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III Prozessdatenermittlung

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Präsentation zum Thema: "III Prozessdatenermittlung"—  Präsentation transkript:

1 III Prozessdatenermittlung
Einführung Tarifvertragsparteien Rechtliche Grundlagen Lohnformen Datenarten Zeiten/Bezugsmengen Einflussgrößen und Arbeitsbedingungen Beurteilen von Leistungen Verwendungszwecke von Datenarten Stücklohnbegriffe und – beziehungen Vorgabezeitermittlung Induktives Vorgehen Zeitarten, Arbeitsablauf Zeitstudienverfahren Stücklohnherleitung Relativzeitstudien Deduktives Vorgehen Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch © Weitergabe und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verfassers

2 Einführung Die Aufgabe der Betriebsführung und der Betriebsorganisation besteht in der Ermittlung, Auswertung, Verknüpfung und Interpretation betrieblicher und außerbetrieblicher Daten. Das Daten- und Zeitmanagement bedeutet das Gewinnen, Verarbeiten und Nutzen arbeitsbezogener Daten und Informationen zur Unternehmensentwick-lung, Prozessgestaltung und Arbeitssystemgestaltung. Es ist hier die konsequente Orientierung am Wertschöpfungsprozess notwendig. Zeiten und Kosten werden reduziert, wenn nur die Tätigkeiten ausgeführt werden, die unmittelbar zur Erfüllung des Kundenwunsches (Auftrag) und im Rahmen der Zielvereinbarungen erforderlich sind. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

3 Die Technische Arbeitsproduktivität von Mensch- und Mensch – Maschine - Systemen ist in einem Wirtschaftsprozess nicht ohne einen monetären Bezug vorstellbar. Es soll zunächst auf die strukturellen und administrativen Gegebenheiten aber auch auf Besonderheiten in der Forstwirtschaft eingegangen werden, die die Entlohnung der geleisteten Arbeit mit sich bringt. Für den Förster oder auch Unternehmer bedeutet das Anwenden und Entwickeln (Arbeitsstudium) von Grundlagen für die Entlohnung eine besondere Verantwortung, da er unmittelbaren Einfluss auf die soziale Stellung/ Entwicklung seiner Mitarbeiter ausübt. Gesetzliche Regelungen sind somit zu beachten. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

4 Einführung in die Prozessdatenermittlung
Technische Arbeitsproduktivität des Waldarbeiters Leistungsermittlung [fm.o.R./h, lfm/h,…] Teil der Prozessdatenermittlung Arbeitsstudium Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Vorgabezeit [Min/fm.o.R., Min/lfm…] Zeitakkord / Tarif Geldfaktor [€ct/Min] Entlohnung [€/h] Zeitlohn Prämienlohn Stücklohn Entlohnung

5 ARBEITSEINKOMMEN KAPITALEINKOMMEN * Zins, Rente aus Kapital-
Bodennutzung selbständiger unselbständiger * Unternehmergewinn Arbeit Arbeit Arbeitsentgelt Beteiligung am Betriebserfolg i.w.S Arbeitsentgelt Zulagen Soziale Leistungen i.e.S. * Gewinnbeteiligung Lohn * Ergebnislohn Gehalt * Mitunternehmertum Provision Formen des Einkommens aus LÖFFLER,H. 1988 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

6 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Tarifvertragsparteien Arbeitnehmerseite Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt IG BAU Mitglied in VERDI -> öffentlicher Dienst !! Große Tarifkommission Arbeitgeberseite Tarifgemeinschaft deutscher Länder TdL Mitgliederversammlung (Finanzminister) Flächenländer, Stadtstaaten Kommunale Arbeitgeberverbände Rhld.PF. Saar und neuer Länder Forstausschuss der TdL Waldarbeitsreferenten/ -dezernenten aus den Forst – Ministerien + Sachbearbeiter Arbeitsausschuss Holzerntetarife der TdL Vertreter der Forstlichen Bildungszentren/ Waldarbeitsschulen / Tarifforstämter angesiedelt beim KWF Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

7 Lohntarifverhandlungen im Nachgang zu den VERDI / Innenministerien Verhandlungen notwendig weil:
Da verschiedene Lohnformen im Forst gelten, die in den Ländern jeweils unterschiedliches Gewicht haben; ferner liegen die verschiedenen Lohnformen auf unterschiedlichem Lohnniveau ! Ein lineares Anheben verschiedener Lohnniveaus würde zu Verzerrungen führen ! Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

8 Manteltarifvertrag – Waldarbeit MTW
§ 10 Arbeitslohn Niedersachsen: Der Arbeitslohn wird als Monatslohn gezahlt (1) Der Arbeitslohn kann als a) Zeitlohn b) Stücklohn d) Prämienlohn gezahlt werden. Für Arbeitsstunden gezahlte Zulagen und Zuschläge gehören zum Arbeitslohn (2) Arbeiten, für die Zeitvorgaben und gegebenenfalls sonstige Vorgaben für Stücklöhne oder Prämienlohne ermittelt und vereinbart werden können, sind grundsätzlich im Stück- bzw. Prämienlohn auszuführen Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

9 Grafische Darstellung der Lohnformen:
Stücklohn Verdienst Verdienstbegrenzung Kappungsgrenze Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Zeitlohn (Verdienstgarantie) Normalleistung Leistung

10 § 15 Stücklohn Niedersachsen : § 15 gilt nicht (1) Der Stücklohn für Holzerntearbeiten wird in der Regel tarifvertraglich vereinbart. (2) Der Stücklohn für Arbeiten, der nicht tarifvertraglich geregelt ist, wird vor Beginn der Arbeiten vereinbart. Sind Zeitstudien erforderlich, ist die Vereinbarung nach deren Abschluss unverzüglich zu treffen. (3) Der Stücklohn, der nach Abs. (2) vereinbart wird, ist so zu bemessen, dass er bei Normalleistung 115 % der Akkordbasis beträgt. Der Stücklohn für jede für sich zu entlohnende Stücklohnarbeit ist begrenzt; die Begrenzung je Arbeitsstunde wird im Lohntarifvertrag vereinbart. Normalleistung ist die Leistung, die von jedem geeigneten, geübten und voll eingearbeiteten Waldarbeiter mit ordnungsgemäßen Werkzeug und im zweckmäßigen Arbeitsablauf unter Wahrung der Betriebssicherheit ohne Gesundheitsschädigung auf die Dauer im Durchschnitt erreicht und erwartet werden kann, wenn die Arbeitszeit und die in den Vorgabezeiten enthaltenen Verteil- und Erholzeiten eingehalten werden. (4) Akkordbasis ist der Betrag, von dem bei der Berechnung der Stücklohnsätze ausgegangen wird. Die Akkordbasen für Arbeiten der Lohngruppe W1 sowie W2 und höher werden im Lohntarifvertrag vereinbart. (5) Der gemeinsame Stücklohnverdienst einer Rotte… Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

11 Grafische Darstellung des Prämienlohns (PST):
Verdienst Verdienstbegrenzung Prämie Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Zeitlohn (Verdienstgarantie) 50% Sockel 50% Normalleistung Leistung

12 Andere Prämienlohnformen:
Verhaltensprämien Betriebszugehörigkeitsprämie (Fluktuation) Anwesenheitsprämie (Fehlzeiten) Unfallverhütungsprämie (Unfälle) Terminprämie (Planung) Kostenersparnisprämien Sortierungsprämie (Rohstoff) Nutzungsprämie (Betriebsmittel) Sorgfaltsprämie (Betriebsmittel) Ersparnisprämie (Betriebsstoffe) Leistungsprämie Menge Qualität Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

13 Vergleich der Lohnformen (aus Repetitorium Zürich, Schweiz)
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15 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

16 Einflussgrößen und Arbeitsbedingungen
Datenarten Wenn im Arbeitsstudium von Datenarten gesprochen wird, meint man: Zeiten, Bezugsmengen, Arbeitsbedingungen und Einflussgrößen Datenarten Zeiten Bezugs-mengen Einflussgrößen und Arbeitsbedingungen Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Abbildung: Datenarten

17 Zeiten Zeiten werden für jeden einzelnen Ablaufabschnitt ermittelt und zyklus-, zumindest jedoch abschnittsweise kontrolliert. Ablaufabschnitte sind Teile eines Arbeitsablaufs. Die Tiefe der Gliederung richtet sich nach dem Untersuchungszweck. Die Zeit für das Ausführen einer bestimmten Arbeitsaufgabe hängt außer von der Arbeitsperson vom Arbeitsverfahren, von der Arbeitsmethode, den Arbeitsbedingungen und den Einflussfaktoren ab. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

18 Holzernte Fm.o.R Rm.m.R. Stückmasse MDM o.R. BHD m.R. Kulturpflege ha
Bezugsmengen Bezugsmengen sind das Arbeitsergebnis des Zyklus, auf das in der Regel die erhobenen Zeiten bezogen werden. Holzernte Fm.o.R Rm.m.R. Stückmasse MDM o.R. BHD m.R. Kulturpflege ha Zaunbau lfm Pflanzung Stück Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

19 Das Stückmassegesetz Der Aufwand je Festmeter nimmt mit zunehmender Stückmasse des Baumes exponentiell ab ! Min / Fm Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Fm / Baum

20 Einflussgrößen und Arbeitsbedingungen
sind ausschlaggebend für den benötigten Zeitaufwand. Der Zeitaufwand hängt ab von: dem Menschen (Arbeitsperson) dem Arbeitsgegenstand dem Betriebs- bzw. Arbeitsmittel dem Arbeitsplatz dem Arbeitsverfahren der Witterung Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Erfassung von Einflussgrößen innerhalb des Arbeitssystems Der Mensch als Arbeitsperson Leistung wird im Folgenden definiert, als das Ergebnis menschlicher Arbeit bezogen auf die Arbeitszeit.

21 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Individuelle Bestimmungsgrößen menschlicher Leistung (aus: Luczak und Volpert, 1997) Durch Personalauswahl beeinflussbar Durch Arbeitsgestaltung beeinflussbar im Lebenszyklus unveränderbar direkter Einflussnahme unzugänglich, aber veränderlich durch langfristige Prozesse veränderbar durch Eingriffe kurzfristig veränderbar Geschlecht Alter Erfahrung Beanspruchung Körperbau Körpergewicht Wissen Ermüdung Ethnische Herkunft Gesundheitszustand Fähigkeiten Stimmung Erbanlagen Rhythmologische Einflüsse Fertigkeiten Motivation Bildung Konzentration Konstitutionsmerkmale Dispositionsmerkmale Qualifikationsmerkmale Anpassungsmerkmale Menschliche Leistung Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

22 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Menschliche Leistungsdisposition im Tagesverlauf

23 Für die Planung von Arbeitsstudien ergeben sich dadurch folgende Konsequenzen:
Die Auswahl der Probanden muss den systematischen Einflüssen gerecht werden Eine Grundlagenerhebung sollte auf Ganztagsarbeits-studien aufbauen, um die biologische Rhythmik zu berücksichtigen Sie sollte weiter über alle Arbeitstage der Woche gleichmäßig verteilt werden Die zufälligen Leistungsunterschiede bedingen einen angemessenen Stichprobenumfang Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

24 Der Baum -> Stückmassegesetz ! Betriebsmittel (Arbeitsmittel)
Arbeitsgegenstand Arbeitsgegenstände sind Stoffe, die gemäß einer Arbeitsaufgabe durch den Menschen oder ein Betriebsmittel verändert werden. Der Baum -> Stückmassegesetz ! Betriebsmittel (Arbeitsmittel) Betriebsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Informations- und Kommunikationsmittel, Anlagen und Arbeitsunterlagen, die in irgendeiner Weise in einem Arbeitssystem daran beteiligt sind, die Arbeitsaufgabe zu erfüllen. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

25 Hangneigung in Kombination mit Schnee- oder Eisglätte
Der Arbeitsplatz als Einflussfaktor auf den Zeitaufwand wird beispielsweise im Erweiterten Sortentarif (EST) charakterisiert durch (Zuschläge) Angaben über: Hangneigung in Kombination mit Schnee- oder Eisglätte Gelände / Blocküberlagerung Bewuchs Besondere Bestandesmerkmale Kabinenarbeitsplätze, wie sie in Forstschleppern, Kranvollerntern und Tragschleppern zu finden sind, werden charakterisiert durch: Kabinengestaltung, Bedienelemente, Anzeigeninstrumente Sichtverhältnisse Lärm, Vibrationen mentale Belastung des Fahrers Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

26 Arbeitsmethode und Arbeitsweise
Arbeitsverfahren Unter Arbeitsverfahren versteht man die Art der Erledigung einer Arbeitsaufgabe, vornehmlich gekennzeichnet durch die dazu benutzten Arbeits- und Hilfsmittel, die als Technologie zur Veränderung eines Arbeitsgegenstandes im Sinne der Arbeitsaufgabe zu verstehen sind. Arbeitsmethode und Arbeitsweise Soll Ist Vorgabe individuelles Ausführen z.B. Standardarbeitsverfahren Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

27 Beurteilen von Leistungen
Notwendigkeit: Auch bei gleichem Arbeitsverfahren, bei gleicher Arbeitsmethode und auch sonst gleichen Arbeitsbedingungen brauchen verschiedene Arbeiter unterschiedlich lange Zeiten, um eine Arbeitsaufgabe zu verrichten. Die Ursache dafür liegt in dem unterschiedlichen Leistungsangebot der Arbeitenden. Um die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erfassen und gegebenenfalls vergleichen oder bei der Herleitung von Vorgabezeiten berücksichtigen zu können, wird eine Bezugsleistung benötigt. Folgende Bezugsleistungen kommen in der Forstwirtschaft zur Anwendung: REFA-Normalleistung Durchschnittsleistung Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

28 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
O LG 80 bzw. LF 0,80 LG100 bzw. LF 1,0 X LG130 bzw. LF 1,3 Zeit / Baum Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch 15 BHD Reduktion der individuellen Streuung über den LF Leistungsgrad =

29 Beurteilung der fiktiven Normalleistung nach
INTENSITÄT und WIRKSAMKEIT Herrscht Harmonie zwischen den beiden Merkmalen = Normal Funktioniert nicht bei mentaler und überwiegend statischer Arbeit. Maschinenarbeit ist nur teilweise beurteilbar! Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch In der Praxis kommt die Durchschnittsleistung im Wesentlichen für zwei Fälle als Bezugsleistung in Betracht: Herleitung lokaler Tarife mit überschaubarem Einzugsgebiet und für Arbeiten, deren Ablauf überwiegend durch Maschinen bestimmt wird

30 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Aktuelle Zeitlöhne / Geldfaktoren Lohntarifvertrag 17 vom gültig ab – (ab ) Zeitlohn (Akkordbasis): W 1 (Stufe 1) € (9.15 €) W 2 (Stufe 1) € (10.05 €) Geldfaktoren außerhalb der Holzernte (Akkordbasis * 1,15) : W ct/Min (17.53) €/h (10.52) Sonst ct/Min (19.27) €/h (11.56) Geldfaktoren Stücklohn Holzernte: EST ct/Min (16.45) PST ct/Min ( 9.76) Sockellohn €/h ( 5.41) Motorsäge 8,6 ct/Min €/h Werkzeuggeld ct / Min Arbeiter VZ Verdienstbegrenzung außerhalb der Holzernte € PST € EST € Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch Aktualisieren über:

31 Verwendungszwecke von Datenarten
Folgende Verwendungszwecke sind zu unterscheiden:  Planung Beispiel: Vorkalkulation, Arbeitsplanung, Personal- und Betriebsmittelplanung, Vergleich von Arbeitsverfahren.  Steuerung Beispiel: Steuerung der Beschäftigung von Arbeitskräften, Terminsteuerung, Steuerung des Maschineneinsatzes oder des Materialflusses.  Erfolgskontrolle, Controlling Beispiel: Leistungsnachweis, Nachkalkulationen, Prüfung des betriebswirtschaftlichen Erfolgs, Prüfung, ob eine Optimierung herkömmlicher Verfahren im Zuge der Arbeitsgestaltung bereits erreicht wurde oder ob die Einführung neuer Verfahren erforderlich ist, Aussagen über die Wirtschaftlichkeit des Maschineneinsatzes.  Entlohnung, Zielvereinbarung Beispiel: Herleiten von Vorgabezeiten, Ermitteln von Prämienarten, Einstufen nach Lohngruppen. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

32 Akkordrichtsatz erhöht die Akkordbasis ( W1 / W2) um 115 %.
Stücklohnbegriffe Akkordrichtsatz erhöht die Akkordbasis ( W1 / W2) um 115 %. Man erhält die Geldfaktoren für alle Arbeiten außerhalb der Holzernte. Ferner ist die Akkordbasis der Garantielohn für alle Stücklohnarbeiten. Geldfaktor ist der monetäre Wert einer Vorgabemin /-stunde ct/Min Zeitvorgabe oder Vorgabezeit ist die tarifvertraglich vorgegebene Zeit für die Produktion eines Festmeters z.B. auf Normalleistungs-niveau Min/ fm Geldvorgabe oder Geldsatz ist der in Geld ausgedrückte Betrag für einen Festmeter z.B. €/fm Zeitbedarf ist die Zeit, die der Arbeiter tatsächlich für die Produktion einer Leistungseinheit ( fm.o.R. z.B.) benötigt. Er ist aus dem Arbeitsheft / Stundenbuch ersichtlich. Min / fm Zeitgrad, ein Quotient, der Auskunft über die tatsächliche Leistung in Bezug auf die Normalleistung gibt. % Verdienst im Stücklohn wird in € / h ausgedrückt Das Verdienstprozent stellt einen Bezug vom Stücklohnverdienst / h zum Zeitlohn (Akkordbasis W2) her. % Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

33 Arbeitsblatt Berechnungsbeispiele: Übertragen Sie aus dem Lohntarifvertrag die Akkordbasis W2 und den Geldfaktor des EST ( Erweiterter Sortentarif) Bitte berechnen Sie sodann die mit ? versehenen Größen mit Angabe der Einheit Stücklohn ( Aufarbeitung von Industrieholz lang, baumfallende Längen Mittendurchmesser 15 cm) Akkordbasis W2 (€ / h) Geldfaktor EST ( ct / Min) Vorgabezeit 59 Min / fm.o.R. Zeitbedarf ,90 Min / fm.o.R. Geldvorgabe ? TAP ? Zeitgrad ? Verdienst ? Verdienst % ? Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

34 Prämienlohn ( dasselbe Sortiment )
Übertragen Sie aus dem Lohntarifvertrag die Akkordbasis W2 und den Sockellohn, Prämienlohngeldfaktor des PST (Prämiensortentarif) Bitte berechnen Sie sodann die mit ? versehenen Größen mit Angabe der Einheit Akkordbasis W2 Sockellohn (€/h) Prämienlohngeldfaktor (ct/Min) Vorgabezeit 59 Min / fm.o.R Zeitbedarf Min / fm.o.R. Geldvorgabe ? Zeitgrad ? TAP ? Verdienst ? Verdienst % ? Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

35 Grundbeziehungen Geldfaktor * Vorgabezeit Geldvorgabe = € / fm.o.R 100 Vorgabezeit * 100 Zeitgrad = % Zeitbedarf Verdienst * 100 Verdienstprozent = % Akkordbasis (W2) 60 TAP = fm. / Mann * h Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

36 Verdienst = 0,006 * Zeitgrad * Geldfaktor € / h
0,6 * Vorgabezeit * Geldfaktor Verdienst = € / h Zeitbedarf Vorgabezeit * 100 Zeitbedarf = Min / Fm.o.R. Zeitgrad Geldvorgabe * 100 Vorgabezeit = Min / fm.o.R. Geldfaktor Verdienst * 100 * 100 Zeitgrad = % Geldfaktor * 60 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

37 Motorsägengeld, wird in der Holzernte als Entschädigungsbetrag dem Waldarbeiter bezahlt, da er hier die Motorsäge stellt. Motorsägenvorgabezeiten und Motorsägengeldfaktor ergeben den Betrag, der dem Sachaufwand zuzurechnen ist. oder Wenn der die MS außerhalb der Holzernte stellt, wird pauschal im Monatslohn (46 % der Arbeitszeit) entschädigt. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

38 Vorgabezeitermittlung (Stücklohn)
Induktiv Relativ Deduktiv Definition des Arbeitsverfahrens und der eingesetzten Arbeitsmittel Definition der Mindestanforderungen Übungsschwelle überschritten (Beurteilung des Leistungsgrades) -> Zeitstudie -> Vorgabezeit Alt – Neu Vergleich -> Kurzzeitstudie -> Aktualisierungsfaktor -> Vorgabezeit Neu Zurückgreifen auf vorhandene Vorgabezeiten und Anpassung an aktuelle Verhältnisse auf der Basis von Statistiken und Analysen, Kurzzeitstudien. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

39 Induktive Vorgabezeitherleitung
Definition des Arbeitsverfahrens und der Arbeitsmethode Definition der Mindestanforderungen an die Arbeitsqualität Definition der Anforderungen an den Arbeitsplatz, an die Arbeitspersonen und die zu verwendenden Betriebsmittel Entscheidung über das anzuwendende Zeitmessverfahren Entscheidung über den erforderlichen Umfang der Studie Bestimmen der Daten, die für die Erfassung von Bezugsmengen erhoben werden müssen Entscheidung, ob Einflussgrößen gemessen oder lediglich qualitativ beschrieben werden sollen, gegebenenfalls unter Verwendung einer Stufenskala. In diesem Falle müssen die Stufengrenzen beschrieben werden Berücksichtigen der natürlichen Leistungsrhythmen (Tagesleistungs- und Wochenleistungskurve) bei der Zeitplanung der Studie Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

40 Zeitarten Reine Arbeitszeit (RAZ) = produktive Arbeitszeit, zyklisch wiederkehrend (z.B. Fällen, Entasten, Einschneiden*) Haupttätigkeit, Nebentätigkeit, ablaufbedingtes Warten Allgemeine Zeiten (AZ)= „unproduktive“ Zeiten, azyklisch hierzu zählen Rüstzeit (morgens und abends)* sachliche Verteilzeit* incl. Reparaturen <15 Min. Pausenwegzeit* persönliche Verteilzeit Erholungszeit Allgemeine Zeiten sollte man aus gesicherten Quellen als Faktor zur RAZ zuschlagen, da sie in eigenen Studien nur schwer statistisch abzusichern sind (hohe Streuungen). *) werden mit dem Leistungsfaktor versehen Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

41 Fällen – Entasten/Vermessen – Einschneiden….
Der Arbeitsablauf wiederholt sich zyklisch und besteht aus Arbeitsablauf-abschnitten (Teilarbeiten), die durch Messpunkte zu trennen sind. Messpunkte sind immer Endereignisse, die eindeutig, d.h. jedes Mal zu beobachten sind. Sie müssen zu Beginn der Zeitstudie festgelegt und dokumentiert werden. Fällen – Entasten/Vermessen – Einschneiden…. Messpunkt z.B. Einhängen des Rollmessbands Teilarbeiten Als Messpunkte besonders geeignet sind Geräte-/Werkzeugwechsel Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

42 Zeitstudienverfahren: Multimomentverfahren (25 / 100 Takt) (MMV)
Beginn Rüsten Fällen Entasten … IIII II IIII IIII IIII IIII I Einzelzeitverfahren mit Nullstopper (EZV) 00: : : :06 Fortschrittszeitverfahren (FZV) 00: : : :79 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

43 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Vorteile Nachteile MMV Eine Arbeitsstudienperson kann mehrere Arbeiter und/oder Maschinen gleichzeitig aufnehmen, was bei forstlichen Arbeitsstudien sehr oft erforderlich ist. Eine Arbeitsstudienperson wird bei einem Intervall von 25/100 min zwei Beobachtungen durchführen können (zwei Arbeiter oder zwei Maschinen oder ein Arbeiter + eine Maschine). Bei entsprechender Übung und günstigen Voraussetzungen können auch mehr Beobachtungen durchgeführt und notiert werden. Der Arbeitsablauf ist nicht rekonstruierbar. Das MMV ist leicht erlernbar; auch das dem Anfänger kurz erscheinende Intervall von 25/100 min wird bereits nach kurzer Einübung sicher beherrscht. Bei schnellem Platzwechsel der Arbeitsstudienperson können Fehler entstehen. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

44 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Vorteile Nachteile EZV Die Messung der Einzelzeiten erleichtert die Auswertung (keine Differenzenbildung). Der Arbeitsablauf lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die Spaltenbeschreibung („Konto“) ersetzt die Kennzeichnung der einzelnen Ablaufabschnitte. Mess- und Aufschreibungsfehler lassen sich nur bis zum Zyklus beziehungsweise bis zum Kontrollabschnitt hin lokalisieren. Man benötigt eine Spezialstoppuhr. Eine Arbeitsstudienperson kann in der Regel nur einen Arbeiter oder eine Maschine aufnehmen. Rasch aufeinander folgende kurze Ablaufabschnitte können wie beim FZV nur selten exakt erfasst werden. Das Ansprechen des Endereignisses bei jedem Ablaufabschnitt stellt wie beim FZV eine Fehlerquelle dar. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

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Vorteile Nachteile FZV Die chronologische Erfassung der Ablaufabschnitte ermöglicht die Rekonstruktion von Arbeitsabläufen; damit sind die Voraussetzungen für Analyse, Bereinigung und Neugestaltung gegeben. Einzelzeiten müssen errechnet werden (Differenzenbildung). Mess- und Aufschreibungsfehler sind in der Regel nachträglich feststellbar. Eine Arbeitsstudienperson kann in der Regel nur einen Arbeiter oder eine Maschine aufnehmen. Eine einfache Stoppuhr genügt. Kurze Ablaufabschnitte (etwa 10/100 min und darunter), die rasch aufeinander folgen, können selten exakt erfasst werden. Bei jedem Zeitwert muss der betreffende Ablaufabschnitt beschrieben werden (Klartext, Abkürzung, Symbol). Das Endereignis jedes Ablaufabschnitts muss zur Bestimmung des Messpunktes angesprochen werden; trotz präziser Definition der Messpunkte ist mit einer gewissen subjektiv bedingten Streuung zu rechnen, die um so größere Fehleranteile verursacht, je kürzer die Ablaufabschnitte sind. Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

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Zeitstudienbogen Datum: Arbeitsaufgabe: Wertastung Douglasie 3 – 5 m Zeitbogennr.: 1 Bemerkungen Forstamt: Göttingen Lfd. Nr. Baum- aufsuchen Asten Gestänge Manipul. Allg. Zeiten Leistungs- grad Proband: Hubert L. 1 2 3 4 5 6 IIIII II IIIII IIIII II IIIII IIII 105 Rüsten Messgehilfe: kein 7 10 9 Besonderheiten: Hang über 25 % IIIII III IIIII IIIII IIII 8 14 Kontrollzeit: Beginn: 7: 00 : 00 Ende: Soll: Ist: Fehler %: Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

47 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch
Zeitstudienbogen Datum: Arbeitsaufgabe Zeitbogennr. Bemerkungen Forstamt: Allg. Zeiten Zeitgrad Proband: 1 2 3 4 5 6 Messgehilfe: Besonderheiten: Kontrollzeit: Beginn: Ende: Soll: Ist: Fehler %: Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

48 Stücklohnberechnung Reine Arbeitszeit für ________________________=____________Min X Leistungsgrad ________________________=____________Min X Faktor für AZ ________________________=____________Min Vorgabezeit für die Einheit _______ ha/lfdm/Stück = ____________Min Vorgabezeit x Geldfaktor = Stücklohn €/Einheit __________x_________=____________€/___________ Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

49 Stücklohnvereinbarung
Staatliches Forstamt__________________________ FWJ__________ Betriebsbezirk_______________________________ Stücklohnvereinbarung Beschreibung der Arbeiten: (Definition des Arbeitsverfahrens und der eingesetzten Betriebsmittel + Definition der Mindestanforderungen) Arbeitsumfang (ggf. geschätzt) __________ ha/Stk./lfm. Grundlage für die Ermittlung des Stücklohnes waren: O Zeitstudien O Zeitwerttabellen / Planzeiten O vergleichbare Zeitstudien O vergleichbare Arbeiten Zwischen dem staatlichen Forstamt und dem örtlichen Personalrat wird folgendes vereinbart: 1. Der Stücklohn (ohne MS – Geld) für die o.a. Arbeiten beträgt: __________€/ha __________€/Stk. __________ €/ Der Stücklohn wird je Arbeitsstunde auf __________€ begrenzt. Ort, Datum, Unterschriften Für den Betriebsbezirk Für die Waldarbeiter Für das Forstamt Für den Personalrat Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

50 Allgemeine Zeiten Faktoren für die Berechnung von Vorgabezeiten
(aus EST, FTI 1/1990 Dr. Backhaus, Diplomarbeit Rudi Kitz) Holzernte (HET-Schlüssel) Laubholz 28,3 % der RAZ + 31,1 % der MS Zeit Nadelholz 26,1 % der RAZ + 27,9 % der MS Zeit Außerhalb der Holzernte Pflanzung 21,3 % der RAZ Kulturpflege mech./chem. 29,6 % der RAZ Forstschutz / Zaunbau 30,9 % der RAZ Jungbestandespflege FS / MS 47,4 % der RAZ Wertastung 30,6 % der RAZ Mechanisierung Holzerntemaschinen 17,7 % der RAZ Rückemaschinen 13,7 % der RAZ Pflanzmaschinen 18,9 % der RAZ Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

51 Relativzeitstudien Da der Aufwand für induktive Zeitstudien sehr hoch ist und oft nur einzelne Arbeitsablaufabschnitte durch eine Neuerung / Gestaltungsmaßnahme verändert werden, greift man häufig auf diese Technik zurück. Das Vorgehen ist wie folgt: Einarbeitung der Probanden in das NEU Verfahren, z.B. eine neue Pflanzhaue, so, dass Übungsschwelle überschritten wird. Vergleich ALT : NEU mit demselben Arbeiter unter identischen Bedingungen Kurzzeitstudien reichen Der Leistungsgrad kürzt sich heraus Die RAZ von ALT wird 100 % und NEU in Relation gesetzt, es ergibt sich ein Aktualisierungsfaktor: Wenn < 1,0 ist NEU „rationeller“, wenn > 1,0 ist ALT „rationeller“ Struktur der ALT Vereinbarung bleibt erhalten, großer Zeitgewinn Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

