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Kultursensibilität in der Seelsorge Pastorin Dr. Christina Kayales Krankenhausseelsorgerin Fachstelle für Kulltursensibilität, interreligiöse Zusammenarbeit.

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Präsentation zum Thema: "Kultursensibilität in der Seelsorge Pastorin Dr. Christina Kayales Krankenhausseelsorgerin Fachstelle für Kulltursensibilität, interreligiöse Zusammenarbeit."—  Präsentation transkript:

1 Kultursensibilität in der Seelsorge Pastorin Dr. Christina Kayales Krankenhausseelsorgerin Fachstelle für Kulltursensibilität, interreligiöse Zusammenarbeit & Seelsorge

2 Ablauf 1.Begriffsklärung 2.Was bedeutet überhaupt Kultur 3.Fremdheit aus psychoanalytischer Sicht 4. Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themen

3 Interreligiöse Seelsorge ist eine besondere Konstellation von Seelsorger/in und Klient/in im Seelsorgegespräch, bei der unterschiedliche religiöse Traditionen vertraut / wichtig sind. Auch interkulturelle Seelsorge beschreibt eine besondere Konstellation im Seelsorgegespräch. Seelsorger und Klientin haben hierbei unterschiedliche kulturelle Prägungen. Kultursensibilität bezieht sich auf das Vermögen, in Wahrnehmung, Denken, Verhalten und Kommunikation im Umgang mit Menschen aus anderen kulturellen Zusammenhängen sich sensibel (feinfühlig) auf diese einstellen zu können.

4 Was meinen wir, wenn wir von Kultur sprechen?

5 Der Begriff Kultur ist immer eine Abstraktion. Je weniger ich vom anderen weiß, umso eher deute ich sein Verhalten nach meinen eigenen vertrauten Mustern.

6 Jeder Mensch wird von seinem Umfeld geprägt – aber oft anders als ich. Merke: Bei Streß wird unwillkürlich auf vertraute Muster zurückgegriffen und in vertrauten Mustern bewertet.

7 Meine Verhaltensmuster sind nicht immer die einzig richtigen. Merke: Auch Beurteilungen, welche lebensfeindlichen Elemente uns bei den anderen auffallen, sind stark von den eigenen Vertrautheiten und Werten geprägt.

8 Kollektive Gesellschaften ticken anders. Merke: Missverständnisse entstehen auch durch unterschiedliches Distanzverhalten, wenn aus dem Distanzverhalten der Anderen verkehrte Schlüsse gezogen werden.

9 Das Distanzempfinden ist in Zonen eingeteilt. Mißverständnisse entstehen auch durch unterschiedliches Distanzverhalten

10 Begegnung mit Fremdheit aus psychologischer / psychoanalytischer Sicht Die frühkindliche Entwicklung Durch den Fremden erfährt das Kind wichtige Impulse für die eigene Entwicklung: Das Kind löst sich aus der Symbiose und erfährt, dass es verschieden ist von der Mutter. Es entdeckt damit einen neuen Bereich außerhalb der libidonösen Beziehung zur Mutter. Erinnert wird aber auch der dabei empfundene Schmerz und die Angst.

11 Die Adoleszenz In der Adoleszenz ist es die Kultur, die die Trennung von der Familie und deren Werte und Muster ermöglichte. Das Fremde - die Kultur - fasziniert dadurch dass es die familiengeprägten Werte und Ordnungen relativiert, neue Wege aufzeigt und die Sehnsucht anspricht, bisherige Frustrationen könnten aufhören. Damit verlockt das Fremde zum Ausbruch aus den Traditionen der Familie und hat eine vorantreibende, d.h. kulturändernde Rolle.

12 Xenophobie und Exotismus werden in der Psychoanalyse über die beiden Phänomenen innewohnenden Vermeidungsstrategien erklärt. Bei beiden Vermei­dungsstrategien wird das Wesen des Fremden nicht erkannt, sondern als Bedrohung der eigenen inneren wie äußeren Struktur erlebt.

13 1.Fremd ist das, was nicht vertraut ist. 2. Fremdheit löst Irritation aus Bewußt gemachte Ängste, Projektionen und Vorurteile können Energien freisetzen, die vorher an die Angstminderung der unverstandenen Reaktionen und zur Kontrolle der Situation gebunden waren. Interkulturelle Gespräche benötigen, dass diese Reaktionen reflektiert werden, um die unbewussten Abwehrreaktionen zu reduzieren. Vier Thesen :

14 3. Irritation helfen der Verständigung Indem die eigenen und die fremden subjektiven Reaktionen einbezogen werden, kann das Fremde von den eigenen Projektionen, Vorurteilen und Phantasien befreit werden. 4. Bedeutung der Körpersprache Kommunikation geschieht gerade bei interkulturellen Gesprächen in besonderer Weise auch über die Körpersprache. Diese gilt es zu beachten und bewusst als Informations-Teil des Gesprächs mit einzubeziehen.

15 Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Selbstreflexion Was löst mein (fremdes) Gegenüber bei mir aus? Welche „Themen“ d.h., Ängste, Unsicherheiten, Vorurteile werden dabei bei mir angesprochen? Welchen Einfluss haben die Werte der dominanten Kultur, innerhalb derer die Beratungstätigkeit ausgeübt wird? Welche Werte / Ordnungsprinzipien werden bestätigt, welche in Frage gestellt? Welche anderen Werteorientierungen kommen vor?

16 Rollenerwartungen und Rollenzuschreibungen In welcher Rolle erlebe ich mich? Wie wohl fühle ich mich in der mir zugeschriebenen Rolle? Welche Rollenerwartungen haben die anderen? Wie wohl fühle ich mich mit den Erwartungen der anderen? Welche Rollenerwartungen erfülle ich, welche kann ich nicht erfüllen, welche will ich nicht erfüllen?

17 Prägungen des eigenen kulturellen Erbes: Wie sieht mein kulturelles Erbe aus? Wie sah die Kultur meiner Eltern und Großeltern aus? Welche Vorstellungen sind gleich geblieben, welche haben sich verändert? Welche Werte haben mich geprägt, welche sind mir wichtig?

18 Bezug zur Mehrheit oder Minderheit Welche Werte, Überzeugungen und Einstellungen habe ich, die sich mit der dominanten Kultur decken? Welche Überzeugungen lassen mich zu einer Minderheit gehören? Erlebe ich mich als jemand, der zu einer machtvollen Mehrheit gehört oder eher zu einer schwachen Minderheit? Wie beeinflusst dies mein Verhalten und meine Reaktionen?

19 Individuelle Grenzen / Ressourcen Welche Fähigkeiten, Hoffnungen, Erwartungen und Grenzen habe ich, die meine Beziehung zu Menschen anderer Kulturen evtl. beeinflussen könnten? Welchen Gruppen fühle ich mich zugehörig? Welche Hoffnungen, Sehnsüchte, Visionen, Erwartungen habe ich, was ich bei der Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen neu kennenlernen könnte und mir gut tun würde?

20 Danke


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