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VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes

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Präsentation zum Thema: "VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes"—  Präsentation transkript:

1 VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes
Forschungsmethoden VOrlesung WS 2016/17 Florian Kobylka, Sophie Lukes

2 Termine 1 28.10.16 10:15 Sophie Lukes / Florian Kobylka Einführung 2
10:10 Florian Kobylka Psychologie als empirische Wissenschaft I 3 Psychologie als empirische Wissenschaft II 4 Sophie Lukes Messen 5 10:10  Psychometrie 6 Hypothesen 7 Versuchspläne 8 Stichprobenziehung und Stichprobeneffekte 9 Gütekriterien I Weihnachtsferien 10 Gütekriterien II 11 Erhebungstechniken I 12 Erhebungstechniken II 13 Ethik  14 Klausurvorbesprechung

3 Übersicht Letzte Sitzung: Psychologie als empirische Wissenschaft
Heute: Messen

4 Einige Begriffe zu Beginn
diskret Unabhängige Variable Variable stetig Abhängige Variable

5 Qualitativer vs. quantitativer Ansatz
Qualitativ Quantitativ Ziel: umfassende Beschreibung/Analyse Ziel: Quantifizierung Zur Generierung neuer Forschungsfragen Treffen allgemeingültiger Aussagen Zur Erschließung neuer Themengebiete

6 Qualitativer vs. quantitativer Ansatz
Qualitativ Quantitativ Unstandardisierte Befragungen Teilnehmende Beobachtung Lebensläufe Tagebücher Briefe Gruppendiskussion (Labor)experiment Quasiexperiment Korrelationsstudie Metaanalyse Selbstberichtsverfahren Beobachtung Keine Zahlen Zahlen

7 Vor- und Nachteile des qualitativen Ansatzes
Vorteile Nachteile Registriert die subjektive Erfahrungswirklichkeit eines Untersuchungsobjekts Offene Ergebniserwartung führt häufig zu unerwarteten Einsichten Erlegt den Teilnehmern keine spezifische Sichtweise auf Hohe Kosten bei größeren Stichproben Generalisierungen und Vorhersagen meist nicht möglich Teilweise Gütekriterien nicht erfüllt Fehlende Replizierbarkeit

8 Vor- und Nachteile des quantitativen Ansatzes
Vorteile Nachteile Präzision Kontrolle von Störvariablen Effizienz Generalisierbarkeit Gefahr der Übervereinfachung menschlicher Komplexität Gefahr Individualität von Individuen zu vernachlässigen

9 Induktion vs. Deduktion
Induktion Deduktion Schlussfolgern von Einzelfällen auf das Allgemeine Logisches Ableiten von Erkenntnissen auf Basis einer Theorie Qualitativer Ansatz Quantitativer Ansatz

10 Wege der Erkenntnisgewinnung
Kann man Psyche messen?

11 Manifest vs. latent Konstrukt
manifest = direkt beobachtbar Latent = nicht direkt beobachtbar Trifft meistens auf psychologische Konstrukte zu

12 Operationalisierung dazu gehört die Auswahl von Indikatoren
Die Operationalisierung legt fest, anhand welcher beobachtbaren Variablen die Ausprägung des theoretischen Konzepts bei den Untersuchungsobjekten festgestellt werden soll dazu gehört die Auswahl von Indikatoren die Festlegung der Messinstrumente

13 Operationalisierung von abhängigen Variablen
Vorschläge für Operationalisierungsvarianten: Häufigkeit Reaktionszeit Reaktionsdauer Reaktionsstärke Reaktionsqualität Wahlreaktion

14 Operationalisierung von unabhängigen Variablen
Beispiele: Konzeption unterschiedlicher Behandlungsformen Herstellung unterschiedlicher Stimuluseigenschaften Herstellung unterschiedlicher Gruppen/ Verwendung natürlich vorgefundener Gruppen

15 Messen Empirisches Relativ Numerisches Relativ Menge von unterschiedlichen empirisch beobachtbaren Objekten oder Ereignissen wird abgebildet in Menge von Zahlen

16 Messtheoretische Probleme
Repräsentationsproblem Eindeutigkeitsproblem Bedeutsamkeitsproblem

17 Messen Messen Skala Zuordnen von Zahlen zu Objekten, Phänomenen oder Ereignissen und zwar so, dass die Beziehungen zwischen den Zahlen die Beziehungen zwischen den Objekten etc. repräsentieren Festlegung von Einheiten, in denen ein gegebenes Merkmal gemessen wird

18 Skalenniveaus Verhältnisskala Intervallskala Ordinalskala Nominalskala
Absolutskala Verhältnisskala Intervallskala Ordinalskala Nominalskala Informationsgehalt

19 Bedeutung von Skalenniveaus
Das Skalenniveau bestimmt die erlaubten mathematischen Transformationen auf die erhobenen Zahlen, ohne Informationen zu verlieren somit auch, welche statistischen Verfahren überhaupt auf Daten angewendet werden dürfen Grundlage für statistische Berechnungen

20 Nominalskala Den Realisationen einer Variablen werden Zahlen mit dem Ziel zugeordnet, Kategorien zu unterscheiden Die gewählten Zahlen sind willkürlich und somit nicht interpretierbar Beispiele: Geschlecht, Nationalität

21 Nominalskala zulässige Operationen sind nur Äquivalenzrelationen Zulässige Transformationen sind eineindeutige Abbildungen, d.h. die Unterscheidbarkeit der Werte bleibt erhalten

22 Ordinalskala Die Realisationen einer Variablen können natürlich geordnet werden Die Zuordnung der Zahlen zu den Ausprägungen spiegelt die Ordnung wieder

23 Ordinalskala Abstände zwischen den Zahlen können nicht interpretiert werden zulässige Operationen sind Äquivalenzrelationen Qualitative Vergleichsrelationen

24 Ordinalskala zulässig sind streng monotone Transformationen, sodass die Ordnung der Werte erhalten bleibt

25 Ordinalskala Kritik: Es können Intransitivitäten auftreten, d.h. die angenommene Ordnung gilt nicht für bestimmte einzelne Paare Lösung: Annahme eines niedrigeren Skalenniveaus

26 Intervallskala Es gibt keinen natürlichen Nullpunkt
Es wird eine Einheit definiert Es gibt keinen natürlichen Nullpunkt Differenzen von Werten können verglichen werden, nicht aber die Werte selbst Äquidistanz wird am häufigsten in psychologischen Untersuchungen angenommen

27 Intervallskala Erlaubt sind: Äquivalenzrelationen
qualitative Vergleichsrelationen quantitative Vergleichsrelationen, die sich auf Differenzen beziehen

28 Intervallskala Zulässig sind alle linearen Transformationen, sodass die Verhältnisse zwischen den Differenzen erhalten bleiben 1 2 3 4 3 6 9 12 1 4 7 10 0,2 0,8 1,4 2 Multiplikation Subtraktion Division

29 Intervallskala Kritik:
die bekanntesten und am meisten verbreiteten Verfahren setzen Intervallskalenniveau voraus eine ungeprüfte Annahme der Intervallskala in psychologischen Untersuchungen ist jedoch oft problematisch Beispiel: Becks Depressionsskala (BDI) 0-13 Keine bis minimale Depression Milde Depression Moderate Depression Schwere Depression

30 Verhältnisskala besitzt einen absoluten Nullpunkt erlaubt sind alle vorherigen Operationen sowie Aussagen über Verhältnisse erlaubt sind Ähnlichkeitstransformationen kommen in der psychologischen Forschung so gut wie nicht vor

31 Absolutskala erlaubt sind alle vorherigen Operationen
besitzt eine natürliche Einheit erlaubt sind alle vorherigen Operationen Transformationen sind nicht zulässig

32 Ratingskalen Beispiel: Vorlesungen zu Methodenlehre besuche ich gern.
Ziel: Daten auf Intervallskalenniveau Beispiel: Vorlesungen zu Methodenlehre besuche ich gern. Stimme überhaupt nicht zu Stimme voll und ganz zu

33 Thurstone-Skala besonderes Konstruktionsprinzip
Items werden mit Zustimmung/Ablehnung beantwortet besonderes Konstruktionsprinzip

34 Thurstone-Skala: Konstruktion
Sammlung von Behauptungen Expertenurteil Berechnung der durchschnittlichen Skaleneinstufung für jedes Item Überarbeitung/ Löschung von Items Verwendung an Teststichprobe

35 Thurstone-Skala: Beispiel
Skala zur Kontaktsituation in Wohnsiedlungen (Bongers & Rehm, 1973) Einstufung durch Experten auf 11-Punkte-Skala von -5 bis +5 Verankerung: Aus: Bortz, J., & Döring, N. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation für Human-und Sozialwissenschaftler

36 Welches Skalenniveau kann ich annehmen?
Sind Ausprägungen unterscheidbar? Gibt es eine Ordnung? Haben die Ausprägungen gleiche Abstände? Nominalskala Ordinalskala Intervallskala Existiert ein natürlicher Nullpunkt? Verhältnisskala Existiert eine natürliche Einheit? Absolutskala

37 Auf welchem Skalenniveau können die folgenden Merkmale sinnvoll gemessen werden?
Körpertemperatur in Grad Celsius Schulnoten Adipositas (ja/nein) Geburtsort Religionszugehörigkeit IQ Militärränge Familienstand Alter Krankheitsklassifikationen

38 Auf welchem Skalenniveau können die folgenden Merkmale sinnvoll gemessen werden?
Körpertemperatur in Grad Celsius - Intervallskalenniveau Schulnoten - Ordinalskalenniveau? Adipositas (ja/nein) - Nominalskalenniveau Geburtsort - Nominalskalenniveau Religionszugehörigkeit - Nominalskalenniveau IQ Intervallskalenniveau Militärränge - Ordinalskalenniveau Familienstand - Nominalskalenniveau Alter Verhältnisskalenniveau Krankheitsklassifikationen - Nominalskalenniveau

39 Fragen Was unterscheidet das Experiment vom Quasi-Experiment?
Welche Transformationen sind auf Intervallskalenniveau erlaubt? Was ist die Operationalisierung?

40 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

41 Literatur (prüfungsrelevant)
Bortz, J., & Döring, N. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation für Human-und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag. Kap. 8.2, und 8.3.3 Kap (8.4) Renner, K. H., Heydasch, T., & Ströhlein, G. (2012). Forschungsmethoden der Psychologie. Von der Fragestellung zur Präsentation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften Kap. 3.1 Kap. 3.2

42 Literatur Bortz, J., & Döring, N. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation für Human-und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag. Bortz, J., & Schuster, C. (2010). Statistik für Human-und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag. Eid, M., Gollwitzer, M., & Schmitt, M. (2010). Statistik und Forschungsmethoden. Weinheim: Beltz Verlag Hussy, W., Schreier, M., & Echterhoff, G. (2010). Forschungsmethoden in Psychologie und Sozialwissenschaften-für Bachelor. Springer-Verlag. Renner, K. H., Heydasch, T., & Ströhlein, G. (2012). Forschungsmethoden der Psychologie. Von der Fragestellung zur Präsentation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften


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