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Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung.

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Präsentation zum Thema: "Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung."—  Präsentation transkript:

1 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Dr. Christian Muschwitz Dr. Christian MuschwitzGrundlagen räumliche Planung und Entwicklung

2 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung – Inhalte im Semester

3 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Dr. Christian Muschwitz Dr. Christian MuschwitzGrundlagen räumliche Planung und Entwicklung 11 Kommunale Bauleitplanung - FNP Planungshoheit!

4 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Raumplanung in Deutschland heute 1. Die vorbereitende Bauleitplanung Flächennutzungsplan FNP Die vorbereitende Bauleitplanung Flächennutzungsplan FNP 2. Historischer Hintergrund Bauleitplanung 0.

5 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Historischer Hintergrund Bauleitplanung 0.

6 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Industrialisierung: Landflucht, Ausbau der Industrie, Wohnquartiere und Verkehrswege Exponentielle Steigerung gegen Mitte des 19.Jh., Landflucht u. Stadtwachstum wurden als gegeben und als nicht beeinflussbar angesehen. London 1851 Quelle: Benevolo 1991 Die industrielle Revolution

7 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung In Deutschland stieg die Bevölkerung zwischen 1800 und 1850 von 23 Millionen auf 34 Millionen an... und bis 1900 auf 60 Millionen !! In Deutschland stieg die Bevölkerung zwischen 1800 und 1850 von 23 Millionen auf 34 Millionen an... und bis 1900 auf 60 Millionen !! Die industrielle Revolution sprengt die Städte...

8 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Die industrielle Revolution sprengt die Städte... Noch um 1900 gibt es in Berlin Wohnungen, in denen sechs und mehr Personen in einem Zimmer hausen. Selbst in solchen Wohnungen wurden noch Betten auf Zeit an sog. Schlafgänger vermietet. (SCHMID: Fragen an die Geschichte, Band 3, S. 211) Noch um 1900 gibt es in Berlin Wohnungen, in denen sechs und mehr Personen in einem Zimmer hausen. Selbst in solchen Wohnungen wurden noch Betten auf Zeit an sog. Schlafgänger vermietet. (SCHMID: Fragen an die Geschichte, Band 3, S. 211)

9 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Die Geschichte der Bauleitplanung beginnt …mit einem preußischen Erlaß von 1855: Regelt das Aufstellen von städtischen Bauplänen befasst sich lediglich mit Bebauungspläne für größere Gebiete Initiative für die Planaufstellung lag bei der Polizeibehörde der Gemeinde, jedoch sollten die Kommunalbehörden „gleichmäßig mitwirken“ Die ersten wirklich umfassenden Schritte …sind das Badische Fluchtliniengesetz von 1868 als erstem deutschen Fluchtliniengesetz und das Preußischen Fluchtliniengesetz von Die Geschichte der Bauleitplanung beginnt …mit einem preußischen Erlaß von 1855: Regelt das Aufstellen von städtischen Bauplänen befasst sich lediglich mit Bebauungspläne für größere Gebiete Initiative für die Planaufstellung lag bei der Polizeibehörde der Gemeinde, jedoch sollten die Kommunalbehörden „gleichmäßig mitwirken“ Die ersten wirklich umfassenden Schritte …sind das Badische Fluchtliniengesetz von 1868 als erstem deutschen Fluchtliniengesetz und das Preußischen Fluchtliniengesetz von

10 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Fluchtlinienpläne... Festlegungen zur Straßenführung. Planungskompetenz bei der staatlichen Baupolizei. Örtliche Polizeibehörde stellte die Pläne auf, sie mussten königlich genehmigt werden. Die Gemeinde durfte „mitwirken“... Offenlegungsfrist: acht Tage Betroffene haben die Möglichkeit für Einwendungen innerhalb von vier Wochen. Anschließend Entscheidung der Bezirksregierung über den Plan. Gab es während des Verfahrens keine Einigung zwischen der Gemeinde und der Polizeibehörde entschied die Bezirksregierung vorher und führte dann die Offenlegung durch. Fluchtlinienpläne... Festlegungen zur Straßenführung. Planungskompetenz bei der staatlichen Baupolizei. Örtliche Polizeibehörde stellte die Pläne auf, sie mussten königlich genehmigt werden. Die Gemeinde durfte „mitwirken“... Offenlegungsfrist: acht Tage Betroffene haben die Möglichkeit für Einwendungen innerhalb von vier Wochen. Anschließend Entscheidung der Bezirksregierung über den Plan. Gab es während des Verfahrens keine Einigung zwischen der Gemeinde und der Polizeibehörde entschied die Bezirksregierung vorher und führte dann die Offenlegung durch.

