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Medizinische Versorgungszentren - Betriebswirtschaftliche Aspekte aus Sicht eines Krankenhauses WP Thomas Irmscher, Berlin Jahrestagung – Ausschuß Betriebswirtschaft.

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Präsentation zum Thema: "Medizinische Versorgungszentren - Betriebswirtschaftliche Aspekte aus Sicht eines Krankenhauses WP Thomas Irmscher, Berlin Jahrestagung – Ausschuß Betriebswirtschaft."—  Präsentation transkript:

1 Medizinische Versorgungszentren - Betriebswirtschaftliche Aspekte aus Sicht eines Krankenhauses WP Thomas Irmscher, Berlin Jahrestagung – Ausschuß Betriebswirtschaft Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen 9. Mai 2005, Albertinenhaus, Hamburg

2 CURACON Unternehmensgruppe Folie 2 Durch Herkunft qualifiziert für die Zukunft CURACON ist entstanden aus  APB Allgemeine Prüfungs- und Beratungsgesellschaft  Diakonie-Treuhand  EvangelischeTreuhand  EXPERTAX Wirtschaftsberatung  Prüfungsgesellschaft für Kirche und Diakonie im Rheinland Der Gesellschafterkreis von CURACON/APB/BSU umfaßt  7 Landeskirchen  11 Landesverbände  5 evangelische Darlehensgenossenschaften

3 CURACON Unternehmensgruppe Folie 3 CURACON in Zahlen In der Unternehmensgruppe CURACON/APB/BSU betreuen  mehr als 180 Mitarbeiter  an 10 Standorten  ca Mandanten und erwirtschaften  eine Gesamtleistung von ca. € 15 Mio. Berufsträger  13 Wirtschaftsprüfer  16 Steuerberater  4 Rechtsanwälte  2 Certified Information Systems Auditor

4 CURACON Unternehmensgruppe Folie 4 Inhalt (1) 1.Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses a)Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung b)Einstieg in die integrierte Versorgung c)Ausweitung ambulanter Operationen d)Sicherung/Ausweitung der stationären Fälle (Budgetanteile) e)Ausweitung der Serviceleistungen (Facility- Management) f)Kostenreduzierung/Wirtschaftlichkeitsreserven g)Investorfunktion im Rahmen der Vermögensverwaltung

5 CURACON Unternehmensgruppe Folie 5 Inhalt (2) 2.Investition a)Zieldefinition (Leistungsspektrum und Partnerwahl) b)Objektplanung c)Investitionsfinanzierung  Immobilie  Erwerb von Zulassungen/Praxisübernahmen 3.Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor 4.Diskussion - MVZ in der Geriatrie?

6 CURACON Unternehmensgruppe Folie 6 stationäre Erlöse sind mehr als auskömmlich und scheinen langfristig gesichert es bestehen ausgezeichnete Beziehungen zu den ambulanten Leistungserbringern/Neid Poliklinik und/oder Ermächtigungen sind vorhanden Aufhebung der Zulassungsbeschränkung wird erwartet – Marktentwicklung abwarten... wirtschaftliches Risiko, hohe Investitionen Gibt’s Gründe für ein KH, kein MVZ zu gründen?

7 CURACON Unternehmensgruppe Folie 7 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses „Verzahnung besteht meist in dem Bemühen sich zusätzliche Zähne zu besorgen, um ein größeres Stück vom Verteilungskuchen abbeißen zu können.“ Dr. Ernst Bruckenberger

8 CURACON Unternehmensgruppe Folie 8 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses a) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (1) Hierarchie der vertragsärztlichen Versorgung BSG – ständige Rechtsprechung Zulassung Ermächtigung Instituts- ambulanz 1.zugelassene Vertragsärzte und neu!! Versorgungszentren 2.ermächtigte Ärzte  soweit, qualitativer oder quantitativer Bedarf nicht durch 1. abgedeckt wird 3.ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtungen  soweit qualitativer oder quantitativer Bedarf nicht durch 1. oder 2. abgedeckt wird

9 CURACON Unternehmensgruppe Folie 9 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses a) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (2) Relevantes Marktvolumen ? – GKV - Ausgaben ,09 Mrd. € Quelle: BMG

