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Menschen mit Migrationshintergrund - Die Randgruppe der Spielerarbeit? Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. Unna, 19.05.2016 Mete Tuncay Institut Glücksspiel.

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1 Menschen mit Migrationshintergrund - Die Randgruppe der Spielerarbeit? Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. Unna, Mete Tuncay Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Mannheim Fachstelle Spielerschutz & Migration

2 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Lernziele Aneignung von Fähigkeiten zur Identifizierung und Minimierung von Zugangsbarrieren zu psychosozialen und -therapeutischen Hilfen Optimierung der Effektivität des Spieler und Jugendschutzes, sowie der Gesundheitsfürsorge bei benachteiligten Gruppen Minimierung der Auswirkungen von Rassismus und anderen Formen von Diskriminierung zum Schutz und Erhalt mentaler Gesundheit

3 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung Destatis, 2014

4 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Epidemiologische Übersicht „Migratonshintergrund“ ein Risikomerkmal für die Entstehung von Glücksspielproblemen betroffen (BzGA-Survey 2015; PAGE-Studie, 2011) Migranten muslimischen Glaubens, speziell aus der Türkei, sind besonders betroffen (Kastirke, 2012). Hohe Korrelation mit formal geringem sozioökonomischen Status (Tuncay, 2012) Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme suchtspezifischer Hilfen (Katirke, 2012)

5 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Glücksspiele haben eine vielschichtige funktional-emotionale Bedeutung Hoffnung auf Geldgewinn -> Bewahrung der Ehre Neugier -> kein unmittelbarer Verstoß gegen Ehre aufgrund Verheimlichung Freunde und Familienmitglieder spielen Langeweile passive und inhaltsarme Freizeitgestaltung

6 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Vor der Inanspruchnahme Fachperson  Sprachbarriere  Unkenntnis der Zuwanderergruppen und ihrer Bedarfe  Vorstellungen von Sucht, Krankheit, Beratung und Therapie  Widersprüche innerhalb des Suchthilfesystems  Abwehr von Arbeitsbelastung  Kompetenzverlustangst Klient*in  Sprachbarriere  Unkenntnis des Rechts- und Hilfesystems  Vorstellungen von Sucht, Krankheit, Beratung und Therapie  Widersprüche innerhalb des Suchthilfesystems  Misstrauen und Angst vor juristischen Konsequenzen  fehlende rechtliche Voraussetzungen Epidemiologie Zugangsbarrieren zum Suchthilfesystem überwinden

7 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Bei Inanspruchnahme Fachperson  Überlegenheitsannahme  fehlendes Bewusstsein für Kulturbedingtheit eigenen Verhaltens und Erlebens  fehlendes Bewusstsein für Kulturbedingtheit fachlicher Überzeugungen  Übernahme gesellschaftlicher Stigmatisierung und Stereotypisierung  Abwehr von Kollektiven  Xenophobie Klient*in  erlebte Überheblichkeit  fehlendes Bewusstsein für  Kulturbedingtheit eigenen  Verhaltens und Erlebens  Inkompetenzvermutung  Gegen-Stigmatisierung und Stereotypisierung  Bezug auf Kollektiv  Xenophobie Epidemiologie Zugangsbarrieren zum Suchthilfesystem überwinden

8 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kulturelle Identität als Dimension menschlicher Vielfalt Anti-Diskriminierungs- und Gleichbehandlungsgesetz (AGG, 2005) Schützt vor Diskriminierung und Benachteiligung bei der Teilhabe an Grundrechten aufgrund der durch Geburt gegeben Merkmale Alter Körperliche/geistige Beeinträchtigung Geschlecht Hautfarbe/ethnische Herkunft Religion und Glauben Sexuelle Orientierung

9 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Dimensionen der Vielfalt nach Gardenwartz und Rowe

10 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Diversität ist eine Herausforderung einer globalisierten Welt. Soziologisch: Ein Model, welches für die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen benutzt wird. Historisch: Entstanden in der US- Bürgerrechtsbewegung gegen die Diskriminierung von Schwarzen, steht Diversität für die Herstellung von Chancengleichheit von Gruppen, die nach bestimmten Merkmalen benachteiligt werden. Ökonomisch: Diversity Management als eine Methode des Personal-Managements steht für die Wertschöpfung durch Wertschätzung von Unterschieden.

11 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit

12

13 Übung

14 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Welche zwei Überzeugungen aus Ihrer Herkunftskultur beeinflussen Ihr Verhalten!

15 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Zum Begriff Kultur Definition: Stammt begrifflich vom lateinischen Wort „colere“ ab und bedeutet „bebauen, bestellen, pflegen“. Jede Kultur hat ihre Besonderheiten und ihre eigenen, für sie typischen Orientierungen. Diese prägen die Angehörigen einer Kultur und formen deren Identität.

16 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Was ist Kultur? Jede Kultur ist sehr komplex und ändert sich Keine Kultur ist in sich geschlossen, jede Kultur fließt Keine Kultur ist in sich geschlossen, jede Kultur fließt Kultur ist schwierig zu erklären – es gibt viele Definitionen

17 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Was ist Kultur? … is a software of the mind! Geert Hofstede … is the way in which a group of people solves problems! Edgar Schein … is like an onion; to understand it you have to unpeel it layer by layer! Fons Trompenaars

18 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Definition von E. Schein (1995)

19 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Definition nach Kluckhohn Kultur besteht aus Mustern von Denken, Fühlen und Handeln und wird übertragen durch Symbole, die die charakteristischen Errungenschaften von bestimmten Gruppen von Menschen bilden und ihre Verkörperung in Artefakten. Der wesentliche Kern der Kultur besteht aus traditionellen (d.h. in der Geschichte begründeten und von ihr ausgewählten) Ideen und insbesondere ihren zugehörigen Werthaltungen.

20 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Definition nach Trompenaars Unsere Kultur ist für uns wie das Wasser für den Fisch. Wir leben und atmen durch sie. Ein Fisch spürt erst dann, dass er Wasser zum Leben braucht, wenn er nicht mehr darin schwimmt.

21 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Definition nach Trompenaars Werte: Abstrakte Ideale und Prioritäten, die der Orientierung dienen Rituale: Kollektive Tätigkeiten, die in bestimmten Situationen und Anlässen ablaufen (Begrüßungsrituale, Gesprächsroutinen) Helden: Personen, die Eigenschaften besitzen, welche in einer Kultur hoch angesehen sind. Verhaltensvorbilder. Symbole: Worte, Gesten, Bilder, Objekte mit bestimmter Bedeutung, werden sofort erkannt. Pr ak tik en

22 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Definition nach Hofstede Jede Person hat die Möglichkeit, die gelernten Wertvorstellungen zu akzeptieren oder nicht. Dies ermöglicht es Individuen, verschiedenen Gruppen anzugehören. Kultur ist „mentale Software“, die in einem Sozialisationsprozess kulturell „programmiert“ wird. Im Laufe dieser Sozialisation und vor allem in der Kindheit, der Primärsozialisation, erwirbt das Individuum bestimmte Muster des Denkens, Fühlens und Handels, die als Werte und Haltungen umschrieben werden.

23 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Sichtweisen von Kultur EmischEtish „aus der Perspektive des Insiders“„aus der Perspektive des Außenstehenden“ Für das Verstehen einer Kultur eignet sich die emische Sichtweise, für den Vergleich die etische Sichtweise. Diese muss dem „Anderen“ auf Augenhöhe begegnen.

24 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimensionen Umgang mit Macht/Authorität Regeln vs. Ausnahmen Ich vs. Wir Beziehung vs. Sache Umgang mit Zeit Kultur-Dimensionen sind Extrakte von Kultur-Forschung, die vergleichend ist und somit Bezugspunkte benötigt. Z.B. wird die eigene Kultur mit Anderen mit dem Fokus auf Unterschiede verglichen. Aus den Erkenntnissen der einschlägigen Wissenschaft ermöglichen Kultur-Dimensionen Vergleiche zwischen Kulturen.