11 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Ausschnitt aus dem Fluchtlinienplan für die Stadt Hanau Philippsruher Allee 1909

12 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Fluchtlinienplan Nr. 482 der Stadt Moers von 1949

13 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 1906 Per Verfügung von 1906 (Ergänzung zum Fluchtliniengesetz) wurde die Abstimmung mit den Nachbargemeinden eingeführt. Hintergrund: Die wachsenden Städte (Ruhrgebiet) gerieten aneinander. Die zuständigen Kommunal- und Polizeibehörden sollten bei Bauzonen und Straßenführungen abstimmen Ebenfalls 1906: Verfügung durch d. Minister für öffentliche Arbeit in der allgemeine Bebauungspläne eingeführten wurden. Dieser Vorgänger des heutigen Flächennutzungsplans war ein behördeninterner, unverbindlicher Vorentwurf für spätere Bebauungs- und Fluchtlinienpläne. Bei diesen Plänen gab es keine Abstimmung mit Eigentümern und Behörden sollte eine ministerielle Verfügung den Interessenausgleich zwischen Gemeinde und Betroffenen fördern. Über die Offenlage sollen hinaus betroffene Eigentümer informiert werden Per Verfügung von 1906 (Ergänzung zum Fluchtliniengesetz) wurde die Abstimmung mit den Nachbargemeinden eingeführt. Hintergrund: Die wachsenden Städte (Ruhrgebiet) gerieten aneinander. Die zuständigen Kommunal- und Polizeibehörden sollten bei Bauzonen und Straßenführungen abstimmen Ebenfalls 1906: Verfügung durch d. Minister für öffentliche Arbeit in der allgemeine Bebauungspläne eingeführten wurden. Dieser Vorgänger des heutigen Flächennutzungsplans war ein behördeninterner, unverbindlicher Vorentwurf für spätere Bebauungs- und Fluchtlinienpläne. Bei diesen Plänen gab es keine Abstimmung mit Eigentümern und Behörden sollte eine ministerielle Verfügung den Interessenausgleich zwischen Gemeinde und Betroffenen fördern. Über die Offenlage sollen hinaus betroffene Eigentümer informiert werden.

14 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Nach II. WK: Bauleitplanung f.d. Wiederaufbau Nach Umorganisation Fluchtlinienpläne nun in der Hand der Großstädte und Kreise Länder erlassen Aufbaugesetze nach dem sog. Lemgoer Entwurf. Sie regelten das Festsetzen von Aufbaugebieten > Gemeinden als Pflichtaufgabe Zum ersten Mal war die Zuständigkeit für die Planung allein bei der Gemeinde. Allerdings bedurften die Planungen der Zustimmung der übergeordneten Behörde. Auch hier wurde wieder in verbindliche und vorbereitende Bauleitplanung unterteilt. Nach II. WK: Bauleitplanung f.d. Wiederaufbau Nach Umorganisation Fluchtlinienpläne nun in der Hand der Großstädte und Kreise Länder erlassen Aufbaugesetze nach dem sog. Lemgoer Entwurf. Sie regelten das Festsetzen von Aufbaugebieten > Gemeinden als Pflichtaufgabe Zum ersten Mal war die Zuständigkeit für die Planung allein bei der Gemeinde. Allerdings bedurften die Planungen der Zustimmung der übergeordneten Behörde. Auch hier wurde wieder in verbindliche und vorbereitende Bauleitplanung unterteilt.

15 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Nach II. WK Bauleitplanung f.d. Wiederaufbau Neben den verbindlichen Durchführungsplänen der Aufbaugebiete > den vorbereitenden Leitplan für das gesamte Stadtgebiet. Leitplan und Durchführungsplan mussten für vier Wochen offengelegt werden. Zum ersten Mal eine Beteiligung schon in der vorbereitenden Bauleitplanung! Leitplan musste v. zuständigen Fachminister genehmigt werden Erklärung zum Aufbaugebiet v. d. zuständigen obersten Landesbehörde (nach 1952 von der höheren Verwaltungsbehörde) Nach II. WK Bauleitplanung f.d. Wiederaufbau Neben den verbindlichen Durchführungsplänen der Aufbaugebiete > den vorbereitenden Leitplan für das gesamte Stadtgebiet. Leitplan und Durchführungsplan mussten für vier Wochen offengelegt werden. Zum ersten Mal eine Beteiligung schon in der vorbereitenden Bauleitplanung! Leitplan musste v. zuständigen Fachminister genehmigt werden Erklärung zum Aufbaugebiet v. d. zuständigen obersten Landesbehörde (nach 1952 von der höheren Verwaltungsbehörde)

16 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Nach II. WK Bauleitplanung f.d. Wiederaufbau Neben den Gemeinden, welche die Planung nach dem Aufbaugesetz durchführten, gab es Wohnsiedlungsgemeinden, die Wirtschaftspläne und Fluchtlinienpläne nach dem Wohnsiedlungsgesetz von 1946 aufstellten, sowie Gemeinden, die nach dem preußischen Fluchtliniengesetz Flächennutzungs- bzw. Aufteilungspläne und Fluchtlinienpläne aufstellten. Nach II. WK Bauleitplanung f.d. Wiederaufbau Neben den Gemeinden, welche die Planung nach dem Aufbaugesetz durchführten, gab es Wohnsiedlungsgemeinden, die Wirtschaftspläne und Fluchtlinienpläne nach dem Wohnsiedlungsgesetz von 1946 aufstellten, sowie Gemeinden, die nach dem preußischen Fluchtliniengesetz Flächennutzungs- bzw. Aufteilungspläne und Fluchtlinienpläne aufstellten.

