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Praktika und Praktikumsbegleitung Partnerschaft mit ArbeitgeberInnen Modul 7 Pilottraining Teil 1: Praktika und Praktikumsbegleitung Trainerinnen: Dipl.Soz-Päd.

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Präsentation zum Thema: "Praktika und Praktikumsbegleitung Partnerschaft mit ArbeitgeberInnen Modul 7 Pilottraining Teil 1: Praktika und Praktikumsbegleitung Trainerinnen: Dipl.Soz-Päd."—  Präsentation transkript:

1 Praktika und Praktikumsbegleitung Partnerschaft mit ArbeitgeberInnen Modul 7 Pilottraining Teil 1: Praktika und Praktikumsbegleitung Trainerinnen: Dipl.Soz-Päd. Carmen Schmidtlein & Päd. MA Katharina Idasiak Teil 2: Partnerschaft mit ArbeitgeberInnen TrainerInnen: Josef Schmied & Dagmar Ransmayr

2 Pilottraining Transition from School to Work Modul 7 Teil 1: Praktika und Praktikumsbegleitung Dipl. Soz.- Päd. Carmen Schmidtlein & Päd. MA Katharina Idasiak ACCESS Integrationsbegleitung gGmbH Michael Vogel Straße 1c, Erlangen, Deutschland

3 Einheit 1: Willkommen, Einführung und Überblick über das Modul Willkommen, Kennenlernen der TeilnehmerInnen Erwartungen an das Modul Überblick über das Modul Präsentation von ACCESS und Projekt Jobstart

4 Überblick über Modul 7 – Teil 1: ACCESS Die Unterstützung von A bis Z für einen/eine SchülerIn mit einer psychischen oder einer Lernbehinderung Den/Die SchülerIn kennenlernen und ein Praktikum vorbereiten Unterstützung und Coaching des/der Jugendlichen während des Praktikums Das Praktikum evaluieren und individuelle berufliche Perspektiven für den/die SchülerIn entwickeln

5 Überblick über Modul 7 – Teil 2: Partnerschaft mit ArbeitgeberInnen Erwartungen von ArbeitgeberInnen (an einen/eine PraktikantIn / ArbeitnehmerIn) Diskussion und Identifizierung von Bereichen, in denen die ArbeitgeberInnen Unterstützung brauchen könnten (um einen jungen Menschen auszubilden / einzustellen) Darstellung der Unterstützung von ArbeitgeberInnen und KollegInnen durch BeraterInnen Darstellung des Angebotes (zur Präsentation vor ArbeitgeberInnen) entwickeln Kommunikation und Sprache von ArbeitgeberInnen verstehen, um die Jugendlichen adäquat präsentieren und die Unternehmen positiv beeinflussen zu können

6 Was ist ACCESS? Seit 1994 unterstützt ACCESS Menschen mit Behinderung, die auf dem regulären Arbeitsmarkt arbeiten möchten. Derzeit hat ACCESS 18 Beschäftigte. Wir begleiten Menschen in ein selbstbestimmtes Leben. ACCESS hat auch MitarbeiterInnen mit Behinderung. ACCESS will in Zusammenarbeit mit verantwortungsvollen ArbeitgeberInnen Arbeitsplätze für behinderte Menschen schaffen und erhalten.

7 Drei Bereiche der Unterstützung: Beratung von langzeitarbeitslosen Menschen mit Behinderung aus Erlangen (Hartz IV) Betriebliches Arbeitstraining für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung oder einer Lernbehinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten möchten (BAT) Unterstützung und Training von Jugendlichen mit einer psychischen Beeinträchtigung, einer Lern- oder einer körperlichen Behinderung, die nach der Schule auf dem regulären Arbeitsmarkt arbeiten wollen (Jobstart)

8 Projekt Jobstart Seit 2002 werden SchülerInnen aus 8 Partnerschulen unterstützt. Derzeit arbeiten 4 MitarbeiterInnen mit 42 Jugendlichen. Die Finanzierung erfolgt über die Arbeitsagentur und die Integrationsabteilung für jeweils ein Jahr. Unser Angebot: Arbeitserfahrung und Orientierung durch ein Praktikum auf dem regulären Arbeitsmarkt Stärken- und Schwächenanalyse Persönliche Zukunftsplanung Akquise von Praktikumsplätzen Entwicklung von beruflichen Perspektiven

9 Einheit 2: Ziele des Projekts Jobstart und Zielgruppe Ziele des Projekts Berufserfahrung und -training mit Jobcoaching in Unternehmen des regulären Arbeitsmarktes Training von sozialen Kompetenzen und Fähigkeiten am Arbeitsplatz Abklärung von Interessen und möglichen Arbeitsfeldern Die Arbeitsbedingungen auf dem regulären Arbeitsmarkt kennenlernen und reflektieren Bewerbungstraining Abklärung von Berufswegen und Möglichkeiten

10 Zielgruppen SchülerInnen mit körperlichen Behinderungen, die gute Abschlussnoten haben und ausreichend körperliche Belastbarkeit und Motivation mitbringen, um nach der Schule ein berufliches Training zu absolvieren SchülerInnen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Lernbehinderungen, die nicht nach der Schule auf einem geschützten Arbeitsplatz arbeiten möchten und die die Motivation mitbringen, in längerfristigen Praktika zu arbeiten und zu lernen SchülerInnen brauchen auch: Unterstützende Eltern Entsprechendes Verhalten und Auftreten Verlässlichkeit und Unabhängigkeit

11 Einheit 3:Begleitung des/der Jugendlichen vom Erstgespräch bis zum Schulabschluss I.Den/Die SchülerIn kennenlernen I.I. Checkliste für Arbeitsfähigkeiten Was ist der Zweck der Checkliste? Warum haben wir sie entwickelt? Schlechte Erfahrungen mit manchen Jugendlichen in der Vergangenheit Informationen darüber, welche Fähigkeiten notwendig sind, um erfolgreich am Projekt teilzunehmen Erleichterung der Auswahl von SchülerInnen für die LehrerInnen Argumente für und gegen die Teilnahme eines/einer Jugendlichen Möglichkeit, viele Informationen über die Jugendlichen durch die Schule zu bekommen

12 Gruppenarbeit: Eine Checkliste entwickeln Welche Informationen braucht man zu einem/einer unbekannten SchülerIn? Welche Fähigkeiten braucht man, um ein längerfristiges Praktikum auf dem regulären Arbeitsmarkt zu absolvieren? Arbeiten Sie in Zweiergruppen und entwickeln Sie eine Checkliste. Zeit: 30 min

13 I.II.Individuelle Entscheidung für den/die Jugendliche/n Die LehrerInnen sprechen darüber, welche SchülerInnen am Projekt teilnehmen könnten und füllen die Checklisten aus. Die BeraterInnen treffen sich mit den LehrerInnen. Gemeinsam diskutieren sie jede Checkliste. Es folgt die Entscheidung darüber, welche SchülerInnen teilnehmen können und die Vorbereitung der nächsten Schritte (Erstgespräch mit den Eltern).

14 I.III.Gespräch mit dem/der SchülerIn / den Eltern / den Erziehungsberechtigten Arbeiten Sie aus, wie Sie ein Erstgespräch führen würden und präsentieren Sie es der Gruppe Arbeiten Sie in Zweiergruppen einen Leitfaden für ein Erstgespräch aus und präsentieren Sie diesen der Gruppe (Wenn Sie keinen Leitfaden entwickeln, präsentieren Sie einen kurzen Überblick über die möglichen Inhalte eines Erstgesprächs.) Zeit: 20 min

15 Die Eltern sollten zum Erstgespräch folgende Unterlagen mitbringen: Behindertenpass Das aktuellste Schulzeugnis Beurteilungen/Bestätigungen über frühere Praktika Medizinische Unterlagen I.IV.Über mich – der Fragebogen für die Jugendlichen Fragebogen für die Jugendlichen Um einen Eindruck zu bekommen, wie gut/schnell er/sie lesen und schreiben kann Um zu sehen, was er/sie von sich aus versteht und wie viel Unterstützung er/sie zum Ausfüllen des Fragebogens braucht

16 I.V. Vorträge in Schulen: Warum machen wir sie? Was beinhalten sie? Wir bieten seit dem Schuljahr 2007/2008 Vorträge in Schulen an. Die Ziele: Thema sind nicht nur Praktika, sondern auch allgemeinere Informationen über alles, was mit dem Arbeitsmarkt zusammenhängt. Die SchülerInnen bekommen die Möglichkeit, ihr Praktikum zu reflektieren und wichtige Themen in einer Gruppe von SchülerInnen zu besprechen, die in einer ähnlichen Situation sind und vielleicht ähnliche Erfahrungen haben. Besseres Kennenlernen der Jugendlichen in einer anderen Umgebung und in einer anderen Situation.

