Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Mandanteninformationsveranstaltung zum Jahreswechsel 2015/2016.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Mandanteninformationsveranstaltung zum Jahreswechsel 2015/2016."—  Präsentation transkript:

1 Mandanteninformationsveranstaltung zum Jahreswechsel 2015/2016

2 Inhaltsübersicht 1.Neue Vorhaben im Überblick 2.Neuerungen für Unternehmer 3.Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 4.Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 5.Neuerungen für Hausbesitzer 6.Neuerungen für Kapitalanleger 7.Neuerungen für alle Steuerzahler 8.Ausblick Seite 2

3 1. Neue Vorhaben im Überblick Bereits in Kraft getreten: Bürokratieentlastungsgesetz Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergelds und des Kinderzuschlags GoBD Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung Seite 3

4 1. Neue Vorhaben im Überblick Noch im Gesetzgebungsverfahren: Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung zum Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften Gesetz zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten in Steuersachen und zur Änderung weiterer Gesetze Gesetz zur Anpassung des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes Seite 4 Als Steueränderungsgesetz 2015 am vom Bundesrat abgesegnet!

5 Inhaltsübersicht 2. Neuerungen für Unternehmer 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer 2.2 Neues zum Investitionsabzugsbetrag 2.3 Neues zu den GoBD 2.4 Neues zum Sanierungserlass 2.5 Steuertipps Seite 5

6 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick: Aktuelles zum Reverse-Charge-Verfahren Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen falsch ausgewiesene Umsatzsteuer Gefahren für den Vorsteuerabzug Geschäftsveräußerung im Ganzen Seite 6

7 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Aktuelles zum Reverse-Charge-Verfahren: Umkehr der Steuerschuldnerschaft: Verpflichtung des Leistungsempfängers, die Umsatzsteuer des leistenden Unternehmers in seiner Umsatzsteuervor- anmeldung beim Finanzamt anzumelden und die Umsatzsteuer abzuführen. Seite 7 Gilt insbesondere für Bauleistungen im Baugewerbe. Achtung

8 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Aktuelles zum Reverse-Charge-Verfahren: Fragen: Was sind Bauleistungen? Fallen auch Betriebsvorrichtungen darunter? Seite 8 Strittig! Gesetzgeber prüft, ob eine Definition in das Gesetz aufgenommen werden soll. Hinweis

9 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Aktuelles zum Reverse-Charge-Verfahren: Der Bauträger kann sich zu Unrecht abgeführte Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet lassen. Seite 9 Kann der leistende Bauunternehmer die USt-Zahlung unter Hinweis auf Vertrauensschutz verweigern? Frage

10 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Aktuelles zum Reverse-Charge-Verfahren: Seite 10 Bauträger sollten Umsatzsteuer nicht vorschnell zurückfordern, sondern nur in Abstimmung mit den Bauunternehmern. Tipp Ansichten Finanzver- waltung Finanz- gerichte kein Vertrauensschutz Vertrauensschutz

11 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen: Auch ohne Umsatzsteuer-ID möglich Besonderheiten beim Reihengeschäft Seite 11

12 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen: Voraussetzungen: 1. Ware wurde in das übrige Gemeinschaftsgebiet befördert oder versendet. 2. Abnehmer ist Unternehmer, der Ware für sein Unternehmen erworben hat. 3. Erwerb unterliegt beim Abnehmer im anderen Mitgliedstaat der USt. Seite 12 Die Unternehmereigenschaft ist grundsätzlich durch die USt-ID des Abnehmers nachzuweisen! Wichtig!

13 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen: Die Umsatzsteuerfreiheit bleibt auch ohne USt-ID erhalten, wenn der Unternehmer… gutgläubig war, alle zumutbaren Maßnahmen unternommen hat, um die USt-ID zu erhalten, anderweitig nachweisen kann, dass der Abnehmer Unternehmer ist. Seite 13 USt-ID immer elektronisch bestätigen lassen! Wichtig!

14 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen: Beispiel zur Bestimmung im Reihengeschäft: Der inländische Unternehmer A verkauft eine Maschine an die niederländische Gesellschaft B. B verkauft die Ware weiter an den italienischen Unternehmer C. Die Lieferung erfolgt unmittelbar von A (Deutschland) nach C (Italien). Seite 14

15 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen: Lösung: Entsprechend der gesetzlichen Vermutung ist die Lieferung von A an B als umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung zu behandeln. Seite 15 Fazit: A weist in seiner Rechnung keine Umsatzsteuer aus.

