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Einführung in die Religionswissenschaft Prof. Oliver Krüger Religionswissenschaft Philosophische Fakultät Religionspsychologie.

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Präsentation zum Thema: "Einführung in die Religionswissenschaft Prof. Oliver Krüger Religionswissenschaft Philosophische Fakultät Religionspsychologie."—  Präsentation transkript:

1 Einführung in die Religionswissenschaft Prof. Oliver Krüger Religionswissenschaft Philosophische Fakultät Religionspsychologie

2  Vorlesung Religionspsychologie 1. Ziele und Probleme 2. Anfänge der Psychologie (W. Wundt) 3. Religionspsychologie: William James 4. C.G. Jung: Archetypenlehre 5. Religion und Psychotherapie 1. Transpersonale Psychologie 2. Scientology

3  Religionspsychologie  als empirische Wissenschaft, die die religiösen Ausdrucksformen (Ansichten und Vorstellungen, Verhaltensweisen und Erlebnisse) beschreibt, und mit Mitteln der Psychologie zu erklären sucht.  Wissenschaftliches Ideal  Beschreibung und Analyse sind:  weltanschaulich neutral  nicht theologisch  nicht glaubensfeindlich  Unterscheidung ggü. d. Pastoralpsychologie / Religionspädagogik  Problem  Religionspsychologie beansprucht universale Geltung, basiert empirisch fast ausschließlich auf Studien mit Christen (Juden) im westlichen Wissenschaftskontext  Therapeutische Ziele der Psychologie selbst  Pathologisierung der Religion  Verbindung von Therapieformen mit religiösen, kulturellen oder “spirituellen Zielen”  Marginalisierung der Religion in der akad. Psychologie/Psychotherapie

4  Emanzipation der Psychologie aus der Philosophie und Theologie durch Aufklärung und Materialismus  Begründung der empirischen Psychologie durch Wilhelm Wundt ( )  ab 1875 Prof. für Philosophie in Leipzig  1879 Institut für experimentelle Psychologie, Leipzig  Schüler/Studenten: Emile Durkheim, Edmund Husserl, Bronislaw Malinowski, George Herbert Mead, Edward Sapir, Ferdinand Tönnies, Benjamin Lee Whorf, Lem S. Wygotski u. amerik. Psychologen  Psychologie als experimentelle Naturwissenschaft  Zusammenhang zwischen der empirisch-sinnlichen Wirklichkeit und ihrer geistigen Wiedererzeugung in dem menschlichen Bewußtsein wiederzugeben  physiologische und mechanistische Erklärung einfacher Reizreaktionen (Schmerz, Schrecken), die quantifiziert werden und statistisch ausgewertet Anfänge der experimentellen Psychologie

5  William James ( )  ab 1876 Prof. für Philosophie / Psychologie in Harvard  1901 Gifford Lectures in Edinburgh: The Varieties of Religious Experience  Analyse von Selbstzeugnissen herausragender religiöser Erfahrungen:  optimitische und melancholische Typen  Kategorien religiöser Erfahrung: Bekehrung, Mystik, Heiligkeit  Radikaler Empirismus  stream of thoughts im Bewusstsein des Subjektes als einzige Erfahrungstatsache überhaupt  keine abstrakte Einheit aller Phänomene  Wahrheit nicht als rational-logisches Resultat, sondern als soziale Akzeptanz subjektiver Erfahrungen  Religion  religiöse Begriffe und Annahmen beruhen auf subjektiven Erfahrungstatsachen  Pragmatismus: wahr ist, was sich in der Praxis (im Leben) bewährt hat  damit: naturwissenschaftlicher Beweis der Realität religiöser Erfahrungen William James: Gifford-Lectures „Diese Erfahrung ist das Unmittelbare, das Echte, das den Kern jeder Religion ausmacht, während "philosophische und theologische Formeln sekundäre Produkte sind, Übersetzungen eines Textes in eine andere Sprache vergleichbar.“

6 Friedrich Schleiermacher Über die Religion (1799) Wilhelm Dilthey Leben Schleiermachers (1870) Geisteswissenschaft William James Varieties of Religious Experience (1901) Rudolf Otto Das Heilige (1917) Gustav Mensching Die Religion (1959) Joachim Wach Religionswissenschaft (1924) Erfahrungsbegriff in der Religionswissenschaft studiert bei Dilthey Max Webers Religionssoziologie „Begegnung d. Menschen mit heiliger Wirklichkeit“ „Erlebnis des Numinosen“ „das religiöse Leben“

7  Entwicklungspsychologie (psychologie du développement)  geprägt von Jean Piaget  in Fribourg weitergeführt von Fritz Oser / Paul Gmünder  Schemata / Strukturen des Denkens, Bewusstwerdens, Erkennens und Urteilens einer Person in Bezug auf das Ultimate, letzte Wirklichkeit (Gott)  Stufenmodell religiöser Entwicklung Beispiele empirischer Religionsforschung Entwicklungsforschung

8  Psychoanalyse und Religion: Carl Gustav Jung ( )  Assistent/Privatdozent an der Universität Zürich (Psychiatrie)  Dissertation: Psychologie und Pathologie okkulter Phänomene (1902)  erkennt Muster und Strukturen in schizophrenen Wahnbildern  Annahme der Existenz eines Kollektiven Unbewussten, das sich in anthropologisch konstanten Archetypen ausdrückt (über Zeiten, Kulturen und Religionen hinweg)  Heldenkampf, Wandlung, Wiedergeburt  diese Archetypen liegen den Mythologien, Traumbildern und Wahnvorstellungen zu Grunde  Religionen geben Orientierung in den wichtigen Lebensphasen  sie versagen jedoch in der Moderne, sind zu intellektuell geworden: die Psychoanalyse muss daher die Aufgabe der Religionen in der Gegenwart übernehmen  Und Sigmund Freud ( ) ?  umstrittene Interpretation von Taburegeln im Totemismus als Formen des Inzesttabus (Totem und Tabu, 1913) bleibt ohne nachhaltige Wirkung auf die Religionsforschung

9  Das Verhältnis von Religion und Psychologie ist nie neutral / unproblematisch  oft: nicht nur Analyse von Störungen, sondern Psychotherapie als Mittel zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit  Transpersonale Psychologie  seit den 1960er Jahren v. a. in den USA und der Schweiz/Deutschland (Stanislaw Grof u.a.)  Annahme der Existenz einer Transzendenz, eines Absoluten, einer Gottheit  evolutionistisches Modell: Mensch entwickelt ein transpersonales Bewusstsein  mit Hilfe von Meditation, LSD, Körpertechniken, Therapieformen  Beispiel: Holotropes Atmen (Grof): Lösen von Blockaden, Traumata Holotropes Atmen Holotropes Atmen  keine Anerkennung durch weite Teile der akad. Psychologie  Neue religiöse / weltanschauliche Gemeinschaften  Bhagvan / Osho ( ) – Bewegung (Sexualtherapie, Atemtechniken…)  Scientology Religion und Psychotherapie ein wechselseitiges Verhältnis

10 Church of Scientology Gründung  Lafayette Ron Hubbard (1911 – 1986): Dianetics (1950, Bestseller)  1950 Gründung der Hubbard Dianetics Research Foundation (HDF)  1952 „Scientology as applied religious philosophy“  Dez 1953 Gründung der Church of Scientology (New Jersey)  weltweite Expansion mit heute ca Migliedern (?) / ca in der Schweiz (Schmid)  1982 Gründung des Religious Technology Centers (RTC) als Copyright-Holder aller Texte, Symbole und Trademarks von Scientology,  Chairman of the Board (COB) ist David Miscavige (DM) (*1960)  1993 volle Anerkennung und Steuerbefreiung in den USA  1996 Golden Age of Tech  2004 Golden Age of Knowledge

11 Lehre Dianetik  dianetics (gr.: dia & nous)  als systematisch aufgebaute Universalwissenschaft  als therapeutische Technik  bereichert Errinnerungsvermögen und Speicherfähigkeit des Gehirns, das erziehungswesen, die Politik, Soziologie, Biologie etc.  „Das dynamische Prinzip des Daseins ist Überleben. Das Ziel des Lebens kann als unendliches Überleben betrachtet werden. Wie sich beweisen lässt, gehorcht der Mensch in all seinen Absichten dem einen Befehl: Ueberlebe“  Einklang aller Dynamiken führt zum Zustand „Clear“ Engramme  Ursache aller psychischen und psychosomatischen Krankheiten sind Engramme (seelische Traumata), gespeichert im reaktiven/analytischen Mind  clear sein bedeutet frei von Engrammen zu sein Quellen  Herbert Spencer & Sozialdarwinismus  Freudsche Psychoanalyse

12 Auditing & Trainingsroutinen Auditing  als psychotherapeutisches Gespräch zum Aufspüren und Beseitigen von Engrammen  seit den 1970ern nicht mehr als „die am weitesten fortgeschrittene Psychotherapie“ sondern als „pastorales Beratungsverfahren“ bezeichnet  Rückkehr ins pränatale und in frühere Leben  Exterior gehen  teils unter Verwendung eines Hubbard-E-Meters Training  Kommunikationsübungen  Erlernen der Scientology-Lehre mit Hilfe von Büchern und Darstellungsmaterial (Word-Clearing), mit viel Zeitaufwand  Grundlage ist die Fachwortsammlung mit ca. 700 Begriffen (FWS)  Bsp.: „Rechfertigung / justification – Hinwegerklärung des schreiendsten Unrechts. Die meisten Verhaltenserklärungen, ganz gleich, wie weit sie hergeholt sind, erscheinen der Person, die sie aufstellt, vollkommen richtig, da sie ausschließlich eigenes Recht und anderer Unrecht behauptet.“ ( )

13 Brücke Stufen  1950 erster Clear  ab 1970er folgen die OT- Stufen  “ein operierender Thetan ist ein Clear, der mit seiner Umgebung so vertraut ist, dass er den Punkt erreicht hat, völlig Ursache über Materie, Energie, Raum, Zeit (insgesamt MEST) und Denken zu sein, und der nicht in einem Körper ist.”  Thetan ist nach Scientology- Lehre also ein unsterbliches geistiges Wesen  15 OT angekündigt, 9 verfügbar  völlige geistige Freiheit auf der letzten Stufe  1978 Dianetik der neuen Ära  Ursprung der Thetane von einem anderen Planeten

14 Lektüre für die Proseminare William James: The Varieties of Religious Experiences (1902) (dt./fr.) Questions Questions What is the basic problem that James recognizes in attempts to „define“ religion? What is the basic problem that James recognizes in attempts to „define“ religion? For his lecture James focuses on certain aspects of religion. Which are they? For his lecture James focuses on certain aspects of religion. Which are they? What is the role of the concept of „god“ in defining religion? What is the role of the concept of „god“ in defining religion? What does James mean with „religion is a reaction on life“? What does James mean with „religion is a reaction on life“? How does James characterize the religious feeling? How does James characterize the religious feeling? What is the core of religious experience according to James? What is the core of religious experience according to James? What implications does James‘ approach have? Does it evaluate religious phenomena? What implications does James‘ approach have? Does it evaluate religious phenomena?

15 Literatur Girgensohn, Karl: Der seelische Aufbau des religiösen Erlebens. Gütersloh 1921 Girgensohn, Karl: Der seelische Aufbau des religiösen Erlebens. Gütersloh 1921 Hall, Stanley G.: Jesus, the Christ, in the Light of Psychology. New York 1917 Hall, Stanley G.: Jesus, the Christ, in the Light of Psychology. New York 1917 Harnack, Edgar W.: „Experimentelle Religion – Transpersonale Psychologie als ‚Religionswissenschaft’ im Sinne von William James.“ In: Journal für Psychologie 17 (2009/1) (Online) Harnack, Edgar W.: „Experimentelle Religion – Transpersonale Psychologie als ‚Religionswissenschaft’ im Sinne von William James.“ In: Journal für Psychologie 17 (2009/1) (Online) Heine, Susanne: Grundlagen der Religionspsychologie. Göttingen 2005 Heine, Susanne: Grundlagen der Religionspsychologie. Göttingen 2005 Henning, Christian & Sebastian Murken & Erich Nestler: Einführung in die Relgionspsychologie. Paderborn 2003 Henning, Christian & Sebastian Murken & Erich Nestler: Einführung in die Relgionspsychologie. Paderborn 2003 Lämmermann, Godwin: Einführung in die Religionspsychologie. Grundfragen, Theorien, Themen. Neukirchen 2006 Lämmermann, Godwin: Einführung in die Religionspsychologie. Grundfragen, Theorien, Themen. Neukirchen 2006 Leuba, James Henry: The Psychology of Religious Mysticism. New York 1925 Leuba, James Henry: The Psychology of Religious Mysticism. New York 1925 Morgenthaler, Christoph: „Carl Gustav Jung.“ In: Klassiker der Religionswissenschaft, hg. von Axel Michaels. München 22004, S Morgenthaler, Christoph: „Carl Gustav Jung.“ In: Klassiker der Religionswissenschaft, hg. von Axel Michaels. München 22004, S Oser, Fritz & Paul Gmünder: Der Mensch – Stufen seiner religiösen Entwicklung. Zürich 1984 Oser, Fritz & Paul Gmünder: Der Mensch – Stufen seiner religiösen Entwicklung. Zürich 1984 Utsch, Michael: Religionspsychologie. Voraussetzungen, Grundlagen, Forschungsüberblick. Stuttgart 1998 Utsch, Michael: Religionspsychologie. Voraussetzungen, Grundlagen, Forschungsüberblick. Stuttgart 1998 Vorbrodt, Gustav: Psychologie des Glaubens. Zugleich ein Appell an die Verächter des Christentums unter den wissenschaftlich interessirten Gebildeten. Göttingen 1895 Vorbrodt, Gustav: Psychologie des Glaubens. Zugleich ein Appell an die Verächter des Christentums unter den wissenschaftlich interessirten Gebildeten. Göttingen 1895 Wundt, Wilhelm : Völkerpsychologie. 10 Bde. Leipzig Wundt, Wilhelm : Völkerpsychologie. 10 Bde. Leipzig Zinser, Hartmut: „Sigmund Freud.“ In: Klassiker der Religionswissenschaft, hg. von Axel Michaels. München 22004, S Zinser, Hartmut: „Sigmund Freud.“ In: Klassiker der Religionswissenschaft, hg. von Axel Michaels. München 22004, S


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