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Fachtag: Weiterentwicklung Substitution in Haft akzept, Berlin 20. April 2010 Karlheinz Keppler Vechta.

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Präsentation zum Thema: "Fachtag: Weiterentwicklung Substitution in Haft akzept, Berlin 20. April 2010 Karlheinz Keppler Vechta."—  Präsentation transkript:

1 Fachtag: Weiterentwicklung Substitution in Haft akzept, Berlin 20. April 2010 Karlheinz Keppler Vechta

2 Problembereiche Inhaftierung: Weiter-Substitution oder EntzugInhaftierung: Weiter-Substitution oder Entzug EntzugsbehandlungEntzugsbehandlung Neu-Einstellung in HaftNeu-Einstellung in Haft Rückfall/Beikonsum in HaftRückfall/Beikonsum in Haft Psychosoziale BetreuungPsychosoziale Betreuung EntlassungsvorbereitungEntlassungsvorbereitung Pflege-RessourcenPflege-Ressourcen Schnittstelle drinnen/draußenSchnittstelle drinnen/draußen

3 Inhaftierung: Weiter-Substitution oder Entzug ? draußen längere Substitution einwandfrei gelaufendraußen längere Substitution einwandfrei gelaufen Beikonsum bei InhaftierungBeikonsum bei Inhaftierung kurze Vor-Substitution vor Inhaftierungkurze Vor-Substitution vor Inhaftierung Haftdauer: kurz, lang oder unklarHaftdauer: kurz, lang oder unklar Substitutionsmittel: BuprenorphinSubstitutionsmittel: Buprenorphin

4 Entzugsbehandlung Opiat oder MehrfachabhängigkeitOpiat oder Mehrfachabhängigkeit Opiat: Standard ist Abdosierung mit MethadonOpiat: Standard ist Abdosierung mit Methadon Mehrfachabhängigkeit (z.B. Heroin, Alkohol, Benzodiazepine)Mehrfachabhängigkeit (z.B. Heroin, Alkohol, Benzodiazepine) –fraktionierter Entzug –Benzodiazepine und Alkohol mit Benzodiazepinen –Heroin mit Methadon

5 Neu-Einstellung in Haft Wen neu einstellen??Wen neu einstellen?? Haftzeit: kurz, lang (lebenslang?), unklarHaftzeit: kurz, lang (lebenslang?), unklar Entlassungsvorbereitend?Entlassungsvorbereitend? Neu-Einstellung nach längerer Abstinenz in Haft?Neu-Einstellung nach längerer Abstinenz in Haft? Wie neu einstellen?Wie neu einstellen?

6 Rückfall/Beikonsum in Haft Graduierung möglich?Graduierung möglich? –kleiner, leichter Rf/Bk ? –schwerer, massiver Rf/Bk ? –ganz massiver, lebensgefährlicher Rf/Bk ? Cannabis Rf/BkCannabis Rf/Bk iatrogener Bkiatrogener Bk Doxepin (QT-Zeit)Doxepin (QT-Zeit)

7 Psychosoziale Betreuung Ressourcen vorhandenRessourcen vorhanden Suchtberatung, SozialdienstSuchtberatung, Sozialdienst Psychologischer DienstPsychologischer Dienst Qualifiziertes Vollzugspersonal (qualifizierte Beobachtung, Nachricht an SB, Psychologie., Medizin bei Auffälligkeiten)Qualifiziertes Vollzugspersonal (qualifizierte Beobachtung, Nachricht an SB, Psychologie., Medizin bei Auffälligkeiten) Quasi stationäres SettingQuasi stationäres Setting

8 Entlassungsvorbereitung Vulnerable Phase nach HaftentlassungVulnerable Phase nach Haftentlassung Entlassungsvorbereitend Einstellung auf Substitut ggf. sinnvollEntlassungsvorbereitend Einstellung auf Substitut ggf. sinnvoll Aber: Einstellung von Pat. wenn:Aber: Einstellung von Pat. wenn: –seit längerem in Haft befindlich –seit längerem drogenfrei Arztsuche im GKV-System oft problematisch (Großstadt keine Plätze, ländlich keine Ärzte)Arztsuche im GKV-System oft problematisch (Großstadt keine Plätze, ländlich keine Ärzte)

