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Methoden der Bestandsaufnahme: Material

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Präsentation zum Thema: "Methoden der Bestandsaufnahme: Material"—  Präsentation transkript:

1 Methoden der Bestandsaufnahme: Material

2 Materialtypische Schäden
Instandsetzung von Schäden Die Instandsetzung von Schäden setzt eine aussagekräftige Diagnose des Bauschadens voraus Festzustellen sind daher: Schadensursache Schadensgrad Schadensumfang

3 Materialtypische Schäden
Instandsetzung von Schäden Die physikalische Schadensursache ist i.d.R. auf einen der folgenden Punkte zurückzuführen Mangelhafter Roh- und Baustoff (oder ungeeignete Verwendung) Fehlerhafte Baukonstruktion (nicht materialgerechtes Konstruieren) Rohstoffverarbeitung mangelhaft

4 Betontypische Schäden

5 Betontypische Schäden
Typische Schadenskategorien 1 Korrosion der Bewehrung Carbonatisierung des Betons Chlorideinwirkung 2 Physikalische/ chemische Schäden des Betons Betonabsprengungen Betonausblühungen Betonauslaugung Betonkorrosion Betontreiben

6 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Carbonatisierung 1 Abhängigkeit der Korrosionsgeschwindigkeit von der Säureeigenschaft der Umgebung

7 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Carbonatisierung 2 Als Bindemittel für Beton wird Zement verwendet, in dem die folgenden Klinkerphasen, je nach Zementart in unterschiedlichen Anteilen, vorliegen. Klinkerphasen: TriCalciumSilikat: 3CaO . SiO2 DiCalciumSilikat: 2CaO . SiO2 TriCalciumAluminat: 3CaO . Al2O3 CalciumAluminatFerrit: 4CaO (Al2O3,Fe2O3) CalciumOxid CaO (Freikalk) MagnesiumOxid MgO (Periklas)

8 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Carbonatisierung 3 Durch Beimengung von Anmachwasser werden zwei Prozesse ausgelöst: Hydrolyse: CaO + H2O  Ca2+ + 2OH- pH-Wert: 12,5, d.h. basisch und somit Schutz der Bewehrung durch Passivierung im Frischbeton Hydratation: Ausbildung der Hydratphasen, u.a. CalziumSilikatHydrat + CalziumHydroxid m*CaO . SiO2 . x*H2O + Ca(OH)2 CalziumHydroxid wirkt basisch (pH-Wert 12,5) und bildet somit einen Schutz der Bewehrung durch Passivierung

9 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Carbonatisierung 4 In der Luft gelöstes Kohlenstoffdioxid, CO2, kann durch Diffusion in den Beton eindringen und löst den Carbonatisierungsvorgang aus: 1.Schritt: CO2 + H2O  H2CO3 (Kohlensäure) 2.Schritt: H2CO3 + Ca(OH)2  CaCO3 + 2H2O (Kalziumcarbonat + Wasser) Verschiebung des pH-Wertes nach unten Bei einem pH-Wert < 9,5 setzt die Korrosion ein

10 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Chlorid Die meisten Metalle bilden eine mehr oder weniger vor Korrosion schützende submikroskopische Oxidschicht aus. Diffundieren Cl- Ionen durch den Beton bis zur Bewehrung wird diese Passivschicht lokal zerstört indem die Bindung der Metallionen zur Oxidschicht geschwächt und schließlich gelöst wird. Im Bereich des Angriffs bildet sich ein lokaler saurer Bereich aus (unabhängig vom pH-Wert des Zementsteins) der die Korrosion begünstigt. Die lokale Zerstörung und das lokale Auftreten von Korrosion ist als Lochfraß bekannt.

11 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Chlorid Oben: Mechanismus des Lochfraßes Rechts: Löcher in Nickel

12 Betontypische Schäden
Korrosion der Bewehrung: Chlorid Chloridangriffe sind typisch für Stahlbetonteile die : - durch Tausalze belastet werden (Brücken, Sockelbereiche) - unter HCl (Chlorwasserstoff) Einwirkung stehen (PVC-Brände) - einen Magnesiumestrich/ Steinholzestrich tragen (Magnesiumchlorid als Bindemittel) Tausalze in der Sockelzone Brandschadensbild Foto Fa. Wels

