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Treffpunkt IDW 2015. 2 Treffpunkt IDW 2015 - Übersicht 1.Umsetzung der EU-Regulierung 2.Fortentwicklung der Abschlussprüfung und Entwicklung des Assurance-Angebotes.

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1 Treffpunkt IDW 2015

2 2 Treffpunkt IDW Übersicht 1.Umsetzung der EU-Regulierung 2.Fortentwicklung der Abschlussprüfung und Entwicklung des Assurance-Angebotes 3.Rechnungslegung/BWL 4.Aktuelle Projekte - Trendwatch - WP Aktuelle berufsrechtliche Themen 6.Aktuelle steuerliche Themen

3 1. Umsetzung der EU-Regulierung

4 Zeitrahmen der EU-Regulierung : Grünbuch zur Abschlussprüfung : EU-VO und AP-RiLi in Kraft : EU-VO erlangt Geltung / AP-RiLi muss umgesetzt sein : RefE Abschlussprüfungsreformgesetz (AReG) : BMWi veröffentlicht Eckpunkte zur Umsetzung RefE zur Umsetzung der berufsaufsichtlichen Regeln RegE AReG RegE berufsaufsichtliche Regeln

5 5 Verhältnis von EU-VO und AP-RiLi zu AReG AP-RiLi  muss umgesetzt werden  enthält MS-Wahlrechte  geht nationalem Recht vor EU-VO  gilt unmittelbar  enthält MS-Wahlrechte  geht nationalem Recht vor AReG  setzt EU-Regulierung um  übt Wahlrechte aus  übernimmt keine Vor- schriften der EU-VO

6 Umsetzung der EU-Regulierung – ausgeübte Wahlrechte (1) ■Externe und interne Rotation Wahlrecht der EU-VOUmsetzung im RefE AReG Mindestbestelldauer > 1 JahrNein Verkürzung der Höchstlaufzeit < 10 Jahre Nein Verlängerung Höchstlaufzeit auf max. 20 Jahre bei Ausschreibung Ja, § 318 Abs. 1a, aber: „Vorbehalt weiterer Prüfung innerhalb der Bundesregierung“! Verlängerung Höchstlaufzeit auf max. 24 Jahre bei Joint Audit Interne Rotation: Pflicht früher als 7 Jahre Nein 6

7 Umsetzung der EU-Regulierung – ausgeübte Wahlrechte (2) ■Nichtprüfungsleistungen Wahlrecht der EU-VOUmsetzung im RefE AReG Erlaubnis von bestimmten Steuerberatungs- und Bewertungsleistungen (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) Ja, § 319a Abs. 1 Satz 1, aber: „Vorbehalt weiterer Prüfung innerhalb der Bundesregierung“! Ergänzung der Liste der verbotenen Nichtprüfungsleistungen Nein 70%-Cap für erlaubte Nichtprüfungsleistungen: Aufsichtsbehörde kann erlauben, dass AP zwei Jahre den Cap nicht beachten muss Ja, § 319a Abs. 1a 7

8 8 Zweifelsfragen zur EU-Verordnung (1) ■Für welches Geschäftsjahr gelten die neuen Regeln der EU-VO? ●EU-VO gilt ab □Regeln mit Bezug zu GJ gelten ab GJ, das nach beginnt ■Wann muss bei sog. Kurzläufern erstmalig der AP wechseln? ●Übergangsbestimmung in Art. 41 Abs. 3 EU-VO ●Sich abzeichnende Auffassung: für GJ, die nach dem beginnen

9 9 Zweifelsfragen zur EU-Verordnung (2) ■Reichweite des Verbots von Blacklist-Leistungen ■An wen? □geprüftes PIE □„Mutterunternehmen des PIE“ (erfasst alle Mutterunternehmen in „aufsteigender Linie“) □„vom PIE beherrschte“ Unternehmen (erfasst alle Tochterunternehmen in „absteigender Linie“) ●Durch wen? □Art. 5 Abs. 1 EU-VO: AP und jedes Netzwerkmitglied

10 10 Zweifelsfragen zur EU-Verordnung (3) ■70%-Honorargrenze für erlaubte Nichtprüfungsleistungen: ●Was sind „Honorare für Abschlussprüfungen“? □auf Anhangangabe § 285 Nr. 17 HGB abstellen (IDW RS HFA 36) ●Wann wird die Begrenzung erstmals wirksam? □IDW / FEE: bei kalendergleichem GJ erstmals in 2020 ●Sind für Cap-Berechnung die Leistungen von Gesellschaften des Netzwerks relevant? □Nein. (Art. 4 Abs. 1 EU-VO)

11 11 Änderungen bei der Berufsaufsicht (1) ■Strukturänderungen ●Behördenlösung? ●Rechtsform □Anstalt des öffentlichen Rechts □Neu zu gründende oder bestehende Behörde (z.B. BAFA/BaFin) ●Finanzierung weitgehend durch Berufsstand □Umlage □Gebühren □keine Zwangsmitgliedschaft ●WPK bleibt daneben bestehen

12 12 Änderungen bei der Berufsaufsicht (2) ■Zuständigkeit neue Behörde ●Aufsicht über Prüfer von Unternehmen des öffentlichen Interesses □Inspektionen/Untersuchungen: alle 3 Jahre bei großen PIE, alle 6 Jahre bei Prüfern von kleinen und mittleren PIE □Repressive Berufsaufsicht ●Letztverantwortung u.a. für externe QK und Berufsaufsicht durch WPK wie bisher