10 CURACON Unternehmensgruppe Folie 10 Marktteilnehmer der vertragsärztlichen Versorgung nach Arztgruppen – 2002 – insgesamt ca. 130 Tsd. Ärzte Quelle: Bundesarztregister - KBV Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses a) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (3) 16% 9% 5% 4% 3% 8% 4% 8% 26% Allgemeinärzte Internisten Praktische Ärzte Frauenärzte Kinderärzte Nervenärzte Chirurgen Augenärzte Orthopäden HNO-Ärzte Anästhesisten Hautärzte Radiologen Ärztl. Psychoth., Urologen, Sonstige

11 CURACON Unternehmensgruppe Folie 11 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses a) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (4) Ärzte in Gemeinschaftspraxen – Entwicklung im Zeitablauf Quelle: Bundesarztregister - KBV

12 CURACON Unternehmensgruppe Folie 12 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses b) Einstieg in die integrierte Versorgung (1) Die Anschubfinanzierung - Welcher „Kuchen“ wird verteilt? 1 % 2004 bis 2006 können ca. 2,1 Mrd. € „umverteilt“ werden Aufhebung des Grundsatzes der Beitragsstabilität bis 2006 Vertragsform der Zukunft zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern?

13 CURACON Unternehmensgruppe Folie 13 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses b) Einstieg in die integrierte Versorgung (2) Ausschluss der KVen ab 2004 möglich Einzelvertragswesen! MVZ im Vergleich zu einzelnen niedergelassenen Ärzten – bessere Chancen zum Abschluß von Vertragspaketen Krankenhaus als Träger eines MVZ deckt damit ein „zweites Kettenglied“ im Rahmen der Vertragsverhandlungen mit den Kassen ab Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber Kasse gemeinsamer Auftritt „Kompetenzzentrum“, gemeinsames QM Behandlungspfad „rundum“ über zwei Sektoren abstimmbar (Vorklinik-Klinik-Nachklinik) Patientenfreundlichkeit bei räumlicher Nähe vereinfacht Leistungsaustausch und Aufteilung der Vergütung zwischen ambulant und stationär (erhöht Kostentransparenz für gesamtes Vertragsvolumen)

14 CURACON Unternehmensgruppe Folie 14 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses c) Ausweitung ambulanter Operationen (1) Aussagen DKI-Krankenhausbarometer 2004 Hochrechnung DKI-Befragung der Krankenhäuser  2001: 448 Tsd. Fälle amb. OP  2003: 633 Tsd. Fälle amb. OP (40 % mehr) davon ¾ auf Chirurgie, Gynäkologie und Augenheilkunde  2004: weitere deutliche Zunahme aufgrund Neufassung des Vertrags nach § 115 b SGB V zu erwarten Mehrheit der befragten Krankenhäuser rechnet für 2004 mit Rückgang der stationären Fälle und Erlöse aufgrund des amb. Operierens 70 % der befragten Krankenhäuser hatten in 2004 verstärkt Probleme bei der Abrechnung entsprechender stationär durchgeführter Operationen

15 CURACON Unternehmensgruppe Folie 15 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses c) Ausweitung ambulanter Operationen (2) Lösungsvorschlag: MVZ mit ambulantem OP-Zentrum in räumlicher Nähe zum Krankenhaus Ziel: „Auffangen“ stationsersetzender Leistungen als Leistungserbringer sind MVZ (Vertragsärzte) sowie Krankenhäuser (§ 115 b SGB V) gleichermaßen zugelassen Einbindungsmöglichkeit vorhandener Belegärzte einheitliche Bewertung der Leistungen nach EBM - in Zukunft Fallpauschalen wahrscheinlich beiderseits Nutzung von Ressourcen möglich Sicherheit für Patienten bei Komplikationen Spezialisierung der OP-Teams Optimierung der Behandlungsabläufe