13 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Betonabsprengungen Ursachen Frost-Tauwechsel (größeres Volumen von Eis im Vergleich zu flüssigem Wasser) Voraussetzung: Wasser muss in flüssiger Form im Beton vorliegen können -Frischbeton (noch nicht abgebunden) -Ungleichmäßige Verdichtung mit lokal hoher Wasseraufnahmefähigkeit durch hohe Porosität Korrosion der Bewehrung (größeres Volumen der Oxidschicht im Vergleich zum Metall) Voraussetzung: -Freiliegen des Bewehrungsstahls -Carbonatisierung des Betons -Chlorideinwirkung

14 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Betonabsprengungen Beispiele

15 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Betonausblühungen Betonausblühungen: schleierartige bis fleckige, ggf. krustige Ablagerungen an der Betonoberfläche Ursachen Vorhandensein wasserlöslicher Substanzen, Auftreten von Wasser/ Feuchtigkeit im Beton Substanzen: -Kalziumkarbonat aus dem Prozess der Betoncarbonatisierung (kein Mangel hinsichtlich Festigkeit und Dauerhaftigkeit) -Wasserlösliche Salze aus Zuschlag oder Anmachwasser (Sulfate, Chloride) -Wasserlösliche Salze aus nicht gesperrtem Baugrund -Reaktionsprodukte aus Kalzium und aggressiven Luftverunreinigungen

16 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Betonausblühungen Ausblühprozess, beobachtet über mehrere Monate (Gehwegplatten auf Zementmörtel)

17 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Betonauslaugung Betonauslaugung: Masseverlust des Betons durch Ausschwemmen wasserlöslicher Elemente Ursachen Vorhandensein wasserlöslicher Substanzen, Auftreten von Wasser/ Feuchtigkeit im Beton Substanzen: Lehm, Ton, Kreide, Gipsstein, Tonschiefer als Bestandteil des Zuschlags

18 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Betontreiben Betontreiben: Treibrisse oder Abplatzungen durch Volumenvergrößerung in Oberflächennähe Ursachen -Sulfattreiben: Sulfathaltige Lösungen xxSO4.H2O (sauerer Regen, sulfathaltiges Grundwasser, Salzlösungen im Bauteil) reagieren mit dem Calzium des Zements (CalziumHydroxid, Ca(OH)2 oder CalziumCarbonat, CaCO3) über mehrere Stationen zu CalziumSulfatDiHydrat CaSO4.2H2O (Gips). In der Folge entsteht zusammen mit dem CalziumAluminat des Zements (Klinkerphase) unter bis zu 8-facher Volumenvergrößerung Ettringit. -Magnesiumsalztreiben -Kalk- und Magnesiatreiben

19 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Risse Ursachen Überschreitung der zulässigen Spannungen durch ... ... Zwang -Schwinden/ Quellen -Setzen -Unzureichende Bewegungsfugen zwischen unabhängigen Bauteilen -Thermische Ausdehnung (z.B. Hydratationswärme) ... Überschreitung der Bemessungslast

20 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Risse Rissbilder:

21 Betontypische Schäden
Physikalische/ chemische Schäden des Betons: Risse Rissbilder:

22 Betontypische Schäden
Analysemethoden Zerstörungsfreie Methoden – nicht zerstörungsfreie Methoden Feststellungsziele: -Betonfestigkeit -Position oder Schaden an der Bewehrung -Oberflächenstruktur, Risse -Chloridschäden -Durchfeuchtung

23 Betontypische Schäden
Analyse Betonfestigkeit: Oberfläche, Hohlstellen, Kiesnester Zerstörungsfrei: Inaugenscheinnahme Schmidt-Rückprallhammer: Rückschluss auf die Druck-festigkeit des Oberflächenbetons durch Messung des Energieverlustes beim Rückprall Schmidt Rückprallhammer

24 Betontypische Schäden
Analyse Betonfestigkeit: Oberfläche, Hohlstellen, Kiesnester Nicht zerstörungsfrei: Bohrkern Kernbohrgerät

25 Betontypische Schäden
Analyse Betonüberdeckung, Lage der Bewehrung, Schaden an der Bewehrung Zerstörungsfrei: Inaugenscheinnahme: sichtbare Schäden? Bewehrungssuchgeräte: Durch Erzeugung eines Magnetfeldes kann die Lage, der Durchmesser und die Überdeckung der Bewehrung festgestellt werden Bestimmung des Rostanteils der Bewehrung: Rückschluss auf den Korrosionsgrad durch Aufbringen und Messen eines Potentialfeldes mit Hilfe einer Kupferkathode Nicht zerstörungsfrei: Freilegen Carbonatisierung von Bohrkernen prüfen (Indikatorreaktion von Phenolphtalein)