13 13 Änderungen bei der Berufsaufsicht (3) ■Zuständigkeiten der WPK ●Aufsicht über andere Prüfer □Berufsrechtliche Ermittlung und Sanktionierung □externe Qualitätskontrolle ●übrige Aufgaben wie bisher ●Zwangsmitgliedschaft bleibt bestehen ■unklar: □Zuständigkeitsverteilung von neuer Behörde und WPK für Aufsicht bei Prüfer-Praxen mit Unternehmen von öffentlichem Interesse und anderen Unternehmen

14 2. Fortentwicklung der Abschlussprüfung und Entwicklung des Assurance-Angebotes  Governance Risk und Compliance (Prüfung von Managementsystemen)  Lageberichts-Update  Bestätigungsvermerk und Prüfungsbericht  Grundsätze für die Erteilung von Bescheinigungen

15  Governance Risk und Compliance (Prüfung von Managementsystemen)

16 16 Governance Risk und Compliance Prüfung von Managementsystemen (1) ■§ 107 Abs. 3 Satz 2 AktG: Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss muss sich u.a. befassen mit der Überwachung der Wirksamkeit des ■Jahresabschlussprüfung einschließlich Prüfung des Risikofrüherkennungssystems deckt diese Bereiche nur zum Teil ab Arbeitskreis „Prüfungsfragen und betriebswirtschaftliche Fragen zu Governance, Risk und Compliance“ (GRC) Internen Kontroll- systems (IKS) Risiko- management- systems (RMS) Internen Revisions- systems (IRS)

17 17 Governance Risk und Compliance Prüfung von Managementsystemen (2) ■Die Erarbeitung der Verlautbarungen erfolgt unter Zugrundelegung des von COSO veröffentlichten Enterprise Risk Management Framework (COSO ERM): 1.Prüfung des Risikomanagementsystems 2.Prüfung des internen Kontrollsystems der Unternehmensberichterstattung 3.Prüfung des Compliance Managementsystems (IDW PS 980) 4.Prüfung des internen Revisionssystems Aufsichtsrat Vorstand GRC- Reporting

18 18 Governance Risk und Compliance Prüfung von Managementsystemen (3) ■Übergreifende Überlegungen zu den Verlautbarungen: ●Die Prüfung bezieht sich auf abgegrenzte Teilbereiche des jeweiligen Teilsystems (z.B. Prüfung des RMS für den Einkaufsprozess). ●Beurteilungsobjekt ist durch eine Beschreibung des Systems durch das Management zu spezifizieren (Konkretisierung des Sollobjektes). Diese Beschreibung ist der Berichterstattung des Prüfers als Anlage beizufügen. ●Bei der Prüfung handelt es sich um eine Systemprüfung, die als Angemessenheits- (angemessene Ausgestaltung und Implementierung) und als Wirksamkeitsprüfung (angemessene Ausgestaltung, Implementierung und Wirksamkeit) beauftragt werden kann.

19 19 Governance Risk und Compliance Prüfung von Managementsystemen (4) ■Übergreifende Überlegungen zu den Verlautbarungen (Fortsetzung): ●Ausrichtung der Prüfung: Abgabe eines Urteils mit hinreichender Sicherheit darüber, ob die Aussagen des Unternehmens in der Beschreibung angemessen dargestellt sind ob das dargestellte System für den abgegrenzten Teilbereich angemessen (und wirksam) ist

20 20 Governance Risk und Compliance Prüfung von Managementsystemen (5) ■Arbeitskreis „GRC“ hat am einen Austausch mit Stakeholdern (u.a. Aufsichtsratsvertreter, Unter- nehmensvertreter, DIIR) geführt: ●Bedarf an Prüfungsleistungen hat sich grds. bestätigt ●Diskussionsergebnisse werden bei der Erarbeitung der Verlautbarungen berücksichtigt ●Austausch mit Stakeholdern soll fortgesetzt werden

21  Lageberichts-Update

22 22 Gespräche zur Anwendung von DRS 20 (1) ■DPR, DRSC, BMJV und IDW: Austausch praktischer Erfahrungen der vergangenen Prüfungssaison im November 2014 zu: ●Berichterstattung über bedeutsamste Leistungs- indikatoren ●Frage nach der Prüfbarkeit nichtfinanzieller Leistungs- indikatoren ●teilweise fehlende Quantifizierung von Risiken ●Prüfungsberichterstattung über die Nichteinhaltung von Anforderungen des DRS 20

23 23 Gespräche zur Anwendung von DRS 20 (2) ●Frage nach der Integration der jüngsten Initiativen zur Ausweitung der Lageberichterstattung in den Konzern- lagebericht sowie deren Prüfung □Integrated Reporting □Corporate Social Responsibility Report ■Kein Anlass für kurzfristige Änderungen von HGB und DRS 20 ■Konzernlageberichterstattung ist auf dem richtigen Weg ■Weitere Erfahrungen in den nächsten zwei bis drei Jahren sammeln ■Nächster Gesprächstermin: Mitte 2015