17 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Raumplanung in Deutschland heute 1.

18 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Ebenen der Raumplanung - Gegenstromprinzip Gesetzgeber sieht verschiedene Planungsebenen vor. Aufgaben, Maßstäbe und mögliche Aussagetiefe dabei unterschiedlich. Hierarchisches Prinzip: die untergeordnete Planung darf der übergeordneten nicht widersprechen......gleichzeitig sind die Belange der untergeordneten Ebenen bei der Aufstellung der übergeordneten Pläne und Programme zu berücksichtigen (sog. "Gegenstromprinzip"). Planungsträger– in hierarchischer Ordnung – der Bund, ein Bundesland, Regierungsbezirke, Landkreise bzw. kreisfreie Städte und Gemeinden. Ebenen der Raumplanung - Gegenstromprinzip Gesetzgeber sieht verschiedene Planungsebenen vor. Aufgaben, Maßstäbe und mögliche Aussagetiefe dabei unterschiedlich. Hierarchisches Prinzip: die untergeordnete Planung darf der übergeordneten nicht widersprechen......gleichzeitig sind die Belange der untergeordneten Ebenen bei der Aufstellung der übergeordneten Pläne und Programme zu berücksichtigen (sog. "Gegenstromprinzip"). Planungsträger– in hierarchischer Ordnung – der Bund, ein Bundesland, Regierungsbezirke, Landkreise bzw. kreisfreie Städte und Gemeinden.

19 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Förmliche, auf gesetzlichen Regelungen basierende Instrumente der räumlichen Planung: 1.Auf der Ebene des Bundes: Raumordnungspolitischer Orientierungsrahmen, Raumordnungsbericht 2.Auf der Ebene der Länder: Landesentwicklungsprogramm, Landesentwicklungsplan 3.Auf der Ebene der Regierungsbezirke (oder mehrerer Kreise): Regionalplan oder Gebietsentwicklungsplan in NRW 4.Auf kommunaler Ebene: Flächennutzungsplan, Bebauungsplan Hinzu kommt auf europäischer Ebene das Europäische Raumentwicklungskonzept (EUREK) Förmliche, auf gesetzlichen Regelungen basierende Instrumente der räumlichen Planung: 1.Auf der Ebene des Bundes: Raumordnungspolitischer Orientierungsrahmen, Raumordnungsbericht 2.Auf der Ebene der Länder: Landesentwicklungsprogramm, Landesentwicklungsplan 3.Auf der Ebene der Regierungsbezirke (oder mehrerer Kreise): Regionalplan oder Gebietsentwicklungsplan in NRW 4.Auf kommunaler Ebene: Flächennutzungsplan, Bebauungsplan Hinzu kommt auf europäischer Ebene das Europäische Raumentwicklungskonzept (EUREK)

20 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Systematik der Raumplanung Raumbedeutsame Planungen Fachplanungen Gesamtplanungen Raumordnung Bauleitplanung Bebauungs -planung Flächen- nutzungs- planung Bundes- raumordnung Landes- planung Regional- planung

21 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Engeres Rechtssystem der Raumplanung Fachplanungsrecht (z.B. FStrG, StrWG, AEG, BBergG, etc.) Raumordnung = BauROG (Bau- und Raumordnungsgesetz) Landesplanungsgesetze Bauleitplanung = BauGB (Baugesetzbuch), und die auf Grundlage des BauGB erlassenen Verordnungen BauNVO (Baunutzungsverordnung), WertV (Wertermittlungsverordnung), PlanZV (Planzeichenverordnung) Bauordnungen der Länder = LBO RLP, BauO NW etc. Von der Bauleitplanung berührte oder betroffene Rechtsmaterien: UVPG, WHG, BNatschG, BImschG, FFH-RL, VwVfG etc. Engeres Rechtssystem der Raumplanung Fachplanungsrecht (z.B. FStrG, StrWG, AEG, BBergG, etc.) Raumordnung = BauROG (Bau- und Raumordnungsgesetz) Landesplanungsgesetze Bauleitplanung = BauGB (Baugesetzbuch), und die auf Grundlage des BauGB erlassenen Verordnungen BauNVO (Baunutzungsverordnung), WertV (Wertermittlungsverordnung), PlanZV (Planzeichenverordnung) Bauordnungen der Länder = LBO RLP, BauO NW etc. Von der Bauleitplanung berührte oder betroffene Rechtsmaterien: UVPG, WHG, BNatschG, BImschG, FFH-RL, VwVfG etc.

