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Neue Reifeprüfung 2015 FAQ Konferenz der AHS-Direktorinnen und AHS-Direktoren Linz, 03. Dezember 2014.

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1 Neue Reifeprüfung 2015 FAQ Konferenz der AHS-Direktorinnen und AHS-Direktoren Linz, 03. Dezember 2014

2 Operative Abläufe I Einbindung von DIR und ADMIN in die Planung und Entwicklung operativer Abläufe „Spätestens nach dem 1. Durchgang wünschen wir uns eine kritische Rückschau und eine Einbindung mit dem Ziel der Optimierung der Abläufe, damit die administrative Vorbereitung der Reifeprüfung nicht wichtiger wird als die pädagogische.“  Statistische Erhebung seitens des BMBF in zwei Schritten unmittelbar nach der Klausur: o Klausurnoten auf Basis der Notenvorschläge o Wahl der Prüfungsgebiete (4. Klausur) nach Abschluss der Reifeprüfung (Ende Juni) o umfassende Erhebung der Ergebnisse (zusammen mit BIFIE) o Erfahrungen von Schulleitungen und Vorsitzenden – Rückmeldung über Schulaufsicht BMBF - Abteilung I/3 (AHS)2

3 Operative Abläufe II Unterstützung durch SOKRATES „Der protokollarische Ablauf der Reifeprüfung von der Anmeldung der Kandidaten/innen bis zum Reifprüfungszeugnis und Reprobationen ist derzeit in Sokrates noch in den „Kinderschuhen“. Bis wann ist mit einem ausgereiften und sicheren „Reifeprüfungsmodul“ in Sokrates zu rechnen?“ Betrifft speziell auch die englischsprachigen Zeugnisse für die VBS- Standorte (Vienna Bilingual School)  Wird an die IT-Abteilung (AL Dipl.-Ing. Lückl) weitergeleitet BMBF - Abteilung I/3 (AHS) 3

4 Operative Abläufe III Vorsitz Kann ein/e Kandidat/in verschiedene Vorsitzende haben – bei mündlichen Prüfungen, bei der Präsentation/Diskussion der VWA, bei der Kompensationsprüfung, etc…… ? Wird derzeit beispielsweise in großen Schulen so gehandhabt  Nein Nach SchUG §35 (3) kann die/der Vorsitzende nur bei „unvorhergesehener Verhinderung“ vertreten werden. Dies ist in der Organisation kaum praktikabel. Ist hier eine Novellierung der Gesetzesvorlage geplant? Beispiel: Personalunion von Vorsitz, Schulleitung und Prüfer/innen.  Soll umgesetzt werden (  SchUG-Novelle) BMBF - Abteilung I/3 (AHS)4

5 VWA I Beurteilung Muss ein/e Kandidat/in bei negativer Beschreibung des schriftlichen Teils der VWA zur Präsentation / Diskussion antreten?  Ja. Vor der Präsentation / Diskussion gibt es keine „negative“ Beschreibung der Arbeit im Sinne einer Beurteilung Bleibt eine positive Gesamtbeurteilung der VWA trotz negativer Beurteilung der 8. Klasse erhalten?  Ja. (geplante Novelle SchUG) BMBF - Abteilung I/3 (AHS)5

6 VWA II Antreten zur Präsentation / Diskussion Eine Schülerin muss die 7. Klasse wiederholen und hat in diesem Jahr ihre VWA fertig geschrieben Kann diese Schülerin bereits in diesem Jahr (Wiederholung 7. Klasse) zur Präsentation / Diskussion der VWA antreten?  Nein. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)6

7 VWA III Die Rolle der Kommissionsmitglieder bei der Präsentation / Diskussion der VWA Welche Kommissionsmitglieder sind berechtigt, welche Fragen zu stellen?  Grundsätzlich alle.  Pädagogisch: Der monologische Teil (Präsentation) sollte nur durch (Nach-)Fragen zwecks Verständlichkeit unterbrochen werden. An der Diskussion kann sich die gesamte Kommission beteiligen, es sollte dabei jedoch zu keinem „Kreuzverhör“ kommen. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)7