24 24 Gespräche zur Anwendung von DRS 20 (3) ■Erfahrungsaustausch zwischen DPR und mittel- ständischen Wirtschaftsprüfungspraxen im Januar 2015 ●DPR: Lagebericht ist Ursache vergleichsweise häufiger Fehlerfeststellungen, obgleich keine „fachtechnisch anspruchsvollen“ Normen anzuwenden sind ●zentrales Thema: finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren □finanzielle Leistungsindikatoren stehen in der Berichterstattung grds. im Vordergrund □interne und externe Berichterstattung weichen z.T. ab □konsistente Berichterstattung im gesamten Lagebericht (Steuerungssystem, Wirtschafts- und Prognosebericht) nicht immer vorhanden

25 25 DPR Prüfungsschwerpunkte 2015 ■Konsistente und transparente Berichterstattung über die bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Konzernlagebericht ●Berechnung von unternehmensindividuellen Leistungs- indikatoren und Überleitung zu Konzernzahlen ●wesentliche Veränderungen der Leistungsindikatoren ggü. Vorjahres-Istwert und -prognose ●erwartete Veränderung der prognostizierten Leistungs- indikatoren ggü. Istwert des Berichtsjahres ●für das Vergütungssystem des Vorstands relevante Leistungsindikatoren

26 26 Grundsätze zur Lageberichtsprüfung (1) ■Entwicklung eines Entwurfs zur Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung des Lageberichts im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW EPS 350 n.F.) ■Anpassungsbedarf des IDW PS 350: ●Verabschiedung von DRS 20 ●BilRUG: neues Prüfungsurteil zur Beachtung der gesetzlichen Vorschriften bei der Aufstellung ●Lagebericht im Fokus von APAK und DPR ■Ziel: Stärkere Betonung des risikoorientierten Prüfungsansatzes

27 27 Grundsätze zur Lageberichtsprüfung (2) ■Anwendung des Wesentlichkeitskonzepts ■Reaktionen auf Aussageebene ●Konkrete Prüfungsanforderungen bspw. für die Beurteilung des Prognose-, Chancen- und Risikoberichts ■Umgang mit Lageberichtsangaben ●freiwillig ●nicht prüfbar ●Querverweise ■Aber auch: Hervorhebung der Synergien zur Prüfung des Abschlusses

28  Bestätigungsvermerk und Prüfungsbericht

29 29 Bestätigungsvermerk - Überblick BilRUG AP-RiLi neue ISAs § 322 HGB Für PIEs: EU-VO RefE AReG

30 30 Bestätigungsvermerk - BilRUG ■Klarstellung zum Umfang der Prüfung des (Konzern-) Lageberichts und Erweiterung des Prüfungsurteils im BV ●Beachtung der gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des (Konzern-)Lageberichts ■Gesetzliche Verankerung (  bisherige Praxis) ●Beschreibung des Gegenstands der Prüfung und Angabe der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze im einleitenden Abschnitt des BV

31 31 Voraussichtlich künftiger BV bei PIEs nach ISA und EU-VO (1) ■Wie sieht der BV bei PIEs zukünftig aus? ●Unterteilung in Vermerk über ●Prüfungsurteil steht am Anfang, gefolgt von den Grundlagen für das Prüfungsurteil die Prüfung des (Konzern-) Abschlusses die Prüfung des (Konzern-) Lageberichts weitere gesetzliche Anforderungen

32 32 Voraussichtlich künftiger BV bei PIEs nach ISA und EU-VO (2) ■Wie sieht der BV bei PIEs zukünftig aus (Fortsetzung)? ●Angabe der gesamten ununterbrochenen Mandatsdauer ●unternehmensindividuelle Beschreibung besonders wichtiger Prüfungssachverhalte („Key Audit Matters“) ●Erklärung, dass keine verbotenen Nichtprüfungs- leistungen erbracht wurden und dass die Unabhängigkeit gewahrt wurde ●Angabe von nicht im Abschluss angegebenen zusätzlichen Leistungen ●namentliche Nennung des Auftragsverantwortlichen („engagement partner“)

33 33 Bestätigungsvermerk - Aktuelle Entwicklungen ■Ausübung des Mitgliedstaatenwahlrechts: ●Übertragung der Anforderungen der EU-VO für PIEs auf Unternehmen, die nicht im öffentlichen Interesse stehen (§ 322a HGB idF des RefE zum AReG)  Überwiegende kritische Haltung des Berufsstands zum einheitlichen BV (insb. Key Audit Matters)  Diskussion über stärkere Adressatenorientierung in der Berichterstattung

34 34 Prüfungsbericht - Aktuelle Entwicklungen ■RefE zum AReG: ●Keine Übertragung der Anforderungen aus der EU-VO ●Punktuelle Anpassung von § 321 HGB  Kein einheitlicher PrB  Diskussion über klare Ausrichtung am Bedarf der für die Überwachung der Geschäftsführung Zuständigen (insb. Key Audit Matters)

35 35 Zusammenspiel Bestätigungsvermerk und Prüfungsbericht ■Bisher: ●Berichterstattung im BV führt zu Berichterstattung im PrB ■RefE zum AReG: ● Berichterstattung im BV umfangreicher als im PrB ■Wertung: ●fehlende Konsistenz des RefE in Bezug auf die stimmige Abgrenzung zwischen □der Berichterstattung in BV und PrB sowie □den Anforderungen für PIEs und Unternehmen, die nicht im öffentlichen Interesse stehen

