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Substanzen und Fahrfähigkeit mit Fallbeispielen Dr. med. Matthias Pfäffli Facharzt für Rechtsmedizin Verkehrsmediziner SGRM Abteilungsleiter Verkehrsmedizin,

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Präsentation zum Thema: "Substanzen und Fahrfähigkeit mit Fallbeispielen Dr. med. Matthias Pfäffli Facharzt für Rechtsmedizin Verkehrsmediziner SGRM Abteilungsleiter Verkehrsmedizin,"—  Präsentation transkript:

1 Substanzen und Fahrfähigkeit mit Fallbeispielen Dr. med. Matthias Pfäffli Facharzt für Rechtsmedizin Verkehrsmediziner SGRM Abteilungsleiter Verkehrsmedizin, -psychiatrie und -psychologie VMPP Institut für Rechtsmedizin Universität Bern Bern, Lunchsymposium

2 Gesetzliche Grundlagen Anhang 1 VZV: Achtung: Revision Mindestanforderungen per !

3 Eine alte Geschichte...

4

5 Fahrfähigkeit und Medikamente Vier Grundprinzipien keine kognitive Beeinträchtigung durch die Medikation stabile Dosierung keine missbräuchliche Verwendung von psychoaktiven Medikamenten und kein Konsum von illegalen Drogen gute Compliance Hauptproblem: Bedarfsmedikation Lösung: Fahrkarenz cave: Grunderkrankung cave: höhere Kategorien

6 männlich, 41 Jahre Lkw-Chauffeur bipolar affektive Störung manische Episoden 1998, 2005, 2010, 2012 depressive Episoden 2000, 2006, 2013 Therapie: Citalopram 20 mg, Lithium 450 mg aktuell psychopathologisch unauffällig, keine Sedierung Fahreignung?

7 Wichtige Punkte Beurteilung der kognitiven Beeinträchtigung klinischer Eindruck in Ausnahmefällen kognitive Testung (Goldstandard: Testbatterie und Blutspiegelbestimmung) Verzicht auf Verkehrsteilnahme in beeinträchtigtem Zustand Compliance zentral

8 kognitive Leistungsfähigkeit Leistungsfähigkeit Grundleistungsfähigkeit (Routinearbeiten) Reserveleistungsfähigkeit (Reaktion auf unvorhergesehene Aufgaben)

9 Fahrfähigkeit hängt nicht nur von Sedierung ab! ausgewählte Beispiele: Insuline Hypoglykämie Antihypertensiva Hypotonie, Synkope Dopaminagonisten (z.B. Pramipexol) Schlafattacken Z-Hypnotika somnambuliforme Episoden

10 Fahreignung bei Konsum illegaler Drogen Fahreignung gegeben, falls Trennfähigkeit intakt Seltener bis gelegentlicher Konsum Fahreignung nicht gegeben regelmässiger Konsum, Abhängigkeit

11 Fahreignung bei Substitutionstherapie (Methadon, Buprenorphin, Morphin) konstante Dosis für mehrere Monate keine definierte tägliche Maximaldosis stabile Dosiseinstellung bei Zweifel verkehrspsychologische Leistungstestung keine kognitive Beeinträchtigung durch Substitution Kontrolle mittels Haaranalysen/Urinkontrollen (Administrativfälle) cave: Alkohol, psychoaktive Beimedikation Beikonsumfreiheit Anbindung an Arzt/Suchtfachstelle gute Compliance stabile persönliche und soziale Verhältnisse stabile psychosoziale Verhältnisse

12 Fahreignung bei Substitutionstherapie (Methadon, Buprenorphin, Morphin) konstante Dosis für mehrere Monate keine definierte tägliche Maximaldosis stabile Dosiseinstellung bei Zweifel verkehrspsychologische Leistungstestung keine kognitive Beeinträchtigung durch Substitution Kontrolle mittels Haaranalysen/Urinkontrollen cave: Alkohol, psychoaktive Beimedikation Beikonsumfreiheit Anbindung an Arzt/Suchtfachstelle gute Compliance stabile persönliche und soziale Verhältnisse stabile psychosoziale Verhältnisse cave: Nur Fahreignung für 3. Gruppe! Keine Fahreignung im Heroinprogramm!

13 weiblich, 35 Jahre Vorgeschichte Fahrt unter Einfluss von THC, Nachweis eines Cocain- und Methadonkonsums vorsorglicher Entzug des Führerausweises Persönliche Anamnese Cannabiskonsum seit 14. Lebensjahr, aktuell 2 Joints/d Cocainkonsum seit 15. Lebensjahr, letztmals am Vorabend der Begutachtung Heroinkonsum seit 20. Lebensjahr („Behandlung von Rückenschmerzen“), aktuell 1x/Monat (fast vollständiger) Konsumstopp während SS 2003 und 2005 Methadonsubstitution mit 90 mg/d seit 2002

14 weiblich, 35 Jahre Analyseresultate Urinschnelltests positiv auf Methadon, Opiate, Cocain und THC Haaranalyse Methadon7‘558 pg/mg EDDP718 pg/mg Cocain18‘462 pg/mg Benzoylecgonin3‘277 pg/mg Ecgoninmethylester<500 pg/mg MDMA<500 pg/mg Blutanalyse Alkoholmarker (CDT, MCV, γ-GT, ASAT, ALAT) unauffällig

15 ärztlich verschriebene Cannabisprodukte Dronabinol (Marinol®, halbsynthetisches THC) Sativex® (standardisierter Auszug aus Cannabis sativa L.) Cannabis-Tinktur/-Öl Cannabidiol-Lösung Ihre Meinung zur Fahreignung?

16 ADHD-Medikation und Fahren Grundsatz: Eine medikamentöse Therapie (z.B. mit Stimulantien) unterstützt bei Personen mit einer ADHD-Diagnose die sichere Verkehrsteilnahme. Kein Beikonsum von illegalen Drogen „Problemfälle“ Dexamphetamin Lisdexamphetamin (Elvanse®)

17 Aufklärung Medikamentennebenwirkung Beeinflussung der Fahrfähigkeit durch Medikamente Teil der Sicherungsaufklärung Aufgabe des verschreibenden Arztes

18 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

19 Kontakt


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