22 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Die vorbereitende Bauleitplanung Flächennutzungsplan FNP Die vorbereitende Bauleitplanung Flächennutzungsplan FNP 2.

23 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Art. 28 Abs. 2 GG: „Den Gemeinden muss das Recht gewährleistet sein... Hoheitsrechte (Finanz-, Planungs-, Organisations- Satzungs-, Personalhoheit) Institutionelle Garantie der kommunalen Selbstverwaltung Subjektive Abwehrrechte...alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln.“ Art. 28 Abs. 2 GG: „Den Gemeinden muss das Recht gewährleistet sein... Hoheitsrechte (Finanz-, Planungs-, Organisations- Satzungs-, Personalhoheit) Institutionelle Garantie der kommunalen Selbstverwaltung Subjektive Abwehrrechte...alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln.“

24 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Bauleitplanung Entwicklungs- und Ordnungsauftrag der Bauleitplanung......Angebotsplanung...Auffangplanung...Entwicklungsplanung Zweistufigkeit der Bauleitplanung... FlächennutzungsplanungBebauungsplanung Planungsrecht und Planungspflicht der Gemeinde Grundsätzlich: §§ 1 I/III, 2 I 1 BauGB Planungskompetenz der Gemeinden aber... staatliche Genehmigungsbefugnisse bzgl. der kommunalen Bauleitplanung (FNP und nicht FNP basierte B-Pläne) Verbindlichkeit der Ziele der Raumordnung und Landesplanung (§1 IV BauGB) Bauleitplanung Entwicklungs- und Ordnungsauftrag der Bauleitplanung......Angebotsplanung...Auffangplanung...Entwicklungsplanung Zweistufigkeit der Bauleitplanung... FlächennutzungsplanungBebauungsplanung Planungsrecht und Planungspflicht der Gemeinde Grundsätzlich: §§ 1 I/III, 2 I 1 BauGB Planungskompetenz der Gemeinden aber... staatliche Genehmigungsbefugnisse bzgl. der kommunalen Bauleitplanung (FNP und nicht FNP basierte B-Pläne) Verbindlichkeit der Ziele der Raumordnung und Landesplanung (§1 IV BauGB)

25 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Zweistufige Bauleitplanung D.h. heute sind nach dem Baugesetzbuch (BauGB) die Gemeinden berechtigt und verpflichtet, Bauleitpläne aufzustellen. Es gibt zwei Arten von Bauleitplänen, vorbereitende und verbindliche: Der Flächennutzungsplan, der das gesamte Gemeindegebiet umfasst, für den Bürger aber noch keine verbindlichen Festsetzungen trifft. Der Bebauungsplan, der aus dem Flächennutzungsplan entwickelt wird und sich auf Teile des Gemeindegebiets beschränkt. Er enthält für die Bürger und die Baubehörden verbindliche Festsetzungen und regelt, wie die Grundstücke bebaut werden können. Zweistufige Bauleitplanung D.h. heute sind nach dem Baugesetzbuch (BauGB) die Gemeinden berechtigt und verpflichtet, Bauleitpläne aufzustellen. Es gibt zwei Arten von Bauleitplänen, vorbereitende und verbindliche: Der Flächennutzungsplan, der das gesamte Gemeindegebiet umfasst, für den Bürger aber noch keine verbindlichen Festsetzungen trifft. Der Bebauungsplan, der aus dem Flächennutzungsplan entwickelt wird und sich auf Teile des Gemeindegebiets beschränkt. Er enthält für die Bürger und die Baubehörden verbindliche Festsetzungen und regelt, wie die Grundstücke bebaut werden können.

26 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Initiierung, Rechtsanspruch, Entwurf Die Initiative zur Aufstellung eines Bauleitplans geht von der Bürgerschaft, der Verwaltung oder von der Politik (Rat, Ausschuß, Bezirksvertretung) aus. Ein Anspruch auf Aufstellung von Bauleitplänen besteht nicht. Die Verwaltung prüft die Erforderlichkeit und beschließt diese im Bedarfsfall mit dem Aufstellungsbeschluß (§2 Abs.1 BauGB). Daraufhin werden vom zuständigen Amt (z.B. Planungsamt, Bauamt o.ä.) Lösungsvorschläge/Vorentwürfe erarbeitet. Initiierung, Rechtsanspruch, Entwurf Die Initiative zur Aufstellung eines Bauleitplans geht von der Bürgerschaft, der Verwaltung oder von der Politik (Rat, Ausschuß, Bezirksvertretung) aus. Ein Anspruch auf Aufstellung von Bauleitplänen besteht nicht. Die Verwaltung prüft die Erforderlichkeit und beschließt diese im Bedarfsfall mit dem Aufstellungsbeschluß (§2 Abs.1 BauGB). Daraufhin werden vom zuständigen Amt (z.B. Planungsamt, Bauamt o.ä.) Lösungsvorschläge/Vorentwürfe erarbeitet.

