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BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH - Essen Ein Unternehmen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di © Sigrid Wieja Arbeitszeiten.

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Präsentation zum Thema: "BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH - Essen Ein Unternehmen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di © Sigrid Wieja Arbeitszeiten."—  Präsentation transkript:

1 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH - Essen Ein Unternehmen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di © Sigrid Wieja Arbeitszeiten entwickeln – Dienstpläne gestalten Fortbildung für Betriebsräte bei der AWO Hessen Nord Kassel, 20. bis 22. Oktober 2014 Kassel, 27. bis 29. Oktober 2014

2 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 2 10 – 2014 © Sigrid Wieja Start & Organisation  Begrüßung – Vorstellung  Ablaufplanung und Organisation  Materialien, Ergebnisse und weitere Informationen  Fragestellungen aus den Betrieben  Ausgangslage und aktuelle Problemlagen  Zielsetzung für das Seminar 2

3 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 3 10 – 2014 © Sigrid Wieja Rahmenbedingungen 1  Gesetze, Verordnungen, Rechtsprechung und weitere Regelungen  Arbeitszeitgesetz (ArbZG)  Mutterschutzgesetz (MuSchG)  Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)  Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)  Entgeltfortzahlungsgesetz  Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)  Betriebsvereinbarungen (BV)  Arbeitsverträge (AV)

4 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 4 10 – 2014 © Sigrid Wieja Rahmenbedingungen 2  Spannungsfeld Bedürfnisse der BewohnerInnen Interessen der BeschäftigtenFinanzierung der Leistungen

5 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 5 10 – 2014 © Sigrid Wieja Rahmenbedingungen 3  Der Dienstplanein Dokument  Dienstplanungsgrundsätze und –verfahren  Mitbestimmung durch den BR

6 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 6 10 – 2014 © Sigrid Wieja Analysen im Vorfeld  Personalstruktur und -bedarf  Arbeitsinhalte und -abläufe  Dauer und Lage einzelner Arbeitsschritte  Ausstattung mit Betriebsmitteln, räumliche Arbeitsbedingungen  Leitbilder, eigene Werte und Normen zur Arbeit

7 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 7 10 – 2014 © Sigrid Wieja Entwicklung von Arbeitszeiten  Vor der Gestaltung neuer Arbeitszeiten sollte eine Untersuchung und den hieraus abzuleitenden notwendigen Veränderungen erfolgen:  einfache Arbeitsanalyse  WER macht mit WEM WAS, WANN, WIE OFT und WIE LANGE, WO, WOMIT und WARUM  Reorganisation  Arbeitsinhalte und -abläufe optimieren, personelle Besetzungen anpassen, neue Arbeitszeiten planen 7

8 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 8 10 – 2014 © Sigrid Wieja WER arbeitet mit WEM?  Erstellen einer einfachen Personalstrukturanalyse  Berufliche Qualifikation  sonstige Fähigkeiten/ Fertigkeiten  Alter & Geschlecht  soziales Umfeld  Befristungen  Teilzeitvarianten  individuelle Präferenzen  weitere Entwicklungen 8

9 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen 9 10 – 2014 © Sigrid Wieja Personalbedarf Wie viele Personen mit welcher Qualifikation sind für die Erledigung der Arbeit erforderlich? 9

10 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Mindestbesetzung 1  4 PK à 7,5 Stunden Frühdienst30,0 Stunden  1 PK à 4,0 Stunden Zwischendienst früh 4,0 Stunden  2 PK à 7,5 Stunden Spätdienst15,0 Stunden  1 PK à 4,0 Stunden Zwischendienst spät 4,0 Stunden  1 PK à 9,5 Stunden Nachtdienst 9,5 Stunden 62,5 Stunden  2 PK à 7,5 Stunden Frühdienst15,0 Stunden  1 PK à 4,0 Stunden Zwischendienst früh 4,0 Stunden  2 PK à 7,5 Stunden Spätdienst15,0 Stunden  1 PK à 4,0 Stunden Zwischendienst spät 4,0 Stunden  1 PK à 9,5 Stunden Nachtdienst 9,5 Stunden 47,5 Stunden Mo - Fr Sa + So 10

11 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Mindestbesetzung 2 5 Tage x 62,5 Stunden = 312,5 Stunden 2 Tage x 47,5 Stunden = 95,0 Stunden 407,5 Stunden 39,0 Stunden Mo - Fr Sa + So = 10,4487 Stellen 407,5 Stunden angenommener Ausfall 21 % 100 % – 21 % = 79 % 100 : 79 = 1,265 = Ausfallfaktor 10,4025 Stellen x 1,26 = 13,16 Stellen 11