17 Die aktuellen Inhalte: Ein Bild von mir Die Jugendlichen sollen sich mit ihren Stärken, Talenten, Vorlieben, Erfahrungen und Träumen in Zusammenhang mit Praktika und Arbeit auseinandersetzen. Meine Stärken und Fähigkeiten Intensive Auseinandersetzung mit Stärken/Schwächen, Eigenschaften, Verhalten und Einstellungen Das Bewerbungsgespräch – So stelle ich mich vor Wie soll ich mich bewerben? Was ist für ein Unternehmen interessant? Wie soll ich mich verhalten, was soll ich anziehen? Was möchte ich über das Praktikum und das Unternehmen wissen? Bilder der Arbeit Die Jugendlichen sollen sich mit verschiedenen Arbeitsbereichen, Arbeitsplätzen und den damit verbundenen Anforderungen auseinandersetzen.

18 Verhalten und Benehmen während eines Praktikums Welches Verhalten ist für einen/eine PraktikantIn angemessen, welches nicht? Wie soll ich mich benehmen, was muss ich wissen? Wie fühle ich mich, wenn ich von anderen Menschen unfreundlich behandelt werde? Alles rund ums Praktikum Was erwartet das Unternehmen von mir beim Praktikum? Was muss ich mitbringen? (Benehmen, Interesse, Motivation...) Was steht in einem Arbeitsvertrag? Was sind die unangenehmsten Dinge, die in einem Praktikum passieren können? Kritik und Ärger – Wie gehe ich damit um?` Wo gab es schon einmal Kritik oder Probleme? Wie kann man auf Kritik während eines Praktikums reagieren, und warum hat Kritik manchmal auch gute Seiten?

19 Warum will ich arbeiten? Was ist der Unterschied zwischen Schule und Praktikum? Was sind die unterschiedlichen Motive für das Arbeiten? Was sind im alltäglichen Leben die Unterschiede zwischen Schule und Praktikum? Teamarbeit – Was ist das? Was denken die SchülerInnen über Teamarbeit? Wie kann Teamarbeit aussehen? Was sind die Vorteile von Teamarbeit und was passiert, wenn es nicht klappt? Miteinander reden Anerkennen, dass Kommunikation ein wichtiges Element im normalen Arbeitsleben ist. Wie sieht das eigene Kommunikationsverhalten aus? Was passiert, wenn die Kommunikation in einem Team fehlt?

20 II. Vor Beginn des Praktikums II.I. Rahmenbedingungen eines Praktikums Dauer: Mindestens: 6 Wochen, Durchschnitt: 8–12 Wochen Montag bis Donnerstag; am Freitag Schulbesuch Kein Praktikum während der Ferien Arbeitszeit: Hängt vom Unternehmen ab, mindestens jedoch 6 Stunden Anzahl der Praktika pro Schuljahr: 11. Schulstufe – mindestens 1 Praktikum 12. Schulstufe – mindestens 2 Praktika

21 II.II. Akquise und Bewerbungsformular -Individuelle Akquise für jeden/jede SchülerIn, je nach seinen/ihren Interessen und Fähigkeiten -Der Arbeitsplatz muss in einer annehmbaren Entfernung liegen (so, dass man ihn per Bus, U-Bahn, Zug oder Fahrrad etc. erreichen kann). -Das Praktikum sollte auf einem Arbeitsplatz stattfinden, der für jemanden mit einer Lernbehinderung angemessen ist (relativ einfach strukturierte Tätigkeit, wenig Druck, keine Verantwortung, keine Berufsausbildung notwendig...).