8 Zeitliche Abläufe und Fristen I Wiederholungsprüfung insbesondere bei Kandidaten/innen mit negativen Jahresnoten, Wiederholungsprüfungen, allfälligen Widersprüchen, etc. Darf ein/e Kandidat/in zur SRP antreten, wenn sie gegen die negative Beurteilung der Wiederholungsprüfung einen Widerspruch eingebracht hat? Falls ja, werden die Klausuren ungültig, wenn das Nicht genügend der Wiederholungsprüfung bestätigt wird?  Nein. Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung.  Wird jedoch dem Widerspruch stattgegeben, darf der / die Kandidat/in ab diesem Zeitpunkt in die Reifeprüfung einsteigen. Versäumte (Klausur)prüfungen müssen beim nächsten Termin nachgeholt werden. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)8

9 Zeitliche Abläufe und Fristen II Zeitleiste Klausur - Kompensationsprüfung Wie soll die Zeitleiste zwischen Klausur und Kompensationsprüfung aussehen? Zwischen letztem Prüfungstag der SRP ( ) und spätest möglichem Termin für die Beurteilungskonferenz ( ) liegen gerade mal 8 Tage. Klausur – Korrektur (Prüfer) – Einsichtnahme (Vorsitzende/r) – Konferenz – Bescheid – Widerspruchsfrist – Kompensationsprüfung  Deutsch 11 Tage, Englisch 10 Tage. Die Zeitknappheit trifft vor allem Mathematik (6 Tage).  Erleichternd in M, dass die Korrektur der Arbeiten aufgrund der Standardisierung einfacher und weniger zeitaufwändig ist.  Widerspruch/Bescheid vor Abschluss der gesamten Reifeprüfung NICHT möglich Wann endet der Klausurtermin: Mit dem letzten Tag der Kompensationsprüfung?  Bezüglich Fristen – derzeit noch mit der letzten Klausurprüfung ( geplante SchUG-Novelle: Klausurarbeit) BMBF - Abteilung I/3 (AHS)9

10 Zeitliche Abläufe und Fristen III Überprüfung der Klausur-Korrekturen und Beurteilungen Welche Funktion hat der / die Vorsitzende im Zusammenhang mit Beurteilung resp. Überprüfung der schriftlichen Maturaarbeiten?  Einsichtnahme wie bisher. Sollte aufgrund der Standardisierung weniger aufwändig sein. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)10

11 Zeitliche Abläufe und Fristen ein mögliches Modell BMBF - Abteilung I/3 (AHS) SaSoFrSaSo RUDESPF SaSo MILG Wiederholungsprüfungen Klausur DoSaSoSaSoMoSaSo Korrektur Vorsitz Einsicht Beurteilungs- konferenz letzter Schultag Klausur- konferenz Abgabe Korrektur Anmeldung Kompensationsprfg Kompens ations- prüfung Widerspruch / Entscheidung

12 Prüfungsumgebung / Hilfsmittel Deutschklausur am PC Ist bei der Durchführung der schriftlichen RP Deutsch am PC der Einsatz der elektronischen Korrekturhilfen des verwendeten Textverarbeitungsprogramms zulässig?  Ja Ist geplant, die Reifeprüfung in allen Fächern in Zukunft am PC abzulegen? Wenn ja: Wer übernimmt die Kosten (Hardware und Sicherheit)? Wie stellt man sich die Durchführung vor?  Kurzfristig (etwa bis 2018) nicht geplant. Ist garantiert, dass die Aufgabenstellungen für die schriftliche RP vom BIFIE weiterhin in Papierform zur Verfügung gestellt werden?  Ja BMBF - Abteilung I/3 (AHS)12

13 Prüfungsumgebung / Hilfsmittel Legasthenie Wie ist mit Legasthenie umzugehen?  siehe „Legasthenie-Schreiben“ BMBF - Abteilung I/3 (AHS)13