26 Betontypische Schäden
Analyse Elektrochemische Potentialmessung

27 Betontypische Schäden
Analyse Risse in der Betonoberfläche, Beschichtungsfähigkeit, Oberflächenzugfestigkeit Zerstörungsfrei: Inaugenscheinnahme: Rissbilder, Rissbreite, Risstiefe Rissbewegung: Gipsmaske Nicht zerstörungsfrei: Bohrkernentnahme (Tiefenverlauf der Risse, Laboruntersuchungen) Haftzugfestigkeit durch Haftzugprüfgerät Haftzugprüfgerät

28 Betontypische Schäden
Analyse Chloridschäden Merkmal: Korrosionsschäden ohne „ausreichende“ Carbonatisierungstiefe Zerstörungsfrei: -keine Nicht zerstörungsfrei: Bohrkernentnahme (Chloridgehalt durch Silbernitrat- Test, UV-Verfahren)

29 Betontypische Schäden
Analyse Durchfeuchtung Zerstörungsfrei: -Qualitativ: Erwärmen (Änderung der Oberflächenfarbe) -lokales Aufbringen dampfdichter Folien (Kondensat) -Widerstandsfeuchtemessung: Rückschluss auf den Wassergehalt durch Messen des elektrischen Widerstandes des Materials Nicht zerstörungsfrei: -Calciumcarbidmethode: Reaktion von CaC2 mit Wasser zu Acetylengas, Messung des Gasdruckes lässt auf den Wassergehalt schließen -Gravimetrische Feuchtemessung: Gewichtsbestimmung im Ausbauzustand und nach Erreichen des Darr-Gewichts durch Trocknung bei 105°C.

30 Betontypische Schäden
Instandsetzung Betonersatz: Reprofilierung von Ausbrüchen und Abplatzungen mit geprüften Sanierungssystemen oder durch handwerklich ausgeführte Mörtelsysteme

31 Betontypische Schäden
Instandsetzung Vorgehen: -Mechanisches Entfernen des schadhaften Betons -Entrosten des Bewehrungsstahls (Sandstrahlen) -Aufbringen von Korrosionsschutz für die Bewehrung, inklusive Quarzsandbestreuung zur Haftverbesserung -Aufbringen von Haftgrund auf den Bestandsoberflächen des Betons -Aufbringen des Reparaturmörtels

32 Betontypische Schäden
Instandsetzung Spritzbeton: Aufbringen von Betonschichten zur Erhöhung der Betonüberdeckung oder zur Vergütung der Oberfläche Foto Bautas AG

33 Betontypische Schäden
Instandsetzung Behandlung von Rissen: Schließen Abdichten Dehnfähiges Verbinden Kraftschlüssiges Verbinden Methoden: Tränkung (T): Druckloses Füllen durch Pinseln, Streichen, Gießen Betoninjektionen (I) Verwendete Stoffe: Epoxidharz (EP-T, EP-I) Polyurethanharz (PU-I, kein kapillares Steigvermögen) Zementleim (ZL-T, ZL-I) Zementsuspension (ZS-T, ZS-I)

34 Betontypische Schäden
Instandsetzung Anwendungsbereiche:

35 Betontypische Schäden
Instandsetzung Bohrpacker Klebepacker

36 Betontypische Schäden
Instandsetzung Klebepacker

37 Betontypische Schäden
Instandsetzung Oberflächenbehandlung zur Verbesserung der Oberflächeneigenschaften Farbgebung Widerstandsfähigkeit gegen chemische und physikalische Angriffe Abdichtungen UV-Schutz Schutz gegenüber mikrobiellem Befall

38 Betontypische Schäden
Literatur Knoblauch/ Schneider: „Bauchemie“, Werner-Verlag Bundesverband der deutschen Zementindustrie (Hrsg.): „Zementmerkblätter“ Stahr: „Bausanierung“, Vieweg

39 Holztypische Schäden

40 Holztypische Schäden Typische Schadenskategorien 1 Holzschädlinge
Tierische Holzschädlinge Pflanzliche Holzschädlinge 2 Holzfehler Schwindrisse Harz

41 Holztypische Schäden Holzschädlinge: Tierische Holzschädlinge
Trockenholzinsekten: Hausbock/Holzbock Nagekäfer (Holzwurm) Splintholzkäfer (Termiten) Frischholzinsekten: Holzwespen Borkenkäfer Kernholzkäfer

