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Unternehmensteuerreform 2008 Steuerberatungsgesellschaft Schongau GmbH Referent: Klaus Bodenburg Steuerberater Rating-Analyst.

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Präsentation zum Thema: "Unternehmensteuerreform 2008 Steuerberatungsgesellschaft Schongau GmbH Referent: Klaus Bodenburg Steuerberater Rating-Analyst."—  Präsentation transkript:

1 Unternehmensteuerreform 2008 Steuerberatungsgesellschaft Schongau GmbH Referent: Klaus Bodenburg Steuerberater Rating-Analyst

2 1.Thesaurierungs- und Optionsmodell 2.Abschaffung des Betriebsausgabenabzugs für Gewerbesteuer 3.Steuerermäßigung bei der Einkommensteuer durch Gewerbesteuer 4.Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer Stand: November 2007 Agenda

3 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.1 Thesaurierungsmodell Thesaurierungsmodell Gewinneinkünfte und eine Bilanz erstellen! (§ 2 Abs. 1 Satz EStG) Überschusseinkünfte entnommene Gewinne (Verluste) thesaurierte GewinneEinkünfte Thesaurierung 28,25 % persönlicher Steuersatz (45 %) Zufluss beim Gesellschafter/Unternehmer Verbleib im Unternehmen (= Gewinnrücklage) Antrag (§ 2 Abs. 1 Satz EStG)

4 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.2 Grundkonzeption – Anwendung bei Mitunternehmerschaft Voraussetzungen des Thesaurierungsmodells bei Mitunternehmerschaft Gewinnanteil > 10 % Gewinnanteil > ,00 EUR oder ja nein Thesaurierungsbesteuerung keine Thesaurierungsbesteuerung

5 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.3 Grundkonzeption – Ermittlung des begünstigten Gewinns Gewinnbesteuerung Steuerbilanzgewinn thesaurierter Gewinnentnommener Gewinn 28,25 %tarifliche Einkommensteuer Thesaurierungssteuer 28,25 % + festzusetzende Einkommensteuer Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer +

6 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.4 Nachversteuerung, der zu einem späteren Zeitpunkt entnommenen Gewinne Die Nachversteuerung Hat ein Steuerpflichtiger seine Gewinne im Unternehmen belassen und entnimmt er sie zu einem späteren Zeitpunkt, dann wird die Steuerbelastung der bereits ermäßigt besteuerten Gewinn auf den Spitzensteuersatz des Einkommensteuergesetzes angehoben. Das Verfahren entspricht dem Ausschüttungsverfahren bei Kapitalgesellschaften! Zur Vereinfachung dieser Regelung ein einfaches Beispiel:

7 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.5 Nachversteuerung – Beispiel Beispiel: Nachversteuerung Der Steuerpflichtige S hat für den nicht entnommenen Gewinn aus der X-GmbH & Co. KG in Höhe von ,00 EUR für den VZ 2008 das Thesaurierungsmodell beantragt. Der ab VZ 2009 einer Nachversteuerung unterliegende Betrag ist danach wie folgt zu ermitteln: Damit ergibt sich bei Mehrentnahmen aus der X-GmbH & Co. KG bis zu dieser Höhe ab VZ 2009 eine zusätzliche Einkommensteuer-Belastung in Höhe von (25 % x ,00 EUR =) ,00 EUR. Hierauf ist dann noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer zu entrichten. Nicht entnommener Gewinn VZ ,00 EUR./. darauf entfallende ESt 28,25 % =./ ,00 EUR./. darauf entfallender SoIZ 5,5 % =./ ,00 EUR Nachversteuerungspflichtiger Betrag ,00 EUR

8 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.6 Grundkonzeption – nicht begünstigte Gewinne Nicht begünstigte Gewinne Steuerbilanzergebnis Veräußerungsgewinne mit in Anspruchnahme des Freibetrages./. Veräußerungsgewinne mit Besteuerung als außerordentliche Einkünfte./. Einkünfte aus Beteiligungen an vermögensverwaltenden Gesellschaften./. thesaurierungsfähiger Gewinn =

9 1. Thesaurierungs- und Optionsmodell 1.7 Negative Einkünfte/Verlustrücktrag Ausgleichs-und Verrechnungsverbot Negative Einkünfte/Verlustrücktrag Vermietung und Verpachtung./ ,00 EUR Gesamtbetrag der Einkünfte./ ,00 EUR Entnahme thesaurierter Gewinne ,00 EUR ! Verlustrücktrag

10 2. Abschaffung des Betriebsausgabenabzugs für Gewerbesteuer 2.1 Gewerbesteuer – nicht abzugsfähige Betriebsausgabe Gewerbesteuer – nicht abzugsfähige Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5b EStG-E) Betriebsausgabenabzug: Gewerbesteuer nicht abzugsfähige Betriebsausgabe rechtsformunabhängig