12 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Ermittlung des Ausfalls 260 Arbeitstage (52 Wochen x 5 Tage) - 12 Feiertage + Vorfesttage in Urlaubstage - 14 Tage Arbeitsunfähigkeit = 205 Arbeitstage = % ist Arbeitszeit = Ausfall = 21,15 %

13 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja WAS gehört zur Arbeit-s-zeit?  die in einer Leistungsbeschreibung festgelegten Aufgaben und/ oder  die in einer Stellenbeschreibung benannten Tätigkeiten,  Zeiten zur Arbeitsplanung und Übergaben  Teamsitzungen, Gremienarbeit, Anleitung und Ausbildung,  Fahrzeiten zwischen den Arbeitsorten  Differenzierung von Haupt-, Neben- und Sonderaufgaben  Erheben von Arbeitsspitzen/ Arbeitsbelastungen 13

14 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja WIE LANGE dauert Arbeit? 14  Zur eigentlichen Arbeitsleistung zählen immer auch sogenannte Verteilzeiten  sachliche Verteilzeiten  persönliche Verteilzeiten  Rüstzeiten zur Vor-/ Nachbereitung eines Arbeitsvorgangs  Eine Erhebung zur Dauer einzelner Tätigkeiten ist dann sinnvoll, wenn die Beschäftigten ihre Arbeit eher intuitiv und höchst routiniert erledigen  

15 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja WANN fallen Arbeiten an?  Wer plant den Verbrauch von Arbeitszeit?  Welche Eckpunkte/ Zeiten werden im Tagesverlauf vorgegeben?  Wann fallen Mehrarbeits-/ Überstunden an?  Gibt es "saisonal" (bestimmte Tage, Wochen, Jahreszeiten) abhängige Arbeiten?  Können bestimmte Arbeiten zu anderen Zeiten erledigt werden? 15

16 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja WO + WOMIT wird gearbeitet?  Wie ist der Arbeitsplatz ausgestattet?  Welche Betriebs-/ Arbeitsmittel stehen zur Verfügung?  Inventarlisten – Standards  Strukturen der Versorgung und Entsorgung  Sind einige Arbeiten an anderen Orten besser zu erledigen? 16

17 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Räumliche Bedingungen 1 17

18 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja 18 WARUM wird gearbeitet?  gesellschaftliche, politische Aspekte  Unternehmensphilosophien – speziell in Krankenhäusern  Leitbilder - Richtlinien  Verfahrensbeschreibungen - Qualitätsmanagement  eigene Normen & Werte, Haltung & Einstellungen

19 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Grundsätze & Konsequenzen  Partizipation & Empowerment zur Erreichung tragfähiger Lösungen  Neue Regeln im Betrieb = Mitbestimmung = Initiativrecht des Betriebsrates  Personelle Maßnahmen  Arbeitsorganisatorische und arbeitstechnische Anpassungen  Veränderungen von Arbeitszeiten

20 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Arbeitszeitregeln  Regelmäßige Arbeitszeit  Vollzeitbeschäftigung  Dienstplanmäßige Arbeitszeit  Betriebsübliche Arbeitszeit  Arbeitsvertraglich vereinbarte Arbeitszeit (Teilzeit)  "Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39,0 Stunden"

21 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Entwicklung einzelner Schichten  Festlegen von Beginn und Ende unterschiedlicher Schichtzeiten =  Dauer der täglichen Arbeitszeit  Höchstgrenzen der täglichen Arbeitszeit gem. §§ 3 und 6.2 ArbZG:  "Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."  "Die werktägliche Arbeitszeit der Nachtarbeitnehmer darf 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden nur verlängert werden, wenn abweichend von § 3 innerhalb von einem Kalendermonat oder innerhalb von 4Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Für Zeiträume, in denen Nachtarbeitnehmer im Sinne des § 2 Abs. 5 Nr. 2 nicht zur Nachtarbeit herangezogen werden, findet § 3 Satz 2 Anwendung."

22 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Wege-, Umkleide- und Rüstzeiten  Wo beginnt die tägliche Arbeitszeit?  Wie viel Zeit muss für Weg-Umkleide- Rüstzeiten eingeplant werden?