9 Pflege-Ressourcen Vorbereitende ArbeitenVorbereitende Arbeiten VergabeVergabe FolgearbeitenFolgearbeiten

10 Pflege-Ressourcen: Vorbereitung Klärung mit VorbehandlerKlärung mit Vorbehandler Besprechung vor Neu-EinstellungBesprechung vor Neu-Einstellung Patienten-Instruktion vor NeueinstellungPatienten-Instruktion vor Neueinstellung Anmeldung BOpStAnmeldung BOpSt Beschaffung SubstitutionsmittelBeschaffung Substitutionsmittel

11 Pflege-Ressourcen: Vergabe Dosieren/StellenDosieren/Stellen reine Abgabereine Abgabe Gespräche bei AuffälligkeitenGespräche bei Auffälligkeiten ggf. zusätzliche UK oder Alkohol-Kontrolle vor Abgabe des Substitutesggf. zusätzliche UK oder Alkohol-Kontrolle vor Abgabe des Substitutes BtM-DokumentationBtM-Dokumentation Hilfreich: PC-gestützte Dosier-Automaten (ab ca. 20 Pat.)Hilfreich: PC-gestützte Dosier-Automaten (ab ca. 20 Pat.)

12 Pflege-Ressourcen: Folgearbeiten Urin-KontrollenUrin-Kontrollen Haft-UrlaubHaft-Urlaub EntlassungsvorbereitungEntlassungsvorbereitung Besprechungen (Pflege, Arzt, Suchtberatung)Besprechungen (Pflege, Arzt, Suchtberatung) Rückfragen BOpStRückfragen BOpSt Supervision o.ä.Supervision o.ä.

13 Pflege-Ressourcen Realistisch (und eher knapp) gerechnet: ca. 40 Stunden pro Jahr pro Pat.ca. 40 Stunden pro Jahr pro Pat. bedeutet:bedeutet: – bei ca. 40 Pat. – 1 zusätzliche Pflegekraft

14 Schnittstellenproblematik: Fall 1 Pat. Paul Läuft-Sauber in GKV-Substitution, seit langem, einwandfreier VerlaufPat. Paul Läuft-Sauber in GKV-Substitution, seit langem, einwandfreier Verlauf Inhaftierung wg. Straftat, die 3 Jahre zurück liegtInhaftierung wg. Straftat, die 3 Jahre zurück liegt bei Inhaftierung kein Bk, alle Bescheinigungen bringt der Pat. mitbei Inhaftierung kein Bk, alle Bescheinigungen bringt der Pat. mit Inhaftierung im Bundesland Metha-Donien in der JVA VondraußvomwaldekommichherInhaftierung im Bundesland Metha-Donien in der JVA Vondraußvomwaldekommichher Anstaltsarzt dort ist Dr. GibshiernichAnstaltsarzt dort ist Dr. Gibshiernich

15 Schnittstellenproblematik: Fall 1 Weiter-Substitution wird abgelehnt wg. der ablehnenden Haltung des AA (Substitution ist eine Kapitulation vor der Sucht)Weiter-Substitution wird abgelehnt wg. der ablehnenden Haltung des AA (Substitution ist eine Kapitulation vor der Sucht) stattdessen Entzugsbehandlung mit Kodeinstattdessen Entzugsbehandlung mit Kodein Klageweg erforderlichKlageweg erforderlich einschlägige LG/OLG-Urteileeinschlägige LG/OLG-Urteile –stützen Haltung des Anstaltsarztes –verpflichten Justizvollzug

16 Schnittstellenproblematik: Fall 2 Pat. Jens Privat in Privat-SubstitutionPat. Jens Privat in Privat-Substitution Kommt in JVA in BuLand KVJa-SonstNeinKommt in JVA in BuLand KVJa-SonstNein Auch dort Plätze knappAuch dort Plätze knapp KV-Pat. mit Meldung bei der KV, Code-Nr. etc. werden dort weitersubstituiertKV-Pat. mit Meldung bei der KV, Code-Nr. etc. werden dort weitersubstituiert Da Privat-Pat. keine WeitersubstitutionDa Privat-Pat. keine Weitersubstitution

17 Schnittstellenproblematik: Fall 3 Pat. Franz Bindrauf konsumiert aktuell DrogenPat. Franz Bindrauf konsumiert aktuell Drogen Muss in Haft in naher Zukunft in JVA WeitersoMuss in Haft in naher Zukunft in JVA Weiterso Weiß, wenn er substituiert kommt, wird er weiter substituiertWeiß, wenn er substituiert kommt, wird er weiter substituiert Geht daher zu Dr. BinschonvollGeht daher zu Dr. Binschonvoll Erklärt Situation (in wenigen Tagen in Haft)Erklärt Situation (in wenigen Tagen in Haft) Unter dieser Voraussetzung wird er substituiertUnter dieser Voraussetzung wird er substituiert