16 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen: Ausnahme: B verschafft dem C noch in Deutschland nachweislich die Verfügungsmacht an der Maschine. Seite 16 Will A sich die Umsatzsteuerfreiheit bewahren, muss er sich von B zusichern lassen, dass dieser die Verfügungsmacht erst im Ausland übertragen wird. Tipp

17 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Falsch ausgewiesene Umsatzsteuer wird zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten geschuldet: korrekt ausgewiesene Umsatzsteuer bereits mit Leistungserbringung zu hohe Umsatzsteuer mit Rechnungsausstellung Seite 17 Anknüpfung an die Leistungserbringung ist EU-rechtswidrig! Hinweis

18 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Gefahren für den Vorsteuerabzug: Verlust des Vorsteuerabzugs bei Ungereimtheiten in der Rechnung Seite 18 Anhebung der Grenze für Kleinbetragsrechnungen von 150 € auf 300 € Vereinfachung

19 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Gefahren für den Vorsteuerabzug: Postfach als Adresse des Rechnungsausstellers genügt nicht mehr. Auf vollständige Anschrift achten. Seite 19 Rechnung erst bezahlen, wenn diese alle Formerfordernisse für den Vorsteuerabzug erfüllt! Tipp

20 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Geschäftsveräußerung im Ganzen: Geschäftsveräußerung im Ganzen ist nicht umsatzsteuerbar Voraussetzung: Übereignung eines Unternehmens oder eines gesondert geführten Unternehmensteils und Fortführung durch den Erwerber Seite 20

21 2.1 Neuerungen bei der Umsatzsteuer Geschäftsveräußerung im Ganzen: Besteht Unsicherheit, ob eine Geschäftsveräußerung im Ganzen vorliegt, sollte eine Klausel in den Kaufvertrag aufgenommen werden: Es handelt sich um einen Netto-Kaufpreis. Gegebenenfalls ist geschuldete Umsatzsteuer hinzuzusetzen. Seite 21

22 2.2 Neues zum Investitionsabzugsbetrag Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:  Nachträgliche Aufstockung zulässig  Aufgabe des Funktionszusammenhangs Seite 22

23 2.2 Neues zum Investitionsabzugsbetrag Infos zum Investitionsabzugsbetrag: 40 % der Anschaffungs-/Herstellungskosten eines beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens Höchstgrenze: € Anschaffung bzw. Herstellung in den auf das Wirtschaftsjahr des Abzugs folgenden drei Wirtschaftsjahren Seite 23

24 2.2 Neues zum Investitionsabzugsbetrag Beispiel: U möchte eine Maschine für voraussichtlich € erwerben: Er stellt 2014 einen Investitionsabzugsbetrag über € gewinnmindernd ein stellt sich heraus, dass die Maschine € kosten wird. Seite 24

25 2.2 Neues zum Investitionsabzugsbetrag Lösung: Der Investitionsabzugsbetrag kann im Jahr 2015 um weitere 40 % von € (= €) aufgestockt werden. Keine neue Frist: U muss unabhängig von der nachträglichen Aufstockung die Maschine spätestens im Jahr 2017 anschaffen. Seite 25

26 2.2 Neues zum Investitionsabzugsbetrag Aufgabe des Funktionszusammenhangs: Gesetzgeber plant das Wegfallen dieser Voraussetzung! Seite 26

27 2.3 Neues zu den GoBD Aufbewahrung bei EDV-gestützter Buchführung: Ausnahme zum Grundsatz der Formattreue: Einscannen bei umfassender elektronischer Archivierung. Seite 27 Gilt nicht für - Urkunden - Gerichtsentscheidungen - Jahresabschlüsse Achtung!