36  Grundsätze für die Erteilung von Bescheinigungen

37 37 Ausgewählte Anwendungsbeispiele vorformulierter Bescheinigungen ■Einhaltung der Zweckbindung und der Zweckbindungsfristen von Zuwendungen ■Bestätigung erforderlicher Eigenmittel für Lizenzierungszwecke (bspw. im Sportsektor) ■Bestätigung von Umsatzerlösen (bspw. aus Bauleistungen) vergangener Jahre für Abschreibungszwecke ■Verwendungsnachweise von Förderbanken ■Bestätigung von Angaben im Zusammenhang mit der Beitragserhebung von Sicherungs- bzw. Entschädigungseinrichtungen ■Nachweis von Dauerarbeitsplätzen für Zuwendungsbescheide

38 38 IDW Positionspapier zu vorformulierten Bescheinigungen Hilfestellung bei neuen Prüfungs- leistungen Dialog mit Gesetzgeber, Behörden, Banken usw. Vorformulierte Bescheini- gungen ↕ Berufsrecht des Wirtschafts- prüfers

39 39 Derzeitige Praxislösung Erteilung von Bescheinigung/Prüfungsvermerk/Bericht nach Grundsätzen des IDW bzw. IAASB anstelle der vorformulierten Bescheinigung z.T. Akzeptanz- probleme zusätzlich zur vorformulierten Bescheinigung

40 40 Grundsätze für die Erteilung von Bescheinigungen ■Klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten von Mandant und Wirtschaftsprüfer ■Klare Abgrenzung des Prüfungsgegenstands ■Eindeutige Kriterien für das Sollobjekt ■Praktische Durchführbarkeit, Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prüfung ■Eindeutigkeit des Prüfungsurteils mit Möglichkeit zur Modifizierung und Aufnahme von Hinweisen ■Hinweis auf Allgemeine Auftragsbedingungen und Haftungsvereinbarungen ■Adressierung an den Auftraggeber und Abgrenzung des Empfängerkreises

41 3. Rechnungslegung / BWL  Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz (BilRUG) − Ausgewählte Neuerungen in der handelsrechtlichen Rechnungslegung  Prüfung von Finanzanlagenvermittlern i.S.d. § 34f GewO nach § 24 FinVermV

42  Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz (BilRUG) - Ausgewählte Neuerungen in der handelsrechtlichen Rechnungslegung

43 43 § 253 III S. 3 und 4 HGB-E ■Einführung einer typisierten Nutzungsdauer von 10 Jahren für ●selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des AV sowie ●derivative GoF, deren Nutzungsdauern nicht verlässlich bestimmbar sind ■Planmäßige Abschreibungen über Zeitraum von zehn Jahren Änderungen im Jahresabschluss (1)

44 44 §§ 264 III, 264b HGB-E ■Befreiung von ergänzenden Vorschriften für KapG (Jahresabschluss, Prüfung und Offenlegung) unter bestimmten Voraussetzungen: Tochter-KapGPHG i.S.d. § 264a HGB 1. Zustimmung aller Gesellschafter des TU 1. Einbeziehung in den Konzern- abschluss/Konzernlagebericht eines persönlich haftenden Gesellschafters oder eines MU mit Sitz in EU/EWR 2. Einstandspflicht des MU für im GJ eingegangene Verpflichtungen des TU 3. Einbeziehung des TU in den Konzernabschluss des MU 4. Angabe der Befreiung im Konzern- abschluss des MU 2. Entsprechende Anwendung von § 264 III S. 1 Nr. 3 bis 5 HGB-E 5. Offenlegung des Konzernabschlusses und BVm Änderungen im Jahresabschluss (2)

45 45 § 267 I, II HGB-E ■Anhebung der Größenklassen ■Bilanzsumme inkl. angesetzter latenter Steuern ■Politische Entscheidung, inwieweit deutscher Gesetzgeber Spielräume im Hinblick auf Anhebung der monetären Schwellenwerte einräumt ■Gegeneinander abzuwägen sind ●Entlastung von Unternehmen von Kosten für Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ●der wegfallende, durch eine Abschlussprüfung bewirkte Schutz von Gläubigern vieler Unternehmen, die bei einer maximal möglichen Anhebung der monetären Schwellenwerte aus einer Pflichtprüfung herausfallen würden Änderungen im Jahresabschluss (3)

46 46 § 272 V HGB-E ■Phasengleiche Gewinnvereinnahmung nach allgemeinen Grundsätzen ●Mutterunternehmen hat Gewinn der Tochter in voller Höhe als ausschüttbaren Ertrag zu erfassen; auch ohne Gewinnverwendungsbeschluss vor Abschlussstichtag ■Neu: Bildung einer ausschüttungsgesperrten Rücklage in Höhe des noch nicht entstandenen Anspruchs der Mutter Ertrag in GuV Anspruch Diff. Einstellung in eine ausschüttungs- gesperrte Rücklage Änderungen im Jahresabschluss (4)