27 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Verankerung im Baugesetzbuch (BauGB)BauGBBaugesetzbuch In der Fassung der Bekanntmachung vom (BGBl. I S. 2414) Zuletzt geändert durch Gesetz vom (BGBl. I S. 1224) m.W.v Kapitel Allgemeines Städtebaurecht (§§ c) 1. Teil Bauleitplanung (§§ ) 2. Abschnitt Vorbereitender Bauleitplan (Flächennutzungsplan) (§§ 5 - 7) § 5 (Inhalt des Flächennutzungsplans) § 6 (Genehmigung des Flächennutzungsplans) § 7 (Anpassung an den Flächennutzungsplan) Verankerung im Baugesetzbuch (BauGB)BauGBBaugesetzbuch In der Fassung der Bekanntmachung vom (BGBl. I S. 2414) Zuletzt geändert durch Gesetz vom (BGBl. I S. 1224) m.W.v Kapitel Allgemeines Städtebaurecht (§§ c) 1. Teil Bauleitplanung (§§ ) 2. Abschnitt Vorbereitender Bauleitplan (Flächennutzungsplan) (§§ 5 - 7) § 5 (Inhalt des Flächennutzungsplans) § 6 (Genehmigung des Flächennutzungsplans) § 7 (Anpassung an den Flächennutzungsplan)

28 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Der Flächennutzungsplan heute......ist ein „formeller“ Plan, er ist abschließend in § 5 BauGB geregelt. geregelt....stellt die beabsichtigte Planung für das gesamte Gemeindegebiet dar....ist lediglich behördenverbindlich – für Bürger i.d.R. keine Verbindlichkeit. Der Flächennutzungsplan heute......ist ein „formeller“ Plan, er ist abschließend in § 5 BauGB geregelt. geregelt....stellt die beabsichtigte Planung für das gesamte Gemeindegebiet dar....ist lediglich behördenverbindlich – für Bürger i.d.R. keine Verbindlichkeit.

29 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Der Flächennutzungsplan heute......ist im Gegenstromprinzip mit der Raumordnung, Landes- und Regional- planung abzustimmen. planung abzustimmen....aus ihm sind die sog. Bebauungspläne (verbindliche Bauleitplanung) zu entwickeln, er liefert die Grundlage (i.d.R. kein B-Plan ohne FNP). entwickeln, er liefert die Grundlage (i.d.R. kein B-Plan ohne FNP)....er sollte etwa alle Jahre erneuert werden. Der Flächennutzungsplan heute......ist im Gegenstromprinzip mit der Raumordnung, Landes- und Regional- planung abzustimmen. planung abzustimmen....aus ihm sind die sog. Bebauungspläne (verbindliche Bauleitplanung) zu entwickeln, er liefert die Grundlage (i.d.R. kein B-Plan ohne FNP). entwickeln, er liefert die Grundlage (i.d.R. kein B-Plan ohne FNP)....er sollte etwa alle Jahre erneuert werden.

30 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Der Flächennutzungsplan heute trifft keine parzellenscharfen Aussagen zu einzelnen Grundstücken, sondern stellt die Bodennutzungen nur flächenhaft dar. sondern stellt die Bodennutzungen nur flächenhaft dar....besitzt einen Erläuterungsbericht, in dem die Plandarstellungen im einzelnen erläutert werden....und sein Erläuterungsbericht können von jedermann eingesehen werden. Der Flächennutzungsplan heute trifft keine parzellenscharfen Aussagen zu einzelnen Grundstücken, sondern stellt die Bodennutzungen nur flächenhaft dar. sondern stellt die Bodennutzungen nur flächenhaft dar....besitzt einen Erläuterungsbericht, in dem die Plandarstellungen im einzelnen erläutert werden....und sein Erläuterungsbericht können von jedermann eingesehen werden.

