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Mütterliche Anamnese 18-jährige Erstgravida, Diagnose eines Hodgkin-Lymphoms, Stadium IIA in der 22. SS-Woche (SSW). Nach interdisziplinärer Konferenz.

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Präsentation zum Thema: "Mütterliche Anamnese 18-jährige Erstgravida, Diagnose eines Hodgkin-Lymphoms, Stadium IIA in der 22. SS-Woche (SSW). Nach interdisziplinärer Konferenz."—  Präsentation transkript:

1 Mütterliche Anamnese 18-jährige Erstgravida, Diagnose eines Hodgkin-Lymphoms, Stadium IIA in der 22. SS-Woche (SSW). Nach interdisziplinärer Konferenz wurde eine Chemotherapie nach Protokoll ABVD begonnen. In der 25. SSW und der 27. SSW wurde je ein Zyklus mit Doxorubicin (25mg/m²), Bleomycin (10mg/m²), Vinblastin (6mg/m²) und Dacarbazin (375mg/m²) verabreicht. Bei der Mutter traten keine Nebenwirkungen der Chemotherapie auf. Die Beendigung der Schwangerschaft per Sectio caesarea erfolgte vor Beginn des dritten Chemotherapiezyklus, nach Lungenreifung mit Celestan in der 33. SSW. Kindliche Befunde Geburt in der 32+4 SSW, Gewicht: 1900g ( P) Leichte Anpassungsstörung und mildes Atemnotsyndrom. Therapie und Verlauf  Glucose-Elektrolytsubstitution für 10 Tage.  Theophyllin 6mg/kg/Tag bei Bradykardien  Dobutamin 5 µg/kg/Stunde für 78 Stunden bei arterieller Hypotonie trotz zusätzlicher Volumengaben (30ml/kgKG NaCl 0,9%).  Masken-CPAP Therapie bei ANS für drei Tage  zusätzlicher Sauerstoffbedarf bestand für 2 Stunden. Als potentielle Nebenwirkungen der Chemotherapie entwickelten sich: - Anämie (Hb minimal 10,3mg/dl am 5. Lebenstag) - Leukozytopenie (minimal 4,5/nl am 5. Lebenstag) - Ab dem 3. Lebenstag arterielle Hypotonie trotz zusätzlicher Volumengabe (30ml/kgKG NaCl 0,9%). - ab dem 4. Tag trat siebenmalig ein bis zu 5 Sekunden dauernder Sinusarrest auf, ohne dass sich sonst kardial auffällige Befunde erheben ließen. - Echokardiografie, 12-Kanal EKG, 24Std-EKG und Eventrecorder über 7 Tage sowie die laborchemischen Werte waren unauffällig. - Im Verlauf kein weiterer Sinusarrest, ohne dass eine spezifische Therapie durchgeführt wurde. Die Entlassung des Kindes erfolgte in gutem AZ nach bereits 3 Wochen. 7 Monate nach der Entlassung geht es Mutter und Kind gut. Zusammenfassung C. Bölke 1, Ch. Bender 1, M. Keller 2, M. Henkes 3, D. Hildebrandt 4, M. Henschen 1 1 Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Schwarzwald-Baar Klinikum VS-Villingen 2 Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 3 Klinik für Innere Medizin, Onkologie 4 Klinik für Innere Medizin, Kardiologie Sinusarrest bei einem Frühgeborenen: ungewöhnliche Nebenwirkung nach pränataler Chemotherapie Vermutlicher Wirkmechanismus Doxorubicin: Mitochondriale Dysfunktion, Lipidperoxidation der Mitochondrienmembran von Kardiomyozyten, Senkung der Aktivität der Glutathionperoxidase ? (1) Oder Reifungsstörung des Reizweiterleitungssystemes durch die Kombination der vier Medikamente ? (1) Bei jeder onkologischen Erkrankung während einer Schwangerschaft müssen individuell die Risiken der Erkrankung für die werdende Mutter und die Risiken einer Chemotherapie für den Fetus abgewogen werden (1,2). Für eine Reihe von Chemotherapeutika gibt es Studien über mögliche fetale Nebenwirkungen wie Leukopenie und Anämie. Bisher noch nicht beschrieben wurde der bei unserem Frühgeborenen aufgetretener rezidivierender Sinusarrest (1,2). (1) The Chemotherapy Source Book, Fourth Edition, 2008, Lippincott Williams and Wilkens (2) Anthracyclines during pregnancy: embryo-fetal outcome in 160 patients, Germann N, Ann Oncol Jan;15(1): Embryonaltoxikologische Beratung: Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben (BBGes) Spandauer Damm 130, Haus 10 D Berlin, Telefon ,


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