18 Schnittstellenproblematik: Fall 4 In JVA Weiterso wird ausgiebig substituiertIn JVA Weiterso wird ausgiebig substituiert Substitution seit 10 Jahren aktuell 100 Pat.Substitution seit 10 Jahren aktuell 100 Pat. Aber keine zusätzlichen personellen oder sonstigen RessourcenAber keine zusätzlichen personellen oder sonstigen Ressourcen Daher: Versuch die Substituierten-Zahl zu begrenzen auf 100Daher: Versuch die Substituierten-Zahl zu begrenzen auf 100 Folge u. a. die Regel: bei extrem kurzer Vorsub- stitutionszeit, wird nicht weiter substituiertFolge u. a. die Regel: bei extrem kurzer Vorsub- stitutionszeit, wird nicht weiter substituiert

19 Schnittstellenproblematik: Fall 5 Pat. Grete Bauch ist schwangerPat. Grete Bauch ist schwanger Draußen Substitution mit Buprenorphin (wg. Kind)Draußen Substitution mit Buprenorphin (wg. Kind) Wird in Frauenhaftanstalt in JVA Bloßnixneues inhaftiert im Land SüdernWird in Frauenhaftanstalt in JVA Bloßnixneues inhaftiert im Land Südern Dort weder Erfahrungen mit Buprenorphin noch mit Umstellung auf MethadonDort weder Erfahrungen mit Buprenorphin noch mit Umstellung auf Methadon Folge: symptomatisch behandelter EntzugFolge: symptomatisch behandelter Entzug

20 Schnittstellenproblematik: Fall 6 Ingo Willjetztraus ist in HaftIngo Willjetztraus ist in Haft wird entlassungsvorbereitend substituiertwird entlassungsvorbereitend substituiert Entlassung in eine Stadt in OstringenEntlassung in eine Stadt in Ostringen Dort keine Substitution möglich, kein ArztDort keine Substitution möglich, kein Arzt Will deshalb ins BuLand WessenWill deshalb ins BuLand Wessen Dort substituierende Ärzte, aber keiner hat einen freien Platz zum E-ZeitpunktDort substituierende Ärzte, aber keiner hat einen freien Platz zum E-Zeitpunkt

21 Schnittstellenproblematik: Fall 7 Karl Positiv, HIV-Infektion, AIDS-definierende Erkrankungen, inhaftiert in NorddeutschlandKarl Positiv, HIV-Infektion, AIDS-definierende Erkrankungen, inhaftiert in Norddeutschland Raubüberfall, 5 Jahre, kommt eigentlich aus Süddeutschland, dort Familie etc.Raubüberfall, 5 Jahre, kommt eigentlich aus Süddeutschland, dort Familie etc. Ist in SubstitutionIst in Substitution Will Verlegung nach Süddeutschland, wg. Familie, Besuch, KontaktWill Verlegung nach Süddeutschland, wg. Familie, Besuch, Kontakt

22 Schnittstellenproblematik: Fall 7 In Süd keine Substitution möglichIn Süd keine Substitution möglich Karl P. kann sich ein Leben ohne Substitution derzeit nicht vorstellenKarl P. kann sich ein Leben ohne Substitution derzeit nicht vorstellen Bleibt deshalb in NordBleibt deshalb in Nord Familie muss für jeden Besuch 2 x 700 km reisenFamilie muss für jeden Besuch 2 x 700 km reisen

23 Kleiner Trost am Rande … z.B. Bremen 271 Substituierte pro Einwohner, Niedersachsen: 91, Schl.-H.: 121z.B. Bremen 271 Substituierte pro Einwohner, Niedersachsen: 91, Schl.-H.: 121 z.B. Bremen, Niedersachsen, Schl.-H. zusammen ca Inhaftiertez.B. Bremen, Niedersachsen, Schl.-H. zusammen ca Inhaftierte Rückmeldung aus 11 AnstaltenRückmeldung aus 11 Anstalten Dort (Stand März 2010) ca. 340 SubstituierteDort (Stand März 2010) ca. 340 Substituierte Heißt: mindestens 3700 Substituierte pro InhaftierteHeißt: mindestens 3700 Substituierte pro Inhaftierte

24 Stimmt das ?? 340 : 9200 = x : Vielen Dank !


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