47 47 §§ 275 II, III und 285 Nr. 30 HGB-E ■Abschaffung des Ausweises außerordentlicher Erträge und außerordentlicher Aufwendungen in GuV ■Betrag und Art außerordentlicher Ergebnisbestandteile sind künftig im Anhang anzugeben, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung GesamtkostenverfahrenUmsatzkostenverfahren […] 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14. Steuern vom Einkommen und Ertrag13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 15. Ergebnis nach Steuern14. Ergebnis nach Steuern 16. Sonstige Steuern15. Sonstige Steuern 17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag16. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Änderungen im Jahresabschluss (5)

48 48 § 277 I HGB-E ■Neudefinition der Umsatzerlöse ■Abgrenzung der für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typischen Erzeugnisse, Waren, Dienstleistungen entfällt ■Ausweitung des Umfangs (z.B. Kantinenerlöse) ■Gewinne aus Veräußerung von AV weiterhin sbE HGBHGB-E „Als Umsatzerlöse sind die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Kapitalgesellschaft typischen Erzeugnissen und Waren sowie aus von für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Kapitalgesellschaft typischen Dienstleistungen […] auszuweisen.“ „Als Umsatzerlöse sind die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft […] auszuweisen.“ Änderungen im Jahresabschluss (6)

49 49 §§ 291 II, 292 HGB-E Änderungen im Konzernabschluss (1) Befreiender EU/EWR-KA (§ 291 HGB-E) Befreiender Drittstatten-KA (§ 292 HGB-E) Befreiender KA und KLB müssen im Einklang mit EU-Bilanzrichtlinie stehen; Klarstellung: IFRS-KA erfüllt Einklangerfordernis Kodifizierung eines expliziten Einklangerfordernisses für befreienden Drittstaaten-KA /-KLB KA und KLB müssen im Einklang mit EU-Abschlussprüferrichtlinie geprüft worden sein Prüfung des befreienden KA und KLB durch nach nationalem Recht des MU zugelassenen Abschlussprüfer erforderlich Weiterhin: Befreiende Wirkung bei BV und bei Vermerk über dessen Versagung BV zwingend erforderlich § 293 I HGB-E ■Anhebung der Größenklassen

50 50 Erstanwendung – Übergangsvorschriften des EGHGB HGB i.d.F. des BilRUG verpflichtend Freiwillige rückwirkende Anwendung für Erleichterungsvorschriften t HGB i.d.F. des MicroBilG verpflichtend Freiwillige vorzeitige Anwendung

51  Prüfung von Finanzanlagenvermittlern i.S.d. § 34f GewO nach § 24 FinVermV

52 52 Neuregelung für Finanzanlagenvermittler (1) ■Erlaubnis und Registrierung nach § 34f Abs. 1 GewO für Gewerbliche Finanzanlagenvermittler (vorher § 34c GewO) seit 2013 ■Erlaubnispflichtig gemäß § 34f Abs. 1 GewO: Gewerbsmäßige Anlagenberatung und -vermittlung von ●Investmentfondsanteilen ●Anteilen an geschlossenen Investmentvermögen nach KAGB ●Vermögensanlagen i.S.d. § 1 Abs. 2 VermAnlG ■Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) löst seit 2013 Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) für Anlagenvermittler ab

53 53 Neuregelung für Finanzanlagenvermittler (2) ■Ziel: Verbesserung des Anlegerschutzes im sog. „grauen Kapitalmarkt“ ■Regelungen der FinVermV in Anlehnung an WpHG (u.a.): ●Informationspflichten (z.B. zu Risiken und Kosten, Produkt- informationsblätter, Interessenkonflikte, Zuwendungen) ●Kundenexploration, Angemessenheit oder Geeignetheit der Finanzanlage ●Anforderungen an Beratungsprotokolle ●Aufzeichnungspflichten

54 54 Neuregelung für Finanzanlagenvermittler (3) ■Aufsicht nicht durch BaFin, sondern Ländersache (IHKs oder Gewerbebehörden) ■Gemäß § 24 Abs. 1 Satz 1 FinVermV (früher § 16 MaBV) haben die Anlagenvermittler ●die Einhaltung der sich aus den §§ 12 bis 23 FinVermV ergebenden Verpflichtungen für jedes Kalenderjahr prüfen zu lassen und ●der zuständigen Behörde den Prüfungsbericht bis spätestens zum 31. Dezember des darauffolgenden Jahres zu übermitteln ■Prüfung erstmalig in 2014 für das Kalenderjahr 2013 ■Keine Vorbehaltsaufgabe mehr für WP

55 55 Prüfung nach IDW PS 840 (1) ■IDW PS 840 findet keine Anwendung auf ●Honorar-Finanzanlagenberater (§ 34h GewO) und ●Systemprüfungen nach § 24 Abs.1 Satz 4 FinVermV ■Rahmenbedingung für die Erarbeitung des IDW PS 840: ●Hohe Erwartungen an Prüfung (Verbraucherschutz) ●niedrige Honorare (frühere MaBV-Prüfung) und Erwartung, dass Vermittler nicht durch hohe Prüfungskosten aus dem Markt gedrängt werden ●verstärkter Wettbewerb (keine Vorbehaltsaufgabe) ●Abstimmung mit BMWi, BStbK und BRAK

56 56 Prüfung nach IDW PS 840 (2) ■Prüfungsansatz des IDW PS 840: ●Bericht, ob und ggf. welche Verstöße festgestellt wurden ●Keine Aussage mit begrenzter oder hinreichender Sicherheit zur Einhaltung der Vorschriften der FinVermV ■Durchführung der Prüfungshandlungen: ●Prüfungshandlungen nach IDW PS soweit einschlägig ●Ausgestaltung und Umfang der Prüfungshandlungen nach pflichtgemäßem Ermessen ●keine lückenlose Prüfung

57 57 Prüfung nach IDW PS 840 (3) ■Art und Umfang der Tätigkeit des Gewerbetreibenden sowie durchgeführte Prüfungshandlungen in Bezug auf das IKS sind bei der Ausgestaltung der Einzelfall- prüfungen zu berücksichtigen ■Feststellung von Verstößen führt nicht zu zusätzlichen Prüfungshandlungen ■Grenzen der Prüfbarkeit in Bezug auf einzelne Vorschriften der FinVermV werden in IDW PS 840 verdeutlicht, z.B.: ●Vollständigkeit der Beratungsprotokolle ●Entgegennahme von Geldern ●Beurteilung der Angemessen- bzw. Geeignetheit der Anlage für den Anleger durch den Prüfer

58 58 Prüfung nach IDW PS 840 (4) ■Prüfungsbericht ist Grundlage für die Aufsichtsbehörden: ●Darstellung der Prüfungshandlungen und -ergebnisse ●Darstellung der Prüfungstiefe und auf dieser Basis die Tätigkeit des Vermittlers und Würdigung der Prüfungsergebnisse ■Das IDW plant, sich mit der DIHK zu den Erfahrungen aus der Prüfung für das Jahr 2013 auszutauschen

59 59 Systemprüfungen für angeschlossene Vermittler (1) ■§ 24 Abs. 1 Satz 4 FinVermV wurde nachträglich (August 2014) ergänzt ■Ein Vermittler braucht sich nicht individuell prüfen zu lassen, wenn er ●ausschließlich für eine Vertriebsgesellschaft tätig ist und ●einen Prüfungsbericht vorlegt, der die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS der Vertriebsgesellschaft zur Einhaltung der Pflichten nach der FinVermV durch die angeschlossenen Vermittler bestätigt

60 60 Systemprüfungen für angeschlossene Vermittler (2) ■Spätestens nach vier Jahren hat der Vermittler einen Prüfungsbericht nach § 24 Abs. 1 Satz 1 vorzulegen ■Systemprüfung ist Vorbehaltsaufgabe für WP/vBP ■Das IDW plant Musterbescheinigung für diese Systemprüfung

61 4. Aktuelle Projekte  Trendwatch  WP 2025

62 62  Trendwatch

63 63 Trendwatch ■Ziel: Bessere Wahrnehmung des Berufsstands als Gesprächspartner zu Themen von breiterer wirtschaftlicher/gesellschaftlicher Bedeutung ■Angedachte Themen: ●Energiewende ●Niedrigzinsumfeld (Pensionsrückstellungen) ●Rechnungslegung der öffentlichen Hand ●Industrie 4.0

64 64  WP 2025

65 65 Wirtschaftsprüfer 2025 (1) Studie: Perspektiven des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer 2025 Kostenlos für IDW Mitglieder auf

66 66 Wirtschaftsprüfer 2025 (2) ■Studie will und kann Strategie einer WPG nicht vorgeben Unternehmerische Entscheidung ■Studie kann aber sensibilisieren, Diskussion anstoßen und Anregungen geben ■Wird auf der 57. IDW Arbeitstagung Baden-Baden als Diskussionsgruppe angeboten werden

67 5. Aktuelle berufsrechtliche Themen  Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer  Haftung des Abschlussprüfers bei fehlender Teilnahmebescheinigung  Eintragung einer Steuerberatungs-KG im Handelsregister

68 68 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (1) ■Nutzung fremder IT-Hardware, Archivierung von Arbeitspapieren bei externen Dienstleistern, Auslagerung administrativer Tätigkeiten ■Rechtliche Rahmenbedingungen beachten, insbesondere: ●Wahrung der Verschwiegenheit ●Strafprozessuales Beschlagnahmeverbot ●Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ■IDW hat die Grenzen und Risiken der Inanspruchnahme externer Dienstleister analysiert und Gestaltungs- möglichkeiten erarbeitet

69 69 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (2) Wahrung der Verschwiegenheit ■Kein unbefugtes Offenbaren bei Inanspruchnahme Dritter, wenn: ●Mandant einwilligt ●Einbeziehung Dritter zum Vertragsinhalt gehört (Auftragsimmanenz) ●Kenntnisnahme Dritter ausgeschlossen (Verschlüsselung) ●Dritter sog. Gehilfe ist (befugter Mitwisser)

70 70 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (3) ■Gehilfe: ●§§ 50 WPO, 203 StGB ●Externe unter der Voraussetzung entsprechender vertraglicher Bindung und Kontrolle ■Hinweis auf Neuregelung des § 2 Abs. 3 BORA

71 71 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (4) ■Der strafrechtliche Schutz von Geheimnissen findet seine strafprozessuale Entsprechung im Beschlagnahmeverbot ■Das Beschlagnahmeverbot setzt voraus, dass „…die Gegenstände im Gewahrsam der zur Verweigerung des Zeugnisses Berechtigten sind…“ (§ 97 Abs. 2 Satz 1 StPO) Mitgewahrsam reicht aus

