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Lokale Bildungslandschaften – Kommunale Netzwerke für Bildung und soziale Integration JUGENDHILFE UND SCHULE – EIN GUTES TEAM AUF DEM WEG ZU MEHR BILDUNGSGERECHTIGKEIT.

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Präsentation zum Thema: "Lokale Bildungslandschaften – Kommunale Netzwerke für Bildung und soziale Integration JUGENDHILFE UND SCHULE – EIN GUTES TEAM AUF DEM WEG ZU MEHR BILDUNGSGERECHTIGKEIT."—  Präsentation transkript:

1 Lokale Bildungslandschaften – Kommunale Netzwerke für Bildung und soziale Integration JUGENDHILFE UND SCHULE – EIN GUTES TEAM AUF DEM WEG ZU MEHR BILDUNGSGERECHTIGKEIT TRIER 19 JUNI 2015 Dr. Heinz-Jürgen Stolz

2 Übersicht I.Erweitertes Bildungsverständnis (12. KJB) II.Gelingendes Aufwachsen als Leitziel III.Pädagogische Grundorientierungen IV.Welterschließung durch Bildung V.Kernelemente kommunaler Bildungslandschaften VI.Idealtypische Entwicklungsvarianten VII.Institutionspolitische Herausforderungen VIII.Herausforderung „Beteiligungslandschaft“ IX.Restriktive Rahmenbedingungen X.Gelingensbedingungen vernetzter Bildung

3 I. Erweitertes Bildungsverständnis im 12. Kinder- und Jugend- bericht der Bundesregierung Quelle: wnload/a-2.pdf, S. 95 wnload/a-2.pdf

4 II. Gelingendes Aufwachsen als Leitziel (1/2)  Systemisches Grundverständnis: Kinder und Jugendliche fördern und beteiligen  als (Rechts-) Subjekte ihres Handelns und ihrer Entwicklung (nicht als Objekte pädagogischen Handelns),  In ihren lebensweltlichen Kontexten (Familie, Peers, Sozialraum, Vereine, Medien…),  In ihren gesellschaftlich-strukturell bedingten Lebenslagen und Sozialmilieus  Bildung als Selbstbildung: Verständnis von Pädagogik als „Lernbegleitung“  Verständnis von Bildungsplanung als Schaffung anregender Lern- und Lebensbedingungen  „Vom Kind her denken!“: Ein Subjekt „bildet“ sich immer nur als Ganzes: Aufspaltungen nach Bereichen wie Schule, Gesundheitsförderung, Entwicklungsförderung, Resilienz etc. sind künstlicher Art  Bildung braucht Rahmung (Setting) und Anleitung – je nach deren Ausprägung differenzieren sich daher Bildungsinstitutionen (Kita, Schule, Vereine, Jugendarbeit etc.) aus – dies tangiert aber nicht die Einheitlichkeit des kindlichen Bildungsprozesses als zentralem Orientierungspunkt pädagogischen Handelns

5  Bildung braucht individuelle Förderung – „Zeit für mehr!“  Unterschiedliche Lernmodalitäten nutzen (Sinne, Bewegung, Intellekt)  Unterschiedliches Lerntempo zulassen  Anschlussfähigkeit an alltägliche Lebensführung sicherstellen („Alltagsbildung“)  Interessens- und Begabungspluralität nutzen (Stärken-/ Ressourcenorientierung)  Verknüpfung unterschiedlicher Lernbereiche (z.B. per Sozialraumerkundung, Projektunterricht…)  Spezifische Potenziale von Bildungsinstitutionen/ -anbietern ausschöpfen  Bereichsspezifische „Welterschließungsfunktion“ nutzen  Bereichsspezifische Gelingensbedingungen sichern  Bereichsspezifische Kompetenzschwerpunkte ausschöpfen II. Gelingendes Aufwachsen als Leitziel (2/2)