23 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja 23 Juni 2014 © Sigrid Wieja Übergabe-/ Besprechungszeiten  Hierfür gibt es keine gesetzlichen Regelungen; aber:  Sicherstellung des Informationsflusses patienten-/ bewohnerbezogener Daten auch außerhalb der Dokumentation – Was steht zwischen den Zeilen?  ggf. Pflegeplanung  Arbeitseinteilung  Neue Formen:  Übergabe am Patientenbett/ mit der BewohnerIn  kollegiale Beratung/ Pflegevisite  präoperative Visiten  Besonderheit: telefonische Übergabe = Arbeitszeit  Ausreichende Übergabezeit = Qualitätssicherung  Übergaben als Strukturstandard festlegen

24 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Pausenzeiten Pausenfenster Pausenkorridor

25 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja §§ 4 und 7 ArbZG  "Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis zu 9 Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden."  "(…) abweichend von § 4 Satz 2 die Gesamtdauer der Ruhepausen in Schichtbetrieben und Verkehrsbetrieben auf Kurzpausen von angemessener Dauer aufzuteilen,"

26 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Berechnungsbeispiele… ….im Plenum

27 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Verteilung der Arbeitszeit auf die Wochentage  Woche = Montag 0:00 bis Sonntag 24:00 Uhr = 7 Kalendertage  Werktage = Montag bis Samstag = 6 Werktage  Arbeitstage = die Tage die im Dienstplan als "zu arbeiten" eingetragen sind  Ermittlung des Durchschnitts innerhalb eines festgelegten Ausgleichszeitraums (Wochen oder Monate) ist erforderlich, da sonst die arbeitsvertragliche und/oder gesetzliche Arbeitszeit nicht ermittelt werden kann.

28 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Berechnungsbeispiele… Stunden je Schicht Anzahl von ArbeitstagenSumme Vollzeit 8,001296,00 9,00436,00 6,00424, ,00 Teilzeit A 8,00648,00 9,00218,00 6,00212, ,00 Teilzeit B 4,001248,00 4,50418,00 3,00412, ,00 … im Plenum

29 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Beispiel:  wöchentliche Arbeitszeit 4 Wochen Modell: durchschnittliche 39-Stunden-Woche Altenheim WocheMoDiMiDoFrSaSoSummen 1 x18,00 6,00 8,00 44,00 FFSSSS 2 8,00x28,006,00 x3x428,00 S SSS 3 8,00 x58,00 48,00 FFFF FF 4 x69,00 x7x836,00 NNNN 156,00

30 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Besondere Arbeitstage  § 1 Zweck des Gesetzes  Zweck des Gesetzes ist es, 1. die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland und in der ausschließlichen Wirtschaftszone bei der Arbeitszeitgestaltung zu gewährleisten und die Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten zu verbessern sowie 2. den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung der Arbeitnehmer zu schützen.

31 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Sonn- und Feiertage 1 § 9 Sonn- und Feiertagsruhe 1.Arbeitnehmer dürfen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden. 2.In mehrschichtigen Betrieben mit regelmäßiger Tag- und Nachtschicht kann Beginn oder Ende der Sonn- und Feiertagsruhe um bis zu 6 Stunden vor- oder zurückverlegt werden, wenn für die auf den Beginn der Ruhezeit folgenden 24 Stunden der Betrieb ruht. 3.Für Kraftfahrer und Beifahrer kann der Beginn der 24stündigen Sonn- und Feiertagsruhe um bis zu 2 Stunden vorverlegt werden. § 10 Sonn- und Feiertagsbeschäftigung 1.Sofern die Arbeiten nicht an Werktagen vorgenommen werden können, dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen abweichend von § 9 beschäftigt werden (…) 3. in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, (…)

32 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Sonn- und Feiertage 2 § 11 Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung 1.Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben. 2.Für die Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen gelten die §§ 3 bis 8 entsprechend, jedoch dürfen durch die Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen die in den §§ 3, 6 Abs. 2, §§ 7 und 21a Abs. 4 bestimmten Höchstarbeitszeiten und Ausgleichszeiträume nicht überschritten werden. 3.Werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von 2 Wochen zu gewähren ist. Werden Arbeitnehmer an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von 8 Wochen zu gewähren ist. 4.Die Sonn- oder Feiertagsruhe des § 9 oder der Ersatzruhetag des Absatzes 3 ist den Arbeitnehmern unmittelbar in Verbindung mit einer Ruhezeit nach § 5 zu gewähren, soweit dem technische oder arbeitsorganisatorische Gründe nicht entgegenstehen.