16 CURACON Unternehmensgruppe Folie 16 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses d) Sicherung/Ausweitung der stationären Fälle (Budgetanteile) Einweisungsverhalten der MVZ-Ärzte Zusammenarbeit wird verbindlicher (Vertragsbeziehungen im MVZ) Aufbau von gegenseitigem Vertrauen  Verbesserung der Kommunikation kann gezielter forciert werden („kurzer Dienstweg“)  Konsiliarbeziehungen lassen sich intensivieren professionellere und abgestimmte Datenübergabe ex post gemeinsame Auswertung von Behandlungsfällen – Qualitätsverbesserung... Instrument der Patientenbindung

17 CURACON Unternehmensgruppe Folie 17 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses e) Ausweitung der Service-Leistungen (Facility-Management) Nutzung der vorhandenen Infrastruktur der Krankenhäuser durch das MVZ medizinischer Bereich  Labor  Radiologie  Physiotherapie nichtmedizinischer Bereich  Verpflegung (Cafeteria)  Reinigung  technischer Dienst/Handwerker/Hausmeister  Materialwirtschaft/Zentraleinkauf  Verwaltung Personal Rechnungswesen/Controlling Management Marketing

18 CURACON Unternehmensgruppe Folie 18 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses f) Kostenreduzierung/Wirtschaftlichkeitsreserven Raumkosten evtl. Überangebot von Baulichkeiten und Flächen auf Krankenhausseite, die sinnvoll genutzt werden können Personalkosten Ausgliederung von Versorgungsbereichen des Krankenhauses wechselseitige (auslastungsorientierte) Personalgestellung Gerätekosten Röntgen CT OP EDV Material zentrale Beschaffung / Zentrallager

19 CURACON Unternehmensgruppe Folie 19 Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses g) Investorfunktion im Rahmen der Vermögensverwaltung finanzstarkes Krankenhaus als Finanzierungspartner für das MVZ sinnvolle Alternativanlage nicht benötigter finanzieller Mittel (allerdings Restriktionen des Gemeinnützigkeitsrechts beachten!) Krankenhaus als starker Verhandlungspartner bei Verhandlungen mit weiteren potentiellen Finanziers (z.B. Banken) Krankenhaus als Sicherungsgeber (z.B. Bürgschaft etc.)

20 CURACON Unternehmensgruppe Folie 20 Investition a) Zieldefinition (Leistungsspektrum und Partnerwahl) – (1) Medizinischen Kernbereich definieren entscheidend für Gesamtfunktionalität/Identität; sichert „Überleben“ Gespräch mit eigenen Leistungserbringern (Krankenhausärzte)  welche Leistungen (Fachgebiete) sollten im MVZ angeboten werden und warum Analyse der bisherigen Zusammenarbeit mit Niedergelassenen  Einweisungsverhalten  Ruf der Ziel-Praxen bei Ärzten und Patienten Kontaktaufnahme mit potentiellen Partnern mögliche medizinische Sekundärbereiche definieren erhöht Attraktivität, sichert Rentabilität z.B.  Physiotherapie/Logopädie  ambulante Reha  Selbstzahlerbasierte Leistungen (Fitness und Wellness)

21 CURACON Unternehmensgruppe Folie 21 Investition a) Zieldefinition (Leistungsspektrum und Partnerwahl) – (2) evtl. gewerblichen Bereich definieren erhöht Attraktivität, „folgt“ Kern- und Sekundärbereich z.B.  medizinnah: Apotheke, Optiker, Sanitätshaus  neutral: Cafe/ Imbiß, Sport, Friseur, Bäckerei, Blumen

22 CURACON Unternehmensgruppe Folie 22 Investition b) Objektplanung konkrete Standortentscheidung abhängig von  Ausrichtung des MVZ (Zieldefinition)  Lage und Anbindung des Krankenhauses  ländliches vs. Ballungsgebiet Planung der baulichen Realisierung Nutzung vorhandener Flächen am Krankenhaus?  z.B. Umnutzung von geschlossenen Abteilungen Sanierung/Umbau/Anbau/Neubau Möglichkeit zur späteren Erweiterung/Variabilität Funktionalität entscheidend, kein „Bauluxus“ optimale gemeinsame Raumnutzung Flächen-/Raumprogramm Generalunternehmer? Kalkulation der Baukostenmiete

