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Situations- und adressatenbezogenes Verfassen von Texten im Rahmen der individuellen Begabungen Gabriele Steinmair, MA

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Präsentation zum Thema: "Situations- und adressatenbezogenes Verfassen von Texten im Rahmen der individuellen Begabungen Gabriele Steinmair, MA"—  Präsentation transkript:

1 Situations- und adressatenbezogenes Verfassen von Texten im Rahmen der individuellen Begabungen Gabriele Steinmair, MA

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6 Seminaranforderungen Termine Fragen zu je einem Artikel aus pädagogischen Zeitschriften Powerpoint + Studium eines Fachartikels: Für alle gleich – für jeden anders Schriftliche Fragen zum Text

7 Schreiben von Anfang an

8 Montagsgeschichten

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15 Spracherfahrungsansatz Schriftspracherwerb wird als natürlicher Lernprozess angesehen. Kinder lernen Lesen und Schreiben durch den Gebrauch in sinnvollen Anwendungssituationen. Kinder brauchen schriftsprachlich anregende Situationen, die zum Lesen und Schreiben verlocken und ihnen reichhaltige Lese- und Schreiberfahrungen zu ermöglichen. Dem "Freien Schreiben" von Texten von Anfang an wird eine zentrale Bedeutung zugewiesen

16 Lauttreue Schreibung als Basis für die weitere Rechtschreibentwicklung Sie wird akzeptiert und damit den Kindern signalisiert, dass sie bereits lesbar schreiben können. Lautorientiert geschriebene Kindertexte „übersetzen“ und den Kindern damit für ihre weitere orthografische Entwicklung Anregungen und Modelle zu bieten

17 … hin zur Rechtschriftlichkeit Kinder erfahren parallel dazu, dass es mit der „Buch-“ oder „Erwachsenenschrift“ fest verabredete Schreibweisen für die Wörter gibt. In gesonderten Aufgabenstellungen werden deshalb schon früh einzelne, für die Kinder besonders wichtige Wörter in der orthografisch korrekten Schreibweise angeboten und von den Kindern aufgeschrieben und gesammelt

18 Erste Wörter Blockschrift Kinder sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. (vgl. Marlene Walter)

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69 Arbeitsauftrag Du hast die Geschichte vom Löwen gehört. Du kannst jetzt etwas zu der Geschichte schreiben, was DIR wichtig ist. Ich schreibe es für dich."

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75 Diktieren Gesprochene Sprache ist flüchtig. Beim Diktieren erfährt Sprache eine Vergegenständlichung: Vor den Augen des Kindes entsteht Buchstabe für Buchstabe ein geschriebener Text. Das langsame Schreiben allein reicht häufig nicht, um ihren Erzählfluss zu bremsen. Damit die Langsamkeit des Schreibprozesses für die Kinder auch „hörbar“ wird, muss der Erwachsene während des Aufschreibens laut und deutlich mitsprechen, und zwar genau in dem Tempo, in dem er auch schreibt. Der Text sollte in Großbuchstaben notiert werden, weil Kindern diese in der Regel zuerst bekannt sind

76 Diktieren Nebeneinander sitzen Die Formulierungen des Kindes werden nicht verändert. Grammatikalische Fehler werden beim Aufschreiben verbessert. Nicht nachfragen und auf längere Texte beharren, sonst entsteht eine Aneinanderreihung von Sätzen. Vorlesen der entstandenen Texte

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80 Arbeitsauftrag Ich habe euch „Die Geschichte vom Löwen“ vorgelesen. Ihr kennt die Geschichte. Nun sollt ihr die Geschichte so schreiben, dass sie zu euch passt. Ihr könnt dazu den Text des Buches benutzen und ihn verändern. Ihr könnt den Text auch neu schreiben

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86 Von der lautgetreuen Schreibung zur orthografisch richtigen Schreibung Lauttreue Schreibung wohlwollend anerkennen Lauttreue Wörter anbieten, um Fehleranfälligkeit zu reduzieren Lautgetreue Schreibung in Erwachsenenschrift übersetzen Kinder Texte diktieren lassen Freie Texte mit der Anlauttabelle verfassen Orthografisch richtige Wörter anbieten (ich, mag,…) Buchstabenangebote (Buchstabentage)

87 Bildungs-und Lehraufgabe Der Deutschunterricht hat die Aufgabe, die Schüler und Schülerinnen- unter Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen - in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Verständigung im mündlichen und schriftlichen Bereich durch Lernen mit und über die Sprache zu fördern…