72 72 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (5) Strafprozessuales Beschlagnahmeverbot ■Bei einer Verwahrung physischer Akten durch Dritte ist erforderlich, dass der Wirtschaftsprüfer selbst jederzeitigen und unbeschränkten Zugriff auf die Dokumente behält (z.B. Dokumentenverwaltung im Rahmen eines Archivvertrages) ■Bei einer elektronischen Speicherung von Dokumenten durch Dritte ist erforderlich, dass nur der Wirtschaftsprüfer in der Lage ist, vom Inhalt des Datenträgers Kenntnis zu nehmen und den Zugang zu den Inhalten zu kontrollieren (z. B. durch Einsatz geeigneter Zugangsbeschränkungen)

73 73 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (6) Vorschriften des BDSG ■Bei Übertragung von Tätigkeiten auf externe Dienstleister werden in den meisten Fällen auch personenbezogene Daten an diese übermittelt und von diesen verarbeitet ■Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personen- bezogener Daten ist nur zulässig, soweit das BDSG oder eine andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder der Betroffene eingewilligt hat ■Abgrenzung Funktionsübertragung/Auftragsdatenverarbeitung

74 74 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (7) ■Funktionsübertragung ●Eine Funktionsübertragung liegt vor, wenn dem Dienstleister bei der Datenverarbeitung eine gewisse Eigenverantwortlichkeit und Entscheidungsbefugnis zukommt, die seine Tätigkeit über die reine Hilfsfunktion hinaushebt ●Erlaubnisnorm: § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BDSG

75 75 Inanspruchnahme externer Dienstleister durch Wirtschaftsprüfer (8) ■Auftragsdatenverarbeitung ●Eine ADV liegt vor, wenn sich ein Wirtschaftsprüfer eines externen Dienstleisters bedient, der personenbezogene Daten streng nach seinen Weisungen verarbeitet ●Vorgaben des § 11 BDSG zu beachten

76 76 Haftung des Abschlussprüfers bei fehlender Teilnahmebescheinigung (1) BGH-Ur­teil vom , II ZR 293/11 ■Ein Wirtschaftsprüfer verletzt seine ihm gegenüber einer prüfungspflichtigen GmbH obliegenden Pflichten aus dem Vertrag über die Prüfung des Jahresabschlusses, wenn er diese Prüfung ohne Teilnahmebescheinigung an der Qualitätskontrolle nach § 57a WPO durchführt und der GmbH diesen Umstand nicht mitteilt ■Zu den ersatzpflichtigen Kosten der GmbH zählen auch die Kosten einer erneuten Prüfung des Jahresabschlusses und zwar auch dann, wenn die Nichtigkeit durch Fristablauf bereits geheilt ist bzw. nicht mehr geltend gemacht werden kann

77 77 Haftung des Abschlussprüfers bei fehlender Teilnahmebescheinigung (2) ■Die umstrittene Frage, ob die Heilung des Jahres- abschlusses mit Ablauf der Fristen des § 256 Abs. 6 Satz 1 AktG zur Wirksamkeit des Jahresabschlusses führt oder lediglich bewirkt, dass sich niemand mehr auf die Nichtigkeit des Jahresabschlusses berufen kann, konnte im Streitfall offen bleiben ■Hinweis auf mögliche Änderung des § 57a WPO im Rahmen der Reform der Berufsaufsicht § 319 Abs. 1 HGB

78 78 Eintragung einer Steuerberatungs-KG im Handelsregister (1) Beschluss des BGH vom , Az.: II ZB 2/13: ■Eine Steuerberatungsgesellschaft in der Form einer KG mit dem Gesellschaftszweck „geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen einschließlich der Treuhandtätigkeit“ kann im Handelsregister eingetragen werden

79 79 Eintragung einer Steuerberatungs-KG im Handelsregister (2) ■§ 49 Abs. 2 StBerG enthält eine im Verhältnis zu § 105 Abs. 1 HGB spezialgesetzliche Regelung, nach der Steuerberatungsgesellschaften als Personenhandels- gesellschaften bereits dann im Handelsregister eingetragen werden können, wenn sie nach ihrem Gesellschaftszweck darauf ausgerichtet sind, neben der sie prägenden geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen auch die ihnen berufsrechtlich gestattete Treuhandtätigkeit auszuüben. ■§ 27 Abs. 2 WPO enthält entsprechende Spezialregelung

80 6. Aktuelle steuerliche Themen  Neuregelung der Erbschaftsteuer nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom (1 BvL 21/12 )  Protokollerklärungs- Umsetzungsgesetz

81  Neuregelung der Erbschaftsteuer nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom (1 BvL 21/12)

82 82 Neuregelung der Erbschaftsteuer (1) ■Urteil des BVerfG vom (1 BvL 21/12) §§ 13a, 13b i.V.m. § 19 Abs. 1 ErbStG in Teilen verfassungswidrig Tenor Teilweise unverhältnismäßige Verschonung von Betriebsvermögen Problem Neuregelung bis Vorschriften bis zur Neuregelung anwendbar Frist

83 83 Neuregelung der Erbschaftsteuer (2) ■Pläne des Gesetzgebers ●„Minimalinvasive“ Korrekturen ●Neuregelung mit Wirkung ab ●Abstimmung zwischen Bund und Ländern bis Anfang Mai ●Beginn des Gesetzgebungsverfahrens vor der Sommerpause

84 84 Neuregelung der Erbschaftsteuer (3) ■Lohnsummenregel ●Grenze für eine Freistellung von der Einhaltung der Lohnsummenregel BVerfG Urteil Grenze von 20 Beschäftigten verfassungswidrig Ausnahme von der Lohnsummenpflicht möglich; aber „auf Betriebe mit einigen wenigen Beschäftigten“ begrenzt BMF Eckpunkte Grenze von 1 Mio. € Unternehmenswert IDW Vorschläge Beibehaltung der Anzahl der Beschäftigten Grenze von 5 bis 10 Beschäftigten

85 85 Neuregelung der Erbschaftsteuer (4) ■Verwaltungsvermögen ●Schädlichkeitsgrenze für Verwaltungsvermögen ●Ermittlung des Verwaltungsvermögens BVerfG Urteil Grenze von 50 % für schädliches Verwaltungsvermögen unverhältnismäßig Alles-oder-Nichts- Prinzip und Fallbeileffekt Kaskadeneffekt im Konzern BMF Eckpunkte Neudefinition des „begünstigten Vermögens“ = überwiegend (> 50 %) dem Hauptzweck des Unternehmens dienen Sog. „konsolidierte Nettobetrachtung“ Unschädlichkeitsgrenze: 10 % Anteil des nicht begünstigten Vermögens IDW Vorschläge Verwaltungsvermögen beibehalten oder „begünstigtes Vermögen“ in Anlehnung an Definition des „notwendiges Betriebsvermögen“ i.S.d. EStR Sog. „konsolidierte Nettobetrachtung“ Unschädlichkeitsgrenze: 15 % Anteil des Verwaltungsvermögens

86 86 Neuregelung der Erbschaftsteuer (5) ■Bedürfnisprüfung ●Individuelle Bedürfnisprüfung für Verschonung beim Erwerb großer Unternehmen BVerfG Urteil Individuelle Bedürfnisprüfung für Verschonung beim Erwerb großer Unternehmen erforderlich Grenze: Größenkriterien oder Obergrenze BMF Eckpunkte Individuelle Bedürfnisprüfung Erwerbsbezogene Obergrenze von 20 Mio. € Freigrenze Einbeziehung des Privatvermögens Ggf. mit Möglichkeit zu Erlass oder Stundung IDW Vorschläge Erwerbsbezogene Obergrenze von z.B. 130 bis 140 Mio. € Freibetrag Keine Einbeziehung des Privatvermögens Alternative: (typisierend) abnehmende Verschonung für darüber hinausgehende Erwerbe

87  Protokollerklärungs-Umsetzungsgesetz

88 88 ProtErklUmsG (1) ■Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung zum Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (ProtErklUmsG) ■Vorläufiger Zeitplan Referentenentwurf Bundestag, 1. Lesung Regierungsentwurf (BR-Drs. 121/15) Anhörung im BT- Finanzausschuss Beratung im BR- Finanzausschuss (BR-Drs. 121/1/15) Bundestag, 2./3. Lesung Beratung BR Beratung im BR- Finanzausschuss Kabinettbeschluss über Gegenäußerung Beratung Bundesrat

89 89 ProtErklUmsG (2) ■Wichtigste Änderungen: § 8c Abs. 1 Satz 5 KStG ●Anwendung rückwirkend auf Beteiligungserwerbe nach dem Ausdehnung der Konzernklausel nach § 8c Abs. 1 Satz 5 KStG auf Fallkonstellationen, in denen die Konzernspitze Erwerber oder Veräußerer ist neben natürlicher oder juristischer Person auch Personenhandelsgesellschaft als Konzernspitze zulässig Stellungahme IDW Zustimmung Nur kleinere Präzisierungen

90 90 ProtErklUmsG (3) ■Wichtigste Änderungen: §§ 20, 21 und 24 UmwStG ●Anwendung rückwirkend auf Einbringungen nach dem Begrenzung der sonstigen Gegenleistungen bei Einbringungen nach §§ 20, 21 und 24 UmwStG auf 25 % des Buchwerts des eingebrachten Vermögens oder auf €, höchstens jedoch den Buchwert des eingebrachten Vermögens Stellungnahme IDW Ablehnung Behinderung wirtschaftlich sinnvoller Umstrukturierungen Schwächung des Wirtschaftsstandort Deutschland Alternative Beschränkung nur für jene Fälle, in denen überwiegend sonstige Gegenleistungen, d.h. mehr als 50 % des Buchwerts des eingebrachten Vermögens, gewährt

91 91 ProtErklUmsG (4) ■Weitere mögliche Änderungen ●Abschaffung des Investitionsbenennungserfordernisses nach § 7g EStG ●Klarstellung der Regelung für sog. Reihengeschäfte in § 3 Abs. 6 Satz 5 UStG (Prüfbitte Bundesrat) ●Einbeziehung von Betriebsvorrichtungen in die Steuerschuldumkehr bei sog. Bauleistungen (Prüfbitte Bundesrat) ■Weiterer Änderungsvorschlag des IDW: Begrenzung des Anwendungsbereichs des § 50i EStG


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