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Segregationsmuster und Umzüge in der Stadt und Agglomeration Zürich Vortrag von Ingrid Diener und Thomas Jud.

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Präsentation zum Thema: "Segregationsmuster und Umzüge in der Stadt und Agglomeration Zürich Vortrag von Ingrid Diener und Thomas Jud."—  Präsentation transkript:

1 Segregationsmuster und Umzüge in der Stadt und Agglomeration Zürich Vortrag von Ingrid Diener und Thomas Jud

2 Inhalt 1. Was ist Segregation? 2. Theoretische Erklärungen von Segregation 3. Statische Segregationsanalyse von Zürich 4. Sozialräumliche Typisierung von Zürich 5. Dynamische Segregationsanalyse von Zürich

3 Was ist Segregation? Segregation ist die disproportionale Verteilung von Be- völkerungsgruppen über räumliche Teilgebiete. Segregation ist die Projektion sozialer Unterschiede auf den Raum, soziale Distanz manifestiert sich in räum- licher Distanz. Je stärker die Streuung der Wohnstandorte von Ange- hörigen einer Gruppe von der statistischen Zufallsver- teilung dieser Gruppe abweicht, desto höher ist das Mass der Segregation.

4 Theoretische Erklärungen Die sozialräumliche Struktur eines Untersuchungsgebiets ist das Ergebnis komplexer Prozesse, in deren Verlauf die unterschiedlichen sozialen Gruppen und Milieus ihren Wohnstandort finden oder zugewiesen bekommen. Wie lässt sich der Zusammenhang von sozialer und räumlicher Ungleichheit theoretisch erfassen?

5 Theoretische Erklärung 1: Segregation als Makrophänomen wird durch andere Makrophänomene erklärt. ? Einkommens-Segregation Makroebene ungleichheit (Aggregat)

6 Theoretische Erklärung 1: Segregation als Makrophänomen wird durch andere Makrophänomene erklärt. Typische Hypothesen: Einkommens-Segregation Makroebene ungleichheit (Aggregat) Das Ausmass der Segregation zweier Gruppen ist umso höher, - je grösser die Einkommensungleichheit ist, - je höher die Ungleicheit der Schulabschlüsse ist, - je höher der Anteil der Minorität an der Gesamtbevölkerung ist, - je grösser die Gesamtbevölkerung ist. - etc.

7 Theoretische Erklärung 1: Segregation als Makrophänomen wird durch andere Makrophänomene erklärt. Annahmen zur Begründung der makrosoziologischen Hypothesen: Einkommens-Segregation Makroebene ungleichheit (Aggregat) - Soziale Distanzen führen dazu, sich räumlich zu distanzieren. - Je höher das Einkommen, desto grösser sind die Möglichkeiten, zwischen verschiedenen Wohnstandorten zu wählen. - Je grösser die soziale Ungleichheit, desto grösser ist die Differenzierung der Lebensstile. - Je grösser die Differenzierung der Lebensstile, desto grösser ist der Wunsch nach räumlicher Nähe zu Personen ähnlichen Lebensstils. - etc.

8 Theoretische Erklärung 2: Segregation wird als ein Ergebnis der individuellen Wohnstandortwahl betrachtet. Segregation Makroebene (Aggregat) Wohnstandortwahl Mikroebene nach Präferenzen (Akteur)

9 Theoretische Erklärung 2: Wie wird der Prozess der individuellen Wohnstandortwahl vorgestellt? Die Wohnstandortwahl ein Prozess, der von den Akteuren ein hohes Mass an Nachdenken über die Entscheidung erfordert, da der Prozess mit erheblichen monetären und zeitlichen Kosten verbunden ist. Auf den Prozess der Wohnstandortwahl lässt sich daher das Rational-Choice-Modell gut anwenden.

10 Theoretische Erklärung 2: Wie wird der Prozess der individuellen Wohnstandortwahl vorgestellt? Voraussetzungen für eine Theorie der rationalen Wahl: Der Akteur hat mindestens zwei Handlungsalternativen Ha und Hb. Der Akteur kennt eine Reihe von Konsequenzen für Ha und Hb. Der Akteur kann den Nettonutzen NN von Ha und Hb berechnen. Der Akteur hat Präferenzen. n NN (Ha) = ∑ p i N i = p 1 N 1 + p 2 N p n N n. i=1 NN (Hb) =... NN(Ha) – NN(Hb) > 0  Ha wird gewählt/ausgeführt.

11 Theoretische Erklärung 2: Wie wird der Prozess der individuellen Wohnstandortwahl vorgestellt? Voraussetzungen für eine Theorie der rationalen Wahl: Der Akteur hat mindestens zwei Handlungsalternativen Ha und Hb. Der Akteur kennt eine Reihe von Konsequenzen für Ha und Hb. Der Akteur kann den Nettonutzen NN von Ha und Hb berechnen. Der Akteur hat Präferenzen. n NN (Ha) = ∑ p i N i = p 1 N 1 + p 2 N p n N n. i=1 NN (Hb) =... NN(Ha) – NN(Hb) > 0  Ha wird gewählt/ausgeführt.

12 Theoretische Erklärung 2: Wie wird der Prozess der individuellen Wohnstandortwahl vorgestellt? Voraussetzungen für eine Theorie der rationalen Wahl: Der Akteur hat mindestens zwei Handlungsalternativen Ha und Hb. Der Akteur kennt eine Reihe von Konsequenzen für Ha und Hb. Der Akteur kann den Nettonutzen NN von Ha und Hb berechnen. Der Akteur hat Präferenzen. n NN (Ha) = ∑ p i N i = p 1 N 1 + p 2 N p n N n. i=1 NN (Hb) =... NN(Ha) – NN(Hb) > 0  Ha wird gewählt/ausgeführt.