25 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimension: Machtdistanz Zeigt sich in den Beziehungsmustern innerhalb der Familie, oder im Umgang mit Würdenträgern Starke Betonung von Gehorsam und Respekt in der Erziehung, statt auf Selbstständigkeit und Unabhängigkeit-> „Akzeptieren ohne Widerspruch“ Bei Männern: Uneingeschränkter Gehorsam Bei Frauen: Sittlichkeit und Ehre Der Begriff Machtdistanz bezieht sich auf die in einem Kulturkreis herrschende Meinung, sowie die Bedeutung und Akzeptanz von Hierarchien in dieser Gesellschaft (Hofstede, 2006)

26 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimension: Machtdistanz Geringe Machtdistanz Eltern behandeln ihre Kinder wie Ihresgleichen. Bei der Altersversorgung der Eltern spielen Kinder keine Rolle. Studenten behandeln ihre Professoren wie Ihresgleichen. Lehrer sind Experten, die losgelöstes Wissen vermitteln. geringe Gehaltsunterschiede zwischen „oben“ und „unten“ Privilegien und Statussymbole werden missbilligt und belächelt. hohe Machtdistanz Eltern erziehen ihre Kinder zu gehorsam. Bei der Altersversorgung der Eltern sind Kinder wichtig. Studenten zollen ihren Professoren Respekt, auch außerhalb der Uni. Lehrer sind Gurus, die ihre persönliche Weisheit vermitteln. höhere Gehaltsunterschiede zwischen „oben“ und „unten“ Privilegien und Statussymbole sind üblich und populär

27 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimension: Regeln vs. Ausnahmen Kernfrage dieser Kultur-Dimension: Stehen in einer Kultur Regeln und Normen oder Beziehungen und Ausnahmen im Vordergrund? Universalismus Partikularismus

28 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Regelorientiert „Du bist mein Freund, aber wir haben Regeln.“ „Du kannst denen (Partikularisten) nicht trauen, da sie immer ihren Freunden helfen“ Ausnahmeorientiert „Wir haben Regeln, aber Du bist mein Freund!“ „Du kannst denen (Universalisten) nicht trauen, da sie nie ihren Freunden helfen.“ Kultur-Dimension: Regeln vs. Ausnahmen

29 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimension: Beziehung vs. Sache Anforderungen/Tugenden nach Trompenaars Diese Kultur-Dimension beschreibt, dass die Erledigung einer Aufgabe oder Sache oder die Beziehungen und der Kontext prioritär sein können. spezifisch/sachorientiertdiffus/beziehungsorientiert FaktenLoyalität objektive und differenzierte Sichtweisen Interdependente Verantwortung über informelle Kanäle Abstraktes DenkenSchwimmende Rollengrenzen Genauigkeit„relation beats issue“

30 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Sachorientiert Direkt zum Thema Beziehungen mit Ziel „professionelles Networking“ Verhalten: exakt, klar, transparent, eindeutig Moralisches Urteil unabhängig von der Situation und Person Trennung zwischen Privacy & Public Beziehungsorientiert Indirekt zum Thema Scheinbar „ziellose“ Beziehungs- Netzwerke Verhalten: Vermeidung, Umgehung, taktvoll, unklar Moralisches Urteil abhängig von der Situation und Person Vermischung zwischen Privacy & Public Kultur-Dimension: Beziehung vs. Sache

31 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimension: Umgang mit Zeit Anforderungen/Tugenden nach Hall & Hall Unterschiede zwischen Kulturkreisen hinsichtlich „Umgang mit Zeit“ werden meist am deutlichsten wahrgenommen, z.B. in Sachen Pünktlichkeit. Monochronpolychron Genaue PlanungGegenwartsbezug Zuverlässige EinhaltungFlexibilität Effiziente ErledigungImprovisation Lineares ErledigenMultitasking

32 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Monochron Immer eins nach dem anderen Zeit ist messbar und exakt Fokussiert auf die Aufgabe Termine sind immer genau einzuhalten Präzision der zeitlichen Einteilung nach Prioritäten Exakte Umsetzung der Pläne, Fokus auf den nächsten Schritt Tagesordnung und Agenda Polychron Erledigen Dinge parallel Zeit ist nicht messbar und ist flexibel Leichter ablenkbar Termine sind erwünscht aber nicht Bedingung Präzision der zeitlichen Einteilung nach Beziehungen Pläne geben flexible Orientierung, Fokus auf Veränderungen Lockere Plauderei Kultur-Dimension: Umgang mit Zeit

33 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Dimension: Individualismus vs. Kollektivismus (Ich vs. Wir) In individualistischen Kulturen treffen die Menschen ihre persönlichen Entscheidungen individuell oder im engsten Kreis. In kollektivistischen Kulturen werden alle Schritte in Abstimmung mit der Umwelt gesetzt. Die Individuen definieren sich über die Gruppe, die sie beschützt und Verantwortung übernimmt. Diese Kultur-Dimension beschreibt die Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft sowie die Beziehung der Mitglieder einer Gruppe untereinander.