23 CURACON Unternehmensgruppe Folie 23 Investition c) Investitionsfinanzierung (1) Finanzierung der Immobilie Wer kommt als Finanzier in Frage? klassische stationäre (duale) Krankenhausfinanzierung?  Neubau - grundsätzlich nein, da keine stationäre Versorgung  evtl. Nutzung von bestehenden, geförderten Gebäudeteilen?  Möglichkeiten mit Fördermittelgeber abstimmen  u.U. Rückzahlungspflicht der noch nicht verbrauchten Fördermittel zum Zeitpunkt der Umnutzung als MVZ Finanzierung durch beteiligte MVZ-Träger (Gesellschafter der MVZ-GmbH)  Krankenhaus, MVZ-Ärzte  Eigenkapitalbereitstellung  Gesellschafterdarlehen  Bürgschaften/Garantien gegenüber Banken

24 CURACON Unternehmensgruppe Folie 24 Investition c) Investitionsfinanzierung (2) Finanzierung der Immobilie Wer kommt als Finanzier in Frage? Finanzierung durch Investoren  Modelle  Leasingmodell/Generalmietverträge  Immobilienfondsmodelle Anforderungen und Vorbehalte der Investoren/Banken  fehlende Drittverwendungsmöglichkeit  eingehende Prüfung der Nutzungskonzepte  Marktanalysen notwendig  mangelndes fachspezifisches Know-How  enges Marktsegment, fehlende Fungibilität

25 CURACON Unternehmensgruppe Folie 25 Investition c) Investitionsfinanzierung (3) Bewertung von Arztpraxen Anlässe Einbringung der Praxis durch Vertragsarzt gegen Gewährung von Anteilen am MVZ Veräußerung der Praxis durch Vertragsarzt (Ruhestand, Wechsel in ein Anstellungsverhältnis am MVZ) Berechnung des Praxiswerts Ertragswertverfahren (diskontierte zukünftige Überschüsse) Problem: niedergelassene Ärzte haben oft nicht das betriebswirtschaftliche Know How Einsichtnahme in folgende Unterlagen sinnvoll BWA‘s; Einnahme-/Überschußrechnungen Anlagenverzeichnisse KV-Abrechnungen Arbeitsverträge / Lohnjournale Mietvertrag über die Praxisräume

26 CURACON Unternehmensgruppe Folie 26 Investition c) Investitionsfinanzierung (4) Bewertung von Arztpraxen Einflußfaktoren auf den Praxiswert offenes vs. gesperrtes Gebiet - Angebot und Nachfrage Verhalten der Konkurrenz Rückgang des Berufsnachwuchses Vergütung (EBM/HVM...Punktwert) Rentabiliät der Leistungserbringung Patientenstamm Substanzbezogenheit künftiger Erfolge persönliche Ziele von Verkäufer und Käufer („konkrete Lebenslage“) Bilanzierung ideeller Werte/Abschreibung beim Erwerber

27 CURACON Unternehmensgruppe Folie 27 Investition c) Investitionsfinanzierung (5) Praxisfinanzierung 2001/2002 – Durchschnittswerte in T€ Quelle: ZI und APO-Bank 2003

28 CURACON Unternehmensgruppe Folie 28 Investition c) Investitionsfinanzierung (6) Finanzierungsstruktur – Einzelpraxen 2001/2002 Quelle: ZI und APO-Bank 2003

29 CURACON Unternehmensgruppe Folie 29 Investition c) Investitionsfinanzierung (7) Ideeller Wert und Substanzwert (West) in T€ bei Einzelpraxisübernahmen 2001/2002 Quelle: ZI und APO-Bank 2003

30 CURACON Unternehmensgruppe Folie 30 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (1) Regionale KV Niedergelassener Hausarzt Patient GKV Gruppentopf Hausarzt/ Σ aller EBM-Punkte aller Hausärzte / Quartal = Punktwert Hausarzt Σ HV x KP –Sonstige Abzüge = Gesamtvergütung Budget Gruppe Hausarzt 10 € Praxisgebühr Rechnet Σ aller EBM-Punkte/ Quartal mit KV ab Punktwert x abgerechnete EBM- Punkte - Σ Praxisgebühr = Praxisbudget/ Quartal PKV Leistung gem. GOÄ-Katalog Bezahlt Privatrechnung Leistung gem. EBM-Katalog Reicht Privat- rechnung ein Erstattet Kosten gem. Vertrag Kopfpauschale (KP) / Hauptversicherten (HV) / annum Beitrag/ GKV- Versicherten GKV-Leistungen Zahlungswege GKV PKV-Leistungen Zahlungswege PKV Legende: Fachgruppe HNO Budget Gruppe Facharzt Fachgruppe Chir etc. Fachgruppe Psychoth. EK: 36,40% PK: 43,38% EK: 63,60% PK: 56,62%