6 III.Pädagogische Grundorientierungen Pädagogisch-konzeptionelle Konkretisierung (einschl. Unterrichtskultur und Schulentwicklung): „Ganztagsbildung“ als „community education“ / Paradigma der Entwicklungsförderung Weiterentwicklung der Professionskulturen: Befähigung zur multiprofessionellen Zusammenarbeit Systemisch-pädagogischer Paradigmenwechsel hin zu einem settingorientierten, sozialräumlich vernetzten Handlungsansatz Strukturelle Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Quartiersbevölkerung an der Entwicklung der Bildungslandschaft Institutions- und trägerübergreifende Qualitätsentwicklung: Konzept und Rahmen; Steuerung; Schul- und Lernkultur; staatlich-kommunale Steuerung des Ressourceneinsatzes („Ungleiches ungleich behandeln“) Einrichtungsübergreifende Bildungssettings schaffen: Schul- und schulformübergreifende Ganztagsangebote, vermehrt auch am außerschulischen Lernort; Sozialraumerkundungen; Service learning etc.

7 IV. Welterschließung durch Bildung lt. 12. Kinder- und Jugend- bericht der Bundesregierung Quelle: kjb/data/download/a-2.pdf, S. 87/88 kjb/data/download/a-2.pdf Kultur: Sprachliche Erschließung des kulturellen Erbes Natur/Technik: Erschließung der kausal-naturgesetzlichen und funktionellen Dimension von Welt Soziale Welt: Befähigung zur sozialen Teilhabe und aktiven Gestaltung des Gemeinwesens Subjektbildung: Persönlichkeits- entwicklung als Wahrnehmung, Integration und Selbstregulation physischer, emotionaler und mentaler Selbstwahrnehmung

8 V. Kernelemente kommunaler Bildungslandschaften „Stärker als bisher sollen die Bildungsangebote aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt werden. Sie sollen allen zugänglich, transparent und bezahlbar sein. (…) Ein gutes Bildungsmanagement basiert auf klaren Fakten, erfasst mit rationalen Messverfahren und Berichtssystemen die Situation vor Ort. Darauf aufbauend bietet es den Menschen professionelle Bildungsberatung, die auch Familie und ältere Bürgerinnen und Bürger als wichtige Zielgruppen im Auge hat. Es entwickelt Strukturen, die Bildungsübergänge erleichtern, etwa von der Kindertagesstätte in die Schule, von der Schule in den Beruf, von einem Beruf zu einem anderen, von einer Qualifizierungsmaßnahme in eine berufliche Tätigkeit und von dort etwa in eine Karriere fördernde Fortbildung. Der Austausch zwischen den Institutionen ist angesagt, ebenso die Abstimmung der Bildungsinhalte.“

9 VI. Idealtypische Entwicklungsvarianten Schulzentrierte Entwicklungsvariante: Schwerpunkte: Schulentwicklung/Schulautonomie; interschulische Vernetzung; Erschließung kommunaler Ressourcen für Schule  Von der Schullandschaft zur Bildungslandschaft Kooperationsorientierte Entwicklungsvariante: Schwerpunkte: Kooperation Jugendhilfe / Schule; Schaffung einer umfassenden Beteiligungs- und Aushandlungskultur („Local Governance“).  Erweitertes Bildungsverständnis Konvergenzen:  Fokus auf individuelle Förderung  Fokus auf integrierte Fachplanung, Netzwerkmanagement und Bildungsmonitoring  Fokus auf „staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft“  Bildungsnetzwerk

10 VII. Institutionspolitische Herausforderungen Lokale Bildungsnetzwerke nachhaltig verankern Erweiterte kommunale Schulträgerschaft – Einhaltung Konnexitätsprinzip – Evidenzbasierte kommunale Bildungsplanung – Refinanzierung des Ganztags … Sozialinklusiv orientiertes Netzwerkmanagement gestalten Leistungen niedrigschwellig und lebensweltnah platzieren (z.B. in den Regeleinrichtungen) – „Leistungen aus einer Hand“ gestalten (z.B. „Lübecker Bildungsfonds“) mit Abrechnung im „Back Office“ – „Produktionsnetzwerke“ mit strategischer (kommunaler) Steuerung verknüpfen – Beteiligungsorientierung in der Regelpraxis verankern Schulinklusion und ggf. „Große Lösung“ strategisch planen Fachliche Qualitätsstandards bisheriger Sondereinrichtungen nicht unterschreiten – Individualleistungen mit Schulsettings harmonisieren (Assistenz) – (schul-) bauliche und pädagogische Anforderungen vereinbaren …