28 2.3 Neues zu den GoBD Neue Grenzen für die Buchführungspflicht ab dem : Umsatzerlöse p.a. => € (bislang €) Gewinn p.a. => € (bislang €) Seite 28 Bilanzierungsverpflichtung entfällt. GoBD finden keine Anwendung. Keine Pflicht, ein Kassenbuch zu führen. Folgen Dies gilt nicht, wenn Sie freiwillig Bücher führen! Vorsicht

29 2.3 Neues zu den GoBD Elektronische Kasse: Es gibt keine Pflicht zur Verwendung einer elektronischen Kasse. Auch in Zukunft kann eine offene Ladenkasse geführt werden. Seite 29 Wenn Sie sich heute für eine elektronische Kasse entscheiden, sollte diese bereits die Anforderungen erfüllen, die die Finanzverwaltung ab dem stellt. Hinweis

30 2.3 Neues zu den GoBD Anforderungen an Kassendaten: Die Daten müssen… jederzeit verfügbar unverzüglich lesbar vollständig unveränderbar maschinell auswertbar sein Seite 30

31 2.3 Neues zu den GoBD Künftig zu beachten: Löschen der Einzel-Bons zugunsten des Tagesendsummen-Bons unzulässig alleinige Aufbewahrung der Z-Bons auf Papier nicht ausreichend Seite 31

32 2.4 Neues zum Sanierungserlass Forderungsverzicht durch Gläubiger: Verzichten Gläubiger eines Unternehmens auf Teile ihrer Forderungen, führt dies für das Unternehmen zu einem außerordentlichen Ertrag. Seite 32 Dieser außerordentliche Ertrag ist nach dem Gesetz steuerpflichtig. Problem Die Finanzverwaltung stellt diese nur buchmäßigen Gewinne im Rahmen der Sanierung durch den Sanierungserlass von einer Besteuerung frei. Aber

33 2.4 Neues zum Sanierungserlass Uneinigkeit beim Sanierungserlass: Bei einer Sanierung sollte bis zur Entscheidung verstärkt auf mögliche ungewünschte steuerliche Folgen geachtet werden. Seite 33

34 2.5 Steuertipps Seite 34 Wechsel zur E-Ü-RInvestitionsabzugsbetragGeringwertige Wirtschaftsgüter

35 2.5 Steuertipps Wechsel zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung: Vorteile: Kostenersparnis, da günstiger als Bilanz Wegfall der Kassenbuchverpflichtung Wegfall der GoBD geringeres Risiko bei einer Betriebsprüfung Seite 35

36 2.5 Steuertipps Investitionsabzugsbetrag: Müssen Sie sich im Jahr 2016 z.B. eine neue elektronische Registrierkasse anschaffen, können Sie dafür bereits im Jahr 2015 einen Investitions- abzugsbetrag bilden. Voraussetzungen: Sie gehören zu den begünstigten Unternehmen Die Höchstbeträge sind noch nicht ausgeschöpft. Seite 36

37 2.5 Steuertipps Gewinnminderung durch Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Besonderheiten: Anschaffung noch im Jahr 2015 minimiert den Gewinn voller Abzug als Betriebsausgaben zulässig GWG können auch über die Laufzeit abgeschrieben werden Poolabschreibung über fünf Jahre Seite 37

38 Inhaltsübersicht 1.Neue Vorhaben im Überblick 2.Neuerungen für Unternehmer 3.Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 4.Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 5.Neuerungen für Hausbesitzer 6.Neuerungen für Kapitalanleger 7.Neuerungen für alle Steuerzahler 8.Ausblick Seite 38

39 Inhaltsübersicht 3.1 Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 3.1 Neuerungen bei Ausschüttungen 3.2 Neues zur Pensionszusage 3.3 Abgeltungsteuer auf Zinsen aus Gesellschafterdarlehen? 3.4 Steuertipps Seite 39

40 3.1 Neuerungen bei Ausschüttungen Die wichtigsten Punkte auf einen Blick: Zuflusszeitpunkt Verdeckte Gewinnausschüttungen Seite 40

41 3.1 Neuerungen bei Ausschüttungen Zuflusszeitpunkt bei Ausschüttungen: Seite 41 GrundsatzEs gilt der im Beschluss genannte Fälligkeitstermin. AusnahmeDie Ausschüttung gilt stets am Tag der Beschlussfassung als zugeflossen, wenn sie an einen beherrschenden Gesellschafter erfolgt. RückausnahmeGilt nicht, wenn die Satzung ausdrückliche Vorschriften über die späteren Zahlungszeitpunkte enthält.

