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E INFÜHRUNG IN DAS S CHREIBEN VON H AUSARBEITEN IM BGB AT FÜR A NFÄNGER F REITAG, 1. J ULI 2016.

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1 E INFÜHRUNG IN DAS S CHREIBEN VON H AUSARBEITEN IM BGB AT FÜR A NFÄNGER F REITAG, 1. J ULI 2016

2 W AS GEBE ICH AB ? 1 Deckblatt 2 Sachverhalt 3 Inhaltsverzeichnis / Gliederung 4 Literaturverzeichnis / Abkürzungsverzeichnis 5 Gutachtentext 6 „Ende der Bearbeitung“ / Unterschrift 7 Eigenständigkeitserklärung 8 Entsprechender AG-Schein in Kopie 2

3 W ICHTIGER H INWEIS  Die Angaben zu formalen Vorgaben sind nur als Standard zu verstehen.  Besondere, davon abweichende Vorgaben durch den Lehrstuhl haben immer Vorrang vor den allgemeinen Regeln! 3

4 F ORMALIA  Bearbeitervermerk beachten Schriftgröße, Zeilenabstand, Rand etc.  Seitenzahlen: Nach dem Deckblatt bis zum Gutachtentext: römische Zahlen (I, II, III, IV, V, VI, …) Danach: arabische Zahlen (1, 2, 3, …)  Elektronische Abgabe beachten!  Papierversion binden oder heften 4

5 D ECKBLATT  Vorname Name  Anschrift  Matrikelnummer  Fachsemester  Titel der Vorlesung  Dozent  Semester (SoSe 2016)  Hausarbeit 5

6 B EISPIEL 6

7 S ACHVERHALT Fehlerfrei abtippen (oder kopieren) bis zur Aufgabenstellung, also ohne Angaben zu Formalia, Abgabedatum etc. (sofern nichts anderes verlangt wird). 7

8 I NHALTSVERZEICHNIS / G LIEDERUNG SachverhaltLiteraturverzeichnisGutachten 8

9 G LIEDERUNG Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen Tipp: Sie verneinen gleich das erste Tatbestandsmerkmal bei „1.“ – gliedern Sie unter „2.“ ein „Ergebnis“ und vermeiden Sie so Gliederungsfehler 9

10 L ITERATUR : A RTEN Lehrbücher Zeitschriften (Aufsätze) Festschriften (Aufsätze) Kommentare Monographien (oft: Doktorarbeiten und Habilitationsschriften) Gesetzgebungsmaterialien: Motive und Protokolle zum BGB Urteilsanmerkungen Rechtsprechung (kommt nicht ins Literaturverzeichnis) 10

11 L ITERATURVERZEICHNIS Sortierung: rein alphabetischVollständigkeit in beide RichtungenStets aktuellste Auflage zitieren Umfang: Mindestens vier Seiten mit sämtlichen Literaturarten Namen links, Werke rechts: Tabellenform wählen 11

12 M ONOGRAPHIEN Name, Vorname(n) Titel des Werks, evtl. Untertitel Erscheinungsort (Verlagsort) Auflage, wenn es mehrere gibt Erscheinungsjahr Zitierweise (nicht erforderlich u.a. bei Professor Stuckenberg, Prof. Greiner möchte die Zitierweise bei Kommentaren und Handbüchern, nicht bei Aufsätzen) 12

13 B EISPIEL Conrad, ChristianDie Vollmacht als Willenserklärung Rechtsschein und Verkehrsschutz im Recht der gewillkürten Stellvertretung Hamburg 2012 (zit.: Conrad, Vollmacht) 13

14 K OMMENTARE Herausgeber / Begründer Titel des Kommentars Erscheinungsort / Jahr Zitierweise (nicht erforderlich z.B. bei Professor Stuckenberg, aber bei Prof. Greiner) 14