11 Institutionsfixierung überwinden! Institutionalisierung einer „erwartbaren und verlässlichen“ (BJK) Partizipation von Kindern und Jugendlichen bei allen sie betreffenden Angelegenheiten (Planung; pädagogische Maßnahmen) Sozialmilieu- und herkunftsübergreifende Elternbeteiligung Quartiers- und Sozialraumorientierung in der Planung durch aktivierende, niedrigschwellige Initiativen unterstützen Inklusionsorientierte (i.w.S.) kulturelle Teilhabe ermöglichen! Schul(form)übergreifende Ganztagsangebote (Beispiel Lübeck) Konzeptionelle Verknüpfung der Bildungssphären im Angebot (z.B. musisch-kulturelle + bewegungs- + kognitiv-orientierte Elemente) VIII. Herausforderung „Beteiligungslandschaft“

12 Haushaltskonsolidierung: Non-formale Bildung als „freiwillige Leistung“ vom Rotstift bedroht – gerade in den Kommunen, wo sie am Wichtigsten ist Versäulung in Leistungsrecht und Bildungsförderung (12 Sozialgesetzbücher, 16 Schulgesetze der Länder etc.) Zunehmende soziale Entmischung der Wohnquartiere: Verfestigung und „Verräumlichung“ von (Bildungs-) Armut Ausbleibende oder ungenügende ordnungspolitische Reformen: o Kooperationsverbot (Föderalismusreform I) o Vielzahl unabgestimmter EU-, Bundes- und Landes-Förderlinien und „Erlass-Flut“ statt nachhaltiger, konzeptionell integrierter Strukturreformen o Fehlende wechselseitige Kooperationsverpflichtungen o Hoher Ideologisierungsgrad der Schulstrukturpolitik Trend zur „Verzweckung“ von Bildung und Lernzeitverdichtung IX. Restriktive Rahmenbedingungen

13 X. Gelingensbedingungen vernetzter Bildung (1/2)  Kommunales Leitbild beteiligungsorientiert erstellen → Leitziel Bildungsgerechtigkeit  Bildungsstrategische Handlungsfelder identifizieren und Ressourceneinsatz konzentrieren „Bildungsangebote für Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund“ „Inklusion – eine große Herausforderung!“ „Übergänge von der Schule in den Beruf gestalten!“  Wirkungsorientierte Steuerung: „Gemeinsam besser werden!“ → „Feedback-Kultur“ Evidenzbasiertes und integriertes Fach-/ Finanzcontrolling auf Basis „fairer“ Kenngrößen Kommunaler Wirksamkeitsdialog: Kultur der Fehlerfreundlichkeit Herstellung von Planungssicherheit für freie und öffentliche Bildungsanbieter  Einzelgemeindliche und sozialräumliche „Tiefenstruktur“ der Netzwerkbildung  Hauptamtliche Netzwerkkoordinierung

14 X. Gelingensbedingungen vernetzter Bildung (2/2)  Denken in gemeinsamer Verantwortung statt in getrennter Zuständigkeit Fokus auf kommunale Daseinsvorsorge legen, nur nachrangig auf institutionelle Schnittstellen- optimierung im Bildungsnetzwerk Leitorientierung: „Was kann meine Institution zum Bildungserfolg beitragen?“ → sich als „Ermöglicher“ und „Rahmengeber“ für nachgeordnete Handlungsebenen verstehen, nicht als Verhinderer Schule als Teil des Gemeinwesens verstehen → aktive Einbindung  Befähigung der Fachkräfte zur multiprofessionellen Zusammenarbeit stärken Wertschätzender Umgang mit den Bildungspartnern anstatt diese nur als Mittel zum Zweck der Erreichung eigener institutioneller Ziele zu instrumentalisieren (klassisches Beispiel: Schulsozialarbeit) Erweitertes Bildungsverständnis (12. KJB) für die eigene Profession und das eigene Aufgabenprofil durch deklinieren und den Blick auf das Lernsubjekt in seinen systemischen Kontexten richten Interinstitutionelle Kooperation bringt multiprofessionelle Zusammenarbeit nicht notwendig mit sich: Entscheidend ist das gemeinsame Ziel der Kompensation ungleicher Bildungschancen durch individuelle Förderung

15 Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit


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