42 3.1 Neuerungen bei Ausschüttungen Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA): Seite 42 Bei beherrschendem Gesellschafter nur durch eine klare und von vornherein getroffene Vereinbarung vermeidbar! Lösung Unter- nehmen Kunde Gesellschafter Leistung Zahlung

43 3.1 Neuerungen bei Ausschüttungen Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA): Seite 43 Es ist bei jeder Auszahlung klar darauf hinzuweisen, dass es sich um ein Darlehen an einen Gesellschafter handelt. Lösung Unter- nehmen Priv. Schulden Gesellschafter Zahlung/Tilgung

44 3.2 Neues zur Pensionszusage Überversorgung: Wenn zugesagte Versorgungsleistungen unter Anrechnung von zu erwartender Sozialversicherungsrente und andere betrieblicher Altersversorgung 75 % der letzten Aktivbezüge überschreiten. Folge einer Überversorgung: Pensionsaufwendungen können nur anteilig als Betriebsausgaben abgezogen werden. Seite 44 Stellungnahme des BFH abwarten und bei Kürzung des Betriebsausgabenabzugs Einspruch einlegen. Tipp 75 %

45 3.3 Abgeltungsteuer auf Zinsen aus Gesellschafterdarlehen? Bitte beachten: Keine Abgeltungsteuer auf Zinsen aus Gesellschafterdarlehen, wenn der Gesellschafter zu mindestens 10 % an der Gesellschaft beteiligt ist Anwendung des individuellen Steuersatzes BFH muss entscheiden, ob diese Regelung gegen die Verfassung verstößt Seite 45

46 3.4 Steuertipps Wahlrecht zur Abgeltungsteuer: Voraussetzungen: Beteiligung ab 25 % oder Beteiligung von mindestens 1 % berufliche Tätigkeit für die GmbH Rechtsfolge: Anwendung des individuellen Steuersatzes Anwendung des Teileinkünfteverfahrens (60 % steuerpflichtig) Werbungskostenabzug zulässig Seite 46 Wahlrecht ist im Rahmen der Einkommensteuererklärung auszuüben. Achtung

47 Inhaltsübersicht 1.Neue Vorhaben im Überblick 2.Neuerungen für Unternehmer 3.Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 4.Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 5.Neuerungen für Hausbesitzer 6.Neuerungen für Kapitalanleger 7.Neuerungen für alle Steuerzahler 8.Ausblick Seite 47

48 Inhaltsübersicht 4.1 Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 4.1 Vereinfachungen beim Lohnsteuerabzug 4.2 Neues zu den Kinderbetreuungskosten 4.3 Lohnsteuerpauschalierung bei Sachzuwendungen 4.4 Neues zum Mindestlohn 4.5 Steuerliche Behandlung von Arbeitgeberdarlehen 4.6 Steuertipps Seite 48

49 4.1 Vereinfachungen beim Lohnsteuerabzug Zu beachten ist Folgendes: Anhebung der Lohnsteuerpauschalierungsgrenze für kurzfristige Beschäftigte auf 68 € Verlängerung des Faktorverfahrens für Eheleute auf zwei Jahre Rückwirkende Erhöhung des Grundfreibetrags und des Entlastungsbetrags für 2015 erfolgt in der Dezember-Gehaltsabrechnung Seite 49

50 4.2 Neues zu den Kinderbetreuungskosten Kinderbetreuungskosten sind als Sonderausgaben abzugsfähig in Höhe von 2/3 der Kosten. Seite 50 Anstellungsvertrag entspricht der notwendigen Rechnung. Hinweis maximal € je Kind maximal € je Kind Die Zahlung erfolgt unbar gegen Rechnung. Voraussetzung

51 4.3 Lohnsteuerpauschalierung bei Sachzuwendungen Seite 51 Wahlrecht Besteuerung durch Empfänger Arbeitgeber übernimmt pauschale Besteuerung

52 4.3 Lohnsteuerpauschalierung bei Sachzuwendungen Voraussetzung der Pauschalsteuer: Betrieblich veranlasste Zuwendung, die beim Empfänger zu einkommen- steuerbaren und -pflichtigen Einkünften führt. Seite 52 - Empfänger ist Steuerausländer oder Privatperson - Zuwendung erfolgt überwiegend im Interesse des Arbeitgebers Keine Pauschalierung:

53 4.3 Lohnsteuerpauschalierung bei Sachzuwendungen Klarstellung durch das BMF: Bloße Aufmerksamkeiten und Zuwendungen unter 10 € unterfallen nicht der Pauschalsteuer. Wahlrecht zur Lohnsteuerpauschalierung ist spätestens in der letzten Lohnsteuer-Anmeldung des Wirtschaftsjahres auszuüben oder bis zum Abschluss der Betriebsprüfung bzw. der Bestandskraft der Lohnsteuer- Anmeldung. Pauschale Lohnsteuer ist nur dann als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn die Zuwendung als Aufwand berücksichtigungsfähig wäre. Seite 53

54 Seite 54 von Neues zum Mindestlohn Seite 54

55 4.4 Neues zum Mindestlohn Vereinfachungen beim Mindestlohn: Ende der Übergangszeit (Unterschreitung letztmalig 2016) Vereinfachung des Verwaltungsaufwands durch Abmilderung der Dokumentation der Arbeitszeiten Keine Aufzeichnungsverpflichtung… … wenn das regelmäßig abgerechnete Arbeitsentgelt der letzten zwölf Monate über € brutto lag … für im Betrieb mitarbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers Seite 55

56 4.5 Steuerliche Behandlung von Arbeitgeberdarlehen Geldwerter Vorteil entsteht bei Abweichung vom marktüblichen Zinssatz: Versteuerung des Zinsvorteils unterbleibt, wenn die Summe der noch nicht getilgten Darlehen am Ende des Lohnzahlungszeitraums € nicht übersteigt. Seite 56

57 4.5 Steuerliche Behandlung von Arbeitgeberdarlehen Bitte beachten: Ein Arbeitgeberdarlehen liegt auch dann vor, wenn das Darlehen aufgrund des Arbeitsverhältnisses durch einen Dritten gewährt wird. Vereinbarte Reisekostenvorschüsse, Lohnvorschüsse u.ä. sind keine Arbeitgeberdarlehen. Seite 57 Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus fällt der zu versteuernde geldwerte Vorteil für den Arbeitnehmer niedrig aus, so dass dies eine interessante Gestaltungsvariante sein kann. Tipp

58 4.6 Steuertipps Seite 58 WeihnachtsfeierAnstellung von FamilienangehörigenLohnsteuerklassenwechsel

59 4.6 Steuertipps Seite 59 Weihnachtsfeier: Übersteigen die Kosten 110 € pro Arbeitnehmer, fällt auf den Mehrbetrag Lohnsteuer an. 110 €-Grenze einhalten! 110 €-Grenze einhalten! Kosten für eingeladene Angehörige werden dem Arbeitnehmer zugerechnet. Beachten!

60 4.6 Steuertipps Beschäftigung von Familienangehörigen: Arbeiten Familienangehörige bereits kostenlos im Betrieb mit, lohnt es sich zu prüfen, ob die Begründung eines offiziellen Anstellungsverhältnisses Sinn macht. Seite 60 Vorteil z.B. bei einem Minijob: Mitarbeitender Ehegatte kann Lohn steuerfrei vereinnahmen. Lohn und Nebenkosten sind als Betriebs- ausgaben absetzbar.

61 4.6 Steuertipps Eheleute und eingetragene Lebenspartner: Prüfen Sie, ob ein Lohnsteuerklassenwechsel zum nächsten Jahr Sinn macht. Seite 61

62 Inhaltsübersicht 1.Neue Vorhaben im Überblick 2.Neuerungen für Unternehmer 3.Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 4.Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 5.Neuerungen für Hausbesitzer 6.Neuerungen für Kapitalanleger 7.Neuerungen für alle Steuerzahler 8.Ausblick Seite 62

63 5.1 Neuerungen für Hausbesitzer 5.1 Schuldzinsenabzug nach Verkauf 5.2 Einkünfteerzielungsabsicht bei Leerstand 5.3 Fahrtkosten als Werbungskosten 5.4 Neues zu Photovoltaikanlagen 5.5 Erbschaftsteuerbefreiung 5.6 Neues zur Grunderwerbsteuer und Grundsteuer 5.7 Steuertipps Inhaltsübersicht Seite 63