11 2. Abschaffung des Betriebsausgabenabzugs für Gewerbesteuer 2.2 Gewerbesteuererstattungen Gewerbesteuererstattungen (§ 4 Abs. 5b EStG-E) 1. Gewerbesteuerzahlung abzugsfähige Betriebsausgabe Gewerbesteuererstattung Betriebseinnahme 2. Gewerbesteuerzahlung abzugsfähige Betriebsausgabe Gewerbesteuererstattung Betriebseinnahme keine

12 3. Steuerermäßigung bei der Einkommensteuer durch die Gewerbesteuer 3.1 Voraussetzungen für die Gewerbesteueranrechnung Einzelunternehmerund Gesellschafter von Personengesellschaften die gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG haben, dürfen von der Einkommensteuer den 3,8-fachen Betrag des Gewerbesteuermessbetrages kürzen. Dieser Kürzungsbetrag ist beschränkt auf die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer, bei Gesellschaftern auf den anteiligen Gewerbesteuermessbetrag ihrer Beteiligung! Hierzu ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis: Ausgangswert ist der Gewinn mit 100,00 ein Einkommensteuerspitzensatz von 42,00 % ein Hebesatz der Gemeinde von 400,00 %

13 3. Steuerermäßigung bei der Einkommensteuer durch die Gewerbesteuer 3.2 Beispiel der Gewerbesteueranrechnung Gewinn100,00 Gewerbesteuer16,67 14,00 Gewerbliche Einkünfte83,33 100,00 Einkommensteuer 42 % (ohne Reichensteuer) 35,00 42,00 abzgl. Gewerbesteueran- rechnung 7,50 13,30 Einkommensteuer nach Anrechnung 27,50 28,70 Solidaritätszuschlag1,51 1,58 Gesamtbelastung45,68 44,28

14 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.1 Hinzurechnungstatbestände Hinzurechnungstatbestände (§ 8 GewStG) alt Hälfte der Dauerschuldzinsen (§ 8 Nr. 1 GewStG) Renten und dauernde Lasten, die wirtschaftlich mit der Gründung oder dem Erwerb des Betriebes zusammenhängen (§ 8 Nr. 2 GewStG) Gewinnanteile des stillen Gesellschafters (§ 8 Nr. 3 GewStG) Hälfte der Miet- und Pachtzinsen für die Benutzung der nicht in Grundbesitz stehenden Wirtschaftsgüter (§ 8 Nr. 7 GewStG)

15 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.2 Zusammengefasste Hinzurechnungsnorm – Zinsen und ähnliche Entgelte Zusammengefasste Hinzurechnungsnorm – Zinsen und ähnliche Entgelte (§ 8 Nr. 1 GewStG-E) neu 100 % Entgelte für Schulden (§ 8 Nr. 1 Buchstabe a GewStG) 100 % Renten und dauernde Lasten – Ausnahme: Pensionszahlung auf Grund einer Direktzusage des Arbeitgebers (§ 8 Nr. 1 Buchstabe b GewStG) 100 % Gewinnanteile des stillen Gesellschafters (§ 8 Nr. 1 Buchstabe c GewStG) 20 % der Miet- und Pachtzinsen einschl. Leasingraten für die Benutzung beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (§ 8 Nr. 1 Buchstabe e GewStG) Summe abzgl. Freibetrag i. H. v ,00 EUR 25 % Hinzurechnung = 65 % der Miet- und Pachtzinsen einschl. Leasingraten für die Benutzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (§ 8 Nr. 1 Buchstabe d GewStG) 25 % der Rechte/Lizenzgebühren – Ausnahme: Unmittelbare Leistungen an Künstler und Publizisten (§ 8 Nr. 1 Buchstabe f GewStG)

16 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.3 Entgelte für Schulden Entgelte für Schulden (§ 8 Nr. 1 Buchstabe a GewStG-E) Nicht im gewöhnlichen Geschäftsverkehr gewährte Skonti (z. B. unüblich langes Zahlungsziel) Diskontbeträge bei der Veräußerung von Wechsel- und anderen Geldforderungen Hinzurechnungsbeschränkung auf Dauerschuldzinsen keine sämtliche betrieblichen Schuldzinsen Gesetzesfiktion = Entgelte für Schulden zusätzlich wirtschaftlich vergleichbare Vorteile bei Vorfälligkeitserfüllung von Forderungen aus Lieferung und Leistung (z. B. Factoring) Finanzierungseffekt im Vordergrund

17 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.4 Renten und dauernde Lasten Renten und dauernde Lasten (§ 8 Nr. 1 Buchstabe b GewStG-E) wirtschaftlicher Zusammenhang mit Gründung oder Erwerb eines Betriebes oder MU-Anteils Pensionszahlungen aus Direktzusage Gewerbebesteuerung beim Gläubiger unabhängig Ausnahme Schlechterstellung betriebliche Altersversorgung keine oder

