Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Kulturgeschichtl. Bedingtheit des Bewältigungsverhaltens

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Kulturgeschichtl. Bedingtheit des Bewältigungsverhaltens"—  Präsentation transkript:

1 Kulturgeschichtl. Bedingtheit des Bewältigungsverhaltens
„Spirituellen Orientierung“, „Religiöse Bindung“, „Glaube“ als Wirkfaktor im Bewältigungsverhalten Zwei unterschiedliche Körperkonzepte als Teil von Menschenbildern Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

2 Religiosität und Gesundheit
Verhaltens-Hypothese Kohäsions-Hypothese Kohärenz-Hypothese Coping-Hypothese Selbstwert-Hypothese (nach S. Murken) Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

3 Zusammenhang von Religiosität und Coping
Religiosität kann als vermittelndes Element innerhalb des Belastungs-Bewältigungs-Paradigmas verstanden werden. Religiosität trägt (indirekt) zum Wohlbefinden einer Person bei. Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

4 Zusammenhang von Religiosität und Coping
Religion als kohärenzstiftende Ressource Lebenssinn, Bedeutsamkeit des eigenen Lebens, Verstehbarkeit von Geschehnisse, Vertrauen in deren Handhabbarkeit Emotionsregulierung dr. Gebet, Meditation Beziehung zu einem gerecht, liebend und unterstützend erlebten Gott Selbstwertregulierung Gefühl von Geliebt-, Angenommen-, Geborgen-, Ganz-Sein Problemlösungsperspektive durch rel. Vorbilder Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

5 soziale Unterstützung
Bewältigung Religion als indirekte Ressource im Bewältigungsprozess Selbstwert: Gefühl von Geliebt-, Angenommen-, Gebogen-, Ganz-Sein Kirchengemeinde, Priester, Beziehung zu Gott Lebenssinn, Bedeutsamkeit des eigenen Lebens, Verstehbarkeit von Geschehnisse, Vertrauen in deren Handhabbarkeit Gebet / Meditation personale Ressourcen soziale Unterstützung Kohärenz Emotionsregelung Anforderungen und Belastungen Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

6 Religiosität als Hemmnis
Ohnmachtsgefühl, Schicksalsergebenheit, Unzulänglichkeit Schuldgefühle, Schamgefühl, Krankheit als Strafe Gottes Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

7 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Konkrete Fragen Was bedeutet die Religion für das Denken, Fühlen und Handeln einer/s PatientIn? Welche Bedeutung hat die Religiosität für das Beziehungssystem eines/r PatientIn? Wie ist die Religiosität in Zusammenhang mit bestimmen Motiven und Bedürfnissen (Selbstwertregulation, Angstreduktion, soziale Integration) zu verstehen? Welche Bedeutung haben Institutionen wie Kirche oder deren RepräsentantInnen? Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

8 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Menschenbilder Welches Menschenbild liegt heutigen Ansätzen der Psychologie und Medizin zugrunde: Dekonstruktion der ungenannten Voraussetzungen Jede Kultur hat eine eigene Auffassung vom Menschen, die auch Auswirkungen bishin zu med. Behandlungsmethoden besitzt.   Jedes Menschenbild betont einzelne Aspekte - andere hingegen werden ausblendet. Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

9 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Körperkonzepte Der Körper ist nicht (nur) vorgegebener Organismus, er hat vielmehr eine soziale Konstruktionsgeschichte, die die Wahrnehmung der Körper anderer und des eigenen Körpers bestimmt. Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

10 Hellenistisches Menschenbild
geprägt vom Leib-Seele-Dualismus   Platon: Leib und Seele sind zwei strikt zu unterscheidende Wesenheiten, die im Leben diesseits des Todes nur mehr oder weniger zwangsweise zusammengekettet sind. Seele ist der eigentliche „Mensch“. Körper erscheint als Kerker der Seele. Die platonische Anthropologie ist ein asymmetrischer Dualismus mit inhärierenden ethisch-asketischen Intentionen.“ Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

11 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Rezeptionslinien Alltägliche Körperwahrnehmung Philosophie: Leib-Seele-Problem beginnende Neuzeit: Descartes: interaktionist. Dualismus Heute meist materialist. Standpunkte: Mentale Zustände müssen materielle Zustände sein. Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

12 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

13 Altorientalisches Menschenbild
Es lässt ich aufgrund der Quellenlage kein umfassendes und vollständiges Modell entwerfen. Menschenbild und Körperkonzept sind vielmehr aus Texten und Bildern herzuleiten. Der Mensch ist nicht dichotomisiert in Körper und Seele / Geist. Ein Wort für Körper existiert bspw. im Hebräischen nicht. Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

14 Altorientalisches Menschenbild
Der Mensch ist eine Komposition seiner Glieder und ihrer „dynamis“. Die Körperteile beziehen sich immer auf das Ganze des Menschen und benennen Aspekte am Mensch-Sein. „Der Mensch ist Körper.“ Spr 6:16 Sechs Dinge sind dem Herrn verhaßt, sieben sind ihm ein Gräuel: 17 Stolze Augen, eine falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18 ein Herz, das finstere Pläne hegt, Füße, die schnell dem Bösen nachlaufen, 19 ein falscher Zeuge, der Lügen zuflüstert, und wer Streit entfacht unter Brüdern.

15 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Rezeptionslinien Leib-Seele-Problem erübrigt sich. Korrelation mit heutigen Definitionen von Leib/Körper möglich.  B. Schaufler 2002: "Als leib-körperliche Existenz soll die Art und Weise verstanden werden, in einer spezifischen Situation als Leib-Körper in einem Leib-Körper zu leben. Diese Genese des Leib-Körpers ist eine fortlaufender Prozess, in dem Leib-Sein und Körper-Haben lediglich Momentaufnahmen darstellen. Leib-Sein drückt sich im Blick auf die Biographie des Individuums eher als Werden bzw. als Gewordenseins aus, während Körper-Haben dynamisiert werden muss und als "Körper-Erwerben" begrifflich gefasst werden kann. „ Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

16 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Anregung zur Reflexion des eigenen Menschenbildes, Körperkonzeptes Hellenistisches und altorientalisches Menschenbild Leib-Seele-Problem - Ganzheitlichkeit Bedeutung von (gelebter) Religiosität im Menschenbild (und bei der Bewältigung von Krisen) Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007

17 Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007
Literaturhinweise Murken S., Gottesbeziehung und psychische Gesundheit. Die Entwicklung eines Modells und seine empirische Überprüfung, Münster 1998. Murken S., Spirituelle Orientierung als Wirkfaktor 2006, Beinert W., Die Leib-Seele-Problematik in der Theologie,  Schroer S., Staubli Th., Die Körpersymbolik der Bibel, Darmstadt ²2005.  Schaufler B., „Schöne Frauen – Starke Männer.“ Zur Konstruktion von Leib, Körper und Geschlecht, Opladen 2002. Prof. Dr. Maria Häusl, Biblische Theologie - Kath. SS 2007


Herunterladen ppt "Kulturgeschichtl. Bedingtheit des Bewältigungsverhaltens"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen