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VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes

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Präsentation zum Thema: "VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes"—  Präsentation transkript:

1 VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes
Forschungsmethoden VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes

2 Organisatorisches Termine
Raum 231 1 10:15 Sophie Lukes / Florian Kobylka Einführung 2 10:10 Florian Kobylka Psychologie als empirische Wissenschaft I 3 Psychologie als empirische Wissenschaft II 4 Sophie Lukes Messen 5 10:10  Psychometrie 6 Hypothesen 7 Versuchspläne 8 Stichprobenziehung und Stichprobeneffekte 9 Gütekriterien I Weihnachtsferien 10 Gütekriterien II 11 Erhebungstechniken I 12 Erhebungstechniken II 13 Ethik  14 Klausurvorbesprechung

3 Themen Letztes Mal: Versuchspläne Heute:
Stichprobenziehung und Stichprobeneffekte

4 Wiederholung: Übung 1) Raucher sterben früher als Nichtraucher. 2) Nach einer Depressionstherapie sind die Patienten weniger depressiv als vor der Therapie. 3) Konflikte zwischen Ehepartnern sind immer auf Meinungsverschiedenheiten zurückzuführen.

5 Nachtrag zur Sitzung Hypothesen (2.12.)
Merkmale wissenschaftlicher Hypothesen präzise und widerspruchsfreie Formulierung prinzipielle Widerlegbarkeit Operationalisierbarkeit Begründbarkeit Allgemeingültigkeit Bessere Forschung durch Nachdenken über Hypothesen!

6 Nachtrag zur Sitzung Hypothesen (2.12.)
Allgemeingültigkeit wissenschaftlicher Aussagen in der Psychologie Sind wissenschaftliche Aussagen widerlegt, wenn nur ein Fall auftritt, der der Hypothese widerspricht? Verifikation und Falsifikation? Unterschied zu Mathematik

7 Heute: Stichprobenziehung und Stichprobeneffekte
Warum brauchen wir Stichproben?

8 Warum brauchen wir Stichproben?
Ziel: allgemeingültige Aussagen über die Angehörigen einer Population Totalerhebung jedoch nicht möglich/zu kostenintensiv/zeitaufwendig Lösung: Stichprobe, die die Population repräsentiert

9 Stichprobe und Population
Grundgesamtheit, Gesamtmenge aller Untersuchungseinheiten, über die im Rahmen einer empirischen Studie wissenschaftliche Aussagen getroffen werden sollen Stichprobe: Teilmenge aller Untersuchungsobjekte, die die untersuchungsrelevanten Eigenschaften der Grundgesamtheit abbilden soll

10 Stichprobenarten Zufallsstichprobe
Pseudozufallsstichprobe (anfallende Stichprobe) Geschichtete Stichprobe Klumpenstichprobe Mehrstufige Zufallsstichprobe Quotenverfahren wiederverwendete Stichproben

11 Einfache Zufallsstichprobe
Untersuchungsobjekte werden zufällig ausgewählt jede/r hat die gleiche Chance, in die Stichprobe aufgenommen zu werden Urnenziehung Einfluss der Stichprobengröße auf die Repräsentativität

12 Schritte zur Herstellung einer Zufallsstichprobe
Population definieren  Über wen soll eine Aussage gemacht werden? Auswahlgesamtheit definieren Befragte nach einem Zufallsprinzip auswählen

13 Pseudozufallsstichprobe (anfallende Stichprobe)
wenn nicht alle zu einer Population gehörenden Untersuchungsobjekte bekannt sind häufigste Stichprobenart bei wissenschaftlichen Untersuchungen unreflektiertes Verallgemeinern auf Population vermeiden!

14 Geschichtete Stichprobe
Untergruppen der Population sind auch in der Stichprobe repräsentativ vertreten Grundgesamtheit in Untergruppen aufteilen aus jeder Untergruppe der Population eine einfache Zufallsstichprobe ziehen

15 Geschichtete Stichprobe
Zufallsstichprobe aus Schicht 1 Schicht 1: hohes Einkommen Population Zufallsstichprobe aus Schicht 2 Schicht 2: mittleres Einkommen Zufallsstichprobe aus Schicht 3 Schicht 3: niedriges Einkommen

16 Geschichtete Stichprobe
proportional geschichtete Stichprobe: Anteilsmäßige Verteilung der Merkmale in der Stichprobe entspricht der Verteilung der Population disproportional geschichtete Stichprobe: Auswahlwahrscheinlichkeiten für die einzelnen Teilpopulationen unterschiedlich

17 Klumpenstichprobe Population besteht aus natürlichen Untergruppen
Klumpen werden nach Zufallsprinzip gezogen vollständige Untersuchung der Klumpen z.B. Schulklassen, Familien, Häuserblöcke

18 Klumpenstichprobe um einen Klumpeneffekt zu vermeiden:
Innerhalb eines Klumpens Heterogenität Zwischen Klumpen Homogenität

19 Mehrstufige Zufallsstichprobe
Zweistufig: Zufallsauswahl der Klumpen Zufallsauswahl der Untersuchungsobjekte Zufallsauswahl der Klumpen Zufallsauswahl der Untersuchungsobjekte Dreistufig:

20 Probabilistische Stichproben
Einfache Zufallsstichprobe, geschichtete Stichprobe und Klumpenstichprobe probabilistische Stichproben, da über die Auswahl der Untersuchungsobjekte zufällig entschieden wird Gegensatz: nicht probabilistische Stichproben (Quotenstichprobe, Ad-hoc-Stichprobe)

21 Quotenverfahren Populationszusammensetzung muss hinsichtlich einiger, für die Fragestellung wichtiger soziodemografischer Merkmale bekannt sein Merkmalsverteilung wird durch systematische Auswahl von Untersuchungsobjekten in der Stichprobe nachgebildet oft Nutzung mehrerer Quotierungsmerkmale

22 Quotenverfahren merkmalsspezifische Repräsentativität
aber: keine Gesamtrepräsentativität, da Merkmale in den Quoten oft unabhängig voneinander verteilt, aber in der Population oft kombiniert keine Zufallsauswahl

23 Wiederverwendete Stichproben
Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt 2 Messzeitpunkt 3 feststehende Stichprobe zu mehreren Zeitpunkten befragt

24 Wiederverwendete Stichproben
Untersuchung von Veränderungen mögliche Probleme: biologische oder psycho-soziale Reifung Einfluss vergangener Testung

25 Wie groß sollte die gewählte Stichprobe sein?
je größer die Stichprobe, desto näher an der Population  geringere Fehler bei der Schätzung von Populationsparametern bei Signifikanztests: Sehr große Stichproben  selbst triviale Effekte signifikant Sehr kleine Stichproben  nicht genügend Power

26 Wie groß sollte die gewählte Stichprobe sein?
Inwiefern ist ein signifikanter Effekt auch praktisch bedeutsam? Wie „schlimm“ sind falsche Schlussfolgerungen?

27 Übung 1. Für welche Population kann die Annahme gelten? 2. An wem kann man die Fragestellung untersuchen? 3. Welche Stichprobenziehung wäre hier sinnvoll? Annahme: Die Wandfarbe eines Klassenraums beeinflusst das Lernverhalten.

28 Einflussfaktoren der Stichprobenauswahl/-ziehung
Verzerrung durch geringe Repräsentativität der Stichprobe Stichprobengröße Bias durch Teilnahmebereitschaft/ Motivation von Teilnehmern Risiko von Overcoverage/Undercoverage

29 Woher bekomme ich Versuchspersonen?
an der Uni: (Psychologie-)Studenten Über Aushänge, Verteiler, Veranstaltungen, Andere Personengruppen: Kontakte Forschungsgruppen Aufrufe in Zeitung/Internet o.ä.

30 Klinische Studien Rekrutierung manchmal schwierig aufgrund von Ausschlusskriterien notwendige/mögliche Anzahl von Teilnehmern aufgrund Studiendesign? Kontrollgruppe?

31 Arten von Kontrollgruppen in der Psychotherapieforschung
No-treatment control KG erhält keine Behandlung, es werden nur Messungen im gleichen zeitlichen Abstand wie bei der EG vorgenommen Warte-Kontrollgruppe KG erhält Behandlung erst nach Abschluss der Erhebung

32 Arten von Kontrollgruppen in der Psychotherapieforschung
Placebo-KG KG bekommt unspezifische Intervention, die allen Therapien gemeinsame Faktoren enthält (Kontakt zum Therapeuten, Aufmerksamkeit durch den Therapeuten) Standard Treatment -KG KG bekommt die Behandlung, die für ein bestimmtes Störungsbild Standard ist

33 Fazit sorgfältige Planung von Erhebung und Stichprobenziehung notwendig mögliche Einflussfaktoren beachten und, sofern sie sich nicht ausschalten lassen, ggf. diskutieren

34 Übungsfragen Was versteht man unter probabilistischen Stichproben und welche Arten von probabilistischen Stichproben lassen sich unterscheiden? Welche Arten von Kontrollgruppen gibt es in der klinischen Forschung? Was kann man mit einer Placebo-Kontrollgruppe kontrollieren, was mit einer Warte-Kontrollgruppe?

35 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Und frohe Weihnachten!

36 Literatur (prüfungsrelevant)
Berking, M., & Rief, W. (2012). Klinische Psychologie und Psychotherapie für Bachelor. Band II Therapieverfahren. Heidelberg: Springer-Verlag Kap Bortz, J., & Döring, N. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag. Kap ab Abschnitt „Merkmalsspezifisch-repräsentative Stichprobe“ (S , nicht mehr den Abschnitt zu Zufallsstichproben als Voraussetzung für Signifikanztests) Kap Bortz, J., & Schuster, C. (2010). Statistik für Human-und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag Kap. 6.1 bis 6.1.4

37 Literatur Berking, M., & Rief, W. (2012). Klinische Psychologie und Psychotherapie für Bachelor. Band II Therapieverfahren. Heidelberg: Springer-Verlag Bortz, J., & Döring, N. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation für Human-und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag. Bortz, J., & Schuster, C. (2010). Statistik für Human-und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag. Eid, M., Gollwitzer, M., & Schmitt, M. (2010). Statistik und Forschungsmethoden. Weinheim: Beltz Verlag Hussy, W., Schreier, M., & Echterhoff, G. (2010). Forschungsmethoden in Psychologie und Sozialwissenschaften-für Bachelor. Springer-Verlag. Möller, H. Laux, G., & Kapfhammer, H. (2008): Psychiatrie und Psychotherapie. Heidelberg: Springer-Verlag Renner, K. H., Heydasch, T., & Ströhlein, G. (2012). Forschungsmethoden der Psychologie. Von der Fragestellung zur Präsentation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften Wittchen, H. U., & Hoyer, J. (Eds.). (2011). Klinische Psychologie & Psychotherapie (Lehrbuch mit Online-Materialien). Springer-Verlag.


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