42 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Tierische Holzschädlinge
Stadien: Ei Larve Puppe Insekt Merkmale: Typische Fraßgänge Typische Fluglöcher Wespenpuppe

43 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Tierische Holzschädlinge, Trockenholz Hausbock Nagekäfer Splintholzkäfer Insekt Larve Schadbild

44 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Tierische Holzschädlinge, Frischholz Holzwespen Borkenkäfer Insekt Larve Schadbild

45 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Pflanzliche Holzschädlinge
Holzfärbende Pilze: Bläuepilze (keine Fäulnis, kein Festigkeitsverlust) Holzzerstörende Pilze: Echter Hausschwamm (meldepflichtig, feuchteproduzierend) Kellerschwamm Weißer Porenschwamm Blättling

46 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Pflanzliche Holzschädlinge
Bläuepilze Splintholzbefall Befall einer bewitterten Konstruktion

47 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Pflanzliche Holzschädlinge
Hausschwamm Fruchtkörper und Myzel Mögliches Schadensbild

48 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Pflanzliche Holzschädlinge
Kellerschwamm Fruchtkörper und Myzel Mögliches Schadensbild

49 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Pflanzliche Holzschädlinge
Weißer Porenschwamm Fruchtkörper und Myzel Mögliches Schadensbild

50 Holztypische Schäden Holzschädlinge : Pflanzliche Holzschädlinge
Blättling

51 Holztypische Schäden Holzfehler: Schwindrisse Schwindrisse
Ursache: Holz wurde mit einer zu hohen Holzfeuchte eingebaut Trockenes Holz: Holzfeuchte ≤ 20% Halbtrockenes Holz: Wasser ist lediglich hygroskopisch, d.h. in den Zellwänden gebunden, Holzfeuchte ≤ 30% Frisches Holz: Wasser ist zusätzlich kapillar gebunden, Holzfeuchte ≥ 30% (Fasersättigungspunkt) Verändert sich der hygroskopisch gebundene Anteil des Wassers ist dieses mit einer Volumenänderung des Querschnitts verbunden. Gleichgewichtsfeuchte in geschlossenen und beheizten Räumen: ca. 9%

52 Holztypische Schäden Holzfehler : Schwindrisse
Holzfeuchte: Verhältnis der gesamten im Holz vorhandenen Wassermasse zur Masse des vollkommen trockenen Holzes (Darrgewicht): (mu – mo) / mo mu: Masse des feuchten Holzes mo: Masse des trockenen Holzes Darrgewicht: Ermittlung durch Trocknung des Holzes bei 105°C bis zur Gewichtskonstanz

53 Holztypische Schäden Holzfehler : Schwindrisse Stütze
Besonders kritisch im Knotenbereich Balken

54 Holztypische Schäden Holzfehler : Harzaustritt
Austritt von Harz: Bei nicht ausreichend abgelagertem Holz verbleibt Harz im Holz welches sich unter Wärmeeinwirkung verflüssigt und austritt. Dies führt zu Verunreinigungen und Beschädigungen des Anstrichs.

55 Holztypische Schäden Analyse Durchfeuchtung Zerstörungsfrei:
Widerstandsfeuchtemessung: Rückschluss auf den Wassergehalt durch Messen des elektrischen Widerstandes des Materials. Nicht zerstörungsfrei: Gravimetrische Feuchtemessung: Gewichtsbestimmung im Ausbauzustand und nach Erreichen des Darrgewichts.

56 Holztypische Schäden Analyse Holzschädlinge/Holzfehler
Zerstörungsfrei: Inaugenscheinnahme

57 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung
Holzschädlinge/Holzfehler Konstruktiver, baulicher Holzschutz/ Wahl der Holzart: Zentrale vorbeugende Schutzmaßnahme! Chemischer Holzschutz: Vorbeugend Bekämpfend Heißluftverfahren Begasung

58 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung
Gebrauchsklassen nach DIN 68800

59 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung
Chemischer Schutz gegenüber Holzschädlingen Einsatz chemischen Holzschutzes nur wenn andere Maßnahmen als wirkungslos ausgeschlossen werden müssen Verwendung ausschließlich bei Vorliegen eines Prüfzeichens oder Prüfprädikats Wasserlösliche Salze Ölige Mittel Aufbringen als: Druckimprägnierung Tauchimprägnierung Oberflächenbehandlung Entscheidung nach Gebrauchsklassen

60 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung
Heißluftverfahren zum Schutz gegenüber Holzschädlingen Erhitzung der befallenen Bereiche auf eine Mindesttemperatur von 55°C für mindestens 60 Minuten. Zerstörung des Eiweißes und damit Abtötung tierischer Holzschädlinge. Nachfolgende vorbeugende Maßnahmen i.d.R. erforderlich.