33 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Arbeit an Sonntagen ( im Plenum ) Sonntagsarbeit im Modell: durchschnittliche 39-Stunden-Woche Altenheim WocheMoDiMiDoFrSaSoSummen 1 x18,00 6,00 8,00 44,00 FFSSSS 2 8,00x28,006,00 x3x428,00 S SSS 3 8,00 x58,00 48,00 FFFF FF 4 x69,00 x7x836,00 NNNN 156,00

34 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Arbeit an Feiertagen ( im Plenum ) Feiertage im 8-Wochen Modell: durchschnittliche 39-Stunden-Woche Altenheim WocheMoDiMiDoFrSaSoSummen 1 8,00 x16,00 8,00 44,00 FF SSSS 2 8,00x28,006,00 x3x428,00 S SSS 3 8,00 x58,00 48,00 FFFF FF 4 x69,00 x7x836,00 NNNN 5 x98,00 6,00 8,00 44,00 FFSSSS 6 8,00x108,006,00 x11x1228,00 S SSS 7 8,00 x138,00 48,00 FFFF FF 8 x149,00 x15x1636,00 NNNN 10 Feiertage, die auf Werktage fallen: Hessen ,00

35 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Schicht- und Wechselschicht  ArbZG § 6 Nacht- und Schichtarbeit Die Arbeitszeit der Nacht- und Schichtarbeitnehmer ist nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit festzulegen.  TVöD-B § 7 Sonderformen der Arbeit Wechselschichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan/Dienstplan, der einen regelmäßigen Wechsel der täglichen Arbeitszeit in Wechselschichten vorsieht, bei denen die/der Beschäftigte längstens nach Ablauf eines Monats erneut zu mindestens 2 Nachtschichten herangezogen wird. Wechselschichten sind wechselnde Arbeitsschichten, in denen ununterbrochen bei Tag und Nacht, werktags, sonntags und feiertags gearbeitet wird. Nachtschichten sind Arbeitsschichten, die mindestens 2 Stunden Nachtarbeit umfassen. Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsieht, und die innerhalb einer Zeitspanne von mindestens 13 Stunden geleistet wird.

36 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse Diskussion im Plenum Seite 135

37 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Arbeitszeit und Ruhezeit  § 5 ArbZG: 11 bzw. 10 Stunden Ruhezeit im Anschluss an die tägliche Arbeitszeit, die übrigen Stunden innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums sind nicht komplett als Arbeitszeit zu nutzen, da die tägliche Höchstarbeitszeit 10,0 Stunden beträgt. Expertenmeinungen!!!  Beispiel Beginn der Arbeitszeit 13:00 Uhr Ende der Arbeitszeit 21:00 Uhr Dauer der Arbeitszeit 7,5 Stunden Beginn der Ruhezeit 21:00 Uhr Ende der Ruhezeit 7:00 Uhr Dauer der Ruhezeit 10,0 Stunden Beginn der Arbeitszeit 7:00 Uhr Ende der Arbeitszeit 9:30 Uhr Dauer der Arbeitszeit 2,5 Stunden

38 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Jahresrahmenpläne inkl. FF VZ 39,0 Std. WocheTZ 25 Std. Woche Stunden je Schicht Anzahl Arbeitstage Arbeits- stunden Stunden je Schicht Anzahl Arbeitstage Arbeits- stunden 7,801078,005,001050,00 8, ,008, ,00 6, ,006, ,00 9, ,009, , , ,00

39 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Monats- Soll VZ VZ 39,0 Stunden Regel- dienst Kurze Dienste lange Dienste 20157,808,006,009,00FreiKalendertageMonats-Soll Januar ,80 Februar ,00 März ,80 April ,80 Mai ,80 Juni ,80 Juli ,00 August ,80 September ,80 Oktober ,80 November ,80 Dezember , ,00

40 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Monats- Soll TZ TZ 25,0 Stunden Regel- dienst kurze Dienste lange Dienste 20155,008,006,009,00FreiKalendertageMonats-Soll Januar ,00 Februar ,00 März ,00 April ,00 Mai ,00 Juni ,00 Juli ,00 August ,00 September ,00 Oktober ,00 November ,00 Dezember , ,00

41 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Überstunden  "Im Rahmen des Arbeitsverhältnisses darf der Arbeitgeber aufgrund seines "Direktionsrechtes" auch Überstunden anordnen. Bei der Anordnung von Überstunden muss der Arbeitgeber die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigen.  Es besteht kein Anspruch der Arbeitnehmer auf Überstunden.  Ohne eine "Überstundenklausel" im Arbeitsvertrag mit zum Beispiel folgendem Wortlaut "Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, Mehr- und Überstunden in gesetzlich vorgesehenem Umfang zu leisten", kann der Arbeitnehmer nur in besonderen Fällen nach seiner arbeitsrechtlichen Treuepflicht zur Leistung von Überstunden verpflichtet werden.Arbeitsvertrag  Die Überstunden sind nach § 612 BGB "normal" zu vergüten, sofern der Arbeitsvertrag (oder häufig auch der Tarifvertrag) hierzu keine besondere Vergütungsregelung vorsieht. Nachstehend werden die Begriffe "Überstunden" und "Mehrarbeit" als Synonyme verwendet."§ 612 BGB  Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/arbeitsgesetz-ueberstunden/#ixzz3GP3EyW1q