18 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.5 Gewinnanteile des stillen Gesellschafters Gewinnanteile des typischen stillen Gesellschafters (§ 8 Nr. 1 Buchstabe c GewStG-E) Hinzurechnungs-Abhängigkeit Gewerbesteuerbelastung des Empfängers Streichung

19 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.6 Miet- und Pachtzinsen einschl. Leasingraten Miet- und Pachtzinsen einschl. Leasingraten (§ 8 Nr. 1 Buchstabe d und e GewStG-E) bewegliche Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens Miet- und Pachtzinsen für Grundbesitz (netto/kalt) unbewegliche Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens Einbeziehung Voraussetzung der Anlagevermögens- qualifikation weiterhin Abhängigkeit von Gewerbesteuerbelastung des Empfängers keine Hinzurechnungsumfang 20 % 65 %

20 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.7 Aufwendungen für zeitliche Überlassung von Rechten und Lizenzen Aufwendungen für zeitliche Überlassung von Rechten (§ 8 Nr. 1 Buchstabe f GewStG-E) Hinzurechnung = 25 % Lizenzvereinbarung mit ausschließlichem Recht der Weiterveräußerung von Rechten Honorarzahlungen an Künstler und Publizisten + Ausnahme wirtschaftlich reine Vertriebsverträge Künstlersozialversicherung = Unternehmer-Arbeitnehmer-Verhältnis

21 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.8 Einschränkung der Grundbesitzkürzung Einschränkung der Grundbesitzkürzung (§ 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG-E) Grundbesitzkürzung = 1,2 % Einheitswert alte Rechtslageneue Rechtslage unabhängig von Grundsteuerbelastung Grundsteuerbefreiung des Grundbesitzes Kürzung (§ 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG-E) keine

22 4. Neue Hinzurechnungsnorm für die Gewerbesteuer 4.9 Keine Kürzung von Miet- und Pachtzinsen Keine Kürzung von Miet- und Pachtzinsen (§ 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG-E) Vermieters oder Verpächters von nicht in Grundbesitz bestehenden Wirtschaftsgütern Notwendigkeit der Wechselwirkung mit Hinzurechnungsnorm (§ 8 Nr. 7 GewStG) keine

23 4. Erhöhung des gewerbesteuerrechtlichen Schachtelprivilegs 4.10 Erhöhung der Beteiligungsgrenze Erhöhung der Beteiligungsgrenze – Schachtelprivileg (§ 9 Nr. 2a GewStG-E, § 9 Nr. 7 Satz 1 1. Halbsatz GewStG-E, § 9 Nr. 7 Satz 4 GewStG-E, § 9 Nr. 8 Satz 1 GewStG-E 10 % auf 15 % Beteiligungen von 15 % und mehr werden auch weiterhin bei der Gewerbesteuer gekürzt. Beteiligungen unter dieser Grenze werden ab zusätzlich der Gewerbesteuer unterworfen, hier liegt somit eine Doppelbesteuerung vor, weil die Dividenden, Ausschüttungen bereits bei der Kapitalgesellschaft gewerbesteuerlich veranlagt worden sind! Ausweg: Änderung der Beteiligungsverhältnisse – die Anteile am Gewinnbezugsrecht müssen erhöht werden, es reicht nicht aus, die Anpassung der Stimmrechte vorzunehmen!

24 4. Erhöhung des gewerbesteuerrechtlichen Schachtelprivilegs 4.11 Gewerbeverluste Gewerbeverluste (§ 10a Satz 8 GewStG-E) 1. körperschaftsteuerliche Verlustabzugsbeschränkung (§ 8c KStG-E) 2. entsprechende Anwendung Ablösung Mantelkauf-Regelung (§ 8 Abs. 4 KStG) Fehlbeträge bei der Gewerbesteuer Neu

25 4. Erhöhung des gewerbesteuerrechtlichen Schachtelprivilegs 4.12 Zeitliche Anwendung – Sonderregelung für Gewerbeverluste Abzugsbeschränkung für Gewerbeverluste – Zeitliche Anwendung (§ 36 Abs. 9 Sätze 2 und 3 GewStG-E) Mantelkauf-Regelung (§ 10a Satz 8 GewStG i. V. m. § 8 Abs. 4 KStG) alte Rechtslageneue Rechtslage Anteilserwerbe vor Anteilserwerbe nach körperschaftsteuerliche Verlustabzugsbeschränkung neue nebeneinander Übergangszeitraums bis längstens (§ 10a Satz 8 GewStG n. F. i. V. m. § 8c KStG-E)

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