31 CURACON Unternehmensgruppe Folie 31 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (2) Konsequenzen des bisherigen Finanzierungssystems Krankenkassen tragen keine Verantwortung für Morbidität (Kopfpauschale zu „pauschal“) Fehlanreize: Flucht in die Menge Budgetierung fehlende Kalkulierbarkeit und Planbarkeit der Vergütung

32 CURACON Unternehmensgruppe Folie 32 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (3) Honorar aus vertragsärztlicher Tätigkeit je Arzt nach Arztgruppen 2001 (Ost und West) in T€ Quelle: Statistik der KBV, Kostenstrukturanalyse in der Arztpraxis 1999 des ZI

33 CURACON Unternehmensgruppe Folie 33 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (4) Neustrukturierung der ambulanten Vergütung durch GMG mit folgenden Eckpunkten: Kassen- und KV-Ebene ab 2006 Gesamtvergütung für vertragsärztliche Versorgung von Kasse an KV als Obergrenze (Deckel) erstmals verpflichtend Vereinbarung von arztgruppenbezogenen Regelleistungsvolumina und Punktwerten (§ 85 c SGB V) ab 2007 Vergütung zu einem einheitlichen Punktwert (Durchschnitt aller Kassen aus 2006, gewichtet mit Leistungsmengen 2006)

34 CURACON Unternehmensgruppe Folie 34 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (5) Arztgruppenbezogene RLV KV Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen Behandlungsbedarf im KV-Bereich Arztgruppenbezogenes RLV CHIR Vereinbaren Arztgruppenbezogenes RLV IM Arztgruppenbezogenes RLV ORTHO Änderungen des GKV -Kataloges Versichertenzahl, Morbiditätssstruktur, EBM 2000 plus: Verteilung auf die Arztgruppen

35 CURACON Unternehmensgruppe Folie 35 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (6) KV- und Arztebene 2005 HVM, der mit Kassen zu vereinbaren ist, Grundlage ist EBM 2000 plus, Übergangsverfahren ab 2006 (§ 85 b SGB V) Zuweisung von arztbezogenen Regeleistungsvolumina, die mit festem Punktwert vergütet werden Regelleistungsvolumen der Arztgruppe Zahl der Ärzte der Arztgruppe Zahl und Morbidität der vom Arzt in den letzten 4 Quartalen behandelten Versicherten Kapazitätsgrenze je Arbeitstag

36 CURACON Unternehmensgruppe Folie 36 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (7) flankierende, vorbereitende Maßnahmen Neufassung EBM und Vorgaben für HV 2005 Verträge über HV (KV und Kassen) erstmalig ab 2005 Bewertungsausschuß erarbeitet Vorgaben und Regelmechanismen auf Bundesebene

37 CURACON Unternehmensgruppe Folie 37 Laufender Betrieb – Amortisation Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (8) wichtig für MVZ! § 87 Abs. 2 a SGB V – es sollen Fallpauschalen für kooperative Versorgungsformen im EBM verankert werden Vorteile durch EBM 2000plus für kooperative Versorgungsformen – höhere Punktzahlen (Ordinationskomplexe) § 85 a Abs. 6 SGB V - Möglichkeit abweichender Vereinbarungen für MVZ (bezüglich arztgruppenbezogener RLV)

38 CURACON Unternehmensgruppe Folie 38 Diskussion – MVZ in der Geriatrie? Demographie – mehr alte Patienten (Anteil Patienten > 75 J. von 18 % (1998) auf 42 % (2050) mehr chronische Erkrankungen, Zunahme Multimorbidität Schnittstellen stationärer Geriatrie Diagnostik Tagesklinik/teilstationär ambulante Reha Hausarzt Pflege


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