22 Formen der Akquise: -Internet -Telefon -Zeitung -Persönliche Kontakte der Eltern -Unternehmen, die schon gute Erfahrungen mit ACCESS gemacht haben Nach der positiven Reaktion eines Unternehmens schicken wir ein Bewerbungsformular des/der Jugendlichen und vereinbaren ein Bewerbungsgespräch.

23 II.III. Lerneinheit: Wie ich mich am besten präsentiere Warum machen wir diese Schulstunde? -Bewerbungen sind für die SchülerInnen ganz neu. -Sie sind aufgeregt, nervös, still, scheu... -Der/Die Jugendliche wird auf die Situation und die möglichen Fragen im Einstellungsgespräch vorbereitet. -Benehmen, Kleidung und Körperpflege werden besprochen.

24 Gruppenarbeit: Was kann bei einem Bewerbungsgespräch schieflaufen? Wie kann man das vermeiden? Bilden Sie Gruppen von 3–4 Personen und sammeln Sie Fehler, die die Jugendlichen in einem Bewerbungsgespräch machen könnten. Erarbeiten Sie Ideen, wie sich solche Fehler vermeiden ließen. Zeit: 30 min

25 II.IV.Mobilitätstraining, Vertrag, Informationsblatt und Dokumentationsmappe Mobilitätstraining: -Wir üben mit dem/der Jugendlichen den Weg von seinem/ihrem Zuhause zum Arbeitsplatz und zurück so oft wie nötig. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass er/sie sicher und pünktlich zum Praktikumsplatz gelangen kann. Vertrag: -Wir schließen einen Vertrag mit dem Unternehmen, der Schule und dem/der Jugendlichen ab.

26 Informationsblatt: -Es enthält alle wichtigen Informationen, die der/die Jugendliche, die Eltern und die LehrerInnen zum Praktikum brauchen (Rahmenbedingungen). Dokumentationsmappe: -Die Jugendlichen schreiben jeden Tag nieder, was sie im Praktikum gemacht haben. So lernen Sie auch neue arbeitsplatzrelevante Wörter und Phrasen. -Am Freitag können die SchülerInnen ihre Berichte den LehrerInnen zeigen, erläutern, was sie gemacht haben und ihre Arbeit reflektieren. -Sie lernen, dass ein Arbeitsplatz eine gewisse Routine hat und wie das alltägliche Arbeitsleben in einem Unternehmen aussieht. -Es wird von den Jugendlichen gefordert, über das Praktikum nachzudenken und die Gedanken niederzuschreiben.

27 III.Praktikum III.I.Arbeitsfelder / Praktikumsplätze Nicht alle Arbeitsplätze oder Arbeitsbereiche sind für unsere Zielgruppe passend und aussichtsreich, was die späteren Arbeitsmarktchancen betrifft. Schulstunde: Bilder der Arbeit Warum machen wir diese Lerneinheit: -Die Jugendlichen lernen verschiedene Berufsbereiche kennen. -Sie befassen sich mit konkreter Arbeit und den Anforderungen eines Berufs. -Die Jugendlichen bekommen neue Ideen für Praktika. -Meinungen und Vorurteile über bestimmte Berufsfelder können revidiert werden.

28 Gruppenarbeit: Schauen Sie sich Arbeitsplätze unserer KlientInnen an und diskutieren Sie, woraus diese Arbeiten bestehen und welche Fähigkeiten dafür notwendig sind. Diskutieren Sie die Eigenschaften der Jugendlichen und schätzen Sie ab, wie gut diese die Anforderungen des Arbeitsplatzes erfüllen können. Arbeiten Sie in Zweiergruppen. Bearbeiten Sie zwei Arbeitsbereiche und stellen Sie einen Arbeitsplan für Praktika in diesen Bereichen zusammen. Zeit: 60 min

29 Individueller Arbeitsplan -In Zusammenarbeit mit dem/der SchülerIn und dem Unternehmen wird für jedes Praktikum ein individueller Arbeitsplan erstellt. III.II.Jobcoaching Jobcoaching hat einen wichtigen Stellenwert in unserer Arbeit mit den Jugendlichen. Die konkrete Unterstützung im Rahmen von Jobcoaching ist ganz unterschiedlich und von den Bedürfnissen des/der Jugendlichen und des Unternehmens abhängig. Das Unternehmen und seine MitarbeiterInnen müssen die Rolle eines Jobcoaches kennen und verstehen. Sie müssen über die Einschränkungen und Stärken/Schwächen eines/einer Jugendlichen informiert sein, um Missverständnisse oder Überforderungen zu vermeiden.

30 Warum ist Jobcoaching so wichtig? Als Unterstützung für die Jugendlichen Als Entlastung der MitarbeiterInnen im Unternehmen Um einen Eindruck von den Fähigkeiten und Grenzen eines/einer Jugendlichen zu bekommen Um einen Überblick über die Anforderungen im Unternehmen zu bekommen Um die soziale Integration zu fördern Um einen Einblick in die jeweilige Unternehmenskultur zu bekommen Um Informationen über das Unternehmen zu erhalten

31 Die Grundsätze von Jobcoaching: Vermittlung Der Jobcoach vermittelt zwischen allen Personen, die in den Integrationsprozess involviert sind. Fokus auf Fähigkeiten Der Jobcoach fokussiert in seiner Arbeit auf die Fähigkeiten – des/der KlientIn und des/der ArbeitgeberIn. Akzeptanz Die Unterstützung muss so geleistet werden, dass sie von allen betroffenen Personen akzeptiert wird.

32 Flexibilität Die Unterstützung muss jeweils den unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmen angepasst werden, d.h. sie muss sehr flexibel gehandhabt werden. Transparenz Die Art der Unterstützung muss von dem/der Jugendlichen und dem Unternehmen verstanden werden. Ebenso muss die Rolle des Jobcoaches genau geklärt sein. Ziel: Unabhängigkeit Der Jobcoach bietet so viel Unterstützung wie notwendig und so wenig wie möglich und zieht sich nach einer Weile ganz zurück. Individuelle Nachbetreuung ist trotzdem möglich.

33 Gruppenarbeit: Diskutieren Sie die Unterstützung durch den Jobcoach in einem authentischen Fallbeispiel eines/einer Jugendlichen, der/die ein Praktikum absolviert. Diskutieren Sie auch die Rollen, die ein Jobcoach in seiner alltäglichen Arbeit einnehmen muss. Arbeiten Sie in Zweiergruppen und diskutieren Sie jeweils zwei Fälle. Sammeln Sie die unterschiedlichen Rollen eines Jobcoaches auf Kärtchen. Zeit: 60 min

34 IV. Evaluation des Praktikums IV.I. Evaluationsgespräch Nach jedem Praktikum findet ein Evaluationsgespräch mit der Kontaktperson aus dem Unternehmen statt. Als Grundlage dient ein Evaluationsbogen. Gruppenarbeit: Denken Sie darüber nach, welche Punkte in so einem Evaluationsbogen für das Unternehmen vorkommen sollten. Welche Informationen über das Arbeitsverhalten des/der PraktikantIn sind wichtig für die weitere Planung? Arbeiten Sie in Dreiergruppen und sammeln Sie Ihre Ideen auf Kärtchen. Zeit: 20 min.

35 IV. II. Abschlussbericht Nach jedem Praktikum verfassen wir einen Abschlussbericht mit unserer Beurteilung, unseren Erfahrungen und unserer Einschätzung für zukünftige Unterstützung. IV. III. Reflexion mit dem/der Jugendlichen Mit jedem/jeder SchülerIn reflektieren wir das Praktikum, um seine/ihre Einschätzung mit der durch das Unternehmen zu vergleichen. Außerdem besprechen wir dabei Stärken und Schwächen und die weitere Planung.

36 Einheit 4:Perspektiven unserer Jugendlichen nach der Schule Arbeitsplatz auf dem regulären Arbeitsmarkt - Subvention durch die Arbeitsagentur - Ersparnis durch Wegfall der Ausgleichstaxe - Ersparnis durch Reduktion der Produktivität Transfer in eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder zur Arbeitsassistenz Weiterführender Schulbesuch, um selbst auch im Unterstützungsbereich tätig werden zu können Arbeit in einer Geschützten Werkstätte für Menschen mit einer geistigen Behinderung

37 Teil 2: Partnerschaften mit ArbeitgeberInnen Josef Schmied & Dagmar Ransmayr

38 Rollenspiel Ein/Eine MitarbeiterIn einer Clearing-Stelle ruft in einer Firma an, um ein Praktikum für einen/eine KlientIn zu akquirieren. Die KollegInnen briefen.

39 Argumente Quelle: Integration:Österreich, Bilder einer Einstellung 2001

40 Menschen mit Behinderung können keine Leistung erbringen Alle ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen sollten sich in der Arbeit an Fähigkeiten orientieren. Menschen sollten prinzipiell nicht überfordert werden. Jobcoaching kann im Unternehmen Hilfe leisten. Ein Praktikum eröffnet die Möglichkeit, einander kennenzulernen. Geringere Produktivität kann durch Beiträge der öffentlichen Hand kompensiert werden.

41 Wir erfüllen die baulichen Anforderungen nicht Eine barrierefreie Umgebung ist ohnehin sinnvoll und auch kundenfreundlich (für Leute mit Kinderwagen, für Menschen im Rollstuhl...). Für Umbauten gibt es finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand. Das Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet zur Barrierefreiheit.

42 Die KollegInnen können mit einem behinderten Menschen nicht umgehen Die Geschäftsführung sollte voll hinter ihrer Entscheidung stehen und die KollegInnen genau und zeitgerecht informieren. Lassen Sie auch genug Zeit zum Nachdenken. Jobcoaching kann die KollegInnen entlasten. Praktika helfen dabei, einander kennenzulernen, sich zu informieren und offene Punkte zu klären. Ein/Eine KollegIn kann als MentorIn fungieren.

43 Behinderte ArbeitnehmerInnen können nicht mehr gekündigt werden Wenn Probleme auftreten: Die Arbeitsassistenz kann helfen. Der Kündigungsschutz tritt erst nach 6 Monaten in Kraft und wird nicht fällig bei: –Einem befristeten Vertrag –Bei einem Vergehen seitens des/der ArbeitnehmerIn –Bei einer einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsvertrags

44 Hilfreiches bei der Koordination von Unterstützter Beschäftigung Genaue und aktive Suche nach einem Arbeitsplatz Anforderungen und Fähigkeiten sorgfältig aufeinander abstimmen Längere und intensive Praktika Jobcoaching – Hilfe bei der Vorbereitung Krisenintervention durch den/die ArbeitsassistentIn Individuelle Begleitung am Arbeitsplatz Professionelle Unterstützung am Arbeitsplatz – MentorIn Adaption des Arbeitsplatzes Unterstützung bei Förderungsansuchen Gute regionale Kontakte Gute Kontakte zum Arbeitsmarktservice Netzwerke bilden mit anderen Integrationsfachdiensten und Unternehmen

45 Nutzen für den/die ArbeitgeberIn Personalsuche ohne Kosten für das Unternehmen Gute, freundliche, beständige und verlässliche MitarbeiterInnen, gute Hilfe Gutes Arbeitsklima Vorteile im Kontakt mit behinderten KundInnen (10% der EU- BürgerInnen haben eine Behinderung) Sozialer Profit, positives Image

46 Schlüsselqualifikationen, die ArbeitgeberInnen erwarten Fachliche Kompetenz Berufliche Qualifikationen Lernfähigkeit Ich-Kompetenz Identität, Motivation, Konzentration, Selbstreflexion, emotionale Kompetenzen Soziale Kompetenz Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit

47 Die wichtigsten Erwartungen Verlässlichkeit Ehrlichkeit Genauigkeit Pünktlichkeit Sorgfalt Arbeitsbereitschaft Ordnungssinn Frass/Groyer: Berufsplanung ist Lebensplanung, Qualitäten

48 Partnerschaften mit ArbeitgeberInnen Praktika Quelle: Kirsten Hohn 2008 Qualitätskriterien für die Vorbereitung, Begleitung und Auswertung von Betriebspraktika

49 Suche nach einem Praktikum Die Jugendlichen suchen selbst Suche mit der Unterstützung durch die Arbeitsassistenz Telefonbuch, Internet (Branchenverzeichnis) Persönliche Kontakte (Familie, Verwandte) Firmen in der Nachbarschaft/Umgebung Firmen, die in der Vergangenheit bereits Praktika angeboten haben Arbeitsmarktservice Stellengesuche Internet

50 Erstkontakt Bewerbungsgespräch –Der/Die Jugendliche geht alleine zum Gespräch. –Er/Sie nimmt ein Familienmitglied mit. –Ein/e ArbeitsassistentIn begleitet ihn/sie. –Bewerbungsunterlagen

51 Was braucht man vor Beginn des Praktikums? Eine detaillierte Vereinbarung zwischen ArbeitgeberIn, PraktikantIn, Familie und dem/der ArbeitgeberIn über: –Ziele –Wege zur Zielerreichung –Rollen und Zuständigkeiten –Bedürfnisse und Anforderungen (z.B. behinderungsbedingt...)

52 Zielvereinbarung Ziele des/der PraktikantIn Ziele des/der Integrationsfachkraft Ziele des/der ArbeitgeberIn Ziele der Eltern Die Ziele sollten sein: –So genau wie möglich –Messbar, überprüfbar –Passend, gerecht, angemessen –Für das Praktikum relevant –Mit einem Zeithorizont

53 Verschiedene Praktikumstypen Praktikum zur Orientierung –Einen Eindruck von der Arbeit bekommen –Interessen und Fähigkeiten erkennen Praktikum zur beruflichen Entscheidungsfindung –Die Qualifikationen für ein bestimmtes Berufsfeld kennenlernen Praktikum zur Leistungsabklärung –Herausfinden, was es heißt, unter Druck und Stress zu arbeiten –Belastbarkeit eruieren Praktikum zur Integration –Mit dem Ziel eines Übertritts in einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle

54 Rollen und Zuständigkeiten Eine Klärung vermittelt Sicherheit und hilft dabei, Missverständnisse zu vermeiden –Wer ist der/die MentorIn? –Wer gibt Arbeitsanweisungen? –Wer darf keine Arbeitsanweisungen geben? –An wen kann man sich mit Fragen wenden? –Wer ist der/die direkte Vorgesetzte? –Wer ist der/die Verantwortliche, der/die ChefIn?

55 Reflexion des Praktikums Mit PraktikantIn, ArbeitgeberIn, Eltern –Erfolg und Probleme –Lernprozess –Interventionsmöglichkeiten –Bedarf an Ressourcen, Hilfsmitteln und anderen Unterstützungen –Jobcoaching –Nächste Ziele, veränderte Ziele...

56 Evaluation Zu folgenden Themen: –Soziale Passung –Möglichkeiten einer Einstellung oder einer Verlängerung des Praktikums –Arbeitsanweisungen und Arbeitsaufträge –Unternehmensstrukturen –Arbeitszeit & Arbeitspläne –Mobilität –Soziale und manuelle Fähigkeiten –Selbstevaluation und Einschätzung durch andere Personen –Planung des nächsten Praktikums

57 Kompetenzen von IntegrationshelferInnen Quelle: Stefan Doose, 2006, S. 154

58 Kompetenzen Einstellungen und Haltungen Berufliche Kompetenzen Methodische Kompetenzen Soziale Kompetenzen Reflexionsfähigkeiten

59 Einstellung Menschenbild –Meine Vorstellungen / Mein Bild von Menschen mit Behinderung? –Meine Vorstellungen / Mein Bild von Unternehmen? –Meine Rolle als Integrationsfachkraft? –Meine Grundprinzipien?

60 Berufliche Kompetenzen Wissen über Menschen mit Behinderung, ihre Lebenswelten und Lebensbedingungen und verschiedene Behinderungsarten Soziopolitischer Hintergrund Kenntnisse über den ersten und zweiten Arbeitsmarkt und Unterstützte Beschäftigung Wissen über rechtliche Grundlagen und gesetzliche Regelungen Kenntnisse über Fördermöglichkeiten und -maßnahmen Wirtschaftliches Denken

61 Methodische Kompetenzen Projektplanung, Zeitmanagement, Präsentationstechniken Diagnostische Fähigkeiten Kenntnisse über Akquisition, Berufs- und Arbeitsplatzanalyse Coaching, Mentoring, Qualitätssicherung und -entwicklung Krisenintervention Vernetzungskompetenz

62 Soziale Kompetenzen Kommunikationsfähigkeit Interkulturelle Kompetenz Beratungs- und Verhandlungsfähigkeiten Kompetenz bei der Problemlösung und bei der Krisenintervention Kompetenz im Netzwerk- und Schnittstellenmanagement

63 Reflexionsfähigkeit Analyse Multiperspektivität Wechsel zwischen Nähe und Distanz Widerstände und Grenzen erkennen und aushalten

64 Verhandlungen Quelle: Transfer/Gabal 2003 S. 12

65 Eine Verhandlung / Diskussion / Besprechung vorbereiten Thema Ziel Ort Zeit Informationen, Kernpunkte Dokumente, Unterlagen GesprächspartnerIn Argumente, interessante Punkte, Wünsche, mögliche Einwände der GesprächspartnerInnen Störungen

66 Anfangen Begrüßung Blickkontakt Sich dem/der GesprächspartnerIn zuwenden Mit Namen und Titel ansprechen Verbindung zu früheren Treffen herstellen

67 Informationsphase Informationsaustausch Die Interessen und Wünsche der GesprächspartnerInnen herausfinden Die eigenen Interessen und Wünsche formulieren Die Situation einschätzen Ähnlichkeiten und Unterschiede

68 Verhandlungsphase Argumente austauschen Gemeinsame Lösungen erarbeiten Möglichkeiten evaluieren Sich für die beste Alternative entscheiden Die notwendigen Schritte festlegen

69 Abschluss Die Ergebnisse positiv hervorheben Partnerschaft für die Zukunft anbieten Die Möglichkeit zum Nachfragen abklären Den richtigen Schlusspunkt finden Verabschiedung

70 Präsentationen

71 Was man braucht... (Beispiele) Flyer Broschüren Informationsmappen Powerpoint-Präsentationen Poster Bilder, Videos, DVDs Informationsbriefe Aufkleber Artikel Verschiedene Präsentationsmittel (Flipchart, Stifte, Beamer...)...

72 Marketing Informationen über die Zielgruppe für ArbeitgeberInnen und MitarbeiterInnen (auch in einer leicht lesbaren Version) Homepage (auch in einer leicht lesbaren Version) Newsletter Visitenkarten Dokumentation von Beispielen erfolgreicher Integration Liste von Referenzen Bilder, Videos, DVDs Powerpoint-Präsentationen Pressemappe Werbegeschenke...

73 Wie präsentieren? Checkliste Mein Anliegen / Meine Anfrage –Ich sage, was ich sagen möchte! Ihr Vorteil –Was ist der Vorteil für mein Gegenüber? Kernpunkte 1, 2, 3... –Die Kernpunkte stehen (nach ihrer Wichtigkeit gereiht) im Zentrum. Aufforderung –Das Anliegen betonen / wiederholen Argumentation, Schlussfolgerung –Ausblick, Was sind die nächsten Schritte?...

74 Vorbereitung der Präsentation Thema Ziel Zielgruppe Inhalt Verlauf Organisatorisches (Material...)

75 Das Thema muss nicht unbedingt mit dem Ziel identisch sein. Das Ziel muss klar formuliert werden.

76 Zielgruppe Wer wird teilnehmen? Anzahl der TeilnehmerInnen Interessen und Wissen der TeilnehmerInnen Erwartungen

77 Inhalt Inhalte sammeln und auswählen –Auswählen Inhalte vermitteln –Reduktion auf das Wesentliche Visualisierung –Demonstration

78 Verlauf Eröffnung –Willkommen, Begrüßung –Gelegenheit, Thema, Ziel –Zeitplan, Struktur Hauptteil –Einteilung in Haupt- und Nebenaspekte (Weniger ist mehr) –Logisch, verständlich, farbig (Fragen, Medien...) Abschluss –Zusammenfassung –Appell –Fragen, Diskussion –Danksagung, Verabschiedung

79 Organisatorisches Ort, Räumlichkeiten Beginnzeit, Dauer, Pausen Einladungen Unterlagen Medien –Pinwand, Flipchart, Overhead, PC, Beamer...

80 Evaluation Reflexion Feedback Protokoll

81 Persönliches Auftreten der BeraterInnen Erstkontakt –Persönlich –Am Telefon –Schriftlich Auftreten –Vorbereitung –Unterlagen –Kleidung –Sprache


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