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Was bedeutet Trauma ? Fragmentarische Vorstellung über das, bei dem Worte und Zeit fehlen. Pastorin Dr. Christina Kayales Krankenhausseelsorgerin & Kultursensible.

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Präsentation zum Thema: "Was bedeutet Trauma ? Fragmentarische Vorstellung über das, bei dem Worte und Zeit fehlen. Pastorin Dr. Christina Kayales Krankenhausseelsorgerin & Kultursensible."—  Präsentation transkript:

1 Was bedeutet Trauma ? Fragmentarische Vorstellung über das, bei dem Worte und Zeit fehlen. Pastorin Dr. Christina Kayales Krankenhausseelsorgerin & Kultursensible Beratung

2 Trauma griech. = Verletzung früher allgemein: körperliche Verletzung heute auch: seelische Verletzung

3 Traumatisierend wirkende Ereignisse sind von außergewöhnlicher, oft lebensbedrohlicher Belastung Naturkatastrophen schwere Unfälle Überfall, Geiselnahme Kriegserlebnisse Vergewaltigungen Entführung Folter

4 Das Traumatisierende sind nicht die Ereignisse selbst, sondern ihre Verbindung mit Gefühlen von: (Todes) – Angst Ohnmacht Hilflosigkeit Schwerer körperlicher / seelischer Verletzung

5 Traumatisierungen entstehen, wenn lebensbedrohliche, überwältigende Gefühle nicht verarbeitet werden konnten und auch im Anschluss keine ausreichenden Ressourcen zur Verarbeitung zur Verfügung standen.

6

7 Kleiner Ausflug ins Gehirn

8 Unser Gehirn

9 Amygdala reagiert auf Gefahren verarbeitet externe Impulse und leitet die vegetativen Impulse ein repräsentiert Angst keine Verbindung zum Sprachzentrum

10 Hippokampus Der Hippokampus „sortiert“ d.h. verarbeitet Erlebnisse, Informationen etc. auf einer Zeitlinie. Er ermöglicht auch die Erinnerung an den genauen Ablauf des Erlebten. Während die Amygdala zum Zeitpunkt der Geburt reif ist, entwickelt sich der Hippokampus bis zum 3. Lebensjahr., ausgereift ist er ab dem 10. Lebensjahr. Unsere ersten Lebensjahre werden von der Amygdala zwar verarbeitet und auch gespeichert. Da der Hippokampus aber noch nicht voll funktionsfähig ist, ergibt sich keinerlei Aufschluss über den Kontext oder die genaue Ereignisfolge. Gespeichert werden die mit den Ereignissen verbundenen Gefühle und Körperempfindungen. Ereignisse aus der Säuglingszeit sind uns daher nicht über Erinnerungen zugänglich, sondern über als Gefühle und Körperempfindungen abgespeicherte Erfahrungen.

11 Nur wenn Amygdala und Hippokampus voll funktionsfähig sind, können wir Ereignisse ausreichend verarbeiten. Insbesondere gilt dies für traumatische und sehr belastende Ereignisse. Bei großem Stress wird die Hippokampus Aktivität durch eine längere Cortisolausschüttung unterdrückt, während die Amygdala unbeeinflusst bleibt. (Dies könnte für die mit der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) einhergehenden Erinnerungsverzerrungen die Ursache sein.)

12 Aus: Horowitz 1993, 51

13 Wie funktioniert unser Gehirn

14 Das Notfallprogramm springt an Aus: A. Krüger Powerbook

15 Stress akuter und selbstgesteuerter Stress fördert das Anpassungsverhalten im Gehirn aber: chronischer und nicht selbst kontrollierbarer Stress erhöht den Cortisolspiegel im Gehirn. Dies führt dazu, dass Nervenzellen absterben (u.a. auch im Hippokampus, unserer Gedächtnisregion)

16 In Stresssituationen arbeitet die Amygdala weiter, während sich der Hippokampus zeitweise abschaltet. Deshalb ist die Rekonstruktion der eigenen Zeitschiene nach traumatischen Erlebnissen von hoher Bedeutung

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18 Posttraumatische Belastungsstörung Typische Merkmale: Anhaltende Erinnerungen (Flashbacks, Albträume) Übererregung, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Wutausbrüche Ein- und Durchschlafstörungen Angststörungen, Depression Betäubtsein, Teilnahmelosigkeit Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die das Trauma wachrufen könnten Erinnerungslücken Konzentrationsschwierigkeiten

19 Altersabhängige PTBS Symtome junge Kinder: Regressive Symptome Schlafstörungen Ängste, Vermeidung Passivität, wie betäubt Schulalter: Schulprobleme Wiederinszenierung Wutausbrüche Adoleszenz: Veränderung der Werte und Planungen Überlebens-Schuld- Syndrom

20 PTBS bei Tätern Per Definition von ICD-10 bzw. DSM-V fallen Täter nicht in den Personenkreis, denen diese Diagnose zusteht, denn dort heißt es: Opfer oder unmittelbarer Zeuge einer Todesbedrohnung Es gibt sehr viele Studien zu Tätern und ihren Vortraumatisierungen Bislang gibt es erst vereinzelt Studien, inwieweit Täter PTBS von der Tat selbst erleiden

21 Immer noch kein Gespräch ? Nein! Aus der Angst und Ohnmacht sich wieder in Selbstwirksamkeit spüren und erleben. Aus der zeitlosen Panik sich wieder im „Hier und Jetzt“ erleben.

22 Was hilft? Stabilies Umfeld Klare Regeln Verläßlichkeit Alltag / Vertrautes Visionen Mitgefühl, kein Mitleid gegen die Willkür geben Halt und Strukur gibt Sicherheit erleichtert an frühere, sichere Erfahrungen anzuknüpfen geben neue Ziele Mitgefühl fördert eigene Ressourcen, Mitleid lähmt.

23 Übungen zur Aktivierung des Nervensystems Mit dem Betroffenen erarbeiten, was ihn beruhigt Brustkorb leicht klopfen / reiben Atemübungen Atem regulieren, Pfeifen Überkreuz Aktivitäten schöne Erinnerungen vergegenwärtigen Sicheren Ort vorstellen Laufen Duft (z.B.Lavendel) riechen Schnauben (wie ein Pferd) Schnäuzen auf einem Bein stehen mit den Fingern schnippen Konzentrationsübungen, z.B. mit der anderen Hand schreiben Methode Trommeln Anregungen aus den Bücher von Dr. med Claudia Croos-Müller: Nur Mut!Kopf Hoch

24 Danke


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