61 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung
Begasung zum Schutz gegenüber Holzschädlingen Begasung befallener Bereich mit abtötenden Gasen. Nachfolgende vorbeugende Maßnahmen i.d.R. erforderlich.

62 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung Schwindrisse
Auswechslung sofern die Festigkeitsanforderungen unterschritten werden Optisches Abdecken oder Verschließen von Innenbauteilen sofern die Festigkeitsanforderungen eingehalten werden Im bewitterten Außenraum können Risse Feuchtigkeit halten oder stauen und stellen somit potentiellen Lebensraum für pflanzliche Holzschädlinge dar. Ggf. durch Einspanen, Verleisten oder Abdecken konstruktiv schützen.

63 Holztypische Schäden Instandsetzung/Vorbeugung Harzbefreiung
Abschleifen, auskratzen, ggf. unter Erwärmung, Nachstrich erst wenn Harz vollständig ausgetreten ist.

64 Holztypische Schäden Literatur
Colling: „Lernen aus Schäden im Holzbau“, Bruderverlag Stahr: „Bausanierung“, Vieweg

65 Natursteintypische Schäden

66 Natursteintypische Schäden
Natursteintypen Natursteine werden in drei Hauptgruppen unterteilt: Magmagesteine Erstarrungs- und Eruptivgestein aus schmelzflüssigem Magma Sedimentgesteine Ablagerungen von verwittertem Gesteinsmaterial/ Muscheln/ Tierknochen Metamorphe Gesteine Umwandlung anderer Gesteinsarten durch hohe Drücke und/ oder Temperaturen

67 Natursteintypische Schäden
Natursteintypen Natursteine liegen jedoch in einer großen natürlichen Varianz vor Eine Auswahl an Sandsteinen:

68 Natursteintypische Schäden
Natursteintypen Natursteine liegen jedoch in einer großen natürlichen Varianz vor Eine Auswahl an Kalksteinen:

69 Natursteintypische Schäden
Natursteintypen Entsprechend bestehen große Unterschiede zwischen den schadensrelevanten Gesteinseigenschaften der unterschiedlichen Natursteintypen Gewicht & Struktur: Dichte, Korngröße, Porosität Mechanische Festigkeit: Druck-, Biegezug-, Stoß-, Ausbruch-, Abrieb-, Oberflächenfestigkeit Zusammensetzung: Mineral-, Salz-, Alkaligehalt, säure-, wasserlösliche Bestandteile Feuchteverhalten: Feuchtegehalt, Wasseraufnahme, Wasserdurchgang, Dampfdurchlässigkeit, hygroskopische Gleichgewichtsfeuchte Temperaturverhalten: Wärmeleitfähigkeit, Rauchgasbeständigkeit, Frostbeständigkeit

70 Natursteintypische Schäden
Typische Schadenskategorien Krustenbildung Salzbildung Verfärbung Absanden Reliefbildung Schuppen, Ablösung von Schalen Bröckeln, Ausbruch, Absprengungen Die Schäden sind mit jenen von Beton vergleichbar, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Löslichkeit des Materials und der chemischen Zusammensetzung des Korns und der Bindemittel. Darüber hinaus müssen, insbesondere bei historischen Gebäuden, fehlgeschlagene Sanierungsversuche aus der Vergangenheit als Ursache berücksichtigt werden.

71 Natursteintypische Schäden
Schadensbeispiele „Wunden der Erinnerung“ Pferdebändiger vor der Alten Pinakothek mit Einschusslöchern aus dem 2. Weltkrieg

72 Natursteintypische Schäden
Schadensbeispiele Entfernung von Gipsschichten auf mineralischen Wandmalereien mit Pasten am Beispiel der Herz- Jesu- Kirche in Berlin Gipsentstehung aus Sulfattreiben, Behandlung durch Amoniumhydrogencarbonat Quelle: Forschungs- und Entwicklungslabor für Altbausanierung und Denkmalpflege

73 Natursteintypische Schäden
Schadensbeispiele Reinigung des Grabmals Hirschfeld Quelle: Forschungs- und Entwicklungslabor für Altbausanierung und Denkmalpflege