64 5.1 Schuldzinsenabzug nach Verkauf Schuldzinsenabzug möglich: wenn die Immobilie verkauft wird und der Verkaufserlös zur Schuldentilgung nicht ausreicht bei einer Umschuldung des Restdarlehens für die auf das neue Darlehen gezahlten Schuldzinsen für Darlehen für Erhaltungsaufwendungen bei Verkäufen der Immobilie ab dem Seite 64

65 5.1 Schuldzinsenabzug nach Verkauf Seite 65 Ablösung bei mehreren Darlehen muss nach den Grundsätzen eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsmanns erfolgen. Vorrangige Ablösung der Finanzierung mit der höchsten Zinsbelastung Ausnahmen: Laufzeiten und andere Darlehenskonditionen rechtfertigen andere Ablösungsreihenfolge Rückkaufswert von Lebensversicherung

66 5.2 Einkünfteerzielungsabsicht bei Leerstand Längerer Leerstand eines Mietobjektes: Finanzverwaltung will die negativen Einkünfte mangels Einkünfte- erzielungsabsicht streichen. Zeitfenster: Mehr als fünf Jahre ohne Vermietungsbemühungen. Seite 66 Vermieter tragen die Beweislast für die Vermietungsbemühungen. -> Sorgfältige Dokumentation der Vermietungsbemühungen! Achtung!

67 5.3 Fahrtkosten als Werbungskosten Beispiel: V hat in Stuttgart und in München ein vermietetes Mehrfamilienhaus. Für die Stuttgarter Immobilie unterhält er im Stuttgarter Objekt ein Büro. Die Verwaltung erfolgt von zu Hause. Frage: Inwieweit kann er die Fahrten zu den Objekten als Werbungskosten in Abzug bringen? Seite 67

68 5.3 Fahrtkosten als Werbungkosten Lösung: Seite 68 München 2 x gefahrene km x 0,30 € Fahrten können vollumfänglich als Werbungskosten abgezogen werden. 1 x gefahrene km x 0,30 € Entfernungspauschale kann als Werbungskosten geltend gemacht werden. Stuttgart

69 5.4 Neues zu Photovoltaikanlagen Altregelung: Es ist keine Bauabzugssteuer zu entrichten. Neuregelung ab : Photovoltaikanlagen, die an oder auf Gebäuden errichtet werden, sind als Bauleistungen zu qualifizieren. Die Bauabzugssteuer greift. Seite 69 Wollen Sie den Einbehalt vermeiden, müssen Sie auf einer gültigen Freistellungsbescheinigung des Unternehmers bestehen! Hinweis

70 5.5 Erbschaftsteuerbefreiung Vermietete Wohnimmobilien: Bei Schenkung bzw. einem Erwerb von Todes wegen greift ein Bewertungsabschlag von 10 %. Der Wertansatz erfolgt mit 90 %. Voraussetzung: Immobilie ist zum Zeitpunkt der Schenkung bzw. des Todes bereits vermietet. Seite 70

71 5.6 Neues zur Grunderwerbsteuer und Grundsteuer Grunderwerbsteuer: Voraussichtlich keine Erhöhung. Grundsteuer: Verfassungsrechtliche Zweifel wegen der veralteten Einheitswerte bestehen fort. Seite 71

72 5.7 Steuertipps Tipps zum Jahresende: Erhaltungsaufwand in das aktuelle Jahr vorziehen Stichtag für die Zehnjahresfrist richtig berechnen Seite 72

73 5.7 Steuertipps Seite 73 Vorziehen von Erhaltungs- aufwand in das aktuelle Jahr Steuerlich sofort abzugsfähige Werbungskosten Vorsicht bei anschaffungs- nahem Herstellungsaufwand, wenn der Immobilienerwerb noch keine drei Jahre her ist.