31 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Der Flächennutzungsplan heute......im Aufstellungsverfahren werden sowohl die Bürger als auch Behörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt. und Träger öffentlicher Belange beteiligt....kann erst in Kraft gesetzt werden, nachdem er von der zuständigen Behörde genehmigt worden ist. Behörde genehmigt worden ist....seine Darstellungen sind abschließend in der Planzeichenverordnung geregelt. geregelt. 5. Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts (Planzeichenverordnung PlanzV 90) vom 18. Dezember 1990 Der Flächennutzungsplan heute......im Aufstellungsverfahren werden sowohl die Bürger als auch Behörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt. und Träger öffentlicher Belange beteiligt....kann erst in Kraft gesetzt werden, nachdem er von der zuständigen Behörde genehmigt worden ist. Behörde genehmigt worden ist....seine Darstellungen sind abschließend in der Planzeichenverordnung geregelt. geregelt. 5. Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts (Planzeichenverordnung PlanzV 90) vom 18. Dezember 1990

32 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die für die Bebauung vorgesehenen Flächen nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung (Bauflächen)die für die Bebauung vorgesehenen Flächen nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung (Bauflächen) nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung (Baugebiete)nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung (Baugebiete) sowie nach dem allgemeinen Maß der baulichen Nutzungsowie nach dem allgemeinen Maß der baulichen Nutzung Bauflächen, für die eine zentrale Abwasserbeseitigung nicht vorgesehen ist, sind zu kennzeichnenBauflächen, für die eine zentrale Abwasserbeseitigung nicht vorgesehen ist, sind zu kennzeichnen BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die für die Bebauung vorgesehenen Flächen nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung (Bauflächen)die für die Bebauung vorgesehenen Flächen nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung (Bauflächen) nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung (Baugebiete)nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung (Baugebiete) sowie nach dem allgemeinen Maß der baulichen Nutzungsowie nach dem allgemeinen Maß der baulichen Nutzung Bauflächen, für die eine zentrale Abwasserbeseitigung nicht vorgesehen ist, sind zu kennzeichnenBauflächen, für die eine zentrale Abwasserbeseitigung nicht vorgesehen ist, sind zu kennzeichnen Darstellungen im FNP

33 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Darstellungen im FNP 1.1 Wohnbaufläche (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 BauNVO) Kleinsiedlungsgebiete (§ 2 BauNVO) Reine Wohngebiete (§ 3 BauNVO) Allgemeine Wohngebiete (§ 4 BauNVO) Besondere Wohngebiete (§ 4a BauNVO) 1. Art der baulichen Nutzung (§ 5 Abs. 2 Nr. 1, § 9 Abs.1 Nr. 1 des Baugesetzbuchs - BauGB - §§ 1 bis 11 der Baunutzungsverordnung - BauNVO -)

34 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 1.2 Gemischte Bauflächen (§ 1 Abs. 1 Nr. 2 BauNVO) Dorfgebiete (§ 5 BauNVO) Mischgebiete (§ 6 BauNVO) Kerngebiete (§ 7 BauNVO) 1.3 Gewerbliche Bauflächen (§ 1 Abs. 1 Nr. 3 BauNVO) Gewerbegebiete (§ 8 BauNVO) Industriegebiete (§ 9 BauNVO) Darstellungen im FNP 1. Art der baulichen Nutzung (§ 5 Abs. 2 Nr. 1, § 9 Abs.1 Nr. 1 des Baugesetzbuchs - BauGB - §§ 1 bis 11 der Baunutzungsverordnung - BauNVO -)

35 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 1. Art der baulichen Nutzung (§ 5 Abs. 2 Nr. 1, § 9 Abs.1 Nr. 1 des Baugesetzbuchs - BauGB - §§ 1 bis 11 der Baunutzungsverordnung - BauNVO -) 1.4 Sonderbauflächen (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 BauNVO) Sondergebiete die der Erholung dienen (§ 10 BauNVO) z.B.: Wochenendhausgebiete Sonstige Sondergebiete (§ 11 BauNVO) z.B.: Klinikgebiete Darstellungen im FNP

36 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 2. Maß der baulichen Nutzung (§ 5 (2) Nr. 1, § 9 (1) Nr. 1 BauGB, § 16 BauNVO) Darstellungen im FNP

37 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die Ausstattung des Gemeindegebiets mit Einrichtungen und Anlagen zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des öffentlichen und privaten Bereichs, insbesondere mit den der Allgemeinheit dienenden baulichen Anlagen und Einrichtungen des Gemeinbedarfs, wie mit Schulen und Kirchen sowie mit sonstigen kirchlichen und mit sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Zwecken dienenden Gebäuden und Einrichtungen, sowie die Flächen für Sport- und Spielanlagen BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die Ausstattung des Gemeindegebiets mit Einrichtungen und Anlagen zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des öffentlichen und privaten Bereichs, insbesondere mit den der Allgemeinheit dienenden baulichen Anlagen und Einrichtungen des Gemeinbedarfs, wie mit Schulen und Kirchen sowie mit sonstigen kirchlichen und mit sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Zwecken dienenden Gebäuden und Einrichtungen, sowie die Flächen für Sport- und Spielanlagen Darstellungen im FNP

38 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 4.1 Flächen für Gemeinbedarf 4. Einrichtungen und Anlagen zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des öffentlichen und privaten Bereichs, Flächen für den Gemeinbedarf, Flächen für Sport- und Spielanlagen (§ 5 Abs.2 Nr. 2 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 5 und Abs. 6 BauGB) Einrichtungen und Anlagen 4.1 Flächen für Sport und Spielanlagen Darstellungen im FNP