34 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Ich Einzelperson  trifft Entscheidungen  trägt Verantwortung  repräsentiert  verfügt über Status Lebensqualität kommt von persönlicher Freiheit und individueller Entwicklung Wettbewerb ist wichtig und notwendig für den Fortschritt Medien sind die erste Quelle der Informationsbeschaffung Wir Gruppe – trifft Entscheidungen – trägt Verantwortung – repräsentiert – Verfügt über Status Lebensqualität kommt von Geborgenheit in der Gruppe und gegenseitiger Unterstützung Kooperation ist wichtig und notwendig für den Fortschritt Das soziale Netz ist die erste Quelle der Informationsbeschaffung Kultur-Dimension: Ich vs. Wir

35 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kollektivismus…. und Persönlichkeit nach Pedersen Interdependentes Selbstverständnis, Familienorientierung und Gehorsam Situations- und kontextabhängiges Verhalten Interpersonales Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein Starke Berührung von external verankerten Affekten wie Scham, Ehre, Stolz und Mitleid Einbettung in externe Bestimmungsgrößen. Kultur besteht aus Mustern des Denken, Fühlen und Handelns Kultur ist mentale Software

36 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kollektivismus…. und Familie nach Pedersen Familie als psychosoziale und ökonomische Kerneinheit Konflikte und Krisen sind oft intrafamilial, statt intrapsychisch Stetige Reproduktion von Abhängigkeiten Kollektive Bestimmung von Familienplanung, Erwerbsarbeit und sozialem Umfeld Herauslösung kann zu Isolation führen. Kultur besteht aus Mustern des Denken, Fühlen und Handelns Kultur ist mentale Software

37 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kollektivismus… und Geschlechter-Verhältnisse nach Pedersen Patrilineare und patriarchalische Gesellschaftsstrukturen Geschlechterunterscheidung legt ein komplementäres Verhältnis nahe Ehe als heiliges Bündnis und einziger Rahmen sexueller Handlungen → junges Heiratsalter Ehe ist eine materiell begründete Absicherung, v. a. von Frauen Pragmatismus statt amour fou.

38 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Sozialisierung und Erziehung im Kollektivismus nach Pedersen Großfamilie patriarchalischer Prägung (Respekt vor dem Vater, Älteren, Religion) Autoritätsgläubigkeit Offenere Beziehung im Kleinkind-Stadium Verwehrung der kindlichen Entscheidungsfreiheit Häufige Sanktionierung (oftmals Bestrafung), Schuldzuweisung und passives Lernen durch moralisierende Belehrungen Ziele: Memorisieren und Internalisierung der kollektiven Werte, Selbstkontrolle und Selbstdisziplinierung zum Schutz der Reputation des Kollektivs.

39 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Körper und Gesundheit im Kollektivismus nach Pedersen Oftmals spiritualisiert: Schutzgeister und Dämone haben wie naturalistische und mechanistische Krankheitskonzepte hohe Bedeutung Fremdbestimmter Determinismus statt Leib-Seele-Dichotomie Passive Haltung bei Gesundheitsfragen Verkörperlichung von Beschwerden ist ein legitimes Vehikel, persönliche Probleme zu transportieren.

