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Honig: Wundversorgung oder Brotaufstrich?

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Präsentation zum Thema: "Honig: Wundversorgung oder Brotaufstrich?"—  Präsentation transkript:

1 Honig: Wundversorgung oder Brotaufstrich?
Gisela Blaser Krankenschwester Pflegeberaterin für Naturheilkunde Referentin für Pflegeberufe

2 Medizinischer Honig als eine antibakteriell wirksame Option der professionellen Wundbehandlung
Postoperative Wundheilungsstörung bei einem Jugendlichen mit Osteosarkom

3 Medihoney™ MedihoneyTM ist eine Mischung verschiedener Honigchargen aus Australien und Neuseeland mit geprüfter antibakterieller Wirksamkeit. Medihoney™ ist CE zertifiziert Medizinprodukt der Klasse IIb Kein Arzneimittel, kein Antiseptikum, kein Lebensmittel Bestimmungsgemäße Anwendung: Wundpflege Gattungs- und Artenzahl: ca. 130 Gattungen mit 3000 Arten Habitus: Bäume oder Sträucher mit ätherischem Öl, zuweilen ausgeprägt heteropyhllLaubblätter in unterschiedlichen Regionen der Pflanze deutlich verschieden ausgebildet. (Eucalyptus sp.) Blätter: immergrün, klein bis gross und zumeist gegenständig, krautig oder lederig sowie ungeteilt Vermehrungsart: überwiegend diözisch, entemophilEntemophile = Entemogame = Insektenblumen. Bestäubung durch Insekten. oder ornithophilOrnithogame = Vogelblumen; Bestäubung durch Vögel. Blütenanordnung: Blüten in Cymen, Ähren, Ebensträussen oder Rispen, diese häufig zwischen den Knoten entspringend (interkalar) Blütenaufbau: Blüten häufig von 2 Hochblättern umgeben, Blütenboden als Blütenbecher ausgebildet (becher- bis röhrenförmig vertiefter Blütenboden = Hypanthium), radiär bis leicht unsymmetrisch, überwiegend 4zählig: Perianth doppelt oder sepalin, K (3-)4-5(-6) oder rudimentär, frei oder verwachsen, C 4-5, frei oder verwachsen, A selten 4-5, gelegentlich 8-10, meist (sekundär vermehrt), frei, am Rande des Achsenbechers sitzend, G 2-5(-16), synkarp, mittel- bis unterständig Frucht: Kapsel, Beere, Steinfrucht oder Nuss, fleischig oder nicht fleischig Verbreitung: gemässigte Zone, Subtropen und Tropen: weit verbreitet in warmen Regionen mit Verbreitungsschwerpunkten in Australien (Eucalyptus) und im tropischen Amerika Chemische Merkmale: ätherisches Öl in schizolysigenen Exktretbehältern, ferner reichlich Polyphenole Sonstige Merkmale: bikollaterale Leitbündel

4 Inhaltsstoffe Fruktose und Glukose ca. 70% andere Zuckerarten ca. 10 %
Proteine (z.B. Defensine) Enzyme z.B. Glucosidase (H2O2 Bildung an Grenzflächen) Phenolische Komponenten (in Abh. von der Honigsorte) z.B. Methylglyoxal im Manuka-Honig = reduzierte Form der Brenztraubensäure (Keton und Aldehyd) Vitamine, Mineralien

5 Prüfung der antimikrobiellen Wirksamkeit
Jede Honigcharge wird in vitro auf ihre antibakterielle Wirksamkeit getestet Jede Charge muss Methicillin-resistente S.aureus (MRSA) abtöten, auch wenn sie auf 5% ihrer Ausgangs-konzentration verdünnt ist. Auch bei Verdünnung durch Wundsekret um den Faktor 5-10 bleibt die antibakterielle Wirksamkeit (in Abhängigkeit von der Spezies) erhalten. Die antibakterielle Wirkung ist unabhängig von speziellen Resistenzen des Erregers gegen Antibiotika.