39 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die Flächen für den überörtlichen Verkehr und für die örtlichen Hauptverkehrszüge; die Flächen für Versorgungsanlagen, für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung, für Ablagerungen sowie für Hauptversorgungs- und Hauptabwasserleitungen; die Grünflächen, wie Parkanlagen, Dauerkleingärten, Sport-, Spiel-, Zelt- und Badeplätze, Friedhöfe; die Flächen für Nutzungsbeschränkungen oder für Vorkehrungen zum Schutz gegen schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes- Immissionsschutzgesetzes; BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die Flächen für den überörtlichen Verkehr und für die örtlichen Hauptverkehrszüge; die Flächen für Versorgungsanlagen, für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung, für Ablagerungen sowie für Hauptversorgungs- und Hauptabwasserleitungen; die Grünflächen, wie Parkanlagen, Dauerkleingärten, Sport-, Spiel-, Zelt- und Badeplätze, Friedhöfe; die Flächen für Nutzungsbeschränkungen oder für Vorkehrungen zum Schutz gegen schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes- Immissionsschutzgesetzes; Darstellungen im FNP

40 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 5. Flächen für den überörtlichen Verkehr und die örtlichen Hauptverkehrszüge (§ 5 Abs.2 Nr. 3 und Abs. 4 BauGB) 5.1 Straßenverkehr 5.11 Autobahnen und autobahnähnliche Straßen Sonstige überörtliche und örtliche Hauptverkehrsstraßen Ruhender Verkehr 5.2 Bahnen Bahnanlagen Straßenbahnen Seilbahnen 5.3 Überörtliche Wege und örtliche Hauptwege z.B. Hauptwanderwege 5.4 Umgrenzung der Flächen für den Luftverkehr Zweckbestimmung: Flughafen Segelfluggelände Darstellungen im FNP

41 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 6. Verkehrsflächen (§ 9 Abs.1 Nr. 11 und Abs. 6 BauGB) 6.1 Straßenverkehrsflächen 6.2 Straßenbegrenzungslinie auch gegenüber Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung Zweckbestimmung: Öffentliche Parkfläche Fußgängerbereich Verkehrsberuhigter Bereich 6.4 Ein- bzw. Ausfahrten und Anschluss anderer Flächen an die Verkehrsflächen z.B. Einfahrt z.B. Einfahrtsbereich z.B. Bereich ohne Ein- und Ausfahrt 6.3 Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung Darstellungen im FNP

42 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 7. Flächen für Versorgungsanlagen, für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung sowie für Ablagerungen (§ 5 Abs.2 Nr. 4 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 12, 14 und Abs. 6 BauGB) Im Bebauungsplan kann die farbige Flächensignatur auch als Randsignatur verwendet werden. Zweckbestimmung: Die vorstehenden Zeichen können bei Bedarf durch Buchstaben ergänzt werden. Im Flächennutzungsplan können die vorstehenden Zeichen zur Kennzeichnung der Lage auch ohne Flächendarstellung verwendet werden. Darstellungen im FNP

43 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 9. Grünflächen (§ 5 Abs.2 Nr. 5 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 15 und Abs. 6 BauGB) oberirdisch unterirdisch Die Art der Leitungen soll näher bezeichnet werden. 8. Hauptversorgungs- und Hauptabwasserleitungen (§ 5 Abs.2 Nr. 4 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 13 und Abs. 6 BauGB) Im Bebauungsplan sind Grünflächen als öffentliche oder private Grünflächen besonders zu bezeichnen. Im Bebauungsplan kann die Flächensignatur auch als Randsignatur verwendet werden. Zweckbestimmung: Im Flächennutzungsplan können die vorstehenden Zeichen zur Kennzeichnung der Lage auch ohne Flächendarstellung verwendet werden. Darstellungen im FNP

44 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die Wasserflächen, Häfen und die für die Wasserwirtschaft vorgesehenen Flächen sowie die Flächen, die im Interesse des Hochwasserschutzes und der Regelung des Wasserabflusses freizuhalten sind; die Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder für die Gewinnung von Steinen, Erden und anderen Bodenschätzen; die Flächen für die Landwirtschaft und Wald; die Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft. BauGB § 5 Abs. (2) Im Flächennutzungsplan können insbesondere dargestellt werden: die Wasserflächen, Häfen und die für die Wasserwirtschaft vorgesehenen Flächen sowie die Flächen, die im Interesse des Hochwasserschutzes und der Regelung des Wasserabflusses freizuhalten sind; die Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder für die Gewinnung von Steinen, Erden und anderen Bodenschätzen; die Flächen für die Landwirtschaft und Wald; die Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft. Darstellungen im FNP