88 Didaktische Grundsätze Der Lernbereich „Verfassen von Texten“ geht von der Mitteilungsbereitschaft des Kindes und dessen Bedürfnis aus, etwas schriftlich festzuhalten. Da auch die Ausgangslage und der Lernverlauf der Schüler und Schülerinnen in diesem Teilbereich individuell sehr unterschiedlich sind, müssen die Anforderungen und die Fördermaßnahmen im Unterricht entsprechend differenziert werden. Der Lehrer/die Lehrerin hat geeignete Schreibgelegenheiten zu schaffen. Die Schüler/innen erwerben die dafür notwendigen Fähigkeiten in Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben kontinuierlich von der 1. Klasse an und sollen dadurch befähigt werden, sich bis zum Ende der Grundschulzeit selbstständig und immer angemessener ich-, partner- und sachbezogen zu äußern. Keinesfalls dürfen Texte der Kinder auf der Grundstufe I hinsichtlich ihrer rechtschreibmäßigen Mängel eingeschätzt bzw. beurteilt werden. Die Schüler/innen müssen die Möglichkeit haben, lexikale Lösungswege einzuschlagen, die unsicheren Schreibungen werden Gegenstand des nachfolgenden Rechtschreibunterrichtes.

89 Lehrstoff Schwerpunkte bis zum Ende der 4. Schulstufe eine anhaltende Freude am Verfassen von Texten entwickelt haben; eigene Erlebnisse, Beobachtungen, Dialoge, Erfundenes und Ähnliches aufschreiben; Mitteilungen, Aufforderungen, Wünsche, Hinweise, Anleitungen, Aufträge und Ähnliches aufschreiben;

90 Lehrstoff Schwerpunkte bis zum Ende der 4. Schulstufe über Personen, Tiere, Gegenstände, Handlungsabläufe und Sachverhalte in ganzen Sätzen und in Stichwörtern schreiben; Einzelbilder und Bildfolgen schriftlich versprachlichen sowie Texte ergänzen und verändern; Briefe, Grußkarten und Ähnliches zu verschiedenen Anlässen schreiben; Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes, Gefühltes und Gedachtes in eigenen Worten (ganze Sätze oder Stichworte) schriftlich wiedergeben.

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97 Empfehlenswerte Satzteile: Besonders gut … Die … fallen besonders... H ä ufig trage ich.. Meine blonden Haare reichen … Meine Freunde nennen mich … Wenn man genau hinschaut, erkennt man.. Wenn ich lache, sieht man.. Mein Gesicht wirkt eher … Das Gesicht erscheint … Ich besch ä ftige mich gerne mit.. Ich esse … besonders gerne …

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101 Textsorte Beschreibung, Ulrich, W. (2014). Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Schneider Verlag: Hohengehren Textmuster innerhalb der Gattung der deskriptiven Texte Beschreiben ist ein schulischer Gegenstand von Anfang an (beschreiben einer Stoffpuppe,..) Etwas (über äußere Sinne oder den inneren Sinn) Wahrnehmbares sprachlich ausdrücken Dinge so objektiv wie möglich beschreiben Dennoch finden auch subjektive Eindrücke Platz Eine Beschreibung ist den Kriterien „Richtigkeit und Wahrheit“ unterworfen

102 Textsorte Beschreibung, Ulrich, W. (2014). Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Schneider Verlag: Hohengehren Die grundlegende sprachliche Tätigkeit ist die Prädikation, indem man Eigenschaften zuspricht (Die Beine sind lang), oder mit etwas anderem in Beziehung setzt (Die lange Beine ermöglichen einen schnellen Laufstil). Gegenstands- oder Personenbeschreibungen, Raumbeschreibungen (Mein Zimmer,..) Vorgangsbeschreibungen, Wegbeschreibungen

103 Textsorte Beschreibung, Ulrich, W. (2014). Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Schneider Verlag: Hohengehren 3 grundlegende Fertigkeiten müssen die Lernenden trainieren 1. Beobachtung 2. Ordnung der Beobachtung 3. Sprachlicher Ausdruck seitens der Beobachtenden

104 Textsorte Beschreibung, Ulrich, W. (2014). Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Schneider Verlag: Hohengehren Muster für den Textaufbau entlasten die Schreibenden

105 Textsorte Beschreibung, Ulrich, W. (2014). Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Schneider Verlag: Hohengehren Zur Überprüfung des Erfolgs wird meist die Überprüfung durch Leserinnen und Leser eingesetzt (Steckbrief, Suchrätsel, …) Beschreibungen werden auch häufig mit Zeichnungen zur Verdeutlichung versehen

106 Granularität Ulrich, W. (2014). Deutschunterricht in Theorie und Praxis. Schneider Verlag: Hohengehren Beschreibungen bewegen sich meist auf der Ebene der Primärbegriffe (Bett, Regal,..) Allgemeine Qualitätsadjektive (groß, klein, riesig,..) Farbadjektive (grün, gelb,..) Ratschläge (Merksätze) und Übungen bleiben oft erfolglos Der Beschreibung einen Sinn geben

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112 Armbanduhr


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