52 Deduktive Vorgabezeitherleitung
Da schon unendlich viele Zeitstudien gemacht wurden und auch die Qualität dieser sehr hoch ist, kann diese Art der Vorgehensweise durchaus zu sehr guten Ergebnissen führen. Unabdingbar ist dabei eine genaue Dokumentation der Zeitstudien, auf die zurückgegriffen wird. Dies gilt sowohl für die Ablaufabschnitte der RAZ wie die Allgemeinen Zeiten. Ferner müssen die tarifvertraglich vereinbarten Grundsätze beachtet werden, um eine Umsetzung in die Praxis gesichert vornehmen zu können. Als Beispiel wird der Erweiterte Sortentarif (EST) ausgewählt, für den o. a. Bedingungen zutreffen. Die Dokumentation: Die Aktualisierung des HET Grunddatenmaterials für die Entwicklung des EST, K. Dummel, H.-E. von Türckheim, Mitteilungen der FVA Freiburg Heft 102 Tarifpflege – Dokumentation der ersten EST-Aktualisierung, F. Bombosch, E. Dauber, Mitteilungen der FVA Freiburg, Heft 116 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

53 Ermittlung des Zeitanteils der Vermessung an der Gesamtaufarbeitung
Aufgabe: Für eine rationellere Aufarbeitung besteht der Wunsch, das Vermessen durch den Waldarbeiter weg zu lassen, da eine elektronische Vermessung im betriebseigenen Sägewerk angeschafft wurde. Schritt 1. Ermittlung des Zeitanteils der Vermessung an der Gesamtaufarbeitung (RAZ ohne Vorliefern) bei mittelstarker Fichte* VNr. BHD Baumaufs. Fällen Zufallbr. Entasten Wenden Verm. % Einschnitt RAZ o. V. 29, , , , , , ,8 , ,69 25, , , , , , , ,4 , ,44 , , , , , , , ,3 , ,84 25, , , , , , , ,1 , ,53 30, , , , , , , ,8 , ,15 , , , , , , , ,7 , ,41 21,85 *) Aus Mittelwerte der Relativzeitstudien, Mitteilungen der FVA Freiburg Heft 116 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

54 Schritt 2. Aus vorhandenen Studien werden die Erkenntnisse über die Dauer der Vermessung – deduktiv – entnommen und mit Erfahrungswerten der Praxis ggf. abgeglichen. Es ist auch möglich, dies mit einer Kurzzeitstudie zu tun, wobei auch hier egal ist, welchen Leistungsgrad der Proband hat, da sich die Relationen der einzelnen Teilarbeiten untereinander nicht verändern. Für das aufgezeigte Beispiel ergibt sich in der Diskussion mit den Waldarbeitern und einer Kurzzeitstudie beispielhaft ein Aktualisierungsfaktor von 0,80 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

55 Vorgabezeittabelle des EST (Auszug) Tabelle 2:
Schritt 3 Vorgabezeittabelle des EST (Auszug) Tabelle 2: Stämme/ Sorte MDM Min/Fm o.R. Stammteile o.R Fichte L1b L2a L2b L3a Achtung! Beachten der Allgemeinen Zeiten, da hier eine Motorsäge mit im Spiel ist! d.h. Motorsägen bedingte AZ = 27,9 % Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

56 Schritt 4 Da die Motorsäge durch das Weglassen der Vermessung nicht betroffen ist, muss der motorsägenbedingte Anteil der AZ unberührt bleiben. Für den Rechengang heißt das: ALT NEU Arb. MS Arb. MS L1b ,60* 18 + 0,279 = 5,02 (47 – 5,02) * 0,8 + 5,02 = 38,60 Berechnung der ganzen Tariftabelle mit EXEL kein Problem! * Grafischer Handausgleich führt zu vollen Min. Werten! Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

57 Grafischer Handausgleich der NEU Kurve aufgrund von Rundungs- abweichungen
Min/fm o.R. Herstellung eines harmonischen Kurvenverlaufs der NEU Kurve Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch . Evtl. durch Rundung entstanden, händisch auf Kurve verschieben! . . . MDM o.R.

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59 Arbeitsorganisation und Prozessdatenermittlung Prof. Dr. F. Bombosch

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