74 5.7 Steuertipps Besonderheiten für Blockheizkraftwerke: Ein als Ersatz für eine alte Heizungsanlage in das vermietete Objekt eingebautes Blockheizkraftwerk führt zu Erhaltungsaufwand. Dies gilt nicht für die Kosten eines Blockheizkraftwerkes bei einem Neubau. Seite 74 Übergangsfrist für Neubaumaßnahmen bei verbindlicher Bestellung in Hinweis

75 5.7 Steuertipps Korrekte Berechnung des Stichtags für die 10-Jahresfrist: Seite 75 Übergang des wirtschaftlichen Eigentums? Kaufpreiszahlung? Umschreibung im Grundbuch? aufschiebende Bedingungen? Entscheidend ist der Tag des jeweiligen notariellen Vertragsschlusses!

76 Inhaltsübersicht 1.Neue Vorhaben im Überblick 2.Neuerungen für Unternehmer 3.Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 4.Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 5.Neuerungen für Hausbesitzer 6.Neuerungen für Kapitalanleger 7.Neuerungen für alle Steuerzahler 8.Ausblick Seite 76

77 Inhaltsübersicht 6. Neuerungen für Kapitalanleger 6.1 Neues zum Werbungskostenabzug 6.2 Darlehen zwischen Eheleuten 6.3 Automatischer Informationsaustausch 6.4 Steuertipps Seite 77

78 6.1 Neues zum Werbungskostenabzug Die Abgeltungsteuer sieht ein Werbungskostenabzugsverbot vor. Sparerpauschbetrag von 801 € bzw € wird sich voraussichtlich nicht ändern. Seite 78

79 6.2 Darlehen zwischen Eheleuten Bitte beachten: Keine Anwendung des Abgeltungsteuersatzes von 25 % auf Darlehenszinsen zwischen nahen Angehörigen. Für den Ausschluss der Abgeltungsteuer ist eine finanzielle Abhängigkeit erforderlich. Seite 79

80 6.3 Automatischer Informationsaustausch Meldepflichten von ausländischen Banken an das Bundeszentralamt für Steuern ab 2017: Umfang: Existenz von Konten Zins- und Dividendenerträge Kontostand Seite 80

81 6.4 Steuertipps Freistellungsvolumen nutzen Seite 81 Nachträglicher Freistellungauftrag oder Erhöhung desselben führt unmittelbar zu einer Steuererstattung durch die Bank. Liquiditätsvorteil Höhe: 801 € (Alleinstehende) € (Ehegatten und Lebenspartner)

82 6.4 Steuertipps Ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung zum Jahresende durch die Bank: Verluste werden u.U. mit den Gewinnen des Partners verrechnet. Bereits einbehaltene Abgeltungsteuer wird von der Bank erstattet. Voraussetzung ist ein gemeinsamer Freistellungsauftrag. Seite 82 Gemeinsamer Freistellungsauftrag auch über null Euro zulässig! Hinweis

83 Inhaltsübersicht 1.Neue Vorhaben im Überblick 2.Neuerungen für Unternehmer 3.Neuerungen für GmbH-Geschäftsführer 4.Neuerungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer 5.Neuerungen für Hausbesitzer 6.Neuerungen für Kapitalanleger 7.Neuerungen für alle Steuerzahler 8.Ausblick Seite 83

84 Inhaltsübersicht 7.1 Neuerungen für alle Steuerzahler 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer 7.2 Erhöhung der Grundfreibeträge 7.3 Neues zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende 7.4 Steuerermäßigung für Handwerkerrechnungen 7.5 Steuertipps Seite 84

85 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Entscheidung des BVerfG vom : Partielle Verfassungswidrigkeit der Regelungen das Betriebsvermögen betreffend Übergangsfrist für den Gesetzgeber zur Änderung des ErbStG bis zum Seite 85

86 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Gesetzentwurf: Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Erbschaft- und Schenkung- steuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Seite 86

87 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Das wird erwartet: Die Übertragung von Privatvermögen und die persönlichen Freibeträge u.ä. bleiben unverändert Änderungen betreffen ausschließlich den Bereich Betriebsvermögen Seite 87 Bislang enthält Gesetz keine Rückwirkung. Anwendbar also auf alle Schenkungen und Erbfälle mit Betriebsvermögen, die erst nach seinem Inkrafttreten erfolgen. Hinweis

88 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Verschärfen von Voraussetzungen: Bei Unternehmen von einem Wert über 26 Mio. € begünstigtem Betriebsver- mögen sollen strengere Regeln gelten. Der Bundesrat erachtet diese Schwelle als zu hoch. Seite 88 Die bisherigen Steuerbefreiungen von 85 % bzw. 100 % sollen grundsätzlich erhalten bleiben. Hinweis