42 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Mitbestimmung Überstunden  "Bei der Anordnung der Überstunden kommt es auf 2 Punkte an: Die Überstunden müssen rechtzeitig angeordnet werden. Ist die Anwesenheit eines Kollegen während der arbeitsfreien Zeit unbedingt notwendig, sollte Ihr Arbeitgeber den Betroffenen mindestens eine Woche vorher informieren. So hat es das Arbeitsgericht Frankfurt in einem ähnlich gelagerten Fall entschieden ( , Az. 7 Ca 5014/99). Etwas anderes gilt nur bei einem Notfall – wenn ein deutlich überwiegendes betriebliches Interesse die Anordnung notwendig macht. Sie müssen beteiligt werden. Denn Anordnung und Durchführung von Überstunden sind als vorübergehende Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit mitbestimmungspflichtig (§ 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG). Ihr Arbeitgeber muss vorher immer Ihre Zustimmung einholen, unabhängig davon, wie viele Arbeitnehmer betroffen sind (BAG, , Az. 1 ABR 17/85). Auch die Anordnung von zusätzlicher Arbeit für Teilzeitbeschäftigte ist eine Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit und unterliegt daher der Mitbestimmung des Betriebsrats. Ihr Mitbestimmungsrecht erstreckt sich dabei darauf, ob und in welchem Umfang und von welchen Arbeitnehmern Überstunden geleistet werden dürfen.  Achtung: Ihr Mitbestimmungsrecht wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass die Mehrarbeit von den betroffenen Beschäftigten freiwillig geleistet wird. Sogar vom Arbeitgeber nicht ausdrücklich angeordnete, sondern lediglich geduldete Überstunden unterliegen Ihrer Mitbestimmung."

43 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Bereitschaftsdienst § 7 ArbZG Abweichende Regelungen In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrags in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung kann zugelassen werden, abweichend von § 3 a) die Arbeitszeit über 10 Stunden werktäglich zu verlängern, wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst fällt (…) In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrags in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung kann abweichend von den §§ 3, 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 zugelassen werden, die werktägliche Arbeitszeit auch ohne Ausgleich über 8 Stunden zu verlängern, wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst fällt und durch besondere Regelungen sichergestellt wird, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht gefährdet wird.

44 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Rufbereitschaft § 5 ArbZG Ruhezeiten  Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden haben.  Die Dauer der Ruhezeit des Absatzes 1 kann in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, in Gaststätten und anderen Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung, in Verkehrsbetrieben, beim Rundfunk sowie in der Landwirtschaft und in der Tierhaltung um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn jede Verkürzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von 4 Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zwölf Stunden ausgeglichen werden.  Abweichend von Absatz 1 können in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen Kürzungen der Ruhezeit durch Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft, die nicht mehr als die Hälfte der Ruhezeit betragen, zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.

45 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Urlaubsgrundsätze  WER plant mit WEM  WANN  WER setzt WANN in Kraft  Verbindlichkeit des Urlaubsplans  Überschneidungen von Urlaubstagen  Urlaubsanteile  frei/ fest zu planende Urlaubstage  Soziale Aspekte bei der Urlaubsplanung

46 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Regelungen zur Arbeitsunfähigkeit § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz - Anzeige- und Nachweispflichten Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, muss die ärztliche Bescheinigung einen Vermerk des behandelnden Arztes darüber enthalten, dass der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird.

47 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Lösungen bei Personalengpässen  Vertretungen  Festgelegte "Partnerbereiche"  Roulierendes System  Springer  Besonders benannte Personen  In Kombination mit Rufbereitschaftsdiensten  In Kombination mit anderen Aufgabenbereichen  Personalpool  Finanzielle und personelle "Umlage"  Interner oder externer Pool (Aushilfskräfte)  Verlagerung von Aufgaben/ Verschiebung von Leisungen

48 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Feedback & Ausblick  Was war gut?  Was gefiel Ihnen nicht besonders?  Was hat Ihnen gefehlt?  Woran würden Sie gerne weiterarbeiten?  Bitte geben Sie die Feedbackbögen ausgefüllt an mich zurück! Danke

49 BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Gemeinnützige GmbH – Essen – 2014 © Sigrid Wieja Herzlichen Dank für Ihre Geduld und Aufmerksamkeit! Sigrid Wieja – BiG-Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Auf der Union Essen Abschied…..


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