45 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 10. Wasserflächen und Flächen für die Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und die Regelung des Wasserabflusses (§ 5 Abs.2 Nr. 7 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 16 und Abs. 6 BauGB) 10.1 Wasserflächen Die Flächensignatur kann auch als Randsignatur verwendet werden Zweckbestimmung z.B.: 10.2 Umgrenzung von Flächen für die Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und die Regelung des Wasserabflusses Zweckbestimmung z.B.: Hochwasserrückhaltebecken Überschwemmungsgebiet 10.3 Umgrenzung der Flächen mit wasserrechtlichen Festsetzungen Zweckbestimmung z.B.: Schutzgebiet für Grund- und Quellwassergewinnung Schutzgebiet für Oberflächengewässer Darstellungen im FNP

46 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 11. Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder die Gewinnung von Bodenschätzen (§ 5 Abs.2 Nr. 8 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 17 und Abs. 6 BauGB) 11.1 Flächen für Aufschüttungen 11.2 Flächen für Abgrabungen oder für die Gewinnung von Bodenschätzen Bei kleine Flächen kann die Randsignatur im Flächennutzungsplan entfallen. 12. Flächen für die Landwirtschaft und Wald (§ 5 Abs.2 Nr. 9 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 18 und Abs. 6 BauGB) 12.1 Flächen für die Landwirtschaft 12.1 Flächen für Wald Die Flächensignaturen können auch als Randsignaturen verwendet werden. Zweckbestimmung z.B.: Erholungswald Darstellungen im FNP

47 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 13. Planungen, Nutzungsregelungen, Maßnahmen und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft (§ 5 Abs.2 Nr. 10 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 20, 25 und Abs. 6 BauGB) ) Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft, soweit solche Festsetzungen nicht nach anderen Vorschriften getroffen werden können (§ 9 Abs. 1 Nr. 20 und Abs. 6 BauGB) 13.1 Umgrenzung von Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft (§ 5 Abs. 2 Nr. 10 und Abs. 4 § 9 Abs. 1 Nr. 20 und Abs. 6 BauGB) Im Bebauungsplan sind die Maßnahmen näher zu bestimmen. Darstellungen im FNP

48 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 13. Planungen, Nutzungsregelungen, Maßnahmen und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft (§ 5 Abs.2 Nr. 10 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 20, 25 und Abs. 6 BauGB) ) 13.2 Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen und für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie von Gewässern (§ 9 Abs. 1 Nr. 25 und Abs. 6) Bäume Sträucher Sonstige Bepflanzungen Erhaltung: Bäume Sträucher Sonstige Bepflanzungen Anpflanzen: Festsetzungen für Teile baulicher Anlagen sind im Bebauungsplan näher zu bestimmen. Darstellungen im FNP

49 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Umgrenzung von Flächen mit Bindungen für Bepflanzungen und für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie von Gewässern (§ 9 Abs. 1 Nr. 25 Buchstabe b) und Abs. 6 BauGB) Umgrenzung von Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen (§ 9 Abs. 1 Nr. 25 Buchstabe a) und Abs. 6 BauGB) Umgrenzung von Schutzgebieten und Schutzobjekten im Sinne des Naturschutzrechtes (§ 5 Abs.4, § 9 Abs. 6 BauGB) Bei Bedarf sind zur weiteren Unterscheidung der Schutzgebiete und Schutzobjekte Differenzierungen in der Umgrenzungssignatur zulässig. Schutzgebiete und Schutzobjekte: Darstellungen im FNP

50 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung 14.1 Umgrenzung von Erhaltungsbereichen, wenn im Bebauungsplan bezeichnet (§ 172 Abs. 1 BauGB)14.2 Umgrenzung von Gesamtanlagen (Ensembles), die dem Denkmalschutz unterliegen (§ 5 Abs. 4, § 9 Abs. 6 BauGB) 14.3 Einzelanlagen (unbewegliche Kulturdenkmale), die dem Denkmalschutz unterliegen (§ 5 Abs. 4, § 9 Abs. 6 BauGB) 14. Regelungen für die Stadterhaltung und den Denkmalschutz (§ 5 Abs. 4, § 9 Abs. 6, § 172 Abs. 1 BauGB) Darstellungen im FNP

51 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Flächennutzungsplan Stadt Castrop-Rauxel

52 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Detail FNP Arnsberg, Vorrangfläche für Windkraftanlagen

53 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Detail FNP Altenkirchen

54 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Fazit FNP Der FNP muss aufgestellt werden! Er umfasst stets das gesamte Gemeindegebiet Er trifft die großen Weichenstellungen f.d. kommunale Weiterentwicklung er ist allerdings „nur“ behördenverbindlich

55 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung - Prolog

56 Grundlagen der räumlichen Planung & Entwicklung Dr. Christian Muschwitz Stadtplaner, AK NW Fachbereich VI Angewandte Geographie / Raumentwicklung & Landesplanung


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