6 Zahlreiche in vitro Studien belegen die antibakterielle Wirksamkeit (Auswahl)
Cooper RA, Jenkins L, Henriques AF, Duggan RS, Burton NF. Absence of bacterial resistance to medical-grade manuka honey. Eur J Clin Microbiol Infect Dis 2010;29: Igelbrink D, Koburger T, Simon A, Kramer A. Microbiocidal efficacy of Medihoney. GMS Krankenhaushygiene Interdisziplinär 2007;2:1-4 Kwakman PH, Te Velde AA, de Boer L, Vandenbroucke-Grauls CM, Zaat SA. Two major medicinal honeys have different mechanisms of bactericidal activity. PLoS ONE 2011;6:e17709 Kwakman PH, Van den Akker JP, Guclu A, et al. Medical-Grade Honey Kills Antibiotic-Resistant Bacteria In Vitro and Eradicates Skin Colonization. Clin Infect Dis 2008;46: Kwakman PH, Zaat SA. Antibacterial components of honey. IUBMB Life 2012;64:48-55 Lusby PE, Coombes AL, Wilkinson JM. Bactericidal activity of different honeys against pathogenic bacteria. Arch Med Res 2005;36:

7 Med. Honig und Biofilm Med. Honig ist auch antibakteriell wirksam gegen Infektionserreger, die in einen Biofilm eingebettet sind. Merckoll P, Jonassen TO, Vad ME, Jeansson SL, Melby KK. Bacteria, biofilm and honey: A study of the effects of honey on 'planktonic' and biofilm-embedded chronic wound bacteria. Scand J Infect Dis 2009;41:

8 Bestrahlung des Honigs
Chargen mit nachgewiesener antibakterieller Wirksamkeit gegen MRSA werden mit y–Strahlen behandelt, um Clostridien-Sporen* sicher zu inaktivieren. * Im Honig möglicherweise enthaltene Clostridien-Sporen könnten sonst bei tiefen (anaeroben) Wunden einen Wundbotulismus auslösen.

9 Wirkungsweise klinisch
Reinigung der Wunde (ohne chirurgisches Debridement) Feuchter Wundgrund (osmotischer Effekt) Rückgang der Entzündungszeichen, v.a. des Wundödems antibakterielle Wirkung gegen alle in diesem Kontext relevanten Erreger (ggf. kein Ersatz für systemische Antibiotika) Geruchsminderung bei übel riechenden Wunden (Tumorzerfall, Nekrosen) Beschleunigung der Granulation und Epithelialisierung keine Irritation der Granulationschicht und weniger Schmerzen beim Verbandswechsel.

10 Mögliche Indikationen für MedihoneyTM
Primär geeignet für Patienten mit komplizierten Wunden (Wundheilungsstörung) Dekubiti bei Patienten mit Querschnittslähmung Kritisch kolonisierte oder infizierte Wunden Wunden mit nekrotischen Anteilen (± chir. Debridement) Nahtdehiszenzen, Schürfwunden Verbrennungen, Verbrühungen (ohne tiefe Nekrosen) Ulzerierende Tumorwunden mit üblem Geruch Wundpflege an der Eintrittstelle von Kathetern: - Hickman, Broviac - PEG-Sonde - suprapubischen Blasenkatheter

11 MRSA-infizierte Drainagewunde nach Darmteilresektion (malignes Lymphom)

12 Entzündete Port-Eintrittsstelle
Bei immunsupprimierten Patienten erfordert eine solche Situation meist zusätzlich den Einsatz systemischer Antibiotika.

13 Infektion einer Porttasche Patient mit ALL-Rezidiv und Neutropenie

14 Infizierte Thorakotomie-Wunde bei AML (im Verlauf: KMT)

15 Schürfwunde nach Fahradsturz

16 Frühgeborenes mit Myelomeningocele Wunde infiziert mit MR Klebsiella oxytoca

17

18 Paravasat mit Nekrose an der rechten Schläfe

19 Bakterielle Infektion im Gesicht nach 3 Tagen mit Medihoney

20 Stomatöse Cheilitis

21 Medihoney bei entzündeter PEG

22 Nekrose der Ferse nach Gipsverband (Umstellungsosteotomie bd. Hüften)

23 Verlauf und

24 Patientin, 65 Jahre Ulcera cruris bds
Patientin, 65 Jahre Ulcera cruris bds. bei Plasmozytom, Immunsuppression und venöser Insufficienz Aufnahme auf der Intensivstation Sepsis, Infektion mit P.aeruginosa und MRSA Wunde eitrig belegt jauchiger Geruch Länge:15 cm, Breite: 8-10 cm Tiefe: 0,5-1 cm

