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Vorlesung: 1 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Studiengang Informatik FHDW Vorlesung: Betriebssysteme I 2. Quartal 2011.

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Präsentation zum Thema: "Vorlesung: 1 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Studiengang Informatik FHDW Vorlesung: Betriebssysteme I 2. Quartal 2011."—  Präsentation transkript:

1 Vorlesung: 1 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Studiengang Informatik FHDW Vorlesung: Betriebssysteme I 2. Quartal 2011

2 Vorlesung: 2 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergÜberblick Einführung und Motivation Regeln für die Vorlesungen Grundlagen und Begrifflichkeiten Ergänzungen zu Linux Prozesse Ressourcen (HD, RAM etc.) Virtualisierung, Netzwerke, Überwachung

3 Vorlesung: 3 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Betriebssystem BS Warum sollten wir uns mit dem Thema Betriebssysteme / Netzwerke beschäftigen? Welchen Nutzen / welche Vorteile können wir daraus ziehen? Existieren Nachteile, wenn wir Kenntnisse über Betriebssysteme erwerben?

4 Vorlesung: 4 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Regeln für Vorlesungen Wir sollten gemeinsam lernen. Sie sollten möglichst unmittelbar bei Verständnisproblemen nachfragen, da viele Sachverhalte aufeinander aufbauen. Sie sollen in den Vorlesungen fragen – es ist explizit erwünscht! Bitte arbeiten Sie den Stoff selbsttätig nach – aktiv! Sie bekommen Foliensätze, Skript und Verweise auf Sekundärliteratur zur Verfügung gestellt. Von Zeit zu Zeit werden aktuelle Sachverhalte in den Stoff der Vorlesungen integriert. Bitte kümmern Sie sich selbst um Termine, Abgabefristen, Beantragung von Praxisarbeiten etc., denn => Sie studieren und sind nicht mehr in der Schule!!! (selbstaktives Lernen!!!) Viel Spaß und viel Erfolg!!!

5 Vorlesung: 5 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Betriebssystem BS Was ist Ihrer Ansicht nach ein Betriebssystem (BS)? Wie würden Sie BS definieren / beschreiben? Beispiele?

6 Vorlesung: 6 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Betriebssystem BS Eine Sammlung von Programmen zur geregelten Verwaltung und Benutzung von Betriebsmitteln (Ressourcen) verschiedener Art für ein Rechensystem. Betriebsmittel sind CPU, RAM und Peripherie.

7 Vorlesung: 7 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg DIN Betriebssystem “Die Programme eines digitalen Rechensystems, die zusammen mit den Eigenschaften dieser Rechenanlage die Basis der möglichen Betriebsarten des digitalen Rechensystems bilden und die insbesondere die Abwicklung von Programmen steuern und überwachen.” Daraus ergeben sich drei Aufgabenbereiche: - Abbildung der Benutzerwelt auf die Maschinenwelt - Organisation und Koordination des Betriebsablaufes - Steuerung und Protokollierung des Programmablaufes

8 Vorlesung: 8 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Betriebsmittel (BM)-Kategorien Aktive Betriebsmittel, zeitlich aufteilbar Passive Betriebsmittel, exklusiv benutzt Passive Betriebsmittel, räumlich aufteilbar Zusätzlich spricht man noch von virtuellen und logischen BM.

9 Vorlesung: 9 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Komponenten von BS Prozessor, Prozesse - Passive BM - Zentralspeicher, virtueller Speicher - Geräte - Betrieb der Geräte - Datenverwaltung auf dem Gerätebetrieb - Logische BM - Konfiguration - Auftragsabwicklung - Bedienung

10 Vorlesung: 10 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergProgramm Wie wichtig sind Definitionen / Begrifflichkeiten? Was verstehen Sie unter: Programm Prozess Task Thread

11 Vorlesung: 11 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergProgramm Eine konkrete Beschreibung eines Verfahrens (Algorithmus) mit dem Ziel eine Aufgabe (ein Problem) zu lösen. Diese Beschreibung kann in verschiedenen Formen / Sprachen erfolgen.

12 Vorlesung: 12 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergProzeß “Ein Prozeß ist somit diejenige Verwaltungseinheit, die sich um einen Prozessor bewirbt.” Ein Prozeß ist ein “aktives”, “lebendes” Programm. Er fordert also Betriebsmittel an und benutzt diese bei Bedarf.

13 Vorlesung: 13 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergTask Wir betrachten den Begriff Task vorerst als Synonym zum Begriff Prozeß.

14 Vorlesung: 14 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergThread Ein Thread ist ein Teil eines Prozesses. Wichtig ist also die logische Abhängigkeit von dem Vater-Prozeß (Parent). Beispiel: Autokorrektur, Rechtschreibprüfung bei Text-verarbeitungs-systemen.

