prozent der Österreicher geben sich regelmäßig SM-Praktiken hin. NEWS 2012

45 Neue mediale Normen Studie: Österreicher haben oft (115X/Jahr) Sex aber nur kurz (16,9min) Durex Global Survey 2007

46 Neue mediale Normen

47 Sexualmedizin: erektile Dysfunktion im Fokus, 22. – 23. Oktober 2010 „Neue mediale Normen“ 96% aller Jungs und 76% aller Mädchen onanieren! Beratung zum Oralsex, Analsex, Fetische… BRAVO 2011

48 Jungend & Pornographie Instituts für Publizistik der Uni Mainz, 2010 Jungen:* 47 % der männlichen Jugendlichen sehen fast täglich Pornos an 70 % höchstens einmal im Monat oder noch seltener. 61 %Mädchen: * * zwischen 16 und %

49 Jungend & Pornographie Instituts für Publizistik der Uni Mainz, 2010

50 Jungend & Pornographie cumshot Themen (Ausschnitt) Penisgröße Analsex Stellungen Genitalbehaarung Aussehen der Vulva Rollenspiele Gangbang Normal? pervers? fisting Oralsex

51 Seitensprungbörsen „Zwei Seitensprung-Agenturen können wir Ihnen wärmstens empfehlen!“ Tests für Österreich: Kontaktanzeige, Singlebörse, Partnervermittlung, Seitensprung, Blinddate... Kostenloser Vergleich von Kontaktanzeigen- Sites, Seitensprung-/Blinddate-Services, Partnervermittlungen Neue mediale Normen

52 Normen und die Konsequenzen für die Sexualität erregend/erotisierend … … für den anderen das Unbekannte, Verbotene, für den einen ist das gesellschaftlich Erlaubte, Vertraute & als normal Anerkannte

53 Warum der Unterschied?

54 U. Hartmann et al., Neurobiologie psychischer Störungen, 2006 D. Vaitl et al, Neurobiologie in der Psychotherapie, 2003, Schattauer, Stuttgart Anpassungsvorgänge im ZNS an die Lebenserfahrungen eines Organismus Neuroplastizität & Sexualität

55 Wir sind sexuell das Ergebnis von dem, was wir erfahren durften und die Konsequenzen daraus… amygdalae Neuroplastizität & Sexualität

56

57 Wir sehnen uns nach der Spannung der Verliebtheitsphase… Cortisol  Dopamin  Noradrenalin  Testosteron  Frau, Mann Serotonin

58 …fürchten die sexuelle Langeweile Calvin Coolidge 30th President of the USA ( )

59 Sexualität befreit von religiösen/kulturellen Wertvorstellungen… …stellt uns vor eine schwierige Aufgabe was normal, lustvoll und befriedigend ist, & (dürfen) dazu stehen. Wir müssen für uns selbst definieren,

60 Gesellschaftlich akzeptierte sexuelle Bandbreite Bei uns gilt als „sexuell akzeptabel“, & wenn durch normabweichende Bedürfnisse kein persönliches Leid entsteht wenn nicht andere zum Opfer dieser Neigungen gemacht werden.

61 Sexuelle Bandbreite … beinhaltet viele Themen, denen sich jeder einzelne von uns im Laufe seiner sexuellen Entwicklung stellen muss.

62 nach C. Ahlers, G. Schaefer, K. Beier et al. Dimensionen der Sexualität Lust Reproduktion Beziehung

63 nach C. Ahlers, G. Schaefer, K. Beier et al. die sexuelle Präferenz präferiertes Geschlecht präferiertes Alter präferierte Art und Weise

64 nach C. Ahlers, G. Schaefer, K. Beier et al. sexuellen Erlebens/Verhaltens sexuelles Selbstkonzept sexuelle Phantasien sexuelles Verhalten

65 Es gibt keine Norm-Menschen! die sich mit einer großen Auswahl an Spielmöglichkeiten, Es gibt nur Individuen, je nach Bedürfnis, aufeinander einlassen können.

66 nach C. Ahlers, G. Schaefer, K. Beier et al. konkretes sexuelles Verhalten Masturbation extragenitale sexuelle Interaktion genitale Stimulation

67 Die sexuelle Vielfallt Palette an Möglichkeiten macht die individuelle Sexualität aus. Jurassic Brain Cultural Brain

68 Selbstbefriedigung

69

70

71 Stellungen?

72 Oral- oder Analsex?

73 Sex zu mehrt ?

74 Sexualpräferenz

75

76 … was erotisiert mich?

77

78

79

80 Normal ist… … zu wissen, wer man ist, & zu fühlen, was man gerade braucht… …öffnet erst die Tür zur sexuellen Lebendigkeit.

81 befriedigende Sexualität … setzt aber voraus, dass wir uns erlauben, anders zu sein, als unsere unmittelbar prägende Umgebung, solange wir niemandem dadurch schaden & die Bereitschaft lebendig zu bleiben (sich zu verändern)

82 ÖÄK Zertifikat Sexualmedizin Verunsicherte PatientInnen brauchen sichere ÄrztInnen

83 ÖÄK Zertifikat Sexualmedizin ab September 2016 Fortbildung der Österreichischen Akademie der Ärzte!

84 Danke! Elia Bragagna


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