13 Theoretische Erklärung 2: Wie wird der Prozess der individuellen Wohnstandortwahl vorgestellt? Voraussetzungen für eine Theorie der rationalen Wahl: Der Akteur hat mindestens zwei Handlungsalternativen Ha und Hb. Der Akteur kennt eine Reihe von Konsequenzen für Ha und Hb. Der Akteur kann den Nettonutzen NN von Ha und Hb berechnen. Der Akteur hat Präferenzen. n NN (Ha) = ∑ p i N i = p 1 N 1 + p 2 N p n N n. i=1 NN (Hb) =... NN(Ha) – NN(Hb) > 0  Ha wird gewählt/ausgeführt.

14 Theoretische Erklärung 2: Wie wird der Prozess der individuellen Wohnstandortwahl vorgestellt? Voraussetzungen für eine Theorie der rationalen Wahl: Der Akteur hat mindestens zwei Handlungsalternativen Ha und Hb. Der Akteur kennt eine Reihe von Konsequenzen für Ha und Hb. Der Akteur kann den Nettonutzen NN von Ha und Hb berechnen. Der Akteur hat Präferenzen. n NN (Ha) = ∑ p i N i = p 1 N 1 + p 2 N p n N n. i=1 NN (Hb) =... NN(Ha) – NN(Hb) > 0  Ha wird gewählt/ausgeführt.

15 Theoretische Erklärung 2: Segregation wird als ein Ergebnis der individuellen Wohnstandortwahl betrachtet. Schematische Darstellung: Einkommens-Segregation Makroebene ungleichheit (Aggregat) ? IndividuelleWohnstandortwahl Mikroebene Wahlmöglichkeitennach Präferenzen (Akteur)

16 Theoretische Erklärung 2: Segregation wird als ein Ergebnis der individuellen Wohnstandortwahl betrachtet. Schematische Darstellung: Einkommens-Segregation Makroebene ungleichheit (Aggregat) ? ?Kontexteffekte IndividuelleWohnstandortwahl Mikroebene Wahlmöglichkeitennach Präferenzen (Akteur)

17 Theoretische Erklärung 2: Segregation wird als ein Ergebnis der individuellen Wohnstandortwahl betrachtet. Schematische Darstellung: Einkommens-Segregation Makroebene ungleichheit (Aggregat) ?Individualeffekte ?Kontexteffekte IndividuelleWohnstandortwahl Mikroebene Wahlmöglichkeitennach Präferenzen (Akteur)

18 Theoretische Erklärung 2: Segregation wird als ein Ergebnis der individuellen Wohnstandortwahl betrachtet. Exkurs: Das Modell von Schelling HautfarbenverhältnisSegregation Makroebene (schwarz/weiss) der (Aggregat) Nachbarschaft IndividuelleWohnstandortwahl Mikroebene Wahlmöglichkeitennach Präferenzen (Akteur)

19 Segregation und Umzüge in der Stadt und Agglomeration Zürich: Statische Analyse

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22 Segregationsmerkmale Status Nationalitäten Alter Lebensform

23 Segregationsmerkmale Status Nationalitäten Alter Lebensform

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27 Segregationsmerkmal Status Auffälligkeiten - Ober- und Unterschicht segregieren relativ stark. - Die Mittelschicht lebt relativ ausgeglichen über die Agglomeration verteilt. - Kartographischer Vergleich zeigt weitgehende Deckungs- gleichheit der räumlichen Verteilung der drei Status- indikatoren. - Kaum Veränderungen zwischen 1990 und 2000.

28 Segregationsmerkmale Status Nationalitäten Alter Lebensform

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32 Segregationsmerkmal Nationalitäten Auffälligkeiten - Doppelte Polarisierung der Agglomeration. D.h.: - Schweizer und Ausländer segregieren relativ stark. - Süd- und Nordeuropäer segregieren noch stärker. - Diese Struktur bestand schon 1990, hat sich aber bis 2000 verstärkt. - Die ethnische und soziale Strukturierungsachse sind nicht unabhängig.

33 Segregationsmerkmale Status Nationalitäten Alter Lebensform

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35 Segregationsmerkmal Alter Auffälligkeiten - Altersstruktur im Jahr 2000 ähnlich wie Aktivbevölkerung (20-64) relativ gleichmässig über den Raum verteilt. - Grundsätzlich gilt: junge Ränder – alter Kern. - Aber: Welle der Überalterung folgt mit 50 Jahren Verspätung der Suburbanisierungswelle von der Stadt ins Umland.

36 Segregationsmerkmale Status Nationalitäten Alter Lebensform

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38 Segregationsmerkmal Lebensform Auffälligkeiten - Verstärkte Pluralisierung und Individualisierung der Lebensstile in der ganzen Agglomeration. - Je zentraler eine Gemeinde, desto grösser der Grad der Individualisierung. - Vor allem im Umland zeichnet sich im Segregations- muster nach Lebensstilen auch eine Stratifikation der Wohnmilieus nach sozialem Status ab.

39 Statische Segregationsanalyse Zusammenfassung - Ausländische Bevölkerung segregiert ebenso nach sozialem Status wie die schweizerische. - Doppelte Polarisierung: statusniedrige Regionen mit hohen Anteilen ausländischer Bevölkerung mehrheitlich aus Südeuropa und statushohe Regionen mit geringen Anteilen ausländischer Bevölkerung mehrheitlich aus Nord- und Westeuropa. - Die Überalterung schiebt sich von der Innenstadt an den Stadtrand. - Die Segregation nach Lebensformen zeigt ein deutliches konzentrisches Muster von der Kernstadt zu den Agglomerationsrändern.


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