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Elke Kuehnle Journalistin Soziale Verhaltenswissenschaftlerin M.A.

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Präsentation zum Thema: "Elke Kuehnle Journalistin Soziale Verhaltenswissenschaftlerin M.A."—  Präsentation transkript:

1 Elke Kuehnle Journalistin Soziale Verhaltenswissenschaftlerin M.A.
Baulicher Wärmeschutz Vom Müssen und Wollen? Ziel: Die Menschen mitnehmen, die Lösungen langfristig mittragen. Elke Kuehnle Journalistin Soziale Verhaltenswissenschaftlerin M.A.

2 CO²-Emissionsarmes Entwicklungsparadigma
Was ist ein nachhaltiges Gebäude? „Wir“ wollen unsere Welt mit hervorragenden Gebäuden positiv verändern. . „Wir“, das sind ? % der Gesellschaft. Wir“, das sind …% der deutschen Gesellschaft (?). Akzeptanzstudien? Meinungsbilder? Erneuerbare Energien bilden den Schwerpunkt der Kommunikation über die Energiewende. Energieeffizienz ist ein nächster Schritt, der mit EE im Zusammenhang steht. Bei google nachhaltiges Haus/Bilder eingeben. Ergebnis: Vielfalt Akzeptanz: man hat die Menschenoffensichtlich noch gar nicht danach gefragt. Akzeptanzstudien fehlen weitgehend.

3 Gelingen soll das in folgendem Kontext
Trends Entwicklungen Ökonomischer Strukturwandel Globalisierung Individualisierung, Kunden bestimmen die Märkte. Ökologischer Strukturwandel Klimawandel Nachhaltiges Wirtschaften und Leben Energiewende / EE / Solares Zeitalter. Vernetzte, globale Raum-Zeit-Strukturen Postdigitalisierte Gesellschaft z.B. soziale Netzwerke, online Foren u. Videos, Mobile Kommunikation, z.B. Smart Homes; Quartiersnetze. Kultureller Wandel Online-Kommunikation Erfahrungen von Freunden / Bekannten / Kollegen zählen mehr als Marketingversprechen von Firmen und Experten. Stetige Veränderungen und Lernprozesse Jeder kennt PS und KJ, fast keiner U-Wert, den tägl. Energieverbrauch u. selbst produzierte Co2-Emissionen. DAW Stakeholder Dialog, Darmstadt 04. April 2014

4 Auslöser kritischer Diskussionen
Jahr Auslöser Thema 1996 ff 2011ff Einzelne Brände Brandschutz und Din Normen Sicherheitsfragen: Private Sicherheit – öffentliche Sicherheit Qualität des Einbaus Zulassungen 2010 Spechthotline Berlin Fassadenschäden 2012 Stiftung Warentest Test: Energieberater Qualität der Beratung Schimmel Bewohner kommen offensichtlich nicht mit wärmegedämmten Gebäuden zurecht. Lüftungsproblem 2013 Prognos Studie i.A. KfW Effizienz, Wirkung

5 Kritische Medienbeiträge
Metastudie Wärmedämmung S. 211 Zeit Online Okt. 2010: Schluss mit dem Dämmwahn! Zeit Online Nov. 2010: Der Sanierungszwang wird teuer FAZ Nov. 2010: Die Burka fürs Haus Heise Verlag Feb. 2011: Werden Häuser immer mehr zu Sondermüll? Welt Online Juli 2011: Schimmel-Dämmplatten können krankmachen ARD Plusminus Nov. 2011: Dämmwahn: Nicht immer macht Energiesparen mit Wärmedämmverbundsystem Sinn. Spiegel Online Nov. 2011: Wärmedämmung kann Hausbrände verschlimmern Shell Studie Dez. 2011: Gebäudesanierung kostet Bürger bis zu 750 Mrd. Euro SZ Dez. 2011: Gefahr aus Plastikschaum Der Spiegel Mai 2012: Verdämmt Zeit Online Juli 2012: Mieter befürchten mehr Kosten durch Sanierung Doku Hitec Aug. 2012: Die verpackte Republik Welt am Sonntag Okt. 2012: Höhere Kosten trotz Dämmung NDR Fernsehen 2012: Wahnsinn Wärmedämmung 3sat 2012: Dämmfieber – Ein Land isoliert sich DLF 2012: Sondermüll von der Fassade ntv Pressereport: Dämmungsziele überflüssig? Alte Häuser besser als gedacht Wirtschaftswoche 2013: Deutschland im Dämmwahn. Die Welt 2013: Die große Lüge von der Wärmedämmung. Bereits 2010 wird vom Dämmwahn gesprochen, also von einer nichtreflektierten Vorgehensweise. Beachten Sie die Anzahl der online-Beiträge Wir diskutieren heutte die Qualitäts des Aufklärungsjournalismus, mit dem anspruh, sachlich, gut recherchiert und unabhänigig zu berichten. Tatsächlich jedoch besteht heute nach Meinung renomierter Journalisten ein Rudelverhalten des Journalismus. Erregungswellen, Konformität, Leitwölfe, denen alle folgen. Führend dabei sind die schnellen online-Medien. Zuspitzend.

6 Nennungen und prozentuale Verteilung Tabelle 35, Seite 212
Themenbereich Absolute Anzahl der Nennungen Prozentuale Häufigkeit (%) Brand 5 7 Biozide Leaching 4 Spechtschäden Wirtschaftlichkeit 16 22 Energieeinsparung 13 18 Architektur Schimmel Veralgung Krankheiten 1 Dauerhaftigkeit Entsorgung Instandhaltung 3

7 Mangelndes Krisenmanagement der Branche!?
Journalisten impulsieren! Richten den Scheinwerfer auf einen Zusammenhang. Shitstorms: Diskussion verbreitert sich, Wichtiges gerät aus dem Blick. Zuspitzungen, Boulevaisierung, Emotionalität,

8 Ist das Pferd bereits tot geritten?
Jetzt gilt es: Die Weiterentwicklung zu kommunizieren! Politische Entscheidungen zu treffen . Hochwertig, realitäts- und kundennah zu kommunizieren. Neue Tools zu entwickeln, die Denken in übergeordneten Raumstrukturen fördern: z.B. Heat Maps und neue Geschäftsmodelle anzubieten. Angesichts der verfügbaren Materialien und Lösungen hat sich die Mediendiskussion bereits selbst überholt. Das eigentliche Ziel: der Schutz des Klimas wurde weitgehend vergessen. Wir brauchen Gebäude, die uns sicheres Leben und Arbeiten ermöglichen.

9 Welches Bild entsteht in den Köpfen?
Besser als gedacht? Google Treffer „Wärmedämmung“ : Effizienzgrafik: Seite Erstes Spechtloch: Seite 3 Fassadenkletterer: Seite 8 Erste Schimmelecke: Seite 10 Erstes Brandbild: Seite 11, dann weitere Einzelbilder Seite 20, 21

10 Anspruch an Aufklärungs-Journalismus
„Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien“ (Luhmann, 2009, 9). Aufklärungsjournalismus: Kritik und Kontrolle als vierte Gewalt im Staat. Die Bürger aufklärende und erklärende Berichterstattung, mit dem Ziel, dass sich der Bürger ein eigenes differenziertes Bild von unter Umständen komplexen Sachverhalten machen und darauf aufbauend Entscheidungen treffen kann (vgl. hierzu Ruß-Mohl 2003) 21 ff.) Mit diesem Satz beginnt Luhmann sein Werk `Die Realität der Massenmedien`, in welchem er sich systemtheoretisch mit den Massenmedien auseinandersetzt. Grenzen verschwimmen oft. Von wem stammen Informationen?

11 Realistische Kommunikation!
Angaben von Wärmeverlusten eines Hauses variieren, je nach Branche. Meist fehlt der Hinweis, dass diese je Haus individuell verschieden sind.

12 Test der Beratungsqualität von Energieberaten: 2/3 beraten unzureichend (Stiftung Warentest , 2012).

13 Perspektivenwechsel? Vom Müssen zum Wollen!
Mao sagte: Mao Zedong: „Ich will alle Kamine als Zeichen der Industrialisierung sehen“ und sie wurden so gebaut. Baulicher Wärmeschutz = komplex und individuell. Wärmedämmung ist nicht gleich Wärmedämmung. Viele Fragen erfordern: Vielfalt nachhaltiger Lösungen Interaktive Kommunikation und realistische Antworten Motivation und Bereitschaft der Bevölkerung Stetiges Lernen, Forschen, Weiterentwickeln … Aufwachen, aus dem Dämmwahn erwachen = Hinweis auf instrumentalisiertes, automatisiertes Handeln, ohne Refelxion.

14 EnEV 2014: Bestandsbesitzer müssen zunächst nicht viel tun.
Was will er, was will der Mieter? Was beeinflusst seine Investitions-Entscheidung, Akzeptanz und Zufriedenheit? Also das, über das er spricht … Grafik: Drees & Sommer 2013

15 Was denkt die Gesellschaft über Wärmedämmung?
Spiegel-online Wirtschaft: Berichte zur Prognos-Studie: KfW hält Wärmedämmung für rentabel - Mittwoch, – 17:26 Uhr Na Hoppala, larslässig das nenne ich doch mal ein Rechenbeispiel! Solchen Spezialisten würde ich nicht einmal Spielgeld in die Hand geben. Apropos Wärmedämmung, schon mal daran gedacht, dass zwei Mützen auf dem Kopf, selten von Vorteil sind. TimmThaler Sie haben doch recht. Ich glaub gern, dass sich das für die KfW lohnt. Ok, für den Häuslesanierer nicht, aber darum gehts ja nicht...

16 Wie und wo informieren sich die Bürger?
Handout

17 Wie bringt man Kunden auf die Plattform
Wie bringt man Kunden auf die Plattform? Interaktiv, lebendig, vertrauensvoll, vielfältig, alltagsrelevant, Nutzen schaffend Plattform besteht seit Aufrufe / 20 Abonnenten / will ich dieser Seite folgen? Relevanz? Kunden, Betroffene auf die website bringen: Aufrufe starten, Wettbewerbe, tagesaktuelle/aktuelle Informationen liefern, zeitnah kommentieren, so dass ein Diskussionsforum entsteht. Unabhänigkeit gewährlleisten durch Interdisziplinarität. Relevanz der Seite erhöhen. Welche Menschen stehen dahinter? E-medien z.B.Moocs, videos etc. , statisitken – wer bewegt was mit, ….

18 Was sollte sich verändern?
Von Zu Informationsdschungeln, -widersprüchen und Marketingversprechen Realistischen Antworten u. Beispielen Empörung/Rechtfertigung Interaktiver, zeitnaher, kundennaher Kommunikation, realistischen Argumenten, z.B. Mittelwerte statt Spitzenzahlen kommunizieren. Vorschriften Einseitigkeit und Statik Dynamik u. Vielfalt Enttäuschten Kunden Überzeugung durch Wirkung, Erfahrung und Forschungsergebnisse. Reinen Fachdiskussionen Öffentlichkeitsarbeit, Diskussionen mit den Bürgern, Aktivierung der Menschen, hochwertige individuelle Beratung. . Individualität, Kreativität, Offenheit Dämmen ist kein passiver Selbstzweck, sondern Teil von aktiven Lösungsszenarien, zu denen auch die Verhaltensänderung der Menschen gehört. , hören, verstehen, weiterentwickeln im Kontext anderer Klimathemen

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! © Elke Kuehnle


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