14 Kompensationsprüfung schulrechtlich - pädagogisch Wie können schriftliche Kompetenzen, die in der Klausur nicht nachgewiesen werden konnten, nach relativ kurzer Zeit in einer mündlichen Kompensationsprüfung nachgewiesen werden?  Die Einführung der Kompensationsprüfung war ausdrücklicher politischer Wunsch (Parlamentsbeschluss). Grundsätzlich ist nicht auszuschließen, dass besondere Umstände zu sehr unterschiedlichen Leistungsnachweisen führen können. Wird die Kompensationsprüfung im Zeugnis vermerkt?  Nein, beste Beurteilung ist jedoch „Befriedigend“ BMBF - Abteilung I/3 (AHS)14

15 Vorbereitungszeit auf die MRP Für die reduzierte Maturavorbereitung ist klassenübergreifende Kompetenzschulung angedacht. Gibt es dafür Unterlagen, oder muss man das selbst entwickeln?  Die „Kompetenzschulung“ ist integraler Bestandteil des kompetenzorientierten Unterrichts Gibt es eine Chance, dass die Anzahl der Vorbereitungsstunden erhöht wird?  Nein BMBF - Abteilung I/3 (AHS)15

16 Mündliche Reifeprüfung II Themenpools Wie genau müssen die Themenpools („Themenkörbe“) der einzelnen Klassen schulintern abgestimmt werden? Gibt es diesbezüglich genauere Bestimmungen?  Zuständig dafür ist die Konferenz der Fachlehrer/innen (§ 28 Abs. 1). Darüber hinaus gibt es keine schulrechtlichen Bestimmungen  Pädagogische Empfehlungen siehe Leitfäden BMBF - Abteilung I/3 (AHS)16

17 Mündliche Reifeprüfung III Vorsitz – Aufgabenstellungen – Beurteilung Müssen die Aufgabenstellungen dem Vorsitzenden / der Vorsitzenden vorgelegt werden? Wie ist vorzugehen, wenn sich während der mündlichen Prüfung herausstellt, dass die Fragen weder kompetenzorientiert formuliert sind oder geeignet sind, dass der/die Prüfungskandidat/Prüfungskandidatin die geforderte Zeit für die Beantwortung der Frage damit füllen kann?  Vorlage nur auf Wunsch der/des Vorsitzenden. Diese/r hat nach §30 Abs. 3 für einen rechtskonformen Ablauf der Prüfung zu sorgen. Völlig ungeeignete Aufgabenstellungen sind nach Möglichkeit bereits im Vorfeld zu erfassen, jedenfalls dürfen sie nicht die Prüfungssituation der Kandidat/innen erschweren. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)17

18 Mündliche Reifeprüfung III Vorsitz – Aufgabenstellungen – Beurteilung Gibt es Richtlinien zur Gewichtung von Reproduktion, Reflexion und Transfer bei der mündlichen Reifeprüfung?  Nein, eine quantitative Vorgabe ist nicht zielführend, da die jeweiligen Fragen unterschiedliche Gewichtungen zulassen können. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)18

19 Mündliche Reifeprüfung IV Beisitzer Religion Beim fachlichen Beisitz könnten Schwierigkeiten auftreten, wenn jemand in einer anderen als katholischer Religion antritt. Wo soll der Beisitzer/die Beisitzerin herkommen? Muss der/die Dir. jemanden auftreiben oder ist das Sache der Religionsgemeinschaft?  Die Religionsgemeinschaften wünschen Beisitzer/innen aus den jeweils eigenen Reihen, und sorgen auch dafür, dass geeignete Personen zur Verfügung stehen.  Zuständig ist die Schulbehörde (SchUG § 35). Sollte im Vorfeld durch die Schulleitung abgeklärt werden. BMBF - Abteilung I/3 (AHS)19

20 Mündliche Reifeprüfung V Schulversuch „MRP in LFS alternativ“ Heuer wird vielerorts der Schulversuch 'Mündliche Reifeprüfung in lebenden Fremdsprachen alternativ' durchgeführt. Wird daran gedacht, dies allgemein auf Dauer zu ermöglichen?  Schulversuche nur mehr nach den Regelungen des SchUG § 78 möglich  Weiterführung für mindestens 3 Jahre  Evaluation des Schulversuchs  Unterlagen dafür werden übermittelt  Kontrollgruppen (mRP laut Regelschulwesen) gesucht BMBF - Abteilung I/3 (AHS)20