40 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kulturelle Identität als Dimension menschlicher Vielfalt Rassismus nach Stuart Hall (1999) Rassismus ist der Prozess, der durch Diskriminierung betrieben wird und innerhalb dessen Macht ausgeübt wird. „Rassismus beschreibt und beurteilt soziale Gruppen auf Grundlage eines pseudo- biologischen Diskurses und führt deren Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit auf willkürliche Merkmale zurück – und schränkt sie dadurch ein.“

41 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kulturelle Identität als Dimension menschlicher Vielfalt Institutionalisierter und struktureller Rassismus sind nach MacPherson (1999) „…. ist das kollektive Versagen einer Organisation, Menschen eine angemessene und professionelle Dienstleistung zu bieten aufgrund deren Hautfarbe und ethnischer Abstammung. Es kann in Prozessen, Einstellungen und Verhaltensweisen beobachtet und nachgewiesen werden, die ethnische Minderheiten durch Vorurteile, Ignoranz, Gedankenlosigkeit und rassistische Stereotype diskriminiert.“

42 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Kultur-Kompetenz nach der American Psychiatric Assiciation Neugier, Empathie, Relativität und Wohlwollen definieren das Professionelle Selbstverständnis („cultural sensitivity and empathy“) Möglichkeit und Bereitschaft kulturell sinnvoller Beziehungsgestaltung („adjustment of culturally relevant relations”) Bereitschaft, kulturverträgliche Ziele zu formulieren („Establishment of ability for cultural guidance”) Transparenz von Beratungs- und Behandlungsprozessen und deren Rahmenbedingungen

43 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Interkulturelle Kompetenzen – Komponenten

44 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Interkulturelle Kompetenzen Wissen (kognitiv) Fähigkeiten (affektiv) Fertigkeiten (behavioral) -Sprachkenntnisse -Länderspezifisches Wissen -Kulturdimensionen/- standards/Kultur-prozesse -Ethnozentrismus -Migrations- und Integrationsprozess -Kulturspezifische Standards -Kulturkonzepte -Sprachkenntnisse -Länderspezifisches Wissen -Kulturdimensionen/- standards/Kultur-prozesse -Ethnozentrismus -Migrations- und Integrationsprozess -Kulturspezifische Standards -Kulturkonzepte -Beobachtung &Wahrnehmung -Anerkennung &Wertschätzung -Angemessenheit -Selbst- und Fremdreflexion -Perspektivwechsel -Empathie -Flexibilität & Offenheit -Toleranz & Sensibilität -Beobachtung &Wahrnehmung -Anerkennung &Wertschätzung -Angemessenheit -Selbst- und Fremdreflexion -Perspektivwechsel -Empathie -Flexibilität & Offenheit -Toleranz & Sensibilität -Konfliktbewältigung -Kommunikative Kompetenzen -Integrationsfähigkeit -Gewaltfreie Kommunikation -Umgang mit kritischen Ereignissen -Strategien zum Umgang mit kulturellen Differenzen -Konfliktbewältigung -Kommunikative Kompetenzen -Integrationsfähigkeit -Gewaltfreie Kommunikation -Umgang mit kritischen Ereignissen -Strategien zum Umgang mit kulturellen Differenzen Interkulturelle Kompetenzen- Entwicklungsebenen

45 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Leitideen interkultureller Organisationsentwicklung Interkulturalität ist eine gleichrangige Dimension eines umfassenden Diversity Managements Die Verantwortung für die Entwicklung liegt beim Management und kann nur in Kooperation mit ihr erfolgen Interkulturalität als Qualitätsmerkmal erhöht die Nachhaltigkeit Migranten als Beschäftigte und Kooperationspartner macht die Entwicklung kostengünstiger und nachhaltiger Steigerung der Lerneffekte durch Vernetzung mit vergleichbaren Diensten aus dem In- und Ausland, sowie durch Community Network

46 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Leitideen interkultureller Organisationsentwicklung Entwicklung und Anpassung von Jahreszielen und Strategieplänen Implementierung einer Steuerungsgruppe, die operative Verantwortung hat Implementierung einer Fachgruppe „Migration“ zur Sicherung interkultureller Fachlichkeit Entwicklung einer migrationsspezifischen Dokumentation und einer Sammlung von Literatur und Wissen Know-How-Transfer Migrationsspezifisches Controlling

47 Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Leitideen interkultureller Personalentwicklung Fort-und Weiterbildung zu relevanten Auf Interkulturalität ausgerichtete Intervision und Supervision Förderung interkultureller Fachlichkeit ist definiert als Leitungsaufgabe Vernetzung mit anderen Institutionen Controlling

48 DANKE Mete Tuncay Institut Glücksspiel & Abhängigkeit Mannheim Fachstelle Spielerschutz & Migration P4, Mannheim Tel: 0621/


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