74 Natursteintypische Schäden
Schadensbeispiele Witterungsbedingtes Auswaschen einer Lehmmauer

75 Natursteintypische Schäden
Analyse Aufgrund der Vielfältigkeit des Natursteins und der häufigen Verwendung in historischen Gebäuden sind im Vorfeld der eigentlichen Schadensanalyse folgende Schritte notwendig: Erfassung der schädigenden Einflüsse durch die Standortbedingungen (z.B. SO2-Gehalt der Luft, Frost-Tau-Bedingungen, ...) Baugeschichtliche Erfassung und Bewertung des Gebäudes Konstruktive und baustofftechnische Erfassung und Bewertung

76 Natursteintypische Schäden
Instandsetzung Es existieren vielfältige, teils auf sehr spezielle Bausituationen abgestimmte Instandsetzungsverfahren: Reinigung: Berieselung, Wasserstrahlen, Dampfstrahlen, mechanisches Strahlen, chemische Reinigung mit speziellen Säuren oder Laugen, Pasten, Laserverfahren, ... Farbentfernung: Abbeizen, Abschleifen, Wasserstrahlen, mechanisches Strahlen Steinaustausch: Steinbruch noch vorhanden? Steinergänzung: Restauriermörtel Trockenlegung: Einsetzen von Sperrschichten (von außen aufbringen, Ersatz/Austausch, Einrammen von Edelstahlblechen, Unterfangungen), Injektionen Entsalzung: mechanisch, Kompressen (durch Diffusion), elektrophysikalisch, chemische Salzumwandlung Festigung: Injektion oder Tränkung mit Fluat, Wasserglas, Kieselsäure, Polyurethan, Acrylharz

77 Natursteintypische Schäden
Literatur Sauder/ Schloenbach: „Schadenfreies Bauen, Band 11: Schäden an Außenmauerwerk aus Naturstein“, IRB Verlag Stahr: „Bausanierung“, Vieweg

78 Mauerwerkstypische Schäden

79 Mauerwerkstypische Schäden
Typische Schadenskategorien Die typischen Schadensbilder von Mauerwerk ähneln jenen von Beton oder Naturstein Ein herausragendes Schadensbild von Mauerwerkswänden stellen jedoch Risse dar. Diese sind insofern materialtypisch, als das Mauerwerk nicht bewehrt wird und daher keine Zug- und Schubkräfte aufnehmen kann.

80 Mauerwerkstypische Schäden
Typische Schadenskategorien Zugkräfte aus Zwang werden i.d.R. durch die Behinderung der Ausdehnung verursacht (aus DIN 1053)

81 Mauerwerkstypische Schäden
Riss-Schadensbilder und die möglichen Ursachen Horizontalrisse Schrägrisse Vertikalrisse

82 Mauerwerkstypische Schäden
Horizontalrisse in einschaligen Außenwänden: Dehnungsbehinderung durch Innenwände (Schwinden, Quellen, Temperaturdehnung)

83 Mauerwerkstypische Schäden
Horizontalrisse in einschaligen Außenwänden: Abheben des Stahlbetonflachdachs

84 Mauerwerkstypische Schäden
Horizontalrisse in einschaligen Außenwänden: Abheben der Stahlbetondecke

85 Mauerwerkstypische Schäden
Horizontalrisse in einschaligen Außenwänden: Schwinden eines Stahlbetongurts

86 Mauerwerkstypische Schäden
Horizontalrisse in einschaligen Außenwänden: Unterschiedliche Dehnung zwischen Mauerwerk und Stahlbetondecke

87 Mauerwerkstypische Schäden
Horizontalrisse in Vormauerschalen: Schwindrisse im Bereich der Abfangung

88 Mauerwerkstypische Schäden
Schrägrisse in einschaligen Außenwänden: Horizontalverformungen von Ringbalken

89 Mauerwerkstypische Schäden
Schrägrisse in einschaligen Außenwänden: Druckumlenkung unter Öffnungen

90 Mauerwerkstypische Schäden
Schrägrisse in Innenwänden: Dehnungsbehinderung durch Außenwände

91 Mauerwerkstypische Schäden
Vertikalrisse in einschaligen Außenwänden: Behindertes Schwinden des Mauerwerks

92 Natursteintypische Schäden
Literatur Schubert: „Mauerwerk“, Fraunhofer IRB Verlag


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