15 Vorlesung: 15 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergProzeßzustände Ein Prozeß kann in einem Rechensystem von Eintritt bis zum Austritt mehrere Zustände annehmen: N Nicht Aktiv B Bereit R Rech- nend N Nicht Aktiv W War- tend BlockierenDeblockierenAufgeben ZuordnenBeendenStarten

16 Vorlesung: 16 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Multitasking MT Die (quasi-)parallele Abarbeitung von Prozessen. „Echt“, wenn mehrere Prozessoren vorhanden sind. Es gibt die im folgenden aufgeführten verschiedenen Formen:

17 Vorlesung: 17 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg kooperatives MT Die Zuteilung bzw. Freigabe von Betriebsmitteln wie z.B. Rechenleistung (CPU) muß durch die Anwendungsprogramme selbst erfolgen (Beispiel: Windows 3.x)

18 Vorlesung: 18 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg preemptives MT - Die Zuteilung bzw. Freigabe von Betriebsmitteln wie z.B. Rechenleistung (CPU) erfolgt durch eine zentrale Instanz des BS. Diese wird als “Scheduler” bezeichnet. (Beispiel: UNIX, Windows NT, Windows 95...) Weiterhin kann beim preemptiven MT zwischen den folgenden Formen unterschieden werden: - echtzeitfähig - nicht echtzeitfähig

19 Vorlesung: 19 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergProtokoll Ein Protokoll ist die Summe aller Regeln, die zum Datenaustausch zwischen zwei Kommunikations-partnern eingehalten werden müssen. (Beispiel: TCP/IP)

20 Vorlesung: 20 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergGUI Graphical User Interface Eine grafische Benutzungsschnittstelle (Beispiel: Windows 95).

21 Vorlesung: 21 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Eigenschaften UNIX-Betriebssysteme - Mehrbenutzer, Mehrprozeßsystem (Multiuser, Multitasking) - Zeitscheibenverfahren (Time-Sharing) - Geräteunabhängiges, hierarchisches Dateisystem ohne spezielle Zugriffsmethoden - Auf allen Computerklassen einsetzbar, da leicht portierbar - Kleiner Kern mit nach Bedarf integrierbaren Gerätesteuerprogrammen - Umfangreiche, standardmäßige Dienstprogramme - Besondere Unterstützung der Softwareentwicklung und der meisten gängigen Programmiersprachen (Schwerpunkt C, C++)

22 Vorlesung: 22 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Aufgaben des BS-Kernels Der Kern hat folgende Hauptaufgaben: - Verwaltung der Prozesse - Verwaltung der Ressourcen (CPU, RAM, Peripherie) - Bereitstellung von Systemfunktionen (E/A-Operationen, Prozeßsteuerung, Kommunikation etc.) - Handhabung von Unterbrechungen und Ausnahmebedingungen (Hardware-Interrupts, Fehler etc.)

23 Vorlesung: 23 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergScheduling Die Prozeßauswahl und Zuteilung der CPU-Zeit erfolgt durch einen Prozeß des Kerns, den sogenannten Scheduler. Der Scheduler wird immer aktiv, sobald ein Prozeß einen Systemaufruf tätigt oder eine Ereignismeldung der Hardware auftritt (z.B. Ein-, Ausgabe beendet, Zeitintervall abgelaufen). Dann wird aufgrund der Priorität der bereiten Prozesse und des aktiven Prozesses über die Neuvergabe der CPU entschieden. Die Priorität wird regelmäßig anhand der verbrauchten CPU-Zeit, Prozeßgröße und Wartezeit neu berechnet. Es gibt viele verschiedene Scheduler-Algorithmen und verschiedene Strategien.

24 Vorlesung: 24 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. Hellberg Demand Paging Bei virtuellen Systemen braucht ein Programm eines aktiven Prozesses nicht vollständig im Hauptspeicher vorzuliegen. Ein externer Plattenspeicher dient als sogenannter virtueller Speicher (paging area). Der virtuelle und der physikalische Speicher werden in Seiten (engl.: pages; 1-4 KB) eingeteilt und je nach Bedarf (engl.: demand) werden Seiten ein- und ausgelagert.

25 Vorlesung: 25 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergSwapping Ist der Speicherplatz trotz Paging nicht ausreichend, oder werden zu oft Seiten ein- und ausgelagert, können ganze Prozesse auf einen externen Speicher (swap area) ausgelagert werden. Dies wird vom Prozeß 0 (swapper) durchgeführt, der beim Systemstart erzeugt wird.

26 Vorlesung: 26 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergTreiber Prozeß, der alle zum Betreiben eines Gerätes notwendigen Handlungen enthält (Dienstleistungsprozeß).

27 Vorlesung: 27 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergENDE Fragen?

28 Vorlesung: 28 Betriebssysteme / Netze I 2011 Prof. Dr. G. HellbergGliederung Tannenbaum, Andrew, Moderne Betriebssysteme M. Weber, Foliensatz Universität Ulm Microsoft Whitepapers Diverse Quellen Internet (Wikipedia)


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