89 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Bundesrat: Verwaltungsvermögenstest, mit der Folge, dass Verwaltungsvermögen nicht unter Steuerbegünstigung fällt. Seite 89 Altregelung Verwaltungsvermögenstest: Bis zu 50 % Verwaltungsver- mögen können begünstigt übertragen werden. Zukünftige Regelung Nur der betriebliche Teil, der nach seinem Hauptzweck der unternehmerischen Tätigkeit dient, ist steuerbegünstigt.

90 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Anwendungsbereich der Lohnsummenklausel: Seite 90 Künftig: 3 Arbeitnehmer Bislang: 20 Arbeitnehmer Arbeitnehmer 85 %100 % %500 % %565 % < %700 %

91 7.1 Neues zur Erbschaftsteuer Handlungsbedarf: Lieber heute den Betrieb verschenken, als das neue im Einzelfall ungünstigere Gesetz abwarten. Beispiele für Vorteile bei Übertragung noch in 2015: Betriebe mit 4 bis 20 Arbeitnehmern: Verschont von Lohnsummenregelung Betriebe mit bis zu 50 % Verwaltungsvermögen: Ermöglicht eine 85 %-ige Steuerverschonung einschließlich des nicht betrieblichen Vermögensteils Seite 91

92 7.2 Erhöhung der Grundfreibeträge Grundfreibetrag pro Person: Seite 92 Rückwirkend ab ,00 €8.472,00 €8.652,00 €

93 7.2 Erhöhung der Grundfreibeträge Seite ab 2016 Höchstbeträge für den Abzug von Unterhaltsleistungen8.472,00 €8.652,00 € Anhebung des Kinderfreibetrags7.152,00 €7.248,00 € Erhöhung des Kindergelds 1. und 2. Kind 3. Kind jedes weitere Kind 188 € 194 € 219 € 190 € 196 € 221 €

94 7.3 Neues zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Rückwirkende Erhöhung des Entlastungsbetrags für 2015: Erhöhung von € auf €, zuzüglich 240 € für jedes weitere Kind Voraussetzungen: alleinstehende Person zu deren Haushalt mindestens ein Kind gehört für das der Person Kinderfreibetrag / Kindergeld zusteht Seite 94 Entscheidend ist die Melde- bescheinigung des Kindes. Hinweis

95 7.4 Steuerermäßigung für Handwerkerrechnungen Ausweitung des Anwendungsbereichs: Abwasseranschlusskosten außerhalb des Grundstücks Ausbau und Erweiterung des Hauses Gutachtertätigkeiten und Funktionsfähigkeitsprüfungen Seite 95 Auch Mitglieder von Wohnungseigentümer- gemeinschaften können von der Steuer- ermäßigung profitieren. Hinweis

96 7.5 Steuertipps Überblick: Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen Spenden nach 2014 vorziehen EU-Erbrechtsverordnung beachten Seite 96

97 7.5 Steuertipps Haushaltsnahe Dienstleistungen/Handwerkerleistungen Seite 97 LeistungenMaximalbetragHöchster Rechnungsbetrag Haushaltsnahe Dienstleistungen € p.a € p.a. Handwerkerleistungen € p.a € p.a. Vorziehen?

98 7.5 Steuertipps Spenden in 2015 vermindern die Steuerbelastung für 2015 Seite 98 Abflussprinzip beachten! Achtung!

99 7.5 Steuertipps Seit dem gilt die EU-Erbrechtsverordnung: Praktische Bedeutung für Erbfälle mit internationalen Sachverhalten Erbfolge richtet sich nach dem Erbrecht des Landes, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte Seite 99 Möchten Sie Ihren Aufenthalt in das europäische Ausland verlagern, prüfen Sie vorab, ob das Ziel Ihres Testaments noch erreicht wird! Tipp

100 8. Ausblick In der Diskussion: Entwurf eines Investmentsteuerreformgesetzes Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens Seite 100

101 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


Herunterladen ppt "Mandanteninformationsveranstaltung zum Jahreswechsel 2015/2016."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen