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Komik – Wesen und Theorien des Komischen Dr. Claudia Gottwald.

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Präsentation zum Thema: "Komik – Wesen und Theorien des Komischen Dr. Claudia Gottwald."—  Präsentation transkript:

1 Komik – Wesen und Theorien des Komischen Dr. Claudia Gottwald

2 Definition des Komischen „Dem Begriff des Komischen haftet die Konnotation des Sonderbaren, Überraschenden, Ungewohnten und insofern Unnormalen an. Ursprünglich ist der ‚komos’, als Auftakt der die Dionysien einleitet, ein lärmender Umzug mit anschließendem Zechgelage. Heute bezeichnet der Ausdruck ‚komisch’ etwas Belustigendes, das zugleich sonderbar und idiosynkratisch erscheint.“ (Wirth 1999, 5)

3 Zwei Ebenen 1.Worin liegt das Wesen des Komischen? 2. Wie wird das Komische moralisch bewertet? „Allen Bestimmungen des Komischen, ob philosophischen, psychologischen oder poetologischen, ist gemeinsam, daß das Komische als Deviation, als ‚Abweichung von der Norm’ begriffen wird, wobei es nicht nur auf das ‚Daß’, sondern auf das ‚Wie’ der Abweichung ankommt.“ (Wirth 1999)

4 Gattungen des Komischen SpottIronie Sarkasmus Schwarzer Humor Komödie Ironie Schwank Facietie Witz Satire Situationskomik Posse Tragikomödie (Zynismus) GroteskeKarikatur Parodie Anekdote Lyrik Cartoon Burleske

5 Theorien des Komischen

6 „[…] das Lächerliche ist ein Teil des Hässlichen“ (Aristoteles: Poetik 32a) Beispiel: Thersites (griech. Mythologie) „unschädliche Hässlichkeit“

7 Unschädlichkeit des Hässlichen Cicero “Deformitatis et corporis vitiorum est satis bella materis.” (Hässlichkeit und Körperfehler bieten einen sehr schönen Stoff [zum Lächerlichen] (Cicero nach Nick 1861, 195) „Gibt es Umstände, unter denen es sich verbietet, jemanden oder etwas lächerlich zu machen?“ (Berger 1998, 24)

8 Überlegenheit und Aggression Thomas Hobbes ( ) „Ich kann deshalb schließen, dass die Leidenschaft zu lachen nichts anderes ist, als plötzlicher Stolz, der aus einer plötzlichen Vorstellung von innerer Überlegenheit im Vergleich mit der Unterlegenheit anderer, oder unserer früheren eigenen entsteht.“ (Hobbes 1640/1994, 46; H.i.O.; Übers. C.G.)

9 Angst „Das Umschlagen des Lachens in Angst verrät, dass diese dem Lachen bereits zugrunde liegt.“ (Jurzik 1985, 24) ↔ „[…] niemand lacht über etwas, das ihm ernsthaft Angst macht“ (Beattie 1764/1975, 666; Übers. C.G.)

10 Entlastung/Katarsis Anspannung – Entspannung a)Physiologische Theorien (z.B. Kant 1790, Gregory 1924) b)Psychologische Theorien (z.B. Freud 1905)

11 Inkongruenzen und Kontraste Sir Francis Hutcheson ( ) Inkongruenz (= Nichtübereinstimmung; Nichtdeckung)

12 Komik als Ausdruck von Freiheit „In der Wahrnehmung des Komischen manifestiert sich unsere Freiheit, Abstand zu nehmen und über alle Arten von Schwächen und Ungereimtheiten zu lachen – einschließlich unserer eigenen.“ (Gerth 1994, 19)

13 Normen „Allen Bestimmungen des Komischen […] ist gemeinsam, daß das Komische als Deviation, als ‚Abweichung von der Norm’ begriffen wird […].“ (Wirth 1999, 3)

14 Normen „Was eine Gesellschaft komisch findet, worüber sie lacht, das wechselt im Laufe der Geschichte, weil es zum Wandel des Normbewusstseins gehört.“ (Plessner 1941, 99f)

15 Normen : Transgression und Limitation a)Das Komische überschreitet Grenzen und Normen und fordert Stereotypien heraus. Es führt damit zu Integration und ist Mittel sozialer Kritik. b)Das Komische verfestigt Grenzen und Normen. Es führt damit entweder zu Anpassung/Assimilation oder zu Ausschluss/Exklusion.


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