25 Ulcera cruris beidseits
Antibiotikatherapie der Sepsis multimodale Schmerztherapie Beginn der Wundpflege mit Tenderwet™ Feuchtverband Nach 1 Woche Umstellung auf Medihoney™ Nach 4 Wochen: kein Nachweis von P. aeruginosa oder MRSA

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27 Verlauf der Wundbehandlung
Dauer der Wundbehandlung: 5 Monate und 25 Tage Lymphdrainage Kompressionswickel Grundprinzipien der Wundbehandlung sind unabhängig von Medihoney™ zu beachten

28 Osteomyelitis bei 8 jährigem Jungen bei Polyneuropathie 8. 10. und 20

29 Zustand nach Bandscheibenoperation

30 Extreme Psoriasis im Wundbereich

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32 Pat. Männlich, 65 Jahre, Zustand nach nekrotisierender Pankreatitis
Zustand der Wunde Beginn der Behandlung Länge:18 cm Breite: 10 cm Tiefe:1-2 cm Wunde mit Medihoney Wundverband mit Medihoney, Sterile Mullkompressen, Hydrofilm

33 Länge: 17cm Breite:10 cm Tiefe:1-2 cm Schmierig belegt, MRSA besiedelt
Verlauf unter MedihoneyTM (nach 1 Monat) Zustand nach externem Fixateur bei LWK-Fraktur,Latissmus dorsi Plastik Wundheilungsstörung MRSA-infiziert

34 5.01.03 Wunde komplett epithelisiert.
Zustand der Wunde nach 4 Monaten MRSA frei nach 3 Monaten Verlauf unter MedihoneyTM Wunde komplett epithelisiert.

35 Ulzerierende Tumorwunden

36 Analabszess

37 Unerwünschte Wirkungen
In seltenen Fällen kann es nach dem Auftragen von Honig zu anhaltenden Schmerzen kommen Dann evtl. erst ‚Konditionierung‘ stark entzündeter Wunden (mit viel Exsudat) mit Polyhexanid-Verband oder VAC Schmerzen oder lokale Unverträglichkeit (Ekzem) bei 1,3% von 104 Patienten [Biglari B. et al Int Wound J Multicentre prospective observational study on professional wound care using honey (Medihoney™)]

38 Methylglyoxal und periphere Neuropathie
Bei Diabetikern und bei chronischer Niereninsuffizienz ist der Metabolismus von endogenem Methylglyoxal erhöht (höhere intrazelluläre Spiegel, höhere Plasmaspiegel) Es gibt Hinweise darauf, dass endogenes Methylglyoxal eine Rolle bei der Aktivierung von nozizeptiven Nervenendigungen spielt (Hyperalgesie bei schmerzhafter peripherer Neuropathie) Bei solchen Patienten sollte kein Medihoney™ zur Wundpflege eingesetzt werden. Bierhaus A et al. Nat Med 2012;18: Eberhardt MJ et al. J Biol Chem 2012;287: Wood H. Nat Rev Neurol 2012;8:354

39 Zusammenfassung: Medihoney™…
… ist kein Wundermittel, sondern für geübte Anwender eine Option der professionellen (feuchten) Wundbehandlung …kann in allen Stadien der Wundheilung angewendet werden …wirkt debridierend, beseitigt üble Gerüche …lässt sich mit einigen modernen Wundauflagen sehr gut kombinieren.

40 Zusammenfassung: Medihoney™…
… ist nachweislich antibakteriell wirksam und zwar auch gegen multiresistente Infektionserreger … scheint die Wundheilung zumindest bei einem Teil der Patienten zu beschleunigen … lokale Unverträglichkeiten (Ekzem, Schmerzen) sind selten. … der Verbandwechsels ist im Verlauf atraumatisch und schmerzarm möglich. … sollte nicht bei diabetischer oder urämischer Neuropathie mit neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden.


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