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Prof. Dr. Dipl. Psych. Dieter Riemann Abteilung für Psychiatrie & Psychotherapie.

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Präsentation zum Thema: "Prof. Dr. Dipl. Psych. Dieter Riemann Abteilung für Psychiatrie & Psychotherapie."—  Präsentation transkript:

1 Prof. Dr. Dipl. Psych. Dieter Riemann Abteilung für Psychiatrie & Psychotherapie

2 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) …….. I know what insomnia is. I had something like it in college – something like it because I am not sure that what I had then was exactly the same as what people refer to is insomnia. I suppose a doctor could have told me. But I didnt see a doctor. I knew it would not do any good. Not that I had any reason to think so. Call it womans intuition - I just felt they couldnt help me. So I didnt see a doctor, and I didnt say anything to my parents or friends, because I knew that was exactly what they would tell me to do.

3 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) My something like insomnia went on for a month. I never really got to sleep that entire time. I go to bed at night and say to myself, alright now, time for some sleep. That was all it took to wake me up. It was instantaneous, like a condition or reflex. The harder I worked for sleeping, the wider awaker I became. I tried alcohol, I tried sleeping pills, but they had absolutely no effect.

4 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) Finally, as the sky began to grow light in the morning, Id feel that I might be drifting off. But that wasnt sleep. My finger tips were just barely brushing against the outermost edge of sleep. And all the while, my mind was wide awake. I would feel a hint of drowsiness, but my mind was there, in its own room, on the other side of a transparent wall, watching me. My physical self was drifting through the morning light and all the while I could feel my mind staring, breathing, close beside it. I was both a body on the verge of sleep and a mind determined to stay awake.

5 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) This incomplete drowsiness would continue on and off all day. My head was always foggy. I could not get an accurate fix on the things around me - their distance or mass texture. The drowsiness would overtake me at regular, wave like intervals: on the subway, in the classroom, at the diner table. My mind would slip away from my body. The world would sway soundlessly.

6 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) All I wanted was to throw myself down in sleep. But I couldnt. The wakefulness was always there beside me. I could feel its chilling shadow. I was the shadow on myself. Weird, I would think as the drowsiness overtook me, I am in my own shadow. I would walk and eat and talk to people in drowsiness. And the strangest thing was that no one noticed. I lost 15 pounds that month, and no one noticed. No one in my family, not one of my friends realized that I was going through life asleep.

7 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) It was literally true: I was going through life asleep. My body had no more feeling than a drowned corpse. My existence, my life in the world, seemed like a hallucination. A strong wind would make me think that my body was about to be blown to the end of the earth, to some land I had never seen or heard of, where my mind and body would separate forever. Hold tight, I would tell myself, but there was nothing for me to hold on to.

8 Haruki Murakami: Sleep (first published 1993) And then, when night came, the intense wakefulness would return. I was powerless to resist it. I was locked in its core by an enormous force. All I could do was stay awake until the morning, eyes wide open in the dark. I couldnt even think. As I laid there, listening to the clock tick of the seconds, I did nothing but stare at the darkness as it slowly deepened and slowly diminished.

9 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993)

10 …….. Mit Schlaflosigkeit kenne ich mich etwas aus. Als Studentin litt ich einmal an einer Art Schlaflosigkeit. Ich sage Art, weil ich mir nicht wirklich sicher bin, ob die Symptome mit dem übereinstimmen, was man allgemein als Schlaflosigkeit bezeichnet. Wäre ich zum Arzt gegangen, hätte sich vielleicht zumindest herausgestellt, ob es eine war oder nicht. Aber ich ging nicht. Zum Arzt zu gehen, würde wahrscheinlich auch nichts nützen, dachte ich. Nicht, dass es irgendeinen Grund gab, das zu denken. Es war bloß eine Intuition. Es würde bestimmt nichts bringen. Deswegen ging ich nicht zum Arzt, und auch meiner Familie und meinen Freunden gegenüber schwieg ich die ganze Zeit. Hätte ich sie um Rat gefragt, hätten sie mich sicher zum Arzt geschickt.

11 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993) Diese Art Schlaflosigkeit hielt ungefähr einen Monat an. In diesem Monat habe ich nicht einmal richtig geschlafen. Am Abend gehe ich ins Bett und will schlafen. Aber schon werde ich wie aus einem bedingten Reflex heraus wieder wach. So sehr ich mich auch bemühe, ich kann nicht schlafen. Je bewusster ich einschlafen will, desto wacher werde ich. Ich versuche es mit Alkohol und Schlaftabletten, aber ohne Erfolg.

12 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993) Mit der einsetzenden Morgendämmerung scheine ich endlich einzudösen. Aber man kann es nicht wirklich als Schlaf bezeichnen. Mit meinen Fingerspitzen berühre ich gleichsam den äußersten Rand des Schlafs. Doch sofort ist mein Bewusstsein zur Stelle. Ganz leicht schlummere ich ein. Aber mein Bewusstsein, nur durch eine dünne Wand getrennt, ist hellwach und kontrolliert mich. Während mein Körper schwankend durch die Morgendämmerung irrt, spürt er den Blick und den Atem meines Bewusstseins ständig neben sich. Ich bin ein sich nach Schlaf sehnender Körper und ein Bewusstsein, das wach bleiben will.

13 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993) Diese halbe Schläfrigkeit hält den Tag über an. Die ganze Zeit ist mein Kopf wie benebelt. Ich kann den genauen Abstand zwischen den Dingen und ihrer Masse nicht mehr erfassen, weiß nicht mehr, wie sie sich anfühlen. Und wie eine Welle überkommt mich in bestimmten Abständen die Schläfrigkeit.

14 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993) Am liebsten würde ich mich selbst dazu legen und tief schlafen. Aber es geht nicht. Die Wachheit steht ständig neben mir. Ständig spüre ich ihren kalten Schatten. Es ist mein eigener. Seltsam, denke ich schläfrig. Ich stehe in meinem eigenen Schatten. Halb schlafend laufe, esse und spreche ich. Aber sonderbarerweise schien niemand in meiner Umgebung etwas von meinem Grenzzustand zu merken. In diesem einen Monat habe ich 6 kg abgenommen. Trotzdem hat niemand in meiner Familie und keiner meiner Freunde etwas gemerkt. Ich lebte die ganze Zeit im Schlaf.

15 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993) Ich lebte, während ich buchstäblich schlief. Wie bei einer Wasserleiche war jede Empfindung aus meinem Körper gewichen. Alles war dumpf und trübe. Der Zustand, in dem ich in dieser Welt lebte und existierte, war wie eine vage Halluzination.

16 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993) Wenn es Abend wurde, überkam mich eine erbarmungslose Wachheit. Ich war ihr vollkommen ausgeliefert. Eine große Macht fesselte mich an ihren Grund. Diese Macht war so stark, dass mir nichts anderes übrig blieb, als gebannt auf den Morgen zu warten. Im Dunkel der Nacht standen meine Augen die ganze Zeit offen. Ich konnte kaum denken. Dem Ticken der Uhr lauschend starrte ich unverwandt in die dunkler und dann wieder heller werdende Nacht.

17 Haruki Murakami: Schlaf (zuerst publiziert 1993)


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