21 Beurteilung standardisierte Klausuren Konferenz der Direktorinnen und Direktoren Linz, 03. Dezember 2014

22 Beurteilungserlass Korrektur- und Beurteilungsanleitungen Allgemeiner Teil für D, M, LFS, L, G -Klausurformate -Beurteilungsraster mit Deskriptoren -Punkteskalen  Benotung Lösungen und Korrekturhilfen zur jeweiligen Klausur BMBF - Abteilung I/3 (AHS)22 rechtliche Grundlagen § 38 Abs. 3 SchUG und § 13 Abs. 1 RPVO AHS standardisierte Aufgabenstellung korrespondierendes Beurteilungssystem Abstimmung auf Basis der LBVO

23 Beurteilung – Deutsch BMBF - Abteilung I/3 (AHS)23 Kompetenzbereiche Text 1Inhalt und Textstruktur Text 2Inhalt und Textstruktur Text 1 und 2Stil und Ausdruck, normative Sprachrichtigkeit Bewertung der beiden Aufgabenbereiche durch einen 5-stufigen Beurteilungsraster (  Notendefinitionen) Struktur Beurteilung für eine positive Gesamtbeurteilung muss jeder Kompetenzbereich für sich positiv bewertet sein (  „Ausgleich“ im Kompetenzbereich 3 möglich) Die Bewertungen der drei Kompetenzbereiche sind gleich zu gewichten Gesamtbeurteilung erfolgt auf Basis eines verbal begründeten Beurteilungsvorschlags (  Deskriptoren der Kompetenzbereiche)

24 Beurteilung – Mathematik Basis: Grundkompetenzen BMBF - Abteilung I/3 (AHS)24 Mathematisches Grundwissen und Grundfertigkeiten … in elementaren und für die jeweilige Kompetenz typischen Situationen in komplexeren und neuartigen Situationen eigenständig und reflektiert … einsetzen können Teil 1 Teil 2 Beurteilung Nicht genügendweniger als 16 Grundkompetenzpunkte Genügend16 – 23 Punkte, davon mindestens 16 Grundkompetenzpunkte Befriedigend24 – 32 Punkte, davon mindestens 16 Grundkompetenzpunkte Gut33 – 40 Punkte, davon mindestens 16 Grundkompetenzpunkte Sehr gut41 – 48 Punkte

25 BMBF - Abteilung I/3 (AHS)25 rezeptivproduktiv In den wesentlichen Bereichen überwiegend Zumindest 25 Mindestens 60 In den wesentlichen Bereichen zur Gänze Mindestens 70 In über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß Mindestens 80 In weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß Mindestens 90 A/B x 25 A … Anzahl der gelösten Items bzw. Stufen im Raster B … Gesamtzahl der Items Berechnung der erreichten Punkte pro Aufgabenbereich: Beurteilung – LFS Kompetenzbereich 1 rezeptiv Kompetenzbereich 2 produktiv LesenHören Sprachverwendung im Kontext Schreiben Anzahl der Items Stufe im Beurteilungsraster

26 BMBF - Abteilung I/3 (AHS)26 ÜbersetzungInterpretation In den wesentlichen Bereichen überwiegend Zumindest 18 Zumindest 12 Mindestens 30 In den wesentlichen Bereichen zur Gänze Mindestens 37 In über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß Mindestens 45 In weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß Mindestens 53 Beurteilung – Latein, Griechisch Kompetenzbereich 1 Übersetzung Kompetenzbereich 2 Interpretation 12 Sinneinheiten 18 Checkpoints Korrektheit in der Zielsprache 10 Teilaufgaben Anzahl der Sinneinheiten Anzahl der Checkpoints in 3 Stufen (0-3-6) Anzahl der gelösten Fragen


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