15 B EISPIELE I Staudinger, Julius von (Begr.)Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen Buch 2 Recht der Schuldverhältnisse Einleitung zum Schuldrecht, Treu und Glauben Neubearbeitung Berlin 2005 (zit.: Staudinger / Bearbeiter) Palandt, Otto (Begr.)Bürgerliches Gesetzbuch Kommentar 72. Auflage München 2013 (zit.: Palandt / Bearbeiter) 15

16 B EISPIELE II Prütting, Hanns Wegen, Gerhard Weinreich, Gerd (Hrsg.) BGB Kommentar Köln 10. Auflage 2015 (zit.: PWW / Bearbeiter ) Schulze, Reiner (Schriftleitung)Bürgerliches Gesetzbuch Handkommentar Baden-Baden, 7. Auflage 2012 (zit.: Hk-BGB / Bearbeiter) 16

17 A UFSATZ Verfasser: Name, Vorname Titel des Aufsatzes Fundstelle Anfangs- und Endseitenzahl Zitierweise (bei vielen Dozenten nicht erforderlich, u.a. Professor Stuckenberg und Prof. Greiner) 17

18 B EISPIELE Medicus, DieterDie psychisch vermittelte Kausalität im Zivilrecht, JuS 2005, Seite (zit.: Medicus, JuS 2005) Schmoeckel, Mathias:Der maßgebliche Zeitpunkt zur Bestimmung der Sittenwidrigkeit Archiv für die civilistische Praxis 1997 (1997), Seite (zit.: Schmoeckel, AcP 1997) Neuner, JörgDas nachbarrechtliche Haftungssystem JuS 2005, Seite 384 – 391. (zit.: Neuner, JuS 2005, 384) 18

19 I NTERNETQUELLEN Name, Vorname des Autors / der Autoren Titel (ggf. Untertitel) Vollständige Internetadresse Abrufdatum Zitierweise (falls erforderlich) 19

20 B EISPIEL 20 Messerle, Alexandra; Weingart, Stephan Altershöchstgrenze für Bürgermeister r/7659 Abruf vom (zit.: Messerle / Weingart, Altershöchstgrenze)

21 S IE S UCHEN DIE M OTIVE VON 1888?  Eingabe in Bonnus: Motive zu dem Entwurfe eines bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich 21

22 L ITERATURRECHERCHE Erste Anlaufstelle: Kommentar Auch gut: Beck online, juris Mehr über Literaturrecherche verraten Ihnen Mitarbeiter des Juristischen Seminars. 22

23 A BKÜRZUNGSVERZEICHNIS Hinsichtlich der verwendeten Abkürzungen wird verwiesen auf Kirchner, Hildebert Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, Berlin 8. Auflage

24 G LIEDERUNGSEBENEN  Bei den Juristen üblich: das alpha- numerische Gliederungssystem (A., I., 1., a), aa) usw.)  Jeder Gliederungspunkt hat eine Überschrift. Wenn diese für überflüssig erachtet wird, kann auch die Gliederung an dieser Stelle entfallen. 24

25 F USSNOTEN  Nachname,  Fundstelle: Bei Monographien: Kurzbezeichnung der Quelle Bei Aufsätzen: Zeitschrift und Jahr Bei Kommentaren: welcher Kommentar  Seitenzahl (bei Aufsätzen auch Anfangsseitenzahl),  Punkt.  Hinweis: Zitiervorschläge (z.B. bei Kommentaren) beachten! 25

26 B EISPIELE Neuner, Das nachbarrechtliche Haftungssystem, JuS 2005, 384, 389.  PWW / Brinkmann, § 155 Rn 2.  Conrad, Vollmacht,

27 B ITTE NICHT : „Vgl. Conrad, Vollmacht, 112.“ 27

28 H ÄUFIGE Z ITIERFEHLER Nach der Rechtsprechung können nur körperfremde Sachen gefährliche Werkzeuge im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 2 Alt. 1 StGB sein. 23 Demnach hat T durch den Faustschlag dieses Merkmal nicht erfüllt. 24 [...] 23 Meier, NJW 2001, 234, Meier, NJW 2001, 234, 236; instruktiv dazu Müller, Palandt / B,.. 28

29 F EHLER 1  Jemand schreibt „nach der Rechtsprechung“ und zitiert dann Literatur: Falsch! Für Ansichten der Rechtsprechung muss auch Rechtsprechung gelesen und zitiert werden. 29

30 F EHLER 2  Häufig zu finden: Das Konkretzitat! Meier sagt in der NJW sicher nichts über den konkreten Fall Ihrer Hausarbeit. 30

31 F EHLER 3  Belehrungen des Lesers sind zu unterlassen. Sie schreiben ein Gutachten und keinen Aufsatz. 31

32 F EHLER 4  Blindzitate: Jedes Zitat muss an Hand des Originals überprüft werden. Sie können einen Aufsatz von „Müller“ nicht nach dem Kommentar zitieren, wo Sie den Hinweis gefunden haben : Hier schreibt nicht Müller, sondern Bassenge, also der Bearbeiter des Paragraphen im Palandt. 32

33 H ÄUFIGE Z ITIERFEHLER  Die Anfechtung einer nach § 123 anfechtbaren Willenserklärung kann nur binnen Jahresfrist erfolgen Medicus, Bürgerliches Recht, S… 33

34 F EHLER 5  Sie dürfen nichts aus der Literatur zitieren, was schon so im Gesetz steht. 34

35 U RTEILE IN F USSNOTEN  Gericht (BGH, RG, OLG, LG, AG)  Fundstelle 35

36 B EISPIELE  RGZ 128, 92, 95  RG SeuffArch Band 61, Nr. 109  BGH MDR 2000, 872, 873  BGHZ 37, 233, 235  OLG Düsseldorf NJW 1988,

37 F UßNOTEN 1  Zitierweise Zitiert wird wörtlich nur bei abstrakten Definitionen, ansonsten besser sinngemäß. Die Fußnote enthält einen Kurzbeleg, das Inhaltsverzeichnis einen Vollbeleg. 37

38 F UßNOTEN 2  Bei Literaturnachweisen muss die Fußnote mit der Zitierweise übereinstimmen  Fußnoten werden nach dem Satzzeichen eingefügt, wenn sie sich auf einen Satz oder Teilsatz beziehen.  Nur soweit sie sich auf ein bestimmtes Wort oder eine bestimmte Wortgruppe beziehen, stehen sie unmittelbar danach. 38

39 F UßNOTEN 3  Die Angabe „S.“ für Seite ist grundsätzlich entbehrlich.  Die Angabe „ff.“ ist zu vermeiden. Besser die gemeinte(n) Seite(n) konkret angeben.  Die Angabe „f.“ ist nur zu verwenden, wenn sich die wiedergegebene Aussage auf der zitierten Seite auf eine weitere Seite erstreckt.  Mehrere Fundstellen sind durch „;“ voneinander zu trennen. 39

40 F UßNOTEN 4 Rechtsprechungsnachweise stehen in einer Fußnote mit mehreren Angaben am Anfang, höhere Gerichte vor niedrigeren; erst dann kämen Literaturnachweise! 40

41 B EISPIEL BGHZ 11, 27, 37; 37, 233, 235f; OLG Braunschweig NJW-RR 1992, 440; MünchKomm / Mayer-Maly, § 134 Rn 7, Palandt / Heinrichs, § 134 Rn

42 E RSTE F UßNOTE Wer möchte, kann als erste Fußnote folgenden Text angeben: §§ ohne weitere Angaben sind solche des BGB. Damit erspart man sich die Angabe des Gesetzes bei den Normen. 42

43 E IGENSTÄNDIGKEITSERKLÄRUNG  Hiermit versichere ich, die von mir eingereichte Hausarbeit eigenständig und ohne unerlaubte fremde Hilfe angefertigt, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und alle aus anderen Texten wörtlich oder sinngemäß entnommenen Ausführungen als solche durch Angabe der Herkunft gekennzeichnet zu haben. 43

44 M ETHODISCH ARBEITEN  Auslegungsmethoden anwenden und benennen  System der Ansprüche beachten  Standardargumente verwenden 44

45 S YSTEM DER A NSPRÜCHE I.: Vertrag II.: Quasivertrag III.: Dingliche Ansprüche IV.: Delikt V.: Bereicherungsrecht 45

46 S TANDARDARGUMENTE Analogie und UmkehrschlussTeleologische Extension und ReduktionErst-recht-SchlussBegründung unter Hinweis auf unsinnige FolgenNegatives ArgumentGegenakt 46

47 S ACHVERHALT  Mehrfach lesen und die wichtigen Informationen entnehmen Daten -> Fristenberechnung ausführliche Darstellung -> Schwerpunkt der Arbeit Wörtliche Wiedergabe -> Auslegung von Willenserklärungen gem. §§ 133, 157 BGB 47

48 S ACHVERHALT  Rechtliche Aussagen sind als zutreffend zu betrachten.  Laienhafte Ausdrücke stehen meist in „Gänsefüßchen“.  Auskünfte von (möglicherweise ehemaligen) Jurastudenten im Sachverhalt sind meist falsch. 48

49 S YNOPSE  Übungsfall JuS 2013, 996: Bestätigungsschreiben gem. § 312 g Abs. I S.1 Nr. 3 BGB  § 312 g Abs.1: „Dem Verbraucher steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht gem. § 355 zu.“ 49

50 F ALSCHES Z ITAT IM Ü BUNGSFALL ? 50

51 L ÖSUNG  Gesetz hat sich verändert  Googeln nach „Synopse“  Alte Fassung bis ,  Neue Fassung § 312 i Abs.1 S. 1 Nr. 3 51

52 D ER G UTACHTENTEXT  Angemessene Sprache  Keine Verwendung der 1. und 2. Person („ich“, „du“, „wir“ oder „ihr“)  Automatische Silbentrennung  1/3 Rand links  Einseitiger Druck 52

53 P RAKTISCHE H INWEISE §, Steuerung und Shift gedrückt halten, Leerzeichen Auf geschütztes Leerzeichen achten vor § und vor €: § ͦ116) Das sieht im Ergebnis bei eingeschaltetem „¶“ etwa so aus: 53

54 T RAURIGE T ATSACHEN  Schutz vor Betrugsversuchen: Laptop im Seminar niemals unbeobachtet lassen Geschriebenes nicht leichtfertig verschicken an „Freunde“, etwa über What´s App Keine Gruppendiskussion in Internetforen (Facebook) 54

55 L ITERATUREMPFEHLUNG Kleinhenz, Holger / Deiters, Gerd Jura Professionell – Klausuren, Hausarbeiten, Seminararbeiten, Dissertationen Richtig schreiben und gestalten (vergriffen) Signatur im Juridicum: Ag 26/244 55

56 W EITERER L ITERATURTIPP Thorsten Schmidt Grundlagen rechtswissenschaftlichen Arbeitens In: Juristische Schulung 2003, und (Wichtig für juristische Standardargumente) 56

57 A LLGEMEINER L ITERATURTIPP Lange, BarbaraJurastudium erfolgreich Planung – Lernstrategie – Zeitmanagement 8. Auflage München

58 B ESTNOTE, M ARTIN K RENGEL 58

59 J URISTISCHES S EMINAR  Schulungsangebote nutzen!  bonn.de/hilfen-schulungen/ bonn.de/hilfen-schulungen/ 59

60 J URISTISCHES S EMINAR  bonn.de/lernen- arbeiten/informationen-fuer- erstsemester/ bonn.de/lernen- arbeiten/informationen-fuer- erstsemester/ 60

61 W ICHTIGER H INWEIS  Während der Hausarbeitsphase werden keine Fragen zu Hausarbeiten beantwortet. Formale Fragen sind selbst anhand